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Sonntag, 15. Mai 2016

Die Soziobiologie war noch nie ein "zahnloses" Konzept

Im September 2011 hatten wir im Rahmen des sogenannten "Bloggewitters" "Deutungshoheit der Biowissenschaften" (Übersicht siehe --> hier) einen Gastbeitrag auf dem damaligen Blog "Mind at Work" von Elmar Diederichs veröffentlicht ( ursprünglicher Link auf den Scilogs ). Dieser Gastbeitrag ist ebenso wenig wie der ganze Blog von Elmar Diederichs noch im Internet zugänglich (siehe auch GA-j! 2011) (festgestellt am 15. Mai 2016). Deshalb wird unser Beitrag hier auf dem Blog so veröffentlicht, wie er auch schon 2011 zur Sicherheit hier abgespeichert worden war. - Damals wie heute Dank an Elmar Diederichs, dessen öffentlich ausgesprochene Einladung, Gastbeiträge auf seinem Blog "Mind at Work" zu veröffentlichen, wir damals angenommen hatten.

Was für ein Thema - die "Deutungshoheit der Biowissenschaften". Im Umfeld der Soziobiologie (heute: Evolutionäre Anthropologie und Evolutionäre Psychologie) schon seit Jahrzehnten diskutiert. Inzwischen können ja harmlose Lippenbekenntnisse zum Grundkonzept der Soziobiologie und zur evolutionären Bedingtheit des Menschen geäußert werden, ohne daß besonders viele Leute einmal genauer nachfragen würden, ob diese Lippenbekenntnisse eigentlich noch etwas zu tun haben mit dem revolutionären Wandel im Menschenbild, mit dem die Soziobiologie einst, in den frühen 1970er Jahren einmal angetreten war. 

Die wissenschaftliche Akzeptanz dieser einstigen Außenseiter-Disziplin stieg in dem Umfang, in dem sich die Regenbogenpresse eines Teils ihrer Themen annahm. Zum Beispiel unter Stichworten wie "Das egoistische Gen" oder anhand aller Fragen rund um das Thema "sexuelle Selektion". Egoismus und Sex gehen ja immer in der Regenbogenpresse. Dieser Umstand wirkt sich heute auch auf manche innerwissenschaftlichen Diskussionsbeiträge und Lippenbekenntnisse  aus.

Die Soziobiologie - einst angetreten als ein revolutionäres Konzept

Im Gegensatz dazu forschen und publizieren im vollen Bewußtsein der Tragweite der "Deutungshoheit der Biowissenschaften" Koryphäen wie Edward O. Wilson, Richard Dawkins und all ihre mit ihnen sympathisierenden Kollegen schon seit Jahrzehnten. Ebenso auch die innerwissenschaftlichen Gegner dieser als "Hardliner" empfundenen Biologen, etwa Richard Lewontin, Stephen Jay Gould und viele andere auf ihrer Linie. In den Reihen dieser Gegner ist es in den letzten Jahren merklich stiller geworden. "Lewontin's Fehlschluß", ein Fehlschluß dahingehend, daß das Konzept "Rasse" für die menschliche Biologie und Psychologie keine Bedeutung habe, weil die genetischen Unterschiede zwischen Rassen dafür zu gering wären, ist in der Wissenschaft unwidersprochen als ein eben solcher Fehlschluß benannt worden. Und dabei ist der Sache nach auch festgestellt worden, daß es sich um einen - auf den Kopf gestellten naturalistischen Fehlschluß - handelte. Wenige aber nur wagen, sich selbst und anderen die revolutionären Implikationen zu verdeutlichen, die mit der Widerlegung von "Lewontin's Fehlschluß" einhergehen für unser Weltbild und für die "Deutungshoheit der Biowissenschaften".

Das zentrale Paradigma, das die "Deutungshoheit der Biowissenschaften" seit einigen Jahrzehnten mit sich bringt, ist, daß der Mensch von den Biowissenschaften immer deutlicher als Gruppenwesen, als "zoon politikon" erkannt wird. Der Paradigmenwechsel vom "Mensch als Werkzeugmacher" zum "Menschen als soziales Wesen" vollzog sich schon vor Jahrzehnten. Derzeit vollzieht sich der Paradigmenwechsel zum "Mensch als Gruppenwesen". Die Schlußfolgerungen dieses Paradigmenwechsels hinsichtlich einer Deutungshoheit der Biowissenschaften sind aber bislang nur spärlich und zögerlich gezogen worden.

Steven Pinker: Genetisch mitbeeinflußte Begabungen können unterschiedlich auf Rassen und Völker verteilt sein

Der britische Evolutionäre Anthropologe Robin Dunbar wies nach, daß Gehirngröße und Gruppengröße über den gesamten Primatenstammbaum hinweg miteinander korrelieren, was nahelegt, daß die Gehirngröße des Menschen und der Umfang der sozialen Beziehungen, die er bewältigen kann, miteinander in Zusammenhang stehen bei allen Primaten ("Dunbars Number") (siehe sein wunderschönes Buch "Klatsch und Tratsch"). Jane Goodall zeigte am Beispiel der wildlebenden Schimpansen, wie sich das Gruppenleben unserer engsten Verwandten im Tierreich in "Krieg und Frieden" gestaltet. Andere zeigten anhand der Bonobos wiederum ein ganz anders gestaltetes Gruppenleben auf. Im Anschluß an solche Forschungen formulierten David Sloan Wilson und Kevin MacDonald ihr Konzept von den "gruppenevolutionären Strategien", die implizit oder explizit in menschlicher Kultur, in menschlichen Religionssystemen beschlossen liegen.

In den letzten Jahren bildete sich eine "Evolutionäre Religionswissenschaft" und wies nach, daß diese "gruppenevolutionären Strategien" entweder zu evolutions-stabilen oder zu evolutions-instabilen Demographien der betroffenen Gruppen, Religionsgemeinschaften und Völker führen können - je nach ihrer Ausgestaltung. Der Grundgedanke von Charles Darwin wurde damit auf deutlich erweitertem Wissensstand einmal aufs Neue bestätigt wie er schon im Untertitel seines Hauptwerkes enthalten ist: "On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life".

Was für ein Anspruch hinsichtlich "Deutungshoheit der Biowissenschaften".

Und dann - dann kam die Mondlandung in der modernen Humangenetik. Die vollständige Sequenzierung des menschlichen Genoms und damit die Erkenntnis, daß Gensequenzen für Körpermerkmale, psychische Merkmale und Intelligenzmerkmale weltweit in ihrer Häufigkeit auf die Völker unterschiedlich verteilt sind. Steven Pinker zog schon 2005 die Schlußfolgerung und erklärte, daß genetisch angeborene Begabungen - als Ergebnis der Evolution - unterschiedlich auf Völker und Rassen verteilt sein können. Unzählige Humanwissenschaftler auf der ganzen Welt stimmen ihm zu.

Frank Schirrmacher: Die gespenstische Abgebrühtheit der gesellschaftlichen Eliten macht nur noch sprachlos

Die Debatte ist in vollem Fluß. Der naturwissenschaftlich informierte Historiker und Politiker Thilo Sarrazin nahm sie 2010 auf. Der soziobiologisch informierte Frank Schirrmacher erkannte sofort die eigentlichen Implikationen der Sarrazin-Debatte in Bezug auf die "Deutungshoheit der Biowissenschaften". Und auch Norbert Bolz sprach von "Geschichtszeichen". Deutsche Intelligenzforscher wie Heiner Rindermann und der - von Hirnforscher Gerhard Roth geförderte - Detlef Rost haben in der Öffentlichkeit noch wenig Unterstützung von Seiten der biowissenschaftlich orientierten Fachkollegen erhalten. Auf die Dauer wird sich diese Situation aber nicht halten lassen.

Und dann erst wird in vollem Umfang erkennbar werden, wie implikationsreich die "Deutungshoheit der Biowissenschaften" geworden ist. Sie stellt grundlegende gesellschaftliche Konzepte infrage, wie sie heute von allen großen Parteien des deutschen Bundestages vertreten werden. Weshalb Thilo Sarrazin auch in der Debatte im letzten Jahr von ihnen allen so scharf geschnitten worden ist. Norbert Bolz hatte recht: Die Politiker - aber auch viele Biowissenschaftler - leben heute noch in einer "Parallelgesellschaft" und sind sich der schiefen Ebene gar nicht bewußt, auf der sie sich bewegen. Man darf gespannt sein, wie sich hier die geistigen Auseinandersetzungen künftig weiter gestalten werden.

Was ist dran an den technischen Möglichkeiten, die Bastian Greshake aufzeigt? Wird es künftig parallel zu einem "Guttenplag" noch ganz andere Internetseiten geben, die die Kommunikationsunwilligkeit zahlreicher Biowissenschaftler zu den eigentlich gesellschaftlich brisanten Fragen bezüglich der "Deutungshoheit der Biowissenschaften" aufbrechen werden? Wird es Frank Schirrmacher sein, der mit einem neuen Bestseller seine jüngst geäußerte "Sprachlosigkeit" überwindet, als er über die CDU und ihren Verrat grundlegendster bürgerlicher Werte sagte:

"Der geradezu verantwortungslose Umgang mit dem demographischen Wandel macht in seiner gespenstischen Abgebrühtheit einfach nur noch sprachlos."

Wir leben in aufwühlenden Zeiten.

[Vor allem 
sprachlich 
überarbeitet: 
26.3.2021]

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Für die Akten: 6.700 Leser im November

Im November hatten die Beiträge dieses Blogs - hier auf dem Blog und auf Paperblog - einen neuen Besucherrekord: 6.700 Leser. (- Alle Zahlen ohne Gewähr!)

Im Februar 2010 hatte die Mißbrauchsdebatte rund um die katholische Kirche eine damalige monatliche Höchstleserzahl von 1.500 gebracht. Im September 2010 war die monatliche Leserzahl während der Sarrazin-Debatte auf 2.600 gestiegen (GA-j!, 1.10.10). Im März 2011 hatten dann - offenbar - die Okkultismus- und Satanismus-Beiträge hier auf dem Blog für eine neue monatliche Höchstleserzahl von 3.200 gesorgt. Das sind zunächst nur die Zahlen des blogeigenen Zählers, die auch in der Grafik abgebildet werden, nicht die zusätzlichen parallel bei Paperblog.

Daß es nun im November 2011 schon allein im blogeigenen Zähler einen neuen Spitzenwert von 3.500 gibt, kann wohl am ehesten dadurch erklärt werden, daß der Bloginhaber sehr aktiv mitdiskutiert hat in der Facebook-Bewegung "Generation Giordano" (siehe frühere Beiträge) und daß sich als Folge davon dann auch mehrere Beiträge und viele Kommentare auf Wissenbloggt.de ergeben haben.

Oder folgt diese Steigerung noch einem ganz anderen, viel allgemeineren Trend?

Aber tausend blogeigen gezählte Leser mehr als im Vormonat ist natürlich schon ein ganz schöner Sprung.

Nina Hagen wies auf "GA-j!" hin

Aber nun sind noch hinzuzählen die 3.271 Leser dieses Monats nur allein auf Paperblog (GA-j!, 14.9.11). Der Paperblog-Zähler, der auch hier auf dem Blog mitzählt, scheint aber ganz anders zu zählen als der blogeigene Zähler "Sitemeter". Sitemeter zählt z.B. für den 8. November 2011 einen absoluten monatlichen Spitzenwert von 500 Lesern, den der Paperblog-Zähler gar nicht merkt. Während umgekehrt der Paperblogzähler für den 13. November 2011 einen Spitzenwert von 246 Lesern zählt, die der Sitemeter-Zähler gar nicht merkt.

Am 8. November 2011 erschien der Beitrag "Soziobiologie war noch nie ein zahnloses Konzept" auf Wissenbloggt.de. Am gleichen Tag hat Nina Hagen auf ihrem vielgelesenen Facebook-Profil auf diesen Blog verwiesen (siehe nächster Beitrag). Am 13. November 2011 hat der Bloginhaber auf einem Artikel auf Wissenbloggt.de über "Intelligenzmessung" kommentiert. (Ansonsten: Besonders viel ist - laut Paperblog-Zähler - im letzten Monat gelesen worden "Zum Glück gibt's ein Bekennervideo ...". Und "Der Jesuitenorden läßt die Katze aus dem Sack".)

Das alles nur fürs Protokoll und für die Akten.

Mittwoch, 14. September 2011

Wir sind "Top Paperblogger" ...

Das Blogportal "Paperblog" verdoppelt unsere Leserzahlen (- ?)

Vor über einem Jahr, im Juni 2010, erhielten wir die freundliche Einladung der Redaktion des Blogportals "Paperblog" zum Mitmachen. Probeweise nahmen wir diese Einladung einmal an. Und heute schauen wir uns zum ersten mal die Besucherstatistiken an. Die Statistik von Paperblog behauptet für "Studium generale": "Seit Beginn des Monats wurde Ihr Artikel" - soll wohl heißen Blog - "559 mal gelesen, davon 80 über Ihr Blog und 479 mal  via Paperblog." Und für "GA-j!": "Seit Beginn des Monats wurde Ihr Artikel" - sprich Blog - "1444 mal gelesen, davon 393 über Ihr Blog und 1051 mal via Paperblog." "Sitmeter", unser Blog-eigener Besucherzähler, zählt nur für die Blogs selbst je monatliche Besucherzahlen zwischen 1000 und 3000. Je nachdem, welche Angaben nun richtig sind, würde Paperblog also unsere Leserzahlen entweder grob verdoppeln (lt. Sitemeter-Statistik) oder verdreifachen (lt. Paperblog-Statistik).

Der Firmensitz des Blogportals Paperblog ist Paris. Es ist eigentlich ein großer "Gemischtwarenhandel". Äußerlich kommt es einem zunächst so vor wie das Internetportal einer Frauen-Illustrierten. Hat doch auch das "Logo" mancherlei Ähnlichkeit mit dem einer Kosmetikfirma. Entsprechende Werbung ist dort auch nicht zu übersehen.

Wenn man sich dort aber die einzelnen ernsthafteren "Ressorts" (sprich Rubriken) heraussucht, in die jeweils die eigenen Artikel einsortiert werden (ohne unser Zutun), dann wird es vielleicht schon etwas interessanter.

"Top Paperblogger" im "Ressort Geschichte und Philosophie"

Jeder Autor von Paperblog wird mit Wertungspunkten bewertet. Wie die zustande kommen, ist noch nicht so recht klar geworden. Die Punkte kommen wohl hauptsächlich aufgrund von Seitenaufrufen durch die Leserschaft zustande. Unsere Blogs haben dort derzeit jedenfalls immerhin schon einmal 18.362 solcher Punkte gesammelt.

Und mit diesen 18.000 Punkten rangieren wir derzeit im Ressort Geschichte und Philosophie als "der" "Top Paperblogger"! - Na, wenn das nichts ist!? Der nachfolgende Autor mit seinen derzeitigen 5.900 Punkten muß sich dort offenbar noch ziemlich anstrengen, bis er uns "eingeholt" hat!

--- TOP PAPERBLOGGER      Ingo Bading 18362 pt -----

Unter den "Top Paperbloggern" im Ressort Meinung stehen wir mit der genannten Punktzahl immerhin an vierter Stelle. An erster Stelle steht der schätzenswerte Blog "Nics Bloghaus" (betrieben von Frank Navissi, der auch für den Humanistischen Pressedienst schreibt) mit 41.000 Punkten. Frank Navissi arbeitet für den Humanistischen Pressedienst, die Giordano Bruno-Stiftung und ist Mitglied der Piratenpartei. Also nicht die "schlechteste Gesellschaft".

Nun warten wir eigentlich nur noch auf die Begeisterungsstürme - von wem auch immer ...

Im Ressort Wissen steht "Nics Bloghaus" von Frank Navissi ebenfalls an erster Stelle, gefolgt von dem Wissenschaftsautor Ernst Probst ("urzeit") mit 25.700 Punkten. - Wir rangieren dort derzeit nicht unter den ersten vier "Top Paperbloggern". Nun, Paperblog hat ja - auch dort - keinen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Deshalb ist dieser Umstand wenig zu verwundern. Diesen Umstand berücksichtigt, kann man sich in der Punktwertung durch die Leserschaft eigentlich einigermaßen angemessen behandelt fühlen.

Nic Frank übrigens (also Frank Navissi) steht außerdem im Ressort Religion an erster Stelle.*) - Unter den ernsthaften Paperbloggern ist er wohl der wichtigste und bedeutendste. - Gut und schön das alles. Aber damit wir mit unseren Blogs das erreichen, was wir mit ihnen erreichen wollen, dazu muß wohl erst der "Spiegel" in einer Titelstory über uns berichten! ...

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*) Ergänzung 20.10.2011: Der Blogger Andreas Müller vom Blog "Feuerbringer 2.0", ebenfalls Mitglied der Giordano-Bruno-Stiftung, scheint "Nics Bloghaus" schon länger als wir zu lesen und schreibt (im Zusammenhang mit dem aufgewirbelten Staub rund um die Facebook-Seite "Generation Giordano"): "Im Grunde ist Frank Navissi ja nur irgendein Typ, ein Blogger und hpd-Redakteur, der ausschließlich linkes Standardzeug schreibt und niemals irgendwelche neuen Ideen und Perspektiven anbietet." (Wenn wir neue Ideen und Perspektiven bei ihm finden, werden wir darauf hinweisen. Und wer bei ihm welche findet, bitte bei uns melden, damit wir ihn nicht ungerecht behandeln.)

Montag, 12. September 2011

Die vierte Macht im Staate: Das Internet!

Sie wird gefürchtet: die Macht des Internets

Wenn es auch nur um die blöde "Piratenpartei" geht, so ...*)
Im Zusammenhang mit der "Piratenpartei" hat der Cicero mit ein paar kleinen Worten einmal ein paar große Wahrheiten ausgesprochen:
Die Generation Internet ist politisch mobilisierungsfähig, das hat sie in den letzten Jahren vielfach unter Beweis gestellt. So rebellierten sie beispielsweise gegen Vorratsdatenspeicherung und Internetsperren, gegen Urheberrechte oder Kopierschutz. Hunderttausende Unterzeichner mobilisierten die Gegner der Internetsperren 2009 innerhalb weniger Tage für eine Online-Petition und brachten das Gesetz schließlich zu Fall. Zehntausende schlossen sich einer schließlich erfolgreichen Verfassungsklage gegen die Vorratsdatenspeicherung an. Dabei blickt die traditionelle Politik genauso verständnislos auf die neue Protestbewegung wie einst auf die rebellierenden Studenten oder demonstrierende Atomkraftgegner.
Schöner Vergleich! Viele, die schon seit Jahrzehnten die Gesellschaft verändern wollen und schon fast daran verzweifelt sind, daß Protestbewegungen immer wieder von "Realpolitikern" aufgesogen worden sind, können es noch gar nicht so recht glauben, daß nicht mehr die gelenkten Medien, sondern daß das schwer "steuerbare" Internet zur "vierten Macht" im Staate gedeiht. Und das kann einer echten Demokratie wohl nur gut tun. Aber man merkt es an den nervösen Reaktionen der alten Lobbymächte, wie sehr sie diese Macht fürchten. 

"Die Generation Internet ist politisch mobilisierungsfähig ..."

Daß der Guttenberg durch das Internet gestürzt werden konnte, haben sie bis heute nicht verschmerzt und lecken an den Wunden. Wenn man ein bischen systematischer suchen würde, würde man wohl noch haufenweise Äußerungen und Indizien dafür zusammen tragen können, wie ungeheuer den alten Lobbymächten diese neue Macht ist.

Unser Blog tut alles, was er kann, um sie darüber nicht zur Ruhe kommen zu lassen ...
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*) Änderung: 22.09.2011 ;-) - Immerhin fordert die Piratenpartei das "bedingungslose Grundeinkommen", gesetzlichen Mindestlohn, die strikte Trennung von Staat und Kirche. Sie fordert ... "Transparenz" - und erntet juristische Verwarnungen. Ideologen wie die Feminist/Innen sind gegen sie. ... Ihr Motto lautet "Freiheit schützt man nicht, indem man sie abschafft." (vgl. "Unsere Ziele".)

Sonntag, 4. September 2011

Unser Gastbeitrag zur "Deutungshoheit der Biowissenschaften" auf den Scilogs.de

Auf dem Blog "Mind at Work" von Elmar Diederichs  wurde das Angebot gemacht, im Rahmen des dortigen "Bloggewitters" "Deutungshoheit der Biowissenschaften" einen Gastbeitrag einzureichen. Dieses Angebot haben wir wahrgenommen. Unser bei Elmar eingereichter Beitrag "Die Soziobiologie war noch nie ein zahnloses Konzept" ist von Elmar auch recht zügig veröffentlicht worden (1).

Sarrazin und der Paradigmenwechsel in der Evolutionären Anthropologie

Erst danach wurde uns bewußt, daß Elmar Diederichs zwar Physiker aber offenbar weniger Empiriker als vor allem Mathematiker und Philosoph ist. Das wird vielleicht in den Diskussionen der nächsten Tage noch relevanter werden. Auf seinem Blog jedenfalls weht ein rauher Wind und er will in seinen Entgegnungen zeigen, wie brüchig das von diesem Blog und von Michael Blume vertretene Paradigma der Evolutionären Psychologie und Soziobiologie für sich sind.

Ein rauher Wind

Auch bei dem Wissenschaftsautor Thomas Grüter ist im Zusammenhang mit dem Thema "Deutungshoheit der Biowissenschaften" auf "The Bell Curve" hingewiesen worden. Und ebenso hat Michael Blume auf seinem Blog und in Kommentaren zur Thematik des Bloggewitters Stellung genommen. Michael wird zunehmend gereizter, seit wir ihn auf seine mangelnde Vatikan-Kritik und seine mangelhafte Behandlung der Thesen von Thilo Sarrazin hinweisen, was beides völlig in der Logik "christlicher Lobby" liegt, was ich aber von einem so aufgeklärten und umfassend gebildeten Geist wie Michael vor drei Jahren bestimmt nicht erwartet hätte.

Ergänzung (9.9.11): Auch Ulrich Frey, akademischer Schüler von Eckart Voland und Gerhard Vollmer, hat sich inzwischen im Rahmen der Debatte auf Scilogs für die Soziobiologie in die Bresche geschlagen.

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  1. Bading, Ingo: Die Soziobiologie war noch nie ein zahnloses Konzept, 2011/2016, https://studgenpol.blogspot.com/2011/09/unser-gastbeitrag-zur-deutungshoheit.html.

Donnerstag, 14. April 2011

"Wieviele Divisionen hat der Zombie-Papst?"

Suchmaschinenoptimierer, Satanist und "Vergoogeler" Ralph Tegtmeier in Aktion

Zwei Wochen nachdem wir die Fragen am Ende dieses Beitrages gestellt hatten, erhalten wir auch schon Antworten auf diese. Auf seiner neuesten Seminar-Ankündigung propagiert Magier, Satanist, Buchautor und seit längerem auch Suchmaschinen-Optimierer Ralph Tegtmeier die "Blackhat-Suchmaschinenoptimierung", also so etwas wie die "Schlapphut"-Suchmaschinenoptimierung, also Techniken, mit denen man konkurrierende Seiten in der Google-Wertung drücken kann. Die Seite Interaktiv-net schrieb über dieses Thema schon vor zwei Jahren:

Es gibt keinen Bereich mit mehr unseriösen und zweifelhafteren Aktivitäten als den der “Suchmaschinenoptimierung” von Website's.

Ralph Tegtmeier nennt sein unseriöses und zweifelhaftes Thema auch "negative Suchmaschinenoptimierung" und das klingt dann so:

"Negative SEO"? Im Prinzip ganz einfach: Das Abschießen der guten Positionen der Konkurrenz.

Für einen Magier, der bisher immer schwarze von weißer Magie unterschieden hat, also bestimmt kein gänzliches Neuland, nun zwischen "Blackhat"- und "Whitehat"-SOE zu unterscheiden. Fragt er doch auch ganz unverhohlen: 

Wieviele Divisionen hat der Zombie-Papst?

also der Papst der Satanisten, als den er sich wohl sogar selbst ansieht. (Oder als dessen "auserwählter" Diener ...) Natürlich hat der Teufels-Papst bei solch eifrig dienenden Suchmaschinenoptimierern wie Ralph Tegtmeier unzählige Divisionen!  Aber hallo!

"Eine E-Mail aus der Hölle: Im Namen Googles"

Ein zwar unseriöses und zweifelhaftes, aber sicherlich ein "interessantes" Seminar. "Weltmacht Google" und das stumme Ringen von Lobbykräften im Hintergrund in Reinkultur. Und dann will Tegtmeier auch "Schmähkampagnen", also Rufschädigung, sowie Einschüchterungen im Netz thematisieren:

Blackhat SEO operiert mittlerweile nicht mehr allein auf technologischem Sektor: auch die zwischenmenschlichen Kommunikationsstrukturen sind davor nicht mehr sicher. Wozu auch komplizierte Skripte basteln, wenn ein einziger kurzer Anruf oft viel größere Wirkung zeitigen kann?
Und darum geht's:
(...)
- E-Mail from Hell: Was man im Namen Googles alles anrichten kann
- Juristen-Trick Nr. 1: Die falsche Beschuldigung der Markennamen-, Urheberrechts- und Patentverletzung
- Juristen-Trick Nr. 2: Die Abmahn-Mafia
- Juristen-Trick Nr. 3: Der Pfeil im Rücken, oder die feigen Provider
- Social Networks, schwarz gefärbt: Schmähkampagnen, Twitter-Wale und Mechanische Türken
- Spam-Tricks: E-Mail, Skype, IMs, Forum-Trolle

Na, da hat die "Fraternitas Saturnis", zu deren Ordensoberen sich auch Ralph Tegtmeier zählt, natürlich kompetente Berater, wenn sie uns Emails ("aus der Hölle"?) zuschickt und "Rechtswege" androht ...

Straftaten sind jedenfalls gaaaar nicht (!!!) beabsichtigt!

Und ein Ralph Tegtmeier wäre wohl kein Ralph Tegtmeier, wenn er nicht folgenden sehr kennzeichnenden, "tausendmaskigen" Haftungsausschluß ("Disclaimer") dazu setzen würde:

Zu keinem Zeitpunkt werden die Teilnehmer zur Begehung irgendwelcher Straftaten angehalten! Allerdings werden auch gängige kriminelle Aktivitäten erörtert und wie man sich wirksam davor schützen kann. 

Ralph Tegtmeier, ein einflußreicher Nachfolger von Aleister Crowley - und bestimmt kein Berater und Mitarbeiter von Geheimdiensten. Das wäre ja auch wirklich völlig aus der Reihe und aus der Rolle ... Bei dem eintätigen Seminar in Salzburg ist man mit 1.000 Euro dabei ... Wie man - auch daran - sieht: Eine Veranstaltung für Elitäre.

Nur noch ergänzend dazu unser unerheblicher Beitrag von vor zwei Wochen (1.4.11):

Thema Satanismus erhöht die Leserzahlen hier auf dem Blog auf 3.200 Besucher pro Monat - wer nennt das schon viel?

In unregelmäßigen Abständen beobachten wir die Besucherzahlen auf unseren Blogs (s.a. Stud. gen.). Unregelmäßig deshalb, weil man eigentlich als Laie nicht so recht weiß, was sie einem sagen oder sagen sollen.

Jedenfalls stellen wir da fest, daß die Zahl von 3.000 monatlichen Besuchern hier auf dem Blog erstmals im letzten Monat März übertroffen worden ist (siehe Grafik).

Unsere letzte monatliche Höchstleserzahl von 2.600 hatten wir im September 2010 - aus Anlaß der Sarrazin-Debatte. Nun also im März 2011 eine neue monatliche Höchstleserzahl von 3.200.

Im Februar 2010 waren es übrigens die Beiträge zum Jesuitenorden, die ebenfalls einen Ausschlag nach oben ausgelöst haben.

"Vergoogelt und veräppelt?"

Von einem auf den anderen Monat kann sich also die Leserzahl hier auf dem Blog durchaus verdoppeln oder um die Hälfte vermindern.

Wieviel oder wie wenig all das besagt, weiß man allerdings erst, wenn man wüßte, wie sehr man  "vergoogelt und veräppelt" wird, wenn es um solche Themen wie Suchmaschinen - und damit Besucherzahlen auf einem Blog - geht. 

Ist es eine diesbezüglich vertrauenserweckende Nachricht, wenn man erfährt, daß auf dem Gebiet der Suchmaschinen-Optimierung auch ein solcher Magier, Satanist und Buchautor wie "Fantomaster" Ralph Tegtmeier sein Unwesen treibt?

Müßten wir nicht eigentlich längst bei 30.000 Besuchern pro Monat sein ... ?

/ Der zweite Teil dieses Beitrages 
erschien ursprünglich schon am 1.4.2011. /

Freitag, 1. Oktober 2010

Sarrazin verdoppelt unsere Leserzahl

"Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt!" - damit Deutschland sich nicht abschafft

Wie schon angekündigt und voraussehbar, hat die Sarrazin-Debatte für diesen Blog ganz grob eine Verdoppelung der durchschnittlichen monatlichen Besucherzahlen (der letzten sechs Monate) mit sich gebracht. Will heißen: Wir haben steigende Besucher- und Leserzahlen - aber gleichbleibende oder sinkende Zahlen von Leuten, die kommentieren. - Warum auch immer.

Der Sarrazin "rockt" in jedem Fall noch viel mehr als die Kindermißbrauchsfälle der Jesuiten im Februar. Das ist gut so.

Aber, Achtung: Über 2.600 monatliche Besucher lächelt man bei "renommierten" Sciencebloggern bloß müde. Deshalb, Leute, Leser: Wenn Ihr meint, daß dieser Blog ein bischen was Vernünftigeres und Sinnvolleres tut, als das, was die überwiegende Mehrheit der Blogger auf den beiden renommierten deutschen Scienceblog-Portalen tun, oder die Blogger auf katholisch-konservativen Blogportalen wie Sezession.de, dann: kommentiert, zitiert, verlinkt, macht Werbung, müllt die kleinen und großen Online-Redaktionen voll mit dem Hinweis, daß sie diesen Blog lesen sollen und - günstigstenfalls den Bloginhaber dieses Blogs zum Chefredakteur ihrer Online-Redaktionen ernennen sollen. - Vielen Dank für Eure Bemühungen im Voraus!

Betet, lärmt und zündet Kaufhäuser an*), bildet Lichterketten: Damit Deutschland sich nicht abschafft.

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*) - Spaß! Das bitte nicht tun ... Aber Tomaten dürft ihr werfen auf Merkel, Wulff, Gabriel und Co.. Tomaten sind erlaubt. Möglichst matschige, daß ihnen das Trommelfell nicht platzt - es aber dennoch angemessen aussieht.

Samstag, 18. September 2010

Die Wissenschaftsblog-Szene und Thilo Sarrazin

Ein kurzer Überblick zur derzeitigen Situation

Was Wissenschaftsblogs zu leisten fähig sind in Sachen Wissenschaftsvermittlung - bei welchem Anlaß hätten sie dies besser unter Beweis stellen können, als anläßlich der Sarrazin-Debatte? Die beiden großen deutschen Wissenschaftsblog-Portale haben aber in dieser Hinsicht den Schwanz eingezogen und bislang zu aller größten Teilen gekniffen. Dabei sind sie sonst doch immer so vorlaut und besserwisserisch, wenn es darum geht, etwa Pseudowissenschaft oder Klimaleugner, etc. pp. an den Pranger zu stellen ...

Die klügsten Blogger dort haben bislang fast ganz geschwiegen oder sich nur kryptisch geäußert. Als lebten wir im Stalinismus, dort jedenfalls war es nicht anders. - Versuchen wir an dieser Stelle in einigermaßen chronologischer Reihenfolge ein wenig zu rekapitulieren, was dieser Blog so mitbekommen hat:

Die Diskussion bei Andrea Thum (Andererseits, 11.8., 14.8.) hatten wir hier auf dem Blog (GAj!, 25.8.) schon behandelt. Bemerkenswert ist, daß sich hier in den Kommentaren Blogger Tobias Meier durchweg vernünftig, will heißen sachlich geäußert hat. Auf seinem eigenen Blog hat er das in den Kommentaren noch ein wenig konkretisiert aber auch nicht in letzter Konsequenz geistreich (Weitergen, 12.8., 16.54 h, 7.9.). Ansonsten folgte weit und breit nur flacher "Journalismus" fern aller Sachargumente, einfach nur "Ich denke-", "Ich glaube-" etc. -Behauptungen, anstatt daß die Debatte in den derzeitigen wissenschaftlichen Forschungstand eingeordnet werden würde:

Beispiele: Marcus Anhäuser (Plazeboalarm, 25.8.), Christian Reinboth (Frischer Wind, 30.8.), Ernst Peter Fischer (Wissenschaftsfeuilleton, 30.8., 31.8., 2.9., 7.9.) (Tenor des letzteren: "ich glaube das nicht", "Unsinn"). Bei Yoav Sapir (Un/zugehörig, 26.8.) wurde erörtert, wie man gegenüber politischen Gruppierungen rechts von der CDU argumentiert.

Einer der ersten Autoren, der sich wissenschaftlich informiert und fundiert auf die Sachdebatte selbst eingelassen hat, war Andreas Vonderach auf einem rechtskonservativen, ja, auf einem in manchen Aspekten deutlich rechtskatholischen Blog (Sezession, 30.8., 2.9., 6.9.). Michael Blume blieb bislang ebenso kurz, kryptisch, ablehnend, wie fast alle sonstigen "renommierten" Wissenschaftsblogger (Natur des Glaubens, 5.9.10).

Der erste Blogger, der sich dann nicht nur wissenschaftlich fundiert und informiert auf die Sachdebatte eingelassen hat, sondern sie zugleich auch "beherzt" und fröhlich aufgenommen hat - zugleich mit der gebotenen Ironie und Satire, deren es viel bedarf aus wissenschaftsnaher, unbefangener Sicht -, dieser Blogger befand sich nicht auf einem der beiden großen Wissenschaftsblog-Portale. Es handelt sich um Andreas Müller (Feuerbringer, Aufklärung 2.0, 31.8.a, 31.8.b, 2.9., 3.9.a, 3.9.b, 6.9., 12.9., bzw. Darwin-Jahr.de). Ansatzweise ähnliches fand man auf dem Brights-Blog (Brights - Natur des Zweifels, 6.9.).

Kann man die derzeitige Situation eine "verfahrene" nennen?

Dieser Blog ("G.A. - j!") hat sich auch gern in die Kommentar-Diskussionen bei anderen Wissenschaftsblogs eingemischt, etwa bei Gunnar Ries (Mente et Malleo, 6.9.), Ali Arbia (Zoon politikon, 9.9.) oder Edgar Dahl (Libertarian, 10.9.). Es wurde versucht, darauf zu drängen, zu den eigentlichen Kernproblemen vorzudringen und die Diskussion insgesamt wissenschaftsnäher zu gestalten - mit "gemischten" Erfolgen.

Autoren wie Peter Mersch (Knol, 7.9.), Volkmar Weiß (Knol, 10.9.) und Konrad Badenheuer (PAZ, 8.9.10) übrigens zeigten, daß es so schwierig nun wirklich nicht ist, grundlegende Zusammenhänge der modernen Humangenetik zu verstehen und sie in die derzeitigen gesellschaftlichen Debatten einzuordnen. Es sind also eher ideologische als wissenschaftliche Gründe, die da offenbar derzeit den Wissenschaftsbloggern Schwierigkeiten bereiten. Letztlich stellt sich immer die Frage: Will ich etwas wissenschaftlich ausgewogen beurteilen oder politisch korrekt? Wie sie diese Frage beantworten wollen, haben zumindest die beiden großen deutschen Wissenschaftsblog-Portale bislang nicht aufgezeigt.

Ihr Schwanz ist immer noch eingezogen.

Montag, 6. September 2010

Kritik an diesem Blog

Leser schreiben ...

Einige Leser dieses Blogs behaupten, dieser Blog und andere wären zu abseitig und würden ja doch nicht gelesen, und der Bloginhaber solle seine Infos lieber an die Politiker selbst schicken. Das kann man als eine sehr kurzsichtige Sicht der Dinge erachten.

Der Bloginhaber dieses Blogs kann - seiner eigenen bescheidenen Meinung nach - nichts dafür, daß an anderen Stellen des gesellschaftlichen Diskurses, sei es wo immer es auch möglich wäre, auch in gedruckten Medien - so selten bis nie auf diesen Blog hingewiesen wird, noch nicht mal als Quellenhinweis. Aber nach Ansicht des Bloginhabers sind dafür die Verantwortlichen dieser Medien jeweils selbst verantwortlich.

Der Bloginhaber dieses Blogs weiß aus vielen privaten Zuschriften, daß einflußreiche Wissenschaftler, Evolutionsbiologen, die regelmäßige Kolumnen in großen Tageszeitungen schreiben, diesen Blog lesen. Denn sie haben den Bloginhaber angeschrieben. Wenn trotz solcher stillschweigenden Aufmerksamkeit unter Wissenschaftlern oder Journalisten den Informationen, die auf diesem Blog gegeben werden und den Beurteilungen keinen weiteren Raum im öffentlichen Diskurs eingeräumt wird, dann ist das eben so.

Wie Thilo Sarrazin gesagt hat, ist auch der Bloginhaber zunächst selbst an den Themen interessiert und klärt sie für sich selbst dadurch, daß er darüber schreibt. Wie Thilo Sarrazin sagt er sich: Wenn Verleger oder Journalisten sich dafür interessieren, werden sie ihn schon ansprechen. Wenn nicht, nicht.

Tun wir das Falsche? Tun wir nicht genug?

Genug. Eines ist aber sicher: Dem Bloginhaber geht es keineswegs darum, in zehn Jahren sagen zu können: "Aber ich hab euch das alles doch schon vor zehn Jahren gesagt." Nein, ihm geht es darum, die Möglichkeit zu bieten, sich jetzt, konkret mit den Dingen zu beschäftigen. Dazu werden viele Angebote gemacht. Auch Tagungen, bzw. informelle Bloggertreffen sind schon abgehalten worden mit kompetenten akademischen Referenten zur Humangenetik. Wer dazu außerdem noch Einladungen möchte, möge sich bitte melden.

Ansonsten fällt dem Bloginhaber halt nur ein, mal auf die Besucherstatistik hinzuweisen, die schon anläßlich der Jesuiten-Debatte im Februar deutlich nach oben ausschlug, und die das auch jetzt schon im August getan hat. Für September bahnt sich ähnliches an:

Da dieser Blog ein völlig kostenloses Angebot ist, profitiert der Bloginhaber finanziell von diesem Besucheranstieg nicht die Bohne. Und der Rest ist einfach nur Schweigen. Der Bloginhaber kennt kein Medium innerhalb oder außerhalb des Internets, das dichter und angemessener zur Sarrazin-Debatte Stellung nimmt als dieser Blog, abgesehen von den Stellungnahmen von Andreas Vonderach auf Sezession.de oder von Andreas Müller auf dem Blog Feuerbringer. Und abgesehen von den vereinzelten sehr wertvollen Beiträgen, die man in der Tagespresse finden kann, und auf die dieser Blog ständig versucht, ebenfalls aufmerksam zu machen.

Tue halt jeder, was er kann. Die grundlegenden Kenntnisse zu dieser Debatte muß man sich eh in Büchern anlesen. In dem Buch von Detlef Rost, in dem Buch von Charles Murray, in dem Buch von Nicholas Wade, in dem Buch von Rushton, in dem Buch von Andreas Vonderach - ---> oder wo immer sonst.

Mittwoch, 25. August 2010

Autsch! - Ideologie trifft auf Wissenschaft

Kopf tut weh, Tastatur wird unsichtbar: Thilo Sarrazin, behandelt auf den Scienceblogs.de

Na so was! Nachdem dieser Blog sowohl in "Spektrum der Wissenschaft", auf den Scilogs.de (etwa auf Michael Blume's "Natur des Glaubens"), auf den Scienceblogs.de, sowie sicherlich auf diversen anderen Blogs im Internet - von den eigenen ganz abgesehen -, schon sehr häufig auf angeborene Begabungsunterschiede zwischen den Ethnien hingewiesen hat (Beispiele: "Spektrum d. W.", Januar 2007; "Hinterm Mond gleich links", Mai 2009), mußte offenbar erst der Polterer Thilo Sarrazin kommen und eine etwas merkwürdige, junge Wissenschaftsbloggerin und "Statistikerin" auf den "Scienceblogs.de" das Thema Thilo Sarrazin aufgreifen (Tenor: "brauner Dreck"), damit die Wissenschaftsblogger-Gemeinschaft und ihre Leserschaft auch in Deutschland einmal zu ähnlich umfangreichen Netzdiskussionen aufbricht, wie diese in der englischsprachigen Scienceblogs.com-Gemeinde (etwa auf "Gene Expression") schon seit vielen Jahren Gang und Gäbe sind.

Auf den Scienceblogs.de wird also ganz rege über Sarrazin diskutiert in zwei Beiträge mit zusammen inzwischen knapp 330 Kommentaren (Andererseits 1, 2). Da wird neben vielem Oberflächlichem und allzu Tagespolitischem auch auf einige aktuelle wissenschaftliche Beiträge aufmerksam gemacht, insbesondere verdienstvollerweise von Wissenschaftsblogger Tobias Maier vom Scienceblog.de-Blog "Weitergen". Tobias gab schon am 11.8. gleich einen guten Lektürevorschlag zur aktuellen Zwillingsforschung:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20112131
"Twin studies indicate that both intelligence and brain structure are moderately to highly heritable"

Und ergänzte:

(...) Tatsache ist: Im Querschnitt werden Ausländer bestimmer Herkunft besser integriert oder integrieren sich besser als andere.

Sich kritisch über die Erfolge der Integration von Einwanderern zu äussern, hat erst mal nichts mit braunem Dreck zu tun.

Andrea Thum, die Blogautorin, antwortet darauf recht naiv:

@Tobias: Leider versucht man ja gar nicht, zu integrieren, sondern man grenzt aus und dann lästert man rum.

Wenn du guckst, was diese Leute (die oben genannten) sagen, dann geht es ihnen stark um eine genetische Komponente, dass Intelligenz vor allem über Vererbung weitergegeben wird, dass man darauf wenig Einfluss hat. Und natürlich, dass nur besonders intelligente Menschen einen Wert in dieser Gesellschaft haben. Das ist inakzeptabel und aus meiner Meinung nach eine recht braune Sichtweise.

Ein Stefan Taube sagte:

Also ich will mich inhaltlich gar nicht groß an der Diskussion hier beteiligen. Ich will nur darauf hinweisen, dass ich es sehr bedenklich finde, wenn Leute wie Sarrazin, Heinsohn, Sloterdijk, Broder und Henkel mit brauner Dreck bezeichnet oder beworfen werden. So schnell sollte man seine sprachliche Munition nicht verschießen, denn sonst bleibt ja kaum noch eine sprachliche Steigerung übrig, wenn wir über echte Nazis oder linke Antisemiten diskutieren wollen.

Na, wenn Sarrazin lospoltert, poltern also alle hinterdrein, sogar in der Wissenschaftsblog-Szene. Und ein "wilko0070" schreibt:

Bedenklich ist bei Sarrazin vor allem, woher er seine "Argumente" bezieht. Sie stammen in erster Linie aus dem rechtsextremistischen Machwerk "Die IQ-Falle" von Volkmar Weiss, in dem beispielsweise "Negern, Zigeunern und Türken" pauschal (und ohne empirische Belege) eine "gefühlte Intelligenz" von 85 zugewiesen wird, Juden dagegen ein Intelligenzquotient von 115:
http://www.v-weiss.de/iq-falle-juden.html
Darauf ganz richtig ein "Wb" (= "Webbär"):
Hr. Sarrazin könnte auch einfach die deutschsprachige Wikipedia gelesen haben ...
Dann weist Tobias Meier sehr passend hin auf "Natural History of Ashkenazi Intelligence" (2005) und auf den IQ-Forscher Richard Lynn:

Der Ursprung der "Juden sind intelligenter" Behauptung kommt aus den unten verlinkten Papers.

"A review of studies shows that Oriental Jews in Israel have an average IQ 14 points lower than that of European (largely Ashkenazi) Jews."

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16867211
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17052383

Manche sind erschüttert: "... Hier auf den Scienceblogs ...?"

Aber etwas später kommt dann wieder so ein naiver Kommentar wie der von "Thomas R.":

Wow.
Ein erheblicher Teil der Kommentare stellt sich argumentativ hinter Sarrazin? Hier, in den Scienceblogs? (...)

Vererbte Intelligenz. Ernsthaft? Sind wir so weit unten, dass wir darüber diskutieren müssen? Was kommt als nächstes? (...)

Es geht also "schön" zur Sache ... Ideologie trifft auf Wissenschaft und einer von beiden Dampfern muß sinken. Klar tut das - manchem - weh. Und die mit Worten wirklich nicht gerade zimperliche "Statistikerin" Andrea Thum stimmt gekränkt mit ein:

Ich bin erstaunt über die Tendenz der Kommentare (ähnlich wie Thomas R.). (...)
Tja, die Tendenz! Die Tendenz! Tobias Maier jedoch setzt mit seiner "Tendenz" weiter auf den nüchternen Austausch von Wissenschaftsergebnissen:

Thomas R,

zur Vererbung von Intelligenz hier eine Zusammenfassung:

http://www.nature.com/scitable/topicpage/heritability-of-human-intelligence-iq-and-eugenics-796

Und Stefan Taube schreibt dann wieder etwas, dem man zustimmen kann:

@Thomas R: "Ein erheblicher Teil der Kommentare stellt sich argumentativ hinter Sarrazin?"

Ich habe jetzt nicht jeden Kommentar gelesen, ich glaube aber trotzdem, dass man das so nicht sagen kann. Was die Leser der Scienceblogs erwarten ist, dass man den Aussagen Sarrazins argumentativ und mit Belegen begegnet. Einfach zu schreiben er sei widerlich und brauner Dreck ist halt kein ausreichend guter Stil für Scienceblogs. Das klingt mehr nach Straßenkampf. (...)

"Das klingt mehr nach Straßenkampf ..."

... In der Tat ... - Nach der ersten Hälfte der Kommentare zum ersten Beitrag kommt wenig Weiterführendes, wohl weil sich Tobias Maier aus der Diskussion ausgeklinkt hat. Folgen wir also der Diskussion zum zweiten Beitrag, der zwei Tage später erschien und unter anderem die Kernsätze von "Statistikerin" Andrea Thum enthielt:

(...) Studien zeigen, (Ich verlinke hier die Seite von Volkmar Weiss, der die Studie gemacht hat. Sie wurde in den Medien viel zitiert, ich weise aber darauf hin, dass dem Mann von vielen Seiten Rechtsradikalismus vorgeworfen wird und ich entsprechend andere Schlüsse ziehe, als er) dass die Einwanderer der zweiten Generation tatsächlich einen deutlich niedrigeren IQ von 84 hat, statt 100, wie der Rest der Bevölkerung. Sie zeigen auch, dass z.B. Türken schlechter integriert sind als alle anderen Einwanderergruppen. Diese haben besonders oft niedrige oder gar keine Schulabschlüsse. Und: Immigranten kriegen im Schnitt wirklich mehr Kinder, als der Durchschnittsdeutsche.

Alles wahr. (...)

Dann kommen die Gegenargumente, die man daselbst nachlesen kann. Und Wissenschaftsblogger Jürgen Schönstein vom Blog "Geografittico" zeigt schön auf die typische Reaktion des bundesdeutschen Gutmenschen:

@Alle
Ich hab' gerade riesige Probleme mit dem Schreiben, weil ich vor lauter Kopfschütteln meine Tastatur kaum noch erkennen kann. Egal wie man's verbrämen will: Die Einstufung ganzer Ethnien als bemindert intelligent oder minder-leistungfähig ist rassistisch. Nochmal: Das ist RASSISTISCH. (...)

Tja, wenn er mal häufiger unsere Blogs gelesen hätte, würde er feststellen, daß viele Wissenschaftler sein Erstaunen schon hinter sich gelassen haben und versuchen, konkret mit diesen Dingen umzugehen. Darunter viele führende Köpfe, Richard Dawkins etwa, Steven Pinker etwa, der Humangenetiker Armand Leroi etwa, der Leiter der Wissenschaftsredaktion der New York Times Nicholas Wade etwa und viele, viele andere mehr. Aber Jürgen Schönstein hat grad noch Probleme mit der Tastatur. Auf den Wissenschaftsblogs, den deutschsprachigen ... Und dann, etwas später etwas differenzierter gegenüber Webbär, nachdem wohl die Tastatur wieder besser sichtbar geworden ist:

@Wb
Ich sag' nicht, dass Sarrazin rassistisch ist (ich kenne ihn nicht persönlich), sondern dass seine Äußerung rassistisch ist. Oder eugenisch, oder sonstwie ziemlich unappetitlich ... Ob Intelligenz vererbbar ist oder nicht, steht doch hier gar nicht zur Debatte, weil es in keinem Fall eine "ethnische Intelligenz" gibt. (...)

Naja, da wird noch viel im Nebel herumgestochert. "Anonymus" jedoch wieder ganz richtig:

Jeder, der die Vererbung von IQ leugnet, impliziert dabei, daß Intelligenz (zum Beispiel die des Menschen) ausserhalb der Evolutions Theory liegt. Dies ist Kreationismus und damit Wissenschaftsfeindlichkeit.

Gut! Sehr, sehr gut! Endlich mal nüchtern denkende Leute. Aber was schreibt dazu wieder "Statistikerin" Andrea Thum so ganz und gar naiv:

@ anonymus: Es gibt also auch eine Kreationismuskeule *lach*

Die "Kreationismuskeule" ... wider ideologisierte Weltbilder

In der Tat, die gibt es. Worauf die Leute alles kommen, wenn sie einmal anfangen, über bestimmte Zentralfragen der Wissenschaft zu diskutieren, statt sie betulich zu beschweigen ... Wozu doch "Polterer" alles gut sind. Stefan Traube sagt dann ganz richtig:

Also für mich klingt der ganze Blogpost wie ein simpler linker Abwehrreflex auf rechte Positionen und erinnert mich an das lesenswerte Buch von Jan Fleischhauer "Unter Linken".

Warum muss eine Meinung, die einem politischen Spektrum angehört, das nunmal nicht links ist, gleich als radikal angesehen werden? Oder wie wb oben kommentiert hat: "Warum muss man denn "rechtsradikal" [1] sein, wenn man eine derartige Meinung hat? " Man kann nicht einfach weite Teile der Bevölkerung auf diese Art radikalisieren.

(...) Man muss Sarazzin nicht gut finden. Ich tue es nicht. Aber dieses reflexhafte Aufheulen gegen eine Sarazzin-Position finde ich noch destruktiver.

Es folgen dann noch viele, viele Kommentare. Aber dieses recht "gemischte" Meinungsbild soll uns vorläufig genügen ...: Autsch! Ideologie trifft auf Wissenschaft ... Der Gutmensch erkennt, daß er keine Kleider an hat.

Sonntag, 12. April 2009

Unser Rechenschaftsbericht: die Finanzen von "Studium generale"

"Lousy penny's on the web"

Wissenschaftsblogger Lars Fischer macht sich schon seit einiger Zeit seine Gedanken darüber, wie sich die - ohne Zweifel aufwendige - Arbeit an Wissenschaftsblogs finanzieren läßt. Aufwendig zumindest dann, wenn sie gut sein soll. Oder ob diese Arbeit weiterhin vornehmlich ehrenamtlich und in Freizeitstunden geleistet werden soll. (Siehe - -> "Lousy penny's on the web".)

Zu solchen Fragen hat auch eine - etwaige, wünschenswerte - zahlreichere oder - realistischerweise - weniger zahlreiche Stammleserschaft von "Studium generale" noch nicht in irgend einer klarer erkennbaren Weise Stellung genommen. (Von der "Laufkundschaft" sowieso ganz abgesehen. - Im Klartext: Es hätte ja immerhin der eine oder andere zahlungskräftigere Leser sagen können: Wow, das ist ja ein toller Blog. Wie schaffen die das bei "Studium generale" bloß, solche tollen Texte zu erstellen? Mal nachfragen, ob man dort das Engagement noch ein bischen fördern und aufmuntern könnte ... - Immerhin. Solche Leser könnte man sich vorstellen. Aber vielleicht sind das auch nur phantastische, mythologische Gestalten aus der Antike, die man sich da illusionärerweise vorstellt und deren Existenz unbewiesen ist ...)

Wie kann die Arbeit an Wissenschaftsblogs finanziert werden?

Jedenfalls: Lars Fischer hatte, um Möglichkeiten einer Finanzierung zu testen, einen Spendenbutton auf seinen Fisch-Blog eingebaut, den wir uns bei "Studium generale" gleich abgeschaut hatten. Siehe jeweils in der rechten Seitenleiste weiter unten. Während nun Lars Fischer mit den dadurch eingegangenen Spenden wenigstens grob seinen monatlichen Teeverbrauch finanzieren können soll, wie er berichtet, haben wir bei "Studium generale" über den Spendenbutton bisher noch gar nichts eingenommen. Aber das wollen wir uns gar nicht auf's Gemüt schlagen lassen. Auch hier bleiben wir guter Dinge. Und warum sollte sich nicht auch dabei irgendwann irgendwie einmal etwas ändern? Die Zukunft ist doch derzeit noch ganz eigenschaftslos ... (Außerdem geben wir natürlich auf persönliche Anfrage gern auch eine Kontonummer bekannt, um Zahlungen so unkompliziert wie möglich zu machen.)

Besucherzahlen: Tendenz eher steigend

Eine - oder sogar zwei - erfreuliche Entwicklungen können wir nun jedoch seit dem Ablauf des letzten Quartals berichten. Nämlich erstens bezüglich der Besucherzahlen und zweitens bezüglich der Einnahmen aus unserem --> Bücherverkauf.

Zunächst die Besucherzahlen. Obwohl im Hauptblog von "Studium generale" (seit einiger Zeit mit dem Untertitel "Research Blogging") im ersten Quartal 2009 nur vier neue Beiträge erschienen sind (- ja, Schande über uns! - aber vielleicht auch Schande über die potentiellen Spender und Motivateure ...), konnten wir dort im März einen neuen monatlichen Besucherrekord verzeichnen, nämlich: 3.800 Besucher.

(Statistik siehe Abbildung.) Damit war die letzte Höchstmarke von um die 3.000 monatlichen Besuchern, die schon einmal im Juni 2007 (siehe Stud. gen.), bzw. dann wieder im Januar 2009 erreicht worden war, um 800 Besucher übertroffen worden. Ob das ein Trend ist, der anhält? Dabei kann es sich aber übrigens wohl kaum um "Stammleserschaft" handeln, die ja die älteren Artikel überwiegend schon kennen wird, sondern um Besucher, die vor allem über Google-Treffer bei "Studium generale" landen. Aber dennoch ist das doch immerhin schon einmal sehr schön, daß hier die Zahlen eher gleich bleiben und steigen, statt zu sinken, obwohl die aktuelle Aktivität im Blog gar nicht so besonders hoch ist - leider (- und hoffentlich bald wieder anders).

Bücherverkauf: Tendenz steigend

Aber dann zum Bücherverkauf. Zunächst die Vorgeschichte, der lange Anlauf: 2008 machte "Studium generale" im zweiten und dritten Quartal einen Umsatz von 50 und 40 Euro und verdiente dabei je 2,60 Euro. Im vierten Quartal wurden bei einem Umsatz von 80 Euro 5,30 Euro verdient. Bei so kleinen Summen macht sich Amazon gar nicht die Mühe, das überhaupt einzeln auszuzahlen, liebe Leser und potentiellen Bücherkäufer!

Nun machte "Studium generale" jedoch im ersten Quartal 2009 überraschenderweise einen Umsatz von 345 Euro und verdiente dabei dann immerhin schon sage und schreibe: 25 Euro. Und allein seit ersten April hatten wir einen Umsatz von 50 Euro und verdienten dabei schon 4 Euro. Wenn es also in dieser Steigerungsrate weiterginge, könnte ja doch noch alles, ähm, gut - oder doch zumindest besser - werden ..., ähm ... *) Trotzdem wird wohl die eigentliche Hoffnung auch künftig eher auf etwas häufigere Spendenbutton-Betätigung gerichtet werden müssen. Wenn nicht überhaupt auf ganz andere Dinge. Zu denen wir natürlich auch immer gerne Rückmeldungen von der Leserschaft erhalten.

Auf jeden Fall: Ein Dank an alle Käufer

In jedem Fall an dieser Stelle noch einmal: Ein herzliches Dankeschön an alle Käufer, von denen "Studium generale" nur ein Teil namentlich bekannt ist, dadurch daß die Käufer irgend eine persönliche Rückmeldung gegeben haben. Und zugleich an dieser Stelle eine Ermunterung an alle, damit weiter fortzufahren, bzw. es doch auch einmal zu probieren. Über Amazon kann man übrigens inzwischen auch viele andere Produkte kaufen außer nur Bücher, CD's und DVD's. Sogar PC's und Laptops sind im Angebot. Damit wollen wir uns künftig gerne auch noch etwas genauer befassen. Gerne jedenfalls stellen wir jetzt schon auch in unser Angebot jeden bei Amazon erhältlichen Artikel innerhalb von wenigen Stunden zum Kauf ein. Und zwar derzeit in die unterste Rubrik --> "Kundenwünsche".

Und beachten Sie bitte auch regelmäßig besonders die oberste Rubrik "Neu im Angebot", wo alle neu in die Rubriken eingestellten Bücher zuerst eingestellt werden - damit Sie als regelmäßigerer Käufer einen besseren aktuellen Überblick haben. (Oft übrigens mit St.gen.-Kurzrezensionen, die sonst nirgends wieder zu finden sind.)

Ihr Monats-Abonnement

Aber noch einmal sehr grundsätzlich und ernst: Wir sind der Meinung, daß wir auf den beiden Blogs von "Studium generale" monatlich ein Angebot bereit stellen, das sich inhaltlich mit so mancher Monatszeitschrift messen lassen kann, und für das deshalb Leser, die dem Blog "Studium generale" und seinen Anliegen positiv gegenüber stehen, eigentlich gerne monatlich einen ähnlichen Betrag zu zahlen bereit sein könnten, wie bei einer vergleichbaren Monatszeitschrift, die sie ja oft auch bezahlen, ohne deshalb jeden einzelnen Artikel gleich selbst zu lesen.

Wir wissen aufgrund von persönlichen Rückmeldungen von deutschen Hochschullehrern, daß unser Blog auch die Elite der deutschsprachigen Wissenschaftswelt und des deutschsprachigen Wissenschaftsjournalismus erreicht. Zum Teil auch des angloamerikanischen Sprachraums. Wir haben deshalb gar keine Bange, daß wir hier auch künftig gut plaziert sind und Positionen beziehen, die in dieser Weise von anderen bislang noch nicht bezogen worden sind. Bitte vergleichen Sie doch selbst.

Deshalb: Würde man sich mit fünfzig oder hundert Stammlesern auf eine solche, eben genannte Regelung einigen können, wäre, was die Finanzierung betrifft, vieles - wenn nicht alles - gewonnen. Lassen Sie es sich doch einmal durch den Kopf gehen, liebe Leserin, lieber Leser. Gibt es denn genügend kirchenfreie aber doch religiös und ethisch motivierte Wissenschaftsblogs in der deutschen Wissenschaftsblogger-Landschaft, die engagiert, vielseitig und auf breiter Front wissenschaftlich informiert zu den aktuellen Fragen und Grundsatzfragen Stellung nehmen? Sollte es davon nicht mehr geben? Dann sagen Sie es uns. Und helfen Sie mit.

____________
*) Aktualisierung (28.10.09): Im Jahr 2007 grob 15 Euro. Bis Ende Mai 2008 15 Euro. Von Juni 2008 bis Ende Oktober 2009 60 Euro.

Montag, 2. Februar 2009

Was geschah auf anderen Blogs im Januar?

Ein kleiner Überblick, was auf anderen Blogs im Januar noch so an Interessantem berichtet und diskutiert wurde.

Einmal zu zeitgeschichtlichen, geschichts- und religionspolitischen Themen:
"Gibt es gute Kriege?" von Yoav Sapir (5.1.09) und dortige Folgebeiträge

"Der lange Arm Israels" von Adelinde Bauer (12.1.09)

"Operation Walküre" von Edgar Dahl (22.1.09)

"Die Ausschwitzlüge" von Edgar Dahl (27.1.09)

"Richard, der Holocaust-leugnende Bischof" von Christian Reinboth (29.1.09)
Und einmal zu genetischen Themen:
"Israel, der Mittlere Osten: Raketen und Publikationen" von Tobias Maier (12.1.09)
(erst ab dem 29.1. auch eine genetische Diskussion)

"Politische Genetik" von Ali Arbia (27.1.09)

"Und noch eine fragliche Zwillingsstudie" von Jürgen Schönstein (28.1.09)
(Dabei auch die wichtigen Beiträge von Ulrich Berger.)
Sicherlich ist dabei noch vieles Wichtige übersehen worden.

Beliebte Posts (*darunter finden sich leider selten neuere Beiträge*)

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