Sonntag, 31. Januar 2021

Gesellschaftlicher Aufbruch - - - jetzt?

Nein: Besinnung auf die Erkenntnismöglichkeiten des Menschen

Bis Ende Januar 2021 hat dieser Blog naiv und geradezu heraus: "Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt!" geheißen. Er hieß noch lange so, obwohl der Blogbetreiber längst viel weniger echten gesellschaftlichen Aufbruch "jetzt!" erwartete als das gerade seit dem letzten Jahr so viele Menschen weltweit erwarten und fordern. Es ist in der Tat so, daß mancher, der unter der Flagge eines solchen einstmals sehr fortschrittlichen Blogtitels im April 2008 aufgebrochen ist, in dem Augenblick, in dem ein solcher gesellschaftlicher Aufbruch immer näher zu kommen scheint, einen solchen immer weniger wirklich erwartet. Sondern daß er eher den Eindruck bekommt, daß alles nur noch schlimmer wird.

 

Abb. 1: In den Schriften von Werner Heisenberg hat der Autor dieser Zeilen zeitlebens mehr über Politik gelernt als in fast jedem anderen zeitgeschichtlichen und politischen Buch - Sei "Wanderer zwischen zwei Welten", dann findest du das richtige Verhältnis zur Politik! (Im übrigen nur als Vorschaubild gedacht, nicht als Buchempfehlung!)

Blogs, die viele Jahre bestehen, soll man nicht ändern, auch nicht ihren Titel. Aber jetzt hat der Bloginhaber eine geniale Idee. Er ändert einfach das selbstbewußte Ausrufezeichen im Blogtitel in ein Fragezeichen. Und alles ist gesagt, was dazu gegenwärtig zu sagen ist.

Als dieser Blog im April 2008 gegründet wurde, lagen die Dinge ja noch völlig anders. Auch heute ist der Bloginhaber der Meinung, daß damals aufrüttelnden Parolen wie dieser Blogtitel mit Ausrufezeichen sinnvoll waren. Damals war es tatsächlich noch nötig, Menschen aus ihrem Tiefschlaf zu wecken. Noch heute mag das ja bisweilen nötig und sinnvoll sein.

Aber inzwischen war der Bloginhaber ja auch genötigt zu lernen. Insbesondere seit den Jahren 2015 und noch mehr seit dem Jahr 2020. Da war und ist ja bestens zu beobachten, was Aufklärung und "Aktivismus" in Richtung eines gesellschaftlichen Aufbruchs tatsächlich bewirken heute: Sie bewirken geradezu das Gegenteil von dem, was sie wollen. Sie machen alles nur noch schlimmer. Die Satanisten grinsen sich eins. Von einem Ohr zum anderen.

Die Schlußfolgerung ist: In einer Zeit, in der Satanisten - über "Kunstrasen-Bewegungen", die wie "Graswurzelbewegungen" aussehen - öffentlich Stimmung machen, weiterhin Stimmung machen, auch innerhalb von "alternativen Öffentlichkeiten", von "Querdenkern", in einer solchen Zeit ist es das Untunlichste von der Welt, in selbstbewußtem Tone nach einem gesellschaftlichen Aufbruch "jetzt!" zu rufen. Das aller Untunlichste. Ein solcher Schuß kann doch dann immer nur nach hinten los gehen. Ein solcher Aufbruch muß doch dann zwangsläufig immer falsch verstanden werden. Denn die Satanisten haben einem solchen Aufbruch - mit Jahrhunderte langer Erfahrung - von langer Hand vorgearbeitet.

Nein. Vergeßt es. Ein Ausweg über die Politik ist nicht gegeben. Und auch nicht allein über politische Aufklärung.

Spätestens seit den Erfahrungen des Jahres 2020 und spätestens seit der Lektüre von Werner Heisenbergs "Ordnung der Wirklichkeit", das im Jahr 1942 geschrieben wurde, in dem es entschiedene Stellungnahmen zum Bereich der Politik gibt, die so aktuell klingen, als wären sie nicht für das Jahr 1942, sondern für das Jahr 2020 geschrieben, klingt uns ein Blogtitel wie "Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt!" nur noch hohl und fahl in den Ohren. Er klingt wie eine "Farce". Wie oft in der Geschichte sind gesellschaftliche Aufbruchbewegungen mißbraucht worden, in die Irre geleitet worden. Woran sollte erkennbar sein, daß gegenwärtige Aufbruchbewegungen nicht in die Irre geleitet werden, bzw. noch ärger in die Irre geleitet werden als alle vorhergehenden? Der Bloginhaber kann dafür nirgendwo Anhaltspunkte erkennen.

Besinnung auf die Welt als Ganzes tut Not, auf das Leben als Gesamtheit tut Not, auf die Erkenntnismöglichkeiten des Menschen tun Not und auf das, was er - gerade in den letzten 2.500 und 500 Jahren Menschheitsgeschichte - alles erkannt hat. Eine philosophische Gesamtdeutung der Welt tut Not. Nur verwurzelt in einer solchen grundlegend neuen philosophischen Gesamtdeutung der Welt, des Völkerlebens und des einzelnen menschlichen Lebens könnte sich die Möglichkeit andeuten, daß die Menschen einmal nicht mehr so leicht zu manipulieren sein werden, sich so leicht von Stimmungen "wegtragen" lassen in ihrem Erkenntnisstreben. Nicht so leicht jedenfalls, wie das seit dem Jahr 2020 wieder einmal in geradezu unheimlicher Weise erkennbar geworden ist.

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