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Mittwoch, 29. Oktober 2025

Ein jüdischer Multimillionär, der zugleich "Holocaust denier" ist

Ron Unz - Er geht davon aus, daß die "Protokolle der Weisen von Zion" zwar eine Fälschung sind, aber dennoch von jemanden geschrieben worden sind, der gute Kenntnisse von den tatsächlichen Verhältnissen hatte

In den USA gibt es einen Menschen, den dieser Blog bislang nicht ausreichend wahrgenommen hat: Ron Unz (geb. 1961) (Wiki, engl). 

Abb. 1: Ron Unz im Gespräch mit Germar Rudolf, Oktober 2025

Ron Unz ist ein Multimillionär, der in der Publizistik der amerikanischen Konservativen schon seit Jahrzehnten eine Rolle spielt. Da dieser Blog schon seit etwa 2005 Leuten wie dem Journalisten Steve Sailer (geb. 1958) (Wiki) oder dem Genetik-Blogger Razib Khan (geb. 1977) (Wiki) mit Interesse gefolgt ist, hat dieser Blog immer schon mit Publikationsorganen zu tun gehabt, die von Ron Unz gefördert worden sind, nämlich zum Beispiel mit den Online-Zeitschriften "Vdare" und "The Unz Review", in denen beide Genannte publizierten.  

Ron Unz vermutet unter anderem, daß John F. Kennedy vom Mossad ermordet worden wäre, und auch, daß der Mossad hinter 9/11 stecken würde und noch einiges mehr auf dieser Linie (Wiki). Alles das sind Dinge, die in Deutschland so deutlich niemand auch nur ansatzweise zu behaupten wagt - zumindest soweit er sich auf einer öffentlichen Einflußebene bewegt, auf der sich ein solcher Ron Unz bewegt.

Ron Unz über die Rolle des Mossad

Welche Meinung man auch immer über seine Ansichten haben mag: "Holocaust-Leugnung" (Wiki) darf nicht unter Strafe gestellt werden. Diesen Standpunkt vertritt dieser Blog seit Jahrzehnten, letztlich seit 1994 diesbezüglich ein Strafparagraph (Wiki) eingeführt wurde, bzw. "konkretisiert" wurde. Wer einen solchen Straftats-Bestand überhaupt einführt, sagt schon an sich sehr viel über sich. Im Grunde genommen das meiste. Oder alles. Nämlich über die Sache selbst. Und ebenso wie man möchte, daß damit umgegangen wird.

Nur die wenigsten deutschen Historiker haben damals widersprochen, daß ihre Forschungsfreiheit in einer so wesentlichen Frage so grundlegend eingeschränkt worden ist. Einer dieser wenigen war Ernst Nolte - unserer Erinnerung nach. Als Student habe ich Ernst Nolte bewundert als ich in seinen Vorlesungen an der FU Berlin saß - wenn auch nicht unbedingt mit ihm "sympathisiert". Die Vorlesungen waren voll und es schlug ihm aus diesen - meiner Wahrnehmung nach - viel Feindseligkeit entgegen.

Eine der übelsten Folgen dieses Strafrechtsparagraphen ist eine seit manchen Jahren häufiger wahrnehmbare Unernsthaftigkeit, mit der mit diesem Thema umgegangen wird. Viele Menschen machen sich lustig darüber, daß eine Wahrheit, die unter den Schutz von Strafe gestellt werden muß, im Grunde gar keine Wahrheit im modernen Sinne mehr ist, sondern dem Geist der monotheistischen, mittelalterlichen Unterscheidung zwischen Wahr und Falsch folgt: Eine Wahrheit, die im Prinzip gar nicht mehr falsifizierbar ist. Im Grunde eine Unmöglichkeit, zumal in der heutigen Zeit.

Diese Unernsthaftigkeit scheint man aber in Kauf zu nehmen und sie dann überall dort, wo sie sich in irgend einer Form äußert, ebenfalls "fröhlich" abzustrafen. All das hat viel zu viele "Geschmäckle" und deutet auf den Grundzustand unserer Zeit und unserer Welt überhaupt hin. Sie ist unserer Meinung nach Ausdruck in einer ungeheuer krassen Schieflage. 

Aber auch alle übrigen von Ron Unz geäußerten Ansichten müssen frei erörtert werden können. Sonst breitet sich ein Mief und eine geistige Verkrüppelung aus, wie man sie nur aus dem Mittelalter, aus der Sowjetunion oder dem Dritten Reich kennt.

... Und nun noch ein Gespräch mit Germar Rudolf ...

Am 17. Oktober 2025 hat Ron Unz ein Interview mit dem deutschen "Holocaust denier" Germar Rudolf (geb. 1961) (Wiki) geführt, auf das wir hier auf dem Blog vorsichtshalber schon einmal gar nicht erst verlinken. Denn es steckt ja voller Holocaust-Leugnung. Es ist aber zum Beispiel auf X.com zu finden. Und es könnte die Aufmerksamkeit wacher Menschen bezüglich einer Person wie Ron Unz doppelt wecken. Es weckt im Grunde ganz sonderbare Gefühle, Holocaust-Leugnung von einer solchen vergleichsweise einflußreichen, zumindest finanziell schwer angreifbaren Person in den USA öffentlich debattiert zu sehen. Hui. Ebenso gilt dies für die anderen von ihm aufgeworfenen "kontroversen" Themen.

Uns hier auf dem Blog war ja immer schon zum Beispiel wichtig, daß die meisten Hinweise für den Mord an Uwe Barschel Richtung Mossad weisen (s. GAj2009). Schon deshalb halten wir diesbezüglich vieles für möglich. Zumal die geistige und politische Elite in Deutschland nicht ansatzweise bereit zu sein scheint, dieses Thema aufzuarbeiten. Ein völlig unwürdiger Zustand. Die Geschichte des Mossad ist - wie die Geschichte aller Geheimdienste - auch des CIA natürlich, auch des bundesdeutschen Verfassungsschutzes - eine Aufeinanderfolge von übelsten Schandtaten. Soviel steht auf jeden Fall schon einmal fest. Bei Berücksichtigung von Gestapo, Wehrmacht-Abwehr, NKWD, Stasi etc. sowieso.

Ron Unz vermutet sogar (Wiki), die "Protokolle der Weisen von Zion" wären zwar durchaus eine Fälschung, seien aber dennoch von Leuten verfaßt, die die tatsächlichen Bestrebungen elitärer Juden recht gut gekannt und überblickt hätten. Und wir ergänzen: Indem man ein solches Dokument wie diese "Protokolle" in Umlauf bringt und dann - ziemlich simpel - als "Fälschung" entlarvt, kann man die darin enthaltenen Unterstellungen natürlich leicht der vollen Lächerlichkeit preisgeben. Natürlich. Psychologisch wäre das im Grunde nicht gar so schlecht gemacht. Wenn denn nicht die Menschen von heute sich inzwischen für so umfassend belogen ansehen, daß sie auch ein solches Vorgehen zumindest für plausibel halten können.

Insgesamt ist dieser Ron Unz - soweit wir das beim groben Überblick erkennen können - in den US-amerikanischen Medien relativ entspannt sichtbar. Wie gesagt: soweit wir das überblicken. Von einer irgendwie gearteten "Brandmauer" ihm gegenüber scheint man in den USA noch ziemlich weit entfernt zu sein. - Aber bei Gelegenheit und falls es notwendig wird, wird man das ja womöglich auch in den USA ändern können. Wenn es psychologisch geschickt genug vorbereitet worden ist. Vielleicht ist ein solches Interview schon ein erster "Probierstein", wie viel "Notwendigkeit" für so etwas derzeit oder künftig bestehen könnte.

Aber es sei noch darauf hingewiesen, daß in dem genannten Interview - zum Beispiel - erörtert wird, daß weder de Gaulle, noch Churchill, noch andere führende Politiker des Zweiten Weltkrieges in ihren Erinnerungen über den Zweiten Weltkrieg den Holocaust überhaupt nur erwähnt haben. So wird es jedenfalls behauptet, ich will das jetzt nicht überprüfen. Es wäre mir jedenfalls bis dato noch nicht bewußt gewesen. Ich erwähne dies nur deshalb, weil es zu zentralen Erkenntnissen des deutschen Historikerstreites von 1985 paßt. Und ebenso zu meiner - diese Erkenntnisse weiter führenden - Magisterarbeit aus dem Jahr 1993 (s. Lulu, Acad). Nach dieser war die britische Außenpolitik schon lange vor Bekanntwerden des Holocaust von zutiefst verbrecherischen, genozidalen Zielsetzungen bestimmt. Sie bedurfte also dieses Holocaust gar nicht, um verbrecherische Ziele zu verfolgen. Ein Umstand, über den es bis heute weiterhin ein großes Schweigen in der deutschen und internationalen Historikerschaft gibt, obwohl es doch gar nicht unter Strafe steht, diese Dinge zu erörtern.

Ganz schön viel - unnötige - Selbstzensur, liebe Historikerschaft.

Wie wird Ron Unz von ChatGPT eingeordnet?

Wir fragen ChatGPT: "Mit wem könnte der Multimillionär Ron Unz in Deutschland oder Europa verglichen werden?" Und wir erhalten dazu eine recht differenzierte Antwort, die am Ende dann folgendermaßen zusammen gefaßt wird:

Ron Unz ist im europäischen Vergleich eine hybride Figur - ein wohlhabender Intellektueller, der sein Vermögen nutzt, um eine Plattform für radikale Gegenmeinungen zu betreiben.
Vom Typus her steht er zwischen Peter Thiel, Jürgen Elsässer und David Irving, je nachdem, ob man den Unternehmer, den Publizisten oder den Ideologen betrachtet.

Wir möchten meinen: Also eine in der heutigen politischen Landschaft vergleichsweise "krasse" und reichlich einzigartige Figur.

Der grauen, langweiligen Einförmigkeit der Meinungsbildung in den Mainstream-Medien weltweit wird jedenfalls durch seine Beiträge kräftig lebendige Farbe hinzugefügt. So etwas hat es zum Beispiel in der Sowjetunion nicht gegeben. Und deshalb wollen wir die gelebte westliche Demokratie (nicht die verfassungsmäßig vorgesehene, die sowieso) an diesem Punkt, in diesem einen Punkt doch einmal - - - loben.

... und dann noch ein Nick Fuentes ....

Ergänzung 19.11.2025: Wenn man die derzeitigen Diskussionen rund um Tucker Carlson und Nick Fuentes (Wiki) in den USA verfolgt, könnte man auch zu dem Schluß kommen, daß die womöglich wachsende Prominenz auch eines Germar Rudolf in den US-amerikanischen Medien womöglich nur dazu genutzt wird, um die öffentliche Meinung noch mehr auf Linie zu bringen und zu vereinheitlichen. Nämlich indem man einfach billige "Strategien der Spannung" fährt, die immer nur das Gegenteil von dem bewirken, was sich die Protagonisten dabei erhoffen. Dazu würden die Vorwürfe gut passen, daß dieser genannte Viertel-Mexikaner Fuentes in den USA für den CIA arbeitet und daß er deshalb wie "gesteuert" wirkt.

Samstag, 6. März 2021

Der BND als Handlanger des Mossad

Reinhard Gehlen, erst gab er die Feindlage-Berichte an der Ostfront - - - dann half er Israel 

Der BND hat Akten freigegeben, was er nur mit Zustimmung des Mossad gemacht haben kann (1). Wir haben also wieder vorliegen einen weiteren Fall von "gewollter Transparenz" von Seiten des Mossad. Die Akten zeigen auf, daß der Mossad den BND regelmäßig und wie selbstverständlich als Handlanger für seine Anliegen benutzt hat. Unter Wahrung der Interessen der Adenauer-Regierung, in der der Staatssekreträr Globke genauso vor Gericht hätte gestellt werden können wie Adolf Eichmann (2, 3). Alle Seiten wußten das.

Was deutet sich hier insgesamt als "Schema" an? Der deutsche Nachkriegsstaat wird freundlich geduldet von Seiten Israels, obwohl bestens bekannt war, daß in der BRD die vielen Schreibtischtäter während des Zweiten Weltkrieges (unter anderem auch gegen Juden) überhaupt nicht vor Gericht gestellt wurden (sondern daß gegen sie mit gerissenen Mitteln kalte Amnestie geübt wurde), daß diese weiter in allen Ministerien an führenden Stellen arbeiteten (4). Muß man dann nicht sagen, daß sie auch schon VOR 1945 mit wohlwollendem Kopfnicken der Israel-Lobby in Deutschland tätig waren? Und auch dafür gibt es ja viele Belege. Immerhin wäre in dieses Schema zum Beispiel auch sehr nahtlos die Finanzierung Hitlers durch das Bankhaus Warburg einzugliedern (5). Oder die Gerüchte um die Beziehungen zwischen Hitler und Hanussen (6). Um nur Weniges zu nennen.

Ganz am Ende des Videos greift auch noch Allen Dulles persönlich in die Geschehnisse ein. Er hatte also sozusagen das letzte Wort. Auch Allen Dulles war 1933 während der Machtübernahme in Deutschland. Und unter seiner Federführung sollten nach 1945 noch unzählige Regierungsumstürze und Revolutionen in Staaten weltweit inszeniert werden.

Wie ekelhaft das alles. Wie zutiefst ekelhaft. Es wird hier deutlich wie die sich hier auf dem Blog oft behandelte Eliten-Kontinuität über die Jahre 1933, 1945 und 1989 hinweg sehr konkret anfühlt.

Der Oberst Gehlen, der als Chef der Abwehr Ost massiv Einfluß genommen hat auf die Erfolge oder Mißerfolge der deutschen Wehrmacht gegen die Sowjetunion, er tritt hier als selbstverständlicher und williger Handlanger des Mossad in Erscheinung. Ist das die Rolle, die er in letzter Instanz auch schon vor 1945 gespielt hat?

Damit soll nur weniges angedeutet werden, in welche Zusammenhänge die Inhalte dieses Videos zu stellen sind. 

Beschlossen in "Camp David", im Kriegslager des jüdischen Königs David? 

Seine Veröffentlichung nehmen wir zum Anlaß, einige bislang hier auf dem Blog nicht veröffentlichte Artikel und Hinweise mit einzustellen als Anregungen für weitere Recherche.

Die Filmaufnahmen vom Eichmann-Prozeß in Jerusalem sind schon seit Jahren zugänglich. Hier eine Übersicht über alle 114 Videos. Der erste Teil zeigt einen völlig verkniffenen, verängstigten Adolf Eichmann. Die ersten zehn Teile zeigen die Anklage und den Staatsanwalt. Im Teil 8/9 folgt ab der 45. Minute mit Beginn der 9. Sitzung die erste Zeugenvernehmung. In der 75. Sitzung wird der Angeklagte von der Verteidigung vernommen.

Nicht nur einmal in diesem Video (1) fühlt man sich an den Buchtitel des Autors Hennecke Kardel (1922-2007) erinnert von "Hitler als Begründer Israels" (8). Das ist natürlich ein Autor, der insgesamt (9-18) höchst kritisch zu lesen ist, wobei uns ja glücklicherweise auch Lesehilfen mit an die Hand gegeben worden sind (19). 

Auch versteht man mit diesem Video besser, daß die Aufarbeitung der Geschichte des BND noch vor zehn Jahren zu einer Staatsangelegenheit werden konnte, die auf höchster politischer Ebene verhandelt - und verhindert - werden mußte. So geschehen im Jahr 2009 rund um den Journalisten Andreas Förster (2).

Dazu hier noch ein paar Hinweise: Der freiberufliche Journalist Uwe M. (Uwe Müller) aus Leipzig arbeitete unter dem Decknamen "Sommer" für den BND und bespitzelte vier Jahre lang den Journalisten der "Berliner Zeitung" Andreas Förster. (Berliner Ztg. 15.5.06Spiegel 16.5.06Berliner Ztg. 17.5.06Stern 23.5.06Süddt. 31.5.06Handelsblatt 31.5.06TAZ, 29.4.08Berliner Ztg. 13.2.09Spiegel 12.12.09) So findet sich in den BND-Unterlagen ein Vermerk, er habe 2004 ein Buch über die Zusammenarbeit des Ministeriums für Staatssicherheit mit dem Mossad geplant. Über dieses Buch, so Förster, habe er nur mit einer Person am Telefon gesprochen, zudem sei das Buchprojekt "nie über das Stadium einer Überlegung hinausgegangen". Der heute 43-jährige M. war offenbar eine gute Quelle. Der BND honorierte "Sommers" Spitzelberichte über Förster und zwei andere Journalisten mit angeblich vierstelligen Eurosummen. Der Dienst rüstete den Agenten sogar mit Deckadresse und Handy aus, damit er aktuelle Erkenntnisse und erbeutete Unterlagen umgehend an seinen Verbindungsführer beim Geheimdienst weitermelden konnte.

Dieses Video der deutschen Journalistin Gaby Weber (geb. 1954)(Wiki) verdiente eine weitaus gründlichere Auswertung als das mit diesem Blogartikel geschehen kann. Durch dasselbe gerät auch das Thema "Eichmann vor Jerusalem" (20-22) in neues Licht. Mit diesem Thema haben wir uns auch schon in unveröffentlichten Vorarbeiten beschäftigt. Wenn Adolf Eichmann schon "vor Jerusalem" mit Geheimdiensten zusammen gearbeitet hat - wie sind dann seine großspurigen Aussagen, die er da in Argentinien getätigt hatte - geradezu wie ein Angeber, der stolz war auf den Mord von Millionen von Juden - eigentlich zu werten? Verdienen sie überhaupt Glaubwürdigkeit? Zumal auch ein weiterer wichtiger Zeitzeuge in diesem Zusammenhang - Wilhelm Höttl (1915-1999) - sich in Geheimdienstkreisen bewegt hat. 

Auch wäre der Eichmann-Prozeß noch in den Zusammenhang zu stellen mit der ersten Welle der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland (so von Armin Mohler charakterisiert), die mit den - von östlichen Geheimdiensten inszenierten - Hakenkreuzschmierereien in Köln zu Weihnachten 1959 begann. Verschiedene Autoren haben Hinweise gegeben darauf, daß solche Geschehnisse der Folgemonate und -jahre in groben Zügen abgesprochen worden waren während des Chruschtschow-Besuches im September 1959 in den USA, in "Camp David", also ... im "Kriegslager des jüdischen Königs David", unter anderem in Gesprächen mit Bernard Baruch.

Insgesamt wird immer deutlicher, wie furchtbar "billig" "Geschichte", "Geschichtsbilder" und der Wandel von Geschichtsbildern werden, wenn Hintergrundmächte so viel "gewollte Transparenz" zulassen. Wird den Menschen nicht irgendwann speiübel vor so viel - - - "Billigkeit"? 

________________

  1. Weber, Gaby: Pimpel und Blaustern - Die BND-Akten über die Strafsache Eichmann. 10.02.2021, https://youtu.be/N0GRmAVTDDM
  2. Bading, Ingo: Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt?: Hans Globke, der politische Katholizismus und Israel (studgenpol.blogspot.com), 2009
  3. Der Mann hinter Adenauer - Hans Maria Globke, https://youtu.be/awTUDrEzsUg
  4. Bading, Ingo: Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt?: Warum hat es nie einen großen Gestapo-Prozeß gegeben? (studgenpol.blogspot.com), 2011
  5. Bading, Ingo: Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt?: Die Wallstreet kaufte Hitler - Allen Dulles, der CIA und seine Verbindungsleute in Deutschland erledigten alles weitere (studgenpol.blogspot.com), 2010
  6. Bading, Ingo: Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt?: Die Schicksalsgläubigkeit des Adolf Hitler (Teil 2: 1927-1933) (studgenpol.blogspot.com), 2012
  7. Bading, Ingo: Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt?: Der "Verfassungsschutz" als Nachfolgeorganisation der "Gestapo" (studgenpol.blogspot.com), 2011
  8. Kardell, Hennecke: Adolf Hitler – Begründer Israels. Marva, Genf 1974
  9. Ledraque, Jean (d.i. Hennecke Kardell): Springers Nazionismus. Anklage und Zeugen. Marva, Genf  o.J. (etwa 1978)
  10. Kardell, Hennecke: Parteien-Wahl ohne uns. Hamburg 1992
  11. Kardell, Hennecke: von Weizsäcker. Ein Mann nach dem Herzen Gottes. o.J. (etwa 1992)
  12. Kardell, Hennecke: BUND - „out of area“. Der Dank des Vaterlandes ist Euch UN gewiß. Hamburg 1993
  13. Kardell, Hennecke: Bonns Zwing-Herren. 2. Aufl., Hamburg 1996
  14. Kardell, Hennecke: Hitlers Abkunft. Das deutsch-israelische Tabu. Hamburg o.J.
  15. Kardell, Hennecke: Goldener Oktober. Anschluß. Hamburg 2001 [Brandenburger Tor-Kreis]
  16. Kardell, Hennecke: Deutschland – Heimatland. Rückschau auf achzig Lenze. Hamburg 2002
  17. Kardell, Hennecke: Marcel Reich-Ranicki - Eichmann von Kattowitz. oO oJ
  18. von Frankenberg, Alfred: Hennecke Kardell - Nachruf. Auf: Luebeck-Kunterbunt 2007
  19. Langowski, Jürgen: Hennecke Kardel. Auf: Holocaust-Referenz - Argumente gegen Holocaust-Leugner. [2021]
  20. Eichmann, Adolf: I transported them to the bucher. / I regret nothing. In: Life (magazine), 28. November und 5. Dezember 1960 (siehe HannaArendtCenter)
  21. Aschenauer, Dr. R. (Hg.): Ich, Adolf Eichmann. Ein historischer Zeugenbericht. Druffel-Verlag, Leoni am Starnberger See 1980, 1981 (550 S.)
  22. Stangneth, Bettina: Eichmann vor Jerusalem. Das unbehelligte Leben eines Massenmörders. Arche Literatur-Verlag, Zürich, Hamburg 2011
  23. Weber, Gaby: Die nukleare Pflugschar – US-Testversuche trotz des Moratoriums?, Deutschlandfunk, Dossier, 2. September 2011, dossier_110902.pdf (deutschlandfunk.de)

Dienstag, 9. Februar 2021

Jörg Haider - Seine Ermordung durch den Mossad in der israelischen Presse als selbstverständlich behandelt?

- Schon einen Tag nach seinem Tod?

Jörg Haider (Wiki: bateman55)

Es gibt neue Hinweise (3), nach denen die Hintergründe des Unfalltodes von Jörg Haider sehr ähnliche gewesen sein könnten, wie die Hintergründe des Todes von Uwe Barschel (3). Einstmals scheint es Victor Ostrowsky gewesen zu sein, den der israelische Geheimdienst Mossad benutzt zu haben scheint, um bezüglich des Mossad-Mordes an Uwe Barschel "gewollte Transparenz" herzustellen. Heute scheint es nun ein Moshe A. Friedman zu sein, den der Mossad scheinbar benutzt, um "gewollte Transparenz" herzustellen hinsichtlich der Hintergründe des Unfalltodes von Jörg Haider (3).

Friedman behauptet, sogar die Namen seiner Mörder zu kennen, die zum Begehen des Attentats frei in Österreich hatten ein- und ausreisen können. Er behauptet, daß das Attentat erst durchgeführt worden sei, nachdem dafür alle Vorbereitungen innerhalb der Strafverfolgungsbehörden in Kärnten durchgeführt waren, also nachdem sichergestellt war, daß das Attentat für die Attentäter straffrei ausgehen würde (3). Das klingt alles sehr ähnlich wie das, was Victor Ostrovsky über die Hintergründe des Todes an Uwe Barschel mitgeteilt hat.

Interessanterweise schlägt der Politiker Karlheinz Klement, nachdem er den sogenannten "biblischen Haß" in einer israelischen Radiosendung am Morgen nach dem Tod von Jörg Haider zur Kenntnis genommen hat, das Alte Testament auf. Er findet dort diesen biblischen Haß ebenso wieder und sein Gesprächspartner, ein (angeblicher) Oberrabbiner widerspricht nicht. Eine Fortsetzung der Gedankengänge des hier ausgewerteten Interviews vom April 2020 wurde am Ende angekündigt, scheint aber fast ein Jahr später immer noch nicht erschienen zu sein (3).

Wenn solche Bibellektüre heute noch notwendig ist, um sich über die Bedeutung der Bibel für die moderne Weltpolitik klar zu werden, scheint es ja in der Tat noch allerhand Aufklärungsbedarf zu geben. Das Alte Testament schwelgt in Völkermord-Phantasien und in "Feindvernichtungs-Gebeten", worauf ja schon viele Autoren hingewiesen haben, etwa auch Peter Sloterdijk in seinem Buch "Zorn und Zeit". Man staunt angesichts dieser Tatsache dann dennoch immer wieder, daß zwar Hitlers "Mein Kampf" verboten ist, die Bibel aber immer noch frei verkäuflich ist, ja, als "Heilige Schrift" zur Lektüre allsonntäglich auf Kanzeln und in Synagogen und im öffentlichen Rundfunk empfohlen werden darf, sogar von der deutschen Regierungschefin Angela Merkel. Klarer "Rassismus" kann also immer noch sehr unterschiedlich gewertet werden. Immerhin ist ja inzwischen selbst der "Rassismus" des deutschen Philosophen Immanuel Kant Thema von wissenschaftlichen Untersuchungen und entsprechender Berichterstattung geworden. Ob man da an Universitäten und in Rundfunkanstalten nicht einfach mal häufiger die Bibel aufschlagen sollte ....?

Immanuel Kant war Rassist ....

Im November 2020 hatten wir ja hier auf dem Blog "Die kalte Erinnerung des Björn Höcke an Jörg Haider" behandelt (1). Aber indem wir damals einen Facebook-Eintrag des Politikers Björn Höcke auf uns wirken ließen, hatten wir ja noch gar nicht den heutigen Diskussionsstand rund um den Tod von Jörg Haider vollständig zur Kenntnis genommen, der eben durch die obigen Angaben zu vervollständigen ist. Auch Björn Höcke hatte ihn uns vorenthalten - ob bewußt oder unbewußt, bleibe dahin gestellt. Der BZÖ in Kärnten jedenfalls arbeitet da etwas anders als Björn Höcke (3).

Und wir selbst stoßen darauf auch erst, als wir auf Youtube darauf aufmerksam werden, daß aus Anlaß des zehnten Todesjahres von Jörg Haider mehrere Dokumentationen zum Tod von Jörg Haider erschienen waren (z.B.: 2). Die Algorithmen auf Youtube scheinen erst kürzlich geändert worden zu sein. Denn die genannte Dokumentation, die schon seit zwei Jahren auf Youtube verfügbar ist, wird erst seit einigen Tagen umfangreicher kommentiert (2). Das ist nicht das erste mal, daß wir so etwas auf Youtube beobachten. Mit den dortigen Algorithmen kann man ja leicht und durchsichtig öffentliche Aufmerksamkeit steuern.

Tatbestand ist jedenfalls nach diesen Dokumentationen weiterhin: Die Hintergründe des Todes von Jörg Haider - nein: Mordes - sind völlig ungeklärt. Ein echter Aufklärungswille besteht fast nirgendwo, selbst nicht innerhalb der österreichischen FPÖ, selbst in der Zeit, nachdem der Politiker Strache auf so billige geheimdienstliche Art und Weise hatte diskreditiert und bloßgestellt werden können. Auch in "Mainstream"-Dokumentationen wird der Umstand, daß Aufklärungswille nicht vorhanden ist zu den Hintergründen des Todes von Jörg Haider, keineswegs verwischt, sondern klar heraus gestellt (2).

Und damit ist nichts anderes gesagt als das, was wir auf diesem Blog seit ziemlich genau zwölf Jahren auch sagen zum Thema politischer Mord: Es gibt Mörder und Mordvertuscher weltweit. Und das offenbar nicht erst seit Kurzen, sondern schon seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten: Uwe Barschel, John F. Kennedy, Prinzessin Diana, die Namen sind Legion. Und man versteht es dann schon, daß die heutigen Politiker so hohl sind. Wenn jeder ECHTE, herzliche, herzhafte Mensch im politischen Bereich - sobald er zu einflußreich wird - ermordet wird ... Und wenn die Hintergründe zugleich über dosierte "gewollte Transparenz" deutlich zwar gemacht werden (3), zugleich aber heutige politisch Verantwortliche offenbar so eingeschüchtert sind, daß sie nicht leiseste Andeutungen von Aufklärungswillen kund tun.

Da muß es niemanden mehr wundern, daß den Politikern und der Presse nicht mehr geglaubt wird, daß alle Glaubwürdigkeit dahin ist. Wie können sich die Politiker noch selbst glauben? Wie kann sich ein Björn Höcke noch selbst glauben (1)?

Es ist dann auch wirklich nicht mehr schwer zu verstehen, daß die Menschen heute - zum Beispiel - keinem Mainstream-Virologen mehr glauben, insbesondere dann, wenn sich Mainstream-Politiker und Mainstream-Presse auf die Seite dieser Virologen Seite stellen.

Indem man auf dieses Thema einmal erneut aufmerksam wird, offenbar - wie gesagt - durch leichte Änderung von Youtube-Algorithmen, findet man dann ja doch recht schnell zu weiteren Hinweise und Angaben zu den Hintergründen seines Todes (3).

__________

  1. Bading, Ingo: "Ein Lebemann, ein Spieler-Typ"  Die kalte Erinnerung des Björn Höcke an Jörg Haider, 9. November 2020, https://studgenpol.blogspot.com/2020/11/ein-lebemann-ein-spieler-typ.html
  2. Jörg Haider - Der letzte Tag, 2018, https://youtu.be/MLBi0ktMcvI.  
  3. Israel rühmt sich des Haider-Mordes und Österreichs Justiz schaut zu!, BZÖ Kärnten, 22.04.2020, https://youtu.be/SiQLz9aPYq0

Sonntag, 21. November 2010

Deutsch-israelische Beziehungen: Eine gewaltige Krise ist fällig

Barschel-Mord: Es war der Mossad

Soeben erhalten wir die Zuschrift: "Jetzt geht es in der Barschel-Mord-Aufklärung rund!" Ja. Da wäre jetzt eigentlich eine gewaltige Krise in den deutsch-israelischen Beziehungen fällig. Aber wie ging die deutsche Bundesregierung erst kürzlich wieder mit einem verdächtigen Mossad-Mordhelfer um (siehe der Mordfall Mahmud al-Mabhuh)?

"Uri Brodsky wurde Anfang Juni 2010 auf dem Warschauer Flughafen Okecie verhaftet, am 12. August 2010 nach Deutschland ausgeliefert und durfte zwei Tage später nach Israel ausreisen."

Diese Ausreise war dem "Spiegel", der sich zuvor mit der Überschrift "Dreiste Nummer" ja auch wirklich schon arg emotional verbraucht hatte, gar keine Erwähnung mehr wert. Seine letzte Meldung zu dem neuen Mord, der dem Barschel-Mord auffallend ähnelte (in den der "Spiegel" arg verwickelt war ...), datiert auf den 7. Juli.

Alles weitere zum Mordfall Barschel findet man in - einem der in unserer "Thilo Sarrazin-Buchhandlung" zurecht zumeist gekauften Bücher, nämlich in - "Doppelmord an Uwe Barschel" von Wolfgang Baentsch. (Siehe dazu auch frühere Beiträge hier auf dem Blog.)

Hier die Originalartikel in der --> Welt, 21.11. a, b

Mittwoch, 16. September 2009

Der Mossad - und kein Ende?

In diesem Beitrag soll auf einige Eigenheiten des israelischen Geheimdienstes "Mossad" hingewiesen werden und es sollen diese erörtert werden.

Wenn man Bücher wie das von George Jonas "Schwarzer September" über den Mossad liest oder auch die Bücher von Victor Ostrovsky (siehe --> Bücher), dann kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß diese aus der "Public Relation-Abteilung" des Mossad stammen oder daß die PR-Abteilung dieses "Dienstes" doch sehr wohlgefällig auf diese Bücher schauen wird. Auch wenn sich nach außen hin und offiziell "natürlich" der "Mossad" von dem allem - meinetwegen auch hell empört - distanzieren muß. "Natürlich."

Aber es ist doch ein schon sehr besonderes Bild, das in solchen Büchern, die ja auch die Vorlage für gefeierte Verfilmungen abgeben, und die gewiß auch viel Schmalz und Nebensächliches ("Agenten-Romantik") - neben übelsten Skrupellosigkeiten - enthalten, über den Mossad gezeichnet wird.

"Ehrenvoll" - beim "Mossad" zu arbeiten

Es soll hier insbesondere auf einen Umstand hingewiesen werden: Es wird immer wieder betont, daß es für einen Israeli nichts Ehrenvolleres geben könne und würde - oder von Israelis ganz allgemein angesehen würde -, denn als Mitarbeiter des Mossad rekrutiert zu werden. Quasi "noch ehrenvoller" als nur bei der israelischen Armee Dienst zu tun.

Angesichts dieser Tatsache soll hier nun nur darauf hingewiesen werden, daß eine solche Haltung nicht nur anachronistisch wäre, falls man sie mit den Einstellungen gegenüber Armee und Geheimdiensten in anderen Ländern heute vergleichen würde. Sondern sie ist auch mehr oder weniger "einzigartig":

In welchem Land der Erde wird es eigentlich sonst als "ehrenvoll" angesehen - oder sogar nur PR-mäßig als "ehrenvoll" dargestellt -, wenn jemand bei einem Nachrichtendienst, Geheimdienst, "Verfassungsschutz", "Abschirmdienst" Dienst tut? Und wäre es nicht hochgradig merkwürdig, wenn es anders wäre?

Die PR-Abteilungen der Geheimdienste anderer Ländern würden es wohl noch nicht einmal versuchen, eine Beschäftigung in ihrer Organisation als "ehrenvoll" in der Öffentlichkeit darstellen zu wollen. Sie müssen sich damit begnügen, mit haufenweise "Thrillern", "Agentenromanen" und -verfilmungen die Öffentlichkeit an derartige Dinge zu ... "gewöhnen". Ehrenvoll wird es auch dadurch nicht ...*)

Beim Mossad kommt noch dazu, daß in allen "PR-"Büchern, die es da gibt, natürlich Mordaktivitäten die fast wichtigste Rolle spielen. Daß also vom Mossad bekannt ist, daß ein großer Teil seiner Agenten nicht nur dazu da ist, Informationen zu sammeln, sondern schlicht und einfach auch Leute umzubringen - oder dabei mitzuhelfen.

Und dennoch ein solches Ansehen zumindest in der israelischen Öffentlichkeit?

Nur anachronistisch oder "einzigartig"?

Ist das nicht noch etwas mehr als anachronstisch? Und sollte die israelische und außerisraelische Öffentlichkeit inzwischen nicht allzu viel Anlaß haben, sich mit solch einer anachronistischen Merkwürdigkeit, ja, "Einzigartigkeit" einmal genauer zu befassen? Darüber Entsetzen und Abscheu zu äußern? **)

Auch darüber, daß an den Beginn eines solchen Buches wie dem von George Jonas ein gegenüber nichtjüdischen Völkern außerordentlich grausames Zitat des Alten Testamentes gestellt wird. Werden kann. Soll damit etwa gesagt werden, daß die Tätigkeit des Mossad sich von der Moral des Alten Testamentes leiten läßt?

Vor einigen Jahren hat der in Deutschland lehrende Israeli Michael Wolffsohn die Moral des Alten Testamentes "Auge um Auge, Zahn um Zahn" mit dem Argument verteidigt, es wäre dies das Raisonement von "flexible response". Hallo? Er verteidigte auch Folter - bis er vom Bundesverteidigungsminister in die Schranken gerufen wurde. Werden mußte. Der öffentliche Druck war schließlich zu stark geworden. Allerdings wurde er nicht entlassen. Er unterrichtet noch heute Bundeswehr-Offiziere in München. Trotz weiterer Skandale, Bambule, die er zwischenzeitlich wieder vom Zaun gebrochen hat.

Moral des Alten Testamentes?

Fängt denn eine kritische Öffentlichkeit nicht irgendwann einmal an, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen? Nachdem mit dem Buch von Wolfgang Baentsch über den Todesfall Barschel bekannt ist, daß vieles dafür spricht, daß dies ein Mord des Mossad war - und nichts dagegen? Barschel könnte heute, wenn er nicht ermordet worden wäre, Bundeskanzler sein - anstelle von Angela Merkel. Und vielleicht ein besserer, glaubwürdigerer?

Wer in der westlichen Welt deckt denn eigentlich die Aktivitäten des Mossad? Wer deckt das mangelnde Aufklären von staatlicher Seite? Und mit welchen Argumenten? Nach außen hin wird immer die ganz hervorragende Zusammenarbeit zwischen deutschem BND und Mossad herausgestellt. Hallo?

Ein Buch, das schon im Titel alles zum Ausdruck bringt - von Michael Opperskalski - "Mossad - Israels Auftragskiller und Geheimagenten", von 1998, nur 158 Seiten stark, ist heute vergriffen. Und das soll es dann gewesen sein an fundamentaler Kritik gegenüber einer doch offenbar so ganz und gar demokratiefeindlichen, fortschrittsfeindlichen Erscheinung wie der Abscheu erregenden Tätigkeit des israelischen Geheimdienstes Mossad? - Kein Ende?

______
*) Allerdings, auch kennzeichnend, typisch: Der einzige bekannte Spielfilm über die Stasi - "Das Leben der Anderen" (2006) - handelt auch von einem "ehrenvollen" Stasi-Offizier, einem "symphatischen". ... Wessen PR-Abteilung hier wohl wieder tätig war? ... Die Stasi gibt es doch gar nicht mehr ...?
**) Noch nicht einmal von Müllers Gestapo-Leuten oder Himmlers SS-Aushorchern ist einem bekannt, daß jemals auch nur der Versuch gemacht worden wäre, ihre Tätigkeit in der Öffentlichkeit als "ehrenvoll" hinzustellen - weder vor noch nach 1945.

Mittwoch, 19. August 2009

Der Tod von Uwe Barschel im Jahr 1987

Die deutsche Öffentlichkeit hat allen Anlaß, sich mit dem Tod von Uwe Barschel 1987 in Genf sehr gründlich zu beschäftigen.

Am besten eignet sich dazu das Buch von Wolfram Baentsch "Doppelmord an Uwe Barschel", das erstmals 2006 erschienen ist und inzwischen in dritter Auflage vorliegt. Die nach dieser Buchveröffentlichung erschienenen Interviews mit Freya Barschel und dem Autor Wolfram Baentsch im "Cicero", in der "Welt", in der "Netzzeitung" und an anderen Stellen können als eine gute Hinführung zu dem Thema dienen.

Die gegenüber Uwe Barschel noch heute so kalten Äußerungen vieler betroffener Persönlichkeiten (etwa auf NDR gesammelt) sind schon außerordentlich befremdlich. Es ist hochgradig merkwürdig, daß keine große Partei dieses Thema überhaupt nur in größerem Umfang jemals aufgerollt hat, auf umfassendste Ermittlungen gedrängt hat. - Weitere Literatur findet sich --> hier zusammen gestellt.

Eine Dokumentation des ZDF aus dem Jahr 2008

Wo kann man sich über diese Thema sonst noch informieren? Es gibt eine 44-minütige Sendung des ZDF aus dem letzten Jahr (auch hier). Der Tenor der Darstellung der Skandale rund um den doppelbödigen Verleumder und "Spiegel"-Journalisten Pfeiffer im ersten Teil liegt offenbar nicht richtig. Aber die Darstellung der Aufklärung des Mordes durch den Leitenden Oberstaatsanwalt Heinrich Wille und durch den Buchautor Wolfgang Baentsch, die beide im zweiten Teil auch mit sehr deutlichen und klaren Feststellungen zu Wort kommen - vor allem zwischen der 22. und der 35. Filmminute - sind sehr informativ. Noch mehr dann, wenn man zuvor das Buch von Baentsch gelesen hat. *)

Ab der 36. Filmminute wird auch vieles Verzerrende dargestellt. In ---> diesem 9-minütigen Film auf "Phoenix" wird übrigens der Familie Barschel das letzte Wort gegeben, die allzu oft zu wenig Berücksichtigung findet bei der Berichterstattung.

Es war ein Mord. Er erfolgte im Auftrag von Geheimdiensten, bzw. durch Geheimdienstabteilungen selbst. Barschel wurde wie ein Wild in einer Treibjagd umstellt und zur Strecke gebracht in einem umfassend vorbereiteten Unternehmen, in das auch zahlreiche Deutsche in der einen oder anderen Weise mit involviert gewesen sein müssen, sonst würden sie nicht heute noch so kalt und vorwurfsvoll über Barschel reden.

Die Umstände sind schon von Victor Ostrovsky in "Geheimakte Mossad" ganz unverfroren und kaltblütig zur Darstellung gekommen. Nach der Darstellung des Autors Ostrovsky, der so nebenbei auch von sich selbst andeutet oder erwähnt, daß er an Mordtaten beteiligt gewesen ist, bzw. sie ausgeführt hat, weilte der Leiter des Mossad selbst zum Tatzeitpunkt in Genf, einige Häuser weiter.

Der israelische Geheimdienst "Mossad"

Und dieser Leiter wurde, bevor der Mord ausgeführt wurde, noch einmal um eine Entscheidung angegangen. Nach dieser Darstellung kann der Mossad auch ohne Einwilligung des israelischen Premierministers "gezielte Tötungen", sprich Mord im Dienste Israels ausführen, wenn es die Lage erfordert. Und das scheint es gewesen zu sein, um was es sich in diesem Fall handelte.

Als Mitwisser, als Verhüller und Verschweiger, als "Jäger" und "Einkreiser" Barschels scheinen nun eine ganze Fülle von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, von Verfassungsorganen, Parteien, Nachrichtenmagazinen auf die eine oder andere Weise in diesen Mordfall verwickelt gewesen zu sein. Und das scheint der Hauptgrund dafür zu sein, daß sie sich zum Teil bis heute damit zufrieden geben, wenn so selbstverständlich und unüberprüft von einem "Selbstmord" Barschels gesprochen worden ist und gesprochen wird. Oder wenn davon gesprochen wird, daß sich dieser Fall wohl "nie" endgültig aufkären lassen würde. - So?

Laut Ostrovsky sollte Helmuth Kohl durch diesen Mord eingeschüchtert werden. Warum wird Kohl dazu nicht befragt? Könnte nicht ähnlich einschüchternd auf Kohl der Mord an seinem nahen Freund Alfred Herrhausen zwei Jahre später gewirkt haben? Freya Barschel fragt Helmut Kohl in aller Offenheit, ohne bisher eine Antwort erhalten zu haben: Herr Kohl, war es Mord im Staatsauftrag?

"Mehr Demokratie wagen"?

Wenn solche Dinge im Raum stehen, dann müssen diese doch geklärt werden! - Von allen schon derzeit bekannten Begleitumständen dieses Falles (Vorgeschichte, Verlauf und Folgen) ergeben sich eine ungeheure Fülle von Implikationen hinsichtlich der Art und Weise, in der in unserem Land und in der Welt überhaupt Politik getrieben wird. Und zwar seit Jahrzehnten, von einer Regierung an die nächste weitergegeben, von einer Generation an die nächste. Und ebenso auch, wie über Politik berichtet wird durch Magazine etwa wie den "Spiegel", der ein schauerliches Bild von sich in dieser Affäre gezeichnet hat.

Ob bei dem derzeitigen Herrschen von Geheimdiensten und der Einschüchterung, die von dieser Herrschaft ausgeht, sowie von der "Öffentlichkeitsarbeit", die diese Geheimdienste betreiben und unterschwellig finanzieren, überhaupt noch von freien Demokratien die Rede sein kann, ob davon gesprochen werden kann, daß wirklich Ministerpräsidenten und Bundeskanzler die "Leitlinien der Politik" festlegen, Chefredakteure die Leitlinien der Berichterstattung - oder ob nicht doch letztlich ganz andere -, das darf nach einer kritischen Lektüre der dazu inzwischen erschienenen, verfügbaren Literatur und des dazu inzwischen verfügbaren Wissens sehr grundlegend gezweifelt werden.

Wer von all jenen, die sich zum Tod von Uwe Barschel heute äußern hat in irgendeiner Weise davon profitiert, daß so lange Zeit an der von Anfang an brüchigen Selbstmord-These festgehalten wurde? Und warum scheinen das so viele zu sein? Was für ein Sumpf deutet sich da an!

Einschüchterung durch Geheimdienste

Kein Fall weckt an solchen Umständen mehr Zweifel, als der Mordfall Uwe Barschel, dessen Hintergründe und Begleitumstände in den Motivlagen inzwischen weitaus besser aufgeklärt sind, als etwa der Mord an John F. Kennedy.

- Wer "mehr Demokratie wagen" will, muß sich zunächst sehr genau all das unglaublich häßliche, unglaublich Abscheu erregende Treiben der Geheimdienste ansehen, von dem wir umgeben sind, und das auch die Identität jedes einzelnen von uns - über den Umweg der Politik, über den Umweg der Medien und über den Umweg der ganzen Korruption, die da offenbar vorherrscht - prägt.

Willfährigkeit gegenüber Geheimdiensten

Es stellt sich im Anschluß daran auch die Frage, warum es so viele Gangster-, Spionage- und Mordfilme in den Kinos und im Fernsehen gibt. Sollen etwa Realität und Spielfilm-Wirklichkeit mehr oder weniger bewußt miteinander vermischt werden? Oftmals hat man das Gefühl, daß über Geheimdienst-Realität ganz genauso geredet wird wie über Romane und Filme ... Aber Realität ist etwas anderes. Sie betrifft Menschen und Völker anders, als ein Film, als ein Roman.

Insgesamt stellt sich die Frage: Warum überhaupt Geheimdienste? Warum - so oft - Mord? Warum - immer wieder - Krieg? Warum Mord im Dienste der Kriegsverlängerung (das scheint der Fall zu sein im Mordfall Barschel, es ging damals um die Verlängerung des Krieges zwischen dem Irak und dem Iran). Und warum Terror? Hier sind auch alle Bücher von Gerhard Wisnewski sehr genau zu studieren und zu überprüfen. - Jede Form von Leichtgläubigkeit, jede Form von Kritiklosigkeit und "rosaroter Brille" sind bei diesen Themengebieten eines kritischen Staatsbürgers unwürdig.

___________

*) In der 4. Auflage von 2008 weist Baentsch (auf S. 21) auf die seiner Meinung nach sachlich durchgehend richtigen Veröffentlichungen von Heinrich Wille hin, die im Interent in der Reihe "Schriften des Generalstaatsanwalts" auf der Internetseite des "Generalstaatsanwalt Schleswig-Holstein" zugänglich gemacht worden sind (derzeit hier, bzw. genauer hier).
Außerdem weist er (auf S. 325) auf ein 66-minütiges Interview hin, das auf Secret.tv mit ihm zum Thema im November 2007 veröffentlicht worden ist. (Über Suchwort "Barschel" findet man dort den zweiminütigen Trailer, nach einer Registrierung kann man sich das gesamte Interview für 24 Stunden für € 3,33 freischalten lassen. Bezahlt wird über Paypal. Das lohnt sich sicherlich. Womit nichts über die sonstigen Inhalte auf der Seite von Secret.tv gesagt sein soll.)

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