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Samstag, 9. Dezember 2023

Michaela Huber reagiert auf Jan Böhmermann

2010 sind wir hier auf dem Blog auf das Thema Elitärer Satanismus und geheimgesesellschaftlich organisierte Pädokriminalität gestoßen. Wir haben hier auf dem Blog dazu dann in den folgenden fünf Jahren sehr viel Material zusammen getragen. 

Schon früh waren wir dabei auch auf die Veröffentlichungen von Michaela Huber gestoßen. Aber erst jetzt werden  wir darauf aufmerksam, daß Michael Huber inzwischen auch in den sozialen Medien viel präsenter ist als wir das lange Zeit wahrgenommen und angenommen hatten. 

Nun ist Michaela Huber von Jan Böhmermann übel angegriffen worden. 

Und das führt dazu, daß viele Menschen auf die außerordentlich wertvolle Arbeit von Michaela Huber vielleicht erstmals aufmerksam werden. 

Zunächst waren wir nur auf die sehr gute Stellungnahme von Meike Büttner zu Jan Böhmermann aufmerksam geworden (1) (Yt2023). Sie hat ihr Video sehr gut gemacht, wie wir finden.

Aber sicherlich noch wesentlich schwerwiegender und bedeutungsvoller ist, was Michaela Huber selbst zu diesem Thema sagt (2).

In diesem Video sagt sie nach und nach eigentlich auch alles das, was wir hier auf dem Blog an Teilaspekten zum Thema zusammen getragen hatten. 

Dadurch ergibt sich schlicht ein Gesamtbild, das im politischen Bereich unmittelbar zum Handeln auffordert. 

Unmittelbar.

Das schreibe ich, nachdem ich Minute 35 in diesem Video erreicht habe, wo von dem ungeheuerlichen Material an Kinderpornographie die Rede ist, das von Seiten der Kriminalpolizei sicher gestellt worden ist. Und sie sagt ganz klar: Das muß doch irgendwo produziert worden sein. Und es paßt doch oft haargenau zu dem, was Überlebende berichten. 

Und sie sagt auch: Elitäre Pädokriminalität und Kinderpornographie dienen nach Aussage der Überlebenden - unter anderem - dazu, Politiker erpreßbar zu machen und erpreßbar zu halten. 

Und der Staat und die Zivilgesellschaft stehen - so scheint es - "machtlos" daneben wie wir schon aus Anlaß der Ausstrahlung des Fernsehfilmes "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" feststellten (GAj2017).

Ein völlig unhaltbarer Zustand. 

Weiterhin ein völlig unhaltbarer Zustand.

__________

  1. Büttner, Meike: Überlebende ritueller Gewalt reagiert auf Jan Böhmermann. BÄMM 16.9.2023 (Yt2023
  2. Stockmann, Ulrike: Jan Böhmermanns Spott über Gewalt an Kindern - Michaela Huber im Interview 2.10.2023 (Yt2023)

Freitag, 25. September 2020

"Im Fall Dutroux hat man keinen Zeugen getötet"

"Martinus Lion", ein Verteidiger der Anliegen der False Memory-Bewegung äußert sich ...

Immer einmal wieder sind die Reaktionen zu Internetbeiträgen von mir interessanter noch als meine Internetbeiträge selbst. So jetzt die neuesten Reaktionen zu meinem Video "Guter Aluhut, schlechter Aluhut". Deshalb sollen sie hier auch vollständig dokumentiert und festgehalten werden. Möge jeder Leser genau darauf achten, wie Verteidiger der Anliegen der False Memory-Bewegung agieren. Danke. - Zunächst das Video selbst (1), dann die Auseinandersetzung mit EINEM der Kommentatoren darunter (1). (IB)


Hier nun der betreffende Kommentar-Verlauf unter dem Video:

Martinus Lion vor 2 Tagen Wer die alte und produktive Gedächtnisforschung für unseriös hält aber eine kleine Clique, die sich gegenseitig zitiert und überall rituelle Gewalt sieht für seriös... Sorry, du hast dich null mit dem Thema befasst. Ich zweifle nicht an, dass es rituelle Gewalt gibt aber das Thema ist sehr viel differenzierter zu sehen. Frau Büttner hatte übrigens wohl in mehreren Jahren das Gefühl ihre Geschichte ERSTMALS zu veröffentlichen. Hätte ich dir nicht zugetraut. Das ist alles Bauch und regelrecht wissenschaftsfeindlich.

IB: Oh, INTERESSANTER Kommentar. Und das auf meinem Videokanal. SOLCHE Meinungen habe ich auf meinen Blogs noch nie gehört. Sehr interessant, sehr interessant. Bisher hat man sich eine SOLCHE Mühe auf meinen Blogs nicht gegeben. Welche Ehre.  Übrigens habe ich die Gedächtnisforschung nicht für unseriös erklärt. Ob diese aber so Eins zu Eins benutzt werden kann, um zu den Erinnerungen der Überlebenden ritueller Gewalt etwas zu sagen? Eher nicht. Aus der Gedächtnisforschung weiß man, daß das Gedächtnis UNGENAU ist. Das konnte ich beim Lesen meiner eigenen Jugend-Tagebücher feststellen, weil ich dort etwas ganz anders festgehalten hatte als ich es in ERINNERUNG hatte. Da geht es eher um Details, die Erinnerung bringt da die zeitlichen und räumlichen Abläufe gerne mal durcheinander, nicht aber das WESEN dessen, was erinnert wird. Also nicht so grundlegende Fragen, OB man Gewalt erfahren hat oder nicht, OB man sich in Zusammenhängen von Gewalterfahrungen bewegt hat oder nicht usw..  Finde ich ja gut, daß Sie das nicht anzweifeln. Man atmet ja sprichwörtlich auf. Bei den beiden von mir genannten Artikel ist das aber auf den ersten Blick SO sicher nicht. Und, guter Mensch von Lion, auch bei IHNEN nicht, wenn sie von "einer kleinen Clique sich gegenseitig zitierender" Psychiater sprechen. Das ist eine völlig unangemessene, respektlose Art, darüber zu reden. So würde ich nicht reden, wenn ich von Wissenschaftlern wollte ernst genommen werden wollen. Ihren drittletzten Satz verstehe ich nicht.  Ich wissenschaftsfeindlich? - Lach! Sie Scherzkeks. Der war gut.

Herrlich, der war wirklich gut. Wie es überhaupt immer stimmungsmäßig BESONDERS lustig wird, wenn sich Leute wie Sie zu Wort melden. Wirklich, Ihre Sorte kenne ich. Hatte genug Austausch mit ihnen auf meinen Blogs, allerdings - und bezeichnenderweise - noch nicht zu DIESEM Thema. Nicht wahr? Die Frontlinien verschieben sich.

Martinus Lion vor 2 Tagen Sie wissen also nicht, dass es zahlreiche Fälle von Suggestion, auch und gerade in Therapiesituationen gibt? Das wurde ja beispielsweise auch in zahlreichen Prozessen belegt. Die Gedächtnisforschung zeigt u.a. wie leicht man Menschen glauben lassen kann sie wären Opfer von Gewalt oder hätten selbst eine gewaltsame Straftat begangen. Ich würde das gern live mit ihnen diskutieren. Sie sind ja sehr amüsiert über meinen Typus und werden mich gewiss leicht widerlegen, so gut informiert wie sie sind.

IB: Oh, so viel Mühe wollen Sie sich geben? Warum gerade mit mir? Meine erste Frage wäre: Ist Martinus Lion Ihr bürgerlicher Name? Wo und wie wollen Sie denn live diskutieren? Mit Anonymen haben ich dazu erst mal kein Bedürfnis. Außerdem bin ich bestimmt nicht so aktuell in die Thematik eingearbeitet wie Sie. Ich sehe gerade, daß die False Memory-Bewegung auf Wikipedia in den letzten Jahren sehr fleißig war (1). Eigentlich bin ich nicht mehr derjenige, der sich in diese Themen verlieren will. Ich registriere ja hier eigentlich nur die Gleichzeitigkeit des Auftretens einer vergleichsweise prominenten, attraktiven, fröhlichen, klugen Frau, die von sich behauptet, Überlebende ritueller Gewalt zu sein, und die sich auch in der Literatur rund um diese Thematik sehr gut auskennt und einem "plötzlichen" (?) argumentativen Verteidigen der False Memory in der evangelischen Kirche und bei den Atheisten - UND jetzt sogar hier auf meinem Videokanal, wo ich bei allen diesen eher das Gegenteil erwartet hätte, nachdem sich sogar der Mißbrauchsbeauftragte des deutschen Bundestages, das ZDF und fast alle Mainstream-Medien auf die Argumente einer "kleinen Clique sich gegenseitig zitierender Therapeuten" eingelassen hatten. Vielleicht alles nur Zufall - ? Vielleicht alles nur ein ganz, ganz großer Zufall? Oder muß vorgebaut werden? Wird alles "dringlich"? Der "Meike Büttners" könnten ja allmählich mehr werden? Aha, die Wikipedia-Arbeit von False Memory muß aber noch verbessert werden. Ich lese da gerade (1): "Die Mainzer Studie" (die ich auf meinem Blog auch ausgewertet habe) "macht äußerlich einen wissenschaftlichen Eindruck, doch ist sie von wissenschaftlicher Methodik weit entfernt. So gibt es keinen faktischen Nachweis zu den berichteten Fällen." Das Argument ist ein Witz. Mit diesem kann keinesfalls die Wissenschaftlichkeit infrage gestellt werden angesichts des allgemeinen Mauerns und der allgemeinen Unterwanderung der Strafverfolgungsbehörden, die genauso auch von der Fernsehdokumentation "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" angenommen wird, und die ich seit über zehn Jahren kritisiere und - erfahre. Ich selbst habe auf meinem Blog darauf hingewiesen, daß Überlebende im Internet von Straftaten in der Fraternitas Saturnis berichteten mit der Nennung der bürgerlichen Namen der Täter. Die EINZIGE mir bekannt gewordene Folge davon war, daß ICH eine Abmahnung der Fraternitas Saturnis erhielt. Toll, nicht wahr? Von Aktivitäten der Strafverfolgungsbehörden ist in solchen Fällen doch kaum etwas zu hören. Von Aussteiger-Programmen ist nichts zu hören. Von einer Auskunftpflicht von Ärzten, Politikern, Journalisten und so weiter, ob sie Logen oder Orden angehören ist doch nirgendwo (2) etwas zu hören. Wobei das ja nur eine der wenigen öffentlich BEKANNTEN Logen wäre. Von den vielen unbekannten, von denen man immer mal  wieder nur Namen hört, ist ja damit wiederum nichts gesagt.   Aha, mit Frau Hasselmann sollen wir uns jetzt beschäftigen .... So so. Fleißig, fleißig. Liest sich "interessant" der ganze Artikel (1). Immerhin führt er ehrlicherweise ja alles das an, was GEGEN False Memory spricht. Immerhin muß er das. Das ist doch schon mal gut.  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Falsche_Erinnerungen 2. https://de.wikipedia.org/wiki/Fraternitas_Saturni

Ingo Bading vor 2 Tagen (bearbeitet) Ich darf Sie auch darauf hinweisen, daß ich mich mit dem Fall von Frau Dr. Kerstin Schön, die von False Memory für ein Jahr ins Gefängnis gebracht worden ist, intensiv beschäftigt habe (1). MIR braucht man über die Gefährlichkeit dessen, was False Memory tut, nichts erzählen. Ich lese auf dem glorreichen Artikel (2): "In den USA wurden solche äußerst unwahrscheinlichen Therapieergebnisse von Gerichten als Kriterium für eine fehlerhafte Therapie angesehen, die zur Verurteilung von Therapeuten führten." Womit wohl gesagt werden soll, daß solche Verurteilungen dringend auch in Deutschland notwendig wären, wobei aber nicht gesagt wird, daß False Memory das gegenüber der Trägerin der Ehrenmedaille der Stadt Erfurt, Frau Dr. Kersin Schön schon anstrebt (1).  So richtig auf den Leim scheinen das Justizsystem und der Journalismus in Deutschland dem noch nicht gehen zu wollen. Nicht wahr? Aber noch ein bisschen mehr Propaganda und geschickt inszenierte Fälle sollten das doch wohl ändern können, nicht wahr?  1. https://studgenpol.blogspot.com/2019/03/zuerst-gab-es-eine-ehrenmedaille-2013.html 2. https://de.wikipedia.org/wiki/Falsche_Erinnerungen 

Martinus Lion vor 2 Tagen Ich merke schon sie blicken sehr differenziert auf die Dinge. Wissenschaft und dubiose Stiftungen sind natürlich eins. Ich bin ihnen auf den Leim gegangen, fürchte ich. Sagt ihnen Confirmation Bias etwas? Sie scheinen ihre eigene Agenda treiben zu wollen, anstatt sich tatsächlich mit dem Thema befassen zu wollen. 

Martinus Lion vor 2 Tagen Schade, dass sie anonyme Gesprächspartner nicht akzeptieren. Ich finde live Diskussionen einfach sehr anregend und schneller abgehandelt als dieses Kommentarpingpong. Schaun sie sich mal die Forschung von Julia Shaw an. Wahrscheinlich denken sie zunächst, dass sie ebenfalls Nazi Satanistin ist, die auf der Wewelsburg Kinder quält, aber wagen sie mal einen Schritt aus dem offenbar ideologischen Nebel, vielleicht lernen sie was. Frau Büttners Lügen sind von verschiedenen Youtubern ja ganz gut aufgearbeitet und Guido Grandt hält sie meines Wissens nach auch nicht für glaubwürdig. Vielleicht ist der dann auch ein böser aus der satanischen Elite wie ich. Und sagen sie mir, warum sollten jetzt alle in Panik geraten wenn Frau Büttner bereits seit 2018 mit der Story hausieren geht und sich immer wieder neue Beweggründe für ihr angebliches  coming out ausdenkt? Ich finde es beschämend ihren Beiträge so lange gefolgt zu sein. Das ist nurmehr peinlich.

Ich hatte zu den letzten beiden Beiträgen nichts mehr gesagt, nur noch geliked und mit "Kanalinhaber-Herzchen" versehen.

Martinus Lion vor 1 Tag Mich hat noch nie jemand mit Herzen gemobbt. 😂 

Ingo Bading vor 1 Tag hab ich mit Verteidigern von False memory auch noch nie getan - Love & Peace, das sei unser aller Motto :-) 

"Im Fall Dutroux hat man keinen Zeugen getötet"

Fortsetzung:

Martinus Lion vor 1 Tag (bearbeitet) @Ingo Bading "Verteidigern von False Memory" 🙈 Soll das nun heißen, es gibt keine falschen Erinnerungen oder dass ich diese Stiftung verteidigt habe? Warst du anwesend bei unserer Diskussion? Bin ich so schlecht zu verstehen oder ist das altersbedingt? Glaubst du ernsthaft, falsche Erinnerungen seien eine Erfindung einer Stiftung? Wow. Du bist ein kluger Kopf. Eines Tages kann ich wissenschaftliche Erkenntnisse sicher auch so gut einordnen wie du. Hast du ne Liste von Satanswissenschaft? Damit ich künftig nicht mehr auf sowas reinfalle und wir die entsprechenden Wissenschaftler auf dem Scheiterhaufen verbrennen können. Künftig werde ich jedem Opfer einfach glauben und die Täter ohne Verhandlung hängen. Wir müssen zur Gerechtigkeit der Hexenprozesse zurück. Danke Bading. Jetzt hab ich verstanden. Heil Büttner und Leb wohl! P. S. Hoffe die satanistische Machtelite wird Meike nichts tun. Mehr als zwei Jahre lang hat sie sich schon gegen die Mächtigen der Mächtigen verteidigt. Aber geheime Zauberkräfte haben ihren Tod verhindert, weil es solchen Leuten sehr sehr schwer fällt zu töten. Das sah man ja im Fall Dutroux. Da hat man keinen Zeugen getötet. Ach ne, die wurden schnell beseitigt... 🤔 Egal, Bading weiß mehr als wir. Irgendwann wird Badings Wort in der Welt gehört, ein noch verkanntes Genie, frei von Scham. ❤️ P. P. S. Haben sie auch nur ein Wort verstanden? Es ist so traurig, dass man nur noch lachen kann. 😂 

IB: Guter Mensch von Sezuan, bislang ist noch kein einziger Mensch in Deutschland und womöglich sogar weltweit wegen ritueller Gewalt als Täter verurteilt worden. Sehr wohl aber werden Therapeuten und Therapeutinnen, die Überlebende ritueller Gewalt behandeln, und die sich nicht in der Anonymität verstecken können, Gegenstand von juristischem Vorgehen. Auch mir hat man schon Klage angedroht. Also viel Spaß weiterhin bei der Verteidigung der Vorgehensweisen der False Memory-Organisation.

Ingo Bading vor 57 Minuten Ansonsten, was soll das Gerede über Töten? Noch einmal: Was soll das Gerede über Töten? 

Martinus Lion vor 30 Minuten @Ingo Bading du hast doch so geheimnisvoll angedeutet, dass Frau Büttner schon lang kein Video gemacht hätte. Das soll doch suggerieren, dass man sie zum Schweigen gebracht hätte. Dieser degenerierte Verschwörerunterton. Ich hab es nur überspitzt. Jedenfalls brachte sie seit Januar 2018 niemand zum Schweigen. Woher dann deine künstliche Hysterie? Es scheine zu drängen. Die bösen Männer reagieren mit Rundbriefen und fiesen Kommentaren. Ich hab echt jeglichen Respekt verloren vor dir. Das ist einfach nur infantiler emotionaler Mist. Martinus Lion Martinus Lion vor 18 Minuten @Ingo Bading sowohl weltweit als auch in Deutschland wurden Menschen verurteilt, weil sie Kinder im Rahmen von satanischen Ritualen missbraucht und verletzt haben. Lediglich die Kulte die ganze Dorfgemeinschaft oder die komplette Elternschaft von Schulen inkl. Lehrerkollegium ausgemacht haben sollen etc. hat man bisher nicht gefasst, weil es sich in diesen Fällen, in denen man ermittelt hat als haltlos herausgestellt hat. Es gibt aber sehr klare Hinweise in Fällen wie dem Fall Dutroux. Da aber sieht man deutlich, dass nicht in diese Richtung ermittelt werden sollte und wurde, wir können die toten Zeugen zählen. Es gibt reale Fälle und es gibt Märchen. Wer das nicht sieht ist nicht ernstzunehmen. Die Fälle falscher Anschuldigungen sind in vielen Deliktbereichen nicht unerheblich. Du Knaller meinst man müsse für rituelle Gewalt einen Straftatbestand ins StGB packen, weil Vergewaltigung, Folter und Mord nicht bestraft würden oder was?? Heiliger Bimbam. Befass dich endlich mit dem Thema!!! Die Frage statistischer Erfassung ist etwas ganz anderes. Mach nur weiter mit deiner Aufklärung. (Wie man das macht ohne das Thema zu kennen, ist mir allerdings schleierhaft.) Lass dich nicht von den bösen Männern beißen. 

Ingo Bading vor 1 Sekunde Guter Freund, ihre Gedanken sind einigermaßen ekelhaft. Es gibt VIELE Gründe, weshalb jemand für viele, viele Wochen kein neues Video heraus bringt. An Töten habe ich dabei am wenigsten gedacht. ÜBERHAUPT nicht habe ich daran gedacht. Aber daß sie eingeschüchtert wird mit allen möglichen Maßnahmen im Alltag, das sagt sie ja selbst in ihren Videos, deutet sie an. Von Töten reden SIE hier. Deshalb sollten wir unser Gespräch auch sehr schnell beenden. Und Herzchen wird es schon gar nicht mehr geben.

Ingo Bading vor 1 Sekunde "sowohl weltweit als auch in Deutschland wurden Menschen verurteilt, weil sie Kinder im Rahmen von satanischen Ritualen missbraucht und verletzt haben".  Diese Behauptung bitte mit irgendwelchen Links etc. belegen. Ich bin grad zu dumm. Offenbar ist da immens viel an mir vorbei gegangen. Und warum ist das bislang auf Wikipedia nicht erwähnt worden? Hab ich da etwas komplett übersehen?

Ingo Bading vor 1 Sekunde Von Töten reden im Zusammenhang mit ausfällig werden mir gegenüber - das ist eine GANZ üble Kombination. GANZ übel. 

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  1. Bading, Ingo: Guter Aluhut, schlechter Aluhut, 22.9.2020, https://youtu.be/yPp1QvQ1gh8.

Montag, 10. August 2020

§ 184b Strafgesetzbuch

Ein Sammelsurium von 19 kinderpornographischen Bilddateien ....

Einem Freund dieses Blogs ist das folgende passiert. Und er bittet uns, diese Sache öffentlich zu machen. Der eine oder andere unserer Leser wird seine Lehre daraus ziehen können. Dieser Freund - nennen wir ihn Klaus - wurde jüngst bei der Polizei als Zeuge in Sachen § 184b Strafgesetzbuch vernommen. Es handelte sich um folgende Geschehnisse: Vor etwa zehn Jahren hatte Klaus für seinen damals Zwei-, dann Dreipersonenhaushalt einen neuen Laptop bei Aldi gekauft (Medion). Das günstigste Angebot, das es damals gab. Mehr konnte sich Klaus' kleine Familie nicht leisten. Dieser Laptop lief prima. Dessen Bildschirm fiel aber kurz nach Ende der zweijährigen Garantiezeit aus. Als Klaus diesen Laptop in einem Computerladen zur Reparatur brachte, wurde ihm erklärt, daß dieses Phänomen bei "Medion" häufig auftreten würde, und daß sich die Reparatur des Bildschirms nicht lohnen würde, man könne sich lieber gleich einen neuen Laptop kaufen. Seither lag das Ding bei Klaus herum. Die auf dem Laptop vorhandenen Dateien - vornehmlich Familienfotos, persönliche Dinge und Manuskripte - hatte Klaus auf einer CD sichern lassen, die sich immer noch in seinem Besitz befindet. Er hatte die Dateien aber nicht zugleich auf dem Laptop selbst löschen lassen wollen, wohl mit dem Hintergedanken, daß er das Ding vielleicht noch einmal irgendwann doch wieder in Gang bringen könnte.

Diesen Laptop hat Klaus nun vor vielleicht zwei Jahren einer anderen Person geschenkt. Diese repariert in ihrer Freizeit gerne Computer. Und sie wollte noch einmal versuchen, diesen Laptop zu reparieren oder ihn ansonsten als Ersatzteillager zu nutzen. Diese andere Person - nennen wir sie Jürgen - erzählte Klaus später, daß sie mit einem kleinen, leicht auf Ebay zu bestellenden Ersatzteil den Bildschirm des Laptops wieder hatte zum Laufen bringen können und ihn nun gut nutzen könne. So viel zum Thema Rat aus dem PC-Fachhandel (meinte Klaus seither). Er bat Jürgen anläßlich dieser Gelegenheit erneut - wie schon bei der Übergabe des Laptops, alle noch vorhandenen persönlichen Dateien auf dem Laptop zu löschen, bevor Jürgen den Laptop weiter nutzen würde. Das hat Jürgen Klaus auch versprochen. Und damit glaubte Klaus, er hätte einen kaputten Laptop doch noch einer sinnvollen Weiternutzung zugeführt, auch wenn ihm selbst daraus kein Vorteil entstand.

Er rechnete ja nicht wirklich mit dem, was alles möglich ist in der Welt. Aber der Leser mag aus dem folgenden seine Lehren für sich ziehen.

Jürgen wurde nämlich von seinem vormaligen (?) Lebenspartner angezeigt wegen des Besitzes von Kinderpornographie. Die Polizei beschlagnahmte alle bei dieser Person vorhandenen digitalen Geräte, wobei es sich um eine ziemlich große Menge gehandelt haben soll. Darunter befand sich auch der alte Laptop von Klaus. Das Verfahren zog sich in die Länge. Irgendwann wurden Jürgen von der Staatsanwaltschaft alle übrigen Geräte zurück überstellt - außer einem: Dem alten Laptop von Klaus. Auf allen anderen Geräten hätten sich, so erzählte Jürgen Klaus, nichts Belastendes gefunden - außer auf dem alten Laptop von Klaus! Denn auf diesem habe man - wie offenbar überall - gelöschte Dateien wieder hergestellt und unter diesen etwas gefunden. (Offenbar ist es überhaupt schwer, Daten auf einem Speichermedium so zu löschen, daß diese garantiert nie wieder wiederhergestellt werden können, sollte Klaus wenig später erfahren.) Jedenfalls ist dies Klaus von Jürgen erzählt worden. Und Klaus hatte sich seither "freuen" dürfen, was da nun wohl noch auf ihn zu käme. Er dachte, als "Belastendes" könnten doch wohl nur Fotos seines Kindes auf dem Wickeltisch infrage kommen. Aber: Nichts davon.

Denn neulich wurde Klaus nun selbst als Zeuge bei der Polizei vernommen. Die vernehmende Beamtin hatte erst selbst nicht gewußt, so erzählte sie Klaus zwischendurch, ob Klaus als Zeuge oder als Belasteter vernommen werden sollte. Denn der eigentlich Belastete - Jürgen - war ja im Grunde nun kaum noch belastet. Die Staatsanwaltschaft hatte ihr aber zur Antwort gegeben, daß Klaus als Zeuge vernommen werden sollte. Darin liegt nun schon ein gewisser innerer Widerspruch. Denn die Beamtin erzählte Klaus auch: wenn Klaus als Belasteter vernommen hätte werden sollen, wäre man zuvor ganz anders vorgegangen, man hätte vorher in einem überraschenden Zugriff alle sonstigen digitalen Geräte von Klaus beschlagnahmt, um sie auf belastendes Material hin zu überprüfen. Das ist ja - wer weiß für wie lang? - bislang nicht geschehen. Die ursprünglich beschuldigt Person (Jürgen) wird nun zwar gar nicht mehr beschuldigt. Sondern das Verfahren gegen sie ist beendet worden. Alle Geräte wurden ihr zurück gegeben, auch der alte Laptop von Klaus - außer der darin vormals enthaltenen Festplatte.

Eine Verwarnung - wegen geringerer Verfehlungen - sei Jürgen durch die Ermittlungen selber ja schon gegeben worden, so meinte die Beamtin zu Klaus.

Zu der Person von Jürgen soll an dieser Stelle nicht allzu viel gesagt werden. So viel kann allerdings doch gesagt werden: Leitende Positionen in unserer Gesellschaft nimmt Jürgen nicht ein. Er befindet sich vielmehr am anderen Ende des gesellschaftlichen Spektrums. Und man darf sich zwischendurch schon fragen, ob Anzeigen solcher Art gegen Menschen in leitenden Personen mit ähnlichem aufgezeigten "Eifer" verfolgt werden wie in diesem Fall gegen die besagte Person (Jürgen). Aber das, wie gesagt, nur am Rande. War denn nicht immer wieder von Personalmangel bei der Polizei und bei den Staatsanwaltschaften die Rede? Sind sich nicht alle darüber klar, daß allzu viele Pädokriminelle allzu frei herumlaufen und sich in hohen Positionen befinden (1)? Trotz all der vielen eifrigen Ermittlungen? Man wird ja wohl mal fragen dürfen.

Nun jedenfalls weiter: Es ging bei der Zeugenvernehmung von Klaus nun noch nicht einmal um irgendwelche Babyfotos aus seiner Familie oder um sonstige etwaige Familienfotos (wie Klaus erwartet hatte). Nein. Als Zeuge wurde Klaus - flüchtig - ein Sammelsurium von 19 Bilddateien vorgehalten, bei denen es sich um Kinderpornographie handeln würde. Klaus hätte das sicher auf den ersten Blick als solches womöglich gar nicht erkannt. Aber Klaus hat sich mit dem Thema auch noch nie besonders beschäftigt. Es handelte sich jedenfalls - deutlich erkennbar - um ein echtes "Sammelsurium", so erzählte Klaus. Manches erschien ihm auf den ersten Blick "harmlos" (da er kaum in der Lage war zu erkennen, welchen Alters eine Person sein sollte, von der nur die Geschlechtsteile zu sehen waren). Bei anderen wäre Klaus schon vorstellbar, daß das als Kinderpornographie gelten könnte. Klaus ist wirklich kein Spezialist darin, wie man etwa "normale" Fotos von Kinderpornographie unterscheidet. Die vernehmende Polizistin wußte darüber aber sehr gut Bescheid und setzte eine solche Kenntnis geradezu voraus, so Klaus.

Jedenfalls: Ein solches Sammelsurium hat mit der Familie von Klaus überhaupt nichts zu tun. Sie sind von keinem Familienmitglied auf dem Laptop abgespeichert worden. Auch nicht das einzelne Foto eines nackten Mädchens, das sich darunter befand und das Klaus noch einmal besonders vorgehalten wurde.

Zum Thema Pädokriminalität recherchiert

Laß flattern deine schmutzige Fahne, Deutschland
Fotograf: NEUROtiker

All diese Dinge sind nun also von Klaus zu Protokoll gegeben worden. Klaus gab auch zu Protokoll, daß er seit mehr als zehn Jahren zum Thema Pädokriminalität recherchiert und sich auch mit dem Film "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" sehr intensiv beschäftigt hat. (Nicht zuletzt ausgehend von unserem Blogartikel zum Thema: [1].). Klaus hat das dann mit der vernehmenden Beamtin noch wiederholt erörtert, so erzählt er: Auch die Beamtin glaubt nicht, daß die genannte, zuerst beschuldigte Person (Jürgen) pädophil ist und diese Bilddateien gespeichert hat. Außer Klaus und dieser Person (Jürgen) hatte diesen Laptop aber sonst nur noch - die Kriminalpolizei in der Kreisstadt Sonstwie in Besitz. Nämlich als untersuchende Stelle. Die Beamtin schloß kategorisch aus, so Klaus, daß es in der Kriminalpolizeistelle Sonstwie jemanden geben könne, der auf einem Laptop ein Sammelsurium von 19 Bilddateien speichert, damit ein Vorwand geschaffen würde, einen privat recherchierenden Menschen zum Thema Pädokriminalität - und sei es auch nur zu einem gegebenen Zeitpunkt - einschüchtern zu können, "belasten" zu können, in die Enge treiben zu können, "diskreditieren" zu können. Zuvor hatte sie, als sie mit Klaus über "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" und ähnliche Themen sprach, noch freimütig eingeräumt: Wohin begeben sich Pädophile, wenn sie ihrem Trieb nachgehen wollen? Na, in Staatsanwaltschaften ...

Kraß, das so deutlich aus den Worten einer ermittelnden Beamtin zu hören.

Wie auch immer. Klaus möchte diese Sache so bald als möglich öffentlich gemacht haben. Was mit diesem Blogartikel geschehen soll. Er möchte nicht, daß ihm oder seiner Familie mit solchen Vorwürfen früher oder später irgend ein "Strick" - von welcher Seite auch immer - gedreht werden kann. Aber sollte hier irgend etwas bewußt gegen ihn oder seine Familie geschehen sein auf manipulativem Wege, so wäre man doch, so möchte man meinen, bislang vergleichsweise "halbherzig" vorgegangen. Mit einem Sammelsurium von 19 sonderbar zusammen gestoppelten Bilddateien? Wobei diese dann nicht zum Anfangsverdacht ausreichen, um überraschend Hausdurchsuchung bei Klaus vorzunehmen?

Aber eines hat man erreicht: Klaus sieht sich veranlaßt, uns diesen Blogartikel veröffentlichen zu lassen, damit wir seinen Fall öffentlich machen. Schweigen scheint ihm - und auch uns - in einem solchen Fall nicht der richtige Weg zu sein.

Und wir, lieber Leser, wollen uns das sowieso eine Lehre sein lassen. Welche auch immer. Wir sollten niemals alte digitale Geräte allzu leichtfertig weggeben. Wir wissen nie, auf welchem Wege das irgendwann noch einmal zu uns als Bumerang zurück kommen kann.

***

Nachbemerkung: Mit dem Thema Kinderpornographie haben wir uns hier auf dem Blog bislang nie besonders explizit beschäftigt. Unsere Behandlung des Themas elitäre Pädokriminalität hier auf dem Blog nimmt seit mehr als zehn Jahren ihren Ausgangspunkt von Aussagen von Überlebenden sexueller und ritueller Gewalt. Daß im Zusammenhang damit immer einmal wieder auch Bildmaterial eine Rolle spielt, das ja auch zu entsprechend teuren Preisen gehandelt werden soll, ist jedem, der sich mit der Thematik beschäftigt, sowieso klar.

Auch ist uns - wie anderen - ja schon seit vielen Jahren bekannt, daß Geheimdienste - wie der CIA - (also der "tiefe Staat") Foto- und Video-Aufnahmen von pädokriminellem Geschehen als Erpressungsmaterial benutzen, um Politiker, Geschäftsleute, Medienleute "steuern" zu können, um sie in der Hand zu haben, um sie jene formelhaften Phrasen dreschen zu lassen, mit denen wir nun schon seit Jahrzehnten zugemüllt werden, und mit denen freiheitliche, fortschrittliche Gesellschaften bewußt gegen die Wand gefahren werden. Nichts anderes ist ja auch der Hintergrund von allen so unendlich ekelhaften Vorgängen wie jenen etwa rund um Jeffrey Epstein (Wiki) in den USA oder denen, die von Cathy O'Brien erzählt werden völlig in Übereinstimmung mit dem, was nun auch in "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" der Gesellschaft als Tatsächlichkeit übermittelt worden ist (1). - Aber wie ist eigentlich jetzt konkreter das Thema Kinderpornographie für sich zu bewerten? Wir haben hier auf dem Blog dazu noch kein abschließendes Urteil. 

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  1. Bading, Ingo: Der Fernsehfilm "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" - 2016 wurde er ausgestrahlt - Hat er eine grundlegende Wende herbei geführt? 11. August 2017, https://studgenpol.blogspot.com/2017/08/staatsraison-in-deutschland.html; auch als Gastbeitrag auf dem Blog des Journalisten Guido Grandt, 8.4.2020, https://www.guidograndt.de/2020/04/08/gastbeitrag-kinderjagd-taeterschutzland-elitaere-paedokriminalitaet-teil-1/

Freitag, 3. April 2020

Rituelle Gewalt - Im Auftrag des Deutschen Bundestages wird sie aufgearbeitet

2015 wurde im Auftrag des Deutschen Bundestages eine "Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs" (Wiki) eingerichtet.

Diese hat bis März 2019 gearbeitet. Im April 2019 wurde ein umfangreicher Arbeitsbericht vorgelegt (1). Aus diesem geht hervor, daß hier wertvollste Arbeit geleistet worden ist. Da sich nämlich bei dieser Kommission auch viele Überlebende ritueller Gewalt gemeldet haben, ist darin auch das Schicksal dieser Gruppe Überlebender vergleichsweise ausführlich behandelt worden. Ob irgendwo darüber in den großen Medien oder in der alternativen Öffentlichkeit berichtet worden ist?

Abb. 1: Mit solchen Plakaten warb die Kommission um Menschen, die von ihren Erfahrungen berichten

Aus diesem Bericht lernt sogar noch der Schreiber dieser Zeilen manches Neue über all die hier vorliegenden Verbrechen und Strukturen und Zusammenhänge, in denen all das geschieht (1, S. 117ff). Hier ist ein gewaltiger Fortschritt in der Aufklärung geschehen, über den wir hier auf dem Blog bislang noch gar nichts erfahren hatten.

Aber in der öffentlichen Wahrnehmung scheint diese Aufarbeitungskommission so platziert zu sein als hätte sie wie eine Geheimorganisation gearbeitet. - Hoffentlich irren wir uns.

Daß aber zum Beispiel eine Psychiaterin wie Dr. Kerstin Schön, über die wir hier auf dem Blog schon berichtet haben (2), und die die gleiche Arbeit geleistet hat wie diese Kommission - nämlich sich Berichte Überlebender anzuhören und diese zu dokumentieren - zur gleichen Zeit, in der diese Kommission gearbeitet hat, in Untersuchungshaft gesessen hat, spricht Bände über Bände.

Nach den einleitenden, allgemeinen Kapiteln 1 bis 8 des Bilanzberichtes bildeten dann die Schwerpunktthemen der Arbeit der Kommission der "Sexuelle Kindesmißbrauch ..."
  • 9. "... im familiären Kontext" (S. 99-111)
  • 10. ".... in organisierten rituellen Strukturen" (S. 117-130)
  • 11. "... in Institutionen und Familien in der DDR" (S. 133-146)
  • 12. "... in der evangelischen und katholischen Kirche" (S. 151-171)
Im Kapitel 10 nun heißt es (1, S. 118ff):
Von den 914 ausgewerteten Anhörungen und Berichten beziehen sich 42 auf den Kontext organisierte rituelle Strukturen. (...) Betroffene, begleitende Therapeutinnen und Therapeuten,  Unterstützerinnen  und Unter­stützer sowie Fachberatungsstellen berichten seit ca. 30 Jahren von der Existenz sexualisierter Gewalt in organisierten Strukturen mit einem (schein­)ideologischen Hintergrund. Sie  brachten bereits 1996 ihre Erkenntnisse in die Arbeit der Enquete­-Kommission "Soge­nannte Sekten und Psychogruppen" ein. (...)  Als Expertinnen und Experten waren eingeladen: Prof. Dr. Adel­heid Herrmann­-Pfand, Alex Stern, Michaela Huber, Claudia Igney, Dr. Ursula Gast, Prof. Dr. Ulrich Sachsse, Dr. Brigitte Bosse, Sabine Weber und Dipl.­Psych. Susanne Nick. Gegen­stand dieses Kapitels sind ferner ausgewählte Aspekte aus dem Forschungsprojekt "Professio­nelle Begleitung von  Menschen, die sexuelle Gewalt und Ausbeutung, im Besonderen orga­nisierte rituelle Gewalt, erlebt haben: Die Per­spektive der Betroffenen und Fachkolleg_innen (...). An der Untersuch­ung nahmen insgesamt 165 Betroffene (weib­lich 95,8%, männlich 2,4%, andere 1,8%) und 174 Professionelle (weiblich 90,9%, männlich 9,2%) teil.
Was hier schon einmal auffällt, ist das krasse Geschlechter-Ungleichgewicht sowohl auf Seiten der Therapeuten wie auf Seiten der Hilfe suchenden Überlebenden. Soll man daraus folgern, daß männliche Überlebende ritueller Gewalt in der Regel viel leichter und überzeugter auf die Täterseite überwechseln  statt ausgestiegen als weibliche Überlebende? Fast drängt sich dieser Eindruck auf. Immerhin ist diese abartige Geheimbündelei, dieses Cliquen-Bilden, dieses Bilden von Seilschaften und so weiter ja immer schon vor allem eine Domäne der Männer gewesen. Ebenfalls bedeutsam erscheint (1, S. 124):
Obwohl Betroffene häufig eine hohe Schulbil­dung erreicht haben, beziehen aufgrund der Folgeerkrankungen auffallend viele von ihnen bereits eine Rente oder Pension. Gegenüber der Kommission gaben von den 42 Berichten­den sexuellen Mißbrauchs in organisierten rituellen Strukturen 15 Betroffene an, erwerbs­unfähig zu sein. Nicht wenige Betroffene be­zeichnen sich als asexuell. Im Vergleich zu nichttraumatisierten Menschen leben bedeu­tend mehr Betroffene in keiner Partnerschaft und haben keine Kinder. Das kann als eine Fol­ge der sexualisierten Gewalt und der erlittenen Vertrauensbrüche verstanden werden.
Man wird hier wohl von einem Selektionsprozeß ausgehen dürfen. Dies ist die Gruppe derjenigen, die - im Duktus der satanistischen, elitären Gruppierungen - zu "schwach" waren, um zu "herrschen" und zu "funktionieren". Man darf davon ausgehen, daß viele der Altersgenossen von diesen Aussteigern sehr wohl ganz hervorragend "funktionieren" und wir sie täglich auf den Bildschirmen sehen und in Zeitungen lesen, bzw. sind diese in der Hintergrundsteuerung von Politik, Wirtschaft, Medien tätig. Der zweite Band, der 30 repräsentative Erlebnisberichte bringt, bringt darin keinerlei Bericht eines Überlebenden von ritueller Gewalt.


/ Verfaßt: 27.9.2019
Veröffentlicht aber erst 3.4.2020 /
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  1. Bilanzbericht, Band I, März 2019, https://www.aufarbeitungskommission.de/bilanzbericht_2019/ (pdf)
  2. Bading, Ingo: Erst Ehrenmedallie, dann Haft, März 2019, https://studgenpol.blogspot.com/2019/03/zuerst-gab-es-eine-ehrenmedaille-2013.html

Freitag, 8. März 2019

Erst Ehrenmedaille für Zivilcourage - ... dann: Gefängnishaft

Dr. Kerstin Schön, Erfurter Bürgerrechtlerin und Psychiaterin

- Eine Familie suchte bei ihr Zuflucht, in der es generationenübergreifende sexualisierte Gewalt gegeben hat

Das ist Deutschland am Beginn des 21. Jahrhunderts: 

2013 erhält eine angesehene Erfurterin Bürgerin eine Ehrenmedaille ihrer Stadt für Zivilcourage, nämlich für jene Zivilcourage, die sie im Jahr 1989 - davor und danach - wieder und wieder erwiesen hat. 

Und im Jahr 2016 kommt sie - für fast ein Jahr - in Untersuchungshaft. Sie hatte - vermutlich - wieder Zivilcourage gezeigt, aber für eine solche bekommt man - noch heute - keine Ehrenmedallie, sondern - offenbar - Untersuchungshaft.

- War sie kriminell geworden? Womöglich kriminell erneut im Sinne der Stasi? Aber, ach so, .... die Stasi gibt es ja gar nicht mehr?

Jedenfalls: Derartiges widerfährt einer bekannten, angesehenen Tochter der Stadt Stadt Erfurt - und bis heute scheint es darüber so gut wie keinen Aufschrei in der Öffentlichkeit zu geben.

Abb. 1: Dr. Kerstin Schön (Mitte) und ihre Lebensgefährtin Sabine Fabian (rechts) im Gespräch mit "Freeman" Dirk, 2014 (Youtube)

Sind die Erfurter heute toter als 1989?

.... Aber: Worum geht es überhaupt?

- Nun gut, .... im Raum stehen Vorwürfe elitärer, mehrgenerationaler, systematisch organisierter Sexsklaverei und Pädokriminalität ....

Die Psychiaterin Dr. Kerstin Schön (geb. 1957) wird von der Thüringer Presse eine "einstige Ikone der oppositionellen DDR-Frauenbewegung" genannt (Thüringer Allgemeine, 9.10.2018). Sie hatte in den Jahren 2015 und 2016 einer Familie als Psychiaterin Hilfe angeboten, in der es, wenn man es recht versteht, generationenübergreifende sexuelle Gewalt und Folterungen gegeben hat. Schön bot der Familie Unterstützung an bei deren anfänglichem Wunsch, intrafamiliär einen Weg der Versöhnung miteinander zu beschreiten. Dafür organisierte sie auf deren Wunsch und mit deren Einverständnis mediale Begleitung durch ein Dokumantarfilmteam und einen  Reporter. Als sie 2017 nach vielen Monaten Untersuchungshaft unter Anklage steht, heißt es darüber in der "Thüringer Allgemeinen" (Hanno Müller, Thür. Allg., 1.9.2017):

Bei der Angeklagten handelt es sich um Kerstin S., Psychiaterin und DDR-Bürgerrechtlerin. Zu DDR-Zeiten war sie einer der Köpfe der oppositionellen Frauenbewegung. Sie hat Frauenzentren initiiert und sich in der Bewegung „Frauen für Veränderung“ engagiert. Anfang Dezember 1989 besetzte sie mit anderen Mutigen in Erfurt erstmals eine Bezirks-Stasizentrale, um die Vernichtung der Akten zu verhindern. Ebenfalls machte sie mit anderen als eine der Ersten nach der Wende den vielfach vertuschten sexuellen Mißbrauch von Frauen und Mädchen in der DDR öffentlich. 
Wird S. ihr Engagement jetzt zum Verhängnis? Die Ärztin gilt als streitbar, unbequem, als jemand, der sagt, was er denkt und dabei auch die Konfrontation mit Freunden nicht scheut. Seit Jahren legt sie sich mit Gerichten wegen zu zögerlicher Entschädigung von SED-Opfern an. (...) Ist ihr bekanntes Bemühen, Täter und Opfer aller Art zusammenzubringen und in Gesprächen zu versöhnen, aus dem Ruder gelaufen? (...) Obwohl in der Anklage laut Gerichtssprecherin von gemeinschaftlichen Taten die Rede ist, geht es beim Prozeß in Gera nur um S.. (...)
Für die Lebensgefährtin von S., die mit ihr in der Ottermühle lebt und die beim Prozeß als Zeugin geladen ist, sind die Vorwürfe unvorstellbare und haltlose Anschuldigungen. Sabine F. erzählt eine ganz andere Geschichte, eine vom Mißbrauch der Frau und ihrer Kinder durch mehrere Täter, der beim Aufenthalt in der Ottermühle zur Sprache kam, von reuigen Großeltern, die Unrecht wieder gut machen wollten, die dann aber umkippten und sich nun mit ihrer Anzeige aus der Affäre zu ziehen versuchen. Aus dieser Sicht war die spätere Überwältigung und Fixierung des Ex-Ehemannes ein Akt der Notwehr der Hausbewohner. Ohnehin habe man selbst zum eigenen Schutz die Polizei gerufen. (...)
Ein Großteil dessen, was die Anklage als therapeutische Sitzungen bezeichnet, ist nämlich in Videoaufzeichnungen von vielen Stunden Länge dokumentiert. Aufzeichnungen, die nicht von S., sondern von der Frau und ihren Kindern veranlaßt worden sein sollen. In diesen Filmmitschnitten seien sowohl schreckliche Erinnerungen an Gewalt und Mißbrauch als auch die Reue des Großvaters festgehalten, versichert die Verteidigung. Die Landgerichtssprecherin bestätigt, daß umfangreiches Videomaterial beschlagnahmt wurde. Ob und wie es in den Prozeß einfließt, läßt sie offen.

Für jeden, der sich auch nur ein bisschen ernsthafter mit der Thematik des internationalen elitären und rituellen Satanismus und der damit verbundenen folterbasierten Mind control-Programmierung durch Freimaurerlogen, Jesuiten und Geheimdienste auseinander gesetzt hat - so wie dieser Blog über mehrere Jahre -, genügen diese wenigen Andeutungen, um zu verstehen, was hier gerade los ist. Und es gibt ein weiteres mal Grund, hochgradig schockiert zu sein über das, was hier nun seit 2016 in Thüringen passiert. Und es gibt auch Grund, schockiert zu sein darüber, wie zu großen Teilen in der Presse darüber berichtet wird, besonders in welchem - ansonsten - sehr einseitigen, Kerstin Schön kraß belastenden Tonfall das geschieht (Thür. Allg., 9.11.17):

Die Anklage wirft Kerstin S. erpresserischen Menschenraub in Tateinheit mit Geiselnahme und Nötigung sowie gemeinschaftlichen Diebstahl und gemeinschaftliche Freiheitsberaubung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und übler Nachrede vor.

Da versucht aber jemand ganz sicher zu gehen, daß kein etwaig möglicher Tatvorwurf ausgeschlossen bleibt. Da feuert jemand die ganze Breitseite ab gegen eine lebenslang couragierte ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin und Psychiaterin. Wer steht hinter diesen Vorwürfen? Man erfährt - ebenfalls in den Presseberichten: Der Verein "False Memory" geht aktiv gegen diese Frau vor. Und diesem Verein nun scheint innerhalb der Masse der deutschen Presseberichterstattung und innerhalb des deutschen Justizsystems mehr Glaubwürdigkeit zugesprochen zu werden als einer angesehenen DDR-Bürgerrechtlerin, die durch Schlagzeilen und durch das Handeln der Jusitz gerade einmal eben von einer Versöhnerin und Heilerin zu einer Kriminellen umgedeutet wird.

Wie so häufig scheint auch die alternative Öffentlichkeit wieder einmal mit ganz anderen Dingen beschäftigt zu sein als daß sie solch einen Fall zwischenzeitlich einmal aufgegriffen hätte. Oder haben wir etwas übersehen? Hat das "Leitmagazin" der alternativen Öffentlichkeit, "Compact", über diesen Fall berichtet? Das Magazin, das gleichzeitig mit der Berichterstattung über den NSU-Prozeß so viele Schlagzeilen machte und durch sie seine Verkaufszahlen erhöhte?

Hier wird eine krasse Schuldumkehr vor den Augen der großen Öffentlichkeit betrieben, genau das, was satanistische Logen seit Jahrhunderten so lieben und womit sie besonders gerne arbeiten. Kerstin Schön wird als Verbrecherin dargestellt in einer geradezu hohnvollen Weise. Und das versteht man eigentlich sofort, wenn man die Binnensicht von Kerstin Schön über ihre Lebensgefährtin übermittelt bekommt (siehe oben) und wenn man sich nur ein wenig sonst mit ihrem Leben, ihrem Tun, ihrem Denken beschäftigt.

Guantanamo in Deutschland?

Und während man sich mit dem Thema - wieder einmal - beschäftigt, wird einem wieder bewußt: Dieselben gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Eliten, die die Völker der Nordhalbkugel gerade bewußt und mit aller harten Konsequenz und der ausgefeiltesten Methodik der Massenmanipulation, Lüge und Verblödung gegen die Wand fahren, leben in einem internen generationenübergreifenden Terrorsystem, dem sie vollständig unterworfen und ausgeliefert sind. Sie können - vermutlich - in der Regel gar nicht anders handeln als sie es tun, wenn sie nicht selbst ermordet werden wollen oder fürchterlichsten Folterungen, fürchterlichster psychischer und körperlicher Gewalt ausgesetzt sein wollen. Ermordet sagen wir wie: Kennedy, Dutschke, Kelly, Bastian, Möllemann, Barschel, Haider und viele andere mehr (eine gut recherchierte erste Übersicht zum Thema politischer Mord bietet etwa Anneliese Fikentscher auf Arbeiterfotografie.com).

Guantanamo ist also gar nicht so weit weg wie sich das die meisten Menschen vorstellen und wie es der deutschen Bevölkerung als Realität verkauft wird. Guantanamo findet statt, mitten unter uns. Und im Kern ist das Leben eines nicht unbeträchtlichen Teils der gesellschaftlichen Eliten der Nordhalbkugel geprägt durch wiederholte Aufenthalte in solchen Folterlagern. Sie bewegen sich in solchen Folterlagern, wuchsen in solchen Zusammenhängen schon auf, waren in diesen Zusammenhängen zunächst selbst bloße Überlebende, die allen Gewalttaten ausgeliefert waren, die nur denkbar waren, bis sie selbst in eben denselben Zusammenhängen zu Tätern ausgebildet wurden. Und aus solchen internen Zusammenhängen heraus terrorisieren diese Eliten dann die Einzelmenschen, Familien und Völker weltweit.

Und wir regen uns auf über diese "Eliten", anstatt hinter die Fassade zu blicken und zu erkennen, daß ein großer Teil jener terrorisierten Menschen, die uns heute regieren, nicht nur uns terrorisieren, sondern auch selbst einem Terrorregiment unterworfen sind, einem Terrorregiment, das sorgsam vor der Öffentlichkeit verborgen gehalten wird und das über Jahrhunderte gewachsen ist und dessen Methoden über Jahrhunderte verfeinert worden sind. In diesem Sinne sind die Vordergrundpolitiker und Politikberater eigentlich nur die Kapo's (Wiki) in jenem kaum sichtbaren Konzentrationslagersystem, das für moderne Völker eingerichtet worden ist. Und diese Kapo's werden vom Terrorregime mit billigen Vergünstigungen für ihre Arbeit "belohnt".

Und aus diesem internen Terrorregime heraus versucht man uns alle zu schweigenden, nicht aufmuckenden Mitwissern zu machen. So etwa im Januar 2016 durch Ausstrahlung des Fernsehfilmes "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" und seine begleitende Presseberichterstattung (24).

1957 bis 1989

Der Vater von Dr. Kerstin Schön war Ungarndeutscher, ihre Mutter war Schlesierin. Sie selbst wurde 1957 in Erfurt geboren (1). Die Eltern konnten 1961 nicht mehr in den Westen gehen wie es eigentlich ihre Absicht gewesen war. Der Vater wurde SED-Mitglied und für die Tochter ein "Mann mit zwei Gesichern". Sie haßte seine Unaufrichtigkeit zutiefst (2). Da sie selbst immer offen ihre Meinung gesagt hat, versucht hat, aufrichtig zu sein, war sie allmählich umgeben von Zuträgern der Staatssicherheit, die über sie an diese berichtet haben. Der erste war der Direktor jenes Gymnasiums, auf das sie ging. Man beachte: Schon Gymnasialdirektoren können oft in das Herrschaftssystem mit einbezogen sein, und nicht nur in der ehemaligen DDR.

Während ihres Medizinstudiums in Erfurt bewegte sich Kerstin Schön in Kreisen der katholischen Kirche und erhielt hier die Anregung, 1980 auf ein Taizé-Treffen nach Polen zu fahren. Dort kam sie mit der polnischen Solidarność-Bewegung in Berührung, erhielt Widerstands-Schriften und Adressenlisten, die sie mit in die DDR nehmen wollte. Sie wurde damit aber als Anhalterin an der deutsch-polnischen Grenze entdeckt. Es wurde ein Exmatrikulations-Verfahren gegen sie an der Universität eingeleitet. Sie wurde von der Staatssicherheit verhört. Diese wollte sie anwerben. Dem hat sie sich entzogen.

Innerhalb der katholischen Stadtmission in Erfurt hat sie dann einen "Friedenskreis" aufgebaut, der sich "Albert-Schweitzer-Friedenskreis" nannte. Von dort aus gelangte sie in Frauengruppen der Frauenbewegung der DDR. Im November 1989 gehörte sie dann mit anderen Frauen zu den wenigen führenden Köpfen, die die Besetzung der Amtes für Staatssicherheit in Erfurt organisierte, um die dortige Aktenvernichtung zu stoppen. Sie erhielt dafür im Herbst 2013 zusammen mit Gabriele Stötzer, Claudia Bogenhardt, Sabine Fabian und Tely Büchner die Ehrenmedaille der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt für Zivilcourage.

Nach 1989

Dr. Kerstin Schön war praktizierende Psychiaterin und konnte als solche  - natürlich - mancherlei Erfahrung sammeln im Umgang mit den Folgeschäden sexualisierter Gewalt und Folter. Es haben dann für mehrere Jahre offenbar Reisen im Vordergrund ihres Lebens gestanden. Sie schreibt auf ihrer Internetseite (auf der sie sich selbst den spirituellen Namen "Rakuna" und ihrer Lebensgefährtin den Namen "Anomatey" gibt) (Kraft der Kreise):

Wir haben nach der Wende schwerpunktmäßig mißhandelte und gefolterte Frauen in ihrem Heilwerden begleitet und auf der sozialpolitischen Ebene durch Vernetzung Wege gesucht, gesellschaftliche Veränderungen im Sinne von Gemeinschaftlichkeit zum Wohle aller zu bewirken. Uns war klar, daß die Gesellschaft, in der wir lebten, auf allen Ebenen auf Herrschaft und Gewalt beruhte und dringlichst grundlegender Veränderung bedurfte, damit alle, die in ihr leben, heil werden und ihre einzigartige Wahrheit in Kraft und Würde leben können. Um diese notwendigen Veränderungen mit zu bewirken, gaben wir 1997 unsere Berufe auf und gingen nach Schweden, um unmittelbar mit der Natur zu leben und nach mütterlichem Heilwissen der Völker zu forschen. 1996 empfing Rakuna durch geführtes (‚automatisches’) Schreiben die 46 Wahrworte mütterlicher Kraft und 1999 die zugehörigen 46 Wahrzeichen mütterlicher Kraft, die mit der Aufforderung verbunden waren: „Teilt sie mit den Schwestern und bringt sie nach Haus.“ Damit begann im Jahr 2000 eine mehrjährige Reise, die uns zuerst nach Vancouver-Island in Kanada führte, wo wir die uns anvertrauten Wahrzeichen und Wahrworte mit vorwiegend indigenen Frauen in Kreisen teilten, unser Wissen mütterlicher Heilkraft miteinander austauschten und voneinander lernten. Unsere Reise führte dann durch die USA nach Neuseeland, wo wir wegen unseres Wirkens als Sufi-Priesterinnen für die Frauen-Mysterien geweiht wurden und über drei Jahre spirituelle Frauen-Kreise anregten sowie weiterhin nach mütterlichem Heilwissen forschten. 2005 kehrten wir „nach Hause“ nach Deutschland zurück, um das gesammelte mütterliche Heilwissen wie auch die Kraft und Weisheit der 46 Wahrworte und Wahrzeichen zu teilen. 

Und (Kraft der Kreise, 18.1.2014):

Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland im Jahre 2005 laden sie Menschen ein, miteinander in Kreisen zusammen zu kommen und ihre einzigartige Weisheit als Ausdruck allmütterlicher Kraft wieder miteinander zu teilen. Sie vertrauen darauf, daß aus der Kraft der Kreise und der Kraft der Mütterlichkeit alle Wunden gemeinsam geheilt werden und lebendige Gemeinschaft überall auf Mutter Erde entsteht.

Ein Umstand dürfte für die folgenden Ereignisse auch nicht ganz unwichtig sein, nämlich derjenige, den der MDR am 4.9.2017 berichtet:

Als Psychiaterin im klassischen medizinischen Sinn arbeitet sie nicht mehr, ihre Approbation behält sie jedoch - bis heute.

2009/10 - Kauf der Ottermühle im Thüringer Wald

2009 fand sie eine reparaturbedürftige Mühle zwischen den Dörfern Liebschütz und Drognitz im Thüringer Wald, 30 Kilometer östlich von Saalfeld/Saale, 20 Kilometer westlich der A9, Abfahrt Dittersdorf (Liebschütz):

Die am Otterbach an der Straße nach Drognitz gelegene "Ottermühle" gehört heute noch zu Liebschütz.

Die Mühle liegt sehr einsam knapp drei Kilometer nordwestlich des Dorfes Liebschütz. In den Presseberichten finden sich Abbildungen von ihr (siehe Bildersuche "Ottermühle bei Liebschütz", s.a. Strassenkatalog). Sie erwarb sie 2011 (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):

Vor sechs Jahren sind S. und F. hier eingezogen. Nach Jahren im Ausland wollen sie den Traum von einer einfachen Lebensgemeinschaft mit Gleichgesinnten umsetzen. Ihr Anwesen nennen sie Mutterland, es soll offen sein für alle Menschen. Bei der Übernahme ist die Mühle in beklagenswertem Zustand. Viele Eigenleistungen sind nötig. Die meisten Mitstreiter bleiben nicht lange. Die Anforderungen des Lebens als Selbstversorger sind hart. 

2015 - Was geschah?

2015 suchten zwei anerkannte SED-Opfer bei Kerstin Schön und Sabine Fabian Zuflucht, und zwar das Erfurter Geschwisterpaar Claudia und Michael May. Darüber berichtete der Journalist Henryk Goldberg (Thüringer Allgemeine, 20.8.2015):

Wir sitzen jetzt hier im Haus bei Kerstin Schön und Sabine Fabian, hier wurden die Flüchtlinge aufgenommen, eine Art Refugium, eine Fluchtburg in einer kleinen Thüringer Gemeinde. Ein Asyl. Die beiden Frauen gehörten zu den Protagonistinnen der Wende, seither wurden sie zu Protagonistinnen ihrer Lebensweise und ihrer Lebensweisheiten. Kerstin Schön, eine promovierte, nicht mehr praktizierende Psychiaterin und Neurologin, möchte an dem Gespräch teilnehmen, was mir nicht so recht ist, aber Claudia May besteht darauf. (...) Claudia May ist besessen von ihrer Geschichte. Das bedeutet nicht, daß sie nicht das Recht auf dieses Haus hätte, daß ihre Forderung sachlich falsch wäre. (...) Diese Frau führt kein Schwert, sie hat das Gesetzbuch und die Paragrafen. Und die Wut, den Zorn.

Aber dieses Thema soll hier nicht weiter verfolgt werden. Außerdem suchte 2015 eine Frau Zuflucht in der Ottermühle (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):

2015 hätte die Frau um Aufnahme in die Gemeinschaft gebeten, wenig später seien ihre 24-jährige Tochter und der 26-jährige Sohn dazugekommen. Man wohnt getrennt, trifft sich aber zum gemeinsamen Leben im Hauptgebäude. Schnell seien dabei Spannungen in der Familie spürbar gewesen. Das Angebot der gelernten Therapeuten S. und F., darüber zu reden, sei schließlich angenommen worden. Frühzeitig sei auf Wunsch der Familie während der Gesprächskreise eine Kamera mitgelaufen. Anfangs geht es um Unausgesprochenes zwischen Mutter und Kindern. Die Mutter sei vor der Scheidung mehrfach vom Ehemann bzw. Vater verlassen worden, mit den Kindern habe niemand geredet. In den Gesprächen wirft man sich gegenseitig Verletzungen und Vernachlässigung vor.

Kerstin Schön stellte es auch folgendermaßen dar (Hanno Müller, Ostthür. Ztg., 22.9.2017):

Die Vorwürfe des sexuellen Mißbrauchs (waren) in freiwilligen Gesprächskreisen zur Sprache gekommen und alle Beteiligten an einer innerfamiliären Aufarbeitung interessiert. Dokumentiert sei dies in über 800 Videoclips von über 160 Stunden. Detailliert wurde in der Erklärung aufgelistet, in wie vielen der Clips und wie lange die beteiligten dort über den Mißbrauch sprechen.

Und wir erfahren (Thür. Allg., 9.11.17):

Laut Kerstin S. kamen Traudel K. und ihre Kinder in labilem und nicht belastbarem Zustand in die Mühle. Die Kinder hätten Suizidgedanken geäußert. Mutter und Kinder hätten von sich aus Übergriffe durch einen Freund der Familie und durch ihren Vater sowie weitere Personen berichtet und seien dabei in den täglichen Gesprächskreisen begleitet worden. Dafür habe sie auch Unterstützung bei Vereinen sowie beim Bundesbeauftragten für den sexuellen Kindesmißbrauch gesucht.

Halten wir noch einmal die beteiligten Personen fest, soweit sie uns aus der Presse bekannt geworden sind: Die 24-jährige Lena A., der 26-jährige Felix A., ihre Mutter Traudel K., deren Ex-Ehemann "A.", sowie die Eltern von Traudel K., der 82-jährige Manfred K. und seine Frau Martha K. aus Ludwigshafen, beide Jahrgang 1934.

2016 - Was geschah?

Auch die Eltern von Traudel K., der 82-jährige Manfred K. und seine Frau Martha K. aus Ludwigshafen, beide Jahrgang 1934, kamen in die Ottermühle (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):

Dann sei der in der Anklage erwähnte ältere Herr, der Vater und Großvater der Familie, zu Besuch gekommen. Und freiwillig geblieben, wie F. versichert. Auf ihn habe die Frau aggressiv reagiert. In den Gesprächen seien jetzt zunehmend verdrängte sexuelle Übergriffe zur Sprache gekommen, die der Großvater schließlich, nicht selten unter Tränen, eingeräumt habe. Betroffen seien nicht nur die Mutter, sondern auch ihre Kinder gewesen. Die Kamera habe all dies aufgezeichnet. Daraus sei dann auch die Bereitschaft des Alten zur finanziellen Wiedergutmachung erwachsen. Die Frau habe ihrerseits 15.000 Euro für die Erhaltung des Anwesens zur Verfügung gestellt, ganz im Sinn des Gemeinschaftsgedankens im Mutterland.

Auch die in der Anklage angeführte Freiheitsberaubung des Ex-Ehemanns stellt sich aus Sicht der Beschuldigten anders dar. Der Fixierung auf einem Stuhl seien Handgreiflichkeiten zwischen ihm und dem Sohn vorausgegangen, nach dem Letzter seinem Vater eine Anzeige wegen sexueller Übergriffe in der Vergangenheit offenbart habe.
Erst nach dem Eingreifen der von Kerstin S. alarmierten Polizei hätten die beiden Alten und deren Schwiegersohn ihre Vorwürfe der Freiheitsberaubung und Fremdbestimmung gegen Kerstin S. erhoben. Und auch die Mutter sei nunmehr völlig unvermittelt von ihren bisherigen Angaben abgerückt und in ein Frauenhaus umgezogen. (...)
Dem Vernehmen nach werden Großvater und Ex-Mann inzwischen von der False Memory-Bewegung unterstützt, einem Verein von nicht näher genannten Privatpersonen, die sich gegen falsche Erinnerungen an sexuellen Mißbrauch infolge von Therapien stark machen.

Aha, die False-Memory-Bewegung hat eingegriffen. Es dürfte sinnvoll sein, sich mit dieser dubiosen Vereinigung auch noch einmal gründlicher zu befassen.

Juni 2016

In der späteren Anklage sollten der Geschehensablauf noch etwas detaillierter beschrieben werden (Ostthür. Ztg., 1.9.2017, Peter Hagen):

Am 11. Juni 2016 sollen der Ludwigshafener und dessen Frau den Wunsch geäußert haben, das Anwesen wieder zu verlassen. (...) Zum Monatsende hin soll die Angeklagte den Mann intensiv dazu aufgefordert haben, die ihm vorgeworfenen sexuellen Mißbrauchshandlungen zu gestehen. (...) Es folgten bis zum Oktober offenbar die üblichen Gesprächskreise.

August 2016

Weiter ist zu erfahren (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):

Um das Unrecht wieder gutzumachen, sollte der Senior laut Anklage Geld an seine Tochter und seine Enkel übergeben und dafür eine Abtretungserklärung über sein Vermögen unterschreiben. (Die Gerichtssprecherin) Böttcher-Grewe: "Weil er so eingeschüchtert war, hat er das auch gemacht. Im August 2016 soll die Angeklagte mit den Enkeln des älteren Herrn nach L. gefahren sein und aus der Wohnung 45 000 Euro Bargeld und Edelmetalle über 23 900 Euro mitgenommen haben."

September 2016

Just in dieser Zeit, im September 2016, wurden übrigens auf dem Zeitzeugen-Portal die Zeitzeugen-Berichte von Kerstin Schön in Videoform veröffentlicht (1-3). Sie waren schon im Juni 2014 aufgenommen worden. Aber in ihnen kann man ja sehen und erleben, was für eine ruhige, nüchterne und außerordentlich gemäßigt und besonnen auftretende Frau Dr. Kerstin Schön ist. Diese Frau soll andere ihrer Freiheit beraubt haben, erpreßt haben und anderes mehr - - -?

9. Oktober 2016

Weiter ist detaillierter über den Geschehensablauf und das Kommen von "A." zu erfahren, der wohl schon am 9. (und nicht wie zum Teil angegeben am 19. Oktober) eintraf (Ostthür. Ztg., 1.9.2017, Peter Hagen):

Am 9. Oktober war in der Ottermühle ein Mann aufgetaucht, der seine von ihm geschiedene Frau besuchen wollte. Es handelte sich hierbei um die Tochter des Ludwigshafeners. (...) Auch ihn soll die Nervenärztin aufgefordert haben, Taten des sexuellen Mißbrauchs zu gestehen.
An anderer Stelle heißt es (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):
Am 19. Oktober 2016 (...) sei auch der geschiedene Ex-Ehemann der Frau und Vater der Kinder zu Besuch gekommen. (...) Und auch ihm gegenüber soll der Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs erhoben worden sein, verbunden mit der Aufforderung zu gestehen, was er nicht tat. 
Wir erfahren weiter über diesen Ex-Ehemann "A." (Thür. Allg., 9.11.17):
Nachdem er von seinem Sohn über dessen Anzeige gegen ihn wegen sexuellen Mißbrauchs informiert worden sei, habe A. ihn angegriffen und gewürgt. Daraufhin habe man ihn überwältigt und festgebunden und sofort die zuvor informierte Polizei dazu gerufen.
Die "zuvor informierte Polizei". Geht man so vor, wenn man kriminelle Absichten hat? Es kam also die Polizei zur Ottermühle. Und wie es scheint, hat sich "A." trotz Eingreifens der Polizei weiterhin in der Ottermühle aufgehalten. Denn die Gerichtssprecherin sagte zum weiteren Geschehensablauf (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):
Am 27. Oktober gab es dann einen Polizeieinsatz. Bei diesem Polizeieinsatz wurden das ältere Ehepaar und der jüngere Mann befreit.
"Befreit"? Obwohl die Polizei schon am 9. Oktober vor Ort war? Es wird nicht klar, ob es sich bei dem "jüngeren Mann" um A. oder um dessen Sohn handelt. Die Polizei erhielt jedenfalls einen Durchsuchungsbefehl. Die Ostthüringer Zeitung vom 1.9.2017 (Peter Hagen) sagt darüber - natürlich wieder einmal ganz neutral und ohne Voreingenommenheit:
Erst ein Polizeieinsatz am 27. Oktober setzte dem Treiben ein Ende.

Dieser Tonfall ist aber eher der vorherrschende in der Presseberichterstattung über Kerstin Schön.

Dezember 2016

Am 15. Dezember 2016 wird Kerstin Schön dann in Untersuchungshaft genommen. Dazu kommt sie nach Chemnitz (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller).

2017 - Prozeßbeginn in Gera

Im Zuge der Vorbereitungen auf den Prozeß wurden viele Anzeigen erstattet (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller):

Auf die schriftliche Nachfrage unserer Zeitung zu der Redaktion vorliegenden Hinweisen auf weitere Anzeigen gegen die Frau, ihre Kinder oder die beteiligten Männer, verweist der Sprecher der Geraer Staatsanwaltschaft, Steffen Flieger, auf die Staatsanwaltschaft Rottweil. "Eine Vielzahl der gegen verschiedene Personen erstatteten Anzeigen beschäftigen die Staatsanwaltschaft Rottweil. Sofern hier Anzeigen erstattet worden sind, wurden die Verfahren an die Staatsanwaltschaft Rottweil abgegeben", so Flieger. 

Vermutlich leben die Kinder und/oder Enkelkinder des 1934er Ehepaares aus Ludwigshafen in Rottweil. Und weil sie Kerstin Schön mit Aussagen belasten, wird sie zu ihrem eigenen Schutz gegen diese mit Anzeigen vorgehen, so darf man vermuten.

1. September 2017 - Erster Verhandlungstag

Erst ein Jahr nach den Vorfällen, im September 2017 begann der Prozeß gegen Kerstin Schön. Wie oben schon zitiert, lautete die Anklage (Thür. Allg., 9.11.17):

Die Anklage wirft Kerstin S. erpresserischen Menschenraub in Tateinheit mit Geiselnahme und Nötigung sowie gemeinschaftlichen Diebstahl und gemeinschaftliche Freiheitsberaubung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und übler Nachrede vor.
Das ist ganz schön viel für eine so sanft wirkende Frau wie Kerstin Schön. Am 1. September 2017 wird berichtet (Thür. Allg., 1.9.2017, Hanno Müller) (Hervorhebung nicht im Original):
Für den Augsburger Strafverteidiger Thomas Galli, einer von drei Rechtsbeiständen, die S. in Gera vertreten werden, wird es beim Prozess deshalb auch um die Glaubwürdigkeit der Vorwürfe gehen. Galli ist in der Öffentlichkeit kein Unbekannter. Er war Gefängnisdirektor in Sachsen und macht in Büchern, Interviews und Talkshows keinen Hehl aus seiner Kritik am bestehenden Rechts- und Strafsystem. Der Jurist hat sich nicht nur die gut 20 Ordner mit Ermittlungsakten, sondern auch die Videos angeschaut. Die dokumentierten Entwicklungen seien eindeutig und dürften vom Gericht nicht ignoriert werden. Vor diesem Hintergrund hält Galli sowohl die lange Untersuchungshaft gegen S. als auch die Vorwürfe der Anklage für völlig unangemessen und überzogen. „Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Ich erwarte einen Freispruch“, sagt der Augsburger bestimmt. (...) Angesetzt seien vorerst 18 Verhandlungstage, zu denen 39 Zeugen geladen wurden, sagt Gerichtssprecherin Böttcher-Grewe.
Der MDR läßt den Verteidiger Galli am 3.9.2017 folgendermaßen zu Wort kommen (Hervorhebung nicht im Original):
"Meine Mandantin handelt aus einem tiefen Gerechtigkeitsempfinden, hat über die aufgedeckten Vergewaltigungen die Polizei informiert." Es gebe sogar Geständnisse von Tätern auf Video. Ebenso wie die Erlebnisse der Opfer. "Sollte sich im Prozess herausstellen, daß diesen Hinweisen nicht nachgegangen worden ist, wäre das ein Skandal", so Galli. Auch habe es aus Sicht der Verteidigung keine Gefangennahme gegeben.

Er meint: Kerstin Schön habe von sich aus die Polizei informiert, auch über die Verbrechen, die im Zuge der durch sie zuvor durchgeführten Gespräche zutage gekommen waren. Sollte die Polizei diesen Hinweisen nicht nachgegangen sein, so Galli, wäre das ein Skandal. Und wahrscheinlich wird sich dieser Umstand als der Hauptskandal des ganzen Prozesses gegen Kerstin Schön herausstellen. Denn vermutlich hätten ganz andere Menschen in Untersuchungshaft genommen werden müssen als ausgerechnet sie! Der MDR schreibt folgendermaßen weiter:

Komplizierter wird diese Situation noch dadurch, daß neben der Ex-Ehefrau offenbar wohl auch Vater und Schwiegersohn - zumindest zeitweise - an den behaupteten sexuellen Mißbrauch glaubten, zumindest in der Zeit, in der sie sich in der Ottermühle befanden. Hat es diesen Mißbrauch also tatsächlich gegeben oder wurde er den mutmaßlichen Tätern und Opfern nur eingeredet? Wurden der Vater und der Schwiegersohn wirklich gefangen gehalten? Anwalt Galli bestreitet letzteres. Sein Gegenpart Zillikens schildert eine Szene aus einer Zeugenvernehmung. "Der Großvater saß im Polizeiwagen, weinte, beteuerte, er sei doch kein Verbrecher und sagte: Gott sei Dank, ich bin frei."

Bei der letzteren Situation wird es sich um jene des 27. Oktober 2016 gehandelt haben, als die Polizei von sich aus die Ottermühle aufsuchte, um den Großvater zu vernehmen. Wahrlich "kompliziert", daß da in einer Familie wochenlang über schwere innerfamiliäre Gewalt gesprochen wurde und man auch noch an das "geglaubt" hat, über was da gesprochen worden war. Wahrlich - - - "kompliziert". Weiter schreibt der MDR, angeklagt werden könnten auch ...:

die beiden möglichen Opfer der Vorgänge in der Ottermühle, jener 83-jährige Mann und sein Ex-Schwiegersohn. Die Staatsanwaltschaft Rottweil in Baden-Württemberg hat ein Verfahren gegen sie und weitere fünf Beschuldigte deutschlandweit und den USA eröffnet. Auch hier wiegt der Vorwurf schwer: jahrelanger wiederholter sexueller Mißbrauch und Vergewaltigung. Im Oktober 2016 hatten die ältere Frau und deren beide Kinder die Männer tatsächlich bei den Ermittlungsbehörden angezeigt, daraufhin wurden fünf Staatsanwaltschaften aktiv. Inzwischen wurden diese Verfahren in Rottweil zusammengeführt. Die Polizei ermittelt, ein Ende ist nach Informationen des MDR noch nicht absehbar.
Es gab also in umgekehrter Richtung Anzeigen, die aber bislang weder zu Untersuchungshaft und Prozeßeröffnungen führten. Stattdessen kam es danach zu Anzeige, Untersuchungshaft und Prozeßeröffnung gegen Dr. med. Kerstin Schön. Das ist schon ein sehr auffälliges Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden. In einem parallelen Beitrag berichtet der MDR noch konkreter:
Auch gegen das mögliche Opfer, den Vater der Frau laufen Ermittlungen. Möglicherweise hat er tatsächlich seine Tochter und die Enkel mißbraucht. Die Staatsanwaltschaft in Gera jedoch geht davon aus, daß dieser Vorwurf von der Ärztin manipuliert wurde.

Es ist schon sehr komisch, daß hier die Staatsanwaltschaft Gera von vornherein einer öffentlich bekannten Persönlichkeit eine solche Ungeheuerlichkeit unterstellt. Was geht hier vor?

21. September 2017 - Zweiter Verhandlungstag

Der zweite Prozeßtag fand am 21. September 2017 statt. An diesem Tag gab Kerstin Schön erneut eine Erkärung ab. (Aus dieser wurde oben schon berichtet.) Am Folgetag, den 22. September 2017, wird der Vertreter der Nebenkläger, Rechtsanwalt Jürgen Zillikens,  nach diesem zweiten Prozeßtag in der Presse angeführt mit der folgenden Aussage (Ostthür. Ztg., 22.9.2017, Hanno Müller):

In der Ottermühle habe eine Art Gehirnwäsche durch Abschottung, Manipulation und Bedrohung stattgefunden (...). Selbst ernannte Therapeuten wie Kerstin S. müßten gestoppt werden.

Interessant, daß hier eine Fachärztin für Psychiatrie mit langjähriger Berufserfahrung und weiter bestehender Approbation einmal eben zu einer "selbst ernannten Therpeutin" umgewandelt wird und daß diesen Rechtsanwalt der hier im Raum stehende Vorwurf von generationenübergreifender sexueller Gewalt gar nicht zu interessieren scheint. So einfach geht das?

26. September 2017 - Dritter Verhandlungstag

Am 26. September 2017 berichtet die "Thüringer Allgemeine" über den dritten Prozeßtag (Hanno Müller):

Was tatsächlich in der Ottermühle vorfiel, bleibt auch am dritten Prozeßtag rätselhaft und bizarr. Ausführlich befragte das Gericht Martha K, warum sie und ihr Mann die Mühle nicht verlassen hätten. Die 82-Jährige begründete dies mit ihrer Angst, Kerstin S. könnte ihre Drohung wahrmachen und den vermeintlichen sexuellen Mißbrauch im Lebensumfeld des Ehepaars K. öffentlich machen. 
Eine merkwürdige Aussage. Gab es nach Martha K. diesen Mißbrauch also - oder nicht? Weiter:
Neue Fragen warfen am Vormittag auch Schriftstücke aus den Prozeßunterlagen auf, die Richterin Andrea Höfs im Gerichtssaal verlas. Demnach hatte Manfred K. in getrennten Schreiben den Mißbrauch schriftlich gestanden und der Tochter und den Enkeln dafür eine finanzielle Wiedergutmachung in Gesamthöhe von 30.000 Euro zugesprochen. Weitere 30.000 Euro sollte seine Frau Martha bekommen.
Immerhin, das sind ja sprechende Zeugnisse, auch wenn Martha K. im Nachhinein behauptet, dieses Geständnis sei nicht freiwillig erfolgt. Was ist dann aber von dem weiteren zu halten, was an diesem Tag zu Tage kam. Im Zeitungsbericht heißt es weiter (Hervorhebung nicht im Original):
Konfrontiert wurde Martha K. auch mit einem eigenen Abschiedsbrief, der nach ihrem Verlassen der Mühle dort gefunden worden war. Demnach habe sie sich das Leben nehmen wollen. Im Brief entschuldigt sie sich bei ihrer Familie, zudem bedankt sie sich bei Kerstin S. und ihrer Lebensgefährtin für die Aufnahme in der Mühle. Sinngemäß heißt es im Brief, es habe in ihrem Leben noch nie eine Frau gegeben, die sie auch einmal in den Arm nehme. Den Abschiedsbrief habe sie weder jemandem gezeigt noch abgeschickt, sondern bei ihren Unterlagen aufbewahrt. Wann der Brief geschrieben wurde, konnte die Zeugin auch nach mehrfacher Nachfrage der Verteidigung nicht sagen. Die Verteidigung griff am Nachmittag erstmals in die Vernehmung ein. Ausführlich wurde die Zeugin zu ihren Familienverhältnissen und zu den Beziehungen zu Tochter und Enkeln vernommen. Dabei kamen auch gegenseitige Anzeigen der Familienangehörigen zur Sprache. Verwundert reagierte die Verteidigung auf die Tatsache, daß sich Manfred und Martha K. vom gleichen Anwalt vertreten lassen, der auch eine Klage ihres Schwiegersohnes gegen Manfred K. wegen sexuellen Mißbrauch begleitet.  Nach den Angaben der alten Eheleute spielten die Enkel Lena und Felix A. eine wichtige Rolle bei den Vorwürfen gegen die beiden Alten und ihren eigenen Vater. Beide Enkel werden beim Prozeß nicht aussagen.

Daß hier etwas im Busch ist, das nicht an die Öffentlichkeit kommen soll, erscheint dem unbefangenen Betrachter doch offensichtlich. Das schreit ja geradezu aus allem, was man erfährt.

November 2017

Am 14. November 2017 berichtete die "Thüringer Allgemeine" - wieder einmal ganz neutral (!) unter dem Titel "Geiselnahme-Prozeß":

Der Geiselnahme-Prozeß gegen die Ärztin und Bürgerrechtlerin Kerstin S. vor dem Landgericht Gera ist gestern ausgesetzt worden. Die Vorsitzende Richterin Andrea Höfs begründete dies mit einem erheblichen Ermittlungsbedarf und der Notwendigkeit, weitere Zeugen hinzuzuziehen. Wann das Verfahren neu begonnen werden und wie lange es sich dann hinziehen könnte, ließ die Richterin offen.

2018 - Prozeßpause

Am 9. Oktober 2018 heißt es dann in der "Thüringer Allgemeinen" (Hanno Müller):

(Es) ist unklar, ob und wann der Prozeß weitergeht. Wie ein Sprecher des Landgerichtes auf Nachfrage mitteilte, warte man auf zwei wichtige Gutachten. (...) Im Falle einer Verurteilung drohen der Angeklagten schlimmstenfalls 15 Jahre Haft, bis zum Prozeßbeginn im September 2017 saß sie bereits fast 10 Monate in Untersuchungshaft. (...)
In den Prozeß hatte sich auch die Initiative „False Memory Deutschland“ (Arbeitsgemeinschaft gegen falsche Mißbrauchserinnerungen) eingeschaltet, die Kerstin Schön vorwirft, mittels fingierter Vorwürfe gegen Manfred K. und weitere Männer diesen bewußt bedrängt und eingeschüchtert zu haben. Dagegen beharrte Schön darauf, in der Ottermühle der Familie lediglich bei der Aufarbeitung ihrer schwierigen Vergangenheit geholfen zu haben.
Um welche zwei Gutachten es geht, sagte der Geraer Gerichtssprecher nicht. Offen geblieben war im Verfahren von 2017 etwa die Frage nach der Vernehmungsfähigkeit von Manfred K. und Tochter Traudel K.. Auch zum Fortgang der Ermittlungen gab es keine Auskünfte.  Im Verfahren von 2017 ging es nur um die Vorwürfe gegen Kerstin Schön. Der angebliche sexuelle Mißbrauch durch Manfred K. und andere spielte im Geraer Prozess keine Rolle. 

Soweit übersehbar, scheint also alles offen zu sein. Zu Gerichtsverfahren wegen sexueller Gewalt gegen die genannten beteiligten Personen scheint es bislang nicht gekommen zu sein, obwohl dafür stundenlange, auf Video aufgenommene Zeugenaussagen vorliegen. Dumpf spürt man aus allem hindurch die ungeheure Macht mehrgenerationaler, systematisch organisierter Sexsklaverei, die alle Bereiche der Gesellschaft horizontal und vertikal durchdringt, die eine juristische und öffentliche Behandlung ihrer Verbrechen zu verhindern trachtet und - womöglich - versucht, weitere mögliche Aufklärung auszusitzen.

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Literatur
(auf viele Artikel erhält man am besten Zugriff über Bildersuche "Ottermühle bei Liebschütz") 
  1. Schön, Kerstin: Zeitzeugen der Nation, Gedächtnis der Nation, Zeitzeugenportal, Aufnahmen aus dem Juni 2014, veröffentlicht 20.9.2016, https://www.zeitzeugen-portal.de/personen/zeitzeuge/kerstin_sch%F6n
  2. Schön, Kerstin: Eingemauert und was nun? Zeitzeugen der Nation, Gedächtnis der Nation, Zeitzeugenportal, 20.9.2016, https://www.zeitzeugen-portal.de/personen/zeitzeuge/kerstin_sch%F6n/videos/gyNeRR51YNU
  3. Schön, Kerstin: Der Mann mit den zwei Gesichtern. Zeitzeugen-Portal, 20.09.2016, https://www.zeitzeugen-portal.de/videos/W1j9tWr4sow,
  4. Schön, Kerstin: Wahrworte und Wahrzeichen mütterlicher Kraft. 2008
  5. Schön, Kerstin: Immer wieder lieben - Die Kraft und die Weisheit der Mütterlichkeit. 2008
  6. Schön, Kerstin: Segen so tief wie  die Seele. 2010
  7. Schön, Kerstin: Licht & Schatten um 2012 -  Weissagungen und Wissen für die Zeit des Wandels. 2010
  8. Schön, Kerstin: Ich will meine Wahrheit mit Freude leben - Mein Leben begann erst mit dem Brustkrebs. 2011
  9. Müller, Hanno: Fünf Frauen forderten die Stasi heraus: Film "Zivilcourage" in Erfurt. Thüringer Allgemeine, 3.10.2013, https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/kultur/detail/-/specific/Fuenf-Frauen-forderten-die-Stasi-heraus-Film-Zivilcourage-in-Erfurt-1931754756 
  10. Erfurt: Film "Zivilcourage" würdigt den Mut von fünf Frauen - Dem Frauen-Quintett, das am Morgen des 4. Dezember 1989 im Trabi loszog, um der Vernichtung von Stasi-Akten in der Andreasstraße entgegenzutreten, hat Diethard Klante ein filmisches Denkmal gesetzt. Thüringische Landeszeitung, 4.10.2013, https://erfurt.tlz.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Erfurt-Film-Zivilcourage-wuerdigt-den-Mut-von-fuenf-Frauen-391156168
  11. Freeman Dirk im Gespräch mit Rakuna und Anomatey über die Kraft der Kreise. Videokanal Sejalina1, 15.09.2014, https://youtu.be/GFA6nSZKfaw (zu Freeman Dirk s.a. hier: https://www.youtube.com/channel/UCx_OrfvgkETw7KBxuZg3Qfw/featured)
  12. Goldberg, Henryk: Geschwister May aus Erfurt und das Versagen des real existierenden Rechtsstaates. In: Thüringer Allgemeine, 20.8.2015, https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Geschwister-May-aus-Erfurt-und-das-Versagen-des-real-existierenden-Rechtsstaates-757595381
  13. Hagen, Peter: Mysteriöse Vorgänge in der Ottermühle enden mit Razzia: Prozessauftakt gegen Nervenärztin, Ostthüringer Zeitung, 1.9.2017, https://www.otz.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Mysterioese-Vorgaenge-in-der-Ottermuehle-enden-mit-Razzia-Prozessauftakt-gegen-222673617 
  14. Müller, Hanno: Prozessauftakt gegen Nervenärztin: Was geschah wirklich in der Ottermühle? Ab Montag steht in Gera die Ärztin und Bürgerrechtlerin Kerstin S. vor Gericht. Vorgeworfen werden ihr Freiheitsberaubung, Nötigung und Diebstahl. Ihr Umfeld weist dies zurück. In: Thüringer Allgemeine, 1.9.2017, https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Prozessauftakt-gegen-Nervenaerztin-Was-geschah-wirklich-in-der-Ottermuehle-525681030
  15. Matthias Thüsing und Rainer Erices: Landgericht Gera - Ärztin wegen Geiselnahme vor Gericht. MDR, 3.9.2017, auf: http://ungeloeste-kriminalfaelle.forumprofi.de/aktuelle-prozesse-v-mordfaellen-sexualdelikten-und-f65/landgericht-gera-%C3%84rztin-59-wegen-geiselnahme-vor--t6822.html
  16. Wichmann, Martin: Psycho-Ärztin vor Gericht, 4.9.2017, https://www.bild.de/wa/ll/bild-de/unangemeldet-42925516.bild.html
  17. Müller, Hanno: Prozeß gegen Thüringer Ärztin. Anwalt spricht von Gehirnwäsche. Ostthüringer Zeitung, 22.9.2017 (auf Pressreader.com)
  18. dpa: Ärztin nimmt Geiseln und lässt sie Missbrauchsfilme anschauen. Thüringen24, 25.9.2017, https://www.thueringen24.de/thueringen/article212043363/Aerztin-nimmt-Geiseln-und-laesst-sie-Missbrauchsfilme-anschauen.html 
  19. Zahlreiche Presseartikel bis 25.9.2017, https://www.false-memory.de/aktuell/presse/
  20. Müller, Hanno: Prozess gegen Thüringer Ärztin: Das sagt die Angeklagte - In einer ausführlichen Erklärung widerspricht Kerstin S. vor dem Landgericht den gegen sie erhobenen Vorwürfen - hier eine Übersicht. 9.11.2017, https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Prozess-gegen-Thueringer-Aerztin-Das-sagt-die-Angeklagte-1120694797 (meist nur gegen Bezahlung)
  21. Geiselnahme-Prozess gegen Ärztin vor Gericht in Gera geplatzt Erheblicher Ermittlungsbedarf und die Notwendigkeit weitere Zeugen hinzuziehen lassen den Prozess platzen. 14. 11. 2017, https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Geiselnahme-Prozess-gegen-Aerztin-vor-Gericht-in-Gera-geplatzt-2012131423 (nur gegen Bezahlung)
  22. Müller, Hanno: Geiselnahme-Prozess gegen Ärztin - das Gericht wartet auf zwei Gutachten - Es steht noch kein Termin für die Fortsetzung des Prozesses gegen die Ärztin und ehemalige Bürgerrechtlerin fest. Thüringer Allgemeine, 9.10.2018, https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Geiselnahme-Prozess-gegen-Aerztin-das-Gericht-wartet-auf-zwei-Gutachten-222962264
  23. Fikentscher, Anneliese: Politische Morde und Fälle, bei denen ein politischer Mord nicht auszuschliessen ist. Auf: Arbeiterfotografie.com
  24. Bading, Ingo: Der Fernsehfilm "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" - Hat er etwas Positives bewirkt?, GA-j!, 11. August 2017, https://studgenpol.blogspot.com/2017/08/staatsraison-in-deutschland.html

Freitag, 11. August 2017

Staatsraison in Deutschland: International organisierte Pädokriminalität

Der Fernsehfilm "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" 
- 2016 wurde er ausgestrahlt, Millionen sahen ihn - Hat er eine grundlegende Wende herbei geführt?

Das "Erste Deutsche Fernsehen" machte am 20. Januar 2016 ganz Deutschland zum Mitwisser der pädokriminellen Eliten-Herrschaft - und nichts geschah und geschieht.

Ein heute öffentlich bekanntes, brutales Terrorregime im Innern vorgeblich "offener", "freier", "humaner" Gesellschaften

"Jagdgesellschaft", das heißt: Satanisten machen Jagd auf die von ihnen regierten Völker. Völker und Gesellschaften sind zur Jagdbeute von Satanisten geworden.

Am 20. Januar 2016 und an den Folgetagen geschah etwas sehr Bedeutsames in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. An diesem Tag wurde vom Ersten Deutschen Fernsehen und von der begleitenden Berichterstattung in den großen bundesdeutschen Medien als Tatsache hingestellt:

  1. Es besteht eine Verschwörung.
  2. Menschen auf höchster politischer Ebene sind darin verstrickt.
  3. Sie ist geheimgesellschaftlich organisiert.
  4. Sie ist international.
  5. Sie wird durch Pädokriminalität zusammen gehalten.
  6. Deutsche Innenminister auf Länderebene und ihre Staatssekretäre, sowie Richter, Staatsanwälte und höhere Polizeibeamte, Bauunternehmer vertuschen und decken diese Verschwörung als Überlebende, Mitwisser und Mittäter.
  7. Deutsche Politiker gehen in deutschen Wäldern mit dem Jagdgewehr zur Jagd auf Kinder und erschießen sie dabei.
  8. Und - - - die vielleicht wesentlichste transportierte Botschaft des Filmes: Der einzelne ist - angeblich - ohnmächtig gegenüber der Übermacht des/dieses - - - "Systems".

Alles das ist dargestellt in dem Fernsehfilm "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" (Wiki), der zum ersten mal am 20. Januar 2016 im Ersten Deutschen Fernsehen ausgestrahlt worden ist und über fünf Millionen Zuschauer hatte, und in der ihn begleitenden Presseberichterstattung (1-8). Auch auf Wikipedia heißt es inzwischen (31.3.22) (Wiki):

Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und thematisiert den Kinderhandel in Deutschland. (...) Eine Grundlage für das Drehbuch bildeten die Recherchen der Drehbuchautorin Ina Jung unter Beteiligten des "Sachsensumpfes".

Der Programmdirektor des ARD Volker Herres erklärte aus dem Anlaß der Erstaustrahlung als Erwartung und indem er auf den Vorgängerfernsehfilm "Operation Zucker" verwies, der im Januar 2013 ausgestrahlt wurde (Das Erste):

"Operation Zucker" hat 2013 für Diskussionen, auch auf politischer Ebene, gesorgt.

"Auch auf politischer Ebene". - Ein merkwürdiger Satz - angesichts der Dinge, die hier auf die Tagesordnung gesetzt worden waren. - Wo sonst als auf politischer Ebene? Die Erwartung, daß der Film "auch" auf politischer Ebene für Diskussionen sorgen würde, impliziert schon für sich die Erwartung, daß diese Diskussionen nicht sehr umfangreich sein werden. Und die Gründe sind ja implizit dann auch schon genannt dafür, daß diese Diskussionen nicht sehr umfangreich waren und sind.

Laß flattern deine schmutzige Fahne, Deutschland
Fotograf: NEUROtiker

Dabei wurde im Januar 2016 in den begleitenden Presseartikeln, die der Ausstrahlung voran gingen und ihr folgten (3-8), in allen großen deutschen Medien festgestellt und betont, daß alles das, was in diesem Fernsehfilm dargestellt wurde, im vollen Umfang der Wirklichkeit entsprechen würde. Nur der Ort und die dargestellten Personen - die Staatsministerien in Potsdam, der Innenminister des Landes Brandenburg, einer seiner Staatssekretäre und verschiedene Staatsbeamte, sowie ein ermordeter investigativer Journalist - wären als solche fiktiv. Sprich, es hätte auch jede andere bundesdeutsche Landesregierung als Ort der Handlung ausgewählt sein können und es kämen diverse investigative Journalisten infrage, die als Folge ihres Drängens von Mord bedroht sein können. Also Stuttgart, Wiesbaden, Mainz, Kiel, Hannover, Düsseldorf, München, Erfurt, Magdeburg, Schwerin, Saarbrücken, Bremen, Hamburg. Das ganze Land ist verseucht.

Man ist fast gezwungen, davon auszugehen, daß die fünf Millionen Fernsehzuschauer auf die Schnelle gar nicht mitbekommen haben, was sie da gerade mit angesehen hatten, daß sie da keineswegs gerade nur einen der üblichen Krimis gesehen hatten, sondern daß sie mit der größten Staatskrise der Bundesrepublik Deutschland seit ihrem Bestehen konfrontiert worden waren. Doch so ist das ja von allen Medien gar nicht vorbereitet gewesen und bewertet worden. Einigermaßen merkwürdig. Kann eine ganze politische Klasse nicht mehr klar denken?

Auch in der nachfolgenden Sendung bei Sandra Maischberger wurde noch einmal besonders betont, daß jeder Aspekt des Fernsehfilmes Tatsächlichkeit behandele. Ebenso wurde das in allen begleitenden Presseartikeln getan: Ja, das ist Wirklichkeit. Und das ist kein Grund, von der größten Staatskrise der Bundesrepublik Deutschland seit ihrem Bestehen zu sprechen?

Wir hier auf dem Blog stellen fest, daß mit diesen Feststellungen alle Zutaten beisammen sind, die man braucht, um zum Beispiel den Erlebnisbericht der Cathy O'Brien (geb. 1957) (Wiki), einer amerikanischen Regierungs-Prostituierten, für wahr halten zu können (9). Eine der "unglaublichsten", "unglaubhaftesten" Bestandteile dieses Erlebnisberichtes war bestimmt die Jagd auf nackte Mädchen im Wald durch regierende amerikanische Präsidenten. Aber in dem Film wird schon im Titel mit dem Begriff "Jagdgesellschaft" genau auf diesen fast noch unglaublichsten Inhalt des Berichtes von Cathy O'Brien als Tatsächlichkeit hingewiesen. Nicht in den fernen USA, nicht im "Bohemian Grove". Nein, hier, mitten in Deutschland, in deutschen Wäldern jagen deutsche Politiker minderjährige deutsche Kinder mit dem Jagdgewehr.

Die Tatsachen an sich, die wir hier auf dem Blog seit 2011 erörtern, werden also von den großen Medien nun gar nicht mehr geleugnet! Man darf sie nun gar nicht mehr Verschwörungsleugner nennen*). Der einzige Vorwurf, der ihnen noch gemacht werden kann, ist, daß die Bedeutung dieser Tatsachen für das Funktionieren einer Demokratie im Nachgang zu diesem Film auffallend wenig - nein: gar nicht - erörtert wurde. Für so blöd verkaufen sich Chefredakteure und Journalisten großer Tages- und Wochenzeitungen, für so blöd verkaufen sich Programmdirektoren, Filmemacher, naja: und Politiker sowieso.

An diesem Umstand ist erkennbar, daß dieser Film klar berechnete, bewußt zugelassene Transparenz darstellt, daß hier die bundesdeutsche Öffentlichkeit scheibchenweise zum Mitwisser von elitärer Pädokriminalität gemacht werden soll. Sie soll davon wissen - aber nicht aufmucken. Dabei wird auch im Fernsehfilm selbst ständig die Botschaft transportiert: Wer davon weiß und dagegen nicht handelt, macht sich mitschuldig. Also sind nun fünf Millionen Fernsehzuschauer mitschuldig gemacht worden. Das haben die Satanisten besonders gern. Andere Menschen mitschuldig machen zu können. Oh, sie lieben das. Sie werden es dem "Pack" schon ins Gesicht schreien, bei Gelegenheit: Regt euch mal nicht so auf. Ihr habt doch alles gewußt - . . . und habt uns trotzdem gewählt.

Der Fernsehfilm transportiert zwei Botschaften: 1. Diese Verbrechen exisiteren. 2. So ohnmächtig ist der einzelne, der sich als einzelner innerhalb des Systems dagegen auflehnt. Und das Entscheidende ist, daß dieser Ohnmacht im Vorlauf und Nachgang nirgendwo entschiedener widersprochen wird in den großen Medien. Überall wird hingegen der Ohnmacht selbst Ausdruck verliehen - ohne es freilich ganz offen zu sagen.

Das muß man nicht zur Staatsaffäre hochschaukeln, meine Herren, ich bitte Sie!

Die beiden Fernsehfilme an sich sind ohne Belang, ihre filmischen, künstlerischen, schauspielerischen, dramaturgischen Qualitäten oder Schwächen, all das ist ohne Belang. Von Belang ist, daß diese Filme ohne alle Frage "gewollte", "geduldete" "Transparenz" darstellen, beabsichtigte Transparenz. Daß man mit ihnen weiterhin auslotet, was man dem blöden Volk, dem "Pack" alles zumuten kann. Oh, man kann ihm viel zumuten, sehr viel. Alles, was bislang als üble Verschwörungstheorien entweder beschwiegen oder lächerlich gemacht wurde oder in abseitigen spät ausgestrahlten Fernsehdokumentationen behandelt wurde, was in abseitige Buchverlage abgeschoben wurde, wird in diesen beiden Fernsehfilmen der ARD und in den vielen begleitenden Presseartikeln nun wie selbstverständlich und nun plötzlich ganz ohne alles weitere kritische Hinterfragen vollumfänglich als bestehende Realität in Deutschland dargestellt. Letztlich wird es doch als nichts anderes als die bestehende Staatsräson in Deutschland dargestellt (was sonst?). Oder kann die Zusammenhänge niemand zu Ende denken?

Diese gewollte Transparenz hätte man auch anders haben können. Man hätte auf die Vorschläge und Ideen von Renate Rennenbach (SPD-Sektenbeauftragte des Deutschen Bundestages) hören können, parlamentarische Untersuchungsausschüsse einrichten können, Sonderkommissionen bei Polizei und Staatsanwaltschaft einrichten können, eigene Gesetze geben können zur Strafverfolgung von ritueller Gewalt und Pädokriminalität. Man hätte die Verjährungsfrist bei sexueller Gewalt aufheben können. All das war - ganz offensichtlich - politisch "nicht erwünscht". Es war auch nicht erwünscht vom "Perception Management" her.

Da hätten doch zu viele Menschen herkommen können und grundlegende politische Reformen fordern können, das politische System an sich infrage stellen können. All das kann - natürlich (ich bitte Sie, lieber Leser!) - nicht erwünscht sein.

Aber wie wäre es, wenn wir das Ganze in spannende, emotional aufwühlende Fernsehfilme verpacken mit einer Handlung, fokussiert auf einige, wenige Menschenleben vor allem im Ermittler-Bereich. Das klappte doch schon so gut in "Das Leben der anderen". Wenn wir das zerfahrene Leben einer Beamtin der deutschen, der Berliner Kriminalpolizei darstellen und ihren - erfolglosen - Kampf gegen "das System" in Deutschland, das das internationale System der Pädokriminellen ganz eindeutig schützt. Und man kann dann einmal bei Maischberger ein paar "Experten" und Überlebende über das Thema sprechen lassen. Man kann viele begleitende Presseartikel erscheinen lassen, die das Thema einerseits nicht mehr wegzudiskutieren versuchen, auch nicht zu verharmlosen suchen, die aber andererseits auch nicht gleich eine große Staatsaffäre daraus machen. Das wäre ja auch nun wirklich übertrieben. Und wenn wir so vorgehen, dann sind die deutschen, öffentlich-rechtlichen Medien doch ihrer Informationspflicht nachgekommen. Oder gibt es Zweifel?

Man staunt, was sich insbesondere der zweite Fernsehfilm "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" aus dem Jahr 2016 alles herausnimmt. Dem Innenminister eines deutschen Bundeslandes und seinem Staatssekretär wird unterstellt, Mitwisser, Vertuscher oder gar Mittäter von Pädokriminalität zu sein. Im ersten deutschen Fernsehen des Jahres 2016. Das ist in etwa so, wie wenn die Prawda unter Stalin Stalin selbst der Verbrechen angeklagt hätte. Ein hinkender Vergleich? Ich zeige Ihnen gleich, wer oder was hier hinkt, lieber, verdammter Leser!

Übrigens hat man von den von ARD-Programmdirektor Volker Herres (Das Erste) erwähnten "Diskussionen auch auf politischer Ebene" schlichtweg nichts gehört. Er sollte einfach einmal ein paar konkrete Belege geben, daß solche Diskussionen tatsächlich auf politischer Ebene stattgefunden hätten. Solche Belege sind - zumindest im Internet - nicht zu finden (oder ist der Autor dieser Zeilen zu blöd zum Finden?). Welcher Politiker hat sich zu diesem Fernsehfilm geäußert? Welcher? Warum hat man überhaupt als interessierter Bürger nicht schon ganz ohne viel Suchen von diesen so notwendigen Diskussionen "auf politischer Ebene" mitbekommen?

Da wird im zweiten Fernsehfilm "Operation Zucker - Jagdgesellschaft"  ein investigativer Journalist dargestellt, der Pädokriminalität in Berlin aufdeckt und eines Tages tot ist (ermordet ist). Dem Autor dieser Zeilen ist vor allem ein investigativer Journalist bekannt - Jürgen Roth (Wiki) - der zu elitärer ritueller Gewalt und Pädokriminalität in Berlin und Brandenburg recherchiert und veröffentlicht hat. Was Jürgen Roth wohl zu seiner eigenen Darstellung in diesem Fernsehfilm sagt? Wie er sich wohl gefühlt hat als er sich darin als Leiche sah? - - -

Und niemand sagt, daß es vor allem oder zumindest einen Innenminster gegenwärtig in Deutschland gibt, dem gegenüber der Vorwurf im Raum steht, Pädokriminalität im Bundesland Sachsen vertuscht zu haben, nämlich der heutige Bundesinnenminister (Stichwort "Sachsensumpf", siehe: Wiki) (10)? - - - Im Zusammenhang damit wurden übrigens auch schon ansatzweise die notwendigen politischen Diskussionen geführt. Erkannte doch Thomas de Maizière damals nach eigenen Worten, daß hier der Rechtsstaat, daß die freiheitlich-demokratische Grundordnung auf dem Spiel steht. Von solchen Diskussionen auf politischer Ebene rund um den Fernsehfilm hat man hingegen nichts gehört.

Natürlich, es gibt noch andere Journalisten, die auch recherchiert und veröffentlicht haben, viele andere. Einer sagte uns, daß er in Belgien zum Fall Dutroux recherchieren wollte, daß man ihm davon aber abgeraten habe, wenn ihm sein Leben lieb sei. - Und solche Verhältnisse gibt es in der freiesten Demokratie, die es je auf Erden gegeben hat? Und Stalin ist wirklich ganz, ganz weit weg?

Auch hinsichtlich der Vertuschung von Pädokriminalität, etwa in Sachsen - oder sagen wir: des Staatsterrorismus im Umfeld unter anderem des sogenannten NSU-Phänomens in allerhand Bundesländern - gibt es viele noch allerhand mehr investigative Journalisten außer Jürgen Roth, die dem Film als Vorbild gedient haben können. Und entsprechend gibt es auch sicher noch zahlreiche andere Innenminister und Staatssekretäre in Deutschland, die dem Film als Vorlage gedient haben können.

Solche Fernsehfilme sollen wohl die "Bürgernähe" der Politik vergrößern? Entschuldigung, man weiß sich nicht mehr anders zu helfen als mit Sarkasmus.

Was treibt Gabriela Sperl, die Filmemacherin an?

Hauptverantwortliche für beide Filme ist - nach den Presseberichten - Gabriela Sperl (geb. 1952). Ihr haben zahlreiche erfolgreiche, namhafte Schauspieler, Regisseure und Drehbuchautoren für diese beiden Filme zugearbeitet. Über sie wird gesagt (3) (David Denk, Süddt., 2015):

Im Austausch mit den Drehbuchautoren Friedrich Ani und Ina Jung habe sich dann die Geschichte herauskristallisiert. "Das ist nicht die Sorte Film, wo man einen Drehbuchauftrag vergibt und auf das Ergebnis wartet", sagt Sperl. Zwei Jahre lang recherchierten die Autoren intensiv - mit Folgen für alle Beteiligten: "Man macht nicht am Ende den Deckel drauf, und die Welt ist wieder in Ordnung", sagt Sperl.

Geben diese Worte ein außerordentliches Engagement wieder, wie es allein den hier bestehenden Sachverhalten angemessen wäre? Sonderbarerweise nicht. Von Sperl liest man an keiner Stelle im Internet etwa, daß sie massiv die Demokratie für gefährdet halten würde, das Funktionieren des Rechtstaates. Sie ist kein Wutbürgerin, nein, auch keine Zornbürgerin. Sie ist Filmemacherin, sie kippt auch bei großen Staatsaffären nicht aus ihren Schuhen. Die Produzentin Sperl spricht nicht aus innerster Empörung heraus. Sie spricht nicht aus Zorn heraus. Es ist das nicht sehr angenehm zu erleben und zu lesen, was über sie geschrieben wird in diesem Zusammenhang und mit welchen Nuancen sie sich äußert (3):

Die Produzentin glaubt daran, daß ihre Filme ein "Bewußtsein für Frauen- und Kinderschutz schaffen" können, sagt Gabriela Sperl, ein Bereich, in dem Deutschland immer noch der EU hinterherhinke. Darüber hinaus gehe es darum, "innerhalb der bestehenden Gesetze das Unrechtsbewusstsein weiter zu schärfen", ergänzt Sophie von Uslar.
Und um mehr geht es nicht? Mehr steht nicht auf dem Spiel? Und weiter (3):
Gabriela Sperl produziert Jagdgesellschaft im Auftrag von BR und ARD Degeto für Wiedemann & Berg Television. (...) "Man darf beim Thema Kinderprostitution in Deutschland nicht unterschätzen, daß man einen politischen Nerv trifft", sagt sie. Das weiß sie seit Operation Zucker. Sperl fühlte "fast eine moralische Verpflichtung", das Thema nicht ruhen zu lassen.

"Fast eine moralische Verpflichtung", "einen politischen Nerv". Wo wurde ein politischer Nerv getroffen? Woran hätte man das erkennen sollen? In welchem Innenministerium wurde man unruhig? Der Film ist unter "Geheimhaltung" gedreht worden deshalb. - Wer will einen hier für blöd verkaufen?

Man möchte doch wohl meinen, all das sind sehr eingeschränkte Ziele angesichts der Schrillheit der dargestellten Verbrechen und angesichts insbesondere der politischen Implikationen, die ihnen innewohnen. Anfang 2016 sagte Gabriela Sperl im Interview mit der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" (4):

Mit unserem ersten Film haben wir zwar einiges losgetreten, aber es hat sich auf Seiten der Gesetzgebung noch nichts verändert. Laut Unicef werden im Bereich Kinderhandel und Kinderprostitution jährlich Milliarden verdient. Und der ehemalige BKA-Präsident Ziercke sagt schon 2013, die Nachfrage steige exponentiell. An einem Phänomen, das nicht besser, sondern immer schlimmer wird, muß man dranbleiben, damit sich irgendwann etwas ändert. Wenn die Gesellschaft hinschaut, wird auch die Politik das tun.
"Irgendwann"? "Irgendwann"? Am Sankt-Nimmerleins-Tag? Und es geht um - - - "Hinschauen"? Wenn Politiker polizeiliche Ermittlungen gegen Pädokriminelle verhindern? Ich bitte Sie, Frau Sperl. Es geht doch nicht um "Hinschauen". Weiter im MAZ-Interview (4):
Frage: Wie haben Sie und Ihre Drehbuchautoren dieses heikle Thema recherchiert?
Schon die Frage: "Das heikle Thema". Was ist denn das für eine Frage? Heikel?
Sperl: Ina Jung hat ja ein Buch über das 2001 in Lichtenberg verschwundene Mädchen Peggy geschrieben.
Ja: Vermutlich ein "heikles" Thema. Nicht wahr? Das hier erwähnte Buch erschien im Jahr 2013 (11). In ihm fällt auf den bayerischen Innenminster Günther Beckstein (geb. 1943) (Wiki) - - - kein gutes Licht. Der Fernsehfilm "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" handelt also indirekt von Leuten wie Günther Beckstein darf man schlußfolgern. Gabriela Sperl hat also für den Fernsehfilm insbesondere mit Ina Jung zusammen gearbeitet, wenn man ihre Worte recht versteht, sagt sie doch über Ina Jung (4) (Hervorhebung nicht im Original):
Da gab es viele Anknüpfungspunkte, Kontakte und Quellen, die sie genutzt hat. Eineinhalb Jahre hat die Recherche insgesamt gedauert. (...) Uns haben das Kriminalisten immer wieder bestätigt: Je höher jemand in der Gesellschaft angesiedelt ist, desto weniger wird er verfolgt. Die halten alle dicht, vor allem auch, weil sie ihren jeweiligen Berufsstand schützen wollen. Es geht dabei nicht um den Einzelnen, sondern stets um das Image von ganzen Berufsgruppen. Denken Sie nur an die Regensburger Domspatzen, 700 Fälle sind Jahrzehntelang unter den Teppich gekehrt worden. Das schadet der Kirche insgesamt viel mehr, als gegen Verfehlungen hart vorzugehen und die Täter zu bestrafen.
Auffallend dieser Bezug zum pädokriminellen System katholische Kirche. Für den "Berufsstand" des Politikers gibt es also ein ähnliches - - - "System" - ? - Ach so! Nein, das ist gewiß kein Skandal, keine Staatsaffäre, gewiß nicht. Daß Politik, "demokratische", "rechtsstaatliche" wohlgemerkt, heute so funktioniert wie das System Kirche, dieses furchtbare, zutiefst mittelalterliche. Und weiter (4):
Frage: Die Kommissarin Wegemann, die Nadja Uhl spielt, redet von einem Täterschutzland ... 
Sperl: Wegemann als Figur bringt damit Dinge auf den Punkt, die das Publikum aufrütteln sollen.
"Die das Publikum aufrütteln sollen". Was für ein Satz. Monströs fast jede Äußerung, die zu diesem Thema fällt. In sich widersprüchlich alles, was gesagt wird, wenn sich ein politisches System einmal so weit von einem bislang wahrgenommenen "Normalzustand" entfernt hat. Sperl weiter (4):
Heiko Maas, der Justizminister, ist an der Veränderung des Sexualstrafrechts.
Aha?!! Haha. Er ist dran an ihr? Ach ja? Ach ja? Seit wie vielen Jahren sind er und seine Vorgänger "dran" an dieser Veränderung. Oh, du meine Güte. Sperl säuselt - gänzlich ohne Zorn - weiter (4):
Aber da gibt es noch viel zu tun. Die Kinder, die sexueller, psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt sind, geraten nicht ins Blickfeld, die meisten Fälle kommen niemals zur Anzeige.
Was hier gesagt wird. Oh, du meine Güte, du meine Güte. Und weiter (4):
Frage: Was ist zu tun?
Sperl: Eine Anzeigepflicht von Gewaltdelikten gegenüber Kindern wäre ein erster, sehr hilfreicher Schritt. Therapeuten, Ärzte, Anwälte würden - wie zum Beispiel in Frankreich oder Österreich - ihrer Schweigepflicht entbunden und ihre Zulassung verlieren, wenn sie Übergriffe nicht melden. 
Ein erster Schritt! Ein erster Schritt. Ein eeeeeeeeerster Schritt. Und welches wäre der Foooooolgeschritt? Und welches die naaaaaaaachfolgenden Schritte? Aber noch einmal: Welches Publikum wurde denn wann, wie und wo aufgerüttelt? Wo sich doch alle, die sich zum Thema äußern, selbst schon so unglaublich wenig - - - "aufgerüttelt" wirken? An anderer Stelle sagte Gabriela Sperl (Das Erste, wohl 2016):
Wir sind dankbar, daß uns die ARD, hier der BR und die ARD Degeto, für Filme, die dieses Verbrechen ins Bewußtsein bringen, Finanzierung und eine Plattform bieten. Wir brauchen die Zuschauerinnen und Zuschauer im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Kindern. In einem der reichsten und freiesten Länder der Welt darf es das nicht geben. Wir dürfen kein Täterschutzland sein, sondern müssen ein Land sein, das die Opfer schützt. Vor allem unsere Kinder.

Spürt man das Formelhafte in diesen Worten? Den .... "Leerlauf"? Sagen diese Worte nicht mit jeder Nuance: Alles soll so bleiben wie es ist???

"Der geheimgesellschaftlich organisierte Zusammenschluß der Täter"

Die einzige Frage, die zu stellen ist, ist diese: Wie kann erreicht werden, daß solche Worte eben nicht leere Formeln bleiben? In der FAZ wurde Anfang 2016 anläßlich der Erstausstrahlung des Fernsehfilmes "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" in jeder zweiten Zeile betont, daß das in dem Spielfilm Dargestellte Wirklichkeit ist (5):

Alles, was hier dargestellt wird, beruht auf sorgfältigen Recherchen. Es sind keine fiktiven Fälle und Hintergründe, welche die Produzentin Gabriela Sperl zunächst mit Rolf Basedow und Philip Koch, nun mit den Autoren Friedrich Ani und Ina Jung zu einem Dossier der Schande zusammengetragen hat.
Ähm, und dann noch mal eine andere Frage: Ein solches Dossier müssen Fernsehjournalisten zusammen tragen? Schon dieser Umstand ist doch ein Zeichen dafür, daß unsere Demokratie, unser Rechtsstaat nicht funktionieren, daß in unserem Staat etwas kraß daneben liegt. Der Umstand nämlich, daß Innenministerien selbst nicht solche Dossiers zusammenzutragen scheinen. Oder Bundes- oder Landesämter für "Verfassungsschutz". Gegenfrage: Wie sollen die über sich selbst ermitteln? Weiter (5):
Kinderhandel ist ein lukrativer Wirtschaftszweig, wie Waffen- und Drogenhandel. Deutschland ist einer der besten „Absatzmärkte“. Besonders schwierig zu verfolgen und nachzuweisen sind die abscheulichen Verbrechen, die Erwachsene an den Wehrlosen begehen.
Na, nur gut, daß das - angeblich - so "besonders schwierig zu verfolgen und nachzuweisen" ist. Nur gut, oder? Wenn der politische Wille zur Verbrechens-Aufklärung und -Prävention wirklich vorhanden wäre, kann das doch nicht "schwierig" sein. Man wird doch wohl bitten dürfen. Man verbarrikadiert sich hinter Adjektiven wie "schwierig". Warum wird die Forderung des Journalisten Guido Grandt in der Politik nicht aufgenommen, daß Politiker ihre Mitgliedschaften in allen geheimen Gesellschaften angeben müssen? Warum wird nicht massiv über das Wirken satanismusnaher Geheimgesellschaften aufgeklärt so wie hier auf dem Blog seit 2011? Warum wird den Hinweisen nicht nachgegangen, daß viele Überlebende sexueller und ritueller Gewalt weltweit und unabhängig voneinander davon sprechen, daß diese sich im Umfeld oder innerhalb der Freimaurerei und des Jesuitenordens abgespielt habe? Aber nein, man schiebt es auf die Kinder, die Überlebenden. Die "Schwierigkeit" läge vor allem ... (5)
... an der Traumatisierung und Konditionierung der Opfer oder ihrer völligen Hilflosigkeit und an der Vernetzung und am geheimgesellschaftlich organisierten Zusammenschluß der „Täter“.
Immerhin, da ist ja dann offenbar doch einmal die Hauptschwierigkeit offen genannt: Der geheimgesellschaftlich organisierte Zusammenschluß der Täter. Also muß man sich doch endlich einmal mit diesen Geheimgesellschaften befassen, von denen auch die Überlebenden wieder und wieder sprechen. Warum wird nicht klar gesagt (wie hier auf dem Blog schon 2012), daß es sich hier um eine "Zombifizierung der Politik durch Okkultlogen" handelt? Warum wird nicht klar darauf hingewiesen, daß auch Geheimdienste geheimgesellschaftlich organisiert sind? Weiter (5):
Bis in höchste Kreise weisen die Spuren, die Täter sind Juristen und Politiker, vielleicht Minister, Arbeitgeber, Ärzte und sonstige Honoratioren. Mehr als die Hälfte von ihnen ist, so sagen Statistiken, nicht pädophil. Es geht um Macht und Kontrolle, um die Erniedrigung eines Mädchens oder Jungen zur Ware.
Dieser Satz ist geradezu verräterisch: "Mehr als die Hälfte von ihnen ist, so sagen Statistiken, nicht pädophil." Kraß. Darf man diese Statistiken einmal einsehen? Darf man einmal erfahren, aufgrund welcher Daten-Erhebungen sie erstellt worden sind? Wie kann man so genaue Aussagen über den Täterkreis machen, wenn man ihn nicht sehr genau kennt? Dieser Satz klingt wie eine Entschuldigung. Als ob hier ein Täter von seinen eigenen Taten spricht. Ja, so etwas mache ich. Aber: Nein, ich bin nicht pädophil, das müssen Sie wirklich nicht von mir denken. Und warum geht es dann um Erniedrigung? Weil man - als Satanist - das regierte Volk, das "Pack", insgesamt zur Ware erniedrigen will. Was sonst. Hört doch endlich auf, Bürger, denkt doch die Dinge zu Ende. Und weiter über den Fernsehfilm (5):
Nun sieht man, wie die Frau des brandenburgischen Bauunternehmers Kai Voss (Sebastian Hülk), Helen Voss (Jördis Triebel), die zehnjährige Lucy herrichtet, bevor sie in den Kofferraum des Geländewagens von Voss krabbelt, um von ihm zum Sex
nein, falsch formuliert, liebe Journalisten: ... um von ihm zum Verbrechen ...
mit einem Mann ausgeliefert zu werden. "Lebendpizza" heißt diese Art der Bereitstellung der "Ware" im Jargon. (...) Undurchsichtig bleibt der Innenminister (Matthias Matschke), sein Staatssekretär (Robert Schupp) zählt zum Kreis der Kinderschänder.

Man kommt aus der Atemlosigkeit schlichtweg nicht mehr heraus. Hier wird der Begriff "Lebendpizza" in einem deutschen Fernsehfilm, der am 20. Januar 2016 vor fünf Millionen Zuschauern ausgestrahlt worden ist, verwendet. Und in der Öffentlichkeit wird gehöhnt und geulkt, als nur wenige Monate später in den USA von einem "Pizzagate" (Wiki) die Rede ist, und "naive" Bürger glauben, hier sei an "Verschwörungstheorien" etwas dran. Völlig lächerlich, nicht wahr, daß naive Bürger soooooo etwas glauben! Völlig naiv! Da sieht man mal wieder, wohin die Verschwörungstheorie-Szene einen bringen und verleiten kann. Nicht wahr? Dabei: Gerade dieser Fernsehfilm hatte erst wenige Monate zuvor vollumfänglich die gänzliche Plausiblität des im Pizzagate Behandelten - schon von der Wortwahl her (!!!) - nahegeleg. Deutschland, Du Täterland, Du bist so was von bescheuert, so bescheuert, daß es nur so kracht.

Im Staat Friedrichs des Großen wäre das, was heute geschieht, unmöglich gewesen

Schon der deutsche Fernsehfilm "Operation Zucker" aus dem Jahr 2012 (1), der am 16. Januar 2013 auf dem Fernsehsender "Das Erste" ausgestrahlt wurde und dabei über sechs Millionen Zuschauer hatte (Wiki), hätte ein politisches Erdbeben in Deutschland auslösen müssen. Jede andere Wirkung dieses Filmes ist den in diesem Film dargestellten Inhalten nicht angemessen. Weil jede andere Wirkung dieses Filmes die Verbrechen perpetuiert, die Widerstandskraft des Volkes gegen diese Verbrechen weiter erlahmen läßt und den früheren und gegenwärtigen Leidtragenden dieser Verbrechen so gut wie alle Hoffnungen auf Frieden, Genugtuung und Gerechtigkeit nimmt. Weil auch die Täter selbst, die oft von Geburt an in diese Systeme hinein geboren werden, kein Mut und keine Kraft eingeflößt wird, aus diesem System auszubrechen und dafür vorzubereitende Aussteigerprogramme zu nutzen. Letztlich besteht fast die größte Gefahr solcher Fernsehfilme darin, daß die heutige Aufklärung über solche Verbrechen mehr dahin wirkt, daß die modernen Gesellschaften diese Verbrechen als etwas nicht Auszurottendes dulden und hinnehmen als daß sie jenes politische Erdbeben auslösen, das erforderlich ist, um solche Verbrechen unmöglich zu machen.

Warum wird über solche Verbrechen, die ein eindeutiger Indikator sind für die moralische Zersetzung unseres Gemeinwesens und für das Nichtfunktionieren des Rechtsstaates und der Demokratie überhaupt ausgerechnet und vornehmlich mit Hilfe eines Fernsehfilmes aufgeklärt? Warum hat nicht längst zuvor die Politik die Aufklärung dieser Verbrechen zur Chefsache erklärt, weil sie ja viel früher von ihnen erfahren hat und haben muß? Ist nicht dieser Befund allein schon ausreichend, um festzustellen, daß die Mehrheit der Spitzenpolitiker Pädokriminalität als Mitwisser vertuschen?

Das Entscheidende an dem Film ist, daß er - weithin unwidersprochen - davon ausgeht und darstellt, daß Rechtsbeugung mitten in Deutschland stattfindet, weil die Verbrecher in den Staatsanwaltschaften selbst sitzen, weil die Verbrecher Politiker sind, die wir auf Wahlplakaten sehen und wählen sollen. Das stellt dieser Fernsehfilm als Wirklichkeit in Deutschland dar und er löst damit kein politisches Erdbeben in Deutschland aus. Und damit sagen dieser Film und seine Wirkung schon alles über den politischen Zustand Deutschlands, ja, über das in der hiesigen Bevölkerung ausgeprägte Gefühl für Rechtsstaatlichkeit, Recht, Moral und Widerstandspflicht. Aber nicht nur Deutschlands, sondern der ganzen Nordhalbkugel und damit der Erde insgesamt.

Eine Demokratie, ein Rechtsstaat, die nicht schon auf die leiseste Andeutung des Bestehens solcher Verhältnisse - wie in diesem Film dargestellt - mit dem größten politischen Erdbeben ihrer Geschichte reagiert, sind das, was sie von sich selbst behaupten und nach außen von sich darstellen, nicht mehr. Waren sie es je? Und die so gepriesene verantwortungsvolle Bürgergesellschaft existiert gar nicht. Und der Schulunterricht, der uns einstmals zu "aufgeklärten", selbstbewußten Bürgern dieses Staates erziehen sollte, er war einfach gelogen und verlogen. Wir leben in einem Meer von Lüge.

Der Vorwurf "Lügenpresse" stimmt schon deshalb, weil in den etablierten Medien nicht jeden Tag mit dicken Lettern auf diese völlig unhaltbaren Zustände in Deutschland hingewiesen wird solange bis sie abgestellt sind. Eine Presse, die das nicht tut, küngelt und kooperiert vielmehr mit den vorliegenden Verhältnissen. Sie setzt die Prioritäten absolut falsch. Sie ist keine freie Presse. Sie ist eine erstunkene und erlogene Presse.

Um einmal einen historischen Vergleich zu bemühen: Kann man sich vorstellen, daß Zusammenhänge, wie sie in diesem Fernsehfilm dargestellt werden, im Staat Friedrichs des Großen der Öffentlichkeit bekannt geworden wären, ohne daß es zu einem politischen Erdbeben gekommen wäre wie wir es aus der Geschichte im Grunde noch gar nicht kennen? Kann man sich das vom Staat Bismarcks vorstellen? Otto von Bismarck wäre über das Wissen um solche Verbrechen hinweg zur "politischen Tagesordnung" zurückgekehrt, anstatt sie sofort zur Chefsache erklärt zu haben und auf das Schärfste politisch, juristisch und polizeilich verfolgen lassen? Ebenso Friedrich der Große? Es ist nicht bekannt, daß in früheren Jahrhunderten in einem Staat Verbrechen von einem solchen Ausmaß und von einer solchen Bedeutung öffentlich bekannt geworden sind, die dann nicht sofort scharf und nachhaltig bekämpft worden wären.

(Daß übrigens schon auf den ersten der beiden Fernsehfilme "Operation Zucker" bislang nicht in dem hier erörterten Sinne hingewiesen worden war hier auf dem Blog (außer 12, 13), lag einfach daran, daß der erste der beiden Fernsehfilme im Internet bis 2016 - offenbar - nicht frei zugänglich war, jedenfalls wußte der Bloginhaber nicht, daß er es doch schon war.  ... Angesichts der Bedeutung des hier Geschehenden erscheint uns diese Erklärung notwendig. Denn JEDER ist verpflichtet, vollumfänglich mit seinen Mitteln Aufklärung zu treiben, so schnell und so nachhaltig wie möglich. JEDER.)

Der Mainstream übernimmt die Kernthemen der alternativen Öffentlichkeit - und niemand merkt es

Zumindest für den vorliegenden Blog sind damit - der Sache nach - alle seine wichtigen Themen seit etwa 2011 in den öffentlich-rechtlichen Medien und in der großen Presse angekommen. Im Prinzip werden sie dort nicht mehr geleugnet und vertuscht, sie werden nicht nur mehr beschwiegen. Und es ist sehr bedauerlich, daß genau dieser Umstand scheinbar von der gesamten deutschen alternativen Öffentlichkeit übersehen worden ist.

Der in vielen von ihm behandelten Themen sehr schätzenswerte Blog "Filmdenken" von Daniel Hermsdorf liefert zu dem Suchwort "Operation Zucker" gar kein Ergebnis. Jürgen Roth, Thilo Jung, Ken Jebsen, Gerhard Wisnewski, Wolfgang Eggert, Alexander Benesch, Andreas Popp - niemand scheint sich - nach dem ersten Durchsehen von Suchmaschinen-Ergebnissen - zu diesem Film geäußert zu haben. Auf den ersten Blick jedenfalls findet man nichts. Innerhalb der alternativen Öffentlichkeit haben diese beiden Fernsehfilme und ihre Implikationen keinerlei Erörterungen ausgelöst. Auch Guido Grandt scheint sich zu dem Film selbst nicht ausführlicher geäußert zu haben. (Er hätte es auch am wenigsten nötig, schließlich hat er zu genau diesem Thema genug publiziert.) Auch auf der "netzwerk b"-Seite scheint sich niemand zu diesen Fernsehfilmen geäußert zu haben. Immerhin hat Andrea Sadegh angemessen kritisch Stellung genommen (17). (Die Internetseite von Andrea Sadegh scheint überhaupt viele, wertvolle Auskünfte, auch zu Forschungsstudien zu enthalten.) Und ein "nereus" stellt auf dem "Gelben Forum" die tatsächlich zu stellende Frage (14): "Warum gerade jetzt?" - gemeint: Warum gerade jetzt die Produktion und Ausstrahlung dieses Filmes mit fünf Millionen Zuschauern? Sollen wir jetzt alle zu lammfrommen Mitwissern gemacht werden? Das wäre meine Vermutung. "nereus" allerdings gibt auf seine Frage keineswegs eine besonders hintergründige Antwort.

Diese beiden Fernsehfilme fordern notwendigster Weise die breiteste denkbare Erörterung in der Öffentlichkeit heraus. JEDER deutsche Politiker hat zu den hier dargstellten Inhalten verbindlich und klar Stellung zu nehmen. JEDER. Und die Deutschen dürfen nichts anderes tun, als das "Establishment" JEDEN Tag auf diese Zustände hinzuweisen. Was sonst sollte Sinn machen?

Abb. 2: Herkules im Kampf mit der Hydra (von Antico, um 1490)

[13.1.2022] Es besteht also sehr viel Anlaß, sich bewußt zu machen, was soeben die archäologische Forschung heraus bekommen hat (18): Der Kampf des Herkules mit dem Löwen war kein Mythos. Nach der Eiszeit ist zwar der Höhlenlöwe in Europa ausgestorben. Der Afrikanische Löwe lebte jedoch noch mindestens bis zum Ende der Bronzezeit in Ungarn, der Ukraine, in Rumänien, Bulgarien und in Griechenland. Sogar in der Heimatstadt des Herkules, in Tyrinis, sind schon vor Jahrzehnten Löwenknochen gefunden worden. Dennoch zögerten die Archäologen lange mit der Einsicht, daß der Kampf des Herkules mit dem Löwen kein Mythos gewesen sein muß. Um so mehr Knochen von Löwen sich angefunden haben in den genannten Ländern, um so mehr sind sie gezwungen, das anzuerkennen. Zumal es auch vielfache authentische Darstellungen von Löwen in der mykenischen, bronzezeitlichen Kunst gibt. Und spätestens mit der Fernsehfilm-Doku "Operation Zucker - Jagdgesellschaft" ist die Frage aufgeworfen, ob es überhaupt jemals ein Zeitalter auf Erden geben wird, in denen es keine Raubtiere gibt. Und in denen deshalb kein Herkules von Nöten wäre. (Ob ein solcher Herkules allerdings ausgerechnet auf Anti-Corona-Demo's zu finden sein könnte, könnte ebenfalls in Zweifel stehen.)


/ noch mal leicht überarbeitet: 11.4.2018,
erneut leicht überarbeitet: 25.8.2019
Ergänzungen: 13.1. und 31.3.2022 /

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*) [Ergänzung 11.2.2018] Nach mehrfachen Nachfragen eine kleine Begriffsgeschichte zu dem schönen Begriff "Verschwörungsleugner". Dieser Begriff wurde 2014 von Olav Müller (SPD Offenbach) auf einer Montagsdemonstration am Brandenburger Tor benutzt (da war er für den Verfasser dieser Zeilen zum ersten mal zu hören). Er war aber - wie Internetrecherche ergibt - schon 2012 von Andreas Popp benutzt worden (Wissensmanufaktur 2012). Auch Andreas Popp hatte den Begriff wohl nur aus dem Englischen übernommen, denn dort wurde er beispielsweise 2010 auf Alex Jones' "Infowars"-Portal von einem Paul Joseph Watson benutzt als "conspiracy denial" (Infowars 2010). Aber auch von ihm stammt dieser Begriff nicht, denn er wurde schon spätestens 2003 in der 9/11-Wahrheitsbewegung von Jerry Russell und Richard Stanley benutzt (Aufsatz "The Roots of Conspiracy Denial - A review of Daniel Pipes' "Conspiracy: how the paranoid style flourishes and where it comes from" ") (911-Strike, 2003). Soweit eine kurze Recherche. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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  1. Operation Zucker. 90 Minuten, ARD und Bayerischer Rundfunk, 2012, Fernseherstausstrahlung Januar 2013, https://www.youtube.com/watch?v=XD0A74UuwPw, https://www.youtube.com/watch?v=pbmBkDl9C0o
  2. Operation Zucker - Jagdgesellschaft. ARD, 2016, Fernseherstausstrahlung Januar 2016, https://www.youtube.com/watch?v=COxUhN0PZEc
  3. Denk, David: Fortsetzung zum Missbrauchsfilm "Operation Zucker" Dreharbeiten unter Geheimhaltung. Süddeutsche Ztg., 22. Mai 2015, http://www.sueddeutsche.de/medien/spielfilm-im-verborgenen-1.2488545
  4. Palma, Claudia: Film über Kindesmissbrauch in Deutschland. MAZ, 18.1.2016, http://www.maz-online.de/Nachrichten/Kultur/Film-ueber-Kindesmissbrauch-in-Deutschland
  5. Hupertz, Heike: Was Kinderschänder anrichten Der Film „Operation Zucker. Jagdgesellschaft“. In: FAZ, 20.01.2016, http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/der-ard-film-operation-zucker-jagdgesellschaft-14023177.html
  6. Ehrenberg, Markus: Was an dem ARD-Film über Kindesmissbrauch wahr ist. In: Tagesspiegel, 2016, http://www.tagesspiegel.de/medien/operation-zucker-was-an-dem-ard-film-ueber-kindesmissbrauch-wahr-ist/12860068.html
  7. Meinholz, Viktoria: Kinderprostitution - die Realität ist schlimmer als jeder Film. In: Stern, 21.1.16, http://www.stern.de/familie/leben/operation-zucker-zweiter-teil-bei-kinderprostitution-ist-die-realitaet-schlimmer-als-jeder-film-6659484.html
  8. Hickisch, Astrid: "90 Prozent der Täter sind Männer" - Produzentin Gabriela Sperl und "Operation Zucker". BR, 09.01.2013, http://www.br.de/themen/kultur/inhalt/gesellschaft/operation-zucker-hintergrund-100.html; zugehöriges Interview: http://www.br.de/mediathek/video/video/a-interview-gabriela-sperl-100.html
  9. Bading, Ingo: CIA-Sexsklavinnen für Spitzenpolitiker? Angela Lenz und Jessie Marsson in Deutschland - Cathy O'Brien in den USA. Auf: GA-j!, 2. März 2011, http://studgenpol.blogspot.de/2011/03/cia-sexsklavinnen-fur-spitzenpolitiker.html
  10. Bading, Ingo: Thomas de Maizière - ein Minderjährigenbordell-Vertuscher - Treten Sie zurück, Frau Angela Merkel - und mit Ihnen Ihr ganzes gräuliches Kabinett! Auf: GA-j!, 5. März 2011, http://studgenpol.blogspot.de/2011/03/thomas-de-maiziere-ein-kinderbordell.html
  11. Jung, Ina; Lemmer, Christoph: Der Fall Peggy. Die Geschichte eines Skandals. 2013; Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=v_DVTu6hxj0
  12. Bading, Ingo: "Operation Zucker" - Jessie Marsson hat recht Zumindest in einigen seiner sehr konkreten und ungewöhnlichen Behauptungen. Auf: GA-j!, 14. September 2013, http://studgenpol.blogspot.de/2013/09/operation-zucker-jessie-marsson-hat.html
  13. Bading, Ingo: Elitärer Satanismus im Ersten Deutschen Fernsehen Sandra Maischberger nimmt sich des Themas rituelle Gewalt an Kindern an. Auf: GA-j!, 22. Januar 2016, http://studgenpol.blogspot.de/2016/01/elitarer-satanismus-im-ersten-deutschen.html
  14. nereus: Operation Zucker - warum gerade jetzt? Gelbes Forum, 21.01.2016, http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=391302
  15. Bading, Ingo: Herrschaftsverhältnisse, die stabilisiert werden durch die Vertuschung von Pädokriminalität. GA-j!, 17. Juli 2015, http://studgenpol.blogspot.de/2015/07/herrschaftsverhaltnisse-die.html
  16. Schaaf, Julia: „Ich bin nicht bereit, die Heldin zu geben“ - Nadja Uhl im Gespräch. Frankfurter Allg. Ztg., 05.01.2013, http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/nadja-uhl-im-gespraech-ich-bin-nicht-bereit-die-heldin-zu-geben-12015712.html
  17. Sadegh, Andrea: Operation Zucker. Januar 2016, http://traumabasedmindcontrol.com/index.php/operation-zucker/
  18. Zimmer, Katarina: When lions roamed Europe. The Atlantic, 9.1.2022, https://www.theatlantic.com/science/archive/2022/01/archaeologists-find-lion-bones-europe/621201/

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