Posts mit dem Label Leipzig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Leipzig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 12. Juli 2017

"Herrn Badings Inquisitionsschriften" ...

Diskussionen rund um die Freimaurer-Symbolik am Völkerschlachtdenkmal von Leipzig
2011 bis 2017, bzw. 2020

Wer sich zuvor schon einmal ein wenig auseinander gesetzt hatte mit dem Nachdenken des Ehepaares Erich und Mathilde Ludendorff darüber, ob dem 1927 eingeweihten Denkmal zur Schlacht bei Tannenberg Freimaurer-Symbolik zugrunde läge, der mußte aufhorchen in dem Augenblick, in dem der Öffentlichkeit bekannt wurde, daß das Völkerschlachtdenkmal von Leipzig voller Freimaurersymbolik ist, ja, daß es sogar 1913 am Abend vor der offiziellen Einweihung durch den deutschen Kaiser von mehreren hundert Freimaurern im Geheimen eingeweiht worden ist (Wiki, Freimaurer-Wiki).

Die Mutter des Inhabers dieses Blogs hatte eines Abends im Fernsehen eine Sendung gesehen, in der von dieser geheimen freimaurerischen Einweihung am Vorabend der offiziellen die Rede war. Der Bloginhaber recherchierte diesen Dingen hinterher (1-22) und fand, daß es zu dieser Thematik vor allem ein wichtiges Buch gibt, in dem die Freimaurer-Symbolik des Völkerschlacht-Denkmals und alle damit zusammenhängenden Fragen erörtert wird (3, 4).

Er besorgte es sich und schrieb dazu im November 2011 eine Rezension (15). Von dieser stellte er eine kürzere Fassung auch auf Amazon ein. Einer der beiden Autoren des rezensierten Buches - wohl Frank Heinrich - soll vor Wut an die Decke gegangen sein, als er diese Rezension las und soll sich um eine Löschung der Rezension auf Amazon bemüht haben. Vergeblich. Als nächstes war festzustellen, daß der ganze Verlag, in dem das Buch einstmals erschienen war, von der Bildfläche verschwand. Für vier Jahre (2012 bis 2016). Als nächstes war festzustellen, daß dieser Verlag dann plötzlich doch wieder in Erscheinung trat (22).

Und nun stellen wir heute, am 12. Juli 2017 fest, daß auf der Internetseite dieses Verlages sich zum ersten mal auch eine - kleine, kurze - Stellungnahme zu unseren kritischen Beiträgen über die Freimaurer-Symbolik am Völkerschlachtdenkmal von Leipzig findet (23). Darauf soll im vorliegenden Beitrag kurz hingewiesen werden. Die nur sehr kurze Stellungnahme soll hier ebenso kurz erörtert werden. Und wir warten dann noch, wann andere alternative Journalisten, etwa solche, die in Leipzig sowieso ansässig sind (Hagen Grell zum Beispiel) dieses Thema aufgreifen.

"Herrn Badings Inquisitionssschriften" ... 😉

Die genannte Stellungnahme (s. mdg-books)*) ist unter der Rubrik "Absonderliche Kommentare" eingeordnet. Ja, da wird einem das Herz schon warm. Es wird dort bislang zwar nur auf zwei "absonderliche Kommentare" eingegangen. Es ist aber noch auf zwei weiteren, noch leeren Seiten Platz für die Behandlung weiterer "absonderlicher Kommentare". Diese werden also noch erwartet. Auch das darf uns das Herz warm machen. Womöglich sind sie ja schon bekannt. Und man hatte womöglich nur noch nicht Zeit, auf sie einzugehen.

Oder möchte vielleicht noch jemand einen "absonderlichen Kommentar" abgeben? Wir fänden das für dringend geboten. Schon damit die beiden leeren Seiten nicht leer bleiben müssen.

Nun, unser "absonderlicher Kommentar" findet sich dort derzeit gleich als erster behandelt. Eine wirklich schöne Rubrik, unter die wir da eingeordnet sind. Und dann gleich an erster Stelle. Oho, oho, was sollen wir bloß von uns denken. Wir verstehen natürlich schon: Uns einfach nur unter der Rubrik "Presse" einzuordnen, wo so manche wohlwollende Rezension zitiert wird - oh je, das geht nun schon mal natürlich gar nicht.

Dennoch: Oh, là, là! Wir fühlen uns geehrt! Vielen Dank, Herr Heinrich. Warum eigentlich nicht gleich? Warum lassen Sie sich sechs Jahre Zeit dafür? Und versuchten anfangs, nur so hintenrum, siehe oben, unsere Amazon-Rezension löschen zu lassen -? Dieser Behauptung jedenfalls widersprechen Sie bislang nicht. Da nun diese Stellungnahme des MDG-Verlages nur so kurz ist, wird man zunächst einmal feststellen dürfen, welchen Behauptungen von unserer Seite sie alles nicht widerspricht. Oh, là, là, man darf doch meinen, daß das eine ganze Menge Behauptungen sind. Aber kein Widerspruch bedeutet natürlich keiiiiiinesfalls, nein, keiiiiiiiiiinesfalls (!!!) Zustimmung. Wir wissen das schon, Herr Heinrich. Wir wissen das schon. Dennoch wollen wir es als bemerkenswert festhalten. Wenn es irgend etwas wirklich Krasses gegeben hätte unter unseren Behauptungen, das zu widerlegen Ihnen leicht und/oder wichtig gewesen wäre - Sie hätten das doch sicherlich widerlegt.

Ach, wir nehmen uns viel zu wichtig. Ja, das wissen wir schon.

Denn im Grunde ist das ja alles nur "lächerlich" und "übel", was wir schreiben. Das muß man nicht alles im einzelnen widerlegen. Trotzdem steht da über die - - - "Inquisitionsschriften" des Ingo Bading - das ist doch eine ganz bemerkenswerte Kennzeichnung - nein, die müssen wir noch ein bisschen auf uns wirken lassen: Menschen, die ein Buch schreiben, dessen Titel seiner Gesamt-Aussage nach lauten könnte "Über Schlachtfelder, über Massenmorden hinweg zu Gott!" werfen uns mal eben "Inquisition" vor, weil wir einem solchen Gesamt-Tenor schlichtweg ziemlich kritisch gegenüber stehen. Also wenn das nicht wunderhübsch ist, was soll es dann eigentlich noch sein? Da steht dann also (mdg-books):

Er macht aus uns beiden Autoren, Satansdiener, Satansjünger. Vergißt aber zu erwähnen, welchen Satan er meint. Meint er den jüdischen, christlichen oder gar den islamischen-muslimischen Satan? Darüber schweigt er sich aus.

Oooooooh je, wir schweigen uns darüber aus. Ooooooooh je. Oh je. Hm. Warum wohl? Vielleicht: Weil es uns, ähm - - - egal ist, Herr Heinrich?! Vielleicht: Weil wir uns über solche "Unterschiede" noch nie Gedanken gemacht haben - Herr Heinrich?! Oh, wir wissen schon, wir sind schon schlimm. So ganz und gar undifferenziert arbeiten wir. Aber interessant, was Ihnen überhaupt wichtig zu sein scheint, wenn Sie unsere Kritik lesen. Sie scheinen sich auch dann noch gar nicht aus Ihren okkulten "Wichtigkeiten" herauslösen zu können. Natürlich muß es für einen Okkultgläubigen wichtig sein zu wissen, welchen Satan er anbetet. Ohne Frage. Für unsereinen: nein, nicht wichtig. Gotteswahn und Satanswahn - warum sollen uns da die Unterschiede großartig interessieren?

Sie interessieren uns schon deshalb nicht, weil wir uns gar nicht erinnern können, daß das aus dem behandelten Buch oder den Verlagsaktivitäten irgendwie hervor ginge, welcher Satan nun ganz konkret verehrt würde. Unserer Erfahrung nach ist man doch in solchen Kreisen wie diesen da immer recht "synkretistisch". Sollte man da nicht der Meinung sein, daß man mit einer solchen Arbeitshypothese - es würde ein synkretistisch verstandener Satan verehrt - erst einmal arbeiten könnte?

"Absonderlicher Kommentar" 😉

Aber wenn Herrn Heinrich - oh je, warum fällt uns gerade der Satz "Heinrich, mir graut's vor Dir" ein (typisch, typisch, immer diese blindwütigen Assoziationen [Wiki] - aber wirklich) - ausgerechnet diese Frage so wichtig ist, erkläre er uns doch zunächst einmal, welchen Satan er denn nun tatsächlich anbetet. Er könnte doch nun der Öffentlichkeit einfach einmal - sagen wir: Spaßes halber - mitteilen, welcher Satan denn das nun ist. Dem Wortlaut dieser Ausführungen wird ja doch wohl entnommen werden dürfen, daß es ja offensichtlich irgendeiner sein muß. Oder irrt man sich - leeeeiiiiiider schon wieder?! Ach ja, man irrt sich gewiß. Wir tappen ja doch immer und immer wieder so außergewöhnlich schlimm im Dunkeln, wir Uneingeweihte. Es ist wirklich, wirklich schlimm!

Die 5. Auflage aus dem September 2015
Herr Heinrich widerspricht in seiner Stellungnahme im Grunde nur unserer Beobachtung, daß der Erzengel Michael ziemlich satanistische Züge und Eigenschaften aufweist. Dieser Widerspruch war, wenn wir uns recht erinnern, in irgendeiner Logenrede, die auf dem Freimaurer-Wiki wiedergegeben wird, ebenfalls schon enthalten. Und das ist einem natürlich schon klar, daß man als Weißmagier keinesfalls als Schwarzmagier angesehen werden möchte, weder intern in okkulten Kreisen, noch viel mehr extern. Der Erzengel Michael ist der Gute, das wissen wir nun schon. Darüber kann sich ja dann die Leserschaft schon ihr eigenes Urteil bilden. Wir bleiben bei unserer Feststellung: Das Völkerschlachtdenkmal von Leipzig zelebriert nach der Interpretation von Herrn Heinrich den Gedanken: Über Schlachtfelder, über Massenmorden hinweg zu Gott.

Diesem Grundgedanken widerspricht Herr Heinrich auch nicht. Und das reicht im Grunde schon, um jenen Gotteswahn zu kennzeichnen, der hier vorliegt. Gotteswahn ist - soweit es Monotheismus angeht - immer zugleich Satanswahn. (Und auch Herr Heinrich spricht - interessanterweise! - nicht von der Möglichkeit eines nicht-monotheistischen Satans, auch das sei nebenbei festgehalten. So weit reicht sein Synkretismus jedenfalls noch nicht.)

Und so sei am Schluß einfach einmal nur ein Dank ausgesprochen. Ein Dank, daß Herr Heinrich auf unsere kritische Stellungnahme auf seiner Internetseite hinweist**) und - scheinbar - nicht mehr dafür plädiert, daß unsere Stellungnahme gelöscht werden sollte von irgendwelchen Zensur-Ministerien. (Natürlich wissen wir nicht, was sich Herr Heinrich intern alles als Vorgehen gegenüber "Inquisitionsschriften" wünscht, das können wir ja bestenfalls erahnen.) Wir wünschen uns nur, daß Herr Heinrich und Herr Affeldt der Neuauflage ihres Buches einfach den Titel geben: "Über Schlachtfelder, über Massenmorden hinweg zu Gott! Hurra!" Das ist der einzig richtige Buchtitel. Mehr sagen wir nicht. Und das reicht uns. In Hamburg während des G20-Gipfels ist doch auch wieder fröhlich nach diesem Motto gehandelt worden von internen und externen - - - Kapuzenträgern.

Und wenn schon so schön zu Telefonanrufen aufgemuntert wird von Herrn Heinrich***), dann gehen wir noch einen Schritt weiter und schlagen vor, daß wir die Inhalte dieses Buches einfach einmal auf einer Podiumsdiskussion in Leipzig über mehrere Stunden hinweg erörtern. Vielleicht finden wir ja zu einem Konsens, der Herrn Heinrich, uns und den Leipzigern gefällt. Auf jeden Fall scheinen die Standpunkte in der Tat im mündlichen Gespräch leichter zu klären sein. Private Telefongespräche mit Satansanbetern führt der Autor dieser Zeilen allerdings nur höchst ungern. Das nehme man ihm bitte nicht übel.

Der Baphomet in der Freimaurer-Symbolik

Ergänzung 7.1.23: Schon seit dem 13. März 2014 gibt es neben unserer eigenen Rezension auf Amazon eine zweite zu dem Buch "Testament der Freimaurer". Und zwar von einem anonymen Rezensenten, der sich "Triangel" (Amaz.) nennt, und der in 14 weiteren Rezensionen der Jahre 2013 bis 2015 deutlich genug zu erkennen gibt, daß er selbst Freimaurer ist. (2019 hat er dann "Rücken" und verstummt als Rezensent unter diesem Namen, soll heißen, seine letzte Rezension gilt dem Buch "Deutschland hat Rücken".) Er begann mit seiner aktuell sichtbaren Rezensions-Tätigkeit am 23. Mai 2013. Da  rezensierte er das Buch "Menschenähnlichkeit - Zum Unterschied zwischen Freimaurerei und Religion", geschrieben von niemand geringerem als von "Klaus-Jürgen Grün, dem amtierenden Vorsitzenden der freimaurerischen Forschungsgesellschaft Quatuor Coronati". "Triangel" nun schreibt (Amaz.):

Vorsicht: Das Buch ist mit der eindeutigen Tendenz geschrieben, die von ihm unberechtigterweise mit der katholischen Kirche in einen Topf geworfene Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland als Vertreter der christlichen Maurerei zumindest schlecht aussehen zu lassen.

Die "Große Landesloge der Freimaurer in Deutschland" wird von Freimaurern selbst "mit der katholischen Kirche in einen Topf geworfen"? Interessant ... Ansonsten wohl eher ein Wischiwaschi-Thema. Denn die Freimaurerei hat ja immer schon Christen ebenso wie Atheisten ("Freidenker") ansprechen wollen, sprich auch Katholiken. Und so wie die Katholiken unter den Anthroposphen in den letzten Jahrzehnten immer mehr geworden sind, scheinen sie es auch in christlichen Freimaurerlogen geworden zu sein. Ja, da darf man natürlich gerne seine logeninternen lieblichen "Gegensätze" miteinander austragen.

Spannender wird es aber dann am 18. Februar 2014. Da bespricht "Triangel" nämlich das Buch "Das Geheimnis des Baphomet - Eine Studie über das freimaurerische Gedankengut des 18. Jahrhunderts". Auf Wikipedia lesen wir zu Baphomet (Wiki):

Im so genannten „christlichen Ritus“ der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland spielt die die Weltseele versinnbildlichende Figur des Baphomet in der Schreibweise „Baffometus“, was abgeleitet von dem italienischen Wort bafil („Bart“) „der Mann mit dem Barte“ bedeutet, eine gewisse Rolle. Das Symbol ist in der Großen Landesloge nur auf dem Amtszeichen des Großmeisters sichtbar.

Nun vor "humanistischen" Angriffen auf diese christliche Große Landesloge von Deutschland waren wir ja gerade zuvor erst "gewarnt" worden, "Triangel" dürfte sich also mit dieser Loge besonders identifizieren. Nachdem wir diese Ausführungen zur Kenntnis genommen haben, verstehen wir besser, was "Triangel" uns sagen will, wenn er schreibt (Amaz.):

Wofür steht der Baphomet? Den Teufel, die inneren Höllenhunde, das tiefste Geheimnis der Tempelritter?  (...) Autor Andreas Manuel Gruss geht in seinem Buch "Das Geheimnis des Baphomet" nicht den geraden Weg zur Erklärung dieses Symbols, sonden nimmt einen sehr interessanten Umweg. Sein Ausgangspunkt ist das Siegel der Freimaurerloge "Zu den drey Wassern" im Orient Passau aus dem Jahr 1776. Andreas Gruss' These: Weil der Baphomet für die Templer alle Geheimnisse im Zusammenhang mit der Aufnahme in den Orden, also die Initiation barg, durfte er in der Umgebung der Ritter nicht fehlen. Problem: Diesen Dreigesichtigen Kopf zu verehren, war in den Augen der Kirche ein Sakrileg, Gotteslästerung. Also verbargen sie ihn in einem einfach dreigesichtigen Kopf, der an vielen Gebäuden der Tempelritter zu finden war und es teilweise heute noch ist.

Daß es so offensichtliche Symbol-Kontinuitäten zwischen den mittelalterlichen Templern und der neuzeitlichen Freimaurerei gibt, war uns noch gar nicht bewußt. Und sieh einer an, mit dem Wissen um diese Tradition versteht man auch die heutige Logen-Arbeit besser wie "Triangel" schreibt (Amaz.):

Mit der vielschichtigen Deutung aller auf dem Siegel aufgebrachten Symbole belebt Andreas Manuel Gruss nicht nur die alte Symbolsprache wieder. Er führt auch in die moderne Gedankenwelt der Freimaurerei ein, die sich auch heute noch mit der Wirkung von Zeichen, Gesten und Handlungen beschäftigt und versucht, dadurch eine Veränderung in der Persönlichkeit des Bruders zu bewirken. Er zeigt damit, ohne das Arkanum zu verletzten, wie Freimaurer in den Logen arbeiten - einfach indem er seine Gedanken wie in einem langen freimaurerischen Vortrag niederschreibt, einer sogenannten Zeichnung, wie sie auch heute in jeder Freimaurerischen Tempelarbeit aufgelegt wird.

Mit Zeichen "eine Veränderung in der Persönlichkeit bewirken" zu wollen, ist Aberglaube und Okkultismus, und zwar in Reinkultur. Hier wird also gesagt, daß in Freimaurerlogen Aberglaube und Okkultismus betrieben wird. Wenn dabei das Zeichen des Baphomet keinerlei Rolle spielen würde, hätten diese Worte in dieser Rezension keinen Zusammenhang mit dem übrigen Thema, wären also sinnlos. Mit dem Zeichen des Baphomet wollen Freimaurer also offenbar schon während der Initiation, während der Aufnahme-Rituale die Persönlichkeit des Bruders verändern. Verbrämend können sie den Baphomet dabei gerne als Symbol für die Weltseele bezeichnen, der sie eine aufbauende und eine zerstörerische Tendenz zusprechen (was ja für jede Weltseele gelten muß). Und somit ist eben das zerstörende Prinzip ein Prinzip, mit dem man Persönlichkeit in der Freimaurerei verändern will. Schluß und Punkt. Sonst bräuchte man keinen Baphometen.

Am 13. März 2014 rezensiert "Triangel" dann ein Buch über die Symbolik der Pythagoräer, wie sie in der Kathedrale von Chartres zu finden wäre:

Brüder Freimaurer finden bei genauer Lektüre deutliche Hinweise auf die Bauhüttensymbolik.

Und am selben 13. März 2014 nun rezensiert er das Buch "Testemant der Freimaurer". Und da immer so viel gelöscht wird, auf was wir uns in diesem Zusammenhang hier auf dem Blog beziehen, wollen wir die Rezension einmal vollständig zitieren, dabei grün gefärbt die Passagen, die sich auf unsere Rezension von 2011 beziehen:

Bibliothek der Symbole 
13. März 2014
Rolf Affeld unf Frank Heinrich entwerfen zu Beginn des Buches eine Panorama, schildern die Szene kurz vor dem Rückzugsbefehl Napoleons an seine Truppen vom Feldherrnhügel an der Tabakmühle in Leipzig. Sie schwenken dann auf ie Einweihungszeremonie genau einhundert Jahre später um um sich dann über den Meister, den Architekten Thieme dem Bauwerk selbst zu nähern. Thieme, selbst Freimaurer und Meister vom Stuhl einer Leipziger Loge hat das Bauwerk nicht nur entworfen sondern auch die Finazierung imReich auf die Beine gestellt. - eine grandiose Leistung, bedenkt man die zeitlich und technischen Umstände
In den darauffolgenden Kapiteln gehen die Autoren detailliert auf die Symbolik ein, die für die heutigen Betrachter verborgen im Denkmal stecken. Angefangen bei der Figur, dem Erzengel Michael, der der Legende nach den gefallenen Engel Satan aus dem Himmel stürzte (was jedwede These von Verschwörungstheorie, nach er die Freimaurer mit dem Teufel im Bunde sind, ad absurdum führt), über die Anklänge aus dem alten Ägypten bis hin zu den Symbolen für die Überwindung des Todes.
Ein Kapitel schließlich widmen die beiden dem Vergleich des Unvergleichbaren, wie sie selbst schreiben: Den Symbolen der Freimaurerei und der Verfälschung derselben durch die Nationalsozialisten namentlich der SS-Mörderbanden. Wer hier eine Grundlage für eine Verwandtschaft zwischen Freimaurerei und den Nazi-Schwergen finden will, muss schon ziemlich mit Dummheit geschlagen sein: Symbole sind nicht geschützt, unterliegen also dem ständigen Bedeutungswandel und können, je nach Absicht, um- oder neu gedeutet werden. Das Verdienst der Autoren liegt darin, genau auf diese fatale Entwicklung hinzuweisen und die Nazi-Zeit nicht peinlich auszusparen, die so viele Symbole entehrt und entweiht hat.
Zurück zum Buch: Die vielschichtige Interpretation des Denkmals, seine monumentale Wucht und die in ihm angelegte Symbolbibliothek kommen gerade in diesem Buch von Affeld und Heinrich sehr gut zur Geltung. Getrübt wird der positive Gesamteindruck jedoch von dem etwas sperrigen Seitenumbruch und dem teilweise vor allem gegen Ende hin umständlichen Satzbau. 
Alles in allem jedoch ist es ein für Geschichtsfreunde nützliches Buch, das den Blick auf das Völkerschlachtenkmal noch einmal verändert, das ohne jedwede Verschwörungstheorien auskommt, wie sie etwa vom Autor der vorherigen Rezension massiv und in polemischer Weise unterstellt werden

Eine ganz hübsche Rezension. Wir finden solche Ausführungen immer dann besonders aussagekräftig, wenn sie übermäßig polemisch werden: "muß schon ziemlich mit Dummheit geschlagen sein". Da fühlt sich jemand angegriffen, ohne Frage. Dem Tenor nach ist diese Rezension jedenfalls deutlich mehr damit beschäftigt, auf unsere eigene Rezension zu reagieren als das Buch selbst zu rezensieren. Dem Rezensenten scheint also die These des Buches selbst, nämlich daß es sich bei dem Völkerschlachtdenkmal von oben bis unten, von tiefsten Innern bis nach außen um Freimaurersymbolik handelt, nicht besonders neu und aufsehenerregend und Weltbild-verändernd zu sein ... Interessant ...

Da "Triangel" aber erst einen Monat zuvor mit dem Baphomet, mit dem Teufel als Freimaurer-Symbol rezensierenderweise beschäftigt war, ist die Bemerkung  

... was jedwede These von Verschwörungstheorie, nach er die Freimaurer mit dem Teufel im Bunde sind ...,

ähm, nunja, ... nicht gleich auf den ersten Blick die überzeugenste Bemerkung. Und sie ist vermutlich nur für Nichteingeweihte, für Nichtfreimaurer ein wenig widerspruchsvoll, ein wenig an etwas "Absurdes" Erinnerndes. Er bespricht dann in den weiteren Monaten noch ein Buch über Freimaurer-Witze, ein Buch über Meditation, ein Buch, das betitelt ist "Warum gute Leute Freimaurer werden sollten", sowie "Die freimaurerische Bürgschaft", beides Bücher von einem Carlos Urban.

Aber all das im Grunde nur nebenbei. Denn was uns an dieser Rezension eines Freimaurers einfach nur wichtig ist, ist der Umstand, daß sie - wieder einmal - klar und deutlich von einem Freimaurer stammt. Die Freimaurer nehmen das Buch "Testament der Freimaurer" also voll und ganz in Schutz und verteidigen es, wo sie nur können. Sie sehen selbst nichts Kritisches an ihm. Wäre der Autor dieser Zeilen Freimaurer - er würde das nicht tun. Niemals. Denn dieses Buch kann ja nun jeder lesen. Und jeder kann aus diesem Buch seine eigenen Schlüsse ziehen.


/ Ganz leicht in 
einigen Formulierungen 
überarbeitet: 1.3.2020 /
__________
*) 1.3.2020: Bei gelegentlicher Überprüfung der Funktion des angegebenen Links ist festzustellen, daß dieser inzwischen ins Leere führt. Die Internetseite des Verlages ist neu gestaltet, wobei auch die beiden Reiter "Presse 1" und "Presse 2" gewissermaßen erhalten blieben. Nur die beiden vormals leeren Reiter sind inzwischen weggefallen. Und die wunderbare unter diesen Reitern befindliche Rubrik "Absonderliche Kommentare" ist nun gar nicht mehr zu finden. Eine solche würde ja auch die sonstige große "Harmonie" auf dieser Internetseite stören. Diesem Umstand stehen wir natürlich mit großem Verständnis gegenüber.
**) 1.3.2020: Nunja, diesen Dank werden wir wohl inzwischen wieder zurück nehmen müssen.
***) 1.3.2020: Schade übrigens, daß wir uns nicht den vollständigen Wortlaut abfotografiert haben. Nun ist er wieder gelöscht!
____________________________________________

  1. Affeldt, Rolf; Heinrich, Frank: Das Völkerschlachtdenkmal gibt sein Geheimnis preis. Nouvelle Alliance, Leipzig 1993
  2. Hans-Dieter Schmid: Völkerschlachtdenkmal, Völkerschlachtgedenken und deutsche Freimaurerei im Jubiläumsjahr 1913. In: Marlis Buchholz u. a. (Hrsg.): Nationalsozialismus und Region. Festschrift für Herbert Obenaus, Bielefeld 1996, S. 355-379
  3. Affeldt, Rolf; Heinrich, Frank: Testament der Freimaurer. Das Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig. Helikon Joggers, Bartsch & Sippenauer, Leizpig 1999
  4. Affeldt, Rolf; Heinrich, Frank: Testament der Freimaurer. Das Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig. MdG-Verlag, Leipzig 2000 (4. Aufl.) 2009 (224 S.); auch auf englisch: MdG-Verlag 2008
  5. Förster, Otto W.; Hempel, Günter Martin: Leipzig und die Freimaurer. Eine Kulturgeschichte. Taurus Verlag 2007 (Amazon)
  6. Ludwig, Karin; Erler, Michael: Tempel, Logen, Rituale. Die Geheimnisse der Freimaurer. Dokumentarfilm, Deutschland 2008. 44 Minuten. Ein Film der Neuen Mediopolis Filmproduktion GmbH Leipzig im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks. Ausgestrahlt auf: ARD, 20.8.200823.30 UhrPhoenix, 10.2.2009Schweizer Fernsehen, 7. und 9.6.20093Sat, 9. Juli 2009, 20.15 Uhr3Sat, 17.7.2011MDR, 12.6.2011Phoenix, 26.11.2011 (Google VideoVeoh)
  7. Süß, Alexander: Leipziger Freimaurer in Wort und Stein. Der Einfluss der Logen auf das Völkerschlachtdenkmal und die Verlagsstadt. Salier Verla, Leipzig 2009 (siehe Rezension von Ralf Julke)
  8. Heinrich, Frank: Architekt Clemens Thieme. MdG Verlag, Leipzig 2009 (90 S.)
  9. Erler, Michael: Das Geheimnis des Völkerschlachtdenkmals. (In der Reihe: Mitteldeutsche Wahrzeichen.) Dokumentarfilm, Deutschland, 30 Min. (Moderator: Axel Bulthaupt) MDR, 15.11.2011, 20.45 Uhr (Interview mit Frank Heinrich).
  10. Ullrich, Jens: Das Völkerschlachtdenkmal und die Freimaurer. Logenbrueder.de, 2005
  11. Treffpunkt Leipzig: Auf den Spuren der geheimnisvollen Freimaurer.
  12. Bading, Ingo: Schreckensmale okkulter Priesterdiktatur - Die Schlachtendenkmäler von Leipzig und Tannenberg - Freimaurerziele 1813, 1913 und 1927 - Sturz von Kaiser und Reich, Zwingherrschaft über die Völker Europas durch Aufhetzung zu Krieg und Völkermord. Auf: GA-j!, 27. November 2011, http://studgenpol.blogspot.de/2011/11/schreckensmale-okkulter.html
  13. Bading, Ingo: Über Schlachtfelder zu Gott: Das okkult-satanistische Völkerschlachtdenkmal in Leipzig Der Reigen der okkult-freimaurerisch-anthroposophisch-satanistischen Veröffentlichungen des MdG-Verlages rund um das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig. GA-j!, 28. November 2011, http://studgenpol.blogspot.de/2011/11/uber-schlachtfelder-zu-gott-das-okkult.html
  14. Bading, Ingo: Kriegerdenkmäler als Freimaurerdenkmäler - das Beispiel Tannenberg (1927) "Mit den besten Empfehlungen" - der "Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland". GA-j!, 9. Dezember 2011, http://studgenpol.blogspot.de/2011/12/kriegerdenkmaler-als.html
  15. Bading, Ingo: Die Freimaurer und die SS: "Todesmutige Männer in schwarzen Uniformen" Kriegsverherrlichung und Satanismus in Leipzig. GA-j!, 9. Dezember 2011, http://studgenpol.blogspot.de/2011/12/die-freimaurer-und-die-ss-todesmutige.html
  16. Bading, Ingo: Oktogonale Kriegerdenkmäler in Deutschland und England - mit geheimem Hintersinn?, GA-j!, 22. Dezember 2011, http://studgenpol.blogspot.de/2011/12/oktogonale-kriegerdenkmaler-in.html
  17. Bading, Ingo: "Freimaurer müssen Front machen gegen Staaten und Regierungen, die dem großen Menschheitsziel entgegenlaufen" "Sind gepanzerte Fäuste notwendig?" - Offenbar weitere Erläuterungen zum Freimaurerdenkmal in Leipzig in einem angekündigten Reprint aus dem Jahr 1927. GA-j!, 31. Dezember 2011, http://studgenpol.blogspot.de/2011/12/freimaurer-mussen-front-machen-gegen.html
  18. Bading, Ingo: Husch, husch - zurück in die Höhlen ... Wohin ist er verschwunden, der "MdG-Verlag", jener anthroposophische, satanismusnahe Freimaurer-Verlag in Leipzig? - Oder: "Wo sind all die Indianer hin? ..." GA-j!, 8. Januar 2013, http://studgenpol.blogspot.de/2013/01/husch-husch-zuruck-in-die-hohlen.html
  19. Bading, Ingo: "Ende der Sperre: Nie" - Auf dem öffentlichen Internetforum der deutschen Freimaurer Weil wir - "geschickt zusammengestellt" - gegen die Freimaurer ... "hetzen" Aber: Wird wirklich nach den Prinzipien offener Gesellschaften gehandelt auf dem öffentlichen Internet-Forum der "Vereinigte Großlogen in Deutschland"? GA-j!, 27. Juni 2013, http://studgenpol.blogspot.de/2013/06/ende-der-sperre-nie-auf-dem.html
  20. Bading, Ingo: Hundert Jahre Völkerschlachtdenkmal - ein Grund zum Feiern? Ein Völkerschlachtdenkmal-Verherrlicher und Freimaurer "geht vor Wut an die Decke ..." - Unser Blog hatte ihn doch nur gründlich gelesen und rezensiert .... Auf: GA-j!, 18. Oktober 2013, http://studgenpol.blogspot.de/2013/10/hundert-jahre-volkerschlachtdenkmal-ein.html
  21. Bading, Ingo: "Mein Denkmal ist ein anderes ..." Nochmals zum Völkerschlachtdenkmal von Leipzig. GA-j!, 3. November 2013, http://studgenpol.blogspot.de/2013/11/mein-denkmal-ist-ein-anderes.html
  22. Bading, Ingo: Totgesagte leben länger Der MdG-Verlag in Leipzig ist wieder da und - bewirbt weiter den "umstrittenen" Freimaurerkoloß daselbst. GA-j!, 15. Februar 2016, http://studgenpol.blogspot.de/2016/02/totgesagte-leben-langer.html
  23. Heinrich, Frank: Absonderliche Kommentare von Herrn Ingo Bading. Ohne Datum, http://www.mdg-books.com/presse-seite2.html [12.7.17]

Montag, 15. Februar 2016

Totgesagte leben länger

Der MdG-Verlag in Leipzig ist wieder da und - bewirbt weiter den "umstrittenen" Freimaurerkoloß daselbst

Totgesagte leben länger. Hier auf dem Blog war am 9. Dezember 2011 die Rezension zu einem Buch erschienen mit dem Titel "Testament der Freimaurer" (GA-j!, 9.12.2011). Dieser Artikel hatte zur Folge, dass einer der Autoren dieses Buches vor Wut an die Decke ging und der Verlag, der dieses Buch herausgebracht hatte, aus der Öffentlichkeit verschwand (GA-j!, 8.1.2013). (Wahrscheinlich riß er sich selbst entzwei wie Rumpelstilzchen.) 

Wir wurden von einem vormaligen Mitarbeiter angeschrieben, der uns einige Interna aus diesem Verlag mitteilte. Unter anderem berichtete er auch davon, dass Axel Stoll zum Lesekreis der Autoren dieses Buches gehört hätte (GA-j!, 18.10.2013). Er sagte uns damals noch, dass niemand die Absicht hätte, diesen Verlag wiedererstehen zu lassen. Aber da hatte er sich wohl geirrt. Denn: Totgesagte leben wohl doch länger als man glaubt. Und er ist wieder da: Der MDG-Verlag in Leipzig. Und er hat - endlich, endlich! - sein schon lange angekündigtes Buch in fünfter Auflage heraus gebracht. Eben das Buch "Testament der Freimaurer". Doch um noch einmal an die Zusammenhänge zu erinnern, sei die Chronologie zu diesem Thema seit 2011 rekapituliert. Im Januar 2013 hatten wir geschrieben:

Wohin ist er verschwunden, der "MdG-Verlag", jener anthroposophische, satanismusnahe Freimaurer-Verlag  in Leipzig? 

Was richten wir doch alles derzeit an mit unserem Blog.
So hatten wir schon im Juni 2011 geschrieben. Und weiter:
An mehreren Orten, von wo wir aufschlussreichste Zitate für unseren Blog übernommen haben, wird wenig später umfangreich gelöscht. Oder es werden sogar ganze Seiten wieder aus dem Netz genommen. Wie etwa: Okkult.info. Husch, husch, husch, kriecht man allseits wieder in seine Höhlen und Vertarnungen zurück, wo unsere Scheinwerfer hinleuchten und wo wir den moralischen Sumpf auszuloten versuchen. Und man befolgt eifrig unseren wiederholt und somit also berechtigt (!) gegebenen Ratschlag: "Nicht zu viel plaudern, liebe Leute,  ihr redet euch um Kopf und Kragen."

Es ging um die Wirkungen mehrerer unserer Blogbeiträge über Elitären Satanismus und über freimaurerähnliche, satanismusnahe Logen.

Und so langsam scheint es Sinn zu machen, eine Liste anzulegen aller Internetseiten, denen wir recht auffällige und wichtige Informationen entnommen hatten, und die dann wenige Wochen oder Monate später nicht mehr im Netz aufzufinden sind.

Sozusagen eine Liste der "erfolgreich abgeschossenen" Internetseiten!? Und jeweils einen neuen Ring als Zeichen für einen erfolgreichen Abschuss auf das sinnbildlich zu denkende Kanonenrohr "Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt!" - ?

Eine Liste der aus dem Internet genommenen Seiten, auf die wir uns einstmals bezogen ...

Zu dieser Liste jedenfalls wäre neuerdings die Internetseite des MdG-Verlages in Leipzig hinzuzufügen. Denn während wir nach der von ihm ursprünglich angekündigten Neuauflage des Buches "Testament der Freimaurer" über die freimaurerischen Hintergründe des Völkerschlachtdenkmals von Leipzig suchen, ein Buch, das wir ja umfangreich ausgewertet haben hier auf dem Blog, entdecken wir, dass es die Internetseite dieses Verlages gar nicht mehr gibt! Und wird nun eigentlich die Neuauflage überhaupt noch herauskommen? Womöglich war alles wieder einmal nur ein Traum!!!?

In erster Reaktion breitet sich ein breites Schmunzeln auf unserem Gesicht aus.

Aber ein wenig unheimlich ist das wohl auch. Natürlich arbeiten die Autoren dieses Verlages weiter. Und womöglich der Verlag selbst auch. Vielleicht unter anderem Namen. Nur eben wieder mehr auf geheimer Ebene, so wie Jahrzehnte lang zuvor auch. Netter wäre es ja gewesen, diese Leute wären weiterhin so "offenherzig" gewesen im Bekennen der Nähe von Anthroposophie, Freimaurerei und Satanismus zueinander, wie sie gerade im Verlagsprogramm dieses MdG-Verlages in Leipzig so schön zum Ausdruck gekommen waren. Und im Aufdecken der okkulten, freimaurerischen Bedeutung von Kriegerdenkmälern und eines sie bekrönenden "Kubus".

So also hatten wir geschrieben im Januar 2013. Und entdecken drei Jahre später, dass unser Verdacht so weit hergeholt nicht war. Zwischenzeitlich aber war noch folgendes geschehen, da hatten wir das folgende festgehalten.

Der Autor ging vor Wut an die Decke ....

Aktualisierung (15.10.2013): Wie wir zwischenzeitlich "aus gut unterrichteter Quelle" erfuhren und in den Kommentaren zum Blogbeitrag (GA-j!, 8.1.2013) darlegen, ging einer der beiden Autoren des Buches, das hier im Mittelpunkt steht, "vor Wut an die Decke", als er unsere Amazon-Leserrezension dazu las und es nicht erreichen konnte, dass Amazon diese Rezension wieder löschte. Während im November 2011 noch eine Neuauflage des hier behandelten Buches angekündigt war, war nur wenige Monate nach Erscheinen unserer Besprechung desselben (!) nicht nur nicht mehr von einer Neuauflage die Rede, sondern der ganze Verlag, der dieses Buch herausgebracht hatte, verschwand vollständig von der Bildfläche. Und das, obwohl man gerade jetzt in den Tagen der Hundertjahrfeier des Völkerschlachtdenkmals doch die besten Einnahmen hätte erzielen können mit der Neuauflage eines Buches, das sich schon in fünf deutschen und einer englischsprachigen Auflage so gut verkauft hatte.

Und es wurde dann noch auf die Verbindungen der Autoren nicht nur zur regulären Leipziger Freimaurerei, sondern auch zum Tempelritter Axel Stoll (1948-2014) hingewiesen (GA-j!, 18.10.2013).

Totgesagte leben länger

Die 5. Auflage aus dem September 2015

Und so weit war unser Wissensstand bis heute gegangen, bis zum 15. Februar 2016. Und nun entdecken wir zunächst auf Amazon einen neuen Buchumschlag dieses Buches und entdecken dann weiter: Keine Sorge, "MDG-Books - Bücher aus Sachsen (ehemals MdG-Verlag) 2015" ist wieder am Start (s. MdG-Books.com). Unter der Adresse: "MdG-Books - Projektgruppe, Heiterblickstraße 28, 04347  Leipzig". Und auch der Verkaufsschlager dieses Verlages, das Buch "Testament der Freimaurer" ist nun endlich in fünfter Auflage erschienen. Was lange währt, wird also endlich wieder gut. Und nun sogar mit neuem - distanzierterem!?! - Untertitel:

Architekt C. Thieme und sein umstrittenes Denkmal. Neuauflage 2015. 5 Auflage, 09.2015, 175 Seiten mit Zusatztext. Preis. 14,50 €

Sein "umstrittenes" Denkmal! Hört, hört. Ganz neue Töne! Und auf der Verlagsseite ist zu lesen:

Die 4. Auflage wird dadurch erweitert, dass im Anhang zusätzliche, das Blickfeld erweiternde, symbolische Deutungen vorgestellt werden.

Laut Inhaltsverzeichnis gibt es auch ein "Vorwort zur überarbeiteten Neuauflage". Was da nun wohl alles wieder so drin steht? Ein Nachruf auf Axel Stoll, den vormaligen Teilnehmer an den Leipziger Lesekreisen?

Und von dem Buch "Vril-Kraft" ist ebenfalls - laut Verlagsseite - eine "Neuauflage geplant". 

Von der 2013er Auflage von "Testament der Freimaurer" gibt es sogar eine Übersetzung ins Russische

Und die Leipziger Buchlogen sind populärer denn je (laut der dortigen "Minerva zu den drei Palmen").

Sonntag, 3. November 2013

"Mein Denkmal ist ein anderes ..."

Nochmals zum Völkerschlachtdenkmal von Leipzig

In Zuschriften werden unsere Beiträge über das Völkerschlachtdenkmal von Leipzig kritisiert. Es würden in ihnen zu viele verschiedene Themen durcheinander geworfen. Nun, solche Leser haben unsere Blogartikel insgesamt noch nicht sehr genau gelesen. Und sie haben noch nicht verstanden, daß in Okkultlogen und Okkultverlagen überhaupt sehr viele Themen durcheinander geworfen und gemixt werden.

Ergänzung 23.11.13: Nein, erst nachträglich wird klar, daß diese Zuschriften - wieder einmal - von einem Freimaurer verfaßt worden waren. Dann passen sie ja eh ins Bild und hätten gar nicht so sehr beachtet werden brauchen. Denn da scheinen ja manchen Leuten unsere Bewertungen doch ziemlich an die Nieren zu gehen. Sie bevorzugen bei diesen Themen einen anderen "Mix" als jenen, der ihnen hier geboten wird. Das ist dann schon klar ... 

Abb. 1: "Freiheitskämpfer"

Solche Zuschriften geben uns aber doch auch einmal Anlaß zu betonen, daß wir bezüglich der freimaurerischen Symbolik und der freimaurerischen Hintergründe des Völkerschlachtdenkmals von Leipzig in keiner Weise etwas "Erschöpfendes" hatten sagen wollen. Wir hatten nach unserem Verständnis nur "die Spitze des Eisberges" behandelt. Wir wollten auch anderen noch etwas zu tun lassen. Da aber Folgebeiträge unseres Wissens bisher nicht erschienen sind - etwa von Seiten investigativer Journalisten und Hintergrundpolitik-Kritiker - seien in diesem Beitrag einige letztes Jahr selbst gemachte Fotos von diesem Denkmal eingestellt von der "sonstigen" figürlichen Plastik an diesem Denkmal. (Also außer dem großen völkermordenden Würgeengel von Leipzig an der Vorderfront, den wir so stark in den Vordergrund gestellt hatten unserer bisherigen Behandlung.) Und auch dies wiederum nur, um einige wenige, rein visuelle "Eindrücke" zu geben.

So stellten sich die Erbauer des Völkerschlachtdenkmals von Leipzig 1913 "Freiheitskämpfer" vor. Beziehungsweise, wie wir ja heute wissen: Tempelritter. Was ja für diese - so abstrus - das gleiche zu sein scheint.

Abb. 2: "Freiheitskämpfer"

Sollten die Mörderbanden der SA des Jahres 1933, die Mörderbanden der SS des Jahres 1934, die in den 1960er Jahren "kalt amnestierten" Organisatoren der SS-Einsatzkommandos für Polen und Rußland - oder sonstige Abteilungen des "Reichssicherheitshauptamtes" und seiner "Topographie des Terrors" - einmal urlaubsweise einen "Betriebsausflug" nach Leipzig gemacht haben - man hätte sich doch womöglich gut "wieder erkennen" können in diesen Figuren.

Abb. 3: "Freiheitskämpfer"

 Das Denkmal ist voller Symbolik. Natürlich stellen diese Figuren jeweils Logenversammlungen dar. Aber warum steht hinter jeweils zwei Freimaurern, bzw. Tempelrittern noch ein großes Gesicht im Hintergrund? Sind das "die Großen, die dahinter stehen"? Die die Befehle geben?

Abb. 4: Gneisenau - Preußischer Reformer

"Ohne Zeichen und Mysterien" - Gneisenau lehnt dankend ab

August Neidhard von Gneisenau (1760 - 1831) (Wiki, ADB) jedenfalls, einer der bedeutensten Generäle des Freiheitskrieges gegen Napoleon, der Stabschef Blüchers, der als erster als Sieger der Schlacht von Leipzig in die Stadt Leipzig einzog, und der später entscheidend auch noch zum Sieg über Napoleon bei Waterloo (Wiki) beigetragen hat ("Ich wollte, es wäre Nacht oder die Preußen kämen"), hat sich als Freiheitskämpfer nicht mit der Freimaurerei, mit Tempelrittern und ähnlichen Klüngeln identifiziert (ADB):
Ein Mitglied des Tugendbundes ist er nie gewesen, er schrieb später seinem Freunde, dem hannöverschen Minister Grafen Münster: "Mein Bund ist ein anderer ohne Zeichen und Mysterien; Gleichgesinntheit mit Männern, die der Herrschaft des Fremdlings nicht unterworfen sein wollen."

Solche Leute hätten wohl allen Anlaß gehabt, dankend abzuwinken bei solchen, sie ehrenden Denkmälern ... Sie hätten allen Anlaß gehabt zu sagen:

"Mein Denkmal ist ein anderes, ohne Zeichen und Mysterien; es würde aufrufen zu Gleichgesinntheit unter Frauen und Männer, die der Herrschaft international vernetzter, elitärer, blutrünstiger, völkervernichtender Satanisten nicht unterworfen sein wollen."
Abb. 5: "Gefallener Engel", Schloß bei Kiev (Secret.tv, bei 7`30)

Ergänzung (8.12.2013): Von einer Blogleserin werde ich darauf hingewiesen, daß diese Figuren des Völkerschlachtdenkmals in der Haltung einige Ähnlichkeiten aufweisen mit den Figuren "gefallener Engel" im Schloß eines russischen Oligarchen mit Namen Satanowski in der Nähe von Kiew entsprechend der Filmaufnahmen in einer auch sonst sehenswerten, aktuellen 40-minütigen russischen Fernseh-Dokumentation "Freimaurer in Rußland" (Secret.tv, bei 7`30).

Abb. 6: "Gefallener Engel", Schloß bei Kiev (Secret.tv, bei 7`30)

Damit bekämen natürlich die Figuren des Völkerschlachtdenkmals eine überraschend konkrete Deutung. Eine Deutung zumal, die angesichts des Erzengels Michael auf der Vorderfront keineswegs gar zu fernliegend sein bräuchte.

Abb. 7: "Gefallener Engel", Schloß bei Kiev (Secret.tv, bei 7`30)


/ Letzte Ergänzung 8.12.2013 /

Dienstag, 8. Januar 2013

Husch, husch - zurück in die Höhlen ...

Wohin ist er verschwunden, der "MdG-Verlag", jener anthroposophische, satanismusnahe Freimaurer-Verlag  in Leipzig? - Oder: "Wo sind all die Indianer hin? ..." 
Was richten wir doch alles derzeit an mit unserem Blog.

So hatten wir schon im Juni 2011 geschrieben. Und weiter:

An mehreren Orten, von wo wir aufschlußreichste Zitate für unseren Blog übernommen haben, wird wenig später umfangreich gelöscht. Oder es werden sogar ganze Seiten wieder aus dem Netz genommen. Wie etwa: Okkult.info. Husch, husch, husch, kriecht man allseits wieder in seine Höhlen und Vertarnungen zurück, wo unsere Scheinwerfer hinleuchten und wo wir den moralischen Sumpf auszuloten versuchen. Und man befolgt eifrig unseren wiederholt und somit also berechtigt (!) gegebenen Ratschlag: "Nicht zu viel plaudern, liebe Leute,  ihr redet euch um Kopf und Kragen."

Es ging um die Wirkungen mehrerer unserer Blogbeiträge über Elitären Satanismus und über freimaurerähnliche, satanismusnahe Logen.

Und so scheint es langsam Sinn zu machen, eine Liste anzulegen aller Internetseiten, denen wir recht auffällige und wichtige Informationen entnommen hatten, und die dann wenige Wochen oder Monate später nicht mehr im Netz aufzufinden sind.

Sozusagen eine Liste der "erfolgreich abgeschossenen" Internetseiten!? Und jeweils einen neuen Ring als Zeichen für einen erfolgreichen Abschuß auf das sinnbildlich zu denkende Kanonenrohr "Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt!" - ?

Eine Liste der aus dem Internet genommenen Seiten, auf die wir uns einstmals bezogen ...

Zu dieser Liste jedenfalls wäre neuerdings die Internetseite des MdG-Verlages in Leizpig hinzuzufügen. Denn während wir nach der von ihm ursprünglich angekündigten Neuauflage des Buches "Testament der Freimaurer" über die freimaurerischen Hintergründe des Völkerschlachtdenkmals von Leipzig suchen, ein Buch, das wir ja umfangreich ausgewertet haben hier auf dem Blog, entdecken wir, daß es die Internetseite dieses Verlages gar nicht mehr gibt! Und wird nun eigentlich die Neuauflage überhaupt noch herauskommen? Womöglich war alles wieder einmal nur ein Traum!!!?

In erster Reaktion breitet sich ein breites Schmunzeln auf unserem Gesicht aus.

Aber ein wenig unheimlich ist das wohl auch. Natürlich arbeiten die Autoren dieses Verlages weiter. Und womöglich der Verlag selbst auch. Vielleicht unter anderem Namen. Nur eben wieder mehr auf geheimer Ebene, so wie Jahrzehnte lang zuvor auch. Netter wäre es ja gewesen, diese Leute wären weiterhin so "offenherzig" gewesen im Bekennen der Nähe von Anthroposophie, Freimaurerei und Satanismus zueinander, wie sie gerade im Verlagsprogramm dieses MdG-Verlages in Leipzig so schön zum Ausdruck gekommen waren. Und im Aufdecken der okkulten, freimaurerischen Bedeutung von Kriegerdenkmälern und eines sie bekrönenden "Kubus".

Aktualisierung 26.8.2013: Inzwischen gibt es wieder eine Internetseite eines MdG-Verlages. Allerdings scheint er inzwischen nach Karlsruhe umgezogen zu sein. Wenn wir uns recht erinnern, ist der Inhaber Daniel Salim Rupp der gleiche geblieben. Derzeit sind noch keinerlei Bücher auf der Internetseite angeboten. Ob vielleicht doch alles wieder kommt ... ? (Und welche Freimaurerlogen gibt es in Karlsruhe?) (Man vergleiche zu diesen unseren fehlerhaften Annahmen die Kommentare zu diesem Blogbeitrag.)

"Projekt 2013" und "Engagierte Wissenschaft" in Leipzig

Netter wäre gewesen, man hätte den Versuch einer sachlichen Verteidigung gemacht. Aber dazu ist unsere Zeit wohl - - - "noch nicht reif genug", solch einen Versuch der Verteidigung zu "verstehen". (Sie nimmt sicherlich noch nicht genug Drogen, wie Trevor Ravenscroft meinte.) (Kommentare gab es ja eigentlich schon auf den diesbezüglichen Blogbeiträgen, wir wollen uns mal nicht beklagen ...) Also macht man sich auf leisen Sohlen schnell wieder davon! Nun denn: Mit herzlichen Grüßen nach Leipzig!

Dabei  gibt es so gute Ansätze - gerade in Leizpig, der Stadt der Bürgerbewegung:

So daß wir schon überlegt hatten, ob nicht auch von unserer Seite dort ein Projekt vorgeschlagen werden sollte für das Gedenkjahr 2013. Und folgend das Gedenkjahr von 2014, der hundertjährigen Wiederkehr des Freimaurermordes von Sarajewo. Vielleicht am besten gemeinsam mit dem MdG-Verlag ... - ? (- Ok, zugegeben. Das war ein Scherz! Ein Scherz!!!!) Aber nun ist er ja auch weg. "Engagierte Wissenschaft" und "Projekt 2013" waren ihm wohl zu nahe gekommen und haben ihn vertrieben ... - ? ("Kraut und Rüben haben ihn vertrieben, hätt die Mutter Fleisch gekocht, so wär er länger blieben ...")

Auf jeden Fall bitte weiter so, ihr Leipziger mit engagierter Wissenschaft. Das ist alles ganz im Geist der "engagierten Wissenschaft" unserer Blogs "Studium generale" und "Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt!"

__________________________________________________
Achtung, Aktualisierung (15.10.2013): Wie wir zwischenzeitlich "aus gut unterrichteter Quelle" erfuhren und in den Kommentaren zu diesem Blogbeitrag darlegen, ging einer der beiden Autoren des Buches, das hier im Mittelpunkt steht, "vor Wut an die Decke", als er unsere Amazon-Leserrezension dazu las und es nicht erreichen konnte, daß Amazon diese Rezension wieder löschte. Während im November 2011 noch eine Neuauflage des hier behandelten Buches angekündigt war, war nur wenige Monate nach Erscheinen unserer Besprechung desselben (!!!)nicht nur nicht mehr von einer Neuauflage die Rede, sondern der ganze Verlag, der dieses Buch herausgebracht hatte, verschwand vollständig von der Bildfläche. Und das, obwohl man gerade jetzt in den Tagen der Hunderjahrfeier des Völkerschlachtdenkmals doch die besten Einnahmen hätte erzielen können mit der Neuauflage eines Buches, das sich schon in fünf deutschen und einer englischsprachigen Auflage so gut verkauft hatte.
All diese Vorgänge und Erkenntnisse sollten eigentlich "das gefundene Fressen" sein für alle Freimaurer- und Hintergrundpolitik-Kritiker. Wann das wohl einmal wirklich Wellen schlägt? Ein mittlerer Tsunami dürfte doch in all dem an Brisanz enthalten sein. Was ja auch schon an der Reaktion des Autors selbst ablesbar ist. Stattdessen haben unsere Besprechungen seit fast zwei Jahren erstaunlich geringe öffentliche Resonanz erfahren in Leipzig und anderswo. Schade, daß da dem Publikum ein so großer Unterhaltungswert vorenthalten wurde und wird. Dabei dachte und denkt der Blogautor, er müßte sich doch vor Anfragen von Journalisten und Verlagen kaum retten können. Denn das Ganze ist eine Komödie köstlichster Art, wenngleich es zugleich einen sehr, sehr ernsten Hintergrund hat. Vielleicht sollte ich mal Gerhard Wisnewski persönlich auf dieses "Ding" hinweisen - ? Oder wen?
_________________________________________________

[31.1.2018] Die Geschichte mit diesem Verlag ging danach übrigens immer noch weiter, siehe:

  • "Totgesagte leben länger - Der MdG-Verlag in Leipzig ist wieder da" (GA-j!, 15.2.2016) und 
  • " 'Herrn Badings Inquisitionsschriften ...' "  (GA-j!, 12.7.2017).

Samstag, 31. Dezember 2011

"Freimaurer müssen Front machen gegen Staaten und Regierungen, die dem großen Menschheitsziel entgegenlaufen"

"Sind gepanzerte Fäuste notwendig?" - Offenbar weitere Erläuterungen zum Freimaurerdenkmal in Leipzig in einem angekündigten Reprint aus dem Jahr 1927

Ernst Kallmeyer (aus: 21)
In einem früheren Beitrag (41) war der okkult-freimaurerisch-anthroposophische MdG-Verlag in Leipzig behandelt worden und es war kurz auf die Tatsache hingewiesen worden, daß dieser einen Reprint der Schrift "Ludendorff anti Freimaurerei" aus dem Jahr 1927 (21) angekündigt hat von dem Mazdaznan-Anhänger Ernst Kallmeyer (siehe Abb.), einem okkultgläubigen Freund des okkultgläubigen Malers Fidus. 

Diese Schrift soll im folgenden kurz behandelt werden. Denn sie scheint doch manches weitere erläuternde Licht auf die okkulte, volksverhetzende Symbolik des Freimaurertempels in Leipzig zu werfen und wohl nicht zuletzt deshalb vom MdG-Verlag als Reprint angekündigt zu sein. Kallmeyer, der von sich selbst schreibt, er wäre kein Freimaurer, sagt unter anderem (21, S. 12):
Was Ludendorff uns vom Freimaurertum berichtet, ist nichts anderes als die Bestätigung, daß innerhalb der Freimaurerei uraltes Weistum gehütet und daß in ihm die Mysterien des Ostens gewahrt wurden zur Befruchtung auch des Abendlandes.
Kallmeyer erklärt in seiner Schrift im weiteren die Religion der Germanen vor ihrer Christianisierung zu naivem Kinderglauben und Aberglauben, verteidigt aber in lächerlichem Widerspruch dazu den Monotheismus und den Okkultismus, sowie den Zahlenaberglauben, die Zahlenmysik der Kabbala, der Gemetria und der  Astrologie als - - - "abendländische Weisheit" (21, S. 19). Nur ein Beispiel für seine Art zu denken (21, S. 19f):
Wenn wir auf unsere heutige Architektur blicken (...), sehen wir doch, daß ganz offensichtlich die gerade Linie, der Kubus, sich durchsetzen wollen. Dies geschieht einfach nur deshalb, weil entgegen der bisherigen mehr oder weniger seelischen Verschwomenheit Geistiges sich durchringen will, dessen intellektuelle Formensprache die gerade Linie ist.
Die intellektuelle Formensprache des Geistigen ist also die Linie! Man ist einfach nur noch entzückt. Das scheint ja schon sehr schön im freimaurerischen, mehr aber noch im okkultgläubigem, anthroposophischen und Mazdaznan-Geiste gesagt zu sein. Offenbar hat man da im MdG-Verlag in Leipzig einen wirklichen Bruder im Geiste gefunden. -

Freimaurerlogen hüten okkulte abendländische Verblödung, äh, nein: ... "Weisheit"

Dieser okkultgläubige, bzw. okkult verblödete Freimaurerfreund Kallmeyer zitiert nun den Freimaurerkritiker Erich Ludendorff aus dem Jahr 1927 mit den Worten (21, S. 9):
"Jeder Rassebegriff ist diesen Logen fremd, sie nehmen Deutsche und Juden auf und damit selbstverständlich auch jüdische Mitglieder der vorstehend genannten jüdischen Logen. Der Begriff 'Humanitas' wie das Wesen jeder Freimaurerei fordert nun einmal die Fernhaltung alles dessen, 'was die Menschheit" oder die 'Menschlichkeit' trennt, d. h. 'aller religiös-kirchlichen, politischen und vaterländischen' Angelegenheiten, dafür wird Völkerverschmelzung erstrebt'."
Dazu sagt Kallmeyer nun (21, S. 9):
Sind denn das nicht geradezu vorbildliche Grundsätze? Welcher aufgeklärte, von wirklichen Idealen erfüllte Mensch wird dem nicht zustimmen? - Ist es denn durchaus notwendig, daß (...) wiederum erst gepanzerte Fäuste auf Europa niedersausen, es zunächst einmal zu einem Pan-Europa zu formen, als Vorläufer zu einer Pan-Welt? - Lassen sich derartige notwendige Wandlungen, die dem Zeitgeist entsprechen, nicht endlich einmal auf dem Wege der Vernunft hervorrufen?
Was in diesen wenigen Sätzen alles enthalten ist! Ob sich das Kallmeyer selbst eigentlich klar gemacht hat? Im Gegensatz zu vielen anderen damaligen Okkultlgläubigen und im Gegensatz zu vielen damaligen Freimaurern legt also der Mazdaznan-Anhänger Kallmeyer zunächst keinerlei Wert darauf, dem damaligen völkischen Zeitgeist zu entsprechen und zumindestens äußerlich "völkische" oder national-patriotische Phrasen zu dreschen. Wenigstens das! Er hingegen weiß von einem ganz anderen "Zeitgeist".
  
Und darin steht Ernst Kallmeyer nun ganz offen für alles das, was ein Erich Ludendorff - sozusagen als ein früher Globalisierungs-Kritiker - zutiefst ablehnt. Kallmeyer steht für alle jene Globalisierungsziele, denen Ludendorffs ganzer Kampf gilt. Und das in der vermeintlich ganz freundlich-sanftmütigen Weise eines typischen Mazdaznan-Anhängers, der die "Versöhnung" durch die Vernunft des Okkulten dem "Kampf" vorzieht. Aber nicht nur das. Das, für das er, Ernst Kallmeyer, steht, erklärt Kallmeyer schlicht für "notwendige Wandlungen, die dem Zeitgeist entsprechen".

Aber auch das ist noch nicht alles. In lamoryantem Ton fragt Kallmeyer 1927 dann weiter: Müssen denn "wiederum erst gepanzerte Fäuste auf Europa" niedersausen? Solche Worte in der Reprint-Schrift eines Verlages zu lesen, der in einer seiner meistverlegten Schriften die "gepanzterte" Freimaurer-"Faust" des "Heiligen" Kriegs-, Todes- und Würgeengels Michael am Freimaurerdenkmal in Leipzig zelebriert, hat nun tatsächlich wohl so seinen ziemlich eigenen Geschmack. Zumal in jenem Nebensatz, der im obigen Zitat ausgelassen worden war, noch zusätzlich die Frage eingeschoben war: Brauchen wir denn wirklich einen neuen Napoleon
der wie eine Geißel über Deutschland dahinbrauste, die Kleinstaaterei beseitigend?
Also die "gepanzerte Faust" eines Napoleon. Der "Zeitgeist" fordert also das "Pan-Europa" und die "Pan-Welt". Und für Kallmeyer stellt sich nur die Frage: Werden wir dem Zeitgeist denn endlich einmal über den Weg der Vernunft gerecht werden - oder bedarf es wirklich eines neuen Napoleon? Das dem Zeitgeist Entsprechende, so Kallmeyer, wird sowieso "notwendig" kommen - so oder so!

"Sind gepanzerte Fäuste notwendig?"

Daß nun im Umfeld der Freimaurer und Okkultisten in den Kategorien solcher "Notwendigkeiten" gedacht würde, war ja ab 1927 die stetige Kritik, die Ludendorff äußerte, und weshalb er 1930 auch seine Schrift "Weltkrieg droht auf deutschem Boden" veröffentlichte.

Da nun aber die Schrift "Testament der Freimaurer" (7) über das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig im gleichen Verlag erscheint wie der Reprint dieser Kallmeyer-Schrift (41), und da in "Testament der Freimaurer" die unterstellte Zugehörigkeit Napoleons zur Freimaurerei auch keine geringe Rolle spielt, könnte man schon so  manche sich andeutende "Zusammenhänge" erkennen, wenn man wollte. 

Und wenn ein solcher Reprint angekündigt wird in einer Zeit, in der der Tonfall von Leuten wie Wolfgang Schäuble und vielen anderen, die gerade gegenwärtig auf eine stärkere europäische Einigung hinwirken, nicht wesentlich anders ist, als die Lamoryanz dieses Ernst Kallmeyer, wird auch das so seinen eigenen Sinn haben.  Auch Schäuble sieht mit vielen anderen Angehörigen der heutigen politischen Elite die Einigung Europas als dem Zeitgeist entsprechend an, als "notwendig" an. Alternativen dazu weist er mit dem plumpen, klischeehaften Argument der Erfahrung zweier Weltkriege zurück. Ganz im Geiste des Mazdaznan-Anhängers Kallmeyer, wie es scheint.

Aber oft hört man bei solchen Politiker-Äußerungen im Hintergrund mehr mit (siehe frühere Beiträge hier auf dem Blog). Da schwingt immer wieder einmal bei polnischen oder österreichischen Ministern noch deutlicher, als im eben genannten Argument die Drohung mit hinein: Wenn ihr die europäische Einigung nicht auf dem Weg der Vernunft zu erreichen euch bemüht, ihr Kinder, wird wohl die gepanzerte Faust eines Dritten Weltkrieg kommen ("müssen"), bzw. werden sich frühere Klassen- und/oder Rassengegensätze erneuern. Das wollt ihr doch nicht wirklich ...? Na, also! (Und so weiter .) - - -

"Freimaurer müssen Front machen gegen Staaten und Regierungen, die dem großen Menschheitsziel entgegenlaufen"

Ernst Kallmeyer nun erklärt von sich, kein Freimaurer zu sein. Aber er ist mit den Zielen der Freimaurer sehr einverstanden, wie er schreibt. Und wenn er dies betont, wird die eben erläuterte Kriegsdrohung auch gleich noch etwas "konkreter" (21, S. 11):
Daß der Orden der Freimaurer Politik treibt, nicht Parteipolitik, wohl aber umfassende Weltpolitik, ist anzunehmen, ja, eigentlich selbstverständlich angesichts ihrer bereits erwähnten Menschheitsziele. Daß dabei auch einmal Front gemacht werden muß gegen dieses oder jenes Reich bzw. seine Regierung, dessen Entwicklung Bahnen einschlägt, welche dem großen allgemeinen Menschheitsziel entgegenlaufen, ist auch nur zu natürlich.
Na klar! Das ist nur "zu natürlich". Was will man eigentlich mehr? Der Freimaurerorden macht und machte "Politik"? Auch mit dem volksverhetzenden Freimaurerdenkmal in Leipzig im Jahr 1913? 

Will also jedenfalls heißen "Front" entweder mit den Mitteln der Vernunft - oder mit den Mitteln ... Napoleons ... Oder mit der gepanzerten Faust des Würgeengels von Leipzig. Da verwandelt sich dann die Menschheitsverbrüderungs-Rhetorik eines Kallmeyer doch recht schnell in recht kennzeichnende "Fronten", nicht doch, etwa: gegen "Schurkenstaaten" und "Achsen des Bösen" ... 

Insgesamt also eine Schrift, die wohl recht gut zur okkulten Symbolik des Freimaurerdenkmals in Leipzig paßt.


_______________________
  1. Professor Pharos: Der Prozess gegen die Attentäter von Sarajewo. Nach dem amtlichen Stenogramm der Gerichtsverhandlung aktenmäßig dargestellt von Professor Pharos mit einer Einleitung von Josef Kohler. R.v.Decker's Verlag, Berlin 1918 (Scribd)
  2. Bading, Ingo: "Weiße Magie zugunsten unserer arischen Rasse ...". Die tausend Masken des Meisters Rudolf Steiner. Auf: GA-j!, 22.4.2011
  3. Lennhoff, Eugen: Internationales Freimaurerlexikon. 1932 (Internetausgabe)
  4. Dedijer, Vladimir: Sarajevo 1914. Prosveta, Beograd 1966 (serbisch). -  The Road to Sarajewo. Simon and Schuster, 1966, 550 Seiten (engl.). - Die Zeitbombe. Sarajewo 1914. Europa Verlag, Wien, Frankfurt, Zürich 1967 (deutsch)
  5. Affeldt, Rolf; Heinrich, Frank: Das Völkerschlachtdenkmal gibt sein Geheimnis preis. Nouvelle Alliance, Leipzig 1993
  6. Hans-Dieter Schmid: Völkerschlachtdenkmal, Völkerschlachtgedenken und deutsche Freimaurerei im Jubiläumsjahr 1913. In: Marlis Buchholz u. a. (Hrsg.): Nationalsozialismus und Region. Festschrift für Herbert Obenaus, Bielefeld 1996, S. 355-379
  7. Affeldt, Rolf; Heinrich, Frank: Testament der Freimaurer. Das Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig. Helikon Joggers, Bartsch & Sippenauer, Leizpig 1999
  8. Affeldt, Rolf; Heinrich, Frank: Testament der Freimaurer. Das Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig. MdG-Verlag, Leipzig 2000 (4. Aufl.) 2009 (224 S.); auch auf englisch: MdG-Verlag 2008
  9. Förster, Otto W.; Hempel, Günter Martin: Leipzig und die Freimaurer. Eine Kulturgeschichte. Taurus Verlag 2007 (Amazon)
  10. Ludwig, Karin; Erler, Michael: Tempel, Logen, Rituale. Die Geheimnisse der Freimaurer. Dokumentarfilm, Deutschland 2008. 44 Minuten. Ein Film der Neuen Mediopolis Filmproduktion GmbH Leipzig im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks. Ausgestrahlt auf: ARD, 20.8.2008, 23.30 Uhr, Phoenix, 10.2.2009, Schweizer Fernsehen, 7. und 9.6.2009, 3Sat, 9. Juli 2009, 20.15 Uhr, 3Sat, 17.7.2011, MDR, 12.6.2011, Phoenix, 26.11.2011 
  11. Süß, Alexander: Leipziger Freimaurer in Wort und Stein. Der Einfluss der Logen auf das Völkerschlachtdenkmal und die Verlagsstadt. Salier Verla, Leipzig 2009 (siehe Rezension von Ralf Julke)
  12. Heinrich, Frank: Architekt Clemens Thieme. MdG Verlag, Leipzig 2009 (90 S.)
  13. Erler, Michael: Das Geheimnis des Völkerschlachtdenkmals. (In der Reihe: Mitteldeutsche Wahrzeichen.) Dokumentarfilm, Deutschland, 30 Min. (Moderator: Axel Bulthaupt) MDR, 15.11.2011, 20.45 Uhr (Interview mit Frank Heinrich).
  14. Ullrich, Jens: Das Völkerschlachtdenkmal und die Freimaurer. Logenbrueder.de, 2005
  15. Treffpunkt Leipzig: Auf den Spuren der geheimnisvollen Freimaurer.
  16. Filmliste Geheimgesellschaften. In: Kino Okkult. Eine geheime Weltgeschichte im Zeitalter des Films.
  17. Janßen, Karl-Heinz: Tannenberg - Ein deutsches Verhängnis. Die Zeit, 23.9.1977
  18. Kallmeyer, Ernst: In Harmonie mit den Naturgesetzen. Die echte Geistes- und Körperpflege (mit einigen Abb., Illustrationen) Verlag der Buchhandlung Erdsegen, Brannenburg/Obb. 1908 (274 S.) (Themen: Esoterik, Krankheit, Gesundheit, Erkenntnis, Leid überwinden, Lebensernergie, Gott, Ehe, Fruchtesser, Ernährung, Nacktkultur)
  19. Kallmeyer, Ernst; Kallmeyer, Hade: Künstlerische Gymnasik. Harmonische Körperkultur nach dem amerikanischen System Stebbins-Kallmeyer (mit 137 Abbildungen). Kulturverlag 1910 (184 S.)
  20. Kallmeyer, Ernst; Kallmeyer, Hade: Harmonische Kultur. Monatsschrift für Körper-, Seelen- und Geistespflege. Kulturverlag 1911
  21. Kallmeyer, Ernst: Ludendorff anti Freimaurerei, ein Schlag ins Wasser. Davidsstern, Hakenkreuz in ihrer wahren Bedeutung. Verlag Triasmus, Hamburg 1927 (31 S.)
  22. Kallmeyer, Ernst; Kallmeyer, Hade: Dynamisches Atmen. 1928 (vgl. Wedemeyer-Kolwe, S. 167, Anm. 174)
  23. Kallmeyer, Ernst: Leben unsere Toten? Eine Weltanschauung als Antwort. (Freie Religion/Lebensweisheit) Kultur-Aufbau-Verlag, Stuttgart 1946 (47 S.)
  24. Wedemeyer-Kolwe, Bernd: "Der neue Mensch". Körperkultur im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Königshausen & Neumann, Würzburg 2004 (Google-Bücher) (520 S.)
  25. Linde, Bernhard: Vril. Ahriman, Luzifer und die Vril-Kraft. MdG-Verlag, Leipzig 2000 (121 S.) (Amazon); "Ergänzte Neuauflage" (in Bearbeitung?)
  26. Bading, Ingo: Das Dritte Reich - gesteuert von einem "geheimen Orden globaler Satanisten"? Zum Buch von Trevor Ravenscroft "Der Speer des Schicksals" (1972)GA-j!, 4.3.2011
  27. Bading, Ingo: "Weiße Magie zugunsten unserer arischen Rasse ..."  Die tausend Masken des Meisters Rudolf Steiner. GA-j!, 22. April 2011
  28. Bading, Ingo: Rudolf Steiner Zeuge satanistisch-ritueller Folterungen und Morde. GA-j!, 29. April 2011
  29. Bading, Ingo: Rudolf Steiner Zeuge satanistisch-ritueller Folterungen und Morde II. GA-j!, 30. April 2011   
  30. Tietz, Jürgen: Das Tannenberg Nationaldenkmal. Architektur, Geschichte, Kontext. (Diss.) Verlag Bauwesen, Berlin 1999
  31. Grünwald, Andreas: Das Reichsehrenmal Tannenberg. Auf: http://tannenberg-denkmal.de/ 
  32. Springer, Andreas: Das Tannenberg-Nationaldenkmal. Internetseite.
  33. Mühleisen, Christa: Generalfeldmarschall und Reichspräsident  Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorf und von Hindenburg. Sein Leben in Wort und Bild in 8 Teilen. 09.06.2006 
  34. Koch, Christian: Der Hindenburgkult und das Tannenberg-Denkmal. Masterarbeit. GRIN-Verlag 2008 (Google Bücher
  35. Ludendorff, Erich: Vom Feldherrn zum Weltrevolutionär und Wegbereiter Deutscher Volksschöpfung. II. Band: Meine Lebenserinnerungen von 1926 bis 1933. Verlag Hohe Warte, Stuttgart 1951
  36. Ludendorff, Mathilde: Freiheitskampf wider eine Welt von Feinden an der Seite des Feldherrn Ludendorff. V. Teil von: Statt Heiligenschein und Hexenzeichen mein Leben. Franz von Bebenburg, Pähl 1967
  37. Schnoor, Frank: Mathilde Ludendorff und das Christentum. Eine radikale völkische Position in der Zeit der Weimarer Republik und des NS-Staates. Diss. Deutsche Hochschulschriften, Kiel 1998
  38. Grippo, Giovanni: Das Erbe der Templer. Giovanni Grippo Verlag 2011 (freies pdf.)
  39. Osterrieder, Markus: Die Johannes-Ritter von San Juan de la Pepeña. Das Königreich Aragón, der Jakobsweg und die Tempelritter. Auf: CeltoSlavica 1997 - 2010
  40. Bading, Ingo: Schreckensmale okkulter Priesterdiktatur - Die Schlachtendenkmäler von Leipzig und Tannenberg. GA-j!, 27.11.2011
  41. Bading, Ingo: Über Schlachtfelder zu Gott: Das okkult-satanistische Völkerschlachtdenkmal in Leipzig. GA-j!, 28.11.2011
  42. Bading, Ingo: Kriegerdenkmäler als Freimaurerdenkmäler - das Beispiel Tannenberg (1927). GA-j!, 09.12.2011
  43. Bading, Ingo: Die Freimaurer und die SS: "Todesmutige Männer in schwarzen Uniformen". GA-j!, 09.12.2011
  44. Börsch-Supan, Helmut: Rezension von Peter Hutter "Die feinste Barbarei". Das Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig. Eine Studie über die "germanische" Kunst des 19. Jahrhunderts. (Diss.) von Zabern, Mainz 1990. In: Nordost-Archiv - Zeitschrift für Regionalgeschichte. Bd. VI/1997, H. 1, S. 407 - 409 (freies pdf.)

Freitag, 9. Dezember 2011

Die Freimaurer und die SS: "Todesmutige Männer in schwarzen Uniformen"

Kriegsverherrlichung und Satanismus in Leipzig
Zusammenfassung: Das Buch "Testament der Freimaurer" (7), das 1993 erstmals die freimaurerischen Hintergründe des Völkerschlachtdenkmals von Leipzig bekannt gemacht hatte, ist von zwei Freimaurern und Anthroposophen verfaßt worden, die selbst okkultgläubig sind und in ihrer Okkultgläubigkeit einen tiefen Blick werfen lassen in offenbar typisches freimaurerisches und anthroposophisches Denken, das tief hineinreicht in satanistisches und kriegsverherrlichendes Denken. (Eine kürzere Fassung dieses Beitrages ist auch als Amazon-Rezension erschienen.)
Achtung, Aktualisierung (15.10.2013): Wie wir zwischenzeitlich "aus gut unterrichteter Quelle" erfuhren, ging einer der beiden Autoren des im folgenden besprochenen Buches "vor Wut an die Decke", als er unsere Amazon-Leserrezension dazu las und es nicht erreichen konnte, daß Amazon diese Rezension wieder löschte. Während des Verfassens  des folgenden Beitrages im November 2011 war noch eine Neuauflage des hier behandelten Buches angekündigt. Wenige Monate nach Erscheinen dieses Blogbeitrages (!!!) war nicht nur nicht mehr von einer Neuauflage die Rede, sondern der ganze Verlag, der dieses Buch herausgebracht hatte, verschwand vollständig von der Bildfläche. Und das, obwohl man in diesen Tagen der Hunderjahrfeier des Völkerschlachtdenkmals doch beste Einnahmen hätte erzielen können mit der Neuauflage eines Buches, das sich schon in fünf deutschen und einer englischsprachigen Auflage so gut verkauft hatte. Mehr dazu in diesem Folgebeitrag, insbesondere auch in den dort eingestellten Kommentaren.*) 

185.000 Assyrer metzelte er nieder in einer Nacht. Inzwischen hat ihn sogar der Papst "abgeschafft". Zumindest offiziell. Nur in Leipzig, da will man ihn behalten. Den satanischen Würge- und fanatischen Kriegsengel "Michael". Als Wahrzeichen der Stadt. Dieser Freimaurermetropole. Stehend, protzig über dem Eingangsportal des Völkerschlachtdemkmals, dieses Freimaurerkolosses. Hitler- und Stalin-Denkmäler hat man verschrottet. Dieses kriegsverherrlichende satanistische, okkulte Freimaurerdenkmal totalitärer Priesterherrschaft - es wird stattdessen restauriert. Mit Steuermitteln. Schon im Dezember 1999 wurde berichtet (Spiegel1999):

"Im 'Heiligen Jahr 2000' sollen die Engel nur noch friedlich sein. Würge-, Kriegs- und Todesengel sind passé."
Abb 1: Würgeengel Michael
Und etwas weiter heißt es über dieses Volk der biblischen "Würge-, Kriegs- und Todesengel", die da vom Papst "abgeschafft" worden sind (s.a. Wiki):
... Dann ist der Schreck groß, besonders, wenn der Erzengel Michael auftritt. Das ist ein rabiater Haudegen. Bewaffnet mit Flammenschwert und Speer hat er vor Zeiten im Himmel einen Putsch niedergeschlagen. Dabei erledigte er den "großen Drachen, die alte Schlange, die da heißt Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt", wie Johannes in seiner Offenbarung berichtet. Alle Putschisten wurden auf die Erde geworfen. Rund ein Drittel der himmlischen Heerscharen fiel so schon am zweiten Schöpfungstag aus Gottes Gnade.
Nach dem Biß in den Apfel expedierte der tatkräftige Michael auch Adam und Eva aus dem Paradies. Auf Erden leitete der "Fürst der himmlischen Heerscharen" später Jeanne d'Arc, die streitbare Jungfrau von Orléans, in den Kampf. (...) Sein Bildnis zierte auch die Flagge des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation - daher das Wort vom "deutschen Michel". (...) Für die Soldaten ist der Erzengel Michael ohnehin zuständig, hat er doch ganz allein in einer finsteren Nacht 185.000 Assyrer hingemetzelt. Und siehe, so steht es im Zweiten Buch der Könige, morgens frühe lagen da "alles eitel tote Leichname".

Diese frohe Botschaft von der Abschaffung dieses mörderischen Würge- und Kriegsengels scheint nicht bis nach Leipzig und nicht bis in okkulte Freimaurer- und Anthroposophen-Ohren gedrungen zu sein. In Leipzig fährt er immer noch einher, riesig, herrisch, mordend, zerstörerisch, auf einem Kriegswagen mit einem Flammenschwert voller Blutgier und Gier nach Gewalt und Gewaltherrschaft ... Errichtet im Jahr 1913. - - - Und ein Jahr später war er auch schon da, ... der Krieg.

Nun gut! Es gibt Leute, die sind von Okkultismus angewidert. Und sie sind deshalb auch angewidert von der "Geistwissenschaft" - oder gar "Geisteswissenschaft"! - eines Rudolf Steiner. Nun gut. Diese Leute werden dann auch angewidert sein von dem Buch "Testament der Freimaurer" der (Hochgrad-)Freimaurer Rolf Affeldt und Frank Heinrich, erschienen in vierter Auflage 2009. Aber für sie ist es ja auch - wohl! - nicht geschrieben. Es handelt von dem Völkerschlachtdenkmal von Leipzig, und davon, daß dieses Denkmal von A bis Z ein Freimaurerdenkmal, besser ein Freimaurerkoloß ist. Und wenn man dieses Buch 1999 in zweiter Auflage kaufte, spendete man automatisch mit dem Kauf eine "Deutsche Mark" des Kaufpreises "für die Sanierung des Denkmals"! Kann man eine solche Sanierung wünschen und wollen?

Die beiden (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich schreiben selbst (7, S. 97), daß die Leipziger das Denkmal als "düster" und "martialisch" empfinden und diesem "Koloß" gegenüber eine "Haßliebe" empfinden. Nachdem man in ihrem Buch gelesen hat, daß mit diesem Koloß allen Nichtfreimaurern in freimaurerischer Geheimsprache der größte, okkulte Freimaurertempel der Welt vor die Nase gesetzt wurde, der Nachahmung im Gruppenleitersaal der SS-Ordensburg Wewelsburg gefunden hat, und an dem sich Adolf Hitler für die von ihm geplanten Gefallenendenkmäler des Zweiten Weltkrieges orientieren wollte, möchte man eigentlich nur noch eines: daß das Ding so schnell wie möglich dem Verfall preisgegeben wird und so bald wie möglich abgerissen wird. Und daß die Abrißkosten die deutschen Freimaurer zahlen.

Wie viel freimaurerischer Geist hat eigentlich das Dritte Reich wirklich getragen, fragt man sich nach der Lektüre dieses Buches.

Aber nicht zuletzt dieses Buch hat es offenbar erreicht, daß mit umfangreichen Steuergeldern dieser widerliche, martialische, kriegsverherrlichende, Völkermord verherrlichende Freimaurerkoloß aufwendig restauriert worden ist und zu einer neuen - okkulten? - "Blüte" gelangt ist. Und daß die (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich weiterhin geheimnisvoll-okkulte Führungen in diesem Koloß veranstalten können. - Und wer weiß denn, was sie und ihre Freimaurer- und Anthroposophen-Brüder noch so alles treiben in dieser ihrer "Gralsburg", in diesem ihrem ekelhaften "deutschen Delphi" "zugunsten" der von ihnen gar so gern zelebrierten "deutschen Volksseele".

Daß sich das die Leizpiger, die Sachsen, die Deutschen und die Europäer gefallen lassen ... Auch und gerade nachdem sie von der widerlichen freimaurerischen, okkultverblödeten, "gotteswahnsinnigen" Geheimsymbolik dieses Denkmals wissen? Offenbar hat es deutlicheren Widerstand nur unter den bisherigen Touristenführern des Denkmals gegeben. Denn wurde ihr Wissen nicht völlig nutzlos, seit 1993 die freimaurerischen und okkulten Hintergründe dieses Denkmals aufgeklärt worden sind? Mußten nicht wenigstens sie sich - nein, nicht freimaurerisch: "verkahlt", sondern - deutsch und gerade "verkohlt" vorkommen?

"So hat es den Verdacht gegeben, daß wir die bisherige militärhistorische, baugeschichtliche und museale Fassung der Fremdenführung korrigieren wollten oder gar unsere freimaurerische Aufdeckung allein an deren Stelle zu rücken gedächten,"

schreiben die (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich im Vorwort zur zweiten, überarbeiteten Neuauflage 1999 (7, S. 7). Wie soll man auch als Nichtfreimaurer jetzt noch kompetente Führungen anbieten können an diesem Freimaurerdenkmal?

Aber die viel grundlegendere Frage ist: Wie konnten und können die Freimaurer überhaupt die Stirn haben, einem solchen Denkmal noch eine eigene Geheimbedeutung zu geben, wo es doch schon ansonsten auf allerhand an "Bedeutung" aufmerksam machen soll? Freilich nur auf ganz "profane", unheilige Bedeutung. ... Die Veröffentlichung der (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich fand ansonsten, wie sie selbst schreiben, überwiegend positive Aufnahme. Im Internet findet man bis heute nirgendwo auch nur den Ansatz einer kritischen Bemerkung zu diesem Buch.

Relativierung der nationalsozialistischen Verbrechen

Dabei betreibt dieses Buch auch noch in allzu klarster Weise eine allzu typische okkulte Relativierung der nationalsozialistischen Verbrechen. Das Hakenkreuz, dieses heute doch sicherlich mit Recht verbotene Zeichen, sollen wir, so meinen die (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich, - ebenso wie das Völkerschlachtdenkmal - nicht mehr als "dämonisch" und bösartig oder gar - horribile dictu! als: "unbehaglich" - empfinden. Nein, nein, als okkultes Symbol selbst ist es ja offensichtlich viel wichtiger als als Symbol einer geschichtlichen Unheilszeit. Und als dieses okkulte Symbol wäre es eben - - - "neutral". Und wir sollten uns nicht so haben (7, S. 95):

"Als esoterisches Symbol hat es Ewigkeitscharakter. (...) Und so bleibt es ein magisches Sinnzeichen auch für unsere moderne Geisteswissenschaft" 
- will heißen natürlich Geisteswissenschaft im Sinne von Rudolf Steiner und im Sinne aller (Hochgrad-)Freimaurer, die auf seiner Linie arbeiten!

(- Wieviele sind das eigentlich? Gehört Otto Schily dazu? Und wer noch? Horst Mahler? Hans-Christian Ströbele? Werner Haverbeck? Wieviele Leiter und Mitarbeiter des Bundesamtes und der Landesämter für Verfassungsschutz? - Nein aber auch! Solche impertinenten Fragen!)

Schon die selbstgerechte Verdrehung der Begriffe ist hier einfach ekelhaft. Wer läßt sich denn so etwas überhaupt bieten? Die Geisteswissenschaft selbst als okkulte Geisteswissenschaft zu verstehen. Zugleich versteht man sie hier als Geheimwissenschaft. Denn die öffentliche Benutzung des Hakenkreuzes ist heute verboten. Soll man daraus ableiten, daß das Hakenkreuz in den Freimaurerlogen benutzt wird? Hübscher Gedanke!
"Und selbst die schwarze Sonne ist eine geistige Vorstellung, die nicht aus nationalsozialistischen Wiegen stammt."

Also auch die okkulte "Schwarze Sonne" will man weiterhin in seiner freimaurerisch-anthroposophischen "Geisteswissenschaft" benutzen. Man möchte ja gar nicht so weit gehen und von "nationalsozialistischer Wiederbetätigung" im (dafür typischen!!!!????) freimaurerisch-theosophischen Umfeld sprechen. Schließlich versichern uns ja die okkultgläubigen (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich, daß diese Weiterbenutzung der nationalsozialistischen Symbolik "nuuuuur" im guten "weißmagischen" Sinne geschehen soll, "keiiiiiiiiiinesfalls" im bösartig "schwarzmagischen" Sinne. Kurze Nebenfrage: Wenn man ein solches Denkmal wie das Völkerschlachtdenkmal gut findet, soll bei der Weiterbenutzung des Hakenkreuzes und der Schwarzen Sonne etwas Gutes bei herauskommen? Spinnt ihr? Glaubt ihr, ihr könnt die Deutschen mit allem verar----?

Wie es so typisch ist für okkultes, magisches Denken, verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse in diesem Buch bis zur Unkenntlichkeit. Wie so typisch kann man Gut in Böse und Böse in Gut umdrehen mit nur ein paar hübschen okkulten, beliebig manipulierbaren Gedankentricks. Was nämlich im einzelnen "weiß-" oder "schwarzmagisch" ist, bestimmt natürlich der einzelne Okkultgläubige selbst ganz willkürlich für sich. Oder die Loge, der er angehört. Und natürlich sind er selbst und seine Loge immer hübsch "weißmagisch". Und wenn nicht, dann sagt er mit jenem "früheren" Großmeister der "Fraternitas Saturnis", der uns dies vor knapp einem Jahr so hübsch satanistisch ins Stammbuch geschrieben hatte:

"Sind nicht jene, die die Welt verderben die Brüder der Tugendhaften?"
Aber natürlich! Die Nazis! So schlimm sie auch waren. So waren sie doch auch --- "tapfer". Und so haben sie doch auch - und ganz im freimaurerischen Sinne! - "den Tod verachtet". So der Tenor der (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich. Hallo? Hakt's noch? Wird so heute noch in Freimaurerlogen gedacht? Wie muß man dann erst in ihnen 1933 gedacht haben! Oder - ehäm ... 1939? ... 1945?

Die (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich stehen nämlich offenbar sogar für eine sehr "nationalgesinnte" deutsche Freimaurerei. Sprechen sie doch von der (7, S. 96)
"heillosen Flucht in den europäischen Gedanken".
Wirklich sehr "uneuropäisch" für Freimaurer, die das kriegsverherrlichende Freimaurerdenkmal auf einem typisch europäischen Völkerschlachtfeld toll finden, da gerade auf einem Schlachtfeld wohl der Weg zu Gott besonders günstig zurückzulegen ist. Sie sprechen von
"blindem Rechtsradikalismus".
Na also! Gibt es also auch sehenden! Na wunderbar! Fast möchte man ja aus solchen Worten ableiten, wie man in höheren Rängen der Landesämter für Verfassungsschutz oder der Kriminalpolizei in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt denkt, wenn man sich mit einem solchen Phänomen wie dem "Nationalsozialistischen Untergrund" und seinem Umfeld in den letzten Jahren beschäftigt hatte:
"Sind nicht jene, die die Welt verderben, die Brüder der Tugendhaften?"

Wenn der satanistische Würgeengel und die Verkörperung der deutschen Volksseele Michael tätig wird, gibt es halt "Kollateralschäden", da ist nun mal "nichts zu machen". Nur wir ahnungslosen Nichtfreimaurer, wir - - - "verstehen" das alles nicht so richtig. Und uns gegenüber darf man das alles nicht gar so offen sagen ... Aber den Freimaurer-Betrug mit dem Völkerschlachtdenkmal von Leipzig im Jahr 1913, den können wir heute schon aufdecken. Da regt sich ja heute kein Mensch mehr drüber auf. Weder in der früheren Freimaurerzentrale Leipzig noch sonstwo. Der Betrug war doch "gut" für die deutsche Volksseele und damit ist er geheiligt!

Der Würgeengel von Leipzig überlebt Hitler- und Stalin-Denkmäler

Wenn die (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich von dem gewiß nicht "milden" Blick des Würgeengels Michael sprechen (s. Abb. 1 und 5), dann hört sich das so an (7, S. 18):

"Sein göttlicher Adlerblick sah aus seiner Höhe ehrfurchtgebietend über die feierliche Zeremonie hinweg in jene Unendlichkeit, wohin kein menschliches Auge zu folgen vermag. (...) Kann es sein, daß hier der Erzengel mit dem Adlerblick das Gottesauge verkörpert?"

W-a-h-n-s-i-n-n. So können heute Freimaurer sprechen. Gotteswahn in Reinkultur. Richard Dawkins hat noch viel zu tun. Er hatte nur die christlichen Kirchen, muslimischen Moscheen und jüdischen Synagogen vor Augen. Er sollte sich mal die Freimaurer und die Anthroposophen und sonstige Okkultverblödeten ansehen. Wer in diesem "nicht-milden" Blick etwas "Göttliches" sieht, vor dem kann einem eigentlich nicht mehr ganz geheuer sein. Möchte man so jemandem noch - zum Beispiel! - seine Kinder anvertrauen? Was sind das für Leute? Diese (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich?

Im Mittelpunkt jener "feierlichen Zeremonie" während der Einweihung im Jahr 1913, von der eben gerade die Rede war, stand der deutsche Kaiser Wilhelm II.. Dazu erfahren wir weiter (7, S. 18):

"Auch jener Geheimrat Goetz, der die neun Läufer in das Festzelt zum König geleitete, war Freimaurer (...). Der deutsche Kaiser war von sächsischen Freimaurern und preußischen Rosenkreuzern umgeben."

Und die (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich finden es nicht erwägenswert, wie das auf das Selbstbewußtsein dieser Freimaurer und Rosenkreuzer wirken mußte, allsamt "Eingeweihte" zu sein und darin sicherlich auch voneinander zu wissen - außer dem ahnungslosen Staatsoberhaupt selbst.

Wie haben sie auf Wilhelm II. geblickt? Wie auf einen "Gezeichneten"? Wie auf einen - "dem Untergang Geweihten"? All diese freimaurerischen - - - "Freidenker"? Was glaubten sie, wie das "Gottesauge" des von ihnen angehimmelten Erzengels Michael, des "Ahnherren aller Freimaurer", auf diesen Kaiser blickte? "Du mußt aus dem Weg geräumt werden, um dem Göttlichen Bahn zu schaffen!" - ? (Natürlich dem Göttlichen im Sinne des Künstlers und der Auftraggeber dieser Statue.) So jedenfalls könnte man diesen Blick interpretieren.

Abb. 3: Postkarte, wohl 1913 - "Der Schutzgeist der Deutschen" (!!!) "in seinem Kriegswagen"

Man könnte ihn als Selbstmordprogramm des deutschen Volkes interpretieren. "Durch Krieg und Krise, auf dem Kriegswagen 'herrlich' einherfahrend, zur weltweiten Freimaurerrepublik!" Aber nicht doch! Wer wollte so weit gehen. Auf jeden Fall sollen die Menschen, auf die diese Augen blicken, anders werden, als sie sind. Weniger freigeistig, weniger freimütig, weniger Okkultes und okkulten Gotteswahn und Geheimbündelei ablehnend, als sie dazu offenbar noch heute neigen.

Tausende Läufer der deutschen Turnerschaft aus allen Teilen Deutschlands haben nach den (Hochgrad-)Freimaurern Affeldt und Heinrich in einem von Freimaurern organisierten "neunstrahligen" "Sternlauf" während der Einweihung des Völkerschlachtdenkmales ein freimaurerisches Ritual vollzogen, ohne selbst davon zu wissen. Und die (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich fragen sich nur, ob das dem Ritual und seiner beabsichtigten okkulten "Wirkung" selbst nicht schädlich gewesen sein könnte. Daß hier Ahnungslose wieder einmal von Freimaurern vera---- wurden, ist ihnen völlig egal (7, S. 18f):

"Dieses Nichtwissen der Teilnehmer beweist aber auch nichts, und ihr Wissen wäre nicht erforderlich gewesen. Entscheidend allein war, daß sie gelaufen sind und daß diese rituelle Zeremonie bis hin vor das gigantische Bildnis des Erzengels wirklich stattgefunden hat. (...) Darüber noch öffentlich zu reden und sogar zu schreiben, wäre damals nichts anderes gewesen als eine ernsthafte Verletzung der freimaurerischen Schweigepflicht."

Zutiefst unheimlich, dieses Denken, zutiefst unheimlich. Was ist auf der Linie solchen Denkens sonst noch alles möglich? Man mache sich das doch klar.

Und im übrigen: Wäre damals diese so wunderbare "freimaurerische Schweigepflicht" nicht eingehalten worden, die ja wohl sicherlich noch vieles andere verschweigen mußte, wären die Freimaurer von den deutschen Turnern aber - mit Wups - hochkantig durch die Luft geschleudert worden. Daß ihnen Hören und Sehen vergangen wäre. Und aufgefangen hätte man sie dabei nur noch bei größtem Wohlwollen. Vielleicht hätte man sie - gnädigerweise - in ihrem ägyptischen Teich baden lassen. Und der Kaiser hätte sie einfach - ebenfalls - Hops gehen lassen. Denn damals war man an Verarschung noch nicht so gewöhnt wie das denkfaule Fernsehpublikum von heute. Zum Lachen hätte das bestimmt niemand gefunden. 

Und zum Weinen? Wohl auch nicht. Nein: ekelhaft.

Abb. 4: Furchtbar fährt der Kriegswagen des Würgeengels Michael einher. "Gott" ist - natürlich! - immer mit ihm. Die Eingangstür ist ein geöffnetes Panthermaul: "Hier kommst du nicht lebend wieder heraus," will es wohl sagen.

Napoleon war höchstwahrscheinlich Freimaurer, teilen uns die (Hochgrad-)Freimaurern Affeldt und Heinrich mit. Er war zumindest in der Familie, im Freundes- und "Kollegen"-Kreis fast nur von Freimaurern umgeben. Und die (Hochgrad-)Freimaurern Affeldt und Heinrich scheinen keinesfalls einen Widerspruch darin zu sehen, daß ausgerechnet gegen diesen Freimaurer die "hehre Freiheit der Völker Europas" erobert werden mußte, daß ausgerechnet gegen ihn der "Ahnherr der Freimaurer", der Würge-, Kriegs- und Todesengel Michael ausziehen mußte. - War denn Napoleon ein Abtrünniger? Verfiel er den luziferischen, ahrimanischen Kräften? Schwubs, wendete sich das Blatt der Weltgeschichte und aus einem Weißmagier wurde ein Schwarzmagier? Womöglich war das weder das erste noch das letzte mal in der Weltgeschichte der Fall - ? Daß ein "Diener Gottes" zum "Diener Satans" mutierte - in okkulter Vorstellung - oder umgekehrt - ?

Ekelhaftes okkultes Geschwätz, Geschwafel in jedem Fall. In dem Gesicht des Würge- und Todesengels Michael finden jedenfalls sogar die (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich "keine Milde" (7, S. 37):

"Hier zählt der Augenblick der Schlacht und die Entsetzlichkeit des Hinschlachtens für die hehre Sache der Freiheit der Völker. Hier steht das gewaltige Töten und Opfern für eine bessere und gerechte Welt im Vordergrund (...). Dieser urgewaltige Kampf diese maßlosen Menschenopfer (...), das spiegelt sich im Antlitz des Michael wider."

Für die "hehre Sache der Freiheit der Völker" bräuchte man einen monotheistischen, satanitischen Würgeengel Michael und müßte man sich ausgerechnet in die Tradition der völkermordenen ägyptischen Pharaonen, dieser "lupenreinen Demokraten" und "Freidenker" stellen? Oder in die Tradition eines Napoleon? Oder all der Freimaurer auf der Seite der Gegenkräfte gegen Napoleon? Was für ein Hohn die Freimaurer den Völkern oder gar sich selbst in ihrer Okkultgläubigkeit zumuten - noch heute -, ist ganz und gar unglaublich.

Abb. 5: Würgeengel Michael, Leipzig

Es ist schlicht der Geist der alttestamentarischen Feindvernichtungsgebete, der aus diesem Gesicht spricht, und der gewiß mit der "hehren Sache der Freiheit der Völker" nicht das geringste zu tun hat. Sondern eher mit dem Gegenteil. Mit der Vernichtung der Freiheit der Völker. Wobei noch zu klären ist, warum ausgerechnet in den modernen Zeiten des Jahres 1913 ein solcher martialischer, militaristischer Geist überhaupt hatte wiederbelebt werden müssen von den - ach! - so "fortschrittlichen", "emanzipierten" "Freidenkern" und Freimaurern. 

Der Sinn ist doch genau der Gegenteilige. Das schreit doch zum Himmel: Krieg! Krieg! Krieg!

Und ein Jahr später war er da. Ausgelöst durch den Freimaurermord von Sarajewo am österreichischen Thronfolger (1, 4).

Auf diesen österreichischen Thronfolger hat der Leizpiger Würgeengel Michael sicherlich mit den gleichen "tötenden" Blicken geschaut wie auf den deutschen Kaiser.

Es ist hochgradig befremdlich, warum die Freimaurer meinten, gerade diesen Augenblick des Kampfes des "Führers der göttlichen Heerscharen wider Satan" (7, S. 35f) wiedergeben zu müssen. Es paßt das sehr gut dazu, daß andere Autoren des MdG-Verlages der (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich die satanistischen Freimaurerriten im Sinne von Rudolf Steiner wiederbeleben wollen. Wo wohl könnten sie dies besser tun, als im "deutschen Delphi" unter den Augen dieses widerlichen Würge- und Todesengels? Von diesem "Ahnherren der Freimaurer" muß doch eine große "spirituelle Kraft" ausgehen, meine Herren Hochgradfreimaurer! Selbst wenn man über ihn mehrere Bücher geschrieben hätte, hätte man (7, S. 35) ...

... "aber auch dann nur die Oberfläche seines Wirkens dezent berührt, von einer umfassenden Schauung gar nicht zu sprechen".

"Umfassende Schauung". Das ist im gleichen Jahr erschienen, in dem der Papst den Würgeengel Michael "abgeschafft" hatte. 

Aber hallo! 

Leipziger! 

Und solch einen okkulten Quatsch und solche okkulten Würgeengel laßt ihr euch als Wahrzeichen der "Freimaurermetropole" Leipzig bieten?

Schlagt das Denkmal kaputt. Schlagt diesen satanistischen, okkulten Würgeengel kaputt.

"Das Weltgericht fragt euch nach den Gründen nicht." 

Oder, nein, besser: Bietet den Freimaurern an, ihn abzuholen, diesen Würgeengel. Mögen sie ihn in ihren düsteren Katakomben anbeten. Aber bestimmt nicht im öffentlichen Raum demokratischer, freier, offener, friedlicher Gesellschaften.

Die Hitler- und Stalin-Denkmäler haben wir allesamt abgerissen und eingestampft in Deutschland? Oder sie in Hinterhöfen abgestellt - und solch einen Würgeengel lassen wir stehen? 

Für die Restaurierung eines solchen Würgeengels gibt es Steuergelder? 

Dann sollten wir ja eigentlich wissen, in was für einem Land wir leben ...

Anthroposophen, Freimaurer und Okkultismus - eine länger als hundertjährige Beziehung

Die (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich zitieren für eine "heutige" "moderne" Interpretation des Würgeengels Michael einen Text der anthroposophischen "Christengemeinschaft" (7, S. 43) und kommen dann seitenlang auf die Deutungen des Rudolf Steiner von diesem Würgeengel zu sprechen.

Da doch offenbar auf dem Buch "Testament der Freimaurer" auch eine  Filmdokumentation der ARD und des MDR über die Freimarerei beruht, die auf der Internetseite der "Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland" "mit den besten Empfehlungen" angepriesen wird, hatten wir eine zumindesten einigermaßen seriöse geschichtswissenschaftliche Studie zu den freimaurerischen Hintergründen des Völkerschlachtdenkmals von Leipzig erwartet, die dementsprechend dann auch mit vielen Literaturhinweisen hätte ausgestattet sein müssen. 

Aber das war eine Täuschung. Schreiben die Autoren doch schon im Vorwort (7, S. 11):

"Wir haben persönliche Erfahrung mit demjenigen, was an Wissen in Logen gehütet wird."

Das heißt doch schlicht und einfach: "Wir sind selbst Freimaurer." Das geht ja auch aus der ganzen sicheren Darstellung der freimaurerischen Symbolik und des freimauerischen Denkens hervor, die in diesem Buch angeboten wird, und die man normalerweise wohl nur als Hochgrad-Freimaurer besitzt. Es würde auch verwundern, wenn es nicht so wäre, angesichts des übrigen Verlagsprogramms des freimaurerischen MdG-Verlages, in dem ihr Buch jetzt erscheint. Und dann erübrigt sich natürlich ein umfangreiches Literaturverzeichnis. Denn das Wissen, das "in Logen gehütet wird" und unter freimaurerischen und anthroposophischen Esoterikern, kann man ja nicht in normalen Literaturverzeichnissen nachweisen. Das wäre denn doch ein bischen zu viel verlangt ...

Das erfährt man ja letztlich aus dem Mund von "Medien", durch transzendente Eingebungen und Visionen. Durch metaphysische "Erinnerungen" an früherer Wiedergeburten. Und durch all den Quark, den es in den höheren Graden der Freimaurerei und der Anthroposophie sonst noch so geben mag (oder in Esoterik-praktizierenden Teilen derselben).

Und damit reiht sich die Schrift "Testament der Freimaurer" nahtlos ein in die Freimauerer- und Okkultliteratur der Anthroposophen im Umfeld, in der Tradition und im Sinne von Rudolf Steiner, bzw. gerne auch von Wilhelm Landig (als "Gegenpart"): Das "Testament der Freimaurer" ist praktisch nur eine Fortsetzung von "Der Speer des Schicksals" von Trevor Ravenscroft. Ein Buch, das wir schon ausführlich hier auf dem Blog behandelt haben (24 - 27).

Und angesichts dieser Tatsache wird einem doch allmählich unheimlich. Distanziert sich denn die "offizielle" deutsche Freimaurerei und Anthropophie nicht von solchen Büchern wie "Testament der Freimaurer"? Die zudem MDR-Fernsehdokumentationen über die Freimaurerei zugrunde gelegt werden? Davon ist weder etwas zu bemerken in der bisher vierten Neuauflage von "Testament der Freimaurer", in dem doch die Autoren auf irgendwelche geäußerte Kritik reagieren würden, noch irgendwo im Internet. Weder distanzieren sich die Freimaurerlogen, noch die Anthroposophen von dem Schaffen dieser Autoren. Weder auf Waldorf-Wiki noch auf Freimaurer-Wiki ist auch nur ansatzweise ein kritischer Ton zu vernehmen.

Nein, es kommt sogar noch besser: Die MDR-Fernsehdokumentation wird, wie schon im letzten Beitrag erwähnt, auf der Startseite des Internetportals der "Großen Landesloge von Deutschland" gleich in der linken Spalte wörtlich "Mit den besten Empfehlungen ..." angepriesen:

ARD-Dokumentation
Jetzt den Videomitschnitt der umfangreichen Freimaurer-Dokumentation anschauen!
» Zum Video!
Damit erhält das Buch "Testament der Freimaurer" ja quasi offiziellen Segen von Freimaurer-Seite. Falls das ein Irrtum ist, würden wir uns über Mitteilungen freuen.

Denn wenn dem so ist, erhalten ja auch solche Bücher wie "Speer des Schicksals" von Trevor Ravenscroft neues Gewicht. Denn letztlich argumentiert "Testament der Freimaurer" nicht anders als "Speer des Schicksals". Vielleicht höchstens ansatzweise zurückhaltender und nicht gar so offen verblödet und wiedergeburtgläubig wie "Speer des Schicksals". Die Autoren beider Bücher jedenfalls sind okkultverblödet. Sie glauben an die Wiedergeburt, an die magische Wirkungskraft von Symbolen, symbolischen Handlungen und symbolischen Orten. Ja, sie lassen sogar offen, ob nicht auch Erich von Däniken recht haben könnte (7, S. 85):
"Die rätselhaften Felsbilder von Nasca in der Hochebene von Peru. Die kann man auch nur aus der Vogelperspektive als großräumig ausgedehnte Bildwerke ausmachen, Grund genug für einen Erich von Däniken, sie den alten Inkas nicht zuzutrauen ohne die Hilfe von Außerirdischen."

So langsam glaubt man zu verstehen, warum ein Erich von Däniken und all seine Genossen so viel Popularität genießen, bzw. diesselbe so auffallend wenig kritisisch betrachtet wird von Freimaurern oder Anthroposophen. Ganz einfach: In den höheren Graden der Freimaurer und Anthroposophen stimmt man mit Erich von Däniken überein!

Und ganz Leipzig scheint entzückt, soweit es "Testament der Freimaurer" liest. Ja, ganz Sachsen und ganz Deutschland, soweit die Deutungen dieser Autoren zur Kenntnis genommen werden. Nirgendwo ist ein kritischer Ton zu vernehmen. (Für anderslautende Belege wären wir sehr dankbar!)

Die Freimaurer und die SS: "todesmutige Männer in schwarzen Uniformen"

Die beiden Autoren scheinen sich selbst als so etwas wie Priester am deutschen "Delphi" von Leipzig zu empfinden. Und ganz begeistert schreiben sie über die Rolle, die das Völkerschlachtdenkmal während des Dritten Reiches gespielt hat (7, S. 73):

"Das Völkerschlachtdenkmal der einstigen Allianz war der Opfertempel des deutschen Volkes geworden, Schrein seines militärischen Sieges, seiner nationalen Ehre und seiner geheiligten Freiheit. Man entzündete ganz  da oben auf dem halbierten Kubus, quasi wie auf einem völkischen Altar unter freiem Himmel, die heilige Flamme der deutschen Nation. (...) Das Feuer (...) trug das Pulsen und Flammen der deutschen Volksseele symbolisch in die nicht sichtbare, obere, geistige Hälfte des vollkommenen Kubus hinauf, verkörperte selbst diesen Teil des Kubus, der sich dem äußeren Anschein entzieht."
Und wenn man über den "feindlichen Bruder" der okkulten Freimaurerei spricht, über den okkulten Nationalsozialismus (wohl letztlich im Sinne von: "Sind nicht jene, die die Welt verderben, die Brüder der Tugendhaften?"), dann hört sich das unter anderem so an (7, S. 77):
"Deswegen denken wir auch, daß man das Hakenkreuz als solches nicht einfach verwerfen kann, denn es war das Sonnenzeitrad, das Sonnenrad des ewig rollenden Schicksals, und je nachdem, wieviele Speichen es besaß, hatte es unterschiedliche Bedeutungsebenen, im Kosmischen und Tierkreiszyklischen wie im irdisch Materiellen, Elementaren und Jahreszeitlichen. Es war ein sonnengöttliches Hoheitszeichen. (...) Das Zeichen ist wie ein Hammer: Er ist von Natur aus nicht gut und nicht schlecht."
Na super! Wer wäre da nicht begeistert! Oder, so heißt es "schneidig" weiter (7, S. 78f):
Die "Uniformen der SS und insbesondere der Waffen-SS haben fast die gleichen Farben und Symbole wie die freimaurerische Bekleidung des christlichen Freimaurer-Ordens im 4./5. Grad: Schwarz ist das Tuch der Uniformen, silbern die Paspelierung des Kragens, das dreiblättrige Eichenlaub, die doppelte Sigrune, der Totenkopf auf manchen Schirmmützen und das Gehenke des Dolches. Sie dokumentieren schneidig, daß sie gelernt haben, dem Tod furchtlos in die Augen zu sehen, daß sie ihn überwunden haben und er keinen Stachel mehr für sie hat. Sie kleideten sich in die Symbolsprache der Eingeweihten, die vom ewigen, rollenden Sonnenhakenkreuz des Lebens und Sterbens Zeugnis ablegen. So haben sie also erlebt, was ohne Hakenkreuz auch die Freimaurer erleben."
Aber hallo! Aber hallo! Nationalsozialisten und Freimaurer - mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes! - ? Oder (7, S. 81):
"Die schwarze Waffen-SS-Division 'Totenkopf' hatte eine Tradition, derer sie sich nicht schämen mußte."
Aber hallo! Da fragt sich ja nur noch, ob sich nicht ihre Tradition dieser Division schämen mußte? Denn weiter heißt es über diese "Tradition":
"So hatten auch gegen Napoleon schon todesmutige Männer in schwarzen Uniformen und mit dem Totenkopf vorn am Tschako gekämpft, zum Beispiel die Schill'schen Reiter, und schom im Mittelalter trugen die Sergeanten der legendären Templer nicht weiße, sondern schwarze Rittermäntel und die römisch-katholischen Inquisitoren zumeist schwarze Kutten." 
Typisch okkultes Denken. So unterschiedlich auch die Bestrebungen gewesen sein mögen: Sie hatten schwarze Uniformen, also gab es wichtige Gemeinsamkeiten (7, S. 81):
"Das Völkerschlachtdenkmal besaß eine okkulte Vorbildfunktion für den NS- und SS-Okkultismus. Dieser Nachweis bezeugt erstens, daß die Elite des Dritten Reiches wirklich esoterisch gearbeitet hat, belegt zweitens, daß die Esoterik des Dritten Reiches sich der Quelle des Clemens Thieme und damit des freimaurerischen Gedankengutes in gleicher Weise bediente". 

Nationalsozialistische und freimaurerische Esoterik entspringen der gleichen Quelle und dem gleichen Gedankengut, sagen die (Hochgrad-)Freimaurer Affeldt und Heinrich. Na vielen Dank auch. Das ist die These, der wir hier auf dem Blog seit knapp einem Jahr nachgehen.

Ergänzung (15.10.2013): Wie diese ganze Geschichte rund um dieses Buch weiterging - jedenfalls einen kleinen Ausschnitt daraus - ist diesem Blogbeitrag zu entnehmen und den dazu eingestellten Kommentaren. Einer der beiden Autoren des Buches "Testament der Freimaurer" ging "vor Wut an die Decke", als er unsere Amazon-Leserrezension dazu las und es nicht erreichen konnte, daß Amazon diese Rezension wieder löschte. (Und andere Dinge mehr ...)

_______

*) All diese Vorgänge und Erkenntnisse sollten ja eigentlich "das gefundene Fressen" sein für alle Freimaurer- und Hintergrundpolitik-Kritiker. Wann das wohl mal wirklich Wellen schlägt? Ein mittlerer Tsunami dürfte doch in all dem an Brisanz enthalten sein. Stattdessen hat dieser Blogartikel seit fast zwei Jahren erstaunlich geringe öffentliche Resonanz erfahren in Leipzig und anderswo. Schade, daß da dem Publikum ein so großer Unterhaltungswert vorenthalten wird. Und der Blogautor dachte und denkt, er müßte sich doch vor Anfragen von Journalisten und Verlagen kaum retten können. Denn das Ganze ist eine Komödie köstlichster Art, wenngleich es zugleich einen sehr, sehr ernsten Hintergrund hat. Vielleicht sollte ich mal Gerhard Wisnewski persönlich auf dieses "Ding" hinweisen - ? Oder wen?

________________
  1. Professor Pharos: Der Prozess gegen die Attentäter von Sarajewo. Nach dem amtlichen Stenogramm der Gerichtsverhandlung aktenmäßig dargestellt von Professor Pharos mit einer Einleitung von Josef Kohler. R.v.Decker's Verlag, Berlin 1918 (Scribd)
  2. Bading, Ingo: "Weiße Magie zugunsten unserer arischen Rasse ...". Die tausend Masken des Meisters Rudolf Steiner. Auf: GA-j!, 22.4.2011
  3. Lennhoff, Eugen: Internationales Freimaurerlexikon. 1932 (Internetausgabe)
  4. Dedijer, Vladimir: Sarajevo 1914. Prosveta, Beograd 1966 (serbisch). -  The Road to Sarajewo. Simon and Schuster, 1966, 550 Seiten (engl.). - Die Zeitbombe. Sarajewo 1914. Europa Verlag, Wien, Frankfurt, Zürich 1967 (deutsch)
  5. Affeldt, Rolf; Heinrich, Frank: Das Völkerschlachtdenkmal gibt sein Geheimnis preis. Nouvelle Alliance, Leipzig 1993
  6. Hans-Dieter Schmid: Völkerschlachtdenkmal, Völkerschlachtgedenken und deutsche Freimaurerei im Jubiläumsjahr 1913. In: Marlis Buchholz u. a. (Hrsg.): Nationalsozialismus und Region. Festschrift für Herbert Obenaus, Bielefeld 1996, S. 355-379
  7. Affeldt, Rolf; Heinrich, Frank: Testament der Freimaurer. Das Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig. Helikon Joggers, Bartsch & Sippenauer, Leizpig 1999
  8. Affeldt, Rolf; Heinrich, Frank: Testament der Freimaurer. Das Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig. MdG-Verlag, Leipzig 2000 (4. Aufl.) 2009 (224 S.); auch auf englisch: MdG-Verlag 2008
  9. Förster, Otto W.; Hempel, Günter Martin: Leipzig und die Freimaurer. Eine Kulturgeschichte. Taurus Verlag 2007 (Amazon)
  10. Ludwig, Karin; Erler, Michael: Tempel, Logen, Rituale. Die Geheimnisse der Freimaurer. Dokumentarfilm, Deutschland 2008. 44 Minuten. Ein Film der Neuen Mediopolis Filmproduktion GmbH Leipzig im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks. Ausgestrahlt auf: ARD, 20.8.200823.30 UhrPhoenix, 10.2.2009Schweizer Fernsehen, 7. und 9.6.20093Sat, 9. Juli 2009, 20.15 Uhr3Sat, 17.7.2011MDR, 12.6.2011Phoenix, 26.11.2011 (Google VideoVeoh)
  11. Süß, Alexander: Leipziger Freimaurer in Wort und Stein. Der Einfluss der Logen auf das Völkerschlachtdenkmal und die Verlagsstadt. Salier Verla, Leipzig 2009 (siehe Rezension von Ralf Julke)
  12. Heinrich, Frank: Architekt Clemens Thieme. MdG Verlag, Leipzig 2009 (90 S.)
  13. Erler, Michael: Das Geheimnis des Völkerschlachtdenkmals. (In der Reihe: Mitteldeutsche Wahrzeichen.) Dokumentarfilm, Deutschland, 30 Min. (Moderator: Axel Bulthaupt) MDR, 15.11.2011, 20.45 Uhr (Interview mit Frank Heinrich).
  14. Ullrich, Jens: Das Völkerschlachtdenkmal und die Freimaurer. Logenbrueder.de, 2005
  15. Treffpunkt Leipzig: Auf den Spuren der geheimnisvollen Freimaurer.
  16. Filmliste Geheimgesellschaften. In: Kino Okkult. Eine geheime Weltgeschichte im Zeitalter des Films.
  17. Janßen, Karl-Heinz: Tannenberg - Ein deutsches Verhängnis. Die Zeit, 23.9.1977
  18. Kallmeyer, Ernst: In Harmonie mit den Naturgesetzen. Die echte Geistes- und Körperpflege (mit einigen Abb., Illustrationen) Verlag der Buchhandlung Erdsegen, Brannenburg/Obb. 1908 (274 S.) (Themen: Esoterik, Krankheit, Gesundheit, Erkenntnis, Leid überwinden, Lebensernergie, Gott, Ehe, Fruchtesser, Ernährung, Nacktkultur)
  19. Kallmeyer, Ernst; Kallmeyer, Hade: Künstlerische Gymnasik. Harmonische Körperkultur nach dem amerikanischen System Stebbins-Kallmeyer (mit 137 Abbildungen). Kulturverlag 1910 (184 S.)
  20. Kallmeyer, Ernst; Kallmeyer, Hade: Harmonische Kultur. Monatsschrift für Körper-, Seelen- und Geistespflege. Kulturverlag 1911
  21. Kallmeyer, Ernst: Ludendorff anti Freimaurerei, ein Schlag ins Wasser. Davidsstern, Hakenkreuz in ihrer wahren Bedeutung. Verlag Triasmus, Hamburg 1927 (31 S.)
  22. Kallmeyer, Ernst; Kallmeyer, Hade: Dynamisches Atmen. 1928 (vgl. Wedemeyer-Kolwe, S. 167, Anm. 174)
  23. Kallmeyer, Ernst: Leben unsere Toten? Eine Weltanschauung als Antwort. (Freie Religion/Lebensweisheit) Kultur-Aufbau-Verlag, Stuttgart 1946 (47 S.)
  24. Wedemeyer-Kolwe, Bernd: "Der neue Mensch". Körperkultur im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Königshausen & Neumann, Würzburg 2004 (Google-Bücher) (520 S.)
  25. Linde, Bernhard: Vril. Ahriman, Luzifer und die Vril-Kraft. MdG-Verlag, Leipzig 2000 (121 S.) (Amazon); "Ergänzte Neuauflage" (in Bearbeitung?)
  26. Bading, Ingo: Das Dritte Reich - gesteuert von einem "geheimen Orden globaler Satanisten"? Zum Buch von Trevor Ravenscroft "Der Speer des Schicksals" (1972). GA-j!, 4.3.2011
  27. Bading, Ingo: "Weiße Magie zugunsten unserer arischen Rasse ..."  Die tausend Masken des Meisters Rudolf Steiner. GA-j!, 22. April 2011
  28. Bading, Ingo: Rudolf Steiner Zeuge satanistisch-ritueller Folterungen und Morde. GA-j!, 29. April 2011
  29. Bading, Ingo: Rudolf Steiner Zeuge satanistisch-ritueller Folterungen und Morde II. GA-j!, 30. April 2011  

Beliebte Posts (*darunter finden sich leider selten neuere Beiträge*)

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Follower

Social Bookmarking

Bookmark and Share