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Donnerstag, 17. August 2017

"Die ordentlichsten Jugendlichen der Welt"

Jane Austen in Begegnung mit der modernen Welt

- Junge Erwachsene der "Amish-People" im Gespräch mit Gleichaltrigen aus der Welt, in der wir leben

-  "Klassiker" der Fernsehgeschichte: Fernseh-Dokumentationen aus den Jahren 2010 und 2011

Kloppt alle Wahlkampf-Video's der AfD in die Tonne

Schon in früheren Jahren wurden hier auf dem Blog gelegentlich die Amischen (Wiki, engl) behandelt (1), bäuerlich lebende, streng religiös-bibelgläubige deutschsprachigen Gruppen in den USA. Seit etwa 1994 bin ich fasziniert von ihnen, seit ich im Zusammenhang mit meiner Doktorarbeit auf sie gestoßen bin und dabei die wissenschaftliche Standardliteratur zu ihnen zur Kenntnis nehmen konnte. Die Amischen leben - als streng bibelgläubige Christen, die die Kindertaufe ablehnen - außerordentlich authentisch ein Leben so wie es unsere Vorfahren in vielerlei Hinsicht vor 500 oder noch vor 100 Jahren gelebt haben.

Worauf ich gerade jetzt mit großer Überraschung stoße, sind zwei britische, mehrstündige sogenannte "Dokusoap's" über die Amischen aus den Jahren 2010 und 2011 (2, 3). In diesen lassen die Amischen den Zuschauer über das Medium Film dichter an sich herankommen als das meines Wissens jemals zuvor geschehen ist. Zuvor hat man sie zwar schon über Literatur als menschlich sympathische Gemeinschaften kennen lernen können. Jetzt geht das aber noch besser über diese Fernseh-Dokumentationen. Weil noch wesentlich unmittelbarer.





Diese beiden Fernseh-Dokumentationen habendas Potential, zu "Klassikern" zu werden. Man sieht sie sich über viele Stunden hinweg ziemlich beweg an. Und doch merkt man ein paar Tage später, daß man sie sich noch ein zweites mal mit dem gleichen inneren Gewinn anschauen könnte, ohne daß es langweilig wird. Wann würde man eine solche Erfahrung mit dem Medium Film in unseren Tagen schon häufiger machen?

Und wie kommt die Wirkung zustande? Dafür wird es viele Ursachen geben. An einer Stelle im Film fragt sich Becky Shrock (die Blonde) selbst, was Gott wohl vorhabe, indem sie sie an dieser Dokumentation teilnehmen lassen würde. Das Besondere an der Dokumentation ist, daß die Annäherung an die Amischen hier einmal erfolgt - soweit übersehbar - nicht über dezidierte "Aussteiger" der Amischen. Solche Dokumentation hat es in früheren Jahrzehnten oft gegeben und gibt es auch heute noch oft. Hier jedoch erfolgt sie über "echte" und "ursprüngliche" Amische, also über solche, die auch weiter als Amische leben wollen. Im Film denken sie darüber nach, ob sie das wollen, kommen aber größtenteils zu dem Ergebnis: Ja, sie wollen das. Das ist - soweit mir bekannt - etwas ganz Neues. Und dadurch sind sehr berührende, nein, man muß sagen: aufwühlende Dokumentationen entstanden. Der Blick ist nicht von "außen" gewährt, sondern von innen.

Die erste Dokumentation handelt davon, wie fünf ganz traditionell aufgewachsene Amisch-Jugendliche verschiedenen Jugendgruppen in England begegnen und mit diesen mehrere Tage das Leben teilen, wie ihnen also das Leben Gleichaltriger in der "modernen" Welt in Großbritanniens vorgestellt wird (2). In den Gesprächen der jungen Erwachsenen untereinander werden immer wieder die Unterschiede zwischen beiden Lebensweisen recht offen besprochen. Und was einen fast noch am meisten packt, das ist, wie immer wieder die Rede darauf kommt, wie bei den Amischen das Kennenlernen und Zusammenkommen von Mann und Frau kulturell durchgestaltet ist, so daß es möglich ist, daß dabei Ehen entstehen können, die ein Leben lang auch wirklich halten. Das ist noch fast der berührendste Teil in diesen Gesprächen.

Wo hat man es das letzte mal erlebt, daß über ein solches Thema so ernsthaft und mit so viel innerem Gehalt und auch so verantwortungsbewußt gesprochen wurde? Ich glaube, in diesem Umstand vor allem liegt die große Bedeutung dieser Dokumentationen begründet. Hat man eine solche Ernsthaftigkeit überhaupt schon einmal erlebt? Ohne daß deshalb die jugendliche Fröhlichkeit darüber verloren gegangen wäre? (Der Autor dieser Zeilen glaubt, diesbezüglich in einer Ausnahmesituation zu sein, da es in seiner Verwandtschaft eine Person gab, die genauso von tiefem Ernst erfüllt darüber gesprochen hat. Aber es ist wohl ziemlich sicher, daß die Mehrheit der Leser das so nicht nicht erlebt hat.) Indem wir hier darauf zu sprechen kommen, knüpfen wir auch an einen Beitrag und einen Videoblog vom 1. Juni über die Gestaltung des Verhältnisses zwischen Männern und Frauen an (7). Im Verhältnis zu diesen Amisch-Jugendlichen kommt uns unser eigener Beitrag diesbezüglich ziemlich hilflos vor.

Ernsthaftigkeit in wesentlichen Lebensfragen, ohne Lebensfröhlichkeit zu verlieren


Gelebtes Leben ist eben überzeugender als alle "Theorie". Gelebtes Leben ist überzeugender als jede "Forderung", es solle oder könne doch so oder so gelebt werden. Gelebtes Leben ist überzeugender als jede "Utopie", es könne doch so oder so gelebt werden. Diese Dokumentationen sind schon vor fünf Jahren auch von dem Fernsehsender RTL in Deutschland ausgestrahlt worden. Und endlich einmal bekommt man mit ihnen eine Sendung eine solchen - sonst in der Regel ganz abartigen - Genres zu sehen, aus der man wirklich - und aus der jedermann und jederfrau - lernenund Gewinn ziehen kann, für die man sich richtig gehend begeistern kann.

Es kommt halt immer auf die Auswahl jener an, die man vor die Kamera holt ...

Man wundert sich geradezu, daß heute Filmemacher noch fähig sind, so verständnisvoll, so einfühlsam mit etwas so Ungewöhnlichem wie den Amischen umzugehen, so ohne allen Zynismus. Und dann auch gleich noch in einer Extremsituation wie derjenigen, in der fünf junge Erwachsene dieser Gruppierung wirklich krasse Auswüchse der modernen Welt kennen lernen. Die Amischen "sind zwar gelandet" - aber die Landung ist nicht sehr sanft, möchte man sagen.

Und mit allem drängt sich bald der Eindruck auf, daß diese Dokumentation auch viel gehaltvoller, überzeugender, begeisternder, hinreißender ist, als es jedes Video von Hagen Grell sein kann, als es jede noch so "gelungene" gefilmte "Aktion" der "Identitären Bewegung" oder beliebiger anderer Versuche, das gewachsene kulturelle Erbe in Deutschland und Europa zu bewahren sein können. Als es erst recht jedes Wahlplakat, jedes Wahlkampfvideo, jede Parlaments- oder sonstige Rede von Politikern sein können, stammen sie nun von einem Björn Höcke, einem Christoph Hörstel oder einem beliebigen anderen Politiker, sei er nun von der AfD, von der "Deutschen Mitte" oder einer anderen Partei, die sich - auch nur einigermaßen glaubhaft - für die Bewahrung unseres kulturellen Erbes einsetzt.

Der Unterschied ist, daß nicht nur der Lebensstil selbst ein überzeugender ist, sondern daß letztlich immer spürbar wird, daß hinter ihm authentische religiöse Lebenshaltungen stehen. Und das ist der Kern, as ist der entscheidende Unterschied.

Die Erkenntnis, die anhand gerade dieser Dokumentation so klar wie selten nachvollzogen werden kann, ist schlicht: Es kommt nicht auf Politik an. Es kommt nicht auf Politiktreiben an für das Überleben eines Volkes, für das Überleben einer Gemeinschaft. Es kommt darauf an, daß der Gottglaube in den Mittelpunkt des persönlichen Lebens und der Gemeinschaft gestellt wird, daß er nicht zu einer Randerscheinung wird, daß sich insbesondere auch auf religiöser Ebene eine Selbstsicherheit ergibt und daß aus dieser heraus gelebt werden kann. Und zwar nicht nur als Einzelmensch, sondern eben als Gemeinschaft.




Wenn Politiker der AfD so leben würden, religiös authentisch wären, müßte es ihnen im Grunde leicht fallen, genauso - - - "cool" herüber zu kommen in einer beliebigen Rede oder in einem beliebigen Video wie diese fünf jungen Erwachsenen der Amischen, die in Großbritannien mit dem Leben gleichaltriger Jugendlicher konfrontiert werden. Sie dürften vor allem schon einmal: gar nicht laut werden. Schon daran allein ist ein Unterschied erkennbar.

Die fünf Jugendlichen dieser Dokumentation können einen lehren, daß es auf ganz andere Dinge ankommt. Es kommt darauf an, einen anderen, einen besseren, zukunftsträchtigeren, lebensoffenen, fröhlicheren Lebensstil zu leben - als Gemeinschaft - im Angesicht einer degenerierten, untergehenden, abartigen Gesellschaft rund um einen herum. Es kommt darauf an, aus einem Gottglauben heraus zu leben und zwar sicher, beständig. Es kommt darauf an, Gottvertrauen zu gewinnen und immer wieder abzusichern, insbesondere über Gemeinschaftsleben.

Aus der Dokumentation des Jahres 2010 (2)

Es scheint tatsächlich, als könne einem das heute niemand überzeugender zeigen als die Amischen und insbesondere solche mehrstündigen Filmdokumentationen und "Reality-Show's", die sich eben auch Zeit lassen, sich auf ein so fremd gewordenes Leben, Denken und Erleben wirklich einzulassen.

Bei den fünf Jugendlichen handelt es sich um etwas, das man früher einmal einfach "wohlgeratene Kinder" genannt hätte, "wohlerzogene". Um Jugendliche, um derentwillen die Eltern sich keine Sorgen machen müssen und deren Eltern sich sagen können: So ganz falsch kann unsere Erziehung nicht gewesen sein ... Und die amischen Eltern der Dokumentation sind tatsächlich auch ihrer Kinder so sicher, daß sie sie getrost auf Konfrontations-Kurs mit der modernen Welt gehen lassen können. Sie versichern ihnen lediglich, daß sie für sie beten werden. Im Grunde auch das eine Versicherung, die berührend ist. Womöglich sind die eigentlichen "Helden" dieser Dokumentation die selten gezeigten Eltern dieser Jugendlichen. Das würden sie auch selbst so sagen. Obwohl ja schon der Begriff "Held" kein Begriff ist, der zu ihrer Kultur, zu ihrer Art der Religiosität paßt.

Diese amischen Jugendlichen sind tief und fest in ihren Familien verwurzelt, in ihrem Leben verwurzelt, in ihrer Denkweise verwurzelt. Und sie durchschauen zu leicht aus dieser tiefen Verwurzelung heraus, wie lächerlich oberflächlich, seicht und abartig das Leben moderner Jugendlicher ist, bzw. sein kann und werden kann. Sie können sich an den guten Seiten dieses Lebens freuen, tief erfreuen. Das besonders sei hervor gehoben. - Wie schön etwa mitzuerleben, wie eine junge Frau der Amischen das erste mal das Meer erlebt und die berauschende Kraft brechender Wellen. - Sie können sich tief freuen: Und sie lehnen zugleich mit großer innerer Sicherheit, aus tiefstem Inneren und in tiefer innerer Bewegtheit die bösen und schlechten Seiten dieses Lebens ab. Sie empfinden authentische Trauer, wenn sie Menschen so leben sehen.


Aus der Dokumentation des Jahres 2010 (2)

Wann hätte man jemals eine solche Fernsehdokumentation gesehen? Jane Austen begegnet der modernen Welt.

Fünf Amisch-Jugendlichen, die da über viele Stunden hinweg mit der modernen, westlichen Jugendkultur konfrontiert werden und die dabei ganz und gar cool bleiben. Sie ruhen völlig in sich. Sie blicken mit dem Blick des Fremden, Befremdeten auf diese Welt. Man fühlt sich an Bücher wie den "Papalagi" erinnert (4).

Junge Menschen im Umfeld der Identitären Bewegung 

- Diese innere Sicherheit haben sie nicht


Wenn Jugendliche im Umfeld der "Identitären Bewegung" mit so viel innerer Sicherheit vor diese moderne Welt treten können und sagen können: So wollen wir nicht leben - dann sind sie glaubwürdig. Vorher nicht. Die meisten Jugendlichen und Familien auch im Umfeld der Identitären Bewegung sind insgesamt schon viel mehr seelisch aus dem Gleichgewicht geraten als diese Amischen. Die jedoch ruhen ganz und gar in sich, haben inneren Frieden. Vor allem können sie dadurch auch ganz offen einem Leben gegenüber stehen, dem sie selbst ansonsten ganz ablehnend gegenüber stehen. Gibt es ein solches Leben außerhalb der Old-Order-Amischen noch? Man hat große Zweifel.

Allein diesem Film zuzusehen, erhebt einen in eine bessere Sphäre. Und anders als mit solchen Lebenshaltungen ist das Überleben als ein großes Volk gar nicht möglich. Anders sind dauerhaft nicht jene kinderreichen Familien zu leben, die notwendig sind für das Überleben als ein Volk. Daran kann es eigentlich kaum einen Zweifel geben. Und um so leben zu können - das ist auch klar - braucht man eine ganz sichere, feste weltanschauliche Verwurzelung, Verankerung. Man darf auch nicht zu viel an einer solchen ständig herumkritteln, herumbohren und infrage stellen. Sondern man muß ruhig und sicher aus ihr heraus leben. Man muß in einer solchen seine Heimat haben.

Die Dokumentation aus dem Jahr 2011 (3)
Man darf sich innerlich nicht aufreiben an der Unterschiedlichkeit seines eigenen Lebensstiles im Vergleich zu dem, was um einen herum gelebt wird. Sonst findet man auch seinen eigenen inneren Frieden nicht. Man muß sich entscheiden.

Daß solche Dokumentationen überhaupt entstehen konnten, scheint daran zu liegen, daß zumindest einige Old-Order-Amische Gruppen offener geworden zu sein scheinen. Denn es gibt ja auch Gemeinden, die sogar Fotografieren und Filmen ganz ablehnen. Weshalb man sich bislang zumeist nur über Literatur oder über "Abtrünnige" von ihnen ein "Bild" machen konnte. Vielleicht weil der Unterschied zwischen ihrer Lebensweise und der Abartigkeit unserer Lebensweise inzwischen so krass und offensichtlich geworden ist und so leicht nachvollziehbar ist, fällt es ihnen leichter, offen auf diese Abartigkeit zuzugehen. Sie stellt vielleicht - und mit Recht - gar keine Versuchung mehr dar so wie oft noch in früheren Jahrzehnten, als die Abartigkeit noch nicht so krass war. Aber für wen stellt denn das Leben in der heutigen "modernen Welt" auch sonst noch wirklich eine Versuchung dar? Im Grunde leidet doch fast jeder darunter. Daß das die Amischen inzwischen so empfinden und deshalb diese Lebensweise kaum noch als Versuchung empfinden können, könnte man jedenfalls als nachvollziehbar empfinden.

Zunehmend mehr verliert das typische Leben in modernen Gesellschaften an Anziehungskraft. Wer will denn diesen ganzen Schrott noch? Die Gefahr ist aber, daß es modernen Menschen zunehmend schwerer fallen könnte, zu einem solchen "einfachen Leben" noch rechtzeitig zurück zu kehren. Denn dazu ist die erste Voraussetzung jene, die in den beiden Filmdokumentationen immer wieder ein Hauptthema ist: Wie lernen sich Mann und Frau kennen? Wie beginnen sie eine eheliche Gemeinschaft? Und das Aufregende ist, daß zumindest zwei der "gewöhnlichen" britischen Mädchen nachdem sie sechs Wochen bei Amisch-Familien gelebt haben, sagen, daß sie künftig anders leben wollen, daß sie sich nicht mehr von ihrer Umgebung unter Druck setzen lassen wollen, möglichst früh alle Erfahrungen auszuleben, die man diesbezüglich als Erwachsener ausleben kann (3).

"Die Amischen - Die ordentlichsten Jugendlichen der Welt" so lautet der englische Originaltitel der ersten Dokumentation auf Deutsch übersetzt ("Amish - World's Squarest Teenagers") (2). Zwischendurch ist in ihr immer wieder eingeblendet, wie der Vater der beiden jungen Erwachsenen Leah und Andrew Miller aus der Bibel vorliest zum jeweiligen erörterten Thema. Das ist im Grunde ganz gut gemacht. Es sei zum besseren Verständnis noch festgehalten: Bei den Jugendlichen der ersten Dokumentation handelt es sich um Leah Miller (die Erzählerin), um Leon Lehman, Andrew Miller, Jerry Miller und Becky Shrock. Letztere stammt aus den am konservativsten lebenden Gruppen der Old-Order-Amisch, nämlich den "Schwarzentrubers" (Wiki). Das wird an mehreren Stellen in beiden Dokumentationen erläutert. In der zweiten Dokumentation ist der Erzähler Jonathan Hershberger (3).

Zwischenzeitlich gab es auch eine US-amerikanische "Reality-Serie" einer solchen Machart: "Breaking Amish" (2012-2016) (Wiki). Dieser gegenüber gibt es aber laut Wikipedia Vorwürfe, daß keine echte Authentizität vorläge, da alle Hauptbeteiligten mit ihren Gemeinden schon vor Beginn der Dokumentation gebrochen hatten.

Zusammengefaßt jedenfalls: Menschen wie von einem anderen Stern, die eigentlich nur so leben wie unsere Vorfahren vor hundert oder mehr Jahren. So weit haben wir uns heute von der Lebenswelt unserer Vorfahren schon entfernt. Und das betrifft insbesondere den Kernbereich jeder Kultur, nämlich den der Partnerfindung, der Begründung von haltbaren Ehen als Kernzelle des Volkes.

Man kann an ihnen ganz hervorragend erforschen, wie Gemeinschaftsleben in der Familie und auf Gemeinde-Ebene über Jahrhunderte hinweg erfolgreich und nachhaltig - das heißt insbesondere natürlich auch: demographisch nachhaltig - gestaltet werden kann.

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  1. Bading, Ingo: Die Amischen - Einige Filmdokumentationen. Auf: GA-!, 1.2010, http://studgenpol.blogspot.de/2010/01/die-amischen-einige-filmdokumentationen.html
  2. Die Amischen sind gelandet, Originaltitel: Meet the Amish bzw. Amish - World's Squarest Teenagers, Dokusoap GB 2010, KEO films und Channel 4 Television Corporation; Original-Erstausstrahlung: 25.07.2010; Deutsche Erstausstrahlung, RTL Living, 02.03.2012 (IMDb); Deutsch: https://www.youtube.com/watch?v=gApZNR-FcFE, https://www.youtube.com/watch?v=bJdxwzb59Ws, https://www.youtube.com/watch?v=wgDtEPLreXs, https://www.youtube.com/watch?v=Lqx0qiX6fTY; Englisch: https://www.youtube.com/watch?v=m64X1hMCJoE oder: https://www.youtube.com/watch?v=IZdxiN_WyjA
  3. Unter Amischen, Originaltitel: Living with the Amish, Dokusoap, GB November 2011, KEO films und Channel 4 Television Corporation (IMDb); 1. Teil (nur Englisch verfügbar) https://www.youtube.com/watch?v=eoXG3__vL8A, ab 2. Teil auch Deutsch: https://www.youtube.com/watch?v=JQyDUZgsdI8, 3. Teil https://www.youtube.com/watch?v=hE3C6uznL5Q&t=34s, 4. Teil https://www.youtube.com/watch?v=bQdfXa7sxfc&t=112s, 5. Teil https://www.youtube.com/watch?v=phh4XSAWDKU, 6. und letzter Teil https://www.youtube.com/watch?v=z0hB9Cg4C6I&t=20s
  4. Scheurmann, Erich: Der Papalagi. 1920, https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Papalagi
  5. Gee, Catherine: Amish teens: pious, prudish - yet remarkably tolerant - Members of the sect have come to the UK for a C4 series. In: The Telegraph, 23 Jul 2010, http://www.telegraph.co.uk/culture/tvandradio/7905385/Amish-teens-pious-prudish-yet-remarkably-tolerant.html
  6. Beck, Sally: From spoilt British teen to Amish girl. In: Dailymail, 21. November 2011, http://www.dailymail.co.uk/femail/article-2064064/Charlotte-Allison-From-spoilt-party-mad-British-teen-Amish-girl.html
  7. Bading, Ingo: Ehret die Frauen! Männer und Frauen - Ein viel erörtertes Thema. Auf. GA-j!, 1. Juni 2017, http://studgenpol.blogspot.de/2017/06/ehret-die-frauen.html

Samstag, 11. Juli 2015

Atheistische Gottesdienste ohne Gott

Die neuen "Sonntagsversammlungen" ("Sunday Assemblies") der Atheisten

Die Sonntagsversammlungen der Atheisten machen von sich Reden (Wiki, ARD, Berliner Sunday Assembly, Facebook, Twitter). In jeder großen Tages- und Wochenzeitung und in jedem größeren Sender hat es darüber schon Berichte gegeben, worüber man sich im Internet leicht einen Überblick verschaffen kann. 

Abb.: Auch auf Betterplace.org
Und meist kommt nun Befürworten wie skeptisch Beobachtenden als erstes der Gedanke in den Kopf, hier würde der sonntägliche Gottesdienst der Kirchen mehr oder weniger bewusst nachgeahmt. "Gottesdienst ohne Gott".

Aber so kann eigentlich nur jemand argumentieren, der den Blick noch immer nicht über den "christlich-abendländischen" Tellerrand geworfen hat. Wie die Ausgrabungen in Mitteleuropa und weltweit ständig aufs Neue ergeben, haben sich menschliche Gemeinschaften schon spätestens seit dem Beginn der Sesshaftigkeit (in Mitteleuropa um 5.800 v. Ztr.) in Gemeinschaften zusammen gefunden, um Gemeinschaft zu erleben, um Jahresfeste im Sonnenlauf zu feiern, um sich auf das Wesentliche in ihrem Leben zu besinnen, um sich und das Leben zu feiern, um über das Universum zu staunen, es zu erforschen, um zu singen und zu tanzen oder auch um der Toten zu gedenken. 

Dass auf all das nun ausgerechnet die christlichen Kirchen einen Monopolanspruch haben sollen, mutet schon reichlich abstrus und kurzsichtig an. Es zeigt einmal wieder so ein bisschen, wie verquer und geschichtsvergessen weithin unser Denken heute ist, bzw. geworden ist. Die Christen haben doch in den Jahrhunderten, in denen sich ihr Glaube in Europa ausbreitete, selbst überall vor Ort an die einheimischen Traditionen angepasst, einheimische heilige Orte in christliche heilige Orte umgewidmet (oder auch in verrufene, teuflische), einheimische heilige Tage in christliche umgedeutet. Warum soll nicht Christliches, ursprünglich Heidnisches erneut umgedeutet werden, um angemessen zu sein heutigen Zeiten und Zeitempfinden?

Unsere Wochentage sind keine christlichen

Man nehme doch nur den deutschen Begriff "Sonntag". Ist das etwa ein ausgesprochen christlicher Wochentagsname? Seit wann spielt die Sonne im Christentum eine so herausragende Bedeutung, dass nach ihr ein Wochentag benannt werden würde? Nein, unsere heutigen Wochentage stammen entweder aus dem antik-griechisch-römischen oder aus heidnisch-germanischen Lebenswelt. Und man nehme doch nur auch all die anderen Wochentage. Sie deuten - im Englischen oft noch deutlicher als im Deutschen - alle auf heidnische Ursprünge zurück: der Mond-Tag, der Tius-Tag (die Germanen verehrten den indogermanischen höchsten Gott Tius, der dem griechischen Zeus entspricht), der Wotans-Tag, der Donnars-Tag, der Freias-Tag - alle benannt nach heidnischen germanischen Göttern und Göttinnen. Schon Kaiser Karl der Große hatte übrigens auch die zu seiner Zeit (um 800 n. Ztr.) noch gut bekannten germanischen Monatsnamen sammeln lassen (Hartung, Hornung, Lenzig, Wonnemond, ...). Und so könnte vieles auf dieser Linie weiter gesagt werden.

"Atheistische Sonntagsversammlungen" sind somit nur eine Besinnung auf die 7.800 Jahre alte europäische Jahresfeier- und Gemeinschaftskultur. Und sie sind eine Weiterführung derselben. "Spiritueller Atheismus" wird das dann auch gerne genannt. Denn jedes Kind muss ja einen Namen haben. Dieser Blog hat auch langsam das Gefühl, dass sich "Atheismus" heute besser, zugkräftiger verkauft, als jede andere Form von "Nichtchristlichkeit". Das kommt, weil über andere Formen von Nichtchristlichkeit noch weniger in den großen Medien gesprochen wird als über Atheismus. Also sollte man sich womöglich auch bald einen ... "spirituellen Atheisten" nennen!

Nachdem ich hier in Berlin vor drei Jahren mit meiner damals 2-jährigen Tochter ein Eltern-Kind-Cafe suchte und nur ein solches ganz unkompliziertes in der Evangelischen Gemeinde gleich um die Ecke fand, sagte ich mir, dass es so etwas doch auch für Kirchenfreie geben müsste. Und so fragte ich beim Humanistischen Verband meines Stadtteiles nach. Dort aber war man auf diese Idee noch gar nicht gekommen!

Die Suche nach einer Gemeinschafts- und Feierkultur jenseits der christlichen Lebenswelten ist in den mitteleuropäischen Lebensreformbewegungen am Anfang des 20. Jahrhunderts sehr intensiv betrieben worden. Die alte Volkslied- und Volkstanzkultur Mitteleuropas wurde wiederbelebt. Im legendären Liederbuch des Wandervogels, im "Zupfgeigenhansel", waren sie alle versammelt, die so beseelten Lieder unserer Geschichte. Hans Breuer, ein junger Medizinstudent, der im Ersten Weltkrieg fiel, hatte sie gesammelt und herausgegeben: "Es waren zwei Königskinder", "Innsbruck, ich muss dich lassen" und so viele andere Lieder, zu denen dann die Liederdichter der ersten Jahrzehnte das 20. Jahrhunderts so viele neue hinzufügten.

Nachdem diese Bestrebungen und der damit verbundene Idealismus, die damit verbundenen Sehnsüchte im Jahr 1933 vom Nationalsozialismus "gehijackt" worden waren und in den weiteren Jahren pervertiert worden waren bis zur Unkenntlichkeit und nachdem als Gegenbewegung gegen diese pervertierten Bestrebungen die individualistische, amerikanische Jugendkultur der 1950er und 1960er Jahre gesetzt worden war, waren über die geschichtestürzenden Ereignisse des Zweiten Weltkrieges hinweg die oft so tief beseelten Aufbruchbewegungen vom Anfang des 20. Jahrhunderts völlig an den Rand gedrängt, ja, vergessen worden.

Allen, die noch irgendwie daran hingen, wurde die Schnulzenkultur des Fernsehns geboten und wurden damit "zufriedengestellt" und auf Passivität umgepolt.

Ob jetzt eine aus uns selbst gestaltete Rückkehr gelingt? Ob wir noch ein "aus uns rollendes Rad" sind (wie Nietzsche dies nannte)? Die Ansätze jedenfalls klingen vielversprechend. Noch hört man keinen wirklich schiefen Ton hindurch. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Samstag, 27. Juni 2015

"Den falschen Leuten vertraut"

René Jahn in Dresden bestätigt unsere Vermutung, dass Geheimdienste im Januar die Spaltung von "Pegida" herbeigeführt haben

Nach einem ersten Beitrag über Pegida hier auf dem Blog am 24. Dezember letzten Jahres (GA-j! 12/2014) war diese Bewegung in Facebook-Beiträgen weiter verfolgt worden. Doch man verlor sie dann wieder aus den Augen, da die eingespielten Rituale im Zusammenhang mit derselben - sowohl in Dresden wie in Leipzig wie in Berlin - nicht mehr gar so großes Interesse weckten.

Nicht zuletzt auch nachdem festgestellt werden konnte, dass der auf diesem Blog schon oft erwähnte Rechtskatholik Götz Kubitschek in seinen Reden auf Pegida-Demonstrationen jenen altbackenen Schmalspur-Konservatismus weiterverfolgte, der schon 2006 auf seinem damaligen Blog kritisiert worden war. Man mußte sich bei seinen Reden ständig fragen: Und dafür hat dieser Kerl zehn oder fünfzehn oder zwanzig Jahre lang "metapolisches", polit-strategisches Nachdenken vom hohen Roß herab betrieben, damit er nun mit solchen biederen, altbackenen Reden vor das Volk tritt? Diese sollen die Quintessenz sein von Jahrzehnte langem Nachdenken darüber, wie grundlegendere politische Änderungen in Deutschland herbeigeführt werden können? Etwas Geistreicheres soll dabei nicht herauskommen können? - - - Nein, "einen hab' ich noch, einen hab' ich noch," scheinen die - nichtzuletzt christlichen - Hintergrundmächte zu rufen, wenn sie so bieder-altbacken herüberkommende Leute wie Götz Kubitschek aus ihrer Personalkiste hervorziehen und den Leuten auf der Staße präsentieren ...

Aber diese Bemerkungen eigentlich nur nebenbei. Denn es wäre schon sehr zum Verwundern gewesen, wenn sich Götz Kubitschek aus diesem Anlaß einmal weniger "durchstilisiert" verhalten hätte, als das schon vor vielen Jahren auf seinem Blog hatte festgestellt und kritisiert werden können. Die jetzige Internetseite von "Sezession" mit ihrer sehr eingeschränkten Kommentarfunktion ist 2007 oder 2008 von dem Blogger Klaas Bähre aus Hannover ("Amyklai") gestaltet worden in Auswertung der Erfahrungen, die zuvor auf dem Blog ("Politisches Tagebuch") von Götz Kubitschek gemacht worden waren, wo die Kommentare sehr offen waren, und wo zu viel niedere Pleps mitgeredet hatte (in den Augen von Klaas Bähre). Und wer diesen Klaas Bähre (damals) in Diskussionen etwas genauer kennenlernen konnte, der es eher mit polnischen (natürlich katholischen) Aristokraten hält, als mit deutscher (natürlich nichtkatholischer) Plebs, der möchte eigentlich nicht allzu viel mehr über diesen ganzen Laden, genannt "Götz Kubitschek and friends" wissen.

Spricht aus diesen Zeilen enttäuschte Liebe? Gewiß, auch das. Als der Autor dieser Zeilen Götz Kubitschek Ende der 1990er Jahre persönlich kennenlernte (war es 1998?), waren beide erheblich jünger als jetzt und man war begeistert, einmal einen geistreicheren Menschen kennenlernen zu können als sonst so im Wald und auf der Heide anzutreffen war und ist. Damals wollte Götz Kubitschek noch über Goethe promovieren und hielt einen entsprechenden Vortrag. Man dachte sich damals: Mit so einem Menschen müßte es eigentlich schön sein, befreundet zu sein. Schade, so ändern sich die Zeiten und die Einsichten über Mitmenschen und ihre Agenden ....

Wodurch wurde ein nachhaltiger Erfolg von PEGIDA verhindert?

Doch nach diesem Abschweifer zurück zu einem Rückblick auf die Entwicklungen rund um Pegida allgemein (Wiki). Und insbesondere zu dem Versuch einer Antwort auf die Frage:

Wodurch wurde ein nachhaltiger Erfolg von PEGIDA verhindert?

Das ging natürlich mit einem Götz Kubitschek allein nicht. Dazu mußte natürlich noch mehr Personal rekrutiert werden. - Während der Recherche zu diesem Blogartikel kam es auch zu einem kurzen Gedankenaustausch auf Facebook mit René Jahn in Dresden, der zu unseren im folgenden zu schildernden Vermutungen schrieb: "Vollkommen richtig".

Erinnern wir uns: Am 12. Januar dieses Jahres demonstrierten 25.000 Menschen in Dresden. Am 28. Januar kam es zur Spaltung durch Austritt unter anderem von Kathrin Oertel und René Jahn. Dies war das entscheidende Datum. Nur Geert Wilders konnte am 13. April noch einmal 10.000 Menschen auf die Straße bringen. Seither gehen die Demonstrantenzahlen stetig zurück, zuletzt waren es 900. Und die Medien konnten sich anderen Themen zuwenden. Ein voller Erfolg also - - - aber von wem???

"Vollkommen richtig"

Am 9. März sind Kathrin Oertel und René Jahn, so bekommen wir hier erst jetzt mit, auch aus der von ihnen nach ihrem Austritt gegründeten neuen Organisation ausgetreten. Und dabei berichtete der MDR über Jahn:

Jahn hatte den Ausstieg am Montag auf seiner Facebook-Seite bekannt gegeben. Dort führte er als Gründe unter anderem an, dass die Pegida-Spaltung provoziert worden sei und sie den falschen Leuten vertraut hätten.

Und genau das hatte damals, während der Spaltung, jeder Klarsichtige sofort hindurchgespürt, dass so etwas nur infolge von "Strategie" geschehen sein kann. So war es von uns auch auf Facebook festgehalten worden. Aber Strategie von wem? Der MDR scheint es fast noch besser zu wissen, als René Jahn selbst, denn durch die Verkürzung der eigenen Aussagen von Jahn bringt er es besser auf den Punkt als Jahn.

Und nachdem ich so weit einen Blogartikel auf Facebook gepostet hatte und kurz nachdem René Jahn meine kurz zuvor gestartete Anfrage zur Facebook-Freundschaft bestätigt hatte, schrieb er dazu:

Darüber kann man Tage lang debattieren.

Und ich antwortete mit jenen Gedanken, die ich gleich schon im Januar anläßlich des Austritts von Oertel und Jahn auf Facebook geäußert hatte:

Ja, und das sollte man vielleicht auch. Dass Geheimdienste das Handy von Merkel überwachen, finde ich nicht so wichtig, als dass sie, wenn Oppositionsgruppen ihnen gefährlich sind, MEHR über jeden einzelnen Verantwortlichen in diesen Oppositionsgruppen wissen, als diese untereinander über sich. Warum sollten sie dieses Wissen nicht nutzen und durch jene großen inneren, psychologischen Abteilungen auswerten, die etwa Victor Ostrovsky in "Der Mossad" schildert (wobei ich nicht etwa sagen will, dass hier ausgerechnet der Mossad tätig gewesen sein soll, sondern nur, dass JEDER Geheimdienst - ebenso wie die Stasi - große psychologische Abteilungen hat, wo intelligente Leute und Psychologen arbeiten.)
Und:
Ich finde es gerade auch auffallend, dass der MDR es im März geradezu noch besser zu wissen schien, als Sie selbst, denn durch die Verkürzung Ihrer Aussagen brachte er es ja fast noch deutlicher auf den Punkt als das in Ihrer Erklärung enthalten war, die ich gerade beim Kopp-Verlag finde:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/torben-grombery/einsicht-bei-pegida-abspaltern-oertel-und-jahn-wir-haben-den-falschen-menschen-vertraut-.html
Jahn darauf:
Vollkommen richtig! Mit " falschen Leuten vertraut ", war auch der INNERE KREIS gemeint! Also das ORGA-TEAM an sich! Meine Person ausgenommen, gibt es da auch nur 10 Personen!
Und darauf war ja die Frage zu stellen:
Wie hat sich dieser Kreis denn überhaupt gebildet?
Jahn:
Darüber gibt es sehr viel zu lesen! Mir fehlt gerade dafür die Zeit!

Gut, an dieser Stelle muss also jetzt weiterrecherchiert werden. Es wird darüber sicherlich in näherer Zukunft auch noch die eine oder andere detaillierte Veröffentlichung geben. Hoffentlich benennt sie klar und deutlich Roß und Reiter.

Was aber eigentlich auch nicht mehr nötig ist, wenn man einmal verstanden hat, wie Hintergrundmächte und Geheimdienste arbeiten und - arbeiten müssen. Seit Jahrzehnten. Man mache sich doch auch nur klar, was wir seit Anfang dieses Jahres wissen. Nämlich dass Großbritannien unter der vielgerühmten Margaret Thatcher von einer pädokriminellen Elite beherrscht wurde, die sogar Minister in dieser Regierung stellte. Das berichtet nicht die "alternative Öffentlichkeit", sondern die "Mainstream-Presse". Und die Salamitaktik, mit der das der Öffentlichkeit mitgeteilt wird, zeigt doch, welche Elite heute immer noch in Großbritannien herrscht. Und das soll bloß in Großbritannien so sein?

Es sei daran erinnert, dass gerade die Thatcher-Regierung im Jahr 1990 sehr deutlich vor einem Deutschland warnte, das solchen Eliten offenbar nicht genehm ist, was dann zu jenen 2+4-Verträgen führte, nach denen Ost- und Westpreußen, das Memelland, Pommern, Schlesien, das Sudetenland nicht mehr zu Deutschland gehören sollten. Nur so "erkaufte" sich die CDU unter Kohl ja damals die Wiedervereinigung. Das also sind so die Politikvorstellungen pädokrimineller Eliten. (Und es sei auch daran erinnert, dass es viel zu viele Hinweise darauf gibt, dass Kohl und Stoltenberg um die Hintergründe wußten, um derentwillen Uwe Barschel ermordet worden ist, den sie dann alle zu Grabe trugen, angeblich um ihn trauernd.)

Jedenfalls: Wer über die inzwischen wirklich ausreichend bekannten pädokriminellen und satanistischen Eliten auf der heutigen Nordhalbkugel schweigt, braucht über einen Gesellschaftlichen Aufbruch erst gar nicht zu reden.*)


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*) Auch dieser letzte Satz wäre als ein Satz aufzufassen gesprochen in Richtung von solchen Leuten wie dem Rechtskatholiken Götz Kubitschek, die es wirklich besser wissen könnten (ohne es offenbar wissen zu wollen). Warum tun sie ständig so ahnungslos? Selbst der neuerdings auf rechtschristlichen (angeblich "libertären") Blogs wie "eigentümlich frei" schreibende Wissenschaftsblogger Michael Blume räumt inzwischen ein, dass "cheater detection" eine wichtige Funktion hat (Scilogs, 9.5.15): "Aber ich erkenne auch an, dass 'Cheater Detection' evolutionspsychologisch tief verwurzelt und auch weiterhin notwendig ist. M. E. gilt es, auch damit einen aufgeklärten, verantwortungsvollen Umgang zu erlernen. Die Wissenschaft kann und sollte dazu mehr Beiträge leisten." Ja, "tief verwurzelt". - Ärgerlich, nicht? Und es gibt ja so viel "unaufgeklärten, verantwortungslosen Umgang" mit dieser "tief verwurzelten" Eigenart. Für das Funktionieren von Demokratien wie den heutigen wäre sie ja auch nicht notwendig, nicht wahr, Michael? Wenn sie denn nur nicht so tief verwurzelt wäre ... - - - Als ich diese Worte neulich las, dachte ich mir: Aha, Michael liest also doch ab und an meinen Blog - und zwar öfter, als man es so im allgemeinen bei ihm durchhört, bzw. kann er einem Teil meiner Kommentare auf seinem und anderen Blogs bei den Scilogs inzwischen offenbar doch noch mehr positive Seiten abgewinnen, als bislang bekannt .... Jedenfalls schreibe ich schon seit vielen Jahren hier und anderwärts über "cheater detection", Michael womöglich hier zum ersten mal. Aber auf dieser Linie könnte es ja dann auch weitergehen. Michael ist ja noch jung und kann noch hinzulernen

 - - - Und siehe da - oh Wunder - am 20. Juni, so sehe ich gerade, stellte Michael Blume auf "eigentümlich frei" ja auch schon die Frage: "Geheimdienste - Können sie Freiheit wirklich verteidigen?" Na, so was aber auch. Da sollten wir jetzt aber alle einmal gaaaaaanz scharf nachdenken!!!!!! Um die Freiheit gegen Pegida zu verteidigen, lieber Michael, werden sie doch recht nützlich sein, meinst du nicht? Da sollte uns doch eigentlich jedes Mittel recht sein! - Mit Grüßen übrigens an Frau Merkel, wenn Michael sie das nächste mal im Kanzleramt sprechen sollte oder ihren wohl erwogenen Worten lauschen sollte. Der "Margaret Thatcher der Deutschen".

Dienstag, 23. Juni 2015

Wie kommen Völker vom Wissen zum Handeln?

Seelische Reifung des Einzelmenschen ist Vorbedingung zur Überwindung der Kriminalität unserer heutigen Eliten weltweit

Ein heute weit verbreiteter Glaube in der alternativen Öffentlichkeit besteht darin, dass man davon ausgeht, dass das Erwerben und Verbreiten von Wissen schon per se gesellschaftliche Veränderungen hervorruft, bzw. ein gesellschaftliches Wollen, das dann Veränderungen bewirkt. Ich glaube, es wird sich allmählich in der alternativen Öffentlichkeit auch die Erkenntnis ausbreiten, dass Wissen nicht per se auch Wollen und Handeln ist. Um es krass auszudrücken: Ein bequemer und willenlos gemachter Sklave kann alles über seinen Zustand wissen und über die Verhältnisse und Mechanismen, die diesen herbeigeführt haben, ohne dann auch noch unbedingt das Wollen aufzubringen, diesen Zustand zu ändern oder die Verhältnisse, die ihn bedingen. Nicht nur Wissenserwerb im stillen Kämmerlein ist Mühe, sondern noch viel mehr das Aufbringen von Willenskräften, die dann auch wirklich Veränderungen bewirken.

Und es mag leicht sein, Hinweise zusammenzutragen dafür, dass die zynischen, kriminellen Eliten, die den Mehrwert der Arbeit abschöpfen und zur fast schrankenlosen Machtausübung nutzen, auch genau solche Völker und Gesellschaften schaffen wollen, also Völker, die alles über sich und ihren Zustand wissen, die aber nicht handeln, die den Willen, die Kräfte und Fähigkeiten zum Handeln schlichtweg verloren haben. Völker, die sich sozusagen daran "goutieren", "delektieren", alles über die zynische Verhöhnung ihrer selbst zu wissen und allein davon schon befriedigt zu sein, da man sie ja zumindest nicht mehr für "dumm" halten kann. Denen also das Gefühl der Ohnmacht eingeflößt werden soll: Ihr wisst zwar alles - aber ändern könnt ihr ja doch nichts. Denn wir haben die Macht. Und wir zerschlagen jede gegen uns gerichtete gesellschaftliche Oppositions-Bewegung schon im Keim, schon in ihrer Entstehung und dulden nur solche "Quasi-"Opposition, die wir zuvor geprüft und für ungefährlich befunden haben, bzw. die wir uns zuvor in die Hand gespielt haben nach feindlicher Übernahme, nach Hijacking, und die uns dadurch kaum noch gefährlich werden können.

Und da die Menschen sehen, wie seit 100 Jahren immer wieder jede gesellschaftliche Aufbruchbewegung in Streitereien endet, in die Irre geleitet wurde, umgedreht wurde, verlieren sie den Glauben daran, durch eigene Initiative, durch Handeln noch etwas ändern zu können.

Wer zum Beispiel will denn noch eine Partei gründen? Oder die Kärrnerarbeit von "Basisbewegungen", "Graswurzelbewegungen" machen? Und diese Ohnmachtsgefühle sind natürlich erwünscht. Der Sklave wird so lange geschlagen und mit Suchtmitteln verführt und verwöhnt, bis er alles Wollen aufgibt, bis er den Glauben an sich selbst verliert. 

Wie also kommen Völker auch noch unter solchen Umständen vom Wissen zum Handeln?

Durch das Schaffen einer Gegenkultur. Durch das Ansprechen religiöser Kräfte. Diesen Gedanken sollte künftig noch weiter nachgegangen werden. Man könnte sich zum Beispiel einmal die derzeit laufenden, vielen Experimente von "atheistischen Gottesdiensten" anschauen. Hier wird dem Gedanken nachgegangen, dass auch moderne Menschen Gemeinschaft erleben wollen, auch in ihrer Nachbarschaft, dass sie ihre Religiosität angesprochen wissen wollen, durchaus auch sehr bewusst. Und anderes mehr. Es könnte durchaus sein, dass in solchen Bereichen der Kulturgestaltung, in solcher Feiergestaltung manche gesellschaftsverändernde Kraft beschlossen liegt. Denn wenn der religiöse Konsens größer wird in der Gesellschaft, könnten damit auch die seelischen Kräfte in der Gesellschaft wachsen.

Vorschaubild des - wieder herausgenommenen - Video's :)
Darüber hatte ich für diesen Blogbeitrag auch einen 10-minütigen Videoblogbeitrag erstellt, den ich aber wieder herausgenommen habe, da ich das noch einmal in anderer Weise zur Sprache bringen will.

Die Geheimmächte spielen auf der Klaviatur der Glückssehnsucht der Menschen

Vor einigen Wochen hatte ich mir zu dem gleichen Thema schon mal folgende Notizen gemacht: Solange nicht auf die seelische Reifung und Vervollkommnung des Einzelmenschen - vielleicht am ehesten im Sinne der psychologischen Philosophie von Mathilde Ludendorff - der Schwerpunkt gelegt wird, wird man mit den Geheimmächten und Geheimdiensten im Hintergrund nicht fertig werden können.*) Sie spielen und agieren mit der bodenlosen Vielfalt menschlicher Unfertigkeit, Unreife, Kurzsichtigkeit und Oberflächlichkeit. Mit der bodenlosen Vielfalt menschlicher Glückssehnsucht. Sie wissen, dass Erich Ludendorff recht gehabt haben wird, als er forderte: "Machet des Volkes Seele stark." Dass erst der seelisch reife und vervollkommnete Mensch - und nicht allein sein umfassendes, angelesenes Wissen - ein wirklicher Gegner dieser Hintergrundmächte darstellt, ein Gegner, der nicht in eine ihrer hundertfach aufgestellten Fallen hineintappt. Was, lieber Leser, du bist noch in keine der von ihnen aufgestellten Fallen hineingetappt? Du glaubst, alle ihre aufgestellten Fallen inzwischen zu durchschauen? - Dann träume bitte weiter!

Wir wollen alle "glücklich" sein. Und diese Glückssehnsucht ist (zumindest nach der Philosophie Mathilde Ludendorffs) eines der größten Hindernisse zur seelischen Reifung und Vervollkommnung. Die Hintergrundmächte ziehen sich untereinander und ziehen die von ihnen Beherrschten am Strick der Glückssehnsucht des Einzelmenschen hinter sich her. Erst wenn wir uns von dieser Glückssehnsucht emanzipieren, von ihr eine gewisse Unabhängigkeit erlangt haben, wenn wir bereit sind, um ein höheres Gutes willen auch tiefes Leid - oder gar den Tod - auf uns zu nehmen, gehören wir zu jenen "Freien", die die Hintergrundmächte wirklich fürchten und fürchten müssen.

Denn seelische Reifung und Vervollkommnung sind nicht Dinge vornehmlich des "Wissens", der angelesenen oder erlernten "Kenntnisse", des "Durchschauens" der vielen Tricks und Finten der den Fortschritt der Menschheit aufhaltenden und untergrabenden Geheimmächte. Es sind das viel mehr Dinge, die sich im Bereich der Kultur abspielen. Das ist der Grund, weshalb alle großen Revolutionen und Reformbewegungen nicht in erster Linie politische, sondern vor allem Kulturrevolutionen waren. Dass sie eine neue Moral mit in die Welt brachten, eine neue Kunst, ein neues Lebensgefühl, ein neues Denken.

Und an dieser Stelle erst wird die ganze Ohnmacht der gegenwärtigen "Neuen sozialen Bewegungen" deutlich: Noch die Anti-AKW-Bewegung der 1970er Jahre hatte gewissermaßen eine neue Kultur, eine "Gegenkultur" ausgebildet, man war "alternativ", man war "Aussteiger", man gründete "Landkomunen", erprobte neue Formen des menschlichen Zusammenlebens. Und indem wir auf diese Zeit zurückschauen und feststellen, dass heutige neue gesellschaftliche Bewegungen im Grunde an keinem Punkt über die damalige "alternative Szene" und ihre Lebensexperimente hinausgekommen sind - abgesehen von dem heutigen erweiterten Kenntnisstand über das Wesen und die Handlungsmöglichkeiten der Hintergrundmächte - erkennen wir erst, wie viel zu tun übrig bleibt.

Ja, wir erkennen, dass das Wesentlichste weniger als je getan ist und getan wird. Und damit wird nicht auf "verändertes Verbraucherverhalten", auf bewussteres "Konsumverhalten" angespielt, auf die Beachtung von "fair trade" und ähnliche Dinge (die natürlich auch wichtig sind). Sondern damit wird angespielt auf die Frage: Welche Haltung nehmen wir dem Leben selbst gegenüber ein? Welchen Sinn geben wir dem Leben? Wie gehen wir mit unseren seelischen Kräften um? Wie haushalten wir mit ihnen, damit wir "schlagkräftig", "kampffähig" bleiben - oder überhaupt erst ausreichend werden?

/Video wieder herausgenommen und 2. Teil des Blogbeitrages hinzugefügt: 27.6.2015/

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*) Mathilde Ludendorff unter anderem deshalb, weil man womöglich im Rahmen ihrer Psychologie noch am ehesten von jeder Art von Okkultismus bewahrt ist, dem die Menschen nur allzu gerne und allzu leicht verfallen. Es ist ja sehr beliebt insbesondere unter Okkulten, von seelischer Vervollkommnung zu sprechen, wie sie ja überhaupt so vielen wesentlichen Dingen ihren eigenen Sinn überstülpen und dadurch den wacheren Menschen diese Dinge überhaupt verekeln, während sie sie für die seichteren Menschen dadurch "passend" gemacht haben. Es ist Peter Sloterdijk zu danken, dass er neue, frische Wege eingeschlagen hat, sich diesem Thema auf nicht-okkultem, nicht-esoterischem Wege zu nähern (s. GA-j!, 3/2015). 

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Pegida ...

Pegida wird zerredet und zerredet sich selbst

"Jedem Anfang liegt ein Zauber inne," lautet das berühmte Wort von Hermann Hesse. Als sich vor über einer Woche viele Menschen - Sympathisanten und Kritiker - begannen, mit der neuen "Pegida"-Bewegung, den "Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes" in Dresden und anderwärts, zu beschäftigen, fiel vielen eine klare Ein- und Zuordnung noch schwer. Denn dort wurden ja keine Polizeibusse umgekippt! Manche kommentatoren fanden es richtiggehend perfide, dass die ihre Demonstration einen "Abendspaziergang" nannten. Ja, wie soll man denn solche Leute einordnen? Diese Schwierigkeit des Einordnens wird auch deutlich in einer Reihe von Video's und Nachrichten, die hier zusammen gestellt sein sollen, da sie einem zunächst brauchbar erschienen sind im Zusammenhang mit dem Kennenlernen und dem Einschätzen dieser Pegida-Bewegung.



Da gab es etwa eine recht brauchbare und sachliche Dokumentation von "JF-TV", des neuen Fernsehsenders der rechtschristlichen Wochenzeitung "Junge Freiheit". - Am 14. Dezember lautete dann eine Pressemeldung (N24):
Repräsentative Emnid Umfrage: So sieht die Zustimmung aus Anhängern verschiedener Parteien zu PEGIDA aus...: AfD 86 Prozent, Union 54 Prozent, SPD 46 Prozent, Linkspartei und Grüne jeweils 19 Prozent... Bevölkerung im Westen 48 Prozent, im Osten 53 Prozent ...
Am gleichen Tag wurde abends im Pressclub von "Phoenix" die Pegida-Bewegung erörtert.


In diesen Erörterungen tun sich die Medienvertreter schwer mit der Pegida-Bewegung. Man merkt, wie weit sie vom Volk entfernt sind. Ein wenig kommt einem "Erich Honecker 1989" in den Sinn. Am ehesten scheint noch Alexander Kissler vom "Cicero" verstanden zu haben, worum es geht. Aber hat das für ihn irgendwelche Konsequenzen? Und wenn ja welche? Ganz ähnliches gilt auch für die Chefredakteurin der "Welt" (etwa bei 35'30). Einen Tag später schrieb ich zu diesem Video


auf Facebook: So doof klingen die Aussagen ganz normaler Demonstrationsteilnehmer keineswegs. Hier die Rede von Lutz Bachmann am selben Tag:


"Lügenpresse" ist schon hier der Tenor (31'00). Vorgestern dann, am 22. Dezember, scheint mir ein gewisser Zauber des Anfangs in der Selbstdarstellung der Pegida-Bewegung und in der Auseinandersetzung mit ihr schon wieder verflogen zu sein. Trotz ihres Weihnachtslieder-Singens.


Erstaunlich, wie schnell etwas zum Ritual erstarren kann. Man hört aggressive, hohl klingende Sprechchöre. Vor allem deshalb hohl, weil alles, was zu oft wiederholt wird, leicht in Gefahr gerät, hohl zu klingen. Man hört zumindest einen absolut unmöglichen, weil unflätigen Redner (das ist nicht Lutz Bachmann). Womöglich tut es den Menschen tatsächlich besser, spazieren zu gehen, als herumzustehen. Schweigemärsche dürften auch angemessener sein dem, was auf dem Spiel steht. Es wird sowieso - mit und ohne Pegida - viel zu viel zerredet. Mit Pegida nun neuerdings womöglich auch wieder zergröhlt. Ich weiß es nicht.

Abb.: Lutz Bachmann, 22.12.14, Dresden
Hört man allerdings den sonst so schätzenswerten Ken Jebsen über Pegida sprechen (Youtube, 19.12.), dann könnte einem womöglich deutlich werden, wie schnell selbst im Kopf jung gebliebene Leute alt aussehen können. So scheint mir schon jetzt auch Pegida selbst auszusehen. Womit sich eigentlich nur noch die Frage stellt: Welches nächste "große Ding" kommt nach den Montagsmahnwachen und nach Pegida?

Einfügung 21.8.15: Das nächste "große Ding" ist die - wie immer - von Geheimdiensten initiierte und inszenierte große Zuwanderungswelle des Jahres 2015 vom Balkan, vom Nahen und Mittleren Osten und von Afrika nach Mitteleuropa hinein (übrigens ist 2015 ein Jahr, so fällt mir gerade auf, das im kabbalistischen und damit okkulten Denken eine gewisse Rolle spielen könnte ....). Diese Zuwanderungswelle zeugt von der ganzen Frechheit dieser Eliten. Sie scheren sich einen Dreck um breite Oppositionsbewegungen innerhalb von Europa, sie fürchten sie nicht ansatzweise. Nehmt also das, ihr Pegida-Leute. Und glaubt auch weiterhin, die ganze Menschenfeindlichkeit, die derzeit gegen Asylanten gerichtet wird (anstatt gegen Geheimdienste und Regierungskriminalität) stamme von "ganz normalen Bürgern" wie Dir und mir. Das glaubt auch nur der, der nicht weiß, wie seit hundert Jahren Regierungskriminalität geschützt wird gegen nachhaltige Kritik .....

Abschließend noch die Stellungnahme, die ich in der rechten Randspalte dieses Blogs veröffentlichte, als der Zauber des Anfangs noch vorhanden war.

Stellungnahme (10.12.14)

Darüber, ob wir in Deutschland eine multikulturelle Gesellschaft haben wollen oder haben sollten, ob die Völker der Nordhalbkugel demographisch und durch Zuwanderung innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraumes "friedlich" ausgewechselt werden sollen, über all diese Fragen hat es in Deutschland - und auch sonst - keine ehrliche und offene Debatte gegeben. Auch keine wissenschaftlich informierte. Um es kurz und knapp zu sagen: Es gibt gute Gründe, dagegen zu sein.

Früher war in Deutschland der Souverän ein Kaiser oder ein König, seit 1919 ist es das deutsche Volk. Nicht mehr "im Namen des Kaisers", sondern "im Namen des Volkes" werden in Deutschland täglich hunderte von Gerichtsurteilen verkündet. Das deutsche Volk ist der Souverän schlechthin des Grundgesetzes.

Diesen schleichend auszutauschen, ist doch ohne Frage Hochverrat und grundgesetzwidrig. Deshalb haben wir als verfassungstreue Bürger nicht nur das Recht, sondern die verdammte Pflicht wie jeder Politiker, der seinen Amtseid ernst nimmt, nach Paragraph 20 des Grundgesetzes, uns gegen das Austauschen des Souveräns zu wehren.

Ob nun "Pegida" der richtige Weg ist, muss sich zeigen, wer weiß das zum derzeitigen Standpunkt schon. Was man aber wissen kann, das ist, DASS etwas geschehen muss, dass diese völlige Sprachlosigkeit, Debattenlosigkeit überwunden werden muss. Und wenn das Pegida gelingt, hat sie doch schon allein dafür viel Unterstützung verdient.

Viel zu viele wenden sich doch schon viel zu lang von der Arroganz der Herrschenden ab. Und zwar auch was die Fragen der Erhaltung des deutschen Volkes betrifft, als dass nicht ausreichend Anlaß bestünde, Pegida zu begrüßen. Dass im übrigen die NPD von einem Informanten des britischen Geheimdienstes gegründet worden ist (sein Name Adolf von Thadden [1921-1996]*)), und dass sie von den "rührigen" Leuten solcher Dienste auf Linie gehalten wird - wer hätte daran noch irgend einen Zweifel? Ob die NPD irgendwo dabei ist oder nicht, interessiert also genauso viel oder genauso wenig wie die Frage, ob irgendein Geheimdienst irgendwo dabei ist oder nicht. Und ja, gewiß: darauf sollte geachtet werden.


Denn Geheimdienste inszenieren Kriege, Morde, Regierungsumstürze und Krawalle aller Art. All das geschieht in der Regel in fremdenfeindlichem oder dem eigenen Volk feindlich gesonnenen Sinne. 


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*) Enkelsohn übrigens jenes Reinhold von Thadden (1825–1902), dessen früh verstorbene Schwester Otto von Bismarck sozusagen zum Christentum bekehrte, und der selbst dann später seinen Jugendfreund Otto von Bismarck tödlich kränkte und enttäuschte, weil Bismarck nicht jene christlich-stockkonservative Politik machte, die seine Freunde von ihm erwarteten.

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