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Donnerstag, 9. April 2020

"Leben zwischen Eis und Felsen"

Ein Forschungsbericht

Eine neue Folge der Zeitschrift "Biologie in unserer Zeit" ist erschienen. In ihr kann man den Bericht lesen zu Forschungen über die Welt der Flechten in der Antarktis. Der Bericht ist öffentlich zugänglich. Er ist verständlich geschrieben (1). Manches Bild ist darin zu sehen von der Landschaft der King George Insel. Es ist dies eine Insel zwischen dem südlichsten Zipfel Argentiniens - und damit Südamerikas - und dem Festland der Antarktis.

Auf einem der Bilder ist zu sehen: Flechten im Vordergrund, im mittleren Bildbereich eine feuchte Senke, darin leuchtendes Moos. Und weit, fern im Hintergrund: Eis, hohe Berge, ewiges Eis. ... . .  .    .   

Gedanke: So muß es auch bei uns in Europa ausgesehen haben. Vor langer Zeit. Nämlich in der Eiszeit, als andere Völker in Europa lebten. Vergangene Völker, untergegangene Völker. 

King George Insel (Wiki)

Und: Auf wie vielen Planeten in unserer Galaxie und weit, weit draußen in Millionen anderer Galaxien, auf wie vielen von ihnen mag es solche Landschaften geben? Eisige, erhabene Berge. Meer. Aufschäumende Wellen am Strand. Tot - oder doch auch: Keime von Leben bergend ... .  .     .

Über Bildersuche "King George Island" kann man sich ein Bild von der dortigen Landschaft und ihrer Vielfalt machen. Eine Fotografie gigantischer als die andere. ... Gemalt, aber: von wem eigentlich? Eindrucksvoll werden sie erst, wenn sie auf Bildschirmgröße vergrößert werden (z.B. gut möglich auf: Wiki Commons, TripAdvisor, Bing Bildersuche).

Und die Gedanken gehen auf Reise ....

... .   .      .   - Am Ende des Zweiten Weltkrieges. Eine Gruppe von Wehrmachtsoldaten. Sie versteckt sich auf der King George Insel. Immerhin gehören sie zu Argentien. Immerhin sind sie nicht die einzigen Deutschen, die sich zu jener Zeit in Argentinien verstecken ... Einige Wehrmachthelferinnen sind dabei. Und über die Jahrzehnte wächst dort - weitab von der Öffentlichkeit - eine Kolonie heran, völlig unbeachtet, von niemandem erahnt. Keine technischen Geräte, kein Radio, kein Funk. Aber die Erinnerungen. .... Und in jeder der Behausungen noch ein Bild des "Führers", an ehrenvoller Stelle im Wohnzimmer positioniert. Der Irminsul-Leuchter wird aufgestellt zu allen großen Festen des Jahres, sowie zu Lebensfeiern. Gebete zu Thor und Donar, zu Frigga, zu Freia. Wilde Männer in zotteligen Bärten, blond, rauh, der Blick nach innen. Frauen, Kinder auf dem Arm, Kinder neben ihnen, in ihre Rockfalten geschmiegt, fremde Blicke in die Kameras ....

King George Insel (Wiki)

Einen Journalisten hatte es in die Siedlung verschlagen. Rauh war er von den Einwohnern angefaßt worden. Leicht hätte ihn das Schicksal des jungen christlichen Missionars ereilen können, der auf dem Strand von den Einwohnern der Andamanen-Inseln getötet worden war vor einigen Jahren. Tagelang war seine von Giftpfeilen gespickte Leiche am Stand liegen geblieben, verachtet, überspült von den Wellen. Bis ein Patrouillenboot Indiens unter Begleitschutz die Leiche barg. Er hatte gegen die Gesetze Indiens verstoßen. Die Andamanen-Inseln sind Tabu. Unbetretbares, heiliges Land.

Rauh hatten sie ihn angefaßt. "Kerl," hatten sie gesagt in einem Tonfall, der in Deutschland schon lange nicht mehr üblich war, "Kerl - - - " - Filmriß.

Eine so vielfältige Landschaft, die King George Insel. Vereiste Hochgebirge, Eisberge, Pinguine, Seelöwen, Schelfeis, Schotterstrände, rauhe See.

King George Insel (Wiki)

Warum es gerade eine solche Phantasie sein muß, fragte er sich nach Fertigstellung seines Blogartikels. Vielleicht weil eine solche Phantasie den größten Kontrast aufweist zu einer heutigen Gegenwart, also angemessen ist einer so fernen, phantastischen Landschaft, weil aber zugleich gerade mit einer solchen Phantasie auch "ferne Nähe" aufgebaut wird. Vielleicht.

Ferne Nähe.
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  1. Leben zwischen Eis und Felsen - Biologische Bodenkrusten in der Antarktis Birgit Kanz Burkhard Büdel Patrick Jung Ulf Karsten Christian Printzen, Biologie in unserer Zeit, Volume50, Issue2  April 2020  Pages 122-133, First published: 06 April 2020 https://doi.org/10.1002/biuz.202010702, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/biuz.202010702.
  2. Bading, Ingo: Die Sehnsucht nach der Einsamkeit Alaskas Arved Fuchs - "South Nahanni" (1984) - Ergänzendes zu seinem Buch. 7. Februar 2016, http://studgendeutsch.blogspot.com/2016/02/die-sehnsucht-nach-der-einsamkeit.html.

Samstag, 21. November 2009

Der Papst redet von Schönheit

Der Papst redet von Schönheit ...

Von der Schönheit ...
... der Kathedralen. (--> Yt.)

Dieses Ausführungen befriedigen nicht. Nicht wirklich. Sind es denn nur die Kathedralen, schwer und steinig, die man als ein Papst der Christenheit insbesondere in das Licht der Aufmerksamkeit stellen kann und sollte? Und die man den Künstlern unserer Zeit insbesondere als Vorbild hinstellen könnte? Und andere Kunstwerke Gottes, das heißt der Evolution und des Menschen eher weniger?

So sollen diese Ausführungen als ein Anlaß erachtet werden, einmal wieder auf eines der Lieblingskunstwerke von "Studium generale" aufmerksam zu machen. Auf Raffael's Bilderzyklus "Amor und Psyche" aus der Villa Farnesina in Rom (s. St. gen. a, b). Es handelt sich dabei um jene Kunstwerke Raffael's, die auffälligerweise am wenigsten von ihm bekannt sind. Aber auch von einem solchen Bilderzyklus sollte ein Papst doch sagen können:
Wenn Glaube und Kunst zusammentreffen, entsteht ein tiefer Gleichklang, weil beide von Gott reden können und wollen, (weil beide) das Sichtbare mit dem Unsichtbaren verbinden.
Kann das der Papst nicht? Kann er tatsächlich so nur von ... Kathedralen sprechen?! Gibt es sie also? Und wirkt sie fort? Nicht nur eine mosaische Unterscheidung zwischen Wahr und Falsch, sondern auch eine solche zwischen Schön und Häßlich? ... Wer wollte daran noch Zweifel haben, wenn der Papst wieder einmal - immer noch - typisch "päpstliche" Verlautbarungen macht?

Sonntag, 8. Februar 2009

Taucher-Legende Hans Hass 90 Jahre alt

"Meine Damen und Herren, es gibt viel schöne und geheimnisvolle Länder auf der Welt. Aber das schönste und geheimnisvollste ist das Meer!"

Mit welcher Begeisterung man 1953 noch Filme ankündigen konnte ... (1).

Ob es so etwas heute noch gibt?

Die Taucherlegende Hans Hass (1919-2013) (Wiki). Von ihm hatte der Verhaltensforscher I. Eibl-Eibesfeldt die Idee, mit einer Kamera "um die Ecke" zu filmen, damit sich die gefilmten Menschen nicht so beobachtet fühlen und ihr Verhalten so ungezwungener dokumentiert werden könnte.

Das Internet und die Nachrichten sind voll mit ihm (Abendblatt). Deshalb sei hier bis auf weitere Ausführungen verzichtet.

Man findet schöne Filmausschnitte von ihm im Netz. Etwa: "Taucherlegenden Hans Hass auf der Boot 2009". 



Was drehte man aber "früher" auch für schöne Filme!

Und hier noch ein längerer Film (2).

Ergänzung 27.2.2021: Inzwischen ist noch eine Verfilmung und eine Dokumentation zum Leben von Hans Hass im Internet zugänglich geworden (3), aus denen die Bedeutung seines Lebens noch klarer hervorgeht. 

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Beliebte Posts (*darunter finden sich leider selten neuere Beiträge*)

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