Freitag, 22. April 2011

"Weiße Magie zugunsten unserer arischen Rasse ..."

Die tausend Masken des Meisters Rudolf Steiner

Man hat ja noch gar nicht begriffen, was Okkultismus eigentlich bedeutet, solange man keine okkulten Schriften einmal selbst gelesen hat, bzw. überhaupt verstanden hat, daß es hier eine ganze Literatur-Gattung seit Jahrzehnten und Jahrhunderten gibt, die ein ganz anderes Denken aufweist, als es sonst üblich ist in der Literatur. Man findet darin viele Hinweise auf okkulten Reliquienkult ebenso wie auf okkulten rituellen Satanismus, ebenso wie auf die Involviertheit des okkulten Jesuitenordens.

Vor uns liegt das Buch "Entente-Freimaurerei und Weltkrieg" des Schweizer Anthroposophen Karl Heise (1872 - 1939) (Wikip., Waldorfwiki; 1 - 13) aus den Jahren 1919 und 1920 mit einem befürwortenden Vorwort von Rudolf Steiner aus dem Oktober 1918 (5). Rudolf Steiner hat die Herausgabe dieses Buches sehr gefördert.  Karl Heise war Mitglied der ariosophischen Guido von List- und der  Theosophischen Gesellschaft, ebenso wie der Mazdaznan-Bewegung (14).

Dieses Buch dient bis heute in Freimaurer-kritischen Kreisen als eine wertvolle Quelle, weil es eine Fülle von Daten, Fakten, Zitaten und anderem bietet von Seiten eines, was die Freimaurerei betrifft, außerordentlich kundigen und belesenen Autors, die alle ein kritisches Licht auf das Wirken der Freimaurerei bei der Anbahnung des Ersten Weltkrieges und des Versailler Diktates werfen.

Aber das ist ja nur der eine Teil dieses Buches. Was für eine Fülle von okkultem Quark ist da überall mit eingestreut! Ist das der Grund, weshalb man das Buch bislang nie genauer gelesen hatte, obwohl es schon seit Jahrzehnten im Bücherschrank steht? Und erst wenn man das in diesem Mischmasch, in dieser Dichte liest, versteht man ja, wie okkulte Menschen überhaupt denken!

Einerseits ganz nüchtern-rationales Denken entlang von historischen Fakten und Quellen. (Es handelt sich also um ein Buch nach der Art von "Das schwarze Reich" - nur eben des Jahres 1919.) Aber dann andererseits immer wieder ein ganz undistanziertes, wie selbstverständlich wirkendes Hinübergleiten in das Reich des okkultesten Gedankengebräues. Jetzt auch erst verstehen wir das ebenfalls aus Anthroposophen-Kreisen hervorgegangene Buch "Der Speer des Schicksals" von Trevor Ravenscroft und dem Steiner-Freund und Waldorf-Schulen-Lehrer Walter Johannes Stein (siehe früherer Beitrag) in seinen tieferen Dimensionen, in seiner "Denke" und in der Art der Einbettung in eine Literatur-Gattung, die eigentlich nur für Okkult-Interessierte interessant ist und eigentlich auch nur an sie gerichtet sein kann. (Diese Leute sprechen selbst für sich gerne auch von "okkulter Wissenschaft", darunter geht es ja nicht.)

Stehen in einer langen Tradition: Die Okkultautoren Walter Johannes Stein, Wilhelm Landig, Trevor Ravenscroft 

Einen ersten Hinweis darauf, daß man es hier mit einer ganzen anderen, eigenen geistigen "Welt" zu tun hat, erhielt man ja schon in der kleinen Nachfolgeschrift von Karl Heises "Entente-Freimaurerei", in "Okkultes Logentum" von 1921 (6). In dieser Schrift zählt Karl Heise zu den damaligen okkulten Orden des - schlechten - "linken Pfades" den "Ordo Templi Orientis", dessen deutsche Sektion jedoch zwischen 1906 und 1914 von Rudolf Steiner höchstselbst geleitet worden war (Wikip.). So lange sicherlich noch auf dem "rechten Pfad" wandelnd ... Der Steiner-Freund Heise schreibt nun nur sechs Jahre nach Ende dieser Leitungstätigkeit - und es kann doch vermutet werden, aufgrund auch von Auskünften von Rudolf Steiner selbst (6, S. 88):
Im Ordo Templi Orientis wird der Christusimpuls verwaschen bis zur Unkenntlichkeit, der Artus- und Gralskult wird verfälscht, die Heilige Lanze des Loginus wird "als Phallus-Lingam" oder sexuelles Symbolum zu gänzlicher Geistlosigkeit entehrt, der Heilige Kelch wird zur Yoni oder zum Menstruationsorgan entweiht und das Kreuz ebenfalls aller Heiligkeit entkleidet, dabei aber damit brilliert, daß man ein Johanneisches Christentum verbreite, das aber, obschon es den Mithraskult an Stelle des Christusimpulses zu setzen sich bemüht, - selbst von den Mithrasmysterien nicht die leiseste Spur weiß.
Dieses kurze Zitat enthält in wenigen Worten, bzw. in nur einem einzigen Satz eine solche Fülle von Zusammenhängen, das man zunächst ganz erschlagen ist. Zunächst: Wenn man genau liest, stellt man fest, daß keiner der hier genannten Mythologie-Inhalte an sich von dem Anthroposophen Karl Heise (und damit: von Rudolf Steiner, Wilhelm Landig, Trevor Ravenscroft ...) als wertlos angesehen wird - ganz im Gegenteil: Das "Verwaschen bis zur Unkenntlichkeit" wird ja gerade deshalb kritisiert, weil diese Mythologie-Inhalte als so wesentlich, ja, sicherlich als "erhaben" angesehen werden.

Und das wiederum läßt einen mit Überraschung feststellen, daß der Mithraskult des Wilhelm Landig des Jahres 1971 (erwähnt in "Götzen gegen Thule") ebenso wie der "Speer des Schicksals" und der "Kelch des Schicksals" des Freundes von Rudolf Steiner, nämlich von Walter Johannes Stein und dessen geistigen Erben Trevor Ravenscroft von 1974 (15), beide schon im Jahr 1921 als feststehende Mythologie-Bestandteile des OTO und offenbar auch weiterer Orden und Logen gehandelt worden sind, daß es sich hier also keineswegs um "spinnerte" Gedankenkonstrukte von einzelnen verrückt gewordenen Okkult-Autoren handelt, sondern um Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte alte geistige Traditionen.

Wenn man sich diesen Umstand klar macht, nämlich, daß in Freimaurer-, Theosophen- und Okkultisten-Kreisen diese Mythologie-Inhalte schon im Jahr 1921 zu feststehenden Begriffen gehörten, dann wird es einem natürlich um vieles leichter verständlich, warum sie ein so langes Leben in der Literatur haben, und daß sie - selbstverständlich - dann auch noch in den 1970er Jahren "irgendwie" in Beziehung zur Geschichte des Dritten Reiches gesetzt werden konnten. Von dieser Perspektive mutet das Buch "Speer des Schicksals" von Ravenscroft (und sicherlich auch der Nachfolgeband "Kelch des Schicksals") doch noch ein wenig anders an,  viel weniger "isoliert" im geistigen Zusammenhang, als wir das bislang vermutet hatten.

Aber dann stellt sich als nächstes die Frage: Warum beziehen sich Trevor Ravenscroft oder Walter Johannes Stein oder irgendein Amazon-Rezensent des Buches eigentlich nicht auf all diese Traditionen, warum werden sie nicht klar und deutlich herausgestellt?


"Der Tisch des Königs Arthur" ermöglicht die Weltherrschaft Englands

Und diese Erkenntnis, gewonnen aus "Okkultes Logentum" wird nun in reichster und vielfältigster Weise ergänzt durch "Entente-Freimaurerei und Weltkrieg", das ebenfalls am Ende ein Kapitel enthält: "Verbindungen zwischen Okkultismus und Freimaurerei". Und hier lesen wir unter einer Fülle anderen Schwulstes nur als Beispiel über den "Tisch des Königs Artus" - und das ist wohlgemerkt geschrieben von einem Autor, der "kritisch" über die Freimaurerei aufklären wollte und dies in der Tat auch vielfältig getan hat (5, S. 380):
Tiefe Wurzeln hat die echte Hochgrad-Freimaurerei in der Sage vom Heiligen Gral (...)
blablabla. Weiter heißt es:
Und es ist ein ganz natürlicher Werdegang in der Geschichte des Freimaurertums,
aber hallo "ganz natürlich" (!!!)
daß England, das Geburtsland der modernen Masonnerie, den "runden Tisch König Arthurs" (König Artus'), den "eigentlichen Gralstisch", im Courthouse des Schlosses von Winchester aufbewahrt. Es ist der "Tisch der Zwölfe" in Nachbildung , den Judas (...)
blablabla. Also wie im okkulten Denken, etwa in der Kabbala, auch sonst üblich, ein wildes Hin- und Herspringen in den Gedanken, ein Zueinander-in-Bezug-Setzen in einer Willkürlichkeit und Groteskheit, daß man gar keine Worte zur Kennzeichnung mehr dafür findet. Grade noch ist von der Tafelrunde des Königs Arthur und seinem Tisch (!!!) in England die Rede, da wird auch schon im nächsten Halbsatz zum letzten Abendmahl von Jesus Christus und dem dortigen Tisch gesprungen. Die erste Auslassung (gekennzeichnete durch "blablabla") war ein Bezugsetzen der Sage vom "Heiligen Gral" zur ... "Hiram-Legende". Man möchte das gar nicht vollständig zitieren, so peinlich ist das alles. Schließlich möchte man nicht selbst für verrückt gehalten werden, dadurch daß der Leser den Glauben erhält, daß man all dem Quark auch nur irgendeinen geistigen Gehalt zusprechen würde. Aber Leute wie Rudolf Heß oder Heinrich Himmler waren zu so etwas fähig. Deshalb muß man sich damit als Historiker ebenfalls auseinandersetzen, so ist es nun einmal. 

Okkulter Reliquienkult

Aber insgesamt macht einem das auch klar, daß - natürlich - die Okkultisten "Reliquien" kennen exakt genauso wie die ebenso okkult verblödete katholische Kirche. Nur *etwas* moderner und - gerne auch: "neuheidnischer". Das Buch "Speer des Schicksals" ist im Grunde ein Buch des groteskesten Reliquienkultes mit all den "Überlieferungssagen", die zu Reliquien nun einmal dazu gehören. Vielleicht ist es überhaupt von vornherein in Nachahmung zu katholischen Reliquienkulten konzipiert gewesen, nach dem Motto: Die Leute wollen schöne Geschichten hören ... Drei Seiten weiter kommt Heise auf den Artus-Tisch noch einmal zu sprechen (5, S. 383):
In besonderer Weise macht England - von gewisser okkulter Seite geleitet - auch Anspruch darauf, an der Spitze der Welt regierend zu stehen, weil es sowohl "den Tisch des Königs Artus hütet", als deshalb, weil im Sitz des Krönungsstuhles in der Westminsterabtei, der noch von König Eduard I. stammt, ein sogenannter magischer "Orakelstein" sich befindet. Dieser Stein gilt als Palladium des Erfolges und "der Vorrang Englands hängt von ihm ab".
Da kann man also froh sein, daß die Okkultisten und Anthroposophen nicht nur für die Weltherrschaft Deutschlands, sondern auch für die Weltherrschaft Englands allerhand Reliquienkult ins Felde führen können. So kann man zwei stolze Nationen dann gerne auch zwei Weltkriege lang um "die Weltherrschaft" kämpfend sich gegenseitig selbst zerfleischen und zerbomben lassen und lachende Dritte dann die Globalisierung gegen weitere "Achsen des Bösen" durchsetzen lassen. (Achtung, vorher immer die Reliquien in Sicherheit bringen!) - Was für ein abstruser Wahn.

Aber es muß davon ausgegangen werden, daß um so höher man in den Hochgraden der Freimaurerei gelangt, man dort um so mehr von solchem Wahn antrifft. Wir vermuteten es schon an früherer Stelle: Das eigentliche Geheimnis der Hochgradfreimaurerei ist einfach die Okkultverblödung. Um so blöder, um so geheimer muß man das - natürlich - halten. Sonst wäre die Geheimhaltung ja gar nicht nötig. Und das ist auch der Grund, weshalb wir uns hier damit beschäftigen. Unser Ausgangspunkt, nämlich die Zeugenaussagen der Überlebenden elitärer satanistischer ritueller Gewalt und ritueller Morde lassen uns das dringend geboten erscheinen. Denn so ein satanistischer Quatsch setzt eine hochgradige okkulte Verblödung voraus. Anders ist er kaum als möglich zu denken. - Der Vernunft der Aufklärung im Sinne Immanuel Kants ist nichts so widersprechend wie Geheimhaltung. (Und da fährt uns gerade ein neuer Gedanke durch den Kopf: Warum gibt es eigentlich den Begriff "Geheimes Deutschland" ...? Welche Ziele werden damit verfolgt? Sollen nicht manche Mitglieder des George-Kreises ebenfalls ins Okkulte tendieren ...? [... neues Thema, künftiger Beitrag !!!])

Englands "Tisch des Schicksals" gegen Deutschlands "Kelch" und "Speer des Schicksals"

Die Schrift "Okkultes Logentum" von Karl Heise, die denkbarer Weise ganz auf der Linie der damaligen Gesinnungen von Rudolf Steiner - und sicherlich auch von Leuten wie Okkultautor und Hochgradfreimaurer Paul Köthner oder Fraternitas Saturnis-Gründer Eugen Grosche - geschrieben worden ist, macht deutlich, wie tief man im Umfeld von Freimaurerei, Theosophie, Okkultismus und Satanismus in internationalen Verflechtungen eingebettet war. Ja, diese "globalisierenden", internationalen Verflechtungen wird man wohl geradezu als einen der wichtigsten Wesensbestandteile dieser Phänomene ansprechen müssen.

Und gerade weil man als Theosoph, Madzdaznan-Gläubiger, als Okkultist bis dahin so tief eingebettet war in die internationalen Verflechtungen, mußte in "Entente-Freimaurerei" und in "Okkultes Logentum" eine eigene, neue "quasi" national-deutsche Position erst mühsam - und zum Teil auch erkennbar verkrampft und an den Haaren herbeigezogen - formuliert und aufgebaut werden. Offenbar ging es darum, in diesem Bereich rechtzeitig noch anderen, etwa von Asien aus wirkenden Kräften - vermuteten oder tatsächlichen - das Wasser abzugraben bei der Formulierung und Ausgestaltung einer vorgeblich national-deutschen, völkischen Freimaurerei, bzw. einer Freimaurerei, die den neuheidnisch-völkischen Kräften in Deutschland möglichst glaubwürdig nach dem Munde redet, um sie in ihre Fahrwasser zu leiten.

Denn Autoren wie etwa Thomas Mann, siehe seine "Betrachtungen eines Unpolitischen", zeigen ja auf, welches Mißtrauen selbst sonst sehr weltbürgerlich gesonnene Deutsche während des Ersten Weltkrieges - zumindest kurzzeitig, "vorübergehend" - gegenüber der Freimaurerei gewinnen konnten.

"Weiße Magie zugunsten unserer arischen Rasse"

Wie dabei das Denken von Karl Heise - und sicherlich auch von Rudolf Steiner und anderen - strukturiert ist, macht vielleicht auch ganz gut ein Zitat des "Ariosophen" Georg Hauerstein jr. deutlich, dessen Vater mit Theodor Fritsch befreundet war (16). Er schrieb 1928 einen herabsetzend-höhnischen Leserbrief für den "Völkischen Beobachter" über die damals gerade erschienenen freimaurerkritischen Schriften und Aufsätze  des Generals Ludendorff und seiner Frau. (Erst später stellten diese beiden sich dezidierter auch dagegen, daß SA-Führern mit Wissen der Parteiführung [Hitler] die Gelegenheit gegeben worden ist, ihre Untergebenen zur Homosexualität zu verleiten.  Homosexualität wird in dem Leserbrief - im Einklang mit dem Ariosophen-Führer Lanz von Liebensfels - als eine "Organisation" aufgefaßt, die noch mächtiger sei als die Freimaurerei. Davon liest man aber bei den Ludendorffs, soweit übersehbar, nichts.) (16, S. 22f) (Hervorhebungen nicht im Original):
Wir begrüßen mit größter Freude, mit welcher Schneidigkeit der General gegen die Freimaurer und Homosexuellen vorgeht. Leider ist er aber auch da wieder um 10 Jahre zu spät gekommen. Auf die Leitung des Krieges haben die beiden allgewaltigen Organisationen den verhängnisvollsten Einfluß ausgeübt und er, als der verantwortliche Führer hat damals die Gewalt gehabt, die mächtigen vaterlandsverräterischen Organisationen zu zerschmettern und dadurch den Sieg im Weltkrieg zu erringen ... Momentan ist die Frau Generalin (die Damen stets voran) und der Herr General noch schlecht auf arische Mystik und Geisteswissenschaften zu sprechen, obgleich er wissen müßte, daß die Freimaurer, die er so wütend bekämpft, durch schwarze Magie den Weltkrieg gewonnen haben. Loyd George wurde ebenso wie Moltke II von Schwarzmagiern beeinflußt, nur mit dem Unterschied, daß die Schwarzmagier die Entente unterstützten und Deutschland vernichten wollten.
(Die Ausdrucksweise ist hier verräterisch: "nur mit dem Unterschied" - also gibt es doch auch "gute" schwarze Magie, wurde wohl möglicherweise auch von diesem Ariosophen Hauerstein in Prerow an der Ostsee in der von ihm dort erworbenen Störtebecker-Hertesburg - siehe 16 - praktiziert ...)
Wir sind überzeugt, daß der Herr General nach zehn Jahren - so wie immer - davon überzeugt sein wird, daß gegenüber der schwarzen Magie der Arierfeinde die weiße Magie die beste und schärfste Waffe ist. Unter weißer Magie verstehe ich die Beherrschung der übernatürlichen und geistigen Kräfte der Sinne und zu Gunsten unserer arischen Rasse.
Ein alter Hakenkreuzler.
Genau so ticken und tickten Okkultisten im Umfeld des Nationalsozialismus. Dieser Leserbrief war an den NS-Reichstagsabgeordneten Walter Buch gesendet worden. Ob er veröffentlicht worden ist, geht aus der Schrift, der wir ihn entnehmen (16), nicht hervor.

Die treu-deutsche, christliche Freimaurerei

Die Schrift "Okkultes Logentum" von Karl Heise ist von dem gleichen Grundgedanken bestimmt, wenn da auch alles ein wenig "gewundener" formuliert wird. Und so wie die Ariosophen und die Anthroposophen betont auch Karl Heise zu diesem Zweck - sicherlich in bestem Einklang mit Rudolf Steiner, dessen Schrift "Johannesevangelium" von 1908 er dazu auch zitiert - das Christentum innerhalb der deutschen völkischen Logen und Orden. Und zwar genauer ein "esoterisches" Christentum, das einen Jesus schon vor Jesu Geburt kennt und sich auf diese Weise ebenfalls - und dennoch, Magie macht's möglich - in die Tradition der heidnisch-antiken Mysterienkulte stellen kann - so wie auch die übrige Freimaurerei, die übrige Theosophie und der übrige Okkultismus das tun. Also eine Art "neuheidnisches Christentum", was immer das auch sein mag.

Aber Heise muß 1921 schon sehr gewunden argumentieren und formulieren, um eine solche eigene, national-deutsche Linie aus der bisherigen Einbettung in die okkult-freimaurerische Internationale heraus zu "destillieren", ohne dabei auch nur irgendeinen wesentlichen okkulten Lehrinhalt aufzugeben.

Das einfachste ist unter Magie-gläubigen Okkultisten dann immer zu behaupten, die anderen würden schwarze Magie zur "linken Hand" betreiben, auf dem "linken Pfad", während man selbst natürlich weiße Magie zur "rechten Hand" und auf dem "rechten Pfad" betreibt. Nicht die Art der magischen Reliquie wird hier entscheidend sein, sondern - sozusagen - die vorgeblich innere Gesinnung, mit der ich ihre magischen Kräfte nutze. (Also England nutzt seinen Tisch "schwarzmagisch", während Deutschland seinen "Kelch" weißmagisch nutzt - ... uff!)

Satan ist verehrungswürdig, hat "aber" nur eben mal den Ersten Weltkrieg in Szene gesetzt, sagt Steiner-Freund Karl Heise

Recht deutlich wird, wie Heise die schwarze Magie zur linken Hand charakterisiert an der Stelle, an der er den sogenannten "Taxis-Schwindel" erwähnt und an der er die "Hermetischen Lehrbriefe" des Hochgradfreimaurers Paul Köthner zitiert (Pseudonym "Raphael"). Der Taxis-Schwindel verdient es sicherlich, in einem eigenen Beitrag noch einmal eingehend und gesondert behandelt zu werden (Wikip., Esowatch, Chick). Wobei vor allem der Frage nachzugehen sein wird, ob es sich hier tatsächlich nur um einen "Schwindel" gehandelt hat. Insbesondere im Angesicht all der in den letzten zehn Jahren neu bekannt gewordenen Zeugenaussagen von Überlebenden satanistisch-freimaurerischer und jesuitischer ritueller Gewalt und ritueller Morde, sowie der vielen inzwischen schon erforschten Fälle von Multipler Persönlichkeitsstörung in früheren Jahrunderten.

Auch Heise sagt dazu im Grunde schon alles oder zumindest vieles, wenn er den in der Entente-Freimaurerei verbreiteten Satanismus und die schwarze Magie der von C.W. Leadbeater nach Heise auf den "linken" Weg geführten Theosophen-Führerin Annie Besant zu charakterisieren versucht (5, S. 24f) (Hervorhebungen nicht im Original):
Wir möchten vermuten, daß Besant-Leadbeater es mit einer jener Wesenheiten zu tun hatten, die in der in Verruf gekommenen Maurerei auch immer eine große Rolle gespielt haben, und wegen welcher Wesen die katholische Kirche nicht mit Unrecht anti-maurerisch zu sein berechtigt ist. Es sei hier nur auf den einen Satz hingewiesen, den der Autor der "Hermetischen Lehrbriefe", S. 124, ausspricht, und der gewisse "Sphären" berührt, die dem Geistforscher sehr wohl bekannt sind. Da sagt Raphael: "In diesen Sphären wohnen zahlreiche Rassen spiritueller Wesen, von denen viele die höchsten Formen von Intelligenz und Schlauheit besitzen ... Diese Wesen sind die geheimen Inspiratoren jener mächtigen Brüderschaft der spirituellen Welt, die auf der Erde unter dem Namen "Inversive Brethren" bekannt sind (das sind die "Brüder von der linken Hand", die alles ins Gegenteil wenden und dunkle magische Künste vorbereiten)". Es ist daher in der okkulten und in der katholischen Literatur so vielfach auch die Rede von einem gewissen "Baphomet" oder "Ziegenbock", der von den Freimaurern angblich verehrt wird: ein dem Christus feindliches Geheimwesen.

Um nicht in den Geruch der Unwissenheit zu kommen, stellen wir fest, daß wir über den sogenannten "Taxis-Vaughan-Schwindel" (den Leon Taxil trieb und dann am 19. April 1897 in der "Gesellschaft für Erdkunde" zu Paris selbst als das enthüllte, was er sich nennt) durchaus unterrichtet sind. Es handelt sich bei dem Taxilbetrug um ein umfassendes und weitverbreitetes, verlogenes, "der menschlichen Dummheit gewidmetes" Werk gegen die Freimaurerei, betitelt: "Die Drei-Punkte-Brüder"; es ist geschrieben worden im Anschluß an die päpstliche Enzyklika Leo XIII. vom 20. April 1884 ("Humanum genus"); näheres findet sich u.a. bei Graf von Hoensbroech (...).

Was in Taxils Büchern das Wesentliche ist, das ist die Schilderung der Verehrung Luzifers durch die Masonnisten. Nun ist aber das Werk Taxils in seinen schreiensten Teilen
- aha, nur in seinen "schreiensten Teilen" - und wahrscheinlich noch nicht einmal in diesen! -
erfunden (aber auch viel Wahres über ältere und neuere französische Rituale finde sich darin, besonders in dem, was vor 1890 von Taxil geschrieben worden ist). Der katholische Geistliche Hermann Gruber von Feldkirch war der erste, der in seinem dreibändigen Werke "Leo Taxils Paladismus-Roman" und in der Schrift "Betrug als Ende eines Betruges" (Germania-Verlag, Berlin 1897/98) gegen Taxil die Stimme erhob.
Wir wollen hier dazwischen schon einmal den "interessanten" Befund feststellen, daß nicht nur der Heise-Freund Rudolf Steiner - nach S. Ipares (Harry Dörfel) - von Jesuiten erzogen worden ist, sondern der hier erwähnte Hermann Gruber ebenso Jesuit ist, wie der Graf Hoensbroech abfälliger Jesuit war, wie die "Civilta Cattolica" eine jesuitische Zeitschrift ist, von der Heise in einer Anmerkung zu diesem Text schreibt:
Unter anderen Blättern und angesehenen Katholiken trat die "Civilita Cattolica" in ihrem Irrtum warm für die Pseudo-Enthüllungen und seiner betrügerischen Helfershelfer Dr. Battailles und Dr. Hacks ein.
Der Freimaurer- und Satanismus-kritische Autor Leon Taxil und die Jesuiten
 
Jesuiten also erst stark Pro-, dann stark Kontra-Taxil. Was haben bloß die Jesuiten mit dem Leon Taxil und mit dem Satanskult der Freimaurer und was haben sie mit dem Karl Heise (vgl. auch 14)? Die traumabasiert bewußtseinsprogrammierte US-Regierungs-Prostituierte Cathy O'Brien jedenfalls behauptet, daß Jesuiten bei ihrer traumabasierten Bewußtseinsprogrammierung - sie stammt aus einer katholisch-freimaurerischen Inzestfamilie - maßgeblichen Anteil gehabt hätten. Und daß im Jesuitenorden sexualisierte Gewalt gegen Kinder "System" hat, weiß inzwischen wohl auch der Dümmste. Und in einer weiteren Anmerkung sagt Karl Heise:
P. Hermann Gruber, S. J., macht uns für die zweite Auflage unseres Buches 
eines Buches also, dem Gruber viel Interesse entgegen bringt und das er nicht als so sehr angefüllt mit okkultem Quatsch empfindet, daß er sogar Korrkturen zuschickt,
darauf aufmerksam, daß auf dem Internationalen Freimaurerkongreß in Brüssel 1904 (...) in Gegenwart vieler französischer Freimaurer ohne Widerspruch festgestellt wurde, daß in den ersten Werken Taxils (von 1885 - 1889) die Riten aller Grade sehr genau in ihrem Hauptinhalt beschrieben worden seien. (...)
Also wieder Pro-Taxil. Ja, ja, der Taxil. Der muß uns hier auf dem Blog noch interessieren. Und auch Heise schreibt ebenso gewunden weiter:
Dieser Taxilsche "Baphomet" (Bitru) existiert nicht. Wohl aber gibt es ein wirklich verehrungswürdiges Symbol der geistigen Verjüngung, das manchmal als "Baphomet" bezeichnet wird. Und diesem echten Templer- und Maurersymbol
- !!! Satan als "echtes Templer- und Maurersymbol". Es gibt also nach Heise doch ein satanistisches "verehrungswürdiges" Symbol, das sogar "geistige Verjüngung" (!!!) mit sich bringen soll - aber hallo!:
steht entgegen jene geheimnisvolle Macht, die alles entehrt
Na ja, diese Macht entehrt ja auch den wahren Christusimpuls und den wahren Gralsimpuls und was noch alles - da kommt es auf einen entehrten wahren Satansimpuls wohl auch nicht mehr an ...:
so daß nun in der Tat und Wahrheit auch wieder ein Pseudo-Baphomet-Symbol "zutage" tritt:
- warum spricht der okkult-verblödete Anthroposoph Karl Heise dann nicht auch von "Pseudo-Gral", "Pseudo-Speer", "Pseudo-Tisch" etc.? -
eine Wesenheit des Dunkels und der Unwahrhaftigkeit - und diesem scheinen nicht nur Besant-Leadbeater, sondern auch andere Freimaurer verfallen zu sein, - die (...) "ihr höheres Wissen" jener Quelle verdanken, die statt ins goldene Paradieseslicht in schwärzeste Finsternis, Unmoral und - Krieg geführt hat. Diesem Pseudo-Baphomet, der dann also (trotz Taxils Lügenwerk über ihn!) wirklich existiert
also kurz gefaßt und schlichtweg: er existiert, nämlich Taxils Freimaurer-Satan
ihm mag Annie Besant "geopfert" haben,
und es ist üblich, ihm zu opfern, sei es nun der "wahre, echte" oder der falsche, schlechte
wie mit ihr jene (von der wahren okkulten Welt so beklagenswerten) "Oberen" von der "Einen internationalen Logenclique", die den ganzen schrecklichen Weltkonflikt auf ihr Gewissen genommen haben.
Zum Glück also opfert man in Deutschland nur auf dem weißen, rechten Pfad dem "verjüngenden", verehrungswürdigen Satan .... Heise also sagt: Freimaurerische Satanisten haben den Ersten Weltkrieg in Szene gesetzt. Aber daß er da so gewunden ausholen muß, um  das zu sagen, ist natürlich außerordentlich bezeichnend. Er muß so gewunden ausholen, ja, ein ganzes dickes Buch schreiben, weil er ja Satan selbst als "verehrungswürdig", ja, "verjüngend" erachtet. Unheimlich, dieses okkulte Denken. Sehr unheimlich ...

Welch ein Genuß: Eine schwarzen Messe

Aber Anthroposoph Karl Heise weiß noch mehr über Satanismus zu berichten. Offenbar bemühte sich Rudolf Steiner - in Zusammenarbeit mit Karl Heise - zwischen 1918 und 1921 dem Germanenorden, der Thulegesellschaft und sonstigen völkischen Christen in Deutschland anzudienen und nach dem Munde zu reden. Später griff Steiner, wenn Landig recht haben sollte, auch die Thulegesellschaft als satanistisch, also schwarzmagisch an. (Möglicherweise war Steiner mit "Entente-Freimaurerei" und Karl Heise also zu spät auf diesen völkischen Zug aufgesprungen und konnte nicht mehr recht Fuß fassen in den Kreisen völkischer Orden und Logen, weshalb er sich dann in Gegensatz zu ihnen stellte und sie der satanistischen Schwarzmagie bezichtigte.) 1921 versuchte man jedenfalls die Anbiederung noch ziemlich deutlich. Etwa indem man dem legendenumwitterten Gründer der Thule-Gesellschaft zustimmt (6, S. 65):
Durchaus wahr ist, was Rudolf von Sebottendorff in den "Magischen Blättern" (Juni-Juli 1920) sagt, daß "der Bolschewismus ganz folgerichtig die äußerste Konsequenz und letzte Folge der romanischen (bezw. britischen) politischen Maurerei ist. (...)"
Zu den okkulten Einflüssen innerhalb des Bolschewismus hatte Karl Heise dann noch allerhand mitzuteilen, nämlich zum Beispiel (6, S. 66 Anm. 1):
... daß es Trotzki war, der (laut in Berlin erscheinender russischer Zeitung "Prisyr", d.h. der Alarm, der Weckruf, Nr. 107, 1918) sich und seinen Sowjet"brüdern" den Genuß einer sogenannten "schwarzen Messe" oder maurerischen "Satansliturgie" verschaffte, in der dem "Feldhauptmann der dunklen Scharen" aus Dank für die vollendete Revolution gehuldigt wurde. 
Eine solche Behauptung zu treffen, ist also nun kein - - - "Taxil-Schwindel"? Bezeichnend übrigens auch, daß Heise offenbar die Teilnahme an einer schwarzen Messe ohne einen erkennbaren ironischen Vorbehalt - für den Heise nicht gerade bekannt ist - als "Genuß" zu bezeichnen und damit doch auch zu empfinden in der Lage ist ...
Der Soldat, ein Lette, der diese okkulte Handlung, die im Kreml stattfand, verriet, büßte seinen vorlauten Mund mit sofortiger Hinrichtung.
Heise weiß also, was ihm blühen würde, würde er ähnliches "vorlauten Mundes" tun wie dieser Soldat.

"Die feine okkulte Witterung" satanistisch mißbrauchter Frauen

Dann folgen weitere wirre Ausführungen von Heise, die wohl zeigen, daß er mit der Rolle von Frauen in Schwarzen Messen auch schon selbst so die eine oder andere Erfahrung gesammelt haben könnte:
Diese schwarze Messe ist die lebendige Illustration zugleich auch für die feine okkulte "Witterung", für die die russischen Weiber aus der Gefolgschaft der Despoten Lenin und Trotzki "reif gemacht" werden.
Etwa indem sie zu multiplen Persönlichkeiten gemacht wurden, denen man ja in der Tat so manche feine okkulte "Witterung" (Fernwahrnehmung, Hellsehen) zuspricht? Gibt Heise im weiteren etwa zugleich auch eine Beschreibung von "Manchurian Candidates", von Mind Control-Attentäterinnen und -Terroristinnen?:
In diesen östlichen Suffragetten (= Frauenrechtlerinnen) wird durch besondere Mittel
- ja, welche denn?
eine besondere Art innerer Wahrnehmungskraft geweckt für das Fluidum, das von jungem oder älterem Kriegerblut erschlagener "Feinde" entströmt, und daraufhin werden dann die Megären des Schlachtfeldes auf alle bewaffneten oder unbewaffneten Gegner leninscher Tyrannis losgelassen, - und die also "zart empfindsam" gemachten ekelhaften Amazonen "schmecken" nun das Blut, bevor sie es noch aus ihrem okkulten Blutrausch heraus fließen gemacht, und stürzen sich aus dieser "Witterung" heraus auf die ihrem besonderen inneren Wesen besonders entsprechenden jugendlichen oder älteren männlichen Opfer.
Hier kann ja nicht etwa eine Terroristin der Roten Armee Fraktion beschrieben sein. Aber wird hier vielleicht deutlich, in welchen Traditionen auch der RAF-Terrorismus gesehen werden muß?

Zerstörende, satanistische Kräfte wirken von den französischen Logen in die deutschen Logen hinein

Von den Unheilskräften der Freimaurerei des "linken Pfades" sah man sich als deutscher Okkultist anthroposophischer Richtung zwischen 1918 und 1921 von Ost und West aus eingekreist. Ja, auch Indien wird mit negativen Beispielen angeführt (6, S. 83f, Anm. 2):
Wer sich den vor einigen Jahren durch die Großstädte ziehenden Film "Die indischen Thugs" anzusehen Gelegenheit hatte, 
- möglicherweise meint Heise (s. 17, S. 170) den Stummfilm "Der Thug. Im Dienste der Todesgöttin" (D 1916).*) -
konnte sich eine gelinde Vorstellung bilden über das Zerstörende, das als Kraftimpuls innerhalb gewisser Geheimbünde lebendig sein kann. Der Geheimbund der "Thugs" weiht seiner zähnefletschenden Göttin Kali, deren angebliches Vorhandensein von einer trügerischen Imagination vorgezaubert wird, jedes erdenkliche Opfer an Menschenleben, das zu bringen die Sekte ihre Mitglieder verpflichtet.
(Man vergleiche zu den indischen "Thugs" und der Todesgöttin Kali auch: Wikip. 1 und 2.) Und damit vergleicht nun Heise auch die Freimaurer des "linken Pfades" in Europa:
So wissen wir auch von gewissen "Brüdern", die moralisch bereits so disqualifiziert sind, daß sie kurzweg auch die "Bordellbrüder" genannt werden. Aus ihrer Pandorabüchse flogen von Frankreich her seit langen Jahren die mannigfachsten Danaergeschenke an die deutsche Presse und in die deutschen Logen, die diese in ihrer unsterblichen Unwissenheit begierig schluckten. Solche Brüder entfesseln auch instinktmäßig wirkende zerstörende Kräfte in denen, die ihrem Einfluß verfallen.
Menschenopfer für die Todesgöttin Kali

An dieser Stelle erfolgt die Anmerkung zu den Menschenopfern, die der indischen Todesgöttin Kali von einem indischen geheimen Bettlerorden gebracht werden. Man spürt bei allem deutlich: Heise hat von all diesen Dingen nicht nur "theoretisch" Kenntnis. Heise weiter:
Ein ungeheurer Betrug an der Menschheit wird so durch die "okkulten Orden des linken Pfades" durch Jahrhunderte verübt.
Ohne Zweifel ist hier also von sexualmagischen Riten und von Satanismus die Rede. An dieser Stelle brechen wir erst einmal ab und gehen weiteren Implikationen dieser Schriften von Karl Heise in künftigen Beiträgen nach.
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*) Regie Alwin Neuß und Heinz-Karl Heiland (Indienszenen), Produktion Decla, Darsteller Alwin Neuß, Leo Connard, Heinz-Karl Heiland. Premiere: 15.9.1916 in Berlin. Hergestellt unter Verwendung von Dokumentaraufnahmen von Heinz-Karl Heiland.
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  1. Heise, Karl: Passionslegende und Osterbotschaft im Lichte der occulten Forschung. Zwei Vorträge gehalten am 17. und 29. März 1907 in der Freien Theosophischen Gesellschaft in Zürich, Perlen vom Ostens, 2. Zürich 1907. Lourdes, Lorch 1908.
  2. Heise, Karl: Karma. Das universale Moralgesetz der Welt. Nach einem Vortrage gehalten in der Freien Theosophischen Gesellschaft in Zürich, Lorch 1909.
  3. Heise, Karl: Das Alter der Welt im Lichte der okkulten Wissenschaft, Leipzig, 1910
  4. Heise, Karl: Germaniens Runenkunde. Die Initiation in das Geheimnis der Ario-Germanischen Sieben Ur-Heils-Runen. In: Theosophische Kultur, 3. Jg., Februar 1911, Heft 2, S. 64-70  
  5. Heise, Karl: Vom Planeten Mars und der modernen Spekulation über seine vermuteten Bewohner. In: Prana, 3. Jg., 1912, Heft 11, S. 420-425, Heft 12, S. 463-467
  6. Heise, Karl: Entente-Freimaurerei und Weltkrieg. Ein Beitrag zur Geschichte des Weltkrieges und zum Verständnis der wahren Freimaurerei.Verlag für ganzheitliche Forschung und Kultur, Struckum, 2. Auflage 1991. Nachdruck der 1920 erschienen 3. Auflage. (Vorwort  von Rudolf Steiner, datiert "Zürich, am 10. Oktober 1918) 1. Auflage 1919, 2. und 3. überarbeitete Auflage 1920. Auch 1932.
  7. Heise, Karl: Okkultes Logentum. Leipzig 1921
  8. Heise, Karl: Der katholische Ansturm wider den Okkultismus, 1923.
  9. Heise, Karl: Parsifal. Ein Bühnenweih-Festspiel Richard Wagners in okkult-esoterischer Beleuchtung, Berlin-Pankow 1924
  10. Heise, Karl: Der rote Faden in der Freimaurerpolitik der Gegenwart (verfasst zusammen mit Alfred Rosenberg). In: Der Weltkampf, Heft 29, Mai 1926; Reprint in: Arfst Wagner: Dokumente und Briefe zur Geschichte der Anthroposophischen Bewegung und Gesellschaft in der Zeit des Nationalsozialismus. Band IV, Rendsburg, Juni 1992
  11. Heise, Karl: Wie aus Traum und anderen übersinnlichen Tatsachen Weltgeschichte wurde, Zürich 1930.
  12. Heise, Karl: Die esoterische Bedeutung der Tellensage, Zürich 1930.
  13. Heise, Karl: Die astrale Konstitution des Menschen. Vom Standpunkte der okkulten Wissenschaft aus dargelegt. Leipzig.
  14. Heise, Karl: Die Freimaurerei in aller Welt, in: Weltkampf, 3. Jg. Heft
  15. Spalinger, Manfred:  Karl Heises "Entente-Freimaurerei und Weltkrieg"  - Versuch einer Beurteilung. Auf: Lohengrin-Verlag.de.
  16. Bading, Ingo: Das Dritte Reich - gesteuert von einem "geheimen Orden globaler Satanisten"? GA-j!, 4.3.2011
  17. Wegener, Franz: Neu-Vineta. Die Rassesiedlungspläne der Ariosophen für die Halbinseln Darß und Zingst. Kulturförderverein Ruhrgebiet, Gladbeck 2010 
  18. Brunnbauer, Michael: Sammelwürdige Stummfilme. o. J. (pdf.)
  19. Pfeifer, Heinz (1910 - 1990): Brüder des Schattens. Versuch einer Hintergrundanalyse zur Weltpolitik. Zürich 1981, 3. erweiterte Auflage 1987; 4., vollständig überarbeitete Neuauflage, bearbeitet und hrsg. von Willy Lochman mit dem neuen Untertitel: Vom Wirken verborgener Widersachermächte. 2010 (aus anthroposophischer Sicht, zit. von 14)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Zum Thema "R. Steiner und Freimaurerei" hat Heinz Pfeiffer, der sich mit dieser Frage Jahrzehnte befaßt hat, das Buch veröffentlicht "Brüder des Schattens". Pfeiffer lebte in der Nähe von Bremen in Ottersberg. Er ist vor gut 10 Jahren
verstorben. Sein Buch druckte ein Schweizer Verlag.

Anonym 1 hat gesagt…

Ein Aspekt, der sicher zur Popularität Steiners bzw. der anthroposophischen Idee unter der Normalbevölkerung beiträgt, sind seine Ideen zum Umgang mit der Natur. Also Bio-Demeter Produkte oder Weleda. Basiert beides auf Steiner Ideen und gefällt auch mir sehr gut :) also schmeckt und wirkt :) Ich selbst habe mal ein paar Tage auf einem Demeterhof gearbeitet und war ganz beeindruckt, wie sorgfältig, schonend und einfühlsam da mit der Natur umgegangen wird, also mit unseren natürlichen Ressourcen wie Erde, Wasser, Pflanzen, Tiere. Dabei werden auch sehr viele Aspekte verknüpft und der Tatsache Rechnung getragen, daß alles miteinander verbunden ist und aufeinander wirkt.

Ingo Bading hat gesagt…

Ich stimme Dir völlig zu. Was ich selbst an Vorteilhaftem bei den Anthroposophen entdeckt habe, habe ich hier veröffentlicht:

Der "anthroposophische Lebensstil" als demographischer Faktor

http://studgendeutsch.blogspot.com/2008/02/der-anthroposophische-lebensstil-als.html

Sie gehören wohl zu den wenigen gesellschaftlichen Gruppen in der westlichen Welt, bei denen überdurchschnittlich intelligente Leute überdurchschnittlich viele Kinder haben.

Man kann von ihnen sehr, sehr viel lernen. Und es finden sich die sympathischsten Leute darunter. Ich kenne ja selbst viele. Aber die Gefahr ist eben auch, daß an Waldorf-Schulen, wo nur eine Minderheit wirklich Steiner-"gläubig" ist, der innere Kern der Anthroposophie-Gläubigen eine große Rekrutierungsbasis vorfindet. Ein langes Thema!

Bergsteiger hat gesagt…

Zum "Schwarzbuch Anthroposophie" der Brüder Grandt: Wer danach auch nur noch den geringsten Zweifel hat, dass Steiner geisteskrankes Zeug von sich gegeben hat, dem ist auch nicht mehr zu helfen...

Dass Steiner im "höheren" Auftrag unterwegs war, hat übrigens nicht nur eine religionswissenschaftliche, sondern auch eine konkrete politische bzw. historische Dimension: Steiner hat Jahre vor dem Ersten Weltkrieg systematisch den damaligen Chef des deutschen Generalstabes Graf Moltke im Sinne der Anthroposophie bearbeitet und aus einem tatkräftigen Mann ein seelisches Wrack gemacht (seine Briefe zeugen von seiner Verängstigung und geistigen Lähmung, schon 1905 (schon mehrere Jahre unter Steiners Einfluß): "Wir alle leben unter einem dunpfen Druck, der die Schaffensfreude ertötet, und kaum jemals kann man etwas beginnen, ohne die innerer Stimme zu hören: es ist ja doch alles vergebens." Stück für Stück nährte man in Moltke die Gewißheit, daß der Krieg für Deutschland nicht zu gewinnen sei.

Diesen Mann läßt man also Anfang September 1914 die im Westen alles entscheidende Marne-Schlacht führen... Um auf Nummer sicher zu gehen, darf Steiner den Chef wenige Tage zuvor noch im Großen Hauptquartier in Koblenz treffen. General Ludendorff berichtet von einem am ganzen Körper zitternden Moltke, als dieser ihn vor seiner Entsendung an die Ostfront persönlich traf. Wen mag es da wundern, wenn unter solchen Vorzeichen die Marne-Schlacht im entscheidenden Moment abgebrochen und der Sieg preisgegeben wird? Es war ja doch alles vergebens...

Soviel zum "harmlosen" Anthroposophen Steiner...

Ingo Bading hat gesagt…

Vielen Dank für diesen Hinweis, der mich weiter darin bestärkt, daß ich das noch unbedingt studieren muß. (Es wird, wie man in Netz sehen kann, zu reichlich hohen Preisen gehandelt, unter 45 Euro geht da gar nichts.)

Wahrscheinlich wäre es noch einmal so spannend, die öffentliche Debatte um dieses Grandt-Buch in den wesentlichsten Umrissen aufzuarbeiten. Weil man dadurch ja die Anthroposophen auch noch einmal genauer kennenlernt. Vielleicht ergibt sich dazu noch einmal Gelegenheit.

- Übrigens ist ja auch der Helmut Zander, der hier auf dem Blog schon ausgewertet wurde und noch weiter ausgewertet werden soll, und den man bei "Google Büchern" lesen und durchsuchen kann, ebenfalls eine sehr brauchbare Quelle.

Anonym hat gesagt…

In Bezug auf das "Schwarzbuch der Anthroposophie" der Brüder Grandt fiel mir ein, dass der Blogverfasser über ein Exemplar verfügt. Dieses wäre dann
1. als jpg einzuscannen
2. in einem Schreibprogramm einzufügen (ich mache das mit "Papyrus")
3. in pdf zu formatieren.

Dann kann man die Datei uploaden (...) und bekommt einen Download-Link, womit es zugänglich gemacht werden kann. Habe das rausgefummelt, weil bei mir auch eine Rarität ankam, die nur in der Schweiz erhältlich ist.

Anonym hat gesagt…

ich weiss überhaupt nicht,weshalb man immer wieder den,,speer des schicksals,,ins spiel bringt.der autor hat selber zugegeben,dass ein grossteil des inhalt reines phanthasieprodukt ist und keinerlei wahrheitsgehalt hat.nur böswilligkeit kann diese information übergehen.
dr.lipecki

Ingo Bading hat gesagt…

danke für den Hinweis - aber wo steht das?

Meine eigenen, sehr stark wechselnden Einstellungen zu diesem Buch sind ja unter anderem in diesem meinem ersten Beitrag über dasselbe enthalten:

http://studgenpol.blogspot.de/2011/03/wurde-das-dritte-reich-gesteuert-von.html

Dann auch hier:

http://studgenpol.blogspot.de/2011/04/rudolf-steiner-zeuge-satanistisch.html

Noch einmal neu habe ich das Buch bewertet, nachdem mir klar wurde, daß der Okkultismus höchstwahrscheinlich schon in der Wiener Jugend von Adolf Hitler eine Rolle starke gespielt hat.

http://studgenpol.blogspot.de/2012/06/die-schicksalsglaubigkeit-des-adolf.html

Und noch mehr dadurch, daß ich durch die Forschungen Uwe Schellingers darüber belehrt wurde, daß die in diesem Buch behauptete und unterstellte Kriminaltelepathie sogar von der damaligen deutschen Kriminalpolizei sehr ernst genommen wurde, jedenfalls viel diskutiert wurde.

Hätte das der Ravenscroft erwähnt, würde man all das, was er erzählt, von Anfang an sogar mit mehr Ernsthaftigkeit zur Kenntnis nehmen.

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