Sonntag, 27. März 2011

"Mind control"-Opfer in der RAF im Dienste des Verfassungsschutzes?

Ein neuer Hinweis zu den möglichen Hintergründen von Verena Becker

Ein Freund und Leser empfahl uns das Buch "Schwarze Forschungen" von Helmut und Marion Lammer (1999). Und das war eine sehr gute Empfehlung (1). (Besonders zum dritten Kapitel bekommt jemand  schneller Zugang, der sich zuvor schon mit rituellem Mißbrauch beschäftigt hat. Da das seriös gearbeitet ist, bekommt man Vertrauen und arbeitet sich zum zweiten vor, das ebenfalls seriös gearbeitet ist. Vertrauen ist bei den hier behandelten Themen wichtig, denn man kommt von einem "abstrusen" Sachverhalt zum nächsten und denkt zunächst, hier wird wieder einmal nur über "Schrott" berichtet.)

H. U. Gresch
Einer der wesentlichsten Hinweise, die man dem Buch entnehmen kann, ist der auf das deutsche "Mind Control"-Opfer Hans Ulrich Gresch, von dem dieses Jahr auch ein Buch zum Thema "Mind control" erschienen ist, dessen ältere Fassung aber schon länger frei im Netz einsehbar ist (2, 3). (Man beachte bitte zum folgenden auch den korrigierenden Kommentar zu diesem unserem Beitrag von Herrn Gresch selbst.) Aber in diesem Buch und auch sonst scheint Gresch kaum so unverhüllt von seinen eigenen Erfahrungen zu sprechen, wie er dies gegenüber dem Ehepaar Lammer getan hat, das nämlich berichtet (1, S. 105):
"Er schließt nicht aus, daß er von der CIA, dem israelischen Geheimdienst Mossad, für den Bundesnachrichtendienst (BND) oder den Verfassungsschutz (VS) ausgebildet und für Remote Viewing-Aufträge eingesetzt wurde."
Achtung, genau lesen: "von" - "für" ...! "Remote Viewing" heißt "Fernwahrnehmung". (Und das ist nun z.B. ein solches Thema dieses Buches, zu dem man nicht so schnell Zugang findet. Gresch behandelt das aber auch nicht ganz ohne Überzeugungskraft in seinem Buch, da er sich hier auch auf Michaela Huber bezieht. Gresch meint, Multiple wären zu so etwas besonders befähigt. Ob das stimmt? Und wenn Okkultgläubige das nur glauben, daß Multiple zu so etwas besonders befähigt wären? Die Fachfrau Michaela Huber ist da viel zurückhaltender im Urteil, erwähnt aber solche Beobachtungen zumindest auch.*)) - Aber dann kommt der wichtige Hinweis zu Hans Ulrich Gresch:
"Während der siebziger Jahre sollte er in deutsche Terrororganisationen infiltriert werden, damit seine Auftraggeber über deren Aktivitäten auf dem laufenden gehalten würden."
Das paßt natürlich auffallend genau zu dem, was wir auf unserem Blog hier und auf dem Michael Buback-Blog zu Verena Becker schon an Vermutungen geäußert hatten, und was auch von anderen "Kennern der Szene" zumindest nicht für unplausibel gehalten worden ist (4 - 6). Nämlich daß der RAF-Mord an Siegfried Buback ein irgendwie satanistisch-geheimdienstlich mitbeeinflußter, mitgestalteter gewesen sein könnte.

Ein Nazi, Gestapo-, CIA- und BKA-Verbindungsmann in der Schweiz unterstützt den Linksterrorismus - ha, ha, ha ...

Übrigens findet sich dort auf dem Buback-Blog, auf dem es zum Teil heiß her geht, neuerdings auch ein wichtiger Hinweis auf den Schweizer Nazi François Genoud, der die RAF finanziell unterstützt hat, und der guten Kontakt z.B. zum Gründer und ersten Leiter des BND, Paul Dickopf, einen ehemaligen Gestapo-Offizier im Dienste des CIA hatte. (Siehe zu beider Kontakt übrigens auch "Die braunen Wurzeln des BKA".) Genau so stellt man sich diese Leute vor! Leuten, denen es völlig egal ist, ob RAF oder NSDAP (... ob Gestapo oder CIA oder BND): Hauptsache Krieg, Hauptsache Terror. Hauptsache satanistische Geschichtegestaltung.

Verblüfft war man außerdem über die Angaben in "Schwarze Forschungen" zu dem Psychiater Morton Prince (1, S. 85ff, 12f), der schon vor dem Ersten Weltkrieg als anerkannter Fachmann für Multiple Persönlichkeitsstörung galt (gest. 1929), viel darüber auch populärwissenschaftlich publiziert hat, und dessen Schüler George Estabrooks (gest. 1973) dann in den bekannten "Mind control"-Projekten der US-Regierung tätig war.

Von Sigmund Freud nimmt die Forschung heute an, daß er die eigentlichen Ursachen der MPS ebenfalls kannte und verheimlichte und damit die ganze Forschung auf breiter Front in die Irre leitete (siehe etwa Michaela Huber). Wahrscheinlich haben auf dieser Linie noch mehr Psychiater "Desinformation" betrieben. Es wäre interessant, der Frage nachzugehen, wie in diesen Interpretationsrahmen Morton Prince einzuordnen ist.

Da man übrigens - immer wieder überraschend - eine ganze Menge UFO-Gläubige unter seinen Bekannten und auch unter Lesern dieses Blogs vorfindet, kann man dieses Buch "Schwarze Forschungen" gerade auch diesem Personenkreis nur sehr empfehlen. Es zeigt auf, daß Leute, die "UFO-Entführungserlebnisse" hatten, das gleiche erlebten wie Opfer rituellen Mißbrauchs und "Mind control"-Opfer, daß also diese ganze UFO-Hysterie von Geheimdiensten und satanistischen Geheimgesellschaften offenbar zu großen Teilen nur als ein weiteres Mittel benutzt wird, um Menschen ("magisch") suggestibel und beeinflußbar zu machen, um sie leichter auf "Phantasiereisen" gehen zu lassen, diesmal halt "UFO-Reisen". Davon berichtet ja auch die überlebende US-Regierungssklavin Cathy O'Brien ebenso wie Hans Ulrich Gresch.

1955: Nazi-Eltern verkaufen ihr Kind an einen Geheimdienst

Am Ende seines Buches gibt Gresch ein "fiktives Beispiel" für das von ihm entwickelte (aber im Grunde nur allgemein heute auch sonst bekanntes Wissen referierende) "Modell der Bewußtseinskontrolle durch Persönlichkeitsspaltung" (2, S. 237ff; s.a. 7). Gresch schreibt dabei etwas geheimnistuerisch:
Das Wissen  stammt aus Quellen, die ich für überaus zuverlässig halte, die ich aber aus vielleicht  nachvollziehbaren Gründen geheim halten muss. Die im folgenden Beispiel  erwähnten Namen und ausschmückenden Details sind dabei nicht wesentlich; sie sollen nur die Lektüre erleichtern.
Es ist mehr als naheliegend, daß Gresch in diesem "fiktiven Beispiel" seine eigene Biographie als Vorlage gewählt hat. Gresch wurde 1951 in Lünen in Westfalen geboren., "Mitte der fünfziger Jahre" (siehe gleich) war er also wie der Junge seines "fiktiven Beispiels" ebenfalls vier Jahre alt. Aber man kann dieses "fiktive Beispiel" natürlich gerne auch als eine hypothetische Biographie einer Terroristin wie etwa Verena Becker lesen. (Verena Becker wurde 1952 in Berlin-Wilmersdorf geboren.) Insbesondere, weil hier offenbar doch sehr konkrete Erfahrungen berichtet werden, wollen wir aus diesem "fiktiven Bericht" noch einige Auszüge bringen:
Die Organisation der Bewusstseinskontrolleure nenne ich in diesem fiktiven Beispiel „Human Robots“. Human Robots erhielt Mitte der fünfziger Jahre den Auftrag, in Deutschland bewusstseinskontrollierte Attentäter zu produzieren. Aus diesen Attentätern sollte eine Spezialeinheit gebildet werden, die Bestandteil einer Partisaneneinheit sein sollte. Die mental versklavten Attentäter sollten ihre Anschläge, falls erforderlich, ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben realisieren. Die  politischen Hintergründe der Aktivität von Human Robots ...
Ein sadistischer, wegen Nazi-Vergangenheit erpreßbarer, aber bieder und rechtschaffen wirkender Vater

... will Gresch allerdings in diesem Buch, wie er hier wiederholt betont, ausblenden. Auf der Internetseite von Hans Ulrich Gresch steht aber:
Zur Zeit schreibt er an einem neuen Sachbuch über Bewusstseinskontrolle im Kalten Krieg.
Vielleicht wird er ja in diesem die politischen Hintergründe noch etwas ausführlicher erörtern, als er dies gegenüber dem Ehepaar Lammer (s.a. 7) schon getan hat. Gresch jedenfalls in seinem Buch (2) weiter:
Es kam also nicht nur darauf an, ein Kind im richtigen Alter zu finden, dessen  Persönlichkeit leicht zu spalten war und das sich gut dressieren ließ. Es kam auch  darauf an, kooperationswillige Eltern zu finden – Eltern, deren  Kooperationsbereitschaft auf Jahre gesichert war. Diese Eltern mussten im vollen  Bewusstsein der Tatsache kooperieren, dass ihr Kind grausam gequält wurde, um es  in einen mentalen Roboter zu verwandeln. Human Robots wusste, dass für diese Aufgabe nur Eltern in Frage kamen, die sadistisch und erpressbar waren. 

Dank exzellenter Kontakte zu Stellen, die so etwas zu arrangieren wissen, ...
natürlich ist hier von einem großen Geheimdienst die Rede - wovon sonst?
... fand  Human Robots schließlich einen Mann, den sie mit belastendem Material aus der  Nazizeit unter Druck setzen konnte. Vor Gericht hätte dieses Material lebenslänglich  bedeutet. Seine Frau war eine psychisch Kranke mit soziopathischen Zügen und pädosexuellen Neigungen. Wer sich vornehmer Zurückhaltung bei der Wortwahl  enthält, könnte dieses Paar als „Abschaum“ bezeichnen. Aber sie waren genau das,  was Human Robots suchte und brauchte. 
Es wird schon spürbar, daß Gresch hier von persönlichen Erlebnissen spricht. Gresch weiter:
Sie hatten noch einen weiteren Vorzug, den Human Robots sehr schätzte: Sie verstanden es, sich hinter einer Fassade aus  Biederkeit, Rechtschaffenheit und Servilität zu verstecken.  
All das erinnert sehr an die familiären Verhältnisse in "Vater unser in der Hölle", ein Buch übrigens, mit dem sich Gresch sehr gründlich befaßt hat. 
Die Charaktereigenschaften, Motive und Lebensbedingungen dieses fiktiven Paares,  Anne und Otto Knapp, sind allerdings nicht weiter von Belang (...). Das Kind, Heinz Knapp, war zum Zeitpunkt des Beginns der „Behandlung“ gerade  vier Jahre alt geworden. Dies ist relativ spät, die meisten  Bewusstseinskontrollbehandlungen starten offenbar früher. (...) Und so bricht das Unheil in meinem Modell über Heinz Knapp erst zu Beginn seines  fünften Lebensjahres herein. (...)

Im Auftrag von Human Robot übernahmen zwei Spezialisten die Betreuung der  Knapps, nämlich Klaus und Petra Müller, ein Ehepaar. Die beiden waren entweder  Psychiater oder Psychologen. Die Fachrichtung ist nicht wesentlich. Entscheidend war, dass sie die Methoden und die Strategie der Bewusstseinskontrolle durch  Persönlichkeitsspaltung beherrschten. Den Müllers stand ein Team zur Verfügung, dass mit allen Wassern konspirativer Arbeit gewaschen war. 
Ein Geheimdienst-Team dressiert 1955 in Deutschland einen fünfjährigen Jungen zum Sklaven
 
Also wessen Team wohl?
Das Team war für die  Überwachung der Knapps sowie für die Logistik zuständig, leistete technische Hilfen  und garantierte den reibungslosen Ablauf der langwierigen Behandlung.

Dazu gehörte bei Bedarf natürlich auch die Manipulation des Umfelds der Knapps. Das Team griff ein, wenn Nachbarn, Lehrer oder auch das Jugendamt misstrauisch  wurden, wenn evtl. sogar Anzeige wegen Verdachts auf Kindesmisshandlung bei der  Polizei erstattet wurde usw. 
Wieder alles sehr ähnlich zu dem Bericht "Vater unser in der Hölle", der durch die Worte von Gresch noch etwas illustriert wird. 
Wie es dem Team gelang, diese Störfelder auszuschalten und welche Beziehungen es dabei nutzte, spielt für unser Modell der Bewusstseinskontrolle durch Persönlichkeitsspaltung keine Rolle. Einscheidend ist, dass es dem Team gelang, eine Beeinträchtigung der Arbeit des Ehepaares Müller von außen zu verhindern. (...) Dennoch konnte das Team diese Aufgabe nur erfolgreich bewältigen, weil  Human Robot beste Beziehungen zu Menschen mit sehr großem Einfluss pflegte.
Märchen von Wilhelm Hauff wurden zur Programmierung benutzt

Auch das paßt zu vielem, was wir hier auf dem Blog schon erörtert haben.
Nach einer schönen und harmonischen Geburtstagsfeier sagte Anne Knapp plötzlich  nd unerwartet mit kaltem Blick zu ihrem Sohn Heinz: „Du wurdest aus der Familie ausgeschlossen. Du gehörst jetzt anderen Leuten. Wir haben dich verkauft. Du wirst  bei uns wohnen bleiben. Aber andere Leute bestimmen jetzt über dich. Papi und  Mami sind nicht mehr deine Eltern. Du wohnst noch bei uns, aber wir lieben dich nicht mehr.“ 

Heinz war völlig verwirrt und natürlich unfähig, den Sinn dieser Worte zu verstehen. Er wurde nach dieser Ankündigung sofort zu Bett geschickt. Am anderen Morgen sprachen die Knapps nicht mehr darüber, und Heinz wagte nicht zu fragen; vielleicht  hatte er auch vergessen, was ihm gesagt worden war. Das Kind suchte nach seinen  Geburtstagsgeschenken, fand sie aber nicht mehr. Als es danach fragte, wurde es brutal verprügelt und ermahnt, ja niemals wieder danach zu fragen. Ansonsten  verhielten sich die Knapps normal zu ihrem Sohn, als sei nichts geschehen.

Dies war ein wohlgesetzter und gut berechneter Schlag gegen die kindliche Seele. Die Idee dazu stammte natürlich nicht von den Knapps, sondern natürlich von den  Müllers, und diese wieder hielten sich an das Manual zur Bewusstseinskontrolle, das  von den Wissenschaftlern der Human Robots entwickelt worden war. (...)

Nachdem Petra Müller, einige Wochen nach der Geburtstagsfeier, die vollständige  hypnotische Kontrolle über Heinz erlangt hatte, begann eine Phase, in der die  grundlegende Spaltung der Persönlichkeit des Kindes angestrebt wurde. Die Ziel war die Erzeugung eines Tag- und eines Nachtkindes, die voneinander nichts wissen durften. Am Abend wurde das Kind von Anne Knapp hinterrücks chloroformiert. Wenn Heinz wieder aufwachte, fand er sich in seinem Bett wieder. Er war an Händen  und Füßen gefesselt und in seine Harnröhre war eine Elektrode gesteckt, durch die  Strom gejagt werden konnte. Ein Knebel hinderte ihn daran zu schreien.
Zur Bewußtseinskontrolle von Heinz wurden auch Märchen von Wilhelm Hauff benutzt, so wie bei der US-Regierungssklavin Cathy O'Brien zahlreiche Märchen und phantastische Geschichten aus dem anglo-amerikanischen Kulturbereich zur Bewußtseinsbeeinflussung benutzt wurden. Gresch dazu noch:
Das Opfer einer Bewusstseinskontrolle durch Persönlichkeitsspaltung ist also kein Roboter im technischen, sondern nur im fiktiven Sinn. Es unterwirft sich der Fiktion, ein Roboter zu sein, weil dies subjektiv die einzige Möglichkeit war, lebenslänglicher  Folter zu entgehen.
All das sind wesentliche Ergänzungen zu vielen Angaben in der übrigen Literatur, die wir in den letzten Monaten zu diesem Themenbereich hier auf dem Blog behandelt, oder auf die wir hingewiesen haben.

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*) Ergänzung 3.10.2013: Telepathie und Kriminaltelepathie sind hier auf dem Blog inzwischen in vielen Beiträgen behandelt worden, da sie im okkulten Denken und sogar in der Arbeit des Gründers des Bundeskriminalamtes eine große Rolle spielen.
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  1. Lammer, Helmut; Lammer, Marion: Schwarze Forschungen. Geheime Versuche unter Ausschluß der Öffentlichkeit. F.A. Herbig, München 1999
  2. Gresch, Hans Ulrich: Unsichtbare Ketten. Der Mißbrauch der Hypnose und anderer Trance-Techniken durch Kriminelle, Sekten und Geheimdienste. 2003 (freies pdf.). 
  3. Gresch, Hans Ulrich: Hypnose Bewusstseinskontrolle Manipulation. Bewusstseinskontrolle durch Persönlichkeitsspaltung. Elitär Verlag, 2010; aktualisierte und erweiterte Fassung von "2.", die neue Aspekte enthält. Internetseite zum Buch: http://www.psy-knowhow.de/  
  4. Bading, Ingo: "Was halten Sie von Menschenopfern?" .... GA-j!, 10.2.2011
  5. Bading, Ingo: Ein Ex-Logenmitglied schreibt uns. GA-j!, 16.2.2011
  6. Bading, Ingo u.a.: Kommentare zu: Stammheim: Verena-Becker-Prozess - Michael Buback bloggt. 22. Verhandlungstag (11. Februar 2011)
  7. Winkler, Willy: Der Schattenmann: Von Goebbels zu Carlos: Das mysteriöse Leben des François Genoud. Rohwolt, Berlin 2011
  8. Lammer, Helmut: Monarch-Projekt: Opfer in Deutschland. Interview mit Hans Ulrich Gresch. Auf: Mindcontrol-Blog, 18.5.2004

Kommentare:

Ulrich Gresch hat gesagt…

Bei meinem Buch "Hypnose, Bewusstseinskontrolle, Manipulation - Bewusstseinskontrolle durch Persönlichkeitsspaltung" handelt es sich um eine überarbeitete, erweiterte und aktualisierte Version meines e-Books "Unsichtbare Ketten". Es enthält wesentliche neue Aspekte.

Hans Ulrich Gresch

PS: Die Naivität, mit der in obigem Beitrag das Thema "Mind Control" abgehandelt wird, ist atemberaubend.

Ingo Bading hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Gresch,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Und wenn Sie den Beitrag als Betroffener für naiv halten, muß ich das so akzeptieren. Ich wollte in keiner Weise respektlos sein.

Genau weiß ich nicht, was Sie mit "naiv" meinen könnten. Aber wahrscheinlich meinen Sie doch, daß in meinen Worten zu wenig von der Ernsthaftigkeit der Gefahren, denen möglicherweise ein Mind control-Opfer, das öffentlich spricht, unterliegt, spürbar ist und überhaupt von den Folgen, die traumabasierte Programmierungen bei den Betroffenen mit sich bringen.

Ich denke, Sie haben jegliches Recht, das zu kritisieren und ich danke Ihnen dafür.

Daß ich das Thema in diesem Beitrag nur schlaglichtartig behandelt habe, liegt daran, daß ich ja in den letzten Wochen auf meinem Blog schon viele andere Beiträge über dieses Thema eingestellt habe, die dieser Beitrag nur ergänzen soll.

Und daß man überhaupt zunächst von der Stoffülle überwältigt ist, wenn einem dieser ganze Themenkreis noch ganz neu ist.

Vielen Dank in jedem Fall für Ihre Arbeit und Ihren Mut. Ich stelle Ihnen auf meinem Blog auch gerne Raum zur Verfügung, wenn Sie sich die Mühe machen wollen, hier Naivitäten zu korrigieren.

Ulrich Gresch hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Bading,

stellen Sie sich vor, dass die Täter bei einem Bankraub Donald-Duck-Masken trugen. Was hielten Sie von Polizisten, die daraufhin an den Flüssen und Teichen der Stadt nach einschlägigen Verdächtigen suchen würden?

So ähnlich ist das auch mit dem Satanismus beim so genannten rituellen Missbrauch. Glauben Sie wirklich, dass sich Täter, die derartige Verbrechen begehen, ihren Opfern als Satanisten zu erkennen gäben, wenn sie tatsächlich Satanisten wären? Schließlich beweist ja die Erfahrung, dass sich Opfer mitunter trotz artifizieller Amnesie an die Mind-Control-Programmierung erinnern.

Mir scheint eher, dass der Satanismus und die Rituale eine militärische Camouflage sind und dass die Programmierung ganz andere Ziele verfolgt als kultische.

Daher ist es auch nicht erstaunlich, dass bisher noch niemals eine satanistische Gruppierung überführt wurde, Mind-Control-Methoden anzuwenden, dass aber der amerikanische Geheimdienst CIA sowie die amerikanischen Streitkräfte nachweislich Bewusstseinskontrollprojekte verwirklichten.

Aus meiner Sicht liegt der Verdacht nahe, dass Mind-Control-Methoden während des Kalten Kriegs vor allem darum eingesetzt wurden, um das Personal für Himmelfahrtskommandos in taktisch nuklearen Gefechtsfeldern heranzuziehen.

Ich mag Ihnen unrecht tun, weil ich Ihre Texte bisher nur überflogen habe, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie die Vorstellung umtreibt, für alles Böse in der Welt seien Satanisten und Geheimgesellschaften verantwortlich. Dies halte ich für naiv. Aus meiner Sicht sind Phänomene wie "Mind Control" rational erklärbar durch die Interessen der herschenden bürgerlichen Eliten, ohne dass man Satanismus und okkulte Ideologien als Interpretationsmuster bemühen müsste. Es zeigt sich dann auch, dass das so genannte Böse bei näherer Betrachtung nichts anderes ist als die Logik bestimmter polit-ökonomischer Strukturen und dass sich diese Logik unabhängig von den persönlichen Motiven und Charakterschwächen der handelnden Akteure durchsetzt.

Es ist auch naiv zu glauben, dass sich ein Mind-Control-Opfer, das öffentlich spreche, einer größeren Gefahr aussetze als ein Mind-Control-Opfer, das schweige. Der inzwischen verstorbene Mind-Control-Forscher und Journalist Walter H. Bowart (Operation Mind Control) schrieb mir 1994, dass man als Opfer die persönliche Gefahr minimiere, wenn man seine Erkenntnisse umgehend veröffentliche. Mit einer ähnlichen Einschätzung veranlasste der Ex-CIA-Chef William Colby den Politiker und Anwalt John DeCamp, sein Buch über "The Franklin Cover-up" zu publizieren. Nichts ist, was es zu sein scheint.

Wenn Sie sich von der Stofffülle überwältigt fühlen, dann empfehle ich Ihnen, sich bei der notwendigen Komplexitätsreduktion von den Kernfragen leiten zu lassen, die sich jeder Polizist bei einem neuen Fall stellt: 1. Wem nützt die Tat, wer hat ein Motiv? 2. Verrät der Tathergang etwas über den mutmaßlichen Täter.
Wenn Sie diese beiden Kernfragen auf den Komplex der foltergestützten Bewusstseinskontrolle anwenden, dann wird dieses Feld auf der Stelle wesentlich übersichtlicher.

MfG
Hans Ulrich Gresch

Ingo Bading hat gesagt…

Lieber Herr Gresch,

wenn Ihr Vorwurf der Naivität in diese angegebene Richtung geht, dann möchte ich ihn doch zurückweisen.

Mein Zugang zur Thematik ist ja ein ganz anderer. Ich las den Bestseller "Das schwarze Reich", das ich - wie andere - in weiten Teilen nicht als unseriös ansehe. Und ich wollte wissen, wer hinter dem Pseudonym "E.R. Carmin" steckte. Viel deutet darauf hin, daß dahinter der Erstverleger dieses Bestsellers steckt, nämlich Ralph Tegtmeier.

Indem ich nun recherchierte, wer dieser Ralph Tegtmeier ist, geriet ich plötzlich in diese ganze Thematik. Auf seinen okkulten Eismagie-Seminaren praktiziert RAlph Tegtmeier, Mitglied vieler Okkult- und Freimaurerorganisationen ganz klar Gehirnwäsche-Praktiken, wenn man das auf verschiedenen Foren nachliest. Von diesen zu Folter-basierten Programmierungstechniken ist es wirklich nicht weit.

Laut Michaela Huber findet die Forschung Fälle von MPS ja schon im 16. Jahrhundert. Da muß es doch ähnliche Organisationen gegeben haben wie heutige Geheimdienste. Wenn - wie Cathy O'Brien berichtet - in dem Umfeld ihrer pädophilen und inzestuösen Familie sich viel Freimaurerisches und Katholisch-Jesuitisches bewegte, dann ist es doch wohl mehr als naheliegend, wenn vielerorts von generationenübergreifendem Mißbrauch die Rede ist, dann ist es doch mehr als naheliegend anzunehmen, daß diese Mind Control-Techniken im Umfeld von Jesuitenorden und Freimaurerei schon seit Jahrhunderten praktiziert werden.

Ob die einzelnen Beteiligten die Satanisten nur "spielen" oder wirklich daran glauben, ist eine zweitrangige Frage. Aber natürlich sind Okkultgläubige schon von vornherein viel leichter manipulierbar, beeinflußbar, da sie ja all die erzählten Märchen viel leichter "glauben".

Auch das, was in "Vier Jahre Hölle und zurück" und in "Isis, Fürstin der Nacht" berichtet wird, scheint mir nicht ALLEIN mit GEheimdienstaktivität erkärbar zu sein. Bei letzterem deuten sich doch auch generationenübergreifende "Bräuche" an, und daß diese Leute das wirklich glauben, was da an Satanismus praktiziert wird.

Aber insgesamt gebe ich Ihnen recht: Das alles darf sicherlich zunächst hinterfragt werden. Gerne lasse ich mir Ihre Kritik noch einmal genauer durch den Kopf gehen.

Ulrich Gresch hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Bading,

es geht hier nicht um diesen nebulösen Begriff der "Multiplen Persönlichkeitsstörung", sondern um foltergestützte Bewusstseinskontrolle. Der psychiatrische Begriff der MPS kommt den Tätern in Übrigen gerade recht, denn er pathologisiert (und macht zu einem individuellen Problem), was im Kern das Resultat von Schwerstkriminalität ist.

Die Grundlagen der foltergestützten Bewusstseinskontrolle wurden nicht im 16. Jahrhundert gelegt, sondern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, und zwar überwiegend in der französischen Psychiatrie. Es ist gut dokumentiert, dass dort einerseits die absichtliche Persönlichkeitsspaltung mit den Mitteln der Hypnose sowie andererseits die Verhaltenskontrolle durch starke galvanische und faradische Ströme entwickelt und praktiziert wurde. Beides wurde kombiniert und perfektioniert von der Militärpsychiatrie während des 1. Weltkriegs, und zwar nicht nur in Frankreich, sondern auch in Großbritannien, der Habsburger Monarchie, Deutschland und vermutlich auch in anderen Ländern. Der Militärpsychiatrie ging es darum, die so genannten Kriegszitterer schnell zu kurieren, damit sie an der Front oder in der Rüstungsindustrie wieder ihren Dienst versehen konnten.

Nichts ist, was es zu schein scheint. Die Diagnose der "Multiplen Persönlichkeitsstörung" ist eine medizinisch-ideologische Fassade für ein Phänomen, dem kein Krankheitsprozess zugrunde liegt, sondern das absichtlich und systematisch hervorgerufen wurde und wird - mit klar erkennbaren Zielen, wenn man nur genauer hinschaut. Auch eine (pseudo-)medizinische Diagnose kann als militärische Camouflage fungieren.

Es gibt zweifellos Satanismus und es gibt zweifellos Satanisten, die Verbrechen begehen. Doch die wesentlichen Elemente der foltergestützten Bewusstseinskontrolle lassen sich auf die Methodiken der hypnotischen Persönlichkeitsspaltung und der Verhaltensformung durch starke elektrische Ströme zurückführen - alles andere ist beliebiges Beiwerk.

Wenn wir nun bedenken, dass sich das Militär bestens auf Camouflage versteht und die Psychiatrie auf Verhaltenskontrolle, dann tauchen aus dem Nebel reale Tätergestalten mit konkreten Interessen auf. Man kann nämlich einen taktischen Nuklearkrieg nicht mit normalen Soldaten führen. Aus dieser Sicht sollte man sich ein Dokument der CIA über die Ziele des Gehirnwäsche-Projekts "Bluebird" auf der Zunge zergehen lassen. Dort wird eine der Leitfragen dieses Forschungsprojekts wie folgt formuliert: Wie können wir Menschen dazu bringen, bedingungslos unsere Befehle zu befolgen, und koste es auch das eigene Leben?

Natürlich enthält meine Argumentation spekulative Elemente, die sich um Fakten ranken. Fakt ist beispielsweise, dass in den 50er bis Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts amerikanische, britische und französische Soldaten gleichsam unterm Atompilz manövrieren mussten, um sich an den Einsatz taktischer Nuklearwaffen zu gewöhnen. Die auch unter Soldaten grassierende "atomic panic" gab den Militärs nämlich genügend Anlass zur Sorge. Manch Militär mag angesichts der während solcher Manöver, wie beispielsweise den "Exercises Desert Rock", gesammelten Erfahrungen die Einsicht gedämmert sein, dass unter realen Kriegsbedingungen nicht alles so glatt laufen würde wie in einer Übung.

Wenn wir uns also, einem Rat Goethes folgend, an das Greifbare halten, dann scheinen mir der Satanismus und das Okkulte nicht gerade zu jenen Gegenständen zu gehören, denen wir uns in erster Linie zuwenden müssen, um den so genannten "Satanisch Rituellen Missbrauch" zu verstehen.

MfG
Hans Ulrich Gresch

Ingo Bading hat gesagt…

A.

Zu dem, was Sie schreiben, habe ich wenig Anlaß zu widersprechen. Das kommt mir alles sehr plausibel vor. Ich verstehe nur nicht, warum MPS eine nebulöse Krankheit sein soll. Besser wohl als der Begriff Krankheit ist wohl auch hier der Begriff des Seelenmordes oder des versuchten Seelenmordes. Nach meinem Wissen bestreitet keiner der mit MPS befaßten Therapeuten, daß es sich hier um Folgen von Schwerstkriminalität handelt.

Nur leider ist die Öffentlichkeit bislang auf diese Kriminalität noch nicht so sensibilisert worden, wie für die allgemeine sexualisierte Gewalt, den Seelenmord an Kindern, die ja vor allem im letzten Jahr eine große Rolle spielte.

Oder glauben Sie, daß folterbasierte Programmierungen durch Vergewaltigungen und sonstige rituelle Folterungen weniger gut funktionieren als durch Elektroschocks?

B.

Zu der eigentlichen Funktion von "Stay behind"-, "Gladio"- etc. Armeen muß ich wohl noch einiges lesen, um mir da ein gültigeres Urteil bilden zu können. Aber daß sie zu politischen Morden und zu Terror benutzt wurden und werden, kann man schon an vielen Fällen politischer Morde der letzten Jahrzehnte ablesen.

Ingo Bading hat gesagt…

C.

Meinen Sie nicht, daß auch Weltanschauungen wie der Satanismus und der Okkultismus etwas "Greifbares" sind? Ich war überrascht, als ich da mal anfing, im Netz zu recherchieren. Das Internet ist VOLL von all dem.

Und haben Sie sich nicht überhaupt schon einmal die Frage gestellt, wie Geheimdienste in demokratischen Staaten überhaupt zu so schwerstkriminellen Organisationen werden können? Meiner Meinung nach gibt es außer solchen totalitären Weltanschauungen wie den bekannten des 20. Jahrhunderts (oder auch die des Mittelalters) kaum eine Weltanschauung, die moralische Hemmungen derartig effektiv abbaut, wie der Okkultismus, wie der Glaube an Schwarze und Weiße Magie und speziell an Satanismus, wozu natürlich auch der buchstabengläubige Glaube an das Alte Testament und seinen "Gotteswahn" (Richard Dawkins) zu zählen ist.

Einflußreiche politische Gruppierungen in Israel oder unter den Neokonservativen in den USA zeigen ja auf, wie buchstabengläubig man hier oft gegenüber einem solchen satanistischen Buch wie der Bibel sein kann. Man spricht dort von "Schurkenstaaten", der "Achse des Bösen" (!!!). Verfolgt Orwell'sche "Strategien der Spannung", um Gesellschaften psychisch unter Streß und damit manipulierbar und beherrschbar zu halten. Immer wieder neue "Gegner", Bedrohungsszenarien werden gesucht oder inszeniert.

Von da zu noch weitergehenderer Schwerstkriminalität von Geheimdiensten ist es kein weiter Weg mehr, wobei hier natürlich infolge der mangelnden demokratischen Kontrolle noch zusätzliche Hemmungen fallen können.

Glauben Sie nicht, daß Weltanschauungen Kriminalität von Organisationen stabilisieren, ja, oft sogar erst hervorrufen können?

Werden denn einflußreiche Geheimdienste, Staatsregierungen aus "heiterem Himmel heraus" kriminell? Zumal wenn es sich um ORGANISIERTE - nicht sozusagen spontane - Kriminalität handelt?

In dem Buch "Terrorjahre" von R. Igel wird ausgeführt, daß niemand bei der CIA höhere Posten erhalten kann, wenn er nicht Freimaurer ist. Auch die Freimaurerei ist voll von altestamentarischem, satanistischem, okkulten Gedankengut.

Der Satanismus, die Verteufelung Andersdenkender, Andersgläubiger ist, seit sich der Monotheismus auf der Welt ausgebreitet hat, tief im Denken aller Menschen verankert. Warum soll er deshalb nicht den Nährboden, die Grundlage von ziemlich viel organisierter und auch wissenschaftsnaher Schwerstkriminalität in der Welt bilden?

D.

Was Sie übrigens im Netz zu Kriegszitterern geschrieben haben, wollte ich mir sowieso noch mal genauer durchlesen. Jetzt habe ich einen Anlaß dazu. William Sargant hat ja in "Kampf um die Seele" an dieser Personengruppe auch ganz allgemeine Mechanismen des Brainwashing erforscht, die zunächst einmal noch gar nichts mit gezielter körperlicher Folter zu tun haben müssen.

Ulrich Gresch hat gesagt…

Das Nebulöse an der MPS ist der Krankheitsbegriff. Hier kommt es auf die Feinheiten an. Zwar herrscht im Allgemeinen Konsens unter MPS-Therapeuten, dass diese Störung Folge schwerer Traumatisierungen sei - wie beispielsweise Kindesmisshandlungen oder sexueller Missbrauch. Aber die überwiegende Mehrheit der Therapeuten vertritt die Auffassung, dass die sich daraufhin entwickelnde Identitätsstöung eine spontane Reaktion, ein aktiver Bewältigungsversuch des betroffenen Kindes sei.

Nach meiner Meinung ist dies aus entwicklungspsychologischer Sicht schlicht und ergreifend unmöglich. Die Entwicklung der Persönlichkeit ist ein komplexer Prozess, der sich hart an den Grenzen der kognitiven und emotionalen Möglichkeiten eines heranwachsenden Kindes bewegt. Mit der Ausbildung gleich mehrerer Persönlichkeiten aus eigenem Antrieb wäre ein Kind schlechterdings überfordert. Das geht überhaupt nicht. Eine multiple Persönlichkeitsstruktur kann sich nur entwickeln, wenn dieser Prozess durch Erwachsene systematisch von außen gesteuert wird.

Ulrich Gresch hat gesagt…

Im Allgemeinen wird dieser Aspekt der systematischen Steuerung von MPS-Therapeuten vernachlässigt, ignoriert, verleugnet. Wenn er doch angesprochen wird, dann meist im Rahmen einer Legendenbildung: Satanisten seien die Täter. Es wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre: Bei genauerer Betrachtung zeigt sich nämlich, dass diese "Satanisten" sich so verhalten, als ob sie hochqualifizierte Psychiater oder Psychologen seien, die sich mit dissoziativer Verhaltensmodifikation bestens auskennen.

Man sollte die Elktrofolter, die bei der foltergestützten Bewusstseinskontrolle eingesetzt wird, nicht mit Elektroschocks im Sinne der Elektrokrampftherapie verwechseln. Es handelt sich dabei nämlich nicht um kurze Stromstöße durchs Gehirn, sondern um eine kontinuierliche, höchstgradig schmerzhafte Stimulation an besonders empfindlichen Körperstellen, meist an den Genitalien (Penis, Vagina), aber auch beispielsweise am Zahnfleisch oder an mehreren Körperstellen gleichzeitig. Nur ein medizinisch ausgebildeter Experte kann so etwas realisieren.

Elektrizität wird bevorzugt, weil man mit ihr foltern kann, ohne deutlich sichtbare Spuren zu hinterlassen. Dies ist besonders wichtig, wenn das Opfer amnestisch gemacht werden soll, weil Folterspuren natürlich immer mit der Gefahr verbunden wären, dass sich das Opfer durch sie wieder an die Torturen erinnert.

Natürlich spielen Ideologien im Politischen eine erhebliche Rolle, allerdings, so meine ich, eine andere, als sie glauben. Sie dienen in aller Regel der Rechtfertigung von Handlungen, deren wahre Gründe unbewusst sind oder verschleiert werden sollen. Zwar meine ich nicht, dass alles Politische auf das Ökonomische reduziert werden könne, aber ich rate doch dringend dazu, gesellschaftliche Phänomene auf ihre ökonomische Basis hin abzuklopfen. Dies gilt natürlich auch für die foltergestützte Bewusstseinskontrolle.

Diese bedeutet nämlich, dass eine Gruppe hochkarätiger Experten über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte tätig werden muss, um eine multiple Persönlichkeitsstruktur zu erzeugen und aufrecht zu erhalten. Sie muss diesen Prozess tarnen und ggf. Mitwisser zum Schweigen bringen (durch Bestechung, Erpressung oder Liquidation). Das kostet nicht nur eine Unmenge Geld, sondern das setzt auch eine kontinuierlich arbeitende Organisation mit stabilen und allerbesten Verbindungen in gesellschaftliche Machtzentren voraus.

Welche Organisationen kommen den in Frage, die diese Voraussetzungen erfüllen und die Kosten und Risiken auf sich zu nehmen bereit sind, um mentale Sklaven zu erzeugen? Welche Motive sollten sie haben, dies zu tun? Wenn ich solchen ganz und gar lächerlichen Motive höre wie Kinderprostitution, Snuff Films, Drogenschmuggel etc., dann bleibt mir das Lachen im Halse stecken. Wie blind, wie blöde muss man denn eigentlich sein, um nicht zu erkennen, dass man all dies ohne Bewusstseinskontrolle in derselben, wenn nicht besseren Qualität viel, viel billiger und risikoärmer haben kann?

Aus rationaler, ökonomischer Sicht betrachtet muss der Ertrag, der mit foltergestützter Bewusstseinskontrolle verbunden ist, erstens deutlich größer sein und zweitens auf anderem Wege nicht zu haben sein.

Was könnte das wohl sein?

MfG
Hans Ulrich Gresch

Ingo Bading hat gesagt…

Ich lese grade auf Ihrer Seite, was Ihr Problem zu sein scheint:

"... Auch wenn ich das internationale Großbürgertum nicht unbedingt für einen Hort der Tugend halte, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Leute gern direkten Kontakt mit Gestalten pflegen, die kleine Kinder foltern und in jeder erdenklichen Hinsicht bestialisch misshandeln und missbrauchen."

Cathy O'Brien und Angela Lenz schildern doch, daß sie es selbst TUN, nicht nur Kontakt zu ihnen halten. Ja, dieser Umstand war es auch, der mich ziemlich geschockt hat. Warum gerade "gehobene Gesellschaftskreise"? Ärzte, Staatsanwälte, Senatoren, Präsidenten?

Sie fragen:

"Satanisten? Echte? Oder kommen, wenn die Satansroben fallen, Uniformen oder die Trechcoats von Agenten zum Vorschein?"

Ich meine, beides. Und möglicherweise ging grade der Trend in den letzten Jahrzehnten immer mehr hin zu den letzteren, da sich immer mehr Zynismus als echter "Glaube" ausbreitete, so wie das ja wohl auch bei "christlichen" Politikern der Fall ist. Aber gerade bei Cathy O'Brien kann man noch manche Übergangsstadien erkennen. Da gibt es auch einige Täter, die an den Quatsch des Satanismus wirklich glauben, die meisten aber nicht.

Warum wehren Sie sich so sehr gegen die Vorstellung einer Verschwörung der Freimaurer und Jesuiten, die ja doch auch dick in den Geheimdiensten drin stecken? Grade las ich, daß der Neffe des ersten CIA-Chefs ein ziemlich hoher Jesuit und Kardinal in den USA war.

Sie haben alle Zutaten, wollen nur die letzte Schlußfolgerung nicht ziehen. Und genau dieser frage ich in der Tat auf meinem Blog hinterher.

Ich habe auf meinem Blog viele Hinweise auf Pädophilen-Ringe gesammelt, die von "höchsten Kreisen" gedeckt werden und ähnliches.

Da fließt doch ganz offensichtlich eines ins andere über. Wenn Korruption dieser Art erst mal Fuß gefaßt hat, dann tritt sie doch über alle Ufer. Das sieht man doch schon an Büchern wie "Im Namen des Staats" von Bülow. Und genau das ist es, was wir auch hier erleben. Mind control-Opfer werden in der Prostitution, als Drogenkuriere eingesetzt, bei allen Arten von Verbrechen, Morden.

Ach ja, ein Punkt noch, der mir auch bei Cathy O'Brien durch den Kopf ging: Warum eigentlich? ICH glaube: Der eigentliche, faktische politische oder militärische Nutzen von Mind control-Opfern ist vergleichsweise gering. Der WESENTLICHE Zweck, der durch sie erreicht wird, ist die Korrumpierung der Täter, nämlich etwa der Politiker, die diese Mind control-Opfer als eine Alternative zur Freizeitbeschäftigung des Golfens benutzen. Etwas anderes ist es doch nicht, was Cathy O'Brien erzählt. Aber das ist eine derart verbrecherische "Freizeitbeschäftigung", daß die Politiker schon von hierher eine eingeschworene Elite bilden müssen, die "dem Volk" niemals mehr etwas anderes als Phrasen erzählen können, da sie zutiefst korrumpiert sind. DAS ist meiner Meinung nach das eigentliche Motiv von all dem.

Und natürlich - z.T. - Interesse an dem, "was geht", was machbar ist. "Experimentieren".

Ulrich Gresch hat gesagt…

Lieber Herr Bading,

Sie sollten die Berichte von Mind-Control-Opfern nicht als objektive Dokumentationen auffassen, sondern als eine meist wilde Mischung aus Fakten und Fiktionen, Phantasie und Realität. Dies liegt in der Natur der Sache: Erstens pflanzen die Täter ihren Opfern absichtlich falsche Erinnerungen ein (zum Zwecke der Tarnung, der Diskreditierung der Opfer etc.) und zweitens entwickeln sich im sehr qualvollen Prozess des Wiedererinnerns Fehlerinnerungen, deren Funktion darin besteht, das Erlebte erträglicher zu machen. Drittens natürlich unterlaufen nicht nur Mind-Control-Opfern, sondern allen Menschen Erinnerungsfehler. Aus diesem Grunde würde ich eine Theorie der Bewusstseinskontrolle, die sich ausschließlich oder überwiegend auf die Erinnerungen von Mind-Control-Opfern stützt, als vor-, wenn nicht pseudowissenschaftlich bezeichnen.

Dies gilt es zu bedenken, wenn Mind-Control-Opfer (meist solche aus den USA) berichten, sie seien mit den Spitzen der Gesellschaft in Kontakt getreten. Dies würde ich nur dann als real in Erwägung ziehen, wenn es plausible Gründe für ein solches Zusammentreffen gibt, die sich aus der Funktion dieser mentalen Sklaven oder aus historischen Zusammenhängen ergeben. So mag es beispielsweise sein, dass sich ein Opfer militärischer Bewusstseinskontrolle tatsachenentsprechend an eine Begegnung mit einem General oder Militärpolitiker erinnert (so etwas gibt es ja im Rahmen der Truppenbetreuung) - aber das beispielsweise eine Frau aus kleinen oder mittleren Verhältnissen bei den Großen der Welt zu Tisch gesessen haben will, würde ich so ohne weiteres nicht als real akzeptieren.

Dies stellt selbstverständlich die Realität der foltergestützten Bewusstseinskontrolle insgesamt nicht in Frage; zeigt aber, wie schwierig es mitunter sein kann, hier Licht ins Dunkel zu bringen.

Was nun die Verschwörungen der Freimaurer, Jesuiten etc. betrifft, so wundere ich mich doch immer wieder, warum man die Dinge nicht beim Namen nennen will. Der richtige Name für die Kräfte, die hinter vielen, für die Mehrheit der Bevölkerung unerwünschten Entwicklungen und Grausamkeiten steht, lautet Bourgeoisie - Großbürgertum. Diese Leute, die Reichsten der Reichen, müssen sich nicht verschwören, die sind doch schon an der Macht und die sitzen fest im Sattel. Die freuen sich natürlich auch darüber, wenn unsere Verschwörungstheoretiker Freimauer, Jesuiten, Juden, Islamisten oder wen auch immer für alle Übel und Gebresten dieses Erdenrunds verantwortlich machen. So halten sie die Leute dumm.

MfG
Hans Ulrich Gresch

Ulrich Gresch hat gesagt…

Noch ein Wort zur Religion der Bourgeoisie: Es ist leicht zu erkennen, dass Religionen im Allgemeinen und das Christentum im Besonderen Ideologien für Sklaven, also Sklavenreligionen sind. Es ist daher kaum zu erwarten, dass die Herren der Welt denselben Religionen anhängen wie ihre Untertanen. Es liegt auf der Hand, dass die Bourgeoisie amoralisch ist, denn die Moral speist sich ja offensichtlich aus den Sklavenreligionen und kann sich ohne diese erst gar nicht entfalten.
Daher mag mancher versucht sein, die Weltanschauungen der Bourgeoisie als "Satanismus" zu bezeichnen, in der falschen Vorstellung, dass der Satanismus eine Vergötterung der Unmoral, personifiziert durch Satan, verkörpere.
Wer sich aber in die Geschichte dieser Klasse versenkt und deren schöpferische Kraft und Aufbauleistung bewundert, der kommt nicht umhin, bei diesen Leuten eine weniger negative, weniger destruktive und weniger irrationale Religion zu vermuten.
Aus meiner Sicht frönen diese Leute in der Regel einer Religion der Tat, einer Religion der gelebten Freude und des ungetrübten, aktiven Vergnügens. Überspitzt formuliert: Während der fromme Christ symbolisch der Fleisch und Blut Christi verzehrt, mag sich mancher aus diesen Kreisen real am zarten Fleisch von Säuglingen laben.

Ideologien dienen im Allgemeinen der Rechtfertigung, der Gewissensberuhigung, der Sinngebung. Leute, die all dies nicht nötig haben, verlieren sich selten in den Schattenwelten von Ideologien.

Hans Ulrich Gresch

Ingo Bading hat gesagt…

"Das" Bürgertum ist nicht per se korrumpiert oder hat per se *nur* das hervorgebracht, was wir am Phänomen Abendland insgesamt so sehr bewundern. Sondern hier steht - nach meiner Meinung - wie überall Licht und Schatten dicht nebeneinander.

Das war ja shcon im Mittelalter so: Neben dem düstersten Wahn des Aberglaubens, ja, vielleicht sogar in Verbindung mit ihm, sind die großen gotischen Kathedralen entstanden. Das eine schließt das andere nicht aus. Vielleicht bedingen sie einander sogar: Erst in Abstoßung, in entschiedener Abwendung von all dem Wahnsinn und Wahnwitz bekamen die Kulturschaffenden jenen Antrieb, etwas weit jenseits all dessen zu schaffen, sich dem Schönen, dem Wahren, dem moralischen Handeln im Kleinen und im Großen zuzuwenden.

Aber lieber Herr Gresch:

Abgesehen von solchen allgemeineren Erörterungen würde mich ja noch viel eher interessieren, für wie plausibel Sie die These halten, daß im Umfeld der RAF oder innerhalb ihrer selbst "Mind control"-Opfer aktiv waren, möglicherweise sogar Morde begangen haben? Möglicherweise sogar Verena Becker hießen, die ein Jahr jünger ist als Sie. Das war ja der Ausgangspunkt meines Beitrages.

Ulrich Gresch hat gesagt…

Ich habe keine Ahnung, ob Bewusstseinskontrollierte in der RAF oder verwandten terroristischen Vereinigungen aktiv waren. Vielleicht hilft ein Tipp weiter: Man schaue sich einmal die Lebensläufe dieser Leute an und frage sich, ob sich nicht der eine oder andere hin und wieder wie ein Zombie verhalten hat, also in einer Weise, die so recht nicht zu seinen aktuellen Lebensbedingungen und seinem Werdegang passen will und die den Eindruck von Getriebenheit oder zwanghafter Selbstzerstörung erweckt. Plötzliche radikale Wechsel der Einstellungen, der Verhaltensmuster ohne ersichtliche situative Anreize würde ich durchaus für verdächtig halten.

Ingo Bading hat gesagt…

Ja, allerdings erfährt man über solche sich doch oft eher im privaten Bereich auswirkende Dinge in öffentlich bekannten Biographien meist eher wenig.

Oft wissen ja MPS-Erkankte selbst gar nichts von ihrer Krankheit, von den anderen abgespaltenen Persönlichkeiten. Wie sollen dann andere etwas davon wissen?

Das ist schon eine sehr perfide Tarnung.

Ulrich Gresch hat gesagt…

Natürlich. Daher zeigen ja auch die nach dem amerikanischen Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) freigegebenen Dokumente ein reges Interesse dieses Geheimdienstes am Phänomen der multiplen Persönlichkeit und vor allem an der künstlichen Erzeugung dieses Störung. Dass dies möglich ist, wurde bereits im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bewiesen, beispielsweise durch die Experimente von Charles Richet. Nach nach Auffassung der überwiegenden Mehrheit der einschlägig forschenden Experten die "natürliche" multiple Persönlichkeit durch schwere Kindheitstraumata hervorgerufen wird, liegt der Gedanke nahe, dass auch die künstliche durch gezielte Traumatisierung produziert werden könnte. Und so verblüfft es nicht, dass Menschen, die behaupten, von Geheimdiensten oder militärischen Spezialeinheiten in multiple Persönlichkeiten verwandelt worden zu sein, von brutaler Folter, Vergewaltigungen und ähnlichen schrecklichen Erfahrungen berichten.
Es liegt auch nahe, zur Produktion artifizieller multipler Persönlichkeiten Folter mit Hypnose zu verbinden, da man durch Folter Menschen zu jedem erdenklichen Verhalten bringen und durch Hypnose die Symptome sämtlicher psychischer Störungen (Halluzinationen, Zwänge, Ängste, Depressionen, Wahnvorstellungen, Identitätsstörungen etc.) heraufbeschwören kann.

Hans Ulrich Gresch

Ulrich Gresch hat gesagt…

Im obigen Posting fehlt:

... (freigegebenen Dokumente) zu den Gehirnwäsche-Experimenten der CIA...

Ingo Bading hat gesagt…

Ich möchte aber doch noch einmal nachhaken:

Wenn das Ehepaar Lammer in Bezug auf Sie über offenbar diverse deutsche, US- und den israelischen Geheimdienst schreibt:

"Während der siebziger Jahre sollte er in deutsche Terrororganisationen infiltriert werden, damit seine Auftraggeber über deren Aktivitäten auf dem laufenden gehalten würden,"

dann macht einen das natürlich neugierig, aufgrund welcher persönlicher Erfahrungen Sie zu dieser Vermutung kommen. Und von dort her müßte man sich doch dann auch fragen können, ob das verallgemeinerbar ist für etwaige andere Personen, die in die RAF eingeschleust werden sollten oder sind.

Ulrich Gresch hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Bading,

wir bewegen uns hier in der Welt des Konjunktivs und der Hypothesen; und die Hobbyschriftsteller Lammer & Lammer haben ein populärwissenschaftliches Buch geschrieben, das wie angegossen in diese Welt passt. Wie ich bereits schrieb, sind die Erinnerungen von Mind-Control-Überlebenden zwangsläufig eine wilde Mischung aus Fakten und Fiktionen; dessen eingedenk möchte ich mich mit Spekulationen, deren einige Basis meine Erinnerungen sind, entschieden zurückhalten.

Nach Verlautbarung der CIA sind die Mind-Control-Projekte dieses Dienstes kläglich gescheitert. Dass ist erstaunlich, da doch bereits Jahrzehnte zuvor die von der Militärpsychiatrie zur Behandlung von Kriegshysterikern eingesetzte Mind-Control-Methoden überaus erfolgreich waren, ebenso wie die Gehirnwäschemethoden, die japanische Militärs einsetzten, um Selbstmordbomber abzurichten (Kamikaze).

Selbstverständlich glaube ich der CIA. Da es also unmöglich ist, Mandschurische Kandidaten zu kreieren, wurden selbstredend auch keine Mandschurischen Kandidaten in deutsche Terrorgruppen eingeschleust. Denn was es nicht gibt, dies müsste Ihnen einleuchten, das kann man auch nicht einschleusen.

Sie werden möglicherweise mit dieser Antwort immer noch nicht zufrieden sein, da ich nicht über meine persönlichen Erfahrungen berichte. Zu diesen äußere ich mich seit rund zehn Jahren nicht mehr. Es gibt inzwischen ein paar Dutzend solide Erlebnisberichte von mutmaßlichen Opfern militärischer bzw. geheimdienstlicher Mind-Control-Projekte, die sämtlich den Nachteil haben, nicht bewiesen zu sein. Möglicherweise verdanken die Berichterstatter ja der Tatsache ihr Leben, dass sie ihre mutmaßlichen Erlebnisse nicht durch Beweise zu erhärten vermögen. Ich sehe keine Veranlassung, mich in den Reigen derjenigen einzureihen, deren Berichte von jenen geglaubt werden, die ohnehin schon überzeugt sind, und die von jenen verspottet werden, die sich ohnehin nicht überzeugen lassen wollen.

Ingo Bading hat gesagt…

Lieber Herr Gresch,

wir stehen nicht so hilflos da. Man kann die Berichte Überlebender von Mind Control Projekten durchaus auf Plausibilität abklopfen. Auf innere Widersprüchlichkeit. Auf billige Stereotypen oder auf einen Detailreichtum, der so nicht "erfunden" sein kann.

Aber all das geht erst, wenn sie vorliegen. Auch für die Überlebenden selbst kann es sicherlich wichtig sein, andere mit überlegen zu lassen, was an ihren Erinnerungen plausibel der Wahrheit entsprechen könnte und was nicht.

Angesichts der Größe der hier vorliegenden Verbrechen halte ich, das habe ich schon verschiedentlich auf meinem Blog geäußert, SPOTT für das Ekelhafteste und Unangemessenste, was einem auf diesem Gebiet begegnen kann. Er ist zutiefst ekelhaft.

Man kann höchstens aufatmen und sagen: "Nun, so schlimm KANN es ja - zum Glück - gar nicht gewesen sein. Schlimm, daß einige Überlebende noch viel Schlimmeres erlebt haben wollen ..." Aber Spott ist niemals und nirgends am Platze. Dafür gibt es inzwischen auch viel zu viele Erlebnisberichte, die miteinander in Übereinstimmung stehen. Auch ist die Therapeutenszene zu großen Anteilen fest von der Wahrheit des Berichteten überzeugt.

NIEMAND spottet heute mehr über Überlebende von sexualisierter Gewalt in kirchlichen Einrichtungen. Auch da hat sich im letzten Jahr viel geändert. Und das wird sich auch noch erweitern auf weitere Überlebensgruppen.

- - Aber das muß natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich fragte auch nur nach, weil Sie sich ja auch sonst sehr offen äußern, sonst hätte ich es nicht gefragt.

Das Ehepaar Lammer halte ich in den Kapiteln, die ich benannt hatte, für seriös. Sie nicht?

Ulrich Gresch hat gesagt…

Nun ja, was ist "seriös". Ist es seriös, zu behaupten, dass ein Mensch, der 1951 geboren wurde, in demselben Jahr von einem Arzt auf paranormale Fähigkeiten getestet wurde? (Siehe Seite 105)

Wenn die Autoren auch nur ein paar Minuten darüber nachgedacht hätten, was sie da geschrieben haben, dann wäre ihnen aufgefallen, dass ein derartiger Test eigentlich nur im Reich von "Science Fiction" angesiedelt sein kann, denn zumindest mit Methoden, die 1951 und auch heute zur Verfügung standen oder stehen, kann man keine parapsychologische Begabung bei Kleinstkindern überprüfen.

Dieses Buch strotzt vor derartigen Ungereimtheiten und sollte daher als das genommen werden, was es ist: populärwissenschaftliche Unterhaltungsliteratur, bei dem man nicht jeden Satz auf die wissenschaftliche Goldwaage legen darf.

Zu den von Ihnen erwähnten bemerkenswerten Übereinstimmungen zwischen den Berichten verschiedener mutmaßlicher Mind-Control-Überlebender ist zu sagen, dass ein Skeptiker natürlich behaupten könnte, diese angeblichen Opfer hätten sich gegenseitig beeinflusst oder voneinander abgeschrieben. Dieser Einwand ist fraglos nicht von der Hand zu weisen.

Was ich viel bemerkenswerter finde als die wechselseitige Übereinstimmung, ist die Übereinstimmung der von diesen mutmaßlichen Mind-Control-Überlebenden geschilderten Methoden mit Verfahren, die bereits Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts von der Psychiatrie und insbesondere von der Militärpsychiatrie zur Kontrolle menschlichen Verhaltens und Erlebens entwickelt wurden. Da diese Methoden nach heutigem Verständnis höchstgradig menschenrechtswidrig sind und einen klaren Nazi-Touch aufweisen, wird dieser Teil ihrer Geschichte von der Psychiatrie seit 1945 schamhaft verschwiegen. Die entsprechenden Verfahren sind also nur noch wenigen Spezialisten und Wissenschaftshistorikern bekannt. Es ist erstaunlich, dass die mutmaßlichen Opfer so bewandert waren in der Geschichte der Psychiatrie, dass sie - in der Regel als Laien - die entsprechenden Methoden so detailreich in ihre Erlebnisberichte einzuweben vermochten.

Es ist ratsam, bei Erinnerungen immer zwischem dem sinnlich Erfahrenen und den Interpretationen dieser Erfahrungen zu unterscheiden. Wenn beispielsweise ein Mensch behauptet, er sei als Kind von einem Satanisten vergewaltigt worden, dann haben wir hier zwei Ebenen, nämlich die physische Ebene der analen oder vaginalen Penetration sowie der Wahrnehmung eines satanistisch vermummten Mannes und die Ebene der Interpretation dieser Erfahrung, nämlich der Schlussfolgerung, dass dieser Mann ein Satanist gewesen sei.

Ich bin geneigt, Erinnerungen an sinnlich Erfahrenes mit geringerer Skepsis zu begegnen als den Interpretationen, die immer nur teilweise durch sinnlich Erfahrenes gedeckt sind. In diesem Sinne beurteile ich auch die Erinnerungen von Mind-Control-Opfern. Die Mutmaßungen der Überlebenden, wer die Täter gewesen seien, sind in aller Regel nur unzulänglich durch sinnlich Erfahrenes gedeckt, weil die Täter natürlich ihren Opfern nicht ihre Personalausweise vorlegen, sondern höchstwahrscheinlich sogar versuchen, ihre wahre Identität zu verschleiern.

MfG
Hans Ulrich Gresch

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