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Samstag, 12. Juni 2021

"Achtsamkeit" und Patriotismus - Als sie noch mühelos Hand in Hand gegangen sind ....

Der Deutschlandfunk zeigte diesen Umstand 2019 auf 
Anhand eines Hamburger Patrioten und Rechtsanwalts, der vor 200 Jahren lebte, ... 
... als "Achtsamkeit" noch nicht mühevoll und künstlich gesucht und erworben werden mußte ... 

Auf diesem Familienbild (Abb. 1) ist der Familienvater Ferdinand Beneke (1774-1848) (Wiki) im Kreise seiner Familie zu sehen. 

Abb. 1: Ferdinand Beneke, Hamburger Patriot und Rechtsanwalt, mit Frau und drei Kindern

Dieser Ferdinand Beneke war Anfang des 19. Jahrhunderts Rechtsanwalt und Patriot in Hamburg. Er hatte nicht geringen Einfluß auf die Politik der Hamburger Bürgerschaft. Und er nahm intensiv Anteil am gesellschaftlichen Leben seiner Zeit.

Vor allem aber hat er umfangreich Tagebücher über sein Leben hinterlassen. 2012 bis 2019 sind diese - als von der internationalen Historikerschaft sehr geschätzte historische Quelle - herausgegeben worden. In der deutschen Presselandschaft sind sie weitum überraschend wertschätzend behandelt worden. Beispielsweise der Artikel im Deutschlandfunk, über den man vermutlich am schnellsten einen Einblick bekommt in den Wert dieser historischen Quelle - sowie in die Begrenzungen des Wertes derselben. Der Artikel kann einen sehr begeistern (1). 

Mit ihm bekommt man manche Sympathie für diesen - auf der Abbildung so griesgrämig dreinschauenden - Familienpatriarchen. Man erfährt zum Beispiel: Es war eine Liebesheirat, die ihn mit seiner Ehefrau, die neben ihm sitzt, verbindet. Und das sieht man doch zumindest ihr auch klar an (Abb. 1).

Der Artikel des Deutschlandfunks hält zum Beispiel über diese Tagebücher fest (1):

Selbst wenn es ums Wetter geht, ist der Text nicht banal: "Häßlich schneidende, trockne OstLuft mit SandPuder, und SpottSonnenSchein."

Von solchen Beispielen werden noch allerhand weitere gegeben. So schön aber dann vor allem auch der folgende Satz von Sieglinde Geisel (2):

Die "Achtsamkeit", die wir heute neu zu entdecken meinen, scheint vor zweihundert Jahren selbstverständlich gewesen zu sein.

Dieser Umstand wird aufgezeigt anhand der Introspektion des Ferdinand Beneke in seinen Tagebüchern, und zwar im Zusammenhang mit der Anbahnung seiner Ehe. Es waren das damals - oft - kultivierte Menschen. Erst in jenen Zeiten der Unkultur von heute muß "Achtsamkeit" mühevoll und künstlich "gesucht" werden. In "Achtsamkeits-Seminaren". Oh, Graus! Oh höllischer Graus!

Beneke, das ist die Generation Hölderlins. Beneke ist nur vier Jahre jünger als Friedrich Hölderlin. Und damit ist eigentlich alles klar.

"Er ist nun für Deutschland gestorben"

Selbst als belesener Mensch wird man bislang gar nicht gewußt haben, daß der in den deutschen Schulen bis 1945 so selbstverständlich als Vorbild hingestellte Ferdinand von Schill (1776-1809) (Wiki), jener preußische Offizier, der 1809 den ersten Aufstand gegen Napoleon versucht hat, und der dabei versucht hat, das deutsche Volk und die deutschen Landesregierungen mitzureißen, schon gleich von seinen Zeitgenossen so außerordentlich hoch eingeschätzt worden ist (1):

Als überragend und von höchstem Symbolwert gilt ihm die Tat des preußischen Husarenoffiziers Ferdinand von Schill, der seinem König den Gehorsam aufkündigt und mit seinem Freikorps die Franzosen in Bedrängnis bringt. Seit seiner Hilfe bei der Verteidigung Kolbergs 1807 gilt Ferdinand von Schill ohnehin als Held. Ja, Beneke nennt ihn sogar "christusähnlich". Als die Nachricht von Schills Tod im Kampf Hamburg erreicht, trauert der Tagebuchschreiber um seinen Helden, doch sieht der nüchterne Politiker und Advokat im Tod des Patrioten zugleich die Möglichkeit einer großen Erzählung, die Deutschlands Befreiung und Einigung befördern könnte: "Eins freut mich: er hat groß geendet, er ist nun für Deutschland gestorben, der Erste; sein Name und sein Blut werden Dich wecken, Germania! und das Bruderband schlingen um alle Deutsche; und aus Schills Tode wird einst das Leben eines großen Volks erstehen." 

Was für Worte. Ganz ohne kritische Anmerkungen werden sie 2019 in einem Artikel des Deutschlandfunks gebracht. 1809 also durfte man so auch noch aus Sicht des Deutschlandfunks denken und schreiben, ohne daß das aus heutiger Sicht skeptisch kommentiert werden bräuchte. Aber 200 Jahre Abstand werden dazu dann offenbar doch notwendig sein.

Wir haben es hier also mit einer Zeit zu tun, in der Patriotismus und Achtsamkeit keine Gegensätze darstellten, sondern sich gegenseitig bedingten. Schon 1848 sollte Franz Grillparzer bezüglich dieser beiden Lebenstendenzen eher den Gegensatz wahrnehmen. Da prägte er das bekannte und prophetische Wort:

"Von Humanität / Durch Nationalität / Zur Bestialität."

Und mit diesem Wort hat er ja bis heute nur gar zu deutlich recht behalten. Sowohl mit Nationalität wie mit Globalisierungswünschen können heute alle Formen von Bestialität - alle Formen von Bestialität - Hand in Hand gehen. Denn alle echte, aus selbstverständlicher Kultivierung entsprungene Achtsamkeit ist schon lange, schon lange, lange, lange über Bord gegangen.

Kein Achtsamkeits-Seminar wird sie uns jemals zurück bringen.

_________

  1. Sieglinde Geisel, Klaus-Rüdiger Mai: Ein empfindsamer Patriarch und liberaler Patriot, 2019, https://www.deutschlandfunkkultur.de/ferdinand-benekes-tagebuecher-ein-empfindsamer-patriarch.1270.de.html

Freitag, 22. Januar 2016

Elitärer Satanismus im Ersten Deutschen Fernsehen

Sandra Maischberger nimmt sich des Themas rituelle Gewalt an Kindern an

Die gestrige einstündige Gesprächsrunde im ARD bei Sandra Maischberger (geb. 1966) über elitären Satanismus (Youtube) darf ein Blog wie der vorliegende nicht unerwähnt und unbehandelt lassen.


Es bereitet sehr viel Genugtuung, Andreas Huckele an so prominenter Stelle im deutschen Fernsehen zu sehen. Er war die treibende Kraft, der die Jahrzehnte lange sexualisierte Gewalt, den Seelenmord, an der Vorzeige- und Eliteschule der Bundesrepublik Deutschland, der Odenwaldschule öffentlich gemacht hat. Erst vor kurzem ist diese Schule endlich - endlich - geschlossen worden. Und Andreas Huckele erhält auch das Schlusswort. Auch das bereitet Genugtuung. Und im Gegensatz zu fast allen anderen Gesprächspartnern verbreitet er in diesem Schlusswort keinesfalls Optimismus.

Diese Gesprächsrunde muss bei demjenigen, der sich - wie die regelmäßigen Leser dieses Blogs - mit der Thematik derselben gut auskennt, zwiespältige Gefühle zurück lassen. Man wird an die beiden Experten dieser Runde, an Julia von Weiler und Manfred Paulus zukünftig noch oft denken müssen. Es kann nicht sein, dass sie über die Thematik nicht alles wissen. So wie auch die Leser dieses Blogs. Und doch reden sie - augenscheinlich - nicht deutlich genug über - - - alles.

Vorschaubild
Höchst wertvoll und sozusagen erstmalig wird also eine Sendung lang über rituellen, elitären Satanismus gesprochen. Aber merkwürdig: ohne dass auch nur ein einziges mal das Wort Satanismus überhaupt nur fällt (soweit ich es mit bekommen habe). Wie ist das eigentlich möglich. Dabei sind fast alle notwendigen "Zutaten" genannt: Man sagt ja nicht mehr, dass das alles Einzeltäter sind. Das nicht. Es fällt auch der Begriff "rituell". Es wird die durch rituellen Satanismus hervorgerufene Krankheit benannt: "dissoziative Persönlichkeitsstörung". Es wird auch gesagt, dass es sich um übelst hochorganisierte Kriminalität handelt. Es wird auch deutlich, dass das bis in die obersten Spitzen von Staat und Kirchen und Wohltätigkeitsorganisationen gehen kann. Es wird auch von den Zeugenmorden im Fall Dutroux gesprochen. Es wird - andeutungsweise - davon gesprochen, dass die Eliten Belgiens darin involviert sind.

Andererseits aber wird nur ganz allgemein von "Gruppen" gesprochen. Nicht - soweit übersehbar - von elitären Sekten, von elitären Psychosekten. Und es wird auch an keiner Stelle davon gesprochen, dass diese Sekten von Ideologien getragen werden, sowie von Ritualen. Es wird nicht davon gesprochen, dass die eingesetzten Psychotechniken von Geheimdiensten zum "mind control" benutzt werden. Alles, alles wird immer nur angedeutet.

Deshalb: Ja. Gut, die Sendung. Und andererseits: Verflucht noch mal. Warum wird immer noch alles nur - - - angedeutet?!!! Weitschweifig weiß der Polizeiexperte Manfred Paulus Verbrecher-Persönlichkeiten zu beschreiben. Anstatt zu sagen, dass diese Verbrecher zusammen gehalten werden durch Ideologien und in sektenartigen Strukturen, in Logen.

Man weiß also nicht so recht, was man in letzter Instanz zu dieser Sendung sagen soll. Soll man sie loben? Oder soll sie uns nur an den Gedanken gewöhnen, dass es elitären Satanismus gibt und dass man darüber - - - "diskutieren" kann. Sogar darüber diskutieren kann. Und sogar, ohne ein einziges mal das Wort Satanismus zu benutzen. Und sogar ohne zu erwähnen, dass zur Regierungszeit der "Angela Merkel Großbritanniens", zur Regierungszeit Margaret Thatcher's es einen Kinderschänderring im britischen Parlament gegeben hat. Dessen Strafverfolgung unter Mitwissen und mit Billigung der Regierung selbst ausgesetzt wurde. (So der damalige engste Vertraute Margaret Thatchers im britischen Fernsehen im letzten Jahr, diese Blog berichtete.)

Es muss doch endlich thematisiert werden, welche gesamtgesellschaftlichen Folgen es hat, wenn ausgerechnet die Eliten moderner, aufgeklärter Wissensgesellschaften in einem solchen Sumpf von Pädokriminalität befangen sind. Es muss doch endlich thematisiert werden, woher diese Sprüche kommen "Yes, we can" (Barak Obama), "Ja, wir schaffen das" (Angela Merkel), während genau diese aufgeklärten modernen Gesellschaften demographisch und evolutionär mit vollem, klarem Bewusstsein gegen die Wand gefahren werden. Und zwar exakt so wie das Leben von unschuldigen Kindern gemordet und zerstört wird von solchen - - - "Gruppen".

Freitag, 17. Juli 2015

Herrschaftsverhältnisse, die stabilisiert werden durch die Vertuschung von Pädokriminalität

Die schmutzige Fahne einer einst stolzen Nation ..... (Wiki)
Norman Tebbit, seinerzeit der engste Vertraute der verstorbenen Premierministerin Margaret Thatcher, sagte am 6. Juni 2014 vor laufender Kamera zu der Frage, warum in den 1980er Jahren ein einflußreicher Kinderschänderring im britischen Parlament - und darüber hinaus - nicht aufgedeckt worden ist (Yt2014):
Zu damaliger Zeit mögen die Leute gedacht haben, daß man das Establishment schützen muß, das System. Und falls da ein paar Dinge da und dort schief gegangen waren, war es wichtiger, das System zu schützen als zu tief nachzufragen.*)

Und dieser Mann ist nach dem Ende dieses Interviews nicht vom heulenden Mob auf der Straße gelyncht und zusammen geschlagen worden. Das sei an dieser Stelle festgehalten. Und es sei an dieser Stelle ebenfalls festgehalten: Welches Licht fällt durch diese Aussage des engsten Vertrauten von Margaret Thatcher auf Margaret Thatcher selbst?

Siehe zu demselben Thema auch den Artikel in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 19. Dezember 2014 unter dem Titel: "Kindermord im Beisein mächtiger Männer" (FAZ2014). Solche Artikel können in großen Tageszeitungen erscheinen, ohne daß die Erde bebt in der gesamten westlichen Welt? Ohne daß es zur Destabilisierung des gesamten "Systems" kommt? Ohne daß es zum Aufruhr kommt? Ohne daß die doch so ungeheuer nahe liegende Parole ausgegeben wird "Macht kaputt was euch kaputt macht" - ?

Das System. Was ist das für ein System, das geschützt wird dadurch, daß ein einflußreicher Kinderschänderring in der Volksvertretung eines der bedeutendsten Kulturvölker dieser Erde nicht aufgedeckt wird? An diese Erkenntnisse und an die Erkenntnisse des letzten Blogartikels schließen sich grundlegendere Fragestellungen an.

Pädokriminalität ist Faschismus

Was ist das Wesen von Herrschaftsverhältnissen, die durch das Nichtaufdecken von pädokrimineller Verstrickung führender Politiker, Medienleute, Polizisten, Wirtschaftsführer stablisiert werden? Was charakterisiert sie? Was ist das Wesen pädokrimineller Herrschaftsverhältnisse? Die klare Unterscheidung von Tätern und "Opfern". Die klare Dichotomie, das klare Herrschaftsgefälle. Pädokriminelle wenden sich an die Hilflosesten in der Gesellschaft und degradieren sie zum "Opfer". So wie elitäre Pädokriminelle auf ihre Opfer sehen, so sehen sie auf nichtpädokriminelle Bereiche menschlicher Gesellschaften überhaupt.

Pädokriminalität ist Faschismus. Pädokriminalität ist Bolschewismus. Pädokriminalität ist Vergewaltigung, Brutalisierung ganzer Gesellschaften, Völker, ist das Drängen ganzer Gesellschaften, Völker in den Opferstatus, in die moralische, seelische Sklaverei, in die Unselbständigkeit, Handlungsunfähigkeit, Hilflosigkeit. In den Untergang. Pädokriminalität ist Untergang, Seelenmord. Pädokriminalität ist die Aufrecherhaltung tyrannischer, despotischer, schwer-manipulativer, seelenmordender Macht- und Herrschaftsverhältnisse inmitten - angeblich - freier, aufgeklärter, offener, demokratischer, selbstbestimmter, seelisch und kulturell - angeblich - lebendiger, tatsächlich aber scheinlebendiger, toter, geisterhafter, maschinenhaft fortexistierender Gesellschaften.

Die Kinder selbst schon werden in den Opferstatus gedrängt, werden als solche für das Erwachsenenalter lebensunfähig, insbesondere unfähig und unwillig zum Widerstand gegen ebensolche Macht- und Herrschaftsverhältnisse. Sie nehmen diese Herrschaftsverhältnisse willenlos hin. Was sonst soll ein Kind tun? Widerstand gegen solche Herrschaftsverhältnisse kostet den unmittelbar Betroffenen, Überlebenden solcher Herschaftsverhältnisse mehr Kraft, als jene, die Pädokriminalität unmittelbar und als selbst Betroffene nicht überleben mussten. Letztere sind fein raus. Oder glauben fein raus zu sein. Sie wissen gar nicht, wie sehr ihre eigenen Lebensverhältnisse, ihr eigenes Denken und Tun, ihre eigene Moral tief durchtränkt sind von der Tatsache, dass sie in Gesellschaften leben, deren Stabilität auf der Vertuschung von weit verzweigter Pädokriminalität in den Eliten des eigenen Landes beruht.

Sie wissen nicht, woher die weit verbreiteten zynischen Lebenseinstellungen ganzer Gesellschaften kommen. Wer ist "cool"? Wer pädokriminell ist. (Zumindest in den einschlägigen Kreisen.) Es darf gefragt werden, wie Gesellschaften dazu kommen, im "Cool-"Sein etwas Positives zu sehen. Nur einmal als Beispiel. Nur einmal als Andeutung, wie tief Pädokriminalität des Denken ganzer Gesellschaften verformen kann oder könnte.

Vielleicht werden die unmittelbar Überlebenden, Betroffenen auch Teil des "Systems" dadurch, dass sie sich vom Opfer zum Täter wandeln, ein Statuswandel, der ja oft schon in früher Kindheit und Jugend angebahnt wird, "erlernt" wird, wie wir aus Berichten Überlebender wissen. Sie werden von frühem Alter an zu Satanisten dressiert.

Die Vertuschung von weit verzweigter Pädokriminalität in den Eliten des eigenen Landes

Opfer von Pädokriminalität werden dadurch leichter als andere zu seelenlosen Bestien, zu seelenlosen Befehlsempfängern, zu willigen Vollstreckern fast jeden Verbrechens.

Und weiter: Indem Geheimdienste Minderjährigen-Bordelle unterhalten - nach Aussagen vieler spätestens schon in den 1930er und 1940er Jahren - in die sie jene Politiker, Journalisten, Wirtschaftsführer, Künstler verleiten, verführen zu gehen, die sie erpressbar machen und erhalten wollen, degenerieren sie die führenden Eliten zu erpressbaren Mitläufern, zu willigen Vollstreckern ihrer Pläne und Ziele. Gibt es eine totalere Unterwerfung unter die Wünsche und Ziele solcher Geheimdienste als die Erpressung durch das Mitschuldigmachen an Pädokriminalität?

Was für eine barbarische Gesellschaft, deren Stabilität auf einem solchen Mitschuldigmachen oder auf der Vertuschung von Mitwisserschaft beruht. Auf der Mitwissenschaft von Verbrechen von einer Dimension, wie sie von Christen bislang immer nur einem Nero zugesprochen worden sind.

Pädokriminalität ist schlimmer als "Stasi". Pädokriminalität ist die Weiterführung von KGB-, Gestapo- und CIA-Foltermethoden inmitten vorgeblich freier, offener, selbstbestimmter Gesellschaften und Demokratien. Pädokriminalität ist "Mind control". Pädokriminalität wird zur totalen Unterwerfung des menschlichen Bewusstseins des einzelnen "Opfers" und ganzer Gesellschaften durch Täter benutzt.

Wann stehen solche Sätze in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", im "Spiegel"? In der "Zeit"?

Indem Geheimdienste und satanistische Geheimorden Menschen der Elite dazu verleiten, verführen, Kindern und Jugendlichen Gewalt anzutun, ja bis dahin, Morde an Kindern und Jugendlichen zu verüben, erziehen sie die Angehörigen dieser Elite, die Überlebenden solcher brutaler Erziehung zu vollkommener Gefühlslosigkeit, Rohheit, Erbarmungslosigkeit, Brutalität gegenüber dem Rest der Gesellschaft. Zu Automaten in der Befehlserfüllung. Zu Scheinlebendigkeit, zu Scheinhumor, zu Scheinleutseligkeit, zu scheinbarer "Biederkeit". Zu dem Zeigen einer unglaublich heuchlerischen Maske. In den TV-Shows der westlichen Welt war und ist sie überall zu sehen, diese Maske des Biedermannes, der Heuchelei.

Und damit soll eine Humanisierung unserer modernen Gesellschaften erreicht werden? In den allseits von den Eliten so glorifizierten "mulitkulturellen Gesellschaften", die aber zugleich - nach dem berühmten Wort von Daniel Cohn-Bendit (in Die Zeit, 22.11.1991) "hart, schnell, grausam und wenig solidarisch" sein sollen? Also faschistisch. Woher weiß Daniel Cohn-Bendit von der Brutalität solcher Gesellschaften? Warum klingen Cohn-Bendit's Worte so deutlich an an Hitlers Worte darüber, die deutsche Jugend solle "schlank und rank sein, flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl"?

Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt!

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*) Original: "At that time I think most people would have thought that the establishment, the system, was to be protected and if a few things had gone wrong here and there that it was more important to protect the system."

Montag, 16. März 2015

"Beseelungswissen" - Bei Peter Sloterdijk und bei Mathilde Ludendorff

Peter Sloterdijk's "Du mußt dein Leben ändern" (2009) und Mathilde Ludendorff's "Selbstschöpfung" (1927)
- Einige erste Vergleichspunkte

2009 - Sloterdijk - Du mußt dein Leben ändern
Das Buch von Peter Sloterdijk aus dem Jahr 2009 über die Selbständerungsmöglichkeiten des Menschen enthält viele ungewöhnliche, begeisternde Grundgedanken und Sichtweisen. Als einen Mangel des Buches mag man es empfinden, dass die Begeisterung für diese Grundgedanken und Sichtweisen durch eine intensive und gründliche Lektüre der vielen hundert Seiten dann nicht in jedem Fall vergrößert wird, sondern eher die Tendenz hat, sich zu verflüchtigen. Legt man es dann aber für ein paar Tage - oder Wochen oder Jahre (der Autor dieser Zeilen sogar für sechs Jahre) - erschöpft zur Seite, kann es gut sein, dass man nach dieser Zeit feststellt,  dass man die genannten Grundgedanken und Sichtweisen immer noch so begeisternd findet wie zuvor.

Auf diese Weise kann eine Art Hassliebe zu diesem Buch entstehen. Vielleicht die beste Voraussetzung, um sich an einem Buch "abzuarbeiten" und dabei - zu "üben", sprich, sich weiterzuentwickeln, sich menschlich zu ändern und zu reifen - also um das Kernthema dieses Buches gleich selbst in die Praxis umzusetzen.

Die deutsche Philosophin Mathilde Ludendorff (1877-1966) hat übrigens schon im Jahr 1927 für den Begriff "Anthropotechnik", also für die übende Selbsterschaffung, Selbstgestaltung des Humanen durch den Einzelmenschen den Begriff "Selbstschöpfung" verwendet. Sie ist eine geistig zentrale Figur der deutschen völkischen Lebensreform-Bewegung der 1920er und 1930er Jahre und es gibt viele Hinweise darauf, dass ein nicht geringer Teil ihres Gedankengutes und ihrer Erkenntnisse noch heute große Bedeutung haben. Vielleicht ist das ja auch der Hauptgrund, weshalb ihr Gedankengut zumeist in Bausch und Bogen als unseriös und "höchst gefährlich" abgetan wird. Zumindest eine kritische, alternative Öffentlichkeit sollte sich solche Tabuisierungen nicht mehr gefallen lassen. Dieser Blog jedenfalls bemüht sich, sie zu vermeiden.

Bei genauerem Hinsehen macht der genannte Vergleich nämlich außerordentlich viel Sinn. Und dazu sollen im folgenden einige erste Andeutungen, Versuche gegeben werden. Es macht Sinn, diese beiden Denker einander gegenüber zu stellen, sie miteinander zu konfrontieren, sie zu vergleichen und sie auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede hin zu prüfen. Das ist aber ein fast unerschöpfliches Thema. Im vorliegenden Beitrag sollen dazu zunächst nur vier Themenbereiche behandelt werden und auch diesbezüglich sollen bestenfalls einige Ideen angedeutet und umrissen werden: 1. zum Thema Vertikalspannung, 2. zum Thema Sezession und Ruhephasen, 3. zum Thema Brainwashing, 4. zum Thema Sinn des Weltalls und Lebens überhaupt, 5. zum Thema Altruismus.

Man könnte sicherlich einen großen Teil des Inhaltes des genannten Buches von Mathilde Ludendorff ("Selbstschöpfung", 1927) in den Begrifflichkeiten von Sloterdijk's "Anthropotechnik" neu formulieren. Vielleicht werden wir das auch noch einmal ausführlicher versuchen. Im folgenden jedenfalls erste vortastende Erkundungen auf diesem Gebiet.

1. Zum Genie-Begriff - Thema "Vertikalspannung"

Vielleicht läßt sich sagen, dass es wenige Übungsprogramme gibt, die eine ähnlich große Vertikalspannung in sich bergen wie dasjenige von Mathilde Ludendorff. Dieser Umstand lässt einen unter anderem die Frage stellen: Warum benutzt Sloterdijk nicht - wie Mathilde Ludendorff (1) - den Genie-Begriff? Würde er die Vertikalspannung, an der ihm doch - und mit Recht - so viel liegt und gelegen sein muss, nicht erheblich vergrößern, verdeutlichen und explizit machen? Die großen Künstler, Komponisten, Dichter und Denker der Geschichte, die großen Politiker der Geschichte, sie waren doch ohne Zweifel Genie's. Und wer wenn nicht sie waren die Vorbilder, die "Trainer", die Übungsanleiter der Sich-selbst-ändern-Wollenden in der Geschichte und auch noch heute.

Nur weil wir solche heute nicht mehr anzutreffen glauben, "Genie's" also, heißt das doch nicht, dass wir auf den Genie-Begriff an sich verzichten müssten. Auch heute noch können wir doch Michelangelo, Beethoven, Rilke, Kant "Genie's" nennen? Wer hindert uns daran? Und dann stellt sich doch die Frage: Wie "übt" eigentlich ein "Genie"? Darüber sagt Sloterdijk, soweit ich sehe, herzlich wenig. Er redet lieber über Sportler, Behinderte, "Artisten", Mönche, also alles Berufsgruppen, die sich gerade nicht im Kernbereich der Kultur und der Kulturgeschichte bewegen, im Kernbereich auch des "Human Accomplishment" eines Charles Murray.

1927 - M. Ludendorff - Selbstschöpfung
Ein Genie übt doch ganz anders als all diese anderen Berufsgruppen. Und auf sein Übungsprogramm fokussieren, hieße doch erst, die ganze Problematik des "übenden Menschen" in ihrem vollen Umfang zu übersehen und zu behandeln. Und zwar in ihrer Bedeutung für das Überleben unserer Kultur. Hier erst würde das "Prekäre" sichtbar (1). Nämlich dass Genie-Sein, dass das Geniale sich niemals so wenig von selbst verstanden hat wie heute. Aber warum eigentlich?

Weil wir längst genau dort angekommen sind, wohin Nietzsche in seiner Vorrede zum Zarathustra die Menschheit sich hinentwickeln gesehen hat. Wir glauben gar nicht mehr ans Geniale, ans Geniehafte. Wir wollen auch selbst - in dem uns gegebenen Rahmen - keine Genies sein, keine echt genialen Lebenskünstler. Oder? Denn ein genialer Lebenskünstler könnte doch letztlich jeder sein. Und allein schon eine solche Möglichkeit würde uns doch sehr viel Verantwortung auferlegen, etwa, mit uns selbst und anderen achtsam umzugehen.

Und könnte man denn nicht jene Sehsucht aller "Rennaisance-Menschen" und damit offensichtlich auch Sloterdijk's sein, dass es in der Welt wieder eine ähnliche Genie-Dichte gäbe wie im antiken Griechenland? Als fast jedes Dorf, jede Stadt ein Genie hervorbrachte? Und das innerhalb weniger Jahrhunderte? Wäre dies nicht das einzig Notwendige, wäre womöglich nicht genau das jene "Mindestproduktion innovativen Wandels" ("marginal production of innovative change"), die Joseph A. Tainter als notwendig ansieht, um dem "Collaps of Complex Societies" (so der Titel seines wertvollen Buches, erschienen lange vor dem viel oberflächlicheren Buch zu diesem Thema von J. Diamond) zu entgehen?

Genial, das ist doch das, was Sloterdijk zum Ausdruck bringen will, wenn er an ziemlich zentraler Stelle seiner Argumentation auf die "Gipfel des Unwahrscheinlichen" Bezug nimmt, die von der Entwicklungsgeschichte des Lebens auf dieser Erde immer wieder erreicht worden sind nach der eingängigen Deutung von Richard Dawkins. Ist nicht jede Tier- oder Pflanzenart für sich und jedes echte Kulturwerk, jede echte Kulturtat eine Genialität auf seine Weise? Dementsprechend auch ähnlich gefährdet wie alles Geniale in dieser Welt? Und kann dementsprechend nicht jeder Mensch ebenso genial werden als der einzigartige, nie wiederkehrende Mensch, der er ist?

Und wie will man denn dem auch von Sloterdijk favorisierten "Prinzip Verantwortung" des Hans Jonas (und der Mathilde Ludendorff) gerecht werden - ohne Genialität? Wurde jemals etwas Entscheidendes und Durchbrechendes geleistet in der Menschheitsgeschichte - ohne Genialität? Ob man es nun jeweils so genannt hat oder nicht.

2. Sezession, Immunsystem

Natürlich setzt sich das Genie in Gegensatz zu den Menschen um es herum, die keine Anflüge ans Geniale haben und haben wollen. Und genau damit fängt die Problematik erst wirklich an, wie Sloterdijk ebenfalls ganz richtig erkennt. Nämlich mit der schlichten Frage: Wie hält man es aus, einsam zu sein? Auch diese Thematik behandelt Sloterdijk dann aber völlig unzureichend. Natürlich braucht man ein gesundes Immunsystem, um seine Separation, seine Einsamkeit, seine "einsame Höhe" aufrecht zu erhalten. Aber wie hält man es in Gang? Woran erneuert sich das Geniale, das Genie? Womit läßt es sich auffrischen?

Was ebenfalls viel zu unzureichend von Sloterdijk herausgearbeitet wird, ist die Erkenntnis Mathilde Ludendorffs, dass nichts die Menschenseele so verändert, wie die Art ihrer Wahl in Bezug auf das Leben beseelter Sexualität (Mathilde Ludendorff benutzt hierfür die Begriffe Erotik oder Minne). In diesem Umstand vor allem wurzeln all die vielen wesensunterschiedlichen "Askesen", die im Rahmen von Übungsprogrammen in der Menschheitsgeschichte ausgebildet wurden, zuletzt die "innerweltliche Askese" des Protestantismus nach der auch für die Interpretation der Geschichte der Neuzeit so einflussreich gewordenen Deutung von Max Weber. Auf den übrigens Sloterdijk - merkürdigerweise, so weit übersehbar und offenbar folgenreich - kein einziges mal Bezug nimmt in seinem Buch.

Auch fehlen bei Sloterdijk so wesentliche Erkenntnisse Mathilde Ludendorffs wie die "Nicht Kampf ist Leben allein, nein, jenseits des Kampfes erst ist das Erleben der Seele". Also die Betonung der entscheidenden Bedeutung von Ruhephasen und - sozusagen - der Kontemplation im menschlichen Leben für allen seelischen Wandel, für jede Form von Beseelung.

Aus dieser Erkenntnis heraus kann sie dann auch sagen, dass Seelenwandel und Selbstgestaltung, Selbstschöpfung vor allem in diesen Ruhephasen stattfinden, die sicherlich nicht primär als "Übungen" (etwa gar Meditationsübungen!) aufzufassen sind. Hiergegen  verwahrt sie sich ja mit einer Entschiedenheit, die sichtlich geschult ist an der Tatsache, dass sie mehrere Jahre als Assistentin des Begründers der naturwissenschaflichen Psychiatrie, Emil Kraepelins, gearbeitet hat und dabei viele anschauliche Erfahrungen in psychiatrischen Anstalten machen konnte. Nein, sie betont: Das Erleben der Seele lässt sich - im Gegensatz zur Behauptung vieler Esoteriker, Okkultgläubiger und eben auch vieler psychisch Erkrankter - nicht "üben". Da sein Wesen grundsätzlich die Freiheit, die Spontaneität, die Akausalität ist. So sagt zumindest Mathilde Ludendorff.

Aber sicherlich könnte auch dieser Punkt - angesichts massiver seelischer Beeinflussungen durch die Umwelt von Kindheit an (siehe gleich) - heute noch mancherlei Modifizierung erfahren.

3. Langsamer und schneller Wandel der Seele

Selbstgestaltung und seelische Reifung ist aus der Sicht von Mathilde Ludendorff nun also das langsame Erstarken des - das Geniale, Göttliche erlebenden - Ichs der Menschenseele durch Gewissensprüfungen in Ruhephasen. Und durch das Überprüfen, ob Fürwahrgehaltenes (über einen selbst) auch tatsächlich wahr ist. Diesem langsamen, allmählichen Reifen der Seele stellt sie den selteneren schnellen seelischen Wandel gegenüber, ausgelöst durch seltenes, gottwesentliches Handeln und Erleben. Etwa aus Anlass der Konfrontation mit dem eigenen Tod oder mit dem Tod von Angehörigen, etwa der schon erwähnten Art der Wahl im Leben beseelter Geschlechtlichkeit. Ausserdem bewirkt beim begabten Künstler auch das geschaffene Kunstwerk und die Frage, ob das übrige Leben des Künstlers diesem gerecht wird, ihm würdig ist, Wandel in seiner Seele. So sagt Mathilde Ludendorff.

Auch die große, riesige Thematik des "Brainwashing", der Gehirnwäsche gehört übrigens in den Bereich der Selbst- und Fremdgestaltung menschlichen, seelischen Wandels. Hierzu hat der britische Psychiater William Sargent einen wissenschaftlichen Klassiker geschrieben, dessen Lektüre und Auswertung Sloterdijk's Blickwinkel auf die von ihm gewählte spannende Thematik ebenfalls noch wesentlich hätte erweitern können. Über dieses Thema wäre es in diesem Rahmen wert, noch einen ganz eigenen, weiteren Beitrag zu schreiben. Weil nämlich eine Schlussfolgerung daraus lautet, dass Übung auch heißen könnte, negativen seelischen Wandel dadurch zu vermeiden, dass man sich gegebenenfalls selbst die Anweisung gibt, "not to get emotionally involved", sich in einem gegebenen Fall emotional gerade nicht erregen zu lassen. Hierzu gehört ein ganzes Bündel von Lebenstechniken, die noch einmal genauer zu erörtern wären.

Schnellen Wandel bewirkt im übrigen - nach Mathilde Ludendorff - auch Empörung über teuflische Antriebe in der eigenen Seele oder in der Seele insbesondere nahestehender Mitmenschen. Die Seele entflammt sich, sagt Mathilde Ludendorff, kann sich entflammen mitunter - so vorhanden - an einer "Teufelei" in der eigenen, von den Eltern übernommenen, angeborenen Charakterstruktur. (Mit diesem Entflammtsein an Teufeleien in der eigenen Seele mag auch manches im Zusammenhang stehen rund um das kulturgeschichtlich bedeutsame Phänomen der "Femme fatal". Aber das nur am Rande.) All dieser schnelle Wandel ist - wie jeder Wandel - jeweils auch in beiderlei Richtung möglich. Und wohin - zumal heute - in der Regel diese Richtung bei den meisten Menschen zeigt, bedarf sicherlich keiner Erörterung mehr. Wobei erwähnt werden könnte, dass natürlich schlicht auch Mangel an Empörung über Teufeleien in der eigenen Seele oder in der Umwelt seelischen Wandel bewirken können ... Nämlich gerne auch den heute allzu weit verbreiteten seelischen Tiefschlaf.

4. Überleben - aber wozu eigentlich?

Das Übungsprogramm von Mathilde Ludendorff ist natürlich viel stringenter, viel einheitlicher und darum auch eingängiger auf ein Ziel ausgerichtet, als das Sloterdijk für das kulturgeschichtliche Sammeln von Übungsprogrammen in seinem Buch in Anspruch nimmt und überhaupt nur nehmen kann. Sein Buch bleibt ja eigentlich hinsichtlich der entscheidensten Fragen - soweit übersehbar und typisch existentialistisch? - im Vagen und Ungefähren. - - - Was ist denn nun das Ziel aller Übungen bei Sloterdijk? Nur allein das Überleben der Menschheit hier auf dieser Erde? Klar, er sagt, unhintergehbar ist die Erkenntnis, dass sich etwas ändern muss. Darauf sagt ein Mensch wie - der von Sloterdijk auch ausführlich behandelte - Cioran doch nur zynisch: Und warum sollte dieses Überleben einen Wert haben? Zu dieser Frage nun sagt zwar der von Sloterdijk am Ende seines Buches positiv erwähnte Hans Jonas manches (und das zumeist auch in Übereinstimmung mit Mathilde Ludendorff). Nicht aber, soweit übersehbar, Sloterdijk selbst. Und darauf käme doch nun alles an.

Auch der große unserer Zeit noch nahestehende "Trainer" Konrad Lorenz hat sich um eine Beantwortung dieser Frage nicht herumgedrückt. Er hat dazu sein "Der Abbau des Menschlichen" geschrieben. Alle Bemühungen Sloterdijk's scheinen mir unabgeschlossen zu sein, ungenügend zu bleiben, solange er hierzu nicht zumindest ähnliche Antworten gibt wie Hans Jonas.

Denn sonst könnten doch alle Übungen und Askesen irgendwie zu Übungen des Hamsterrades werden. Üben nur allein um des Übens willen? Um in Form zu bleiben? Damit es nicht langweilig, niveaulos und ohne alle Vertikalspannung bleibt hier auf dieser Erde? Damit "Gipfelpunkte des Unwahrscheinlichen" erreicht werden hier auf dieser Erde? All das bliebe doch alles noch reichlich nebulös und kann in dieser Form doch keinen gesellschaftlichen Aufbruch bewirken.

Für Mathilde Ludendorff dagegen ist die ganze Sache sehr viel unzweideutiger. Das Weltall ist nach ihr entstanden, Leben und bewusstes Leben sind nach ihr in diesem Weltall entstanden, damit das im Weltall sich nur unbewusst manifestierende Göttliche, Geniale (das sich im Gipfel des Unwahrscheinlichen Ausdrückende) von einem Einzelwesen bewusst erlebt wird. Das ist - nach ihr - der Sinn des Weltalls, der Evolution und des Menschenlebens. Da das Wesen des Göttlichen aber Freiheit ist, kann das Göttliche unmöglich allein per Instinkt und zwanghaft erlebt werden. Evolution und Geschichte sind also - nach Mathilde Ludendorff - Bewusstwerden der Freiheit. Sicherlich fast überflüssig zu sagen, dass sie in vielen solchen Dingen natürlich in großen Übereinstimmungen mit den Philosophen des deutschen Idealismus steht, die man sich ja im übrigen auch einmal als Formulierer von wertvollen Übungsprogrammen ansehen könnte. (Ich würde dabei dann mit Hölderlins Gedicht "Zornige Sehnsucht" anfangen und dann weiterhin die Bücher Dieter Henrich's zur Rate ziehen. Auch von diesem wichtigen Autor liest man bei Sloterdijk nichts.)

Jedenfalls: von diesen Grundgedanken her leiten sich bei Mathilde Ludendorff die Selbstschöpfungsmöglichkeiten und das damit verbundene "übende Leben" des Menschen ab. "Der Mensch, das einzige Bewusstsein Gottes" benennt sie eine ihrer intuitiven philosophischen Grundeinsichten, formuliert vor bald hundert Jahren und bis heute von der naturwissenschaftlichen Forschung nicht widerlegt. Im Gegenteil, immer mehr Astrophysiker und -biologen scheinen davon auszugehen, dass bewusstes Leben in diesem Weltall ebenfalls einen "Gipfelpunkt des Unwahrscheinlichen" darstellt und deshalb womöglich nur sehr selten ist (vgl. Buchtitel wie "Rare Earth", deutsch "Einsame Erde"). Und dann vielleicht auch nur ähnlich zeitversetzt, wie dies auch von Mathilde Ludendorff für möglich gehalten worden ist.

4. Altruismus - Kulturheroen, Leistungsträger

Ein anderes wichtiges Thema des Buches von Peter Sloterdijk ist das Thema Altruismus. Vielleicht wird dies deutlicher als im Buchtext selbst anhand des ursprünglichen Buchumschlags (siehe oben) und der Erläuterungen von Sloterdijk zu diesem Buchumschlag in Interviews. Sloterdijk geht nämlich realistischerweise davon aus, dass es in der Menschheit immer nur eine Minderheit von Menschen sind, die den Aufruf "Du mußt dein Leben ändern" ernst nehmen. Sie aber sind die eigentlichen Träger allen kulturellen Wandels und aller kulturellen Weiterentwicklung. Sie bewirken die "Mindesproduktion innovativen Wandels" im Sinne von Tainter. Letztlich sind sie die "Kulturheroen", die "Lichtbringer", auf deren Schultern die nachfolgenden Generationen und die Menschheit überhaupt stehen und an denen also sozusagen "alles hängt" (das bringt das Umschlagbild zum Ausdruck).

Und genau für solche "Menschheitsretter" überhaupt scheint Sloterdijk realistischerweise insbesondere zu schreiben. Es sind immer nur wenige, die die Kultur und die die Menschheit überhaupt retten und weiter voranbringen. Und deshalb ist es so wichtig, dass genau diese wenigen Begabten auch wirklich in Form und in Übung bleiben und sich nicht von den nivellierenden Einflüssen, die sie umgeben, herabziehen lassen und ebenfalls in die allgemein verbreiteten "Horizontal-Entspannungen" verfallen. Dass sie "Inseln des Bestandes" bilden, so wie Werner Heisenberg sein Handeln im Deutschland in der Zeit des Dritten Reiches charakterisiert hat. Und genau dies scheint eines der wesentlicheren und zugleich begeisternden Anliegen auch von Peter Sloterdijk in seinem Buch zu sein.

Und dann erhält es doch gleich noch einmal so viel wert, wenn man es vor diesem Hintergrund aus betrachtet. Deshalb ist auch das ein Gedanke, der künftig noch weiter gedacht werden kann, und der ja auch in der Altruismusforschung der naturwissenschaftlichen Anthropologie, die wir schon häufig auf unseren Blogs behandelt haben, manche Hintergründe findet.

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  1. Bading, Ingo: "Das Genie ringt sich durch" - Ein weiser Satz oder Irrtum? Begabung für das Schaffen auf kulturellem Gebiet - ringt es sich geradezu zwangsläufig durch? Oder türmen sich Gefahren um die Verwirklichung einer Begabung?, auf: Studiengruppe Naturalismus, 25. Dezember 2012

Samstag, 23. November 2013

Pädokriminalität und Stadtverwaltung in Wien

Ein Kinderbordell in Wien (1961 - 1977) - Die Stadtverwaltung eine "pädokriminelle Organisation"?

Seit 2010 treibt ein in Deutschland noch wenig behandelter Skandal die Republik Österreich um. Massenvergewaltigungen unter der "Aufsicht" des Wiener Jugendamtes und der Wiener Polizei in einem Erziehungsheim für Sonderschülerinnen in Wien-Ottakring am Wilhelminenberg. Bisher haben sich schon fast tausend Betroffene oder mehr bei den zuständigen Stellen gemeldet. Die ehemaligen Schülerinnen erinnern sich an "Amischlitten", die vorgefahren sind und lange mit ihren Erzieherinnen gesprochen haben. An Männer mit Kettchen (1) (s.a. Themenseite "Kurier"). 

In den Akten finden sich Mädchen, die schon mit zwölf Jahren an Syphillis erkrankt waren, eine Krankheit, die wohl kaum durch etwas anderes als durch Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Die behandelnden Ärzte wußten von dieser Erkrankung, das Jugendamt wußte davon. Doch es geschah nichts. Es sollen auch Mädchen gestorben sein. Es sollen Mädchen verschwunden sein. Es sollen Mädchen für das Rotlichtmilieu geworben worden sein. Unvorstellbare Verbrechen sollen begangen worden sein. Unter den Augen des Wiener Jugendamtes. Unter den Augen der Wiener Polizei. Und damit: unter den Augen der Wiener Politik (1 - 4). In der Presse wird berichtet:
Auch der Wiener FP (Freiheitliche Partei), die mit einigen Betroffenen Gespräche geführt hat, seien die Vorwürfe bekannt. "Das ist nicht nur der Verdacht: Auch Täter haben sich bei uns gemeldet und gestanden, sie haben sich Mädchen im Heim gegen Geld ausgeborgt", sagt der Parteisprecher. Nach Aufzeichnungen der Wiener FP hätten Heimmitarbeiter die Kinder, auch Buben, an Zuhälter "vermietet".
Der vorläufige offizielle Kommissionsbericht über diese Verbrechen hat zum Ergebnis (Die Presse, 8.11.2012):
Fix scheint jedoch: "Vielen Verantwortlichen war bekannt bzw. hätte bekannt sein müssen, daß es gewalttätige Übergriffe gab, in den Recherchen wurden bisher keine Gegenmaßnahmen erkennbar", beklagt die Kommission. Die Kinder seien der Gewalt schutzlos ausgeliefert gewesen. Viele der befaßten Erzieher, Ärzte, Psychiater, Pfleger, Polizisten oder Lehrer hätten davon gewußt.
Und (Standard, 8.12.2012):
Die Kommission hat in den Akten Belegstellen gefunden, die zeigen, daß Vorgesetzte, aber auch Politiker davon Kenntnis hatten.
Wie kann es sein, daß auf solche krassen Vorfälle über Jahrzehnte niemand reagiert? Das kann doch nur bedeuten, daß diese "System" hatten, daß diese von einflußreichen, elitären Klüngeln so gewollt waren. Der derzeitige Leiter des Wiener Jugendamtes sagt dazu (Kl. Ztg., 19.10.2011, bzw. ORF, 17.10.2011):
Wenn dieses System so gewesen wäre, müßten alle mitgespielt haben. Dann wäre das eine kriminelle Organisation.
Ähnlichkeiten zu so vielen parallelen Vorgängen weltweit und die jeweilige Involviertheit von politischen Eliten in solche Verbrechen sind unübersehbar. Im Rahmen der "Franklin-Vertuschung" durch das FBI ("Franklin Cover Up") in den USA (siehe das im Netz frei verfügbare gleichnamige Buch von Senator DeChamp) ist sowohl ein katholisches Jungen- wie ein katholisches Mädchenheim als "Zulieferbetrieb" der Kinderhandels, der Pädokriminalität, der satanistischen Gewalt und der Morde bekannt geworden. Die Leitung und mehr als die Hälfte der Lehrer und Erzieher solcher elitärer Heime bestanden - höchstwahrscheinlich - aus pädokriminellen Priestern. 

Wir wissen von der "Dutroux-Vertuschung" in Belgien. Wir wissen von der elitären Pädokriminalität im katholischen Waisenhaus in der Mitte von Lissabon. Wir wissen von elitärer Pädokriminalität innerhalb der elitären Odenwaldschule in Hessen und ihrem Umfeld. Wir wissen vom Kinderbordellen in Berlin-Schöneberg (siehe Ulla Fröhling) und in Leipzig. Überall versagen die staatlichen Institutionen bislang gänzlich. Wer bei so vielen Fällen noch an eine Häufung von "Zufällen" glaubt, dem wird wohl bald nur noch schwer zu helfen sein.

/Neuerer Blogartikel zum Thema --> hier./

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  1. Österreichs schockierendste Verbrechen - "Mißbrauch im Kinderheim Wilhelminenberg". Youtube, 11.10.2012
  2. Mader, Barbara: Heimkinder "wie Ware verkauft". In: Kurier, 12.5.2010, S. 18
  3. Gaisch, Hannes: Das Heim des Grauens. In: Kleine Zeitung, 19.10.2011, S. 3
  4. Herrnböck, Julia; Springer, Gudrun: Kinderheim am Wiener Wilhelminenberg: Hinweise auf Prostitution. Standard, 15. Jänner 2013
  5. Georg Hönigsberger, Irmtraut Karlsson: Verwaltete Kindheit – der österreichische Heimskandal, Kral-Verlag, (300 S.)

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Ja, unsere Welt wird von Satanisten regiert

Joël van der Reijden - "Beyond the Dutroux Affair" (2007)

Dieser Blog hatte die Aussage des Titels dieses Blogbeitrages bislang immer nur als platt empfunden. Und er hatte sie deshalb bislang auch nie in dieser Form ausgesprochen. Die Belege für eine solche Feststellung schienen nicht ausreichend. Isoliert für sich genommen weiß man nicht, was man von dem Buch von Cathy O'Brien, der US-Regierungsprostituierten, halten soll (das wir hier auf dem Blog schon behandelt haben). Auch dann, wenn man es mit dem Buch von Ulla Fröhling "Vater unser in der Hölle", mit Büchern der Brüder Grandt und vergleichbaren Veröffentlichungen abgleicht. Oder auch mit den Erlebnisberichten von Jessie Marsson.

Abb.: Rembrandt - Abraham opfert seinen Sohn Isaak (1635)

Aber dieser Blog hat schon vor einiger Zeit nach und nach einige gute Freundinnen und Freunde gefunden, die sich für seine Themen interessieren. Diese schreiben zwar zumeist keine Kommentare auf dem Blog selbst (im Gegensatz zu vielen Leuten, die mit Freimaurerei und Satanismus sympathisieren). Aber sie weisen den Bloginhaber immer einmal wieder in privaten Zuschriften - geradezu hartnäckig - auf weitergehende Erkenntnisse hin. Trotz längeren Sträubens hat der Bloginhaber sich also jetzt endlich einmal - nach mehrfachen Hinweisen - den niederländischen Journalisten Joël van der Reijden ausgedruckt und gelesen (1) (hier seine Internetseite).

Aus seiner Veröffentlichung aus dem Jahr 2007 (1) geht hervor, daß das, was Cathy O'Brien für die USA berichtet hat, kein Einzelfall ist. Etwa zehn Überlebende pädokrimineller, satanistischer Verbrechen in Belgien hatten im Zuge der Dutroux-Affäre den Mut gefaßt und sich bei Polizeidienststellen gemeldet. Unter ihnen Regina Louf (geb. 1969), Natalie C. (geb. 1969), Chantal S. (geb. 1968) und andere mehr. Und ihre Aussagen wurden ausführlich aufgenommen. Die Mehrheit dieser Zeuginnen stammen - wie die Hauptperson in "Vater unser in der Hölle" und wie Cathy O'Brien - aus Familien mit generationenübergreifender satanistsicher Horror-Pädokriminalität (Ekeltraining, Folter, Vergwaltigung, Mord ... das ganze Programm halt).

Offiziell wird etwa ab 2004 von allen diesen Überlebenden behauptet, sie wären unglaubwürdige Zeugen. Wie das überhaupt in dem Umfang hat möglich sein können, habe ich bisher nicht voll verstanden. Schon in einer französischen Fernsehdokumentation, die im Internet abrufbar ist, werden ja mehrere solcher Überlebender und ihre Aussagen behandelt. Und auch dort wird schon darauf hingewiesen, daß sie sich im Zuge der Dutroux-Affäre gemeldet hätten, aber schließlich als unglaubwürdig zurückgewiesen worden wären. Auch durch die Überlebenden des Kinderbordells in Leipzig wird ja jetzt bekannt, daß sie innerhalb der Strafverfolgungsbehörden immer wieder auf ihnen selbst persönlich bekannte Täter gestoßen sind. Unter anderem in der Richterschaft. Was auch Jessie Marsson sagt. Und van der Reijden gibt auch diesbezüglich viele Hinweise. Dies wird schon ein größerer Teil der Erklärung selbst sein. Das erklärt aber noch nicht die allgemeine Zurückhaltung der Presse.

Über das, was von deren Aussagen bislang an die Öffentlichkeit gedrungen ist, gibt es unter anderem das Buch "The X Dossiers" aus dem Jahr 1999, das nur noch schwer erhältlich sein soll, wie van der Reijden schreibt. Aber auch beispielsweise der "Spiegel" hat im Jahr 2001 recht ausführlich über die Zeugenaussagen dieser Überlebenden berichtet (Alexander Smoltczyk im Spiegel, 15.10.2001). Dieser Spiegel-Artikel ist - wie ähnliche deutschsprachige Artikel - ein merkwürdiges Konstrukt, wenn man sich mit dem Thema auskennt und van der Reijden gelesen hat. Er sagt eigentlich sehr viel. Und doch wird über die eigentlichen politischen Implikationen und die politische Tragweite fast nichts gesagt. Um die zu verstehen, muß man dann eben van der Reijden lesen.

Seit zehn Jahren keine brauchbaren Übersetzungen ins Deutsche

Woran erkennbar wird: Ein Problem mit diesen belgischen Fällen ist das Sprachproblem. Von der überlebenden Zeugin Regina Louf gibt es inzwischen sogar ein eigenes Buch - aber nur auf Französisch (2006 und 2010 erschienen). Ebenso sind im Netz Interviews mit ihr auf Französisch oder Niederländisch abrufbar. Aber kaum etwas in anderen Sprachen. Man bleibt also auch noch zehn Jahre nach diesen ersten Veröffentlichungen auf Joël van der Reijden angewiesen. (Weitere deutsche Artikel übrigens: Zeit, 26.2.2004, Die Welt, 1.3.2004, und 4.2.1998 - sie geben Einblicke - aber auch hier bleibt alles ungenüngend, verglichen mit Joël van der Reijden.)

Was für ungeheuerliche, tiefe Einblicke in die elitäre Welt des Satanismus. Das belgische Königshaus besteht seit Generationen aus abscheulichsten Satanisten, Pädophilen und rituellen Mördern von Kindern und Jugendlichen. Die Wirtschaftselite Belgiens, gruppiert um mehrere einflußreiche, meist adlige Familien ebenfalls. Was also Cathy O'Brien für die USA berichtet hat - und was ich, ehrlich gesagt, nicht glauben wollte (wer will das auch glauben?) - es findet mitten in Belgien statt. Alles. Das ganze Programm. Sogar Jagd auf nackte Mädchen mit Jagdgewehren (wie es so ganz unglaublich Cathy O'Brien erzählt hatte).

Wenn in der Welt der organisierten Kriminalität ein Vertrag abgeschlossen wird, geht man anschließend ins Kinderbordell und fotografiert sich gegenseitig. So hat man sich beidseitig "in der Hand". (... Klar, daß solche "Männerfreundschaften" halten. All diese Dinge sind bestens dazu angetan, eine Elite hermetisch von der sonstigen Gesellschaft abzuschließen und sie nach Eigengesetzlichkeit agieren zu lassen, auf Kosten und zum allergrößten Schaden der Restgesellschaft.)

Das belgische Königshaus, die Wirtschaftselite Belgiens: Satanisten ...

Nach dieser Lektüre fällt es mir schwer, die Aussage des Titels dieses Blogartikels noch platt zu nennen. Das Buch von Cathy O'Brien erhält fast seinem ganzen Umfang nach eine Untermauerung von fast zehn verschiedenen Zeugenaussagen in Belgien. Diese berichten übrigens auch, daß viele Opus Dei-Mitglieder zu den Tätern gehörten. Was dann zu weiteren Beiträgen von Joël van der Reijden führt über ein europaweites Vatikan-Paneuropa-Netzwerk, das die europäische Einigung seit 1945 vorantreibt (Le Cercle), und dessen führende deutsche Köpfe Coudenhove-Calergi, Otto von Habsburg, Konrad Adenauer und Franz-Josef Strauß gewesen sind (neben vielen anderen).  Das es ein "lockeres" Leben des Franz-Josef Strauß, des Edmund Stoiber mit Prosituierten gegeben hat, ist ja inzwischen in vielen Büchern nachzulesen.

Und  Joël van der Reijden zitiert DeChamp's Buch "Franklin Cover-Up", dessen Lektüre ebenfalls die gesamte Bandbreite dessen, was hier möglich ist, abdeckt und ebenfalls die Aussage des Blogtitels erhärtet. Beim Dutroux- und Franklin Cover-Up handelt es sich um die bislang bedeutsamsten Staatsaffären in der Geschichte der westlichen Welt der letzten 200 Jahre.

Es bleibt festzuhalten nach der Lektüre dieser beiden Autoren: nein, es ist so, wie vielfach so ganz platt anmutend behauptet wird: Unsere Welt wird von Satanisten regiert. Belgien ist überall. Dutroux ist überall. Sonst hätte die weltweite Empörung über die Fälle in Belgien, über Cathy O'Brien's Bericht, über den Franklin Cover-Up von Nebraska im Mittleren Westen der USA ja viel nachhaltiger sein müssen.

Viele Fragen schließen sich an

Natürlich schließen sich viele Fragen an. So könnte man fragen, seit wann das so ist. Und wie sich das entwickelt hat. Man fragt sich ja dann eher schon, wer von den heute oder früher Regierenden nicht mitmacht oder mitgemacht hat. Und zwar niemals in seinem Leben. Er muß dann dennoch einer sein, der verschweigt und vertuscht. Und von dieser Seite erhalten die gnadenlosen Bagatellisierungs- und Verharmlosungsversuche schon von "einfacherer" Pädokriminalität in den letzten Jahren durch unsere Eliten ein ganz neues Licht. - Jedenfalls: Man kann nach Details des Gesamtbildes fragen. Das Gesamtbild selbst verschiebt sich dadurch nicht mehr wesentlich. Was in Belgien möglich ist, in den USA möglich ist, in Augsburg möglich ist, in Leipzig, was Renate Rennenbach von allen Parteien des deutschen Bundestages berichtet, was Ulla Fröhling von Berlin-Schöneberg berichtet, was aus Hamburger Lagerhallen berichtet wird - das ist überall möglich.

Auch der pädokriminelle Musiklehrer der Odenwaldschule nahm seine Schüler an Wochenenden mit zu "Herrenabenden" mit Männern, die diesen Schülern ganz fremd waren. Auch um die Odenwaldschule gruppiert sich die Elite unseres Landes. Und vertuschte Jahre lang. Und macht es noch heute. Überall das gleiche Bild.

Der CIA hatte, so berichtet van der Reijden nach DeChamp, eigens Leute abgestellt, die dafür zuständig waren, nicht spurende Politiker mit Minderjährigen männlichen oder weiblichen Geschlechts zu verführen, zu fotografieren oder zu filmen, um sie damit zu erpressen und wieder in die Spur zu bringen. Welch ein Wahnsinn. Und wer als Politiker dennoch auszusteigen versucht, wird auf offener Straße erschossen (mitunter von staatlich gelenkten "Terroristen"), stürzt mit dem Fallschirm oder mit dem Flugzeug ab, hat einen Autounfall, ertrinkt in der Badewanne oder findet sich aufgehängt unter Londoner Themsebrücken wieder ...

Blutorgie Französische Revolution

Schon am Hof Ludwigs XIV., so kann man in Geschichten zum Satanismus nachlesen, waren weite Kreise der Hocharistokratie in satanistische Rituale verwickelt. Schon ein enger Mitstreiter der Jeanne d'Arc war Satanist. War womöglich schon die Französische Revolution eine Blutorgie, veranstaltet von Satanisten? Für den Dreißigjährigen Krieg oder die Bartholomäusnacht ist ja längst bekannt, daß das inszeniert wurde aus dem Gotteswahn des satanistischen Alten Testaments heraus. Daß jedenfalls eine Welt, die von Satanisten regiert wird, im 20. Jahrhundert zwei Weltkriege in Szene gesetzt hat - und noch allerhand mehr -, scheint ja dann wirklich nicht mehr als unpassend empfunden werden zu können. Und man möchte doch vermuten, daß es, wie schon Karl Marx sagte, "Krieg und Revolution" waren, also damit auch insbesondere diese beiden Weltkriege, die sozusagen entscheidend zur quasi Alleinherrschaft dieser satanistischen Netzwerke von heute und weltweit beigetragen haben werden.

Nicht alle Königshäuser werden vor 1914 schon weltweit so tief drin gesteckt haben im Satanismus wie das belgische oder wie - sicherlich - auch das britische. (Man vergleiche nur die Jack-the-Ripper-Morde von 1888 - nach dem Autor Stephen Knight und anderen klassische Freimaurermorde unter Mitwisserschaft der Königin Viktoria und aus deren dekadenter Umgebung heraus begangen.) Nicht alle Familien des Hochadels werden es gewesen sein so wie die belgischen von heute. Nicht alle. Aber wer? Die erzkatholische Familie von Thurn und Taxis? Ein im achten Lebensjahrzehnt stehender Blogleser schreibt mir gerade:

Hier ein Gerücht, das ich vor vielen Jahrzehnten von einer Studienfreundin mitgekriegt habe, die selbst aus sehr reichen Vehältnissen stammte und deren Familie Verbindungen zum großen Geldadel hatte: Einer der Thurn & Taxis-Aristokraten würde auf seinen Schlössern Party's feiern, bei denen nackte Knaben auf Silbertabletten serviert, von der Dienerschaft hereingetragen würden. Sie sagte mir auch, Thurn & Taxis-Aristokraten seien juristisch unnahbar, weil von einer Kohorte von besten Anwälten gegenüber allen Anschuldigungen abgeschirmt.

Vielleicht wird einem mit einer solchen Nachricht der Stimmungsgehalt besser verständlich, der einem entgegenschlägt aus Büchern wie denen von Bernt Engelmann "Meine Freunde, die Geldgiganten. Die Macht am Rhein: Der alte Reichtum" aus dem Jahr 1972. Den Thurn und Taxis ist in diesem Buch ein ganzes Kapitel gewidmet.


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  1. van der Reijden, Joël: Beyond the Dutroux Affair. The reality of protected child abuse and snuff networks. 25.7.2007. Auf: https://wikispooks.com/ISGP/dutroux/Belgian_X_dossiers_of_the_Dutroux_affair.htm; auch auf: Scribd) (etwa 120 Din-A-Seiten im Ausdruck)

Mittwoch, 5. Juni 2013

Wieder einmal eine Email über die Fraternitas Saturnis

1989 erschienen
Wie man hier auf dem Blog nachverfolgen kann, hatten wir schon verschiedentlich Austausch mit Angehörigen der satanismusnahen Okkultloge "Fraternitas Saturnis" (FS), bzw. mit - angeblich - abgefallenen Mitgliedern derselben. Bzw. mit solchen, die solche Logen und ihre Geschichte - angeblich - nur "ganz neutral" erforschen.

Manchmal vertraten aber zu unserer Überraschung auch gerade solche "abgefallenen" "Kritiker" immer noch höchst auffallend selbst die krasseste satanistische Moral, etwa indem sie Sätze äußerten wie diesen:
"Sind nicht jene, die die Welt verderben, die Brüder der Tugendhaften?"
So daß man - wie übrigens auch bei "Ex-Jesuiten" - immer noch ein zweites mal hinschauen muß, wie "Ex" diese Leute nun eigentlich wirklich sind.
 
Aber direkteren Kontakt hatte dieser Blog seit vielen Monaten, wenn nicht Jahren nicht mehr mit solchen Leuten. Der Bloginhaber hat auch gar nicht das Bedürfnis, sich ständig mit dem Thema Satanismus zu beschäftigen.  Wenn man sich da einmal einen Überblick verschafft hat, kann einem das zunächst einmal auch reichen.

Eine Email von der über die "Fraternitas Saturnis"

Naja. Heute Nacht nun bekommen wir folgende Email von jemandem, der sich den Namen "Diana Dia", bzw. "Diana Discordia" gibt. Der Name klingt weiblich. - Aber vermutlich verbergen sich ein oder mehrere Männer dahinter. Nun denn. Was steht da? (Wir wollen nicht kleinlich sein und es unbeachtet lassen, daß natürlich die Rechtschreibung noch verbessert werden könnte. Aber um die zu verbessern, ist man ja eh nicht in der "Fraternitas Saturnis" oder beschäftigt sich mit ihr.):
Von: Diana Dia 
Gesendet: 0:57 Mittwoch, 5.Juni 2013 
Betreff: Fraternitas Saturni

Sehr geehrter Herr Bading,
wie sie schon feststellen konnten, reagiert die FS verständlicherweise recht schnell, wenn ihr Jemand auf die Finger schaut. Das sie sich nun diesbezüglich zurückhalten ist nur all zu verständlich. Dennoch möchten wir ihnen eine Information zukommen lassen, über eine Internetseite die anonym von Eingeweihten ins Netz gestellt wurde. Die Informationen sollten ihnen dabei behilflich sein, einige wichtige Zusammenhänge zu ergründen. Die Seite ist voller Informationen und wer zwischen den Zeilen zu lesen vermag, wird das eine oder andere Tiefgründige finden können.
Hier der Link:
Salutem In Nomine Demiurgi Saturni
.:ODIN:.
So, so. Odin. Die Eingeweihten schreiben uns. Wie toll! Die Email klingt gar nicht so, als wäre sie von "Abgefallenen" geschrieben. Und man scheint dort tatsächlich zu glauben, daß dieser Blog "zurückhaltend" geworden wäre, weil die "Fraternitas Saturnis" - - - "verständlicherweise recht schnell" reagieren würde. Das glaubt man doch dort wohl selbst nicht. Aber wahrscheinlich entspringen solche Vermutungen den mitunter ja recht sonderbaren Gehirnwindungen "magisch" "denkender" Leute. Mögen sie doch gern bei ihrem Glauben bleiben.

Daß einen diese ganzen Satanismus-Themen schlicht und einfach auch nur langweilen können, weil man gar zu viel "Tiefgründiges" dort nun wirklich nicht findet - darauf wird man in diesen Kreisen so bald sicherlich nicht kommen.

Eine erste flüchtige Durchsicht der angegebenen Seiten erhöht beim Autor dieser Zeilen keineswegs die Lust, dieselben genauer durchzustudieren. Man probiert hier zum Teil neue Strategien der Werbung aus, wie es scheint. Die vergleichsweise neue "Eismagie" des Ralph Tegtmeier wird behandelt. Man muß ja immer "zeitgemäß" bleiben. Aber Entschuldigung! Mich durch diesen Quark "hindurchzukämpfen", habe ich grad keine Lust.

Dennoch soll diese anonyme Email und der in ihr enthaltene Hinweis hier eingestellt sein. Vielleicht findet ja ein Leser dieses Blogs noch das eine oder andere Aufschlußreiche dort. Dann mag man sich ja bei uns melden. Zu solchen Themen veröffentlichen wir auch gerne Gastbeiträge.

"Satanspriesterin" (1989)

Um aber diesem Blogbeitrag noch einen sinnvolleren Inhalt zu geben, sei auf das Buch einer Überlebenden satanistischer Gewalt hingewiesen, das auf diesem Blog bislang noch nicht genannt worden ist. Titel "Satanspriesterin" (1). In Amazon-Rezensionen findet man einige Hinweise zu dem Inhalt dieses Buches. Eine "Lady punk" schreibt 2003:
Dieses Buch hat mich wirklich erschüttert. Es gewährt tiefe Einblicke in das Leben von Satansanhängern. Ricarda ist 15 als sie zum ersten mal in Kontakt mit ihrem zukünftigen "Priester" kommt. Als Außenseiterin bei Gleichaltrigen sucht sie Anschluß bei den Satanisten, jedoch mit anderen Vorstellungen als sie erleben wird. Drogen und Prostitution, Tieropfer und Ekeltrainig gehören bald zu ihrem Leben, bis sie psychisch nicht mehr kann und vor ihren Glaubensbrüdern versucht zu fliehen. Doch dies gelingt nicht auf den ersten Versuch. Sie wird unter Drogen gesetzt, in einem Zimmer eingesperrt und tagelang gequält.
Also eine Fülle von Verbrechen, bei denen man sich fragt: Und die Strafverfolgungbehörden haben bisher noch keinerlei Spuren der Täter finden können - ? Ein anderer Rezensent 1999:
Erst als die Sekte einen Ritualmord plante, ist sie wieder ausgestiegen. Sie litt unter schweren Angstzuständen und Verfolgungswahn. Weder Theologen noch Psychiater verstanden, was in ihr vorging. So ist sie heute wieder alleine mit ihren Problemen, die keiner versteht.  
Ein anderer 1999:
Gerade in diesem Buch kommt der Stellenwert der Eltern sehr deutlich hervor.
(Womöglich ist der in diesem Buch geschilderte Fall auch schon in einem der Bücher von Guido Grandt behandelt worden. Manches deutet darauf hin.) (Übrigens finden sich auf Amazon - typischerweise! - auch allerhand Rezensionen, die diesem Buch jeden Wert absprechen. Nette - und auffallend eifrige - Versuche.)

Jedenfalls: Wir brauchen weder bibelgläubige noch satanistische Mordmoral. Wir wollen einfach nur ganz normal leben.
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  1. Ricarda S. : Satanspriesterin. Meine Erlebnisse bei der schwarzen Sekte. Eichborn-Verlag 1989 (152 S.) (Amazon a, b)

Dienstag, 21. Mai 2013

Richard von Weizsäcker - Sein Sohn haßte die pädokriminellen Pädagogen, die sein Vater für ihn ausgesucht hatte

Die pädokriminelle Odenwaldschule und ihre hintergrundpolitische Einbettung

Vorbemerkung: Dieser Beitrag wurde erstmals vor zwei Wochen, am 21.5.2013, veröffentlicht. Nach dem Studium des Buches "Eros und Herrschaft" von Jürgen Oelkers [9] ist er heute (6.6.13) in der Aussage der Überschrift und in manchen Passagen noch einmal verschärft worden. Grundaussage: Es gibt eine pädokriminelle Eliten-Kontinuität in Deutschland. Seit über hundert Jahren [9]. Welche - natürlich männerbündlerischen - Kräfte und Seilschaften diese Kontinuität getragen haben und tragen, dürfte vom Prinzip her nicht gar so schwer zu eruieren sein. Wenn auch die bisherige bildungsgeschichtliche Forschung [7, 9] um diese Frage derzeit offenbar noch einen Bogen zu schlagen scheint.

Wenn aber einer der Hauptideologen dieser Pädokriminellen, der Wandervogel Hans Blüher, von dem rechtskonservativen Freund Ernst Jüngers Armin Mohler zu den bedeutendsten Autoren seiner von ihm sogenannten "Konservativen Revolution" gezählt wird, wenn zu diesen Ideologen sowohl Thomas Mann wie Stefan George gehören, und wenn die heutigen "Nachfolger" von Armin Mohler besonders gern den Männerbund, Priesterkasten und ihre frauenverachtenden Ideologien thematisieren (siehe als Beispiel einen Autor wie Hans-Peter Hasenfratz 2006), braucht man sich doch grundsätzlich künftig weder über links-, noch rechtskonservative pädokriminelle Eliten-Kontinutität im Umfeld von geheimen Männerbünden, Theologen- und Literatenkreisen zu wundern.

Die jugendbewegten, pädokriminellen Schulgründer und -leiter der Reformpädagogik waren alles studierte Theologen. Vielleicht wird man früher oder später freundschaftliche Verbindungen finden zwischen einem Hellmuth Becker und seinen Kreisen zu Leuten wie Armin Mohler und seinen Kreisen. Warum sollte das so fernliegend sein? Wenn doch auch der jugendbewegte (linksliberale) Hermann Hesse noch in seinen späten Jahren den jugendbewegten (rechtskonservativen) Ernst Jünger positiv besprechen konnte? Hinter verschlossenen Türen gibt es viele einflußreiche (Männer-)Freundschaften, die öffentlich nicht bekannt sind. Und deren Kitt die in den Novellen und Romanen von Hermann Hesse immer wieder glorifizierten Männerbünde und Priesterorden sind. In denen ja mitunter auch warme Brüderlichkeit kultiviert wird. Und auch das nicht nur mit Volljährigen. Man muß die Dinge ja nur zu Ende denken. Manche Freimaurer berichten ja, daß sie ihre eigenen Kinder schon sehr früh zur Logenarbeit mitbringen und dort einführen.

Freimaurerische Jugendarbeit also sozusagen. Die es ja dann auch andernorts gegeben haben könnte. Zumal die Freimaurer ja schon 1913 bei der Einweihung des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig die Turnerjugend ein freimaurerisches Ritual haben ausführen lassen mit einem deutschlandweiten Sternlauf. Auch ein Freimaurer kann ja - wie ein Theologe - "jugendbewegt" sein. Offenbar ist heute noch nicht bekannt, welchen Freimaurerlogen die Elite der deutschen Pädagogen angehören. Das dürfte auch im Interesse warmer Brüderlichkeit liegen. Daß das nicht bekannt wird.

Abb. 1: "Widersprüche aushalten" - so so!
Die sogenannte "Reformpädagogik" steht vor einem Fiasko. Der Luxusklasse. Vor einem extravaganten Scherbenhaufen. Viele ihrer bedeutendsten Vordenker und ihre Slogans, Buchtitel können heute nur noch als der schlimmste Zynismus gelesen werden: "Widersprüche aushalten", "Aufklärung als Beruf", "Den Menschen stärken, die Sachen klären". - Bla, bla, bla.

Links (Abb. 1) ein Buch von Hellmuth Becker, dem vormaligen "nicht ernannten" Kultusminister der Bundesrepublik Deutschland. Also einem inoffiziellen Vorgänger von Michael Naumann. Unter seinem "Protektorat" stand "die" "Vorzeigeschule" der Bundesrepublik Deutschland, nämlich die Odenwaldschule mit ihrem pädokriminellen Schulleiter. Er hatte von den pädokriminellen Neigungen desselben frühzeitig gewußt. Und er hat Jahrzehnte lang nichts gegen diese Art von "Pädagogik" getan. Wie viele andere Verantwortliche im engsten Umfeld dieser Schule. Darunter höchstwahrscheinlich auch Bundespräsident Richard von Weizsäcker.

Slogans also von Leuten, die von sexueller und anderer Gewalt an Kindern und Jugendlichen in ihrer nächsten Nähe wußten, zumindest wußten. Und die so gut wie gar nichts dagegen getan haben.

Kann es einen größeren Widerspruch geben zwischen Worten und Taten? Wie abartig ist eigentlich eine Welt, in der solche Dinge möglich sind? Und wie "sinnfällig" ist es, daß in dem Kreis der Verdächtigen der Mißbrauchsvertuscher auch Richard von Weizsäcker genannt wird? Er, der ebenfalls so hochgerühmte Reden und "Slogans" von sich gegeben hat? Er wußte ja 1985 von "Tagen der Befreiung" zu reden. Und die ganze bundesdeutsche Schickeria himmelte ihn an. Allerdings damals nicht von "Tagen der Befreiung" für mißbrauchte Odenwaldschüler, ebenso wenig von "Tagen der Befreiung" von sonstigen Millionen Vergewaltigungs- und Vertreibungsopfern ... Diese Doppelbödigkeit bundesdeutscher Heuchelei.

Die Sinnbilder für die abgründige Heuchelei, die als Tünche über der bundesdeutschen Gesellschaft zumindest seit 1945 liegen, werden immer - sinnfälliger. Richard von Weizsäcker, ein Vorzeige-Präsident der Bundesrepublik Deutschland? Wirklich?

Wer das Buch "Wie laut soll ich denn noch schreien" von Andreas Huckele (geb. 1969) (Wiki) über die sexuelle und sonstige Gewalt an Kindern und Jugendlichen an "dem" Reformpädagogik-Vorzeige- und Elite-Internat der Bundesrepublik Deutschland, an der Odenwaldschule (Wiki), gelesen hat (1), dem ist klar, daß er nur eine einzige individuelle Perspektive zur Kenntnis genommen hat. Und der möchte mehr wissen über die Einbindung dieser pädokriminellen Reichen-Schule und ihrer pädokriminellen und mißbrauchsverharmlosenden und -vertuschenden Schulleiter und Lehrer in den größeren institutionellen und gesellschaftlichen, ja, politischen Zusammenhang der Bundesrepublik Deutschland.

Wo war denn nun eigentlich die ganze Zeit die staatliche Schulaufsicht, fragt man sich. Wie haben denn der "heimliche Kultusminister Deutschlands" und all seine Helfershelfer in den Kultusministerien der Länder ständig alles glattbügeln können? Wo ist die Schulaufsicht heute? Hat schon einmal irgend jemand danach gefragt, welche Verantwortung eigentlich diese Schulaufsicht auf sich genommen hat und auf sich nimmt? Und ob nicht deshalb vor allem auch der deutsche Staat zu Entschädigungsleistungen an die Mißbrauchsopfer verpflichtet ist? Der sich solche Bundespräsidenten, "Kultusminister" und Gründer und Leiter von renommierten Max Planck-Instituten leistet?

Von der moralischen Verantwortung von Ideologien und Ideologen, von Schreibtischtätern, linksliberalen oder rechtskonservativen ganz abgesehen. - ?

Doch zunächst seien noch einmal die wichtigsten Tatsachen selbst rekapituliert. Auf Wikipedia steht über die Odenwaldschule:

Die Juristinnen Claudia Burgsmüller und Brigitte Tilmann wurden im Frühjahr 2010 mit der Untersuchung der Mißbrauchsfälle betraut. Laut deren Abschlußbericht vom 17. Dezember 2010 sollen mindestens 132 Schüler zwischen 1965 und 1998 Opfer von Übergriffen durch Lehrer geworden sein. Offizielle Korrespondenzen der Schule, gefunden im Archiv und aufgearbeitet in einer Dissertation, deuten darauf hin, daß es bereits unter der Leitung der Gründer Paul und Edith Geheeb Mißbrauchsfälle an Mädchen und Jungen gab. Jedoch wurde in keinem Fall Anzeige erstattet.

"Bereits unter der Leitung der Gründer"! Das war hundert Jahre früher. Eine hundertjährige Mißbrauchsgeschichte? Und es dauert hundert Jahre, bis sie öffenlich erörtert wird? An der "fortschrittlichsten" Schule des ganzen Landes? Oder ist das der Forschritt: Kindesmißbrauch. - ? Der bekannte Freund von Paul Geheeb, Gustav Wyneken (1875-1964) (Wiki), eine "reformpädagogische Leitfigur der Jugendbewegung", der schon 1913 auf der legendären Jugendtagung auf dem Hohen Meißner der deutschen Jugendbewegung seine "fortschrittliche" "Reformpädagogik" aufdrängte (heute verstehen wir vielleicht besser, warum eigentlich), war schon 1920/21 rechtskräftig verurteilt worden wegen sexuellem Kindesmißbrauch. Hans Blüher und der "Nerother Wandervogel" solidarisierten sich damals mit Wyneken (siehe Wikipedia)! Und allgemein wurde dieses Gerichtsurteil damals als bieder und schulmeisterlich eingeordnet. Unter den ach so "Fortschrittlichen"! Die sozialdemokratische Regierung von Sachsen setzte den Strafvollzug aus ... Wyneken konnte noch viele Jahre weiter an seiner Schule tätig sein und Kinder mißbrauchen ... Kommt einem das alles nicht bekannt vor?

Der Nerother Wandervogel solidarisierte sich 1921 mit pädophiler "Leitfigur"

Und auch der Nerother Wandervogel existiert heute immer noch. Wie der Blogautor selbst aus persönlichen Begegnungen weiß. Und Eltern geben ihre Kinder noch immer an diesen Verein. Und das von ihm und so vielen anderen Jugendorganisationen hochgehaltene Prinzip "Jugend muß durch Jugend geführt werden" wird immer noch in vielen Jugendbünden hochgehalten. Man denke nur an die Pfadfinder, die evangelischen und katholischen. Aus denen der hier im Mittelpunkt stehende pädophile Schulleiter ebenfalls hervorgegangen ist, und wo er offenbar seine ersten prägenden Jugenderfahrungen sammelte. Und weitergab. 

Aber muß man sich denn über pädophile Nachfolger wundern? Bei solchen Vorgängern? Über die Odenwaldschule heißt es weiter auf Wikipedia:

Inzwischen wird von mehr als zehn Lehrern
- es sei wiederholt: zehn Lehrern -
als Täter ausgegangen. Haupttäter neben (Gerold) Becker war der 2006 verstorbene Musiklehrer Wolfgang Held.

Einer weiterer dieser Lehrer stellte auch zeit seines Lebens immer sehr bewußt seine Herkunft aus der Jugendbewegung in den Vordergrund. Mit Fahrtenliedern, Lagerfeuern und Kothen. Es gibt spätestens seit den Zeiten eines Gustav Wyneken und Hans Blüher eine Kontinuität von Theorie und Praxis des Kindesmißbrauchs innerhalb der deutschen Jugendbewegung und der aus dieser hervorgegangen "Reformpädagogik" [9]. Eine Kontinuität, unterstützt und bekräftigt aus obersten Stellen deutscher Ministerien und Staatsämter heraus. Und das wäre nicht Ausdruck männerbündlerischer Zusammenhänge? Wer's glaubt, wird keinesfalls selig.

In der Schüler-Liste der Odenwaldschule finden sich manche Namen wieder, die bekannt geworden sind im Zusammenhang der Sexualisierung und Übersexualisierung unserer Gesellschaft: Daniel Cohn-Bendit, Beate Uhse.

Welches Problem besteht mit der Aufhebung der Verjährungsfristen?

Und bis heute hat die regierende Kaste in Deutschland ein Problem damit, die Verjährungsfristen für die Straftat der sexuellen Gewalt an Kindern und Jugendlichen aufzuheben. Fürchtet sich da eine "Titanic" vor der Größe eines Eisberges? Auch Andreas Huckele fordert diese. So wie Norbert Denef. Beide nennen sie klar und deutlich: einen Täterschutz. Und man fragt sich: Warum schützt die Bundesrepublik Deutschland Täter? Nun, schon die Frage zu stellen, ist lächerlich. Was jeder weiß, der viele Beiträge zum Thema "Eliten-Kontinuität im 20. Jahrhundert" hier auf dem Blog gelesen hat. Seit 1945 schützt die Bundesrepublik Deutschland Täter. Unverfroren. Und immer erst, wenn die Täter hochbetagt oder schon gestorben sind, wird ihre Rolle aufgearbeitet. Kein Wunder, daß sie das auch heute tut. Die noch heute staatstragenden Kreise haben schon 1933 und danach Täter en masse geschützt und gefördert. Warum etwa hätten sie damit ausgerechnet im Jahr 1945 aufhören sollen?

Und man liest dann von Andreas Huckele, was er im Jahr 1987, zwei Jahre nach der glorreichen "Befreiungsrede" Richard von Weizsäckers erlebt hat (Zeit, 26.11.2012):

Er erinnert sich noch gut, wie ihm zum 75-jährigen Internatsjubiläum Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit Hartmut von Hentig und Gerold Becker auf dem Schulgelände entgegenkamen. "Da hat man als 16-Jähriger keine Fragen mehr."

Gewiß: Der pädokriminelle Becker in Begleitung des Bundespräsidenten und jenes Hartmut von Hentig, jener "internationalen Koryphäe" der deutschen Pädagogik, von dem heute kaum noch jemand glaubt, daß er nichts von den pädokriminellen Neigungen seines Lebensgefährten Gerold Becker gewußt hätte. Und der seit Bekanntwerden derselben wenig zu sagen wußte, um - so seine glorreichen Slogans - "die Menschen zu stärken" und "die Sachen zu klären". Etwa in Bezug auf den von seinem Lebensgefährten Gerold Becker selbst und unter seiner Schulleitung begangenen Seelenmord an über hundert Kindern und Jugendlichen.

Andreas von Weizsäcker haßte Gerold Becker, Hartmut von Hentig, die Odenwaldschule - und (offenbar) seine Eltern

Richard von Weizsäcker. Wußte wenigstens er seit Bekanntwerden der Pädokriminalität der von ihm 1987 geehrten Pädagogen  etwas zu sagen, um "die Menschen zu stärken" und "die Sachen zu klären"? Und um endlich auch hier - - - "Tage der Befreiung" zu feiern? Sein Sohn Andreas von Weizsäcker (1956-2008) (Wiki) gehörte zu nichts geringerem als zur Wohngruppe - ha ha ha: des pädophilen Schulleiters. Wer Andreas Huckele und andere gelesen hat, der glaubt nicht mehr, daß Andreas von Weizsäcker nichts von dem pädokriminellen Treiben seines Lehrers Gerold Becker sollte mitbekommen haben.

Andreas von Weizsäcker starb 2008 mit 52 Jahren an einem Lymphom. Wir wissen heute: Mißbrauchsopfer tragen eine höhere Wahrscheinlichkeit mit sich, früher als andere lebengefährlich zu erkranken und zu sterben. Und das Vorzeigeblatt der deutschen Liberalen, die Wochenzeitung "Die Zeit" fragte schon 2010 (sicherlich auch, um von eigener Mitverantwortlichkeit in früheren Jahrzehnten abzulenken):

Andreas von Weizsäcker ist erst seit zwei Jahren tot. Seine Familie trauert nach wie vor. Und doch drängen sich Fragen auf: Wenn es stimmt, was über Andreas von Weizsäcker und seine Mitschüler berichtet wird, was wußte sein Vater? Sprach er nicht mit seinem Sohn? Und falls der Vater etwas wußte, warum folgte daraus nichts? Hatten die mächtigen Eltern gepeinigter Kinder keine Möglichkeit, die Mißstände abzustellen? Keine Rechtsanwälte, keine Stimme? Worauf reduzierten sich die Familiengespräche dieser Oberschicht? Auf die Bitte der ZEIT um eine Stellungnahme hat Richard von Weizsäcker höflich, aber entschieden geantwortet, er äußere sich dazu nicht. Hartmut von Hentig, der auch von Weizsäcker zu seinen Freunden zählt, hatte der ZEIT bereits ein Interview zugesagt, dann aber lehnte er das Gespräch plötzlich ab. Am Dienstagmorgen schickte er schließlich eine persönliche Erklärung an die ZEIT. Den Vorwürfen weicht er aus, fühlt sich von einem "Tribunal der Medien" getrieben. Die "Hinwendung zum Einzelnen", das Ideal der Odenwaldschule, lobt er auch jetzt noch, als wirkten diese Worte nicht längst zynisch.

"Als wirkten diese Worte nicht längst zynisch." Merkwürdig, daß das so wenig diskutiert wird. Nicht nur die "Grünen" haben doch ein Pädophilen-Problem. Die CSU beispielsweise hat viele Jahre die deutsche Psychosekte "Colonia Dignidad" unterstützt, in der es ebenfalls Kindesmißbrauch reihenweise gab. (Worauf dieser Blog in anderen Beiträgen schon hinwies. Die Folge war die Abmahnung einer Müncher Filmrechte-Verwertungsgesellschaft über mehr als 1000 Euro, da dieser Blog eine Dokumentation darüber in den Blogbeitrag eingebunden hatte. ...) Und die christ-katholische Elite Deutschlands schickt ihre Kinder schon seit Jahrzehnten auf pädokriminelle Jesuiten-Interate, in der die Pädokriminalität "systematisch" geschah, wie wir heute wissen, und wie auch der Jesuitenorden selbst inzwischen ganz unverfroren zugegeben hat.

Nun gut. In er TAZ hieß es 2008:

Der zweitgeborene Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (88) war offenbar bereits als Jugendlicher an Lymphdrüsenkrebs erkrankt.
Ob schon vor Besuch der Odenwaldschule oder erst während desselben wird nicht erwähnt. Weiter heißt es, er 
galt wegen seiner frühen Erkrankung an Morbus Hoodgkin als „Sorgenkind“. Doch der Jugendliche besiegte den heimtückischen Krebs und legte mit 20 Jahren das Abitur ab.
Ja, auch das wissen wir heute: Viele Kinder und Jugendliche haben das Abitur geschafft, obwohl sie auf die Odenwaldschule gingen. Ja. Aber bestimmt nicht ... "weil". Die FAZ schrieb 2010:
Andreas von Weizsäcker, Sohn des Bundespräsidenten, haßte die Odenwaldschule. (...) Er formte
- als Künstler im Erwachsenenalter -
mit nassem Papierbütten Alltagsgegenstände ab, darunter das elterliche Wohnzimmer als „Spielhölle“. (...) Als Mann hatte Andreas von Weizsäcker die Odenwaldschule gehaßt, so erzählt sein Freund Hänsel, er haßte Becker, er haßte Hentig.

Muß man da eigentlich noch mehr wissen? Er haßt die besten Freunde (s.o.) seines Vaters? Seinem eigenen besten Freund und vormaligen Mitschüler, der seine eigene Tochter wiederum (Kommentar überflüssig!) auf diese Schule schickte, fragte er:

Bist du wahnsinnig?

Die Witwe von Andreas und ihr Schwiegervater aber weisen es weit von sich, daß Andreas Mißbrauchsopfer gewesen sei, noch daß er etwas erzählt hätte. ... Soweit übersehbar, wurde die Familie von Weizsäcker seit 2010 von Journalisten nicht mehr mit lästigen Fragen bedrängt ... Sie glaubt offenbar, zu dem Thema alles Wesentliche gesagt zu haben. Nicht mehr "Aufklärung als Beruf", sondern "Schweigen als Beruf" ...

Hellmuth Becker - "Aufklärung als Beruf"

Aber was liest man nun im Wikipedia-Artikel zum pädokriminellen Schulleiter Gerold Becker (1936-2010)(Wiki):

Laut Presseberichten erhielt der damalige Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Hellmut Becker, bereits 1970 von seinem Patensohn die Mitteilung, daß Gerold Becker ihn mißbraucht habe. Er habe daraufhin Gerold Becker in einem Gespräch vorgeschlagen, sich einer Therapie zu unterziehen, was dieser aber abgelehnt habe.

Von seinem Patensohn! (!!!) Nicht vom eigenen Sohn. Wäre er womöglich schärfer vorgegangen, wenn es der eigene Sohn gewesen wäre? Wenn dieser damalige Max-Planck-Direktor Hellmut Becker (1913-1993)(Wiki)(Kulturimpuls), Gründer und Leiter eines bis heute renommierten Instituts, der mit genauso vielen bildungspolitischen Phrasen der Öffentlichkeit bekannt war, weiter nichts getan hätte, als das, würde er doch selbst zum aktiven Mißbrauchsvertuscher und zum Verantwortlichen für alle Folgetaten von Gerold Becker geworden sein. Warum tat er nur so wenig?

Aber dann liest man, was auf dem Wikipedia-Artikel über diesen guten Herrn Hellmuth Becker selbst steht. Zunächst:

... besuchte die Internatsschule Schloß Salem/Bodensee ...

Dessen vormaliger Leiter und Jesuitenschüler Bueb hatte auch an der Odenwaldschule unterrichtet und wußte auch nur wenig zur Stärkung der Menschen und zur Klärung der Sachen zu sagen, nachdem die Pädokriminalität seines guten Freundes Gerold Becker bekannt geworden war. Hellmut Becker nun war ein lebenslanger guter Freund von - - - Carl Friedrich von Weizsäcker, dem Bruder des ebengenannten Bundespräsidenten. Und - - - er war Verteidiger im Einsatzgruppenprozeß, der zu Todesurteilen führte. Unter anderem zum Todesurteil für Otto Ohlendorff:

Becker sah den Hingerichteten zwar als „Massenmörder“, aber auch als „echten Intellektuellen“.

Und da er ein echter Intellektueller war, sollte er begnadigt werden. Man lasse sich diese Begründung auf der Zunge zergehen: Bin ich Massenmörder ohne echten intellektuellen Hintergrund, habe ich meine Todesstrafe verdient. Bin ich aber Massenmörder mit "echtem intellektuellem Hintergrund" ... ähm, kann es mir auch passieren, daß ich gar nicht erst vor Gericht angeklagt werde. So geschehen mit dem guten Freund von Ernst Jünger und Armin Mohler, "bloß" mal dem dritten Mann hinter Himmler und Heydrich, nämlich Werner Best. Der war ja auch ein - - - "echter Intellektueller", nicht wahr? ... Und einem solchen "echten Intellektuellen" ist Hellmut Becker ja nun auch in Gerold Becker begegnet. Nicht wahr? Physischer Mord oder Seelenmord - das ist ja nun auch ein großer Unterschied? Für einen "echten Intellektuellen". Für beide Verbrechen wollte Hellmuth Becker offenbar, nun, ähm - - - "Gnade". Denn weiter ist zu lesen:

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete am 9. August 2011, daß der Schulleiter der Odenwaldschule Gerold Becker unter dem persönlichen Schutz von Hellmut Becker stand. Hellmut Becker habe von den pädophilen Neigungen seines Schützlings gewußt und ihm dennoch zum Schulleiterposten verholfen. In der ZEIT vom 18. August 2011 wird von Robert Leicht dazu ausgeführt, daß Hellmut Becker den nicht mit ihm verwandten Gerold Becker zum Schulleiter gemacht habe, obwohl er wußte, daß dieser sich an seinem Patensohn vergangen hatte.

Das liest sich nun wirklich noch um allerhand Grade schlimmer! Das ist eine krasse Ermutigung für Gerold Becker gewesen. Marion Gräfin Dönhoff schrieb 1993 einen Nachruf für Hellmuth Becker in der "Zeit" ... Werden denn all diese Zusammenhänge wenigstens jetzt von der schon seit Jahrzehnten so publikationswütigen bildungsgeschichtlichen Forschung aufgearbeitet? Wirklich? Christian Füller und Jürgen Oelkers versuchten es (7, 9). Aber sie trauen wohl bis heute noch nicht so recht ihren eigenen Augen und Ohren und ihrer eigenen Logik, wenn sie hier all den kausalen pädokriminellen Zusammenhängen, pädokriminellen ideologischen Verharmlosungen und Rechtfertigungen, sowie pädokriminellen Netzwerken nachgehen.

Der Wikipedia-Artikel über Hartmut von Hentig (geb. 1925)(Wiki) ist noch heute ungewöhnlich lang und feierlich-zeremoniell. Dabei hat er dieser Pädagoge und diese Ikone der deutschen Bildungspolitik schlichtweg versagt. Hochkantig. Und so wenige Worte in diesem Artikel über das eklatante Versagen? Über den Abgrund zwischen Worten und Taten im Leben dieses Mannes? Dieses alt gewordenen? Wer glaubt denn angesichts solcher Dinge, daß künftige Schülergenerationen besser geschützt wären als frühere? Das wird dann wohl wirklich nur noch das Rotkäppchen sein ...


Die Homosexualität in der Familie Mann

Auch die Familie von Thomas Mann ist involviert, der die Freimaurerzugehörigkeit seines Bruders Heinrich Mann in seinen "Betrachtungen eines Unpolitischen" noch sehr empört und konserniert behandelt hat.

Klaus Mann (1906-1949)(Wiki) und Golo Mann (1909-1994)(Wiki) waren Söhne von Thomas Mann. Beide machten frühzeitig außerhalb der Familie homoerotische Erfahrungen. Klaus Mann wurde von seinen Eltern wegen auffälligem Verhalten und Versagen in der Schule auf Reformschulen, bzw. -internate geschickt. Auf Wikipedia heißt es über ihn:

Ab April bis Juli 1922 besuchte er zusammen mit seiner Schwester Erika die Bergschule Hochwaldhausen, eine Reformschule im hohen Vogelsberg in Oberhessen. Da die oberen Klassen wegen des „anarchistischen“ Ungehorsams der älteren Schüler aufgelöst wurden, ...

- Wer das Buch von Andreas Huckele kennt, dem kommt hier womöglich einiges bekannt vor, wenn auch mit 50 Jahre Zeitunterschied, bzw. Kontinuität. Und der wundert sich vielleicht darüber, was es 50 Jahre zuvor wohl noch für moderne Schulaufsicht gegeben haben muß:

... kehrte Erika Mann nach München zurück, während Klaus sich in Salem vorstellte. Dort machte er den Eindruck eines „selbstgefälligen, frühzeitig gereiften und fähigen Jungen“, und seinen Eltern wurde die freie Schulgemeinde der Odenwaldschule in Ober-Hambach des Reformpädagogen Paul Geheeb empfohlen.
Die Odenwaldschule besuchte er von September 1922 bis Juni 1923 und verließ sie auf eigenen Wunsch trotz vieler positiver Erlebnisse und neuer Freundschaften (...). Einiges deutet darauf hin, daß er an diesem Ort seine ersten homoerotischen Begegnungen hatte. In seiner zweiten Autobiografie schrieb er, daß er sich an der Odenwaldschule in den Mitschüler Uto Gartmann verliebte.
"Aufklärung als Beruf"

1925 bekannte er sich durch die Veröffentlichung eines der ersten Homosexuellen-Romane zu seiner Homosexualität. Aber ob damit schon das Wichtigste gesagt ist zu seinen Erfahrungen auf Reformschulen, stehe dahin. Auf Wikipedia heißt es jedenfalls weiter und man glaubt sofort, das typische Schicksal eines Mißbrauchsopfers vor sich zu haben:

Klaus Mann führte ein rastloses Leben ohne Lebensmittelpunkt.

Sein Vater hatte mit "Der Tod von Venedig" schon lange vor 1914 eine wichtige, von Pädokriminellen rezipierte Novelle geschrieben. Er tolerierte es, wenn sein Sohn männliche Lebensgefährten mit nach Hause brachte.

Spätestens seit 1929 war Klaus Mann abhängig von Drogen. Von Haschisch und Morphin. Klaus Mann unternahm 1941 und 1948 Suizidversuche. 1949 gelang der dritte. - Keine besonders untypische Nach-Odenwaldschul-Biographie.

(Dirk Höflich und die Theater AG der Odenwaldschule produzierten 2011 über Klaus Mann ein Stück mit ziemlich uneindeutiger Aussage. Ein wenig unheimlich, Odenwaldschüler von heute so uneindeutig mit der Vergangenheit ihrer eigenen Schule umgehen zu sehen. Bei einer solchen Vergangenheit bleibt eigentlich nur noch die Schließung, wenn man glaubwürdig bleiben will.)

Golo Mann nun machte ab 1921 bei den Pfadfindern mit, worüber es auf Wikipedia heißt:

Die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen machte ihm Spaß, jedoch gab es irritierende Erfahrungen: So wies er eine homoerotische Annäherung ab und litt unter der als Zwang empfundenen paramilitärischen Disziplin.

Und weiter heißt es:

Neue Horizonte taten sich 1923 auf, als Golo Mann an die Internatsschule Schloß Salem wechselte, die er als Befreiung und lebenslange Bereicherung ansah. Der Leiter der Schule, Kurt Hahn, wurde eine prägende Persönlichkeit in seiner Jugend. In Salem sollte eine geistige Elite ausgebildet werden, die nicht nur individuelle Begabungen förderte, sondern auch das verantwortungsvolle Handeln für die Gemeinschaft. Daher gab es einen freien Umgang mit den Lehrern und einen hohen Grad von Selbstverwaltung in der Schülergemeinschaft. Der Dienst für die demokratische Gesellschaft sollte die Richtung seines zukünftigen Handelns bestimmen. (...)
Im Rückblick, in seiner Biografie Erinnerungen und Gedanken, kam jedoch neben der Schilderung von Hahns faszinierender Persönlichkeit dessen moralische Rigidität zur Sprache, die die Sexualität völlig ausklammerte. Der Grund sei Hahns homoerotische Neigung gewesen, die dieser mißbilligt und unterdrückt habe. Golo Mann selbst hatte in Salem seine eigene homoerotische Prägung entdeckt.
Anfang 1925 litt Golo Mann unter einer schweren Depression, die ihn episodisch lebenslang begleitete: „Damals trat der Zweifel ein oder richtiger, brach mit unerhörter Gewalt ein (…) Ich wurde von der schwärzesten Melancholie ergriffen.“

Nun, auch hier wieder eine typische Eliteschul- und Nach-Eliteschul-Biographie. Ebenso wie die Familie Mann weist auch die Familie Max Weber eine enge Verflechtung mit Reformschulen und insbesondere mit der Odenwaldschule auf (9). Auch hier hat es mindestens einen Selbstmord im Zusammenhang mit der Odenwaldschule und dem damaligen Schulleiter Geheeb gegeben.

Alle reden immer von "der Spitze des Eisberges", sagt Andreas Huckele. Und fragt: Wann endlich sehen wir den Eisberg vollständig?

"Eine ganze liberale Elite hat versagt"

In dem Redebeitrag von Christian Füller auf einer Podiumsdiskussion der Heinrich Böll-Stiftung (8) werden die Fragen dieses Blogbeitrages noch einmal verschärft herausgestellt (8'26 - 12'41). Füller wird gefragt:

Wer hat an dieser Schule eigentlich versagt?

Und Christian Füller kommt dann unter anderem auf den Hinauswurf von 14-jährigen Schülern zu sprechen, die sich bei Gerold Becker und anderen Lehrern über Mißbrauch beschwert hätten. Und er sagt dann wörtlich weiter:

... Daß es eigentlich unfaßlich ist, daß an so einer Schule, Schüler, die versucht haben, das aufzuklären, wirklich aktiv abgewehrt wurden. Die wurden von der Schule geworfen. Die wurden zum Schweigen gebracht. Und das, finde ich, ist das größte Versagen innerhalb der Schule. Und das ist auch mir, ehrlich gesagt, nach diesen Recherchen immer noch nicht wirklich erklärlich. Da wir uns ja immerhin an einer Schule befinden (...), es ist sozusagen die hellerleuchtete Schule, das Flagschiff der Reformpädagogik, in der sich ständig Besucher aufgehalten haben (...). Hartmut von Hentig war Dauergast, Hellmuth Becker, der heimliche Kultusminister der Nation, der das Max Planck-Institut begründet hat, war dort Dauergast.

Also es haben die Lehrer versagt, es haben - und das sind auch in der Recherche die Gruppen, mit denen man eigentlich nicht reden kann, es hat eigentlich eine ganze liberale Elite versagt. Weil ich kann einfach nicht glauben, auch wenn ich sozusagen im Detail - das ist nicht so einfach nach 35 Jahren - das nicht belegen kann, aber ich kann nicht glauben, daß die das alle nicht mitgekriegt haben.

Also unser ehemaliger Bundespräsident Richard von Weizsäcker, den ich vier mal angeschrieben habe, war Mitglied des Aufsichtsrats der Schule, also des Trägervereins. Und 1974 gab es eine Art Putsch gegen Gerold Becker. Acht Lehrer haben gesagt, das geht nicht so weiter. Die wußten nicht, daß Mißbrauch gemacht wird, aber die wußten, das ist zu nah, das ist grenzüberschreitend, das geht nicht. Acht Lehrer machen einen Putsch. Der Trägerverein entscheidet darüber wie geht es weiter. Und die acht Lehrer fliegen raus. Und in dieser Sitzung ist Richard von Weizsäcker. Und ich meine, der Mann hat es politisch einfach voll drauf. Der versteht so etwas. Und wenn man ihn heute fragt, dann sagt er: Ich kann mich nicht erinnern. Ich äußere mich dazu nicht.

"Schweigen als Beruf"! Füller weiter:

Das sind die beiden Hauptgruppen. Es gibt auch noch eine dritte Gruppe. Die Eltern.
Ich habe sehr wenige Eltern gefunden, die mit mir geredet haben. Ich habe einen Vater gefunden. Einen Industriekapitän, ein wirklich wichtiger Mann in der Bundesrepublik, dem Gerold Becker am Flughafen in Frankfurt gesteht, bei einem Treffen, bei dem es um ganz etwas anderes geht, ich hab ein Liebesverhältnis zu ihrem Sohn. Und dieser Mann, der ein Milliarden-Unternehmen leitet, der ist total weg. Der ist vor den Kopf gestoßen. Und nimmt seinen Sohn aus der Schule. Und der Laden läuft weiter. Das sind die Fragen, die ich auch nicht alle beantworten kann. (...) Und das ist das Versagen einer demokratischen Gesellschaft für mich.

Ist das wirklich nur "Versagen"? Oder steckt da nicht System dahinter? In seinem Buch erwähnt Füller auch einen sich regelmäßig treffenden Kreis von Industriellen, in dem Empfehlungen für diese Schule ausgegeben wurden, und dessen Mitglieder weitgehend identisch sind mit Mitgliedern im Trägerverein der Schule.

In den Minuten 45'14 - 48'45 stellt Christian Füller einige Dinge über den "fanatischen Päderasten" Gustav Wyneken klar, der heute noch von Reformpädagogen gefeiert wird. Dieser Mensch nämlich hat die "Kameradenfamilie", wie sie ja an der Odenwaldschule praktiziert wird, unzweideutig als Päderastenfamilie zum Vorbild hingestellt. Der Jüngling müsse durch einen älteren Mann in die höheren Weihen der Sexualität eingeweiht werden. Das ist die pädokriminelle Ideologie von Gustav Wyneken, Hans Blüher und vieler anderer. Wer weiß, wie weit diese Ideologie in Männerbünden geschichtlich eigentlich zurückreicht.

"Das Personal ist kontaminiert"

Weiter sagt Christian Füller, der ständig auf Pädagogen-Kongressen zu Gast ist, und der von 60 Prozent der von ihm zur Odenwaldschule befragten Pädagogen keine Antworten erhalten hat und von denen, die antworteten, nachmals wieder viele Streichungswünsche bekommen hat (1'13'33):

Das Personal ist kontaminiert.

Es gäbe kaum jemanden in der Szene der Reformpädagogik, der eindeutig sagen würde, man könne nicht so weitermachen wie bisher. Und so kann abschließend nur noch einmal hingewiesen werden auf die grün gefärbten Sätze der Vorbemerkung.

Mord an Fritz von Weizsäcker (19. November 2019)

Aktualisierung (26.11.2019): Vor sieben Tagen, am 19. November 2019, wurde Fritz von Weizsäcker (1960-2019) (Wiki), ein weiterer Sohn von Richard von Weizsäcker, ermordet. Am Folgetag, den 20. November, ist dieser Blogartikel knapp 800 mal aufgerufen worden, am 21. November 600 mal und am 22. November noch einmal etwa 130 mal, jedenfalls bis heute 1650 mal. Ob irgend jemand aus dem Lesen dieses Blogbeiträges irgendwelche Anhaltspunkte oder Schlußfolgerungen gezogen hat, ist mir bislang nicht bekannt geworden. Soweit das der Verfasser dieser Zeilen mitbekommen hat, war der 56-jährige Attentäter Gregor Schlitz ein Lagerist bei Amazon aus Andernach bei Koblenz und ein Einzelgänger (1984-Magazin). Er war befreundet mit einer Vietnamesin, die er regelmäßig in Vietnam besucht hat. Sein Mordmotiv sei wahnhafte Rache wegen "Agent Orange" gewesen. Nach Aussage des Polizisten, der ihn niedergerungen hat (Merkur):

Dieser habe dann angefangen, wirres Zeug zu reden: Von einem Blutrausch, der Einnahme von "Orange Blue" und dem Wissen um eine nun folgende lange Haftstrafe. (...) Das Motiv des Angreifers liege in einer "wohl wahnbedingten allgemeinen Abneigung des Beschuldigten gegen die Familie des Getöteten", hieß es von den Ermittlern.

Und weiter (Bild, 26.11.19):

Als Grund soll er seine Verbundenheit mit dem vietnamesischen Volk angegeben haben - und die Tätigkeit Richard von Weizsäckers in der Geschäftsführung des Chemie- und Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim zwischen 1962 und 1966. Die Firma unterstützte den amerikanischen Konzern Dow Chemical bei der Herstellung des Entlaubungsmittels „Agent Orange“, welches im Vietnamkrieg Hunderttausende Menschen vergiftete. (...) Gregor S. ist der jüngste Sohn seiner Eltern, hat drei Geschwister. Er soll vor 30 Jahren aus der Familie verbannt worden sein, weil er nicht ihre religiösen Ansichten geteilt habe. „Er hat schon immer Probleme gemacht“, sagte ein Nachbar zu BILD. „Er ist jung von zu Hause ausgezogen, hat mit keinem mehr Kontakt.“ (...) Die Nachbarin weiter: „Er hat erzählt, daß er eine Frau in Thailand hat.“ Er sei immer für ein paar Monate im Jahr nach Thailand geflogen.

Er lehnte das Christentum ab, wie man erfährt (Compact). Wenn das ein Grund war, ihn aus der Familie zu verbannen, könnte es sich dabei aber auch um ein ziemlich fanatisches Christentum gehandelt haben, das er in der Familie erfahren hat. Und das steht oft in Zusammenhang mit eben jener Schwarzen Pädagogik und jenem Mißbrauch, den ein Weizsäcker-Sohn an der Odenwald-Schule - offenbar - erlebte, und den der Vater - offenbar - vertuschte. Konkretere Mordmotive als die bislang genanannten, werden scheinbar nirgendwo noch nicht einmal ansatzweise erörtert. Dabei ist es doch auffällig, daß Gregor Schlitz den Plan zum Mord am Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker schon vor 30 Jahren gefaßt haben will, also um 1989 herum, jedenfalls in der Amtszeit von Richard von Weizsäcker und just zu jener Zeit, als er aus seiner Familie verbannt wurde. Wer möchte diese angesichts all der in diesem Blogbeitrag geschilderten Details aus der Geschichte der Familie von Weizsäcker ausschließen, daß es nicht auch noch andere Mordmotive geben könnte, die mit der Biographie des Attentäters zu tun haben? Daß diese Details in der Presse in diesem Zusammenhang nirgendwo auch nur ansatzweise angesprochen werden, zeigt schon, daß die Presse es noch heute tunlich vermeidet, daß ein schlechtes Licht auf Richard von Weizsäcker fällt.


_________________________________
  1. Huckele, Andreas (unter dem Pseudonym Jürgen Dehmers): Wie laut soll ich denn noch schreien? Die Odenwaldschule und der sexuelle Missbrauch. Rowohlt, Reinbek 2011
  2. Jens, Tilman: Freiwild. Die Odenwaldschule - Ein Lehrstück von Tätern und Opfern. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 2011
  3. Huckele, Andreas: Rede anläßlich der Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises. Süddeutsche, 26.11.2012
  4. Lebenslange Last. Ein Mißbrauchsopfer der Odenwaldschule. Interview NDR Info vom 26.03.2010
  5. Röhl, Christoph: Wir sind nicht die Einzigen. 5. 5. 2011 (Vorschau), 24.5.2011 TV-Premiere auf 3Sat, DVD seit 23.3.2012 im Fachhandel (Bericht, ein anderer Bericht)
  6. Höflich, Dirk; die Theater AG der Odenwaldschule: Mann, Klaus! 2011
  7. Füller, Christian: Sündenfall. Wie die Reformschule ihre Ideale mißbrauchte. Dumont. (Bericht)  
  8. Reformfall Reformschule? Böll-Stiftung 30. 3. 2010
  9. Oelkers, Jürgen: Eros und Herrschaft. Die dunklen Seiten der Reformpädagogik. Beltz-Verlag, Weinheim 2011
  10. Blüher, Hans: Die Rolle der Erotik in der männlichen Gesellschaft. Eine Theorie der menschlichen Staatsbildung nach Wesen und Wert. Diederichs Verlag, Jena. Band 1: Der Typ inversus. 1917, 1924. Band 2: Familie und Männerbund. 1921, 1927

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