Montag, 23. Juli 2018

Atheist - und Mathilde Ludendorff lesen ... Kann das gehen?


Atheist - und Mathilde Ludendorff lesen ... Kann das gehen?

00:00 - Vorbereitung des nächsten Treffens, Nachbereitung des letzten Treffens.
01:00 - Viele heutige Atheisten sind in der DDR sozialisiert worden - andere natürlich im Westen. Der Historische Materialismus von Karl Marx stammt von G. F. W. Hegel. Vermutlich birgt jede philosophische Richtung eine Kernwahrheit.
02:45 - Ein Volk braucht Religion, metaphysische Philosophie, schon aus religionsdemographischen Gründen heraus.
03:45 - Zuschrift eines Teilnehmers unseres letzten Treffens.
06:50 - Wechselbeziehung zwischen Atheismus und Monotheismus.
07:30 - Wir Menschen fragen nach Sinn in unserem Leben und wir fragen auch nach dem Sinn des Bestehens von Völkern. Diese Fragen werden von den Jesuiten unterwanderten Neuen Rechten ebenfalls und hoch bezeichnender Weise nirgendwo grundlegender gestellt und beantwortet, im nach monotheistischen Motiven geleiteten öffentlichen Diskurs sonst natürlich noch viel weniger. Immer: bezeichnenderweise.
08:20 - Religion ist etwas Veraltetes. Eigentlich geht es um Philosophie. Aber was leistet Philosophie eigentlich, was kann sie leisten?
09:15 - Rechtshegelianer und Linkshegelianer. Überall Anknüpfungspunkte.
12:00 - Wiedererweckung einer germanisch-heidnischen Religion? Wo wären Ansatzpunkte? Das sollte eigentlich durch Philosophie geleistet werden.
15:30 - Wahrheitssuche, auch philosophische, auch religiöse geschieht EIGENVERANTWORTLICH. Kein Priester, keine Kirche, keine Weltanschauungsgemeinschaft sagen uns, "wo es lang geht".
16:15 - Mich müßte es gar nicht geben, damit das deutsche Volk zu einer wertvollen philosophischen Grundlage findet, sofern eine solche in Schriftform schon vorliegen sollte.
16:55 - Ich versuche hier nur, über die Erfahrungen, die ICH auf MEINEM Lebensweg mit den hier behandelten Fragen gemacht habe zu berichten in dem Sinne von: vielleicht kann das ja Anregung geben, vielleicht profitiert der eine oder andere ja davon, zumal Inhalte eines solchen Lebensweges wie des meinen der großen Öffentlichkeit sehr lange, viel zu lange vorenthalten worden sind.
17:55 - Auch ich selbst habe große Schwierigkeiten, mich an den Bereich der Metaphysik anzunähern, an den Bereich des Seelischen. Politik hat mich davon lange Jahre abgelenkt.

Weiterhin ist die Rede von Immanuel Kant, Konrad Lorenz, Nikolai Hartmann, von Intuition, von Seinkategorien und Erkenntniskategorien.
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  1. Leupold, Hermin (= Gerold Adam): Philosophische Erkenntnis in ihrer Beziehung zur Naturwissenschaft. Aufsätze zur geschichtlichen Entwicklung der Erkenntnistheorie, zur Evolution des Weltalls und des Bewußtseins. 2001, Hrsg. v. Die Deutsche Volkshochschule, 23845 Bühnsdorf (329 S.)
  2. Bading, Ingo: Die kalte Ratio und die vernunftmäßige Aufklärung können die modernen Gesellschaften allein nicht retten. Gesellschaftl. Aufbr. - jetzt!, 1.3.2017, http://studgenpol.blogspot.com/2017/03/eine-philippika.html

Donnerstag, 19. Juli 2018

Eos, die Göttin der Morgenröte - Verehrt von den Indogermanen

Es bedarf einmal wieder der Kunst, der herrlichen, der großen Kunst.

Abb.: Honoré Fragonard (1732-1806) - Die Göttin Aurora triumphiert über die Nacht (1755)

Ist es nicht entzückend, dieses Weib, das im Licht schwebt, während unten, auf dem Boden, noch die Nacht in Träumen, in süßen Träumen und mit rotglühenden Bäckchen im Schlaf sich wälzt? Das Gemälde muß man sich auf die volle Bildschirmgröße vergrößern, sonst wirkt es nicht. So viel rosiger Duft, wie er da über das gesamte Bild ausgebreitet ist.

Und ist sie uns nicht verwandt, die Verehrung der Luft, des Morgens, des Lichtes, des anbrechenden Tages? Ja, sie sind uns verwandt. Schon unsere indogermanischen Vorfahren am Beginn der Bronzezeit haben ähnlich empfunden - oder noch tiefer, ernster, erhabener. Laut einer neuen Forschungsstudie haben sie Weihgaben für die Sonnen-Gottheit in der freien Natur abgelegt und zwar am liebsten an Orten mit freiem Blick zum Sonnenaufgang am Tag der Sommer- oder der Wintersonnenwende (1).

Sorgfältig ausgewählte Bronze-Gegenstände wurden in der Frühen Bronzezeit in Schottland an auffallenden Orten innerhalb der Landschaft als Weihgaben für die Gottheit niedergelegt. Mehr als die Hälfte dieser Orte hatten direkte Sicht auf den Punkt des Sonnenaufgangs oder Sonnenuntergangs zur Winter- oder Sommersonnenwende. Und diese Forschungsergebnisse erinnern uns daran: Die Beobachtung von Sonnenauf- und -untergang an markanten Punkten in der Landschaft spielt ja auch eine zentrale Rolle bei der Himmelsscheibe von Nebra (2).

Der Schwerpunkt scheint auf der Wintersonnenwende gelegen zu haben. In einer früheren archäologischen Studie war schon dargelegt worden, daß diese Bronzegegenstände immer an hervorgehobenen Punkten der Landschaft niedergelegt worden waren, an landschaftlich schönen Punkten, auch in Grenzbereichen von Landschaften, etwa am Übergang von Ackerland zu Weideland (3). Ein Umstand, der bezeugt, daß unsere Vorfahren auch Sinn für die Schönheit der Landschaft hatten. 

Wenn es solche Sitten von Sachsen-Anhalt bis hinauf nach Schottland gegeben hat in der Frühen Bronzezeit, dann wird deutlich, von welcher Sehnsucht nach der Sonne die Menschen dieser Zeit beseelt gewesen sein müssen, welche Verehrung sie ihr zugedacht haben, eine Verehrung, die sich ja auch noch in der "Ilias" von Homer wiederfindet, wenn er etwa Eos, die Göttin der Morgenröte (Wiki), besingt oder ähnliche Dinge. Und in diese Verehrung reiht sich ja auch punktgenau der "Sonnenwagen von Trundholm" (4) ein.

Diese Sehnsucht gab es in Mitteleuropa aber schon lange vor dem Eintreffen der Indogermanen. In zahlreichen Kreisgrabenanlagen wie der von Goseck aus dem Mittelneolithikum kann man am Tag der längsten Nacht beobachten, wie im Südwesttor die Sonne untergeht. Am Morgen danach geht die Sonne im Südosttor wieder auf (Wiki). Vermutlich haben die Indogermanen die Verehrung der Sonne also von den Vorgängerkulturen übernommen.
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  1. The Placing of Early Bronze Age Metalwork Deposits: New Evidence from Scotland. By Richard Bradley, Chris Green, Aaron Watson. First published: 01 February 2018, Oxford Journal of Archaeology, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/ojoa.12135?campaign=woletoc& 
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelsscheibe_von_Nebra 
  3. Bading, Ingo: Menschen aus der Bronzezeit hatten ein Auge für die Landschaft. 13.2.2018, https://plus.google.com/+IngoBading/posts/LzyU4J9NFgR 
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenwagen_von_Trundholm

Sonntag, 15. Juli 2018

Laßt die Liebe wachsen, auch die Liebe zur Naturwissenschaft (Teil 1)




00:00 - Wie kann man Vertrauen in die Wissenschaft gewinnen? Aus der Wissenschaft kommt viel Negatives. Moderne Wissenschaft ist sehr abstrakt. 
01:34 - Wo wart ihr besser in der Schule: in Mathe oder in Deutsch?
03:20 - Nicht selten waren gerade die begabtesten Naturwissenschaftler - zum Beispiel - auch gute Musiker. Werner Heisenberg, Manfred Eigen.
05:30 - Stephen Hawking - "Eine kurze Geschichte der Zeit" (1988). "Die andere Bildung" (Ernst Peter Fischer), die "Dritte Kultur".
09:21 - Naturwissenschaft und Philosophie brauchen "Vermittler", um den Laien einen Zugang zu ihren Inhalten zu ebnen, zu ermöglichen, Menschen, die einen dort abholen, wo sie stehen. Meine wichtigsten "Vermittler" waren Gerold Adam (Konstanz) (mein Onkel) und 
10:33 - Rudolf Malter (Mainz).
12:36 - Meine lange währende Distanz gegenüber der Naturwissenschaft, Beispiele dafür.
13:55 - "Wenn ihr euch für Naturwissenschaft begeistern wollt, dann müßt ihr gleichzeitig sehr stark verliebt sein. Wer eine große Liebe erfährt im Leben, dem fällt es leichter, sich auf abstrakte Dinge einzulassen." "Man suche sich eine schöne Freundin, einen Freund, dann kann man sich auch für Naturwissenschaft begeistern." (Mein Tipp.)
15:05 - Ein Beispiel: Mein Pflanzenbestimmungs-Kurs im Grundstudium Biologie.
18:00 - Meine Bücher, meine Freunde: 
Hermann Haken - "Erfolgsgeheimnisse der Natur - Synergetik, die Lehre vom Zusammenwirken" (1981): Wie kann trotz Tendenz der Welt zum Wärmetod, zur Entropie in ihr Ordnung entstehen?
20:41 - Ilya Prigogine - "Dialog mit der Natur - Neue Wege naturwissenschaftlichen Denkens" (1980): Die neue Physik darüber, wie sich im Laufe der Zeit Systeme irreversibel verändern können.
22:16 - Manfred Eigen - "Das Spiel - Naturgesetze steuern den Zufall" (1975): Sein und Leben sind eine sehr gelungene, ja spannende Kombination von Zufall und Gesetzmäßigkeit.
26:20 - Harald Fritsch - "Vom Urknall zum Zerfall - Die Welt zwischen Anfang und Ende" (1983): Seine Frage: Warum nehmen so wenig Mitmenschen Anteil an den großen Wundern moderner Forschung?
27:00 - Vorlesen von Auszügen aus dem ersten Kapitel "Der Tanz mit dem Ozean".
35:44 - Auf die Menschen, die nach der großen Ganzheit der Welterfahrung suchen und fragen, auf die kommt es an. Und wenn sie sich von moderner Wissenschaft abwenden, ist modernes Leben mehr bedroht denn je.
37:05 - Und es geht mir um nichts anderes als darum, dagegen zu halten. Und dazu muß man bewegt von den wesentlicheren Dingen reden.
38:00 - Wer will sich denn noch für den Erhalt unserer großen Kultur einsetzen? Der drohende Zusammenbruch komplexer Gesellschaften. - - - Fortsetzung in Teil 2.

Montag, 9. Juli 2018

Der Weg der Naturwissenschaft ist konservativ



00:00 - Leben und geistiger Aufbruch finden offline statt.

03:46 - Vertrauen in die Wissenschaft gewinnen - wie geht das? Anlaß: Verteilen eines Aufsatzes auf dem Treffen des letzten Wochenendes (1).

06:35 - Haben wir noch ein Wissen und Bewußtsein davon, in welchen Kämpfen sich die Naturwissenschaft über die Jahrhunderte hin zu jener Höhe emporgearbeitet hat, empor hat arbeiten müssen, auf dem sie heute steht? Wissen wir um diesen Kampf und wissen wir ihn darum noch zu schätzen?

14:32 - (Achtung: Der hier zunächst vorgelesene Text stammt von mir selbst, nicht von Mathilde Ludendorff!)

16:38 - Gibt es ein gutes Buch über den "Kampf der Dunkelmänner gegen die Naturwissenschaft über die Jahrhunderte"?

17:00 - Mathilde Ludendorff sagt: "Noch vor dem Kriege" (vor 1914) "glaubten die Forscher, nun könne nie mehr schwarzer Aberglaube über die Erkenntnis siegen." (1)

18:44 - Mathilde Ludendorff über den "Zickzackweg der Irrtümer der Wissenschaft" (1). Tolle Worte zur Charakterisierung des Fortschritts in der Wissenschaft.

25:40 - Die Monotheisten moderieren den öffentlichen Diskurs. "Die haßerfüllten Augen des Karlheinz Deschner" solchen Zusammenhängen gegenüber.

35:30 - Wichtige Erkenntnis: Der Weg der Naturwissenschaft ist von seiner Natur her konservativ.

39:40 - Auch die Wahrheitssuche in der heutigen alternativen Öffentlichkeit und in der patriotischen Bewegung sollte zunächst einmal konservativ sein.
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  1. Ludendorff, Mathilde: Wahrheit und Wissenschaft. In: Tannenberg-Studenten-Bund (Hg.): Der Kampf um Salzburg. Vorträge und Ansprachen der Deutschen Volkshochschule Salzburg vom 8.-13. Scheidings 1931. Ludendorffs Volkswarte-Verlag München 1931

Unser Treffen am Wochenende - Nachbereitung




Ein Gespräch mit Matthias Köpke ("Esausegen")

Wir reden über unsere Tagung an diesem Wochenende. Wir erörtern einige (nur einige!) der während der Tagung aufgekommenen Fragen. Wir verarbeiten ein wenig unsere Eindrücke. 

Wir sprechen über zukünftige Pläne.

Die erwähnten Schriften:

  1. Wer oder was ist eigentlich Gott? https://archive.org/details/KoepkeMatthiasWerOderWasIstEigentlichGott2018
  2. Ist Gotterkenntnis möglich? https://archive.org/details/LudendorffDr.MathildeIstGotterkenntnisMoeglich
  3. Wegweiser zur Gotterkenntnis  https://archive.org/details/LudendorffDr.MathildeWegweiserZurGotterkenntnis
  4. Die Ludendorffbewegung und der Nationalsozialismus  https://archive.org/details/KoepkeMatthiasDieLudendorffBewegungUndDerNationalsozialismus2017
  5. Ludendorffs Volkswarte   https://archive.org/details/1929Nr.9DeutschlandAlsSuendenbockLudendorffsVolkswarteA3Format
  6. Deutsche Wochenschau   https://archive.org/details/1929Nr.9DieWeltherrschaftDesRoemischenPapstesDeutscheWochenschau
  7. Am Heiligen Quell Deutscher Kraft   https://archive.org/details/AmHeiligenQuellDeutscherKraftLudendorffsHalbmonatsschriftFolge12Von20.09.1936


Sonntag, 1. Juli 2018

"Söhne der Sonne" - Die Indogermanen Asiens



00:00:00 - Einleitung: Die genetische Geschichte Europas ist in den Grundzügen schon gut verstanden. Wie aber sieht es aus mit der genetischen Geschichte Asiens, hier vor allem Asiens westlich und nördlich von China?

00:03:45 - Ethnische Rückzugsräume, Rand- und Reliktbevölkerungen haben in der Weltgeschichte mehrfach große weitere Bedeutung bekommen - sowohl in Europa wie in Asien. Beispiele dafür: Blätterhöhle in Westfalen, Schweriner See, östlicher Ostseeraum noch lange nach der Neolithisierung, Baikalsee-Fischer noch lange nach der Indogermanisierung als Vorfahren der Turkvölker.

00:09:35 - Man findet im deutschsprachigen Raum keine Berichterstattung über den derzeitigen recht faszinierenden Forschungsstand zur genetischen Geschichte Asiens, also der Archäogenetik, Ancient-DNA-Forschung (1-3). Deshalb mache ich darüber dieses Video, obwohl ein solcher Vortrag von kompetenterer, fachwissenschaftlicher Seite gehalten werden sollte. Immerhin behandelt der Kanal "RuStAG Netzwerk 2.0" (nicht "Virulent National"!)  schon die (inzwischen etwas veraltete) Haplotypen-Genetik.

00:13:26 - Erst West-, dann Ostwanderung der Schnurkeramiker als Shintashta- und Andronowo-Kultur bis an die Grenzen Chinas. Damit ergeben sich zwei genetisch unterschiedliche Phasen der Geschichte der indogermanischen Völker des Steppenraumes, einmal die ursprüngliche Yamnaya-Kultur (3.300 v. Ztr.) mit nur geringen genetischen Anteilen anatolisch-neolithischer Herkunft und ab 2.100 v. Ztr. die Shintaschta-Kultur der Ukraine und die Andronovo-Kultur Sibiriens als Nachkommen der Schnurkeramiker Mitteleuropas.

00:26:30 - Die erste europäische Zuwanderung nach Indien, ebenso wie die Hethiter in Anatolien weisen bislang zwar beide kaukasische, aber beide keine spezifisch indogermanische Herkunft auf.

00:31:19 - Um Anteilnahme für die indogermanische Völkerwelt zu wecken, werden aus ihrer reichen kulturellen Vielfalt exemplarisch die 36 tocharischen Königreiche entlang der Seidenstraße (ab 2.000 v. Ztr.) und das Königreich der Sogder in Samarkand vorgestellt, sowie der Fernhandel der Sogder mit Kamel-Karawanen weit in das Tang-zeitliche China hinein, wo diese einerseits als "Exoten" vielfältige Darstellungen in der chinesischen Kunst gefunden haben und andererseits auch hohe Regierungsbeamte werden konnten.

00:34:45 - Die hunderte von europäischen tocharischen Wüstenmumien am Westrand Chinas gewähren die aller faszinierendsten Einblicke auch in unsere eigene mitteleuropäische Bronzezeit, die nur denkbar sind, da der Erhaltungszustand ihrer Körper, ihrer Tätowierungen, ihrer Kleidung, ihres Schmucks, ihrer hölzernen Grabausstattungen so hervorragend ist wie nirgends sonst in der indogermanischen Welt.

00:54:45 - Restvölker in Rückzugsräumen der Weltgeschichte können - aus diesen Rückzugsräumen heraus und nach erneuten genetischen und kulturellen Neuanpassungen - ganze neue Zeitepochen der Weltgeschichte einläuten und dominieren. Dies wird am Beispiel der Hunnen/Turkvölker/Mongolen aufgezeigt, deren Vorfahren einst von allen Seiten von Indogermanen umgeben und "umzingelt" waren, die dennoch ihre genetische, sprachliche und kulturelle Eigenart erhalten haben und mehrere tausend Jahre später selbst das Ruder der weltgeschichtlichen Entwicklung Asiens in die Hand genommen haben, nämlich in der Spätantike und mit dem Untergang von hunderten indogermanischer Königreiche, Fürstentümer, Stämme und Völker in Asien.

01:08:33 - In den neuesten Studien schälen sich immer mehr "Geister"-Völker des Kaukasus-Raumes als wichtige Vorfahren der genetischen Geschichte sowohl einerseits 1. Indiens als andererseits 2. Anatoliens und schließlich 3. der Indogermanen heraus.

01:13:00 - Die genetische Geschichte der Skythen zwischen Ungarn und dem Altai-Gebirge. Es wird auf die genetische Einmischung von Hunnen, bzw. Turkvölkernn in die unterschiedlichen Stämme und Konföderationen des großen Völkerstammes der skythischen Völker hingewiesen. Die Skythen in Ungarn weisen gar keine hunnischen Einmischungen auf, während nördlich des Tianshan die skythischen Reitervölker (Saken) schon bis zur Hälfte hunnischer Abstammung sein konnten. Im Zusammenhang mit diesen skythischen Mischvölkern entstanden dann fast rein hunnische, turksprachliche Völker wie die Xiongnu der Mongolei, die seit der Spätantike in Asien den Lauf der Weltgeschichte bestimmten.
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  1. Allentoft et. al. 2015 (Eske Willerslev): Population genomics of bronze age Eurasia. Nature Magazine 
  2. Damgaard et. al. 2018 (Eske Willerslev): The first herders and the impact of early Bronze Age steppe expansions into Asia. Science Magazine, 9. Mai 2018
  3. Damgaard et. al. 2018 (Eske Willerslev): 137 ancient human genomes from across the Eurasian steppes. Nature Magazine, 9. Mai 2018
  4. Bading, Ingo: Die Frühbronzezeit in den Fürstentümern der Seidenstraße. 4. November 2007, http://studgendeutsch.blogspot.com/2007/11/die-vor-wenigen-wochen-erffnete.html 
  5. Bading, Ingo: Aufsatzreihe zu den Sogdern und Tocharern, 2007, http://studgendeutsch.blogspot.com/search/label/Sogder
  6. Bading, Ingo: Neue Forschungen zur Entstehung der Indogermanen. Wie entstanden die modernen europäischen Völker? - Ancient-DNA-Forscher David Reich berichtet über den aktuellen Forschungsstand. 2. Juli 2017, http://studgendeutsch.blogspot.com/2017/07/neue-forschungen-zur-entstehung-der.html
  7. Bading, Ingo: Aufsätze zur Indoeuropäer-Frage, 2007-2017, http://studgendeutsch.blogspot.com/search/label/Indoeurop%C3%A4er
  8. Bading, Ingo: Aktuellste schriftliche Blogbeiträge seit 2018 immer auf: https://plus.google.com/+IngoBading
  9. London, Jack: Ein Sohn der Sonne. http://gutenberg.spiegel.de/buch/ein-sohn-der-sonne-10086/1
  10. Wade, Lizzie: Ancient DNA untangles South Asian roots. In: Science, 20 Apr 2018: Vol. 360, Issue 6386, pp. 252 DOI: 10.1126/science.360.6386.252, http://science.sciencemag.org/content/360/6386/252.full
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