Sonntag, 17. Juni 2018

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 9)




Wie lernten Erich und Mathilde Ludendorff sich 1923 bis 1926 kennen? Welche Vorgänge und Ereignisse führten zu ihrer Ehe?

Einleitend wird zunächst noch einmal allgemeiner zu der Frage Stellung genommen: Warum überhaupt Mathilde Ludendorff? Was unterscheidet Mathilde Ludendorff von anderen weltanschaulichen (oder politischen) Richtungen? Also: Was macht sie - womöglich - "einzigartig"? Vorläufige Antwort:
  1. Bei ihr ist sehr viel von Seele die Rede, vermutlich mehr als bei allen anderen weltanschaulichen Richtungen. Schon an vielen Buchtiteln ist das abzulesen.
  2. Der große geschlossene Bau einer philosophischen Erkenntnis, die hier gegeben ist.
  3. Womöglich eine starke seelisch erweckende, mitreißende Kraft, die von diesen Werken ausgeht. (In Sloterdijk's Worten: diese Werke erleichtern besonders das Entstehen einer "Vertikalspannung", die für einen heutigen gesellschaftlichen Aufbruch doch so deutlich sichtbar notwendig zu sein scheint.)
  4. Die durchgehende Nähe zur Naturwissenschaft.
Grundgedanke dieses Videos ist: Erich Ludendorff war zunächst, früher und stärker von der PERSÖNLICHKEIT von Mathilde von Kemnitz und ihren Lebenshaltungen beeindruckt und nahm Anteil an ihnen als vorwiegend und allein von dem philosophischen Werk, das sie bis dahin veröffentlicht hatte. Dieser Grundgedanke, diese Einsicht wird erläutert anhand von Auszügen aus beider Lebenserinnerungen (1, 2).

00:20:16 - Damit werden auch einige wesentliche und wachere Fragen beantwortet, die die Theologin Angelika Dörfler-Dierken vor mehr als 15 Jahren zu dem Leben von Mathilde Ludendorff gestellt hatte, und um deren Beantwortung man sich bislang nur wenig bemüht hat (3).

Abschließend wird aus den Lebenserinnerungen von Erich Ludendorff folgendes zitiert (2, S. 49): "Ich habe viel gearbeitet, viel geschaffen, viel nachgedacht in meinem Leben, aber wie meine Frau schafft und gestaltet, mit welch unerbittlicher Geistesschärfe sie zu Werke geht, war stets für mich ein Gegenstand des Staunens und Bewunderns; und gleichzeitig steht meine Frau mitten im Leben, im häuslichen sowohl wie im politischen. Es ist für mich immer in meinem Leben eine Freude gewesen, kluge Mitarbeiter zu haben; aber schließlich war ich doch immer zuguterletzt der fast ausschließlich Gebende. In meiner Frau fand ich einen Weggenossen, von dem ich viel, sehr viel nahm. Meine Frau hätte ihr Werk ohne mich schaffen können, ich konnte das ihrige nur verbreiten helfen. Die letzte Ausgestaltung meines Werkes konnte nur auf den Grundlagen erfolgen, die meine Frau geschaffen hat. (...) Meine Frau ist der klügste Mensch, der mir begegnet ist. (...) Ich wünsche, daß das gesamte Deutsche Volk meine Frau als Gattin, als Mutter und als Philosoph, der dem Deutschen Volke die Grundlage neuer Lebensgestaltung gegeben hat, in alle Zukunft richtig sieht und achtet."

Welch eine Hochachtung vor der Frau. Muß sie nicht auf Jahrhunderte hinaus in die Zukunft segensreich wirken für alle die Völker, die auf einen Erich Ludendorff hören wollen?
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  1. Ludendorff, Mathilde: Freiheitskampf wider eine Welt von Feinden an der Seite des Feldherrn Ludendorff. V. Teil von: Statt Heiligenschein und Hexenzeichen - Mein Leben. Verlegt bei Franz von Bebenburg, Pähl 1967
  2. Ludendorff, Erich: Vom Feldherrn zum Weltrevolutionär und Wegbereiter Deutscher Volksschöpfung. Meine Lebenserinnerungen von 1926 bis 1933. Verlag Hohe Warte, Stuttgart 1951
  3. Bading, Ingo: Studiengruppe "Naturalismus, völkische Subkulturen, Ethik und Politik seit 1900 / Ludendorff-Bewegung". Das Studium einer völkischen Subkultur. Auf: Studiengruppe Naturalismus, 8. Juni 2010, http://studiengruppe.blogspot.com/2009/10/studiengruppe-volkische-subkulturen_14.html

Sonntag, 10. Juni 2018

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 8)



Worin bestand Ludendorffs "Feldherrnkunst"? Was ist für ihn "Feldherrnkunst"? 

Worin bestand Ludendorffs "Feldherrnkunst"? Was ist für ihn "Feldherrnkunst"?

00:00:15 - Kommentare zu den bisherigen Videos dieser Video-Serie. - Thema "Wunder an der Marne" 1914.

00:01:45 - Über die Geisteswelt und das Ringen des Ehepaares Ludendorffs wurde Jahrzehnte lang sowohl in der "etablierten" wie in allen Formen von "alternativen" "Öffentlichkeiten" fast vollständig geschwiegen. Das sollte doch vielen zu denken geben.

00:05:50 - Bewegende Inhalte können nur bewegt übermittelt werden. Es geht darum, Gotterleben zu wecken.

00:07:35 - Der französische Militärhistoriker Jean Mabire (1927-2006) hatte begonnen eine Buchreihe über "Volkserwecker" (1). Mit Jean Mabire kann man sich womöglich gar nicht genug beschäftigen (1).

00:12:15 - Der europäische Gedanke in der Waffen-SS der letzten Kriegsjahre. Die französische Waffen-SS-Division "Charlemagne". Ihr Schicksal in Pommern 1944. Die Frage des Weiterkampfes im Frühjahr 1945. Endkämpfe in Berlin 1945.

00:22:28 - Was heißt es denn, ein "Volkserwecker" zu sein? Man muß die Volksseele ansprechen. Das geht - in der heutigen Lage - nur über Erschütterung.

00:25:15 - Weitere Kommentare der letzten Tage zu den Videos, auch zum Interview mit Bernhard Schaub.

00:31:25 - Eine empfehlenswerte Biographie zu Erich Ludendorff? Ja, sie wurde 1965 von einem alten Ludendorff-Anhänger veröffentlicht (2, 3).

00:33:50 - Idealerweise wäre mein Videokanal keine "Einmann-Vorstellung", sondern eine Arbeitsgruppe mit viel Austausch. Bitte Email schreiben, wer "Newsletter" erhalten möchte.

00:36:50 - Frage im Kommentar-Bereich nach dem strategischen Denken und Handeln Erich Ludendorffs in Schlachten.

Worin also bestand Ludendorffs "Feldherrnkunst"? Was ist für ihn "Feldherrnkunst"?

00:40:35 - Wie ist hier der "größte Feldherr aller Zeiten" einzuordnen, Adolf Hitler? Urteil Halders. Gute deutsche Generäle waren: Manstein, Guderian, Rommel, auch Dietl.

00:43:00 - War der General Beck genial? Gneisenau, Moltke der Ältere und Friedrich der Große galten als geniale militärische Führer.

00:44:30 - Bei jeder genialen Leistung kommt es auf vor-, bzw. nichtrationale Intuition an, auf welchem Gebiet auch immer.

00:46:00 - Beethoven über die Generäle, die versuchten, Napoleon zu besiegen: "Wenn ich den Befehl gehabt hätte, ich hätte ihn besiegt." Es kommt nicht in erster Linie auf Vernunfterkenntnisse an, sondern auf Willenskräfte.

00:48:50 - Mathilde Ludendorff schildert, wie Erich Ludendorff auch seinen geistigen Kampf gegen die Freimaurerei und den Jesuitenorden wie eine "Schlacht" geplant und geführt habe.

00:50:15 - Auszüge aus dem Aufsatz Mathilde Ludendorffs "Der Feldherr des Weltkrieges" (1938) (4).

00:53:20 - Die Einsamkeit Ludendorffs als Feldherr. Die einsame Feier seines 50. Dienstjubiläums 1932 (4). Die gleiche Forderung richtete sich an den militärischen Widerstand gegen Hitler, insbesondere an Beck: Triff einsame Entscheidungen.

00:57:20 - Was machte die "Feldherrnkunst" aus in der Schlacht von Tannenberg?

01:01:50 - Manche Völker haben die Feldherrn nicht verdient, die sich in den Dienst der Volkserhaltung stellen.

01:04:35 - Auszüge aus dem Kapitel "Der Feldherr" in Ludendorffs Buch "Der totale Krieg".

01:09:15 - Zivilverwaltungs-Tätigkeit Ludendorffs als Machthaber in "Ober-Ost".

01:11:30 - Auszüge aus "Der Feldherr" in "Der totale Krieg"

01:14:15 - Eigene Erfahrungen über die Verantwortlichkeit von Befehlshabenden im Krieg.

01:16:45 - Auszüge aus "Der Feldherr" in "Der totale Krieg"

01:20:45 - "Charakter ist oft wichtiger als ein Wissen."

01:21:35 - "Männer"?

01:27:00 - "Geniales und schöpferisches Können", Kraft, Wille und Charakter, unwägbar Mitreißendes.

01:37:00: Ludendorff (4, S. 150): "Wirklichkeitssinn ist - neben Siegeswillen - die erste natürliche Eigenschaft, über die ein Feldherr verfügen muß, sonst wird er ein Phantast."
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  1. Bading, Ingo: Berlin-Neukölln - Im April 1945 verteidigt von französischer Waffen-SS Ein Buch des französischen Schriftstellers und Militärhistorikers Jean Mabire (1927 - 2006). Auf: Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt!, 20. September 2012, http://studgenpol.blogspot.com/2012/09/berlin-neukolln-im-april-1945.html
  2. Mahlberg, Helmuth (d.i. Johannes Marquardt [Jg.1885]): Erich Ludendorff. Zum Gedenken an seinem 100. Geburtstag. Leben und Wirken des bedeutenden Feldherrn und Politikers. Mit zahlr. Abb. a. Taf. u. Ktn.-Skizz. (Überarbeitung in militärischer Hinsicht durch Franz Biese.) Hans Pfeiffer Verlag, Hannover 1965 (334 S.)
  3. Bading, Ingo: Johannes Marquardt, ein Ludendorff-Anhänger seit 1925. Auf: Studiengruppe Naturalismus, 10. Juni 2018, http://studiengruppe.blogspot.com/2018/06/johannes-marquardt-ein-ludendorff.html
  4. Ludendorff, Mathilde: Der Feldherr des Weltkrieges. In: diess. (Hg.): Erich Ludendorff - Sein Wesen und Schaffen. Ludendorffs Verlag, München 1938, S. 135-175

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 7)




Ludendorffs Kampf gegen den Nationalsozialismus (1930 bis 1937)

00:04:50 - Der Volkslehrer (Nikolai Nerling) in Swinemünde. Der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Stadt Stettin ist nicht in den 2+4-Verhandlungen von Deutschland zurück gefordert worden.

00:08:30 - Das berühmte Telegramm Erich Ludendorffs an Hindenburg vom 1. Februar 1933 (1). Der Historiker und Verfassungssschutz-Mitarbeiter Fritz Tobias.

00:25:40 - Ludendorffs Schrift "Weltkrieg droht auf Deutschem Boden" aus dem Jahr 1930 (2). Kriegsvorbereitungen für das Jahwehjahr 1932. "Kampfplatz Deutschland" (Bogdan Musial). "10 plus 5 = Gott" (3). Das nächste Jahrwehjahr war 1941. Ludendorffs Voraussage: Der Krieg "auf deutschem Boden" zwischen West und Ost wird grob auf einer Linie von der Ostsee entlang der Elbe bis hinunter zur Adria zum Erliegen kommen.

00:36:30 - Auszüge aus der Schrift "Weltkrieg droht auf Deutschem Boden".

00:59:50 - Weitere Telegramme Ludendorffs an Hindenburg im Frühjahr 1933 (1). 

01:13:40 - Hitlers Drohung an Ludendorff (1).

01:15:20 - Erich Ludendorff in Tagebuchnotizen 1934 bis 1937 (4): "Eine schlimmere Knechtschaft gab es nie." Gespräch Ludendorffs mit General Ludwig Beck über die Generalstabsarbeit. Wir müssen "einen geistigen Aufklärungskampf in erster Linie führen gegen einen neuen Krieg. Er würde den Untergang des Abendlandes bedeuten."

01:30:45 - Ludendorffs Duell-Forderung an Joseph Goebbels (4). Ludendorff über Goebbels: "Wer so vertraut mit der Lüge umgeht, der ist in seinem Innenleben sehr eng damit verbunden. Dieser Mann kann selbst die überzeugendste Wahrheit und Tatsache nicht mehr ohne lügenhafte Umrahmung seiner Propaganda bringen." Ebenso sah es der Reichsjusitzminister Gürtler.

01:35:00 - Die Nachwelt hat es schwer, die Stellung Erich Ludendorffs innerhalb des Dritten Reiches vollständig zu übersehen und zu verstehen.

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  1. Bading, Ingo: Ludendorffs empörte Telegramme an Hindenburg im Jahr 1933 - Zur Frage der Echtheit von Ludendorffs Telegramm an Hindenburg vom 1. Februar. Stud.gr. Nat., 22. August 2013,  1933http://studiengruppe.blogspot.com/2013/08/ludendorffs-emporte-telegramme.html
  2. Ludendorff, Erich: Weltkrieg droht auf Deutschem Boden. Ludendorffs Volkswarte Verlag, München 1931
  3. https://www.jmberlin.de/katalog-10-plus-5-gleich-gott-die-macht-der-zeichen (2004)
  4. Niederstebruch, Walter: Erich Ludendorff in Tagebuchnotizen 1934-1937. Verlag Hohe Warte, Pähl 1978
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