Samstag, 9. August 2014

Ashdown-Forst - Ein "hohes O.T.O.-Ritual" in Großbritannien 1940?


Spielte der britische Geheimdienst Rudolf Hess eine einflussreiche, deutschfreundliche O.T.O.-Gruppe in Großbritannien vor?

Dieser Beitrag ist eine Fortsetzung des vorigen, der vor allem die Fleming-Biographie von Donald McCormick (1993) ausgewertete. In diesem Beitrag sind nun alle weiteren wichtigen und zugänglichen Quellen und Berichte ausgewertet worden, die es zu dem schon im letzten Beitrag behandelten "hohen Ritual" im Ashdown Forst Anfang 1940 zu geben scheint. Und zwar insbesondere die Hauptquelle, nämlich ein Bericht von jemandem, der sich Amado Crowley nannte. Für eine abschließende Beurteilung der Zuverlässigkeit all dieser Berichte erscheint es noch zu früh. Eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik muss man aber doch für mehr als geboten halten, da ja immer klarer wird, welche Rolle Pädokriminalität in den britischen Eliten seit vielen Jahrzehnten spielt.

Am Neujahrstag 1941 schrieb Aleister Crowley in sein Tagebuch1:
Habe eine Zeremonie durchgeführt nach so langer Zeit der Abstinenz. Es ging ganz gut. P.S. Zu gut! Es gab drei Feuerunfälle!
Niemand scheint bislang so recht zu wissen, worauf sich dieser Tagebuch-Eintrag bezieht. Es gibt aber Berichte, nach denen Aleister Crowley in den Anfangsmonaten 1940 (oder in den Anfangsmonaten 1941 - oder zu beiden Gelegenheiten?) ein „hohes Ritual“ im „Ashdown Forest“ geleitet haben soll im Auftrag des britischen Geheimdienstes und unter Billigung des Vatikandiplomaten Angelo Roncalli (des späteren Papstes), bei Anwesenheit von Winston Churchill, Karl Haushofer, Bilderberg-Gründer Josef Retinger, dem Astrologen Louis de Wohl, dem Geheimdienstchef Admiral Godfrey, seinem Sekretär Ian Fleming, zahlreichen (sonstigen) Mitgliedern des O.T.O. und des britischen Geheimdienstes, Angehörigen des britischen Königshauses und des Parlamentes. Und zwar um einerseits Adolf Hitler mit okkulten Mitteln davon abzuhalten, das Unternehmen Seelöwe durchzuführen, also die Eroberung Englands, und um aber andererseits einen einzelnen, nämlich Rudolf Hess zu seinem Flug nach England zu verleiten.

Der Ashdown-Forst ist ein Wald- und Heidegebiet von landschaftlicher Schönheit 50 Kilometer südlich von London. Schon das Wissen darum, dass diese genannten Personen überhaupt an okkulten Ritualen teilgenommen haben sollen, wäre ja nicht unbedeutend. Hier kommen aber noch dazu der Zeitpunkt, die Teilnehmerauswahl und die Zielsetzung. Man muss sich doch sagen: Wenn so etwas ernsthaft betrieben worden sein sollte und konnte, dann wird man noch vieles andere für möglich halten müssen rund um den Zweiten Weltkrieg und seine geheimpolitischen und okkulten Hintergründe.

Zeugenberichte von diesem Ritual haben gegeben 1991 ein „Magier“ und Okkultlehrer, der unter dem Namen Amado Crowley (1930-2010)2 wirkte und schrieb. (Sein bürgerlicher Name soll aber ein anderer gewesen sein.). Außerdem in der Folgezeit zwischen 1991 und 1993 der vormalige Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes Cecil Williamson (1909-1999)3. In ihre Darstellungen übernommen haben diese Berichte Autoren wie der Ian Fleming-Freund und nicht unbedeutende Geheimdienst-Historiker Donald McCormick (1993)4, die Spionage-Kolumne des „Sunday Telegraph“ (1993)5, der Crowley-Biograph Richard B. Spence (2008)6, der Okkultautor und -historiker Michael Howard (2009)7, sowie Autoren wie Dave Evans (2010)8, David McCann (2011)9 und Nigel Graddon (2013)10 (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Außerdem wurden seither viele Fragen rund um dieses Ritual und die Glaubwürdigkeit der Berichte über dasselbe auf diversen Internetforen und -blogs erörtert, unter anderem auf den Foren der „Aleister Crowley Society”11.

Abb. 1: Aleister Crowley, wohl um 1940 herum
Der Heß-Flug – Beginn der „Götterdämmerung“

„Operation Mistelzweig“ soll zumindest ein Teil jener Aktion des britischen Geheimdienstes genannt worden sein, die darauf zielte, Rudolf Heß nach England zu locken. Zunächst einmal fragt es sich, warum das „Herüberlocken“ von Rudolf Heß nach England überhaupt ein so wichtiges Geschehen gewesen sein soll für den britischen Geheimdienst und britische Regierungskreise, so dass sie – dafür? - sogar an einem „hohen Ritual“ unter der Leitung von Aleister Crowley teilgenommen haben sollen. Und warum das Herüberlocken von Rudolf Heß – auch ganz abgesehen von diesem Ritual - mit einem so vergleichsweise großen Aufwand von Seiten des britischen Geheimdienstes verfolgt worden ist.

Wenn man sich mit der Außenpolitik Großbritanniens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigt, drängt sich sehr bald der Eindruck auf, dass es in dieser niemals wirklich einflussreiche deutschfreundliche politische Kräfte gegeben hat. George Orwell beobachtete in den 1930er Jahren, dass es in Großbritannien gar keinen echt konservativen Intellektuellen mehr gab. Und als linksstehender Intellektueller war man per se antifaschistisch eingestellt in der damaligen Stalin-freundlichen „Pink Decade“ Großbritanniens und der USA.

Es drängt sich deshalb der Eindruck auf, dass das einzige, was wirklich „inszeniert“ werden musste, um eine europaweite „Strategie der Spannung“ wirklich fahren zu können (ohne die hintergrundpolitische Kräfte ja nicht auskommen), immer wieder nur die „Appeasementpolitik“ gegenüber Deutschland und den anderen Achsenmächten gewesen ist. Denn die „Strategie der Spannung“ konnte ja nach 1932 nur wirksam verfolgt werden, wenn man in Deutschland einen faschistischen Diktator an die Macht brachte und Deutschland zunächst einmal wieder militärisch stark werden ließ.

Auffallenderweise fand der stärkste Ausdruck der gesamten Appeasementpolitik der 1930er Jahre – nämlich die „Peace in our time“-Berchtesgaden-Reise von Neville Chamberlain - ausgerechnet in dem Augenblick statt, in dem der militärische deutsche Widerstand unmittelbar vor seinem Militärputsch gegen Hitler rund um Berlin bereitstand (General von Witzleben). Diese Reise fiel also den innerdeutschen Gegnern Hitlers geradezu „punktgenau“ in den Rücken. Dabei an Zufall zu glauben erscheint beim heuten Kenntnisstand reichlich naiv.

Der ganze Heß-Flug und dass der britische Geheimdienst und seine zahlreichen deutschen Helfer um diesen Flug einen so umfangreichen „Zinnober“ getrieben haben, auch astrologischen und okkulten „Zinnober“, sowie dass Hess dann Jahrzehnte lang - wie ihm schon 1923 von einer Astrologin vorausgesagt worden war – in einem „großen einsamen Haus“ leben musste, und dass es seit 1945 insbesondere immer wieder Rudolf Hess ist, der von vielen (bekanntermaßen zumeist Geheimdienst-gesteuerten) deutschen Neonazi-Gruppen „zelebriert“ wird, all das deutet darauf hin, dass der Ordo Templi Orientis (O.T.O.) oder ähnliche okkult-satanistisch Freimaurer-Gruppen dem Leben und Sterben von Rudolf Hess eine vergleichsweise umfangreiche auch okkult-symbolische Bedeutung gegeben haben.

Der entscheidende Grund für all das wird darin liegen, dass der Heß-Flug den Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges „bombensicher“ machte und damit die endgültige Unmöglichkeit von solchen Dingen wie einem Unternehmen Seelöwe, einer Eroberung Englands durch Hitler. Dass dieser Flug dem „schlauen“, vorsichtigen und zögerlichen „Fuchs“ Josef Stalin jede Möglichkeit nahm, noch im letzten Augenblick vor Ausbruch des Krieges - oder auch in den vielen Jahren des die Sowjetunion erschöpfenden Krieges bis 1945 - zu einer Übereinkunft mit Hitler kommen zu können. Für solch einen Fall hätte man britischerseits immer das „Ass“ Rudolf Heß im Ärmel gehabt, um mit ihm einem etwaigen erneuten Übereinkommen Stalins mit Hitler zuvorkommen zu können.

Rudolf Heß bewirkte also - ohne es zu ahnen – genau das Gegenteil dessen, was er mit seinem Flug hatte erreichen wollen. Er war der Garant des Bündnisses der Westmächte mit der Sowjetunion, er war der Kitt dieses Bündnisses. Und genau so haben es ja Satanisten auch am liebsten. Die Absichten der von ihnen geleiteten gutgläubigen Menschen in der Wirkung in ihr Gegenteil zu verkehren.

Nach kabbalistischem Zahlenaberglauben war das Jahr 1941 das günstigste für den Beginn eines Weltkrieges (siehe die Ausstellung des Jüdischen Museums mit dem Titel "10 plus 5 gleich Gott"). Und „eigentlich“ begann ja der Zweite Weltkrieg auch erst mit dem deutsch-sowjetischen Krieg und mit dem lang vorbereiteten Kriegseintritt der USA einige Monate später. Die „Blitzkriege“ vorher waren ja im Grunde genommen immer noch Ausdruck von „Appeasementpolitik“. Sie hatten ja alle deshalb gar keine großen Verluste mit sich gebracht.

Alle Hinweise deuten darauf hin, dass Josef Stalin von 1941 bis 1945 der Tatsache, dass Rudolf Heß in England war, immer große Bedeutung zugemessen hat.

Der Heß-Flug war also keinesfalls eine Randerscheinung der Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Er stellte einen der wichtigsten Garanten dar dafür, dass der minutiös geplante Ablauf desselben nicht „durcheinander“ geriet.

Amado Crowley berichtet

„Operation Mistelzweig“, der Name, mit dem das Herüberlocken von Rudolf Heß nach Großbritannien benannt wurde, bezieht sich auf die Sage vom Tod des strahlenden germanischen Gottes Balder durch einen Mistelzweig, der der Göttersage nach nichts weniger als den Auftakt der Götterdämmerung „Ragnarök“ bildete. Also sehr passend und sehr im satanistischen Sinne, wenn man damit eine Operation zur Absicherung des Ausbruchs des deutsch-sowjetischen Krieges benennen will. Schon vom Namen her bezieht sich eine Gruppierung innerhalb des britischen Geheimdienstes auf die Tötung eines strahlenden Gottes. Es impliziert finstere, dunkle, „gottfeindliche“ Gedanken. Da Rudolf Heß vom Typ her eher dunkel war und keine strahlende „Baldur-Gestalt“ - ebenso die meisten anderen Naziführer -, drängt sich auf, dass in der Figur des Baldur bei dieser Namensgebung letztlich doch noch am ehesten an das deutsche Volk insgesamt gedacht worden ist, an die ihm zugesprochenen guten Eigenschaften und an jene Götterdämmerung, die ihm und dem russischen Volk zugedacht worden war.

Abb. 2: Die "Erinnerungen" des "Amado Crowley" (1991)
Amado Crowley (1930–2010) behauptete von sich selbst, nicht nur geistiger Erbe von Aleister Crowley zu sein, sondern auch der sehr bewußt von Aleister Crowley gezeugte leiblicher Sohn desselben. Die letztere Behauptung wird oft und mit guten Argumenten bezweifelt12.

Sein Buch liest sich aber ungewöhnlich spannend. Schreiben und erzählen kann der Amado Crowley, das steht außer Frage. Man kann sein Buch kaum aus der Hand legen, ohne es zu Ende gelesen zu haben. Natürlich liegt das auch an dem außergewöhnlichen Inhalt der 26 Kapitel. Außerdem ist die Erzählperspektive ungewöhnlich. Aleister Crowley habe sich mit seinem Sohn Amado sieben Jahre lang sehr intensiv befasst, und zwar von seinem siebten bis zu seinem vierzehnten Lebensjahr, also von 1937 bis 1944. 1944 habe er ihn in einer Zeremonie eingeweiht (Kapitel 22 und 23) und danach ganz bewusst nie wieder gesehen. Also alles hübsch im okkulten Siebenjahres-Rhythmus.

Was von all diesen Geschichten stimmt oder nicht, soll an dieser Stelle nicht weiter interessieren. Von den 26 Kapiteln sind hier eigentlich nur die vier Kapitel 16 bis 19 von Bedeutung rund um das „hohe Ritual“ im Ashdown-Forst.

Aber auch in diesen vier Kapiteln bekommt man bei vielem bald den Eindruck: Das ist eigentlich alles zu gut erzählt, um wahr zu sein. Es sind auch zu viele lächerliche Einzelheiten falsch.

1. spricht Amado Crowley ständig vom „Nazi High Command“, in dem Okkultgläubige tätig seien, auf die die Arbeit des Aleister Crowley im britischen Geheimdienst ausgerichtet gewesen sei. Aber was soll das sein? Für das deutsche „Oberkommando der Wehrmacht“ wird im Englischen der Begriff „Armed Forces High Command“ benutzt, für das deutsche „Oberkommando des Heeres“ „High Command of the Army“. Ist der Begriff „Nazi High Command“ ein gebräuchlicher in Großbritannien, auch sonst? Jedenfalls zeigt man mit seiner Verwendung, dass man sich für die Problematik des Spannungsverhältnisses zwischen Partei und Wehrmacht und Drittem Reich, die bis 1945 andauerte, nicht zu interessieren scheint. Aus dem ganzen Zusammenhang geht hervor, dass Amado Crowley gar nicht die führenden Wehrmachtgeneräle meint (abgesehen vielleicht von Wilhelm Canaris und ähnlichen Leuten), sondern die politische Führung des Dritten Reiches, zu der insbesondere Rudolf Heß gehörte. Aber warum drückt er sich dann so oft so ungenau aus?

2. Im Jahr 1940 soll man in England schon davon gewusst haben, dass in deutschen Konzentrationslagern Menschen zu Seife verarbeitet worden seien und Aleister Crowley soll das für Scherze gegenüber dem Vatikandiplomat Angelo Roncalli (dem nachmaligen Papst) verwendet haben (S. 119) - ?

3. Wenn Amado Crowley 1930 geboren wurde, war er 1940 zehn Jahre alt. Mit zehn Jahren merkt man sich doch all die vielen politischen Details und Anzüglichkeiten in den Gesprächen, die er schildert, gar nicht. Das ist eigentlich einer der unglaubwürdigsten Punkte. Auch dass ein zehnjähriger Junge überhaupt bei all diesen Geheimbesprechungen dabei gewesen sein soll, sogar eine Geheimhaltungs-Erklärung unterschrieben haben soll.

4. Da es eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Crowley und dem britischen Geheimdienst gab seit dem Ersten Weltkrieg, was Amado Crowley auch weiß und mit Literaturangaben belegt, muten die weiten Strecken der Schilderung des Zögerns von Aleister Crowley im Jahr 1940, für den britischen Geheimdienst zu arbeiten, und die geschilderte „Überzeugungsarbeit“ von Admiral Godfrey und seiner Kollegen diesbezüglich absurd und unglaubwürdig an. Zumal ja, wie Amado Crowley an anderer Stelle betont, Aleister Crowley mit Ian Fleming immer im herzlichsten Freundschaftsverhältnis und Einverständnis gestanden sein soll.

5. Sollte ein Treffen des Admirals Godfrey mit Aleister Crowley wirklich in London tief unter der Erde stattgefunden haben müssen (S. 110ff)? Warum? Sollte die Örtlichkeit der von ihm geschilderten umfangreichen unterirdischen Anlagen dann nicht wenigstens heute genauer angegeben werden können, als Amado Crowley das in seinem Text tut?

Und auf dieser Linie könnte man sicherlich noch vieles weitere nennen. Auch andere haben das ja schon getan13. Dennoch ist Amado Crowley natürlich ein „Experte“ auf dem Gebiet des Okkultismus und der okkult-satanistischen Geheimgesellschaften. Er kennt sich in ihrer Geschichte halbwegs aus. Und man mag seine „Erinnerungen“ deshalb lesen als eine nicht ganz unwahrscheinliche „Interpretation“ von Dingen, die in England in jener Zeit geschehen sein könnten und vielleicht auch irgendwie so geschehen sind. Zumal zumindest auch ein zweiter, nämlich Cecil Williamson wie wir noch sehen werden, Zeuge des von Amado Crowley geschilderten Kernereignisses, des „hohen Rituals“ im Ashdown-Forst gewesen sein will. Auch die Tatsache, dass der Bericht um die Ereignisse rund um das „hohe Ritual“ von Donald McCormick und anderen Autoren ohne Einschränkung und oft ganz ohne kritische Erörterung ernst genommen wird, deutet darauf hin, dass sie vielleicht noch weitere Hinweise für die Glaubwürdigkeit des Amado Crowley hinsichtlich des Kernereignisses seines Berichtes haben, die sie nicht nennen. (Ich halte es z. B. für sehr wahrscheinlich, dass auch Donald McCormick Mitglied des O.T.O. oder ähnlicher Organisationen war.)

Denn ein bisschen wundert man sich schon, dass Donald McCormick sich auf Amado Crowley bezieht ohne den leisesten kritischen Unterton seinem Bericht gegenüber anzudeuten. Es zeigt das einmal erneut, dass Donald McCormick vielfach etwas betrieben zu haben scheint, was in die Richtung dessen geht, was man gerne einmal mit „anthroposophische Geschichtsschreibung" bezeichnen könnte. Für diese mag es ja oft reichen, dass geschichtliche Ereignisse im okkulten Sinne „wahr“ und „bezeugt“ sind (etwa durch Wiedergeburt und Fernwahrnehmung etc.) und dass man die Verifikationsprozesse der üblichen Geschichtswissenschaft gerne einmal nicht gar so wichtig nimmt. So ähnlich arbeiten ja auch Autoren wie Trevor Ravenscroft, Jaques Bergier und andere mehr.

Bis auf weiteres gehen wir im folgenden davon aus, dass die Schilderung des Kernereignisses, des „hohen Rituals“ im Ashdown-Forst den Tatsachen entspricht, auch die geschilderte elitäre Teilnehmer-Zusammensetzung. Dass aber viele gar zu lächerlichen Details der Rahmenerzählung desselben erfunden sind. Amado Crowley beginnt die genannten vier Kapitel mit den Worten (eig. Übersetzung)14:
Anfang 1940, einige Monate, nachdem der Krieg begonnen hatte, kamen außergewöhnliche Männer zu Crowley. Einer war klein, einer war groß und der dritte war ziemlich dick. (…) Zuerst sprach der Dicke. „Herr Crowley, Sie müssen von mir gehört haben. Mein Name ist Louis de Wohl, der Astrologe.“ „Nein,“ sagte Crowley, der Menschen immer so gerne ihre Illusionen raubte. „Ich fürchte, da klingeln keine Glocken bei mir .“
Und auf dieser Linie wird das fröhliche Zögern und Nichternstnehmen von Geheimagenten durch Aleister Crowley dann durchgehend geschildert.
„Diese Männer kommen von einem bestimmten Ministerium,“
soll der Astrologe Louis de Wohl dann weiter geraunt haben:
„Sie sind ein Experte für Okkultismus,“ lächelte der große Mann. „Für deutschen Okkultismus,“ ergänzte der Kleine mit einem Grinsen. „Meine Kollegen verweisen auf die Verbindung zwischen dem „Order of the Golden Dawn“ und gewissen deutschen Gesellschaften.“ Der große Mann beobachtete Crowley genau: „Man weiß alles über die Spengler-Papiere: die berühmten handgeschriebenen, verschlüsselten Dokumente, die so einen großen Einfluss auf die inneren Lehren des Ordens der Goldenen Morgendämmerung hatten.
„Man ist sich seit langem darüber einig, dass diese Papiere eine Fälschung darstellen,“ blaffte mein Vater. „Sicher,“ stimmte der andere zu. „Aber eine Täuschung durchgeführt für einen bestimmten Zweck durch enge Freunde des Kaisers! Das nennt man dann langfristige Planung, Herr Crowley. Ebenso wie der Besuch, den Sie 1912 von Herrn Theodor Reuss bekamen. Wenn ich recht unterrichtet bin, machte er Sie zum Leiter des O.T.O. in England? Aber nicht als eine autonome Gruppe, Herr Crowley? Sondern als Empfänger von Anweisungen aus dem Hauptquartier in … äh … Nürnberg, wenn ich nicht irre.“ Er lächelte entwaffnend aber, wie Aleister später eingestehen musste - seine Hausaufgaben hatte er gemacht.
„Offensichtlich,“ fuhr der andere fort, „war die Absicht, die Söhne einflussreicher Familien zu rekrutieren, sogar Staatsmänner. Männer, die eines Tages in hohe Stellungen gelangen könnten. Wenn sie zur selben Zeit in hohe Ränge einer geheimen Gesellschaft gelangt sind mit Verbindungen nach Deutschland …? Ähm, etwa kein Grund, alles auf Strich und Komma zu überprüfen?“
Aleister blickte ihn an, als wäre er ein akuter Fall von etwas Unheilbarem. „Sie sagen das alles mit dem Gusto eines John Buchan15. Das kann doch nur bedeuten, dass sie Mitarbeiter des Geheimdienstes sind.“
Nun, Amado Crowley benutzt eigentlich in diesem Bericht zunächst nur Dinge, die jeder über die Geschichte des O.T.O. wissen kann. Wodurch sein Bericht ein bisschen „billig“ wird. Noch dazu, wenn er an manchen Stellen Literaturangaben gibt, was eigentlich bei authentischen Erinnerungen nicht nötig sein sollte.

Abb. 3: Aleister Crowley's Unterschrift
Kurz und gut: Aleister Crowley soll sich nach dieser Erzählung nach langem Hin und Her für die Kriegszeit erneut für den Geheimdienst verpflichtet haben und eine Erklärung unterschrieben haben, keine Dienstgeheimnisse zu verraten16. Admiral Godfrey erläutert Crowley dann die Pläne folgendermaßen (S. 112f):
Unsere Hinterzimmer-Jungen haben einen ziemlich teuflischen Plan ausgeheckt. Hitler, wie Sie zweifellos wissen, ist bestätigter Weise Kunde von allen Dingen, die wir Briten dem Jahrmarkt vorbehalten oder der Goldenen Meile von Blackpool17. (…) Es scheint, dass der Führer niemals handelt, niemals irgend etwas Wichtiges tut, ohne zunächst den Rat seines Lieblingsastrologen einzuholen. (…) Wir wissen alles über Sie und die Gruppen, denen sie angehört haben. Zum Beispiel: die keltische Kirche, die spanischen Royalisten und wir dürfen nicht vergessen The Hermetic Order of the Golden Dawn. Ah! (…) Jemand fand es bemerkenswert zu notieren, dass ein Aspirant im Zelator-Grad den Nazi-Gruß erlernen muss.
Darauf habe Crowley geantwortet:
Nur eine druidische Geste für den Gruß des Gottes der Sonne.
Das Hakenkreuz sei ja auch ein Symbol für die Sonne, habe Godfrey darauf geantwortet:
Wie auch immer, es ist seltsam, dass so viele okkulte Orden deutsche Verzweigungen haben, finden Sie nicht auch?
Seltsam ist daran gar nichts - bei okkulten Orden, die aus der Freimaurerei oder aus tibetisch-indischer Theosophie hervorgehen. All das klingt von Seiten des Amado Crowley schon wie reichlich naives Geschichtenerzählen. Aleister Crowley habe sich verteidigt (!) (als hätte er das nötig ... oder wäre auch nur sinnvoll) mit den Worten:
Sie dürfen das nicht durcheinander bringen mit denen vom Ordo Novi Templi, dem Orden der Neutempler. Das ist eine extrem rassistische Bewegung, die ihren Anfang in Österreich nahm.
Godfrey:
Wo Adolf Hitler geboren wurde. (…) Natürlich kann es als eine Reihe von seltsamen Zufällen hinweg erklärt werden. (…) Sie und ich, wir wissen, dass es sich anders verhält, nicht wahr?
Auch Winston Churchill sei mit von der Partie gewesen bei diesem Plan wird dann mitgeteilt. Ja, die erste Initiative überhaupt sei von ihm ausgegangen. Und Godfrey fährt fort (S. 114f):
Wir haben schon von dem Hakenkreuz und dem Druiden-Gruß gesprochen. (…) Es gibt viele andere arische Symbole, die Runenzeichen der Waffen SS zum Beispiel. Indem man all dies zusammen nimmt, taucht der Gedanke auf – oder die Interpretation könnte gemacht werden – von einem geplanten Versuch, die Macht der Finsternis einzubeziehen oder zu beschwören. (…) Die kalte Brutalität ist nicht nur ein Kriegsgerücht. Die sexuellen Exzesse aller Art sind mehr als eine vage Geschichte. Sogar das Ermorden von Babies!18 Gott weiß, ich bin kein Experte, aber viel von diesen Obszönitäten scheinen eine enge Verbindung zu haben mit einer gewissen Kategorie von okkultem Ritual. (…) Die Spitzen des Nazi-Oberkommandos (…) - viele von ihnen, wenn nicht die Mehrheit sind tief verstrickt in Magie und Okkultismus. Einige von ihnen sind treue Parteigenossen von Anfang an, aber eine Anzahl von ihnen waren zuvor schon sehr viel länger Mitglieder geheimer Gesellschaften. Nun, eine Anzahl von diesen Organisationen hatten Verbindungen mit oder hatten ähnliche Ursprünge wie der Order of the Golden Dawn. Der Name Aleister Crowley hat großes Ansehen in diesen Kreisen, man könnte sogar sagen, er wird in einigen Fällen verehrt. Nun, jedes Mitglied des Oberkommandos ist untersucht worden. Jedes hat einen eigenen Geschmack und Neigung, wenn es um okkulte Lehren und die Praxis der Magie geht. Balder – Sie haben richtig geraten – das ist unser Deckname für ihn – Balder bevorzugt geheime Lehren, die Ihren eigenen ziemlich ähneln. Sie werden deshalb am besten wissen, wie man ihn beeinflussen kann und er wird noch mehr beeindruckt sein, wenn er erfährt, dass Sie involviert sind.
Mit Balder ist Rudolf Heß gemeint. Übergangslos wird dann davon berichtet, wie man zwei „deutsche“ Offiziere, einen „Professor“ und einen „Doktor“ am berühmten britischen Militärflughafen „R.A.F. Tangmere“ abgeholt habe. Dies war ein für die damalige Verteidigung Englands wichtiger, ja, legendärer Militärflughafen. Dieser soll also - von Lissabon kommend - direkt angeflogen worden sein. Amado Crowley (S. 116):
Viele Jahre später bekam ich heraus, dass der "Professor" Karl Haushofer, eine bedeutende Figur in deutschen okkulten Kreisen, und der "Doktor" Joseph Retinger war, der hohe Ämter in der deutschen Freimaurerei inne hatte und der sich später den polnischen Streitkräften im Westen anschloss.
Józef Retinger (1888-1960) wurde in Krakau geboren und war, soweit übersehbar Pole und nicht Deutscher. Er lebte seit 1911 in England, zum Teil in Mexiko. Er war bis Juli 1943 Berater des Generals Sikorski und begründete im Oktober 1942 die transatlantische Bilderberg-Konferenz. 1944 nahm er per Fallschirmabsprung im besetzten Polen Verbindung auf zu den dortigen polnischen Widerstandsgruppen (alles nach Wikipedia). Wie ausgerechnet dieser Mensch dazu gekommen sein soll, als „deutscher Offizier“ und „Verräter“ - zusammen mit Karl Haushofer (1869-1946) - von Deutschland über Lissabon nach England zu fliegen, bleibt mehr als rätselhaft. Dass er an dem Ritual teilgenommen hat, scheint nicht unplausibel.

Spektakulär bliebe dann eigentlich nur noch die Teilnahme von Karl Haushofer. Zahlreiche Haushofer-Freunde und -Biographen betreiben ja seit 1945 eine auffallende Verharmlosung und nehmen Karl und Albrecht Haushofer fast davor in Schutz, für Hitler gearbeitet zu haben und Heß zu seinem England-Flug veranlasst zu haben. Angesichts solcher auffälliger Verharmlosungen und der auffälligen Tatsache, dass sie durchgewunken werden (was doch so vielen anderen Verharmlosungen niemals ermöglicht wurde) möchte man dann doch allerhand mehr hinter dem Wirken des Karl Haushofer vermuten. Und das ist ja hier auf dem Blog auch schon ausgeführt worden. Im Grunde ist das Wirken des Karl Haushofer gut in Parallele zu setzen zu dem des Wilhelm Canaris. Beide waren einerseits Kriegstreiber und sollen andererseits Hitler gestürzt haben wollen. - Jedenfalls lässt Amado Crowley die Besucher sagen (S. 118):
„Wir sind als Verräter gekommen und das ist schwer. (…) Wir sprechen im Namen von vielen anderen, die wollen, dass Weiß (Großbritannien) gewinnt.“
Und schließlich soll er gesagt haben:
„Zeit für die Fee, ihren Zauberstab zu rühren.“ Dies war das einzige mal, dass ich sah, dass Crowley seine Faust gebrauchte, um einen Kinnhaken zu verteilen.
Ob nun der gute Aleister Crowley dem 52-jährigen Josef Retinger oder 71-jährigen Karl Haushofer einen Kinnhaken verpasst haben soll, verrät Amado nicht ... Aber wir wollen einmal nicht so genau sein, unter hochgestellten O.T.O.-Brüdern scheint ja auch noch ganz anderer Körperkontakt üblich gewesen sein.

Abb. 4: Angelo Roncalli, um 1940
Illuminat Angelo Roncalli

Vom Militärflughafen „R.A.F. Tangmere“ aus habe man die Kathedrale in Arundel aufgesucht, eine Bischofskirche (20 Autominuten entfernt), wo man einen Bischof und Angehörigen des diplomatischen Korps des Vatikans getroffen habe. Churchill hätte zuvor mit dem damaligen apostolischen Nuntius in Großbritannien gesprochen (dies wäre damals der Erzbischof von Liverpool, William Godfrey, gewesen). Amado Crowley (S. 120):
Die katholische Kirche hatte Personal, das Zugang hatte, ja sogar Kontakt hatte zu Menschen, die im Nazi-Oberkommando tätig waren. Es wäre sehr sehr hilfreich, wenn wir die Kirche überzeugen könnten … nicht uns zu helfen, aber … uns gewisse Einrichtungen zu bieten.
Welche Einrichtungen nun genau, sagt Amado Crowley nicht und warum dazu Kontakt zum Nazi-Oberkommando notwendig gewesen sei, den der britische Geheimdienst ja sicher auch ohne den Vatikan hatte. Immerhin hat sowohl Wilhelm Canaris wie auch die Gestapo stramme und treue Katholiken unter den einflussreicheren Mitarbeitern genannt. (Es sei nur der Onkel des Lügenbarons von und zu Guttenberg genannt, der ebenfalls schon in Familienkreisen als jemand galt, der begabt dafür sei, "Lügenteppiche zu weben".)

Dass der eigentlichen Zweck der Zusammenarbeit eher okkulter Art war, deutet Amado Crowley dann nur an. Da es um rituelle Magie gegangen sei, hätte dem Bischof gegenüber mit großem Nachdruck betont werden müssen, dass die britische Regierung nicht selbst an Magie glauben würde, sondern dass nur gewisse hochrangige Mitglieder der Nazi-Partei das tun würden, was in diesem Zusammenhang der entscheidende Punkt wäre. So weit es sie selbst anginge, würde für sie jede Handlung, die ausgeführt würde, leer und bedeutungslos sein. Aber es würden Wege gefunden werden, dass ausgewählte „Zielpersonen“ von dem Ritual erfahren würden. (Von Churchill selbst ist ja das Zitat überliefert, dass in Bezug auf das Herüberlocken von Rudolf Heß „Mummenschranz die Parole“ sei, was immerhin sehr gut zu dieser Darstellung von Amado Crowley passen würde.) Dass es bezüglich des Kriegsverlaufes übrigens immer eine Abstimmung gegeben hat zwischen den westlichen Staatsmännern und der katholischen Kirche, geht ja auch gut hervor aus den intensiven Gesprächen, die der Kardinal Spellman wenig später mit dem US-Präsidenten Roosevelt hatte.

Mit welchem Bischof Aleister Crowley, Admiral Godfrey, Karl Haushofer und Józef Retinger unterhandelt haben sollen, wird dann wenig später erläutert. Dem ganzen Zusammentreffen wird nämlich noch inhaltsschwere, magisch-symbolische Bedeutung gegeben, etwa in diesen Ausführungen (eig. Übersetz.) (S. 122):
Crowley nahm die Hand (des Bischofs) in eine der seinen, aber statt sie zu seinen Lippen zu führen, studierte er den Ring wie ein Juwelier. Er zog dann seine andere Hand hinter seinem Rücken hervor. Auf seinem Finger glänzte ein noch größerer und eindrucksvollerer Ring. Er blickte fest in die Augen des Bischofs. „Tauschen wir?“, fragte er er schalkhaft.
Amado Crowley weiter (S. 122)19:
... The Bishop laughed and even clapped his hands together in applause. “So then it is true, Mr. Crowley: you are a joker!” “In my games, My Lord, a very important card. But being so other-worldly, you may not have realised.”
With that, rather impudently, Aleister bestowed an occult blessing. (Deutsch: Mit diesem fast unverschämten Handeln erhielt Aleister einen okkulten Segen.) The bishop's face was wreathed in a huge smile as he clapped his hands on my father's shoulders. “Oh, Mr. Crowley,” he mussed (er zauste ihn) with a slight sigh. “I think you would be surprised at how much I do realise.”
To everyone's shock he bestowed a different occult blessing on the speechless magician and embraced him. This may bewilder readers today as much as it bewildered us then. The Bishop's name was Angelo Roncalli and help is provided by a book from a reliable Catholic source. In “The Broken Cross”, Piers Compton states that Roncalli became a member of the Illuminati sect whilst he was on diplomatic service in Turkey. He later became the Patriarch of Venice, being given the red hat while on a visit to France by President Auriol. In 1958 he was elected Pope John XXIII. on his pectoral cross (Brustkreuz) he even bore the sign of the Illuminati - the all-seeing eye in the corner of the triangle.
Piers Compton, I should add, is the former editor of the Roman Catholic newspaper, “The Universe”.
Angelo Roncalli (1881-1963) wurde 1958 zum Papst gewählt als Nachfolger von Pius XII.. Von 1934 bis 1944 war er Apostolischer Delegat in Istanbul, ab 22. Dezember 1944 in Frankreich. Seit die sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen innerhalb der katholischen Kirche, sowie ihre Jahrzehnte und Jahrhunderte lange Vertuschung durch die Kirchenoberen bekannt geworden ist, erhält das erwähnte Buch von Pries Compton20 neue Aufmerksamkeit von Seiten der Leserschaft auf Amazon. In der im Internet weit verbreiteten These von der Unterwanderung der katholischen Kirche durch Freimaurer wird immer wieder auf Angelo Roncalli verwiesen.

Immerhin könnte man sich das Einverständnis dieses feisten Priesters mit einem Amado Crowley bildlich recht gut vorstellen ...

Das Ritual selbst

Das „hohe Ritual“ beschreibt Amado Crowley dann im unmittelbaren Anschluss an die zuvor zitierten Worte folgendermaßen (S. 123f)21:
It was Pythagoras, I think, who said he could tilt the earth if given a long enough lever and a fulcrum. What Aleister Crowley did as regards the subsequent history of the world was every bit as momentous.
The high ritual took place at a spot in Ashdown Forest, Sussex. I must not say where exactly. Despite all the security, word did get out but in a twisted version, and ever since, the locals have been pestered by weird people. Crackpots come, even some [neo-]Nazis, apparently to suck up any magical energy that might still linger. It was Gerald Gardner (about whom, more later) who shifted the story to the New Forest. That would have been further away from the target we were aiming at, and along the wrong Nexus, vis-à-vis Germany. The ceremony itself was long and complex. I have lost a great many of the details mainly because certain items were so dazzling and prominent. For instance, I have a very vivid memory of a dummy, dressed in Nazi uniform, being sat on a throne-like chair. I had to sit with my back to this, and a large mirror was raised in front of me. The result was I could see my own face quite close, and the dummy’s face over my right shoulder.
Most of the people there wore occult robes of one sort or another. At Crowley’s orders, even the contingent of soldiers had them over their customary battle-dress. I say robes, but in most cases they were mere lengths of sheeting. Each of them had a runic symbol cut out of coloured felt and stitched to their breast. The mass of people moved around the dummy and me in two circles. The outer one turned deosyl (mit dem Uhrzeiger) and the inner went widdershins (gegen den Uhrzeiger). This movement wasn’t just a regular, monotonous rotation either. At certain moments, or at given signals, they wove in and out of each other. It reminded me of the furry-dance I had seen in Cornwall22, or the figure dances in the film of ‘Gone With the Wind’23. It was all timed with great precision, and each time the dancers stopped, and faced inward, the runes on their robes spelled a different set of messages which were all aimed at the dummy.
Aleister explained that the gist (Kernaussage) was quite close to the short phrases I had to yell out, each time the dancing stopped. They were not in English or German but they signified things like: You are the one appointed, and You are the hero armed in gold. There was a lot more like this, but all of it in a similar vein. Strange names and weird titles cropped up from time to time and I recall how irritated my father got when I had difficulty with the word “Thule”.
Auch das Wort „Thule“ hat also eine Rolle gespielt. Die tiefere Sinngebung all dessen war ja von Amado Crowley schon weiter oben angedeutet worden und wurde von ihm auch später noch etwas genauer erläutert. Der ariosophische, Astrologie-gläubige „Thule-Orden“ des Rudolf von Sebottendorf, aus dem die NSDAP hervorgegangen war, wäre also von Aleister Crowley im Jahr 1940 keineswegs vergessen worden. Amado Crowley schreibt weiter unter der Zwischenüberschrift „Der Vogel fliegt“ (eig. Übersetz.) (S. 124)24:
Auf dem Höhepunkt der Zeremonie, wurden der Figur vogelähnliche Flügel angeheftet. Sie wurde dann auf die Spitze eines Kirchturmes hochgezogen, dort angezündet und dann in der genauen Richtung auf eine bestimmte Örtlichkeit in Deutschland hin entlang eines Seilbahnkabels vom Stapel gelassen. Sie lief natürlich nur einige hundert Meter und verlor über ihren Weg hinweg brennende Teile. Eine Gruppe von RAF-Feuerwehrleuten war angewiesen, ihrem Weg zu folgen und jedes Feuer zu löschen, das die Figur auslöste. Sie kam nicht bis zu dem Baum, an dem wir das Seil verankert hatten. „Nicht weit genug und ein bisschen zu schlapp,“ erklärte Aleister boshaft. Sie fiel auf einen schmalen Fußweg und verursachte kleine Brände. Sie wurden schnell gelöscht und nur drei oder vier kleine Bäume wurden angeschwärzt. Der Flugweg war (…) geplant, so dass sie nirgendwo in Berührung mit abgelegenen Häusern oder Gebäuden kam.
Alle waren zuvor schon auf Geheimhaltung eingeschworen worden und wurden es danach erneut.
Dennoch hätte es seither immer wieder Gerüchte um dieses Ritual gegeben. Der britische Geheimdienst habe Aleister Crowley danach sogleich wieder fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel (S. 126f). Über den Heß-Flug schreibt Amado dann, wobei er glaubt, die Überzeugung von Heß wiederzugeben (S. 127):
Er war Balder und Hitler war der böse Dämon, Loki.
So hat Heß doch offenbar niemals über Hitler gedacht. Aber wie auch immer. Wie ein typischer Okkultgläubiger, der an die Wirkung des von ihm beschriebenen hohen Rituals glaubt, schreibt Amado Crowley dann:
Hitler reinigte nach dem Heßflug ganz Deutschland von Magiern und Sehern. Er begann den Krieg ohne magische Unterstützung zu führen, der er bis dahin so viel Wert zugesprochen hatte. Er wagte es noch nicht einmal mehr, sich auf seine eigenen psychischen Kräfte zu verlassen. Während er also bis dahin Dinge im Voraus wusste und Entscheidungen mit erstaunlicher Erfolgssicherheit traf, machte er nun Fehler. Die verdrängten Energien beeinflussten sein Denken und seine Kriegsführung begann völlig fehlerhaft zu werden. Tatsächlich war das der Beginn des Endes.
Dann kommt er noch einmal auf das hohe Ritual zu sprechen (S. 127f):
Vielleicht waren es auch nur sechzig oder siebzig Teilnehmer. Die „Marx Brothers“25 waren da – der Kleine, der Große und der Fette – ebenso wie Gerald Gardner. Ebenso war Maxwell Knight da, eine führende Person im britischen Geheimdienst, von der viele glauben, dass er das Modell für „M“ in Ian Fleming's „James Bond“-Büchern war26. Er hatte sehr direkt mit der Operation zu tun, doch, was noch wichtiger ist, er hatte ein tiefgehendes, persönliches Interesse am Okkultismus und war unglaublich aufgeregt, der sich entfaltenden Szenerie des Rituals beizuwohnen. Jahre später, als all die Spionage-Skandale ausbrachen27, fragte ich mich oft, ob es da nicht eine Verbindung gäbe. Schließlich erforschten die Russen trotz ihres militanten Atheismus Psychokinese und eine Kraft, die sie „Bioplasma“ nannten.
Dass über das „hohe Ritual“ des Jahres 1940 bis 1993 niemand öffentlich gesprochen hatte, bringt Amado Crowley mit den ungeklärten Todesumständen von Rudolf Heß in Zusammenhang, der im Gefängnis viele Aufzeichnungen gemacht habe. Dem möchte man natürlich nicht alle Plausibilität absprechen. Er schreibt außerdem (S. 129):
Meiner Meinung nach gibt es nichts in meinem Bericht, das Aleister Crowley's Reputation retten könnte. Diese Operation Mistletoe zeigt ihn in keinem besseren Licht, denn er scheint darin ein bisschen so etwas wie ein abgeneigter Held zu sein und ein wenig geldgierig ebenfalls.
Nämlich weil er sich für all das gut hätte bezahlen lassen. Aber die führenden Personen sowohl des Ersten wie des Zweiten Weltkrieges wie Winston Churchill, Eisenhower, de Gaulle wären alle nicht besser gewesen wie Aleister Crowley, so Amado Crowley. Natürlich ein kleiner, womöglich unbewusster Scherz des Amado Crowley, dessen Schrift ansonsten sicher keine Aleister Crowley besonders kritisch gegenüberstehende Schrift genannt werden kann (um das mindeste zu sagen). Und so vermutet er denn auch, dass über die Operation Mistletoe seither deshalb so viel geschwiegen würde, weil man Aleister Crowley nicht so viele Verdienste hätte zusprechen wollen. Er setzt dann raunend fort:
Aber die Gründe für das Schweigen sind viel komplexer und ernster. Crowley kannte sie. Er bekam seine Information von den beiden „guten“ Deutschen, die er in Tangmere getroffen hatte. Es waren diese geheimen Auskünfte, die ihn davon überzeugten, alles „echt“ durchzuführen und nicht nur als bedeutungslose Äußerlichkeiten.
Was für verschwurbeltes okkultes Denken hinter diesen Sätzen stecken könnte, geht mir gerade noch nicht auf. Womöglich ist es nur Naivität. Ich gehe davon aus - und so schildert es Amado Crowley doch auch -, dass alle Teilnehmer das Ritual ernst genommen haben und es zugleich gerne "Mummenschranz" zu nennen geneigt waren. Denn bloß um Rudolf Heß davon zu überzeugen, dass es in England deutschfreundliche O.T.O.-Gruppen gäbe, dazu hätte Haushofer nicht an einem solchen Ritual teilnehmen brauchen. Hätte es  Hess etwa zu seinem Englandflug motiviert werden sollen durch die Erzählung, dass während des Rituals seine eigene Figur verbrannt worden sei? - - -

Amado weiter (S. 130):
Aber wo sind all die schweigenden Zeugen? Warum rückte niemand damit heraus? Denis Wheatley, ein früherer Mitarbeiter des Geheimdienstes und ein Mitarbeiter von Aleister Crowley (…). Ian Fleming war ebenfalls da (…). Nicht zu vergessen Tom Driberg, der Labour-Abgeordnete, und Admiral John Godfrey. Aber einige von euch sind immer noch am Leben. Frühere Bürgerwehr-Angehörige, frühere Soldaten, sogar Freunde von Aleister Crowley. (…) Wie lange wollt ihr alle vorgeben, dass nichts geschehen sei? (…) Ihr werdet wohl ziemlich eingeschüchtert worden sein in der Nacht des Rituals, nicht wahr? Und wenn ihr schon eingeschüchtert wurdet, mein Gott - ihr ward erschrocken.
Etwas geschah, womit ihr nicht gerechnet hattet, was ihr nicht geahnt hattet. Es gab da eine bestimmte Gruppe, nicht wahr? Und ihre Mitglieder waren nicht nur interessiert daran, Hitler die Quellen seiner geheimen Kraft zu entziehen. Sie beabsichtigten, sie zu stehlen und für sich selbst zu benutzen.
Na so was aber auch. Da spricht wieder ganz der okkultgläubige, aber zugleich offenbar auch naive, nicht besonders tief in elitäre Okkultpolitik eingeweihte Amado Crowley. Klar ist doch von vornherein, dass nur wenige von den einflußreicheren Teilnehmer bessere Ziele verfolgt haben können, als die Nazis – ob mit oder ohne unterstellte okkulte Kräfte. Als jemand, der sich selbst für weißmagisch-okkultgläubig hält, kann man sich natürlich nur schwer vorstellen, dass weiße Magie so ohne weiteres auch in schwarze Magie umgedreht werden könnte? Und tut dann "erschrocken" …?

Auch Amado Crowley gibt sich dann nämlich im weiteren reichlich erschrocken und eingeschüchtert. Und will von dem vielen, was er noch mehr über diese Hintergründe weiß, nur weniges andeuten. Ein David McCann berichtet – ebenfalls nach Amado Crowley – über dieses Ritual28:
Amado Crowley, Crowley’s son (…) He also claims very prominent members of society attended and participated in the ritual, among who were members of the royal family and the British government of the day, including the then Prime Minister Winston Churchill. (…)
Two crowds of troops and other prominent members of society moved in circles; one outer and one inner circle, one began to slowly move in the direction of the sun, whilst the other move against it, thus forming two spinning circles going in opposite directions, then with linked arms they fasten the pace of the spin and proceeded to go around faster and faster, and whilst doing so chanting out-loud. The high Priest and Priestess would stand on the outer and inner border of the circle of the linked armed dancers, who would in turn flail-whip the participants with the cat o’ nine (Peitsche, neunschwänzige Katze), to make them step in a more frenzied (wilder) manner, so as to elevate the energy from within side the circle.
The circle is normally done so in skyclad tradition, [nude]29, and once the dance reaches its climax, the priestess would motion the dancers, who would then fall to the ground, and as they did so, she would then funnel the cone for its enhanced energy and power. (…) It was all timed with great precision by Crowley, using a combination of astrological, astronomy, and referring to the latitude and longitude degrees and measurements - each and every time the crowd came to a sudden stop, and faced inwards, - the runes stitched onto the robes then spelt a different set of messages aimed towards the mannequin of Rudolph Hess.
In zwei Briefen an den Ian Fleming-Biographen Donald McCormick hat Amado Crowley seine Erinnerungen an die „Operation Mistelzweig“ noch erläutert. Er berichtete (eig. Übersetz.)30:
Ich stelle mir vor, dass es eine Handvoll solcher Leute wie (Ian) Fleming und Dennis Wheatley bedurfte, um die Aufmerksamkeit von Admiral Godfrey auf Aleister Crowley zu lenken. Ebenso ist es mein Eindruck, dass Fleming in der frühen Phase der Vermittler war zwischen London und Lissabon. Er traf die Vereinbarungen über den Besuch der beiden Deutschen.
McCormick schreibt weiter:
Crowley war schon viele Jahre zuvor ein Mitglied des Ordens zur Goldenen Dämmerung geworden und viele führende Nazis waren ebenso Mitglieder dieses okkulten Ordens. Crowley's Sohn berichtet, dass „wir darauf vorbereitet wurden, zwei deutsche Offiziere zu treffen mit den Decknamen 'Kestrel' und 'Sea Eagle'. Die ganze Sache war zwischen der rumänischen Botschaft in London und ihrem Gegenstück in Lissabon vereinbart worden und alles war streng geheim.“ (…) Die okkulten Rituale fanden statt im Ashdown Forest in Sussex.
Weiter McComick:
Das ist bezeugt von Amado Crowley, der es beschreibt als ein „hohes Ritual“. (…) Amado Crowley sagt, dass „Ian Fleming persönlich bei der 'Feuerwerks-Aufführung' (wie Aleister Crowley die Zeremonie im Ashdown Forst nannte) anwesend war und er war sehr aufgeregt. Ich persönlich glaube, dass er sich sehr sicher war, dass der ganze bizarre Vorgang Wirkung haben würde. Ob das nun nahelegt, dass er selbst ein Okkultist war, vielleicht ein Anhänger von Aleister Crowley, kann ich nur vermuten.
All diese Angaben wurden von – nicht bekannter Seite31 - folgendermaßen wiedergegeben und zum Teil auch noch konkretisiert, bzw. erläutert:
... These rituals had something to do with the fact that many leading Nazis were members of the Order of the Golden Dawn - an occult secret society. Occultism was the driving force behind many of the Nazi Party's organisations. The SS were brainwashed and indoctrinated using occult ceremonies. Two German SS officers, codenamed: “Kestrel” and “Sea Eagle” were contacted through the the Romanian Mission in London. They attended the rituals in Ashdown Forest, and no doubt reported back to Rudolf Hess that the Order of the Golden Dawn was alive and well amongst prominent members of British society, and that they were waiting to take power once peace was established. Hess was convinced that his plan to bring peace with Britain could lead to greater things. Perhaps even Britain joining Germany in Hitler's Armaggedon-like struggle against Soviet Russia.
Hier werden Haushofer und Retinger gar zu SS-Offizieren. Oder32:
According to Hess Biographer (?) Leonard Ingrams, Hess was lured to Britain by MI6. Ingrams believes that Heß' capture was part of Operation Mistletoe, in which English Pacifists were double-crossed into exploiting the pro-German sentiment quietly bubbling beneath certain U.K. power centres.
Und das soll ausgerechnet über die rumänische Botschaft in London geschehen sein, zu der ja schon der Astrologe der NS-Führung Karl Ernst Krafft – unter Anleitung seiner SS-Vorgesetzten – Kontakt hielt (siehe andernorts hier auf dem Blog). Gut bezeugt ist, dass Ian Fleming im Mai 1941 in Lissabon war, um von dort weiter in die USA zu fliegen. Aber er soll auch sonst häufiger dort gewesen sein. Denn vom Spielcasino in Lissabon soll er ja die Anregungen erhalten haben, die er dann in seinem ersten James Bond-Trivialroman „Casino Royale“ verarbeitete.

Vom Flughafen Lissabon aus gab es Fluglinien nach London, Berlin und New York. In Lissabon befand sich deshalb während des Zweiten Weltkrieges die wichtigste Außenstelle („Kriegsorganisation“) des „Amtes Abwehr“ unter Wilhelm Canaris innerhalb eines neutralen Staates33. Über Lissabon liefen viele Verbindungen von Deutschland in die Feindländer hinein und umgekehrt. (Die zweit wichtigste Außenstelle war Madrid, wo sich ja Wilhelm Canaris sehr häufig aufhielt.)
Abb. 5: Cecil Williamson - Gründer des "Hexerei-Museums"
Cecil Williamson berichtet

An der Westküste Englands gibt es das „Museum of Witchcraft“34, ein Museum, das der Geschichte und Gegenwart von Hexerei, Magie und Okkultismus gewidmet ist. Es wurde begründet von dem O.T.O.-Mitglied und britischen Geheimagenten Cecil Williamson (1909-1999)35, der vor 1939 im Auftrag des britischen Geheimdienstes und unter dem Vorwand, „Folklore-Forschung“ zu betreiben, die deutschen regierungsnahen okkulten Kreise ausspähte, bzw. die Zusammenarbeit mit ihnen koordinierte - zusammen mit zahlreichen anderen Kollegen und Mitgliedern des O.T.O., die parallel arbeiteten, Ian Fleming etwa. Sein Museum ging also unmittelbar hervor aus Agententätigkeit vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und während desselben in England. Dabei will er auch, wie er bald nach der Veröffentlichung des Berichtes von Amado Crowley äußerte, an dem „hohen Ritual“ im Ashdown-Forst teilgenmmen haben, womit es dann zumindest einen zweiten Zeugen desselben gäbe. O.T.O.-Mitglied Williamson war zusammen mit O.T.O.-Mitglied Gerald Gardner dann auch der Begründer der „Wicca“-Bewegung, die sich als eine „Wiederbegründung“ des Standes der vorchristlichen, heidnischen Hexer begreift, und von der Amado Crowley aufzuzeigen versucht, dass ihre Ursprünge im Wesentlichen auf den Ideen und Anregungen von Aleister Crowley beruhen36.

Das Museum stellt die volkstümlichen, sowie vor- und nichtchristlichen Traditionen von Hexerei, Magie und Okkultismus in den Vordergrund. Aber es wird sehr schnell deutlich, dass die okkulten Gruppen im britische Geheimdienst der 1930er und 1940er Jahren an diese etwaig damals noch vorhandenen volkstümlichen Traditionen nur angeknüpft haben, sie und ihre Erforschung – ähnlich wie das "SS-Ahnenerbe" unter Heinrich Himmler – nur ausgenutzt haben, zur verharmlosenden Tarnung benutzt haben, um den Logen- und O.T.O.-Okkultismus und -Satanismus des britischen Geheimdienstes, der britischen Regierungs- und Oberschichtkreise ähnlich zu verbergen und zugleich zu popularisieren, wie sich hinter solchen Dingen der Satanismus der SS verbarg.

Und im Zusammenspiel zwischen dem Okkultismus dieser Gruppen des britischen Geheimdienstes rund um Winston Churchill, Admiral Godfrey, Aleister Crowley und anderen und ähnlicher Gruppen im SS-Ahnenerbe unter Heinrich Himmler, also im Zusammenspiel der britischen mit den deutschen Satanistengruppen scheint dann allerhand Einfluss auf die Außenpolitik bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges genommen worden zu sein und dann auch auf den Kriegsablauf selbst.

Jedenfalls hat sich Cecil Williamson über das hohe Ritual im Ashdown Forst und über Aleister Crowley zwischen 1991 und 1994 in der Zeitschrift „Talking Stick - Magickal Journal“ geäußert37.

Abb. 6: Michael Howard - "Occult Conspiracy" (1997)
Michael Howard

Der Okkultautor und -historiker Michael Howard38, seit 1975 Herausgeber der Okkult-Zeitschrift „The Cauldron“ ist39 und auch regelmäßiger Autor des „Talking Stick“, hatte Kontakt mit Cecil Williamson. Und da die Zeitschrift „Talking Stick“ schwer erhältlich ist, scheinen einstweilen seine Bücher und Aufsätze einer der direkteste Zugänge zu den Äußerungen von Cecil Williamson zu sein. 1997 schrieb Michael Howard in einem Aufsatz über das schon genannte O.T.O.-Mitglied Gerald Gardner und über das Ritual im Ashdown Forest40:
Williamson, who served in the British Secret Service as a consultant on the occult during the war, says the ritual was a propaganda exercise held because it was known senior members of the German High Command dabbled in the occult and believed in astrology.
Aleister Crowley's son, Amado, who also participated in the ceremony, has independently claimed that it was part of the larger plot by British Intelligence to lure Rudolf Hess to Britain on his ill-fated peace mission. The Hess plot had been masterminded by Lt-Commander Ian Fleming of Naval Intelligence, with a little help from the thriller writer Dennis Wheatley and Crowley. (…) The Ashdown ritual took place in the spring of 194141. It involved forty Canadian soldiers as 'extras', wearing Army blankets embroidered with occult symbols, a magick mirror and a dummy of Adolf Hitler42. Amado Crowley claims that Fleming was actually present at this occult-'pantomime when twelve occultists and his father chanted “Rudolf Hess, Rudolf Hess, fly from Berlin to Britain” (Ian Fleming's Lure for Rudolf Hess by Mandrake in The Sunday Telegraph [4.7.93])43. (…)
Sometime between Gardner's return to England from the Far East in 1936 and 1947 he met Aleister Crowley. The timing of this momentous historic event is unclear. The accepted Wiccan version is that the two men were introduced in March 1946 by Arnold Crowther, husband of Patricia Crowther and High Priest of the Sheffield coven. Crowley at this time was living in a private hotel called, evocatively, Netherwood, just outside Hastings in East Sussex. Other sources have claimed that the two men knew each other as early as 1936 or 1938. Francis King mentions a date of 1943 or 1944 (1971:12). Whatever the date, Gardner purchased from Crowley, for about £300 according to their mutual friend Gerald Yorke, an Ordo Templis Orientis (OTO) charter. This authorised Gardner to found and run an OTO lodge. (…) Williamson has informed us that in fact Gardner paid Crowley £25 a time for a course of instruction. One day Gardner turned up for the next installment and Crowley began to cross-examine him on the previous documents he had supplied. Gardner, a typical Gemini, had only glanced at them and could not answer the questions. Apparently, Crowley became very angry and the two men parted on bad terms. Williamson also claims that it was Gerald Yorke who introduced them, presumably at an earlier date then 1946. (Personal communication 23.2.97)
Gardner (…) did include extracts from Crowley's Gnostic Mass and The Book of the law in his Wiccan rites. He did display the OTO charter in the witchcraft museum on the Isle of Man.
All das heißt ja, dass auch Cecil Williamson - wie schon erwähnt - Mitglied des O.T.O. war. 2009 schreibt Michael Howard44:
Cecil Williamson, Gardner's business partner in the 1950s, claimed that he had based his story of the Lammas45 ritual on a wartime military exercise called “Operation Mistletoe” performed in Ashdown Forest in Sussex by the British Security Service MI5. A ritual was organized by Williamson on a private estate in the forest between Surrey and Sussex. He did not talk about this in public until 1992, because he had signed the Official Secrets Act during his wartime work with MI6 (the Secret Inteligence Service), PWE (the Political Warfare Executive), and the SOE (Special Operations Executive). Williamson told me he had been recruited into MI6 in 1938 by a family friend, Major Edward „Ted“ Maltby, who belonged to a magical lodge run by Christine Hartley and her magical partner Colonel Charles Seymour, who also worked for MI6 and became head of the Dutch section of SOE.
Major Maltby recruited Williamson because of his occult knowledge to travel to Germany as an undercover agent posing as a folklorist to gather information on the occult interests of Nazi Party members and investigate possible links with British magical groups. When war broke out Williamson was employed by the PWE to run secret radio stations broadcasting black propaganda and disinformation to the German U-boats operating in the Atlantic and the North Sea. Several static and mobile radio transmitters, secretly supplied by the Americans, were established across southern England and were under his command. He also worked as an undercover agent behind the lines in occupied France for the SOE.
Originally Williamson was sent to Ashown Forest, which was under the control of a Canadian Army unit, to locate a site for a radio transmitter. Shortly after he arrived, a message came from a brigadier in MI5, informing him they were “getting together a whole group of people to have a sort of pantomime set-up whereby the wizards of England [sic] were going to curse Hitler and the Nazi regime” (Williamson, Winter 1992). It had to bear near the south coast of England because at the time two high-ranking officials from the Vatican were visiting the Duke of Norfolk at his family home at Arundel Castle in Hampshire. MI5 knew these officials had contacts with the German High Command and they would be leaked details of the ritual. It was believed that those in the Nazi leadership who were interested in the occult would be intimidated by the idea that powerful magicians were working against them.
Hier mutieren Haushofer und Retinger selbst zu hochrangigen Diplomaten des Vatikans, die auch noch Zugang zum deutschen Oberkommando gehabt haben sollen. Weiter:
Williamson persuaded the owner of a private estate in Ashdown Forest to let him use the land for the operation. About forty Canadian soldiers were recruited and were dressed up in robes made from gray army blankets decorated with magical symbols from the “Key of Solomon”46. Occultists and witches from the south coast were also invited to attend and a phony cursing ritual was then performed at a church on the estate. A dummy representing Hitler was raised in a cradle to the top of its tower, set on fire and then lowered to the ground on a rope. Unfortunately when it hit the ground the blazing image set fire to some bushes and the local fire brigade had to be called to extinguish the flames. Williamson said that he told Gerald Gardner about this ritual and he then invented the story of a similar one performed by the New Forest Coven.
(…) Independent evidence for the Lammas ritual was provided by the novelist Louis Umfraville Wilkinson (aka Louis Marlow). He had been a friend of Aleister Crowley, contributed to his magazine “The Equinox”, was one of his executors, and officiated at his funeral service in December 1947 ...
2012 oder 2013 schreibt Michael Howard47:
Another occultist who was supposed to have been involved in or connected to the Hess affair was the late Cecil Hugh Williamson, the founder of the Museum of Witchcraft and Magic at Castletown on the Isle of the Man48 that is now located in Boscastle in North Cornwall. Williamson had been recruited into MI6 in 1938 by a family friend Major Edward Maltby, who coincidentally was the brother-in-law of the famous occultist Dion Fortune. (...)
The major was in charge of a section of SIS set up to deal with the unusual threat posed by esoteric and magical groups in Germany and occultists in the Nazi Party. Williamson agreed to work for Six as an undercover agent and before the war made several trips to Germany posing as a folklorist to collect information. Cecil told this writer that he believed the intelligence he collected on at least two thousands Nazi Party members interested or involved in the occult and astrology helped Ian Fleming’s NID operation to trap Rudolf Hess.
Ein Dave Evans schreibt 201049:
The ritual, held in Ashdown Forest, involved a large number of soldiers dressed in ad hoc magical robes, and either a burning dummy in Nazi uniform or a symbolic model aeroplane which flew down on a cable stretched from a church tower to a nearby tree, accompanied by considerable pyrotechnics and much ritual chanting. (In some versions of the tale, two German SS officers, codenamed ‘Kestrel’ and ‘Sea Eagle’, had been somehow duped into attending the Ashdown Forest ritual and reported back to Hess that the Order of the Golden Dawn was alive and well and waiting to take power once peace was established).
Cecil Williamson (a former intelligence officer and subsequently the first owner of the Museum of Witchcraft) also describes this ritual in what appears to be confirmatory detail.50
Ein Vince Albanov schreibt 201451:
Another governmental scheme Williamson was involved with was the now famous “Witches Ritual”. This was aimed at Hitler and the Nazi high command to prevent the invasion of England. It now transpires that this was an elaborate hoax to fool and worry Hitler who supposedly believed in witchcraft and the powers of the occult. The Witches Ritual took place in Ashdown Forest (30 miles south of London) and employed the services of Aleister Crowley and his stepson Amado. “Secret Agent 666” by Richard Spence argues that Crowley, in his own unconventional way, was a patriotic Englishman who endured years of public vilification in part to mask his role as a secret agent.
Damit sind die wesentlichsten, zunächst zugänglichen Berichte über dieses Ritual im Ashdown Forst referiert. Es scheint das alles doch nicht gar so unbedeutend zu sein, so dass es sicher sinnvoll ist, dass man sich auch von deutscher Seite aus mit all diesen Dingen beschäftigt. Was seit 1991, also 23 Jahre lang nicht geschehen ist!
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1Original: „Used ceremonial after so long abstinence. It went very well. P.S. Too well! Started three fire accidents!”
2Crowley, Amado: The Secrets of Aleister Crowley. Diamond Books, Leatherhead 1991
3Diverse Interviews mit Cecil Williamson in der Zeitschrift „Talking Stick - Magickal Journal - A Modern Anthology of Paganism and the Occult“, hrsg. v. Amanda Prouten und Caroline Robertson, Krayzee Klub, London („Scarce Typhonian magick journal“), insbesondere „An Interview with Cecil Williamson“ in Talking Stick 14 (1994), 33 (zit. etwa in Ronald Hutton's „Triumph of the Moon“[1999]). Siehe auch Nr. 9/1992 (Cecil Williamson on Aleister Crowley) oder Nr. 24/1997. Der selten angebotene Band 1 der Zeitschrift umfasst u.a. folgende Heftnummern: Nr. 1 (Summer 1990), Nr. 2 (Samhain 1990), Nr. 3 (Spring 1991), Nr. 4, Nr. 5 (Winter 1991), Hefte 6-7/1992, Nr. 8 (Winter 1993), … Nr. 13 (Winter 1993), 14/1994, … Nr. 22 (Summer 1996), … 24-26/1997. Regelmäßiger Autor der Zeitschrift war auch Michael Howard. Ab 1998 folgt Band 2, s. http://www.midianbooks.co.uk/oldbooks_core.html [30.7.14] und andere Seiten
4McCormick, Donald: 17F - The life of Ian Fleming. Peter Owen, London 1993
5„Mandrake“ (eine Spionage-Kolumne, hrsg. von dem Journalisten Tim Walker): Ian Fleming's Lure for Rudolf Hess. In: The Sunday Telegraph, 4.7.1993 (zit. n. M. Howard)
6Spence, Richard B.: Secret Agent 666. Aleister Crowley, British Intelligence and the Occult. Feral House, 2008
7Howard, Michael: Modern Wicca. A History from Gerald Gardner to the Present. Llewwllyn Publications, Woodbury, Minnesota USA 2009, S. 39
8Evans, Dave; Sutton, David: The Magical Battle of Britain. Fighting Hitler's Nazis with occult ritual. Fortean Times, September 2010
9McCann, David: Trapped in a Masonic World. JayFKay Publishing, Middlesex 2011
10Graddon, Nigel: Otto Rahn and the Quest for the Grail. The Amazing Life of the Real Indiana Jones. Adventures Unlimited Press, 2013
11http://www.lashtal.com/forum/
12„Mal“: The man behind Amado Crowley, Forums of The Aleister Crowley Society, 6. Oktober 2012, http://www.lashtal.com/forum/index.php?topic=5849.0 [29.7.14]
13„Mal“: The man behind Amado Crowley, Forums of The Aleister Crowley Society, 6. Oktober 2012, http://www.lashtal.com/forum/index.php?topic=5849.0 [29.7.14]
14Crowley, Amado: The Secrets of Aleister Crowley. Diamond Books, Great Bookham, Leatherhead 1991, S. 105f
15Bezieht sich wohl auf den vielfach ausgezeichneten schottisch-kanadischen Agentenroman-Autor John Buchan (1875-1940) (I.B.).
16Das Crowley-Klischee darf nicht fehlen, dass er unterschrieben habe in der Art, dass das „A“ an einen männlichen Penis erinnerte (siehe Abb.) ...
17Vergnügungsviertel an der Westküste Englands mit vielen Angeboten aus dem okkulten Bereich, http://en.wikipedia.org/wiki/Golden_Mile_(Blackpool) [7.8.14]
18Auch das ist entweder wieder reichlich entsprechend des klischeehaften britischen Nazibildes geschrieben oder an Trevor Ravenscroft angelehnt.
19zit. auch n. Barter, Jamie auf „Forums of The Aleister Crowley Society“, 3.2.14, http://www.lashtal.com/forum/index.php?topic=6544.0 [29.7.14]
20Compton, Piers: The broken cross: The hidden hand in the Vatican. N. Spearman, 1983
21Zum Teil auch zit. bei Barter, Jamie auf „Forums of The Aleister Crowley Society“, 3.2.14, http://www.lashtal.com/forum/index.php?topic=6544.0 [29.7.14]
22eine Art traditioneller Maitanz oder -umzug, s. diverse Videos im Netz, bzw. http://en.wikipedia.org/wiki/Furry_Dance [2.8.14] (I.B.)
23Tanzszene in „Vom Winde verweht“ (1939), siehe Videos im Netz (https://www.youtube.com/watch?v=P4c5AoqUIZU [2..8.14])
24so auch behandelt von: McCann, David: Trapped in a Masonic World. JayFKay Publishing, Middlesex 2011, http://m.friendfeed-media.com/d00495e5f7afc74daa5a6a521aada39c9c52315e [29.7.14]; s. a.: ders.: Operation Mistletoe - Hilter, Churchhill, Crowley, the Queen and 007's creator Ian Fleming. 2. März 2013, http://kentfreedommovement.com/profiles/blogs/operation-mistletoe-hilter-churchhill-crowley-the-queen-and-007-s [29.7.14]
25Bezieht sich auf eine US-amerikanische Komikergruppe: http://de.wikipedia.org/wiki/Marx_Brothers [8.8.14]
26Ein zum Faschismus neigender, antisemitischer Homosexueller, wie das auf dem englischen Wikipedia wiedergegebene Urteil seiner eigenen geschiedenen Frau lautet. Er beschäftigte bevorzugt Frauen als Agenten, wie es dort auch heißt, was ja ebenfalls gut zu den James Bond-Romanen und zu diversen Biographien von britischen Geheimdienstagenten der damaligen Zeit passt.
27Maxwell Knight entlarvte viele kommunistische Maulwürfe im Dienst der britischen Regierung.
28McCann, David: Trapped in a Masonic World. JayFKay Publishing, Middlesex 2011, http://m.friendfeed-media.com/d00495e5f7afc74daa5a6a521aada39c9c52315e [29.7.14]; s. a.: ders.: Operation Mistletoe - Hilter, Churchhill, Crowley, the Queen and 007's creator Ian Fleming. 2. März 2013, http://kentfreedommovement.com/profiles/blogs/operation-mistletoe-hilter-churchhill-crowley-the-queen-and-007-s [29.7.14]
29„clad“ heißt zu deutsch „bekleidet”, „skyclad“ steht für „nur vom Himmel bekleidet”. lt. Wikip. (s. „Skyclad (band)“) “a pagan/wiccan term for ritual nudity, in which rituals are performed with the participants metaphorically clad only by the sky“.
30zit. n. McCormick, Donald: 17F - The life of Ian Fleming. Peter Owen, London 1993, S. 29
31zit. n. Yithian: The Hess Conspiracy (feat. I. Fleming and A. Crowley), 27.01.2004, http://www.forteantimes.com/forum/viewtopic.php?p=324265&sid=394c5b277af09937be88a08910a5e308 [12..7.14]
32Jerry E. Smith,George Piccard: Secrets of the Holy Lance. The Spear of Destiny in History & Legend. Adventure Unlimited 2005, S. 243 (GB)
33Bryden, John: Fighting to Lose. How the German Secret Intelligence Service Helped the Allies win the Second World War. Dundurn, Toronto 2014, S. 57; Weber, Ronald: The Lisbon Route. Entry and Escape in Nazi Europe. Government Institutes, 2011; Klappentext: „The Lisbon Route tells of the extraordinary World War II transformation of Portugal's tranquil port city into the great escape hatch of Nazi Europe. Royalty, celebrities, diplomats, fleeing troops, and ordinary citizens desperately slogged their way across France and Spain to reach the neutral nation. As well as offering freedom from war, Lisbon provided spies, smugglers, relief workers, military figures, and adventurers with an avenue into the conflict and its opportunities. Yet an ever-present shadow behind the gaiety was the fragile nature of Portuguese neutrality.“
34http://en.wikipedia.org/wiki/Museum_of_Witchcraft [30.7.14]
35http://en.wikipedia.org/wiki/Cecil_Williamson [12.7.14]
36Ausgerechnet 1942 übrigens entstand der erste Band des Romans „Der Herr der Ringe“ des überzeugten Katholiken J. R. R. Tolkien. Dieser Roman erschien dann 1954 im Druck, also in der Zeit, in der auch die James Bond-Trivialromane erschienen. Und womöglich sollte seine „Öffentlichkeitsarbeit“ nur eine andere Zielgruppe ansprechen als die des Ian Fleming?
37Diverse Interviews mit Cecil Williamson in der Zeitschrift „Talking Stick - Magickal Journal - A Modern Anthology of Paganism and the Occult“, hrsg. v. Amanda Prouten und Caroline Robertson, Krayzee Klub, London („Scarce Typhonian magick journal“), insbesondere „An Interview with Cecil Williamson“ in Talking Stick 14 (1994), 33 (zit. etwa in Ronald Hutton's „Triumph of the Moon“[1999]). Siehe auch Nr. 9/1992 (Cecil Williamson on Aleister Crowley) oder Nr. 24/1997. Der selten angebotene Band 1 der Zeitschrift umfasst u.a. folgende Heftnummern: Nr. 1 (Summer 1990), Nr. 2 (Samhain 1990), Nr. 3 (Spring 1991), Nr. 4, Nr. 5 (Winter 1991), Hefte 6-7/1992, Nr. 8 (Winter 1993), … Nr. 13 (Winter 1993), 14/1994, … Nr. 22 (Summer 1996), … 24-26/1997. Regelmäßiger Autor der Zeitschrift war auch Michael Howard. Ab 1998 folgt Band 2 (s. http://www.midianbooks.co.uk/oldbooks_core.html [30.7.14] und andere Internetseiten).
38Daniel: Michael Howard. 13.6.2014, http://skylightpress.wordpress.com/2014/06/13/michael-howard-on-skylight-press/ [30.7.14]
39The Cauldron – Witchcraft, Paganism and Folklore. http://www.the-cauldron.org.uk [30.7.14]
40Howard, Mike: Gerald Gardner - The Man, the Myth & the Magick. o.D. [etwa 1997], http://www.thewica.co.uk/MH2.htm [12.7.14]
41Amado Crowley sprach vom Frühjahr 1940. Womöglich gab es ja auch eine Wiederholung im Frühjahr 1941. Aber einstweilen halten wir an dem Termin Frühjahr 1940 fest. (I.B.)
42Amado Crowley spricht von einem „Dummy of Rudolf Heß“. Michael Howard scheint manches nicht so genau zu nehmen. Oder Cecil Williamson hatte andere Erinnerungen.(I.B.)
43„Mandrake“ ist eine Spionage-Kolumne des „The Sunday Telegraph“, herausgegeben von dem Journalisten Tim Walker; leider ist der hier genannte Artikel im Internet offenbar nicht mehr zugänglich. (I.B.)
44Howard, Michael: Modern Wicca. A History from Gerald Gardner to the Present. Llewwllyn Publications, Woodbury, Minnesota USA 2009, S. 39
45Der 1. August ist in englischsprachigen Ländern der „Lammas-Tag“, der Tag der Weizenernte, der „ersten Frucht“, siehe engl. Wikip..
46Eine Magie-Schrift aus der Renaissance, die Anweisungen zur Teufelsaustreibung und ähnlichem enthält, s. http://en.wikipedia.org/wiki/Key_of_Solomon [2.8.14]
47Howard, Michael: The Occult War. Secret Agents, Magicians and Hitler. In: The Cauldron, o. D. [etwa 2012], http://www.the-cauldron.org.uk/thecauldron_down.html, bzw. http://www.the-cauldron.org.uk/Resources/Occult%20Wara.pdf [12.7.14]
48Die „Isle of Man“ liegt im Meer zwischen England und Irland (I.B.).
49Evans, Dave; Sutton, David: The Magical Battle of Britain. Fighting Hitler's Nazis with occult ritual. Fortean Times, September 2010, http://www.forteantimes.com/features/articles/4435/the_magical_battle_of_britain.html [29.7.14]
50Als kritische Ergänzung folgen noch die Ausführungen: „But in previous correspondence with Gerald Yorke (one of Crowley’s literary compilers and later the Dalai Lama’s emissary to Britain) Williamson remarks that he’d never met Crowley. Therefore, if Williamson was at Ashdown Forest then Crowley couldn’t have been; and if Williamson was not there, how can he claim to give a firsthand account? (Fußnote: Cecil Williamson: Letter to Gerald Yorke, 7-8-1952, Warburg Institute, London. Yorke Collection, Folder YC1EE2.)”
51Albanov, Vince: Rudolf Hess versus Cecil Williamson. 7. Mai 2014, http://www.examiner.com/article/rudolf-hess-versus-cecil-williamson [12.7.14]

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