Mittwoch, 26. Dezember 2018

Daniel Hermsdorfs Fragen zur völkischen Identität (II)



Fortsetzung des letzten Videos (4): Wie kann man in einer entwurzelten und vermischten Multikulti-Gesellschaft noch sinnvoll völkische Positionen vertreten? Bzw.: Wie kann man eine völkische Position argumentativ vertreten, verteidigen, rechtfertigen in "dieser" modernen, global vernetzten Welt?

00:00 - Jüdisch sein, heißt schlicht, völkisch sein. Deutsch sein, heißt schlicht, völkisch sein. Gruppenevolutionäre Strategien.

01:45 - Jedes Volk kann sich in internationalen Zusammenhängen erhalten. Indogermanische Einflüsse im China der Tang-Zeit (500 n. Ztr.).

03:00 - Seit über hundert Jahren ist den wachen Menschen bewußt, daß die europäische Völker in der Gefahr stehen unterzugehen.

06:00 - Pegida-Demonstranten sind überdurchschnittlich gebildet - wie kann das sein?

09:00 - Über weite Strecken bringe ich nur mein Unverständnis zum Ausdruck, wieviel Unverständnis man völkischen Positionen entgegen bringen kann.

09:30 - Ein Beispiel für die gebundene Sprache von Mathilde Ludendorff - wo ist in diesem das Problem.

10:15 - David P. Barash  "Das Flüstern in uns" - das Raunen des Rasseerbguts in uns, das Mitschwingen des Rasseerbguts in uns.

13:30 - Das Augusterlebnis 1914 wurde sogar von Deutschen mitten in England, inmitten des dortigen Deutschenhasses miterlebt.

23:30 - Die Donner-Party. Die Amish-People - Menschen, die in einer neuen Heimat angekommen sind und ihre Probleme.

24:23  - Ich verstehe endlich ein sinnvolles, von Daniel benanntes Problem: Die Multikulti-Problematik allgemein. Globalisierende Ideologien: Alexander der Große, Hellenismus, Christentum. Wenn ich selbst Rassemischling bin oder kulturell entwurzelter Mensch - wie soll ich mich dann gegenüber dem völkischen Gedanken positionieren?

27:00 - "Tatort Sonnwende" über völkische Siedler (2018). Ein V-Mann des Verfassungsschutzes begeht fahrlässige Tötung an seiner völkischen Geliebten, weil sie schwanger ist mit dem Kind eines Migranten: Die groteskeste Karrikatur ernsthaften völkischen Denkens und Handelns, nämlich eines solchen, wie man es sich selbst im öffentlich-rechtlichen Fernsehn begangen nur aus Geheimdienst-Hintergrund vorstellen kann (!).

28:15 - Im Leben von Mathilde Ludendorff hat es Rassemischlinge gegeben (nach damaligem Verständnis), zum Beispiel Otto Braun (1897-1918). Der Typ des "Halbblut" in Romanen von Karl May. Andere Beispiele:
1. Der FDP-Politiker Philipp Rösler (geb. 1973 in Südvietnam).
2. Der asiatische "Rocco" in einer Fidelio- (nicht Zauberflöten-)Inszenierung von Daniel Barenboim.
3. "Internationale" Weihnachtsfeiern in ganz alltäglichen Zusammenhängen einer normalen, weitgehend ethnisch homogenen, deutschen Provinzstadt können heute seelisch völlig tot ausfallen.

35:00 - 4. Die deutsch-koreanische Journalistin Miriam Yung Min Stein (1-3). Kulturell entwurzelte und/oder rassegemischte Menschen können deutlich indifferenter und diffuser oder auch deutlich entschiedener sein, was ihre ethnische Positionierung betrifft, verglichen mit Durchschnittsmenschen. Ihre Psychologie zu verstehen, heißt, die Ethnogenese moderner europäischer Völker zu verstehen.

39:00 - Rassemischung und kulturelle Entwurzelung sind AUCH "vorgesehen" in der Weltgeschichte. Todmöglichkeit ist in der Evolution angelegt. Alles, was wertvoll ist, muß auch gefährdet sein. All das kann man - unter anderem - aus der Philosophie von Mathilde Ludendorff ableiten.

Nachtrag: Was im Video noch nicht erörtert worden ist, ist das Faktum, daß die europäischen Völker rassegemischte Völker sind. Die Ausgangspopulationen sind 1. die (ebenfalls schon rassegemischten) Indogermanen von der Wolga (vielleicht macht es Sinn, sie eine "Sekundärrasse" zu nennen), 2. die osteuropäischen Jäger und Sammler, 3. die westeuropäischen Jäger und Sammler und 4. die früh- und mittelneolithischen, mediterranen Bauern. Fortentwicklung hat sich in der Geschichte der Nordhalbkugel immer erst durch die BEGEGNUNG unterschiedlicher Kulturen und Rassen ergeben, durch die Auseinandersetzung gegensätzlicher Kultur und "Volksgenetik". Das ist der dialektische Prozeß der Weltgeschichte: "In der Gefahr wächst das Rettende auch".
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  1. Hermsdorf, Daniel: Zur Frage völkischer Identität - Mail-Dialog mit Ingo Bading. Auf: Filmdenken, 19. Dezember 2018, https://filmdenken.de/zur-frage-voelkischer-identitaet-mail-dialog-mit-ingo-bading/
  2. Barash, David P: The whisperings within, 1979; dt. Übersetzung: Das Flüstern in uns. Menschliches Verhalten im Lichte der Soziologie, 1981
  3. Helgard Haug, Daniel Wetzel, Miriam Yung Min Stein: Black Tie. https://www.rimini-protokoll.de/website/de/project/black-tie
  4. Miriam Yung Min Stein: Berlin - Seoul - Berlin: Auf der Reise zu mir selbst. Krüger, Frankfurt 2008
  5. Bading, Ingo: "Das Fremde in mir, in meinem Gesicht" - Sind Kulturunterschiede des Gehens und des In-die-Welt-Sehens angeboren? GA-j!, 1. November 2013, https://studgenpol.blogspot.com/2013/11/das-fremde-in-mir-in-meinem-gesicht.html

Daniel Hermsdorfs Fragen zur völkischen Identität (I)


Plaudereien (und Aufregungen) am Weihnachtskamin

00:20 - Der Humangenetiker Gregory Cochran und sein Internetblog "West Hunter" (1, 2). Der Übergang des Menschen zum Ackerbau vor 12.000 Jahren. Hätte er nicht schon 100.000 Jahre früher zum Ackerbau übergehen können? Woran sollte man es erkennen können? Und warum ist er nicht schon 100.000 Jahre früher übergegangen?

02:45 - Jörg Lechler "5000 Jahre Deutschland" (1937). Nach 1945 kam die C14-Datierung, heute könnte man ein Buch schreiben "10.000 Jahre Deutschland".

06:00 - Signaturen im menschlichen Genom weisen auf genetische Anpassungen an die seßhafte Lebenweise hin.

07:45 - Mein Buchmanuskript zum Thema "200.000 Jahre Humanevolution" (3). Es ist widerlegt, daß wir genetische "Steinzeitjäger in der Metro" wären wie das die Klassische Verhaltensforschung noch annahm: jüngste Humanevolution in den letzten hundert- und zehntausend, ja, auch nur in den letzten tausend Jahren.

09:45 - Überall Weihnachts-Werbung für kostengünstige DNA-Sequenzierung, die Wissenschaftspresse erörterte das in den letzten Tagen (z.B. Wissenschaftssendung im Deutschlandsfunk).

***

21:55 - Worüber müssen sich Gesellschaften, Völker, die Zukunft haben wollen, Gedanken machen? Das ist mitunter auch das Thema von Daniel Hermsdorf (4). Er wirft die Problematik auf von kulturell entwurzelten und rassegemischten Menschen und Völker und wie diesen gegenüber aus einer denkbaren völkischen Sicht argumentiert werden kann, wie sie argumentativ eingebunden werden können. Aufgehängt an der Tatsache international zusammen gesetzter Belegschaften von Firmen, zum Beispiel von Startups in Berlin (4).

30:45 - Daß das Abendland untergeht, das wissen Deutsche seit 100 Jahren. Die völkische Bewegung ist in ihrer größeren geistigen Breite nur eine Antwort darauf, daß genau das wahrgenommen wird. Aber: Zwei oder drei Generationen haben seit 1945 verpaßt, völkisch zu denken und - natürlich - das Denken ins Handeln umzusetzen.

Das Video bricht dann sehr plötzlich ab, weil der Speicherplatz auf dem Aufnahmegerät erschöpft war. Fortsetzung im nächsten Video.
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  1. Cochran, Gregory: Eemian agriculture? Auf: West Hunter, 21. Dezember 2018, https://westhunt.wordpress.com/2018/12/21/eemian-agriculture/
  2. Harpending, Henry; Cochran, Gregory: Natural History of Ashkenazi Intelligence. 2005
  3. Bading, Ingo: 200.000 Jahre Humanevolution. Buchmanuskript (siehe Internet)
  4. Hermsdorf, Daniel: Zur Frage völkischer Identität - Mail-Dialog mit Ingo Bading. Auf: Filmdenken, 19. Dezember 2018, https://filmdenken.de/zur-frage-voelkischer-identitaet-mail-dialog-mit-ingo-bading/

Montag, 24. Dezember 2018

Genetik und Machteliten


In diesem Video werden zwei Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt angesprochen (1-3).

Der britische Historiker Niall Ferguson mutet an wie der "Sven Felix Kellerhoff der britischen Freimaurerei". Was soll damit gesagt sein? So wie Sven Felix Kellerhoff in Deutschland die Orwell'sche Geschichtsumschreibung, die Anpassung der jeweiligen für die Öffentlichkeit bestimmten freimaurerischen Geschichtsdeutung an den "Zeitgeist" für das deutsche Publikum betreibt, so betreibt es Niall Ferguson für das englischsprachige Publikum. Und da dem englischsprachigen Publikum immer noch eine Spur mehr zugemutet werden kann, als dem deutschen, liest man bei Niall Ferguson schon heute das, was man in zwanzig Jahren auch in Deutschland als Mainstream, sprich, als "SvenFelix Kellerhoff" wird lesen können.

Es geht immer darum, schnöselig Elitenherrschaft ("Hierarchien") nur insoweit zu rechtfertigen und zu verteidigen als es dem Zeitgeist zuträglich erscheint, mehr nicht. Das darf man dann gerne auch als ein Historiker mit unschuldigem Milchbubi-Gesicht tun, das sieht gegenüber der Öffentlichkeit dann am besten aus.

Jedenfalls hat man bei Niall Ferguson sehr schnell alles beisammen, um ihn als einen "offiziellen" Historiker der elitären Hintergrundherrschaft zu erkennen und nicht etwa in irgendeinem Sinne als einen Kritiker derselben. Er bewegt sich selbst in völlig elitären Zusammenhängen mit seinem ganzen bisherigen Werk und dessen Themen: Warburg, Rothschild, Kissinger - was will man mehr? Offenbar Hofberichterstattung vom Allerfeinsten. Hofberichterstattung aus den Hierarchien der modernen Welt.

Und nun zeigt uns Ferguson noch weiterhin auf, in wie weit solche Hierarchien zugleich von "Netzwerken" getragen sind, sprich, sprechen wir doch Klartext: zur Macht gekommen sind aufgrund von "gruppenevolutionären Strategien", sprich, aufgrund des Zusammenhalts und des monotheistischen Eifers von ethnischen und/oder religiösen oder quasi-religiösen, nach Macht strebenden Männer(geheim)gesellschaften. Zu dem zweiten besprochen Buch siehe auch: (3).
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  1. Ferguson, Niall: The Square and the Tower. Networks, Hierarchies and the Struggle for Global Power. Penguin Books 2018 (zuerst: Allen Lane 2017)
  2. Plomin, Robert: Blueprint. How DNA makes us who we are. Allen Lane, September 2018
  3. Bading, Ingo: "Er sitzt wieder im Sattel, der genetische Determinismus". Eine wissenschaftliche Revolution ist im Gange - Rund um polygenetisch vererbte Merkmale. Studium generale, 19. Dezember 2018, https://studgendeutsch.blogspot.com/2018/12/wieder-einmal-reitet-er-der-genetische.html

Freitag, 21. Dezember 2018

Ausnahmesituationen des Lebens - Religiöse Menschen kommen mit ihnen besser zurecht

Erörterungen auf der diesjährigen Tagung der Ludwig-Feuerbach-Gesellschaft in Nürnberg

Zeitschrift der Feuerbach-Gesellschaft
Spannende Fragen wurden auf der jüngsten Tagung der Ludwig-Feuerbach-Gesellschaft in Nürnberg erörtert, auf der der emeritierte kirchenfreie Soziobiologe Eckart Voland und der emeritierte katholische Informatiker Bernd Schmidt referierten. Der Humanistische Pressedienst schreibt zur dortigen Diskussion abschließend (1):
Wie auch Voland in seinem Vortrag erklärt hatte, gibt es ja tatsächlich ernstzunehmende empirische Evidenz dafür, daß Gläubige mit Ausnahme-Situationen des Lebens, die von Angst, Streß und Schmerz geprägt sind, im statistischen Mittel besser fertig werden.
Folgt man Ludwig Feuerbach, der in seinem Werk dafür warb, Menschen nicht nur als Vernunftwesen, sondern auch als Wesen mit emotionalen Bedürfnissen zu verstehen, müssen Schmidts Schlußfolgerungen also nicht nur provozieren, sondern können auch zum Anlaß genommen werden, um zu fragen: Gibt es wirklich keinen Ersatz für Religion in dieser emotionalen Funktion? Und wenn doch: Was wirkt außer Religion noch emotional stabilisierend in möglichen Krisen? Und: Habe ich persönlich genug dieser haltgebenden Faktoren in meinem Leben?
Was für grundlegende Fragen. Gerne würde man noch einmal die wissenschaftlichen Studien durchsehen, in denen diese empirische Evidenz herausgearbeitet ist. Aber es wird sie sicher geben. Im "lustigen", gedankenlosen oder streßreichen Alltag sind solche grundlegenden Fragen verdrängt. Eckart Voland beendete seinen Vortrag mit dem Satz (zit. n. 2):
Wenn Religiosität Naturgeschichte hat, dann können wir erwarten, daß Aufklärung und Wissenschaft sie niemals verdrängen können.
Mit dieser Aussage gehe ich vollkommen einig. Sie hätte gerne auch im Bericht des "Humanistischen Pressedienstes" enthalten sein können. Womöglich aber wollte man der teil-atheistischen Leserschaft so weitgehende Aussagen nicht zumuten. Allerdings kann man noch viel, viel weiter gehen und sagen:
Religiosität hat Naturgeschichte - und Aufklärung und Wissenschaft werden mit modernen, nicht-supranaturalistischen, nicht-okkulten Formen von Religiosität die Menschen und Völker der Nordhalbkugel wieder emotional und damit auch demographisch stabilisieren. Das ist die große Erwartung, die - etwa - in der bis heute sehr wissenschaftsnahen Philosophie von Mathilde Ludendorff enthalten ist, die moderne, philosophisch nachvollziehbare Sinnangebote für Menschen und Völker bereit hält, zumal für Völker in geschichtlichen Ausnahmesituationen
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  1. Brynja Adam-Radmanic: Ist Religion in ihrer emotionalen Funktion ersetzbar?  Tagung der Ludwig-Feuerbach-Gesellschaft. 9. Nov 2018, https://hpd.de/artikel/religion-ihrer-emotionalen-funktion-ersetzbar-16164 
  2. Ulrike Ackermann-Hajek: Bericht vom Tagesseminar der Ludwig-Feuerbach-Gesellschaft am 27.10.2018 in Nürnberg, http://www.ludwig-feuerbach.de/denkmal.htm#n3
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