Sonntag, 24. November 2013

Pädokriminalität und Stadtverwaltung in Marburg

Ein Fall von inzestuöser und sonstiger pädokrimineller Gewalt an Kindern in Mittelhessen - mit etwaigen Verbindungen in örtliche politische Spitzenpositionen

Abb. 1: Marburg, Dominikanerkloster/Alte Universität
Die Mutter von sieben Kindern aus Marburg ist vor zwei Wochen wegen sexueller und sonstiger Gewalt an sechs von ihren sieben Kindern, bzw. wegen Mitwisserschaft verurteilt worden. Zu einer Bewährungsstrafe. Ihr Ehemann, der Haupttäter, ist schon 2010 wegen dieser Taten zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden mit anschließender Sicherungsverwahrung (Welt 13.11.2013, Radio FFH 13.11.13, Oberhessische Presse, 13.11.2013). Zu dem aktuellen Urteil heißt es:
Zwischen 2005 und 2010 soll Sabine K. ihrem Ehemann Hans-Joachim-Dieter K. in mindestens 17 Fällen beim Mißbrauch der sieben Kinder - alle weit unter 18 Jahren - geholfen und in einigen Fällen mitgemacht, von allen Taten gewußt haben. Vor allem die älteste Tochter litt laut Anklageschrift Qualen. (...) Die Angeklagte schilderte der Kammer unter Vorsitz von Richter Dr. Thomas Wolf von ihrer schwierigen Kindheit, von der ersten Schwangerschaft mit 15 Jahren und das Verhältnis zu ihrem Ehemann, der 2010 zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden ist.
Der Vater war am 15. Juni 2010 festgenommen worden (Ältere Presseberichte: OP, 13.4.2010, OP, 22.4.2010, OP, 23.4.2010):
Das Mädchen habe panische Angst vor dem Vater gehabt, von Schlägen mit der Hand, der Faust, mit Schöpfkellen und einer Kehrrichtschaufel berichtet.
Was nun in der Presse nicht berichtet wird, was aber unter Personen, die mit dem Fall schon seit 2007 persönlich in Berührung gekommen sind, bekannt ist, ist der Umstand, daß es ein gutes persönliches Verhältnis des Haupttäters Hans-Joachim-Dieter K. mit Menschen an der obersten Spitze der Stadtverwaltung von Marburg gegeben hat. Eine der Töchter berichtete gelegentlich, daß eine Person aus diesem Bereich, 
den sie beim Vornamen nannte, bei der Familie zu Gast war. Er kam öfter vorbei, hatte früher selbst in dem Stadtteil gewohnt und kannte ihren Vater aus alten Zeiten.
Offenbar handelte es sich - zumindest - um eine langjährige Kneipenbekanntschaft. Diese Person hatte
versprochen, der Familie ein Haus zu besorgen, damit sie endlich aus diesen beengten Wohnverhältnissen herauskommen. Sieben Kinder und drei Erwachsene - die Eltern und die Tante - in einer Fünfzimmerwohnung war auf die Dauer unerträglich.
Der inzwischen verurteilte Vater hatte Lehrer seiner Kinder, die ihn seit 2007 wiederholt auf ihre Vermutungen bezüglich des Mißbrauchs hin ansprachen, mit vehementer Androhung von Gewalt einzuschüchtern versucht. Er hatte dabei unter anderem gesagt:
Er habe einflußreiche Freunde, z.B.
eine Person aus dem genannten Personenkreis:
Und auch gute Anwälte. Bisher sei er noch aus jedem Rechtsstreit als Sieger hervorgegangen.
Das Marburger Jugendamt war bereits 2007 auf die Vermutungen hingewiesen worden, war aber bis Juni 2009 nicht tätig geworden. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Mißbrauch bekannt, nachdem die 14-jährige Tochter in einer Jugendgruppe die Befürchtung geäußert hatte, vom Vater schwanger zu sein. Der die Kinder behandelnde Kinderarzt gab vor Gericht an, er hätte von dem Mißbrauch nichts gemerkt, da zu allen von ihm behandelten Verletzungen glaubwürdige Erklärungen gegeben worden waren.

Von der Hausdurchsuchung durch die Polizei wurde auch bekannt, daß sich in dem Mehrfamilienhaus, in dem die Familie wohnte, ein „Studio“ befunden hat, das mit Kameras und jeder nur denkbaren Ausrüstung für geschlechtliche Praktiken ausgestattet war.

Kommentare:

berni&family hat gesagt…

Ja.Bemerken tun sie alle nie etwas.Und später dann Krokodilstränen vergießen,wenn sie strafrechtlich nimma zu verfolgen sind.Diese Heuchler!Es tut ihnen ja soo Leid,logo wenn einem Straffreiheit zugesichert wird,diesen Gesellschaftsvernichtern.Bemerken wollten auch die Erzeuger nie was.Warum auch?Man "bemerkt"nur etwas was man ändern will.Können nur sagen,wir sind froh das unsere Täter größtenteils tot sind,auch eine Art Erlösung.
Aber wie is das bei den berichteten Fällen?
Wenn ich an bestimmte Bezirke Wiens denke,aus eigener Beobachtung,dort kann man immer noch in diversen Hinterzimmern oder direkt. Von der Strasse weg Kinder kaufen.
Genauso Berlin,Hamburg,Frankfurt/ Frankfurt/Main...etc.
Grade weil du diese Berichte gepostet hast,Verlass dich drauf,lieber Ingo.Das bewirkt etwas,glaub bloß nicht das du allein bist mit deiner Empörung.
Man liest sich.
Grüsse,berni&family

Ingo Bading hat gesagt…

Jessie Marsson berichtet das ja auch von Augsburg. - Danke für euern Kommentar.

berni&family hat gesagt…

Über ihn hab ich manches gelesen.Aber was wahr ist und was nicht,keine Ahnung.
berni&family

Anonym hat gesagt…

Jessie Marsson hat definitiv zu viel völlig unterschiedliche Abenteuer "erlebt", um als glaubwürdig zu gelten.
Fehlen würde nur noch, dass er als blinder Passangier das Kommando über die Apollo übernommen hätte, und somit der erste und weiterhin einzige Man on the moon gewesen sein möchte.

Ingo Bading hat gesagt…

Das mag gerne sein. Aber woher weiß er Dinge, die er so ziemlich als erster äußert - und sehr differenziert schildert, bevor sie auch von anderen geäußert werden?

Vielleicht erklärt sich vieles dadurch, daß man sagt, daß er multipel ist.

Hier auf dem Blog behalte ich seinen Fall nur im Auge. Ich will nicht sagen, daß ich mir über alles von ihm Behauptete ein Urteil erlauben kann oder will.

Es will aber auch berücksichtigt werden, daß gerade multiple auch in anderen Fällen schon so viel "Unglaubliches" berichtet haben, daß ich auch bei Jessie Marrson nicht allein deshalb schon, weil etwas "unglaublich" klingt, es für unglaubwürdig halte.

Mein Gefühl und meine sonstigen Kenntnisse auf diesem Gebiet sagen mir, daß vieles von dem, was er sagt, ernst genommen werden muß. Ob ALLES ernst genommen werden muß, kann oder soll, weiß ich nicht.

Anonym hat gesagt…

Hallo ihr hier.Das unsere Spezies in aller Regel nicht ernst genommen wird,liegt nicht so sehr an den Geschichten die man erzählt,ob in den Medien oder einem Therapeuten.Ich hab den Eindruck,das das eher an der Natur der "Störung"an sich liegt.Das ist von organisierten Tätern so gewollt.Natürlich ist es machbar,Suggestionen zu setzen die dazu führen das man Dinge bezeugt die so iChat geschehen sein können.
Haben das selbstberlebt.Jedoch bedeutet das nicht,das man nicht irgendwann dochnunzerscheiden lernen kann,zwischen tatsächlichen und Deckerinnerungen.
Gruss berni&family

Ingo Bading hat gesagt…

Hallo Berni,

von "Deckerinnerungen" habe ich noch nie etwas gehört bislang. Wäre gut, wenn Du dafür mal ein Beispiel bringst.

Anonym hat gesagt…

Hallo Ingo.Deckerinnerung ist eine starke Suggestion die,in der richtigen,hochgradig verstörten und suggestiblen Verfassung gesetzt,dafür sorgt,das ein tatsächliches Erlebnis dissoziiert und weggepackt wird.Das eigentlich "verdeckende"Element kann nun so ziemlich alles sein.Eine erfundene Geschichte,erfundene Empfindungen,irreführende Ortsangaben oder wie auch immer geartete Geschichten.Weswegen erinnert man sich dann trotzdem an die Wahrheit?Weil die amnestische Barriere immer wieder verstärkt werden muss um funktionstüchtig zu bleiben.Wenn dem nicht so ist,also Folter,Vergewaltigung,Drohungen etc. Und die allgemeine äussere Bedrohung weg ist,dann bröckelt alles.Einfach alles.Uns erging das viele Jahre so.Bis wir ins Ausland geflüchtet sind.Könnten noch viel mehr schreiben aber besser isses,nur Stück für Stück.
Haben keine Ahnung ob genaues Beschreiben von solchen Dingen und Handlungen nicht doch noch bestraft wird.Und sei es durch perfide,kaum zu löschende Programme oder die Angst vor der Tatsache,einem könne nicht geglaubt werden.
Gruss berni

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