Donnerstag, 28. November 2013

Der "Thomas Gottschalk Großbritanniens" - ein pädokriminelles Monster

Aktive Vertuschung und Einschüchterung der Opfer durch Polizei und Staatsanwaltschaft

Pädokrimineller Jimmy Savile (1964)
Durch einen Leser werden wir auf den aktuellen Fall des Rockmusikers Ian Watkins in Großbritannien hingewiesen, in dessen Zusammenhang auch auf den im Januar bekannt gewordenen Fall des "Thomas Gottschalk von Großbritannien" Jimmy Savile hingewiesen wird. Jimmy Savile ist - wie so viele "Entertainer" der letzten Jahrzehnte - Katholik gewesen. (Seiner Generation nach - Jahrgang 1925 - ist er wohl besser als der "Hans Rosenthal Großbritanniens" zu bezeichnen - oder ähnlich.)

Doch zunächst zu dem aktuellen Fall des Rockmusikers Ian Watkins (Welt, 27.11.13):
Knapp anderthalb Monate nach dem Ende seiner Band muß sich Ian Watkins nun in seiner walisischen Heimat Cardiff vor Gericht verantworten. Die Taten, die ihm vorgeworfen werden, sind erschreckend: Der 36-Jährige ist wegen zehn Fällen von Kindesmißbrauch angeklagt, dazu kommt der versuchte sexuelle Mißbrauch eines Babys sowie der gemeinsam mit der Mutter des Kindes vorgenommene Mißbrauchs eines anderen Säuglings. (...) "Er hat zugegeben, ein entschlossener und überzeugter Pädophiler zu sein", sagte der Anklagevertreter nüchtern. (...)

Auch im Fall von Watkins hat es, zumindest in Teilen, wohl ein Versagen von Polizei und Staatsanwaltschaft gegeben.
Nein, schon diese Worte sind verlogen wie wir gleich unten noch sehen werden. Es handelt sich nicht um "Versagen", sondern um aktives Vertuschen. "Die Welt" lügt. Weiter:
Demnach haben sich nach Medienberichten schon im Jahr 2010 Fans der Band an die Polizei gewandt, weil sie eine von offenbar Watkins aufgesetzte Website mit kinderpornografischem Material entdeckt hatten. Offizielle Ermittlungen erfolgten aber nicht, auch nicht, als sich eine ehemalige Freundin des Künstlers meldete.
So etwas ist doch nicht "Versagen". Das ist doch lächerlich. Weiter:
Der "Mirror" zitierte die Frau namens Joanne mit der Aussage, sie habe sich 2008 an die walisischen Behörden gewandt, nachdem ihr Watkins gestanden hatte, daß er Sex mit Kindern plane. Auch dieser Hinweis blieb ohne Folgen, ...
- "Versagen"? Lächerlich! - 
... vielleleicht, ...
- ha ha: "vielleicht" -
... weil sie nicht als verläßliche Zeugin galt, so die 38-Jährige, die zeitweilig als Callgirl ihr Geld verdiente.
Das ist zu lächerlich, als daß man das selbst der "Welt" durchgehen lassen könnte. Immerhin wären Hinweisen von "Callgirls" von Seiten der Polizei sogar besonders nachzugehen. Wir wollen den Namen notieren. Die Verfasserin des Welt-Artikels heißt: Kerstin Rottmann. Auf diese Weise gewöhnen wir uns an alles, Frau Rottmann. An alles. Sie schreibt weiter:
"Frau A" und "Frau B" boten ihre Kinder an. Aber auch andere Menschen im Umfeld der Band meldeten sich mit verstörenden Beobachtungen zu Wort. Denn Watkins unternahm offensichtlich kaum Anstrengungen, seine Neigungen zu vertuschen, sondern ging offensiv damit um.  

Unter anderem soll Watkins in E-Mails an einige jugendliche Fans damit geprotzt haben, daß er ein fünfjähriges Mädchen vergewaltigt habe. Und er hatte Mitwisser und Mittäter: In dem Prozeß in Cardiff wird auch gegen "Frau A" und "Frau B" ermittelt. Die beiden weiblichen Fans des Rockstars haben ihm, so glauben die Ermittler, ihre Babys – eines davon wird als damals elf Monate alt beschrieben – zum Mißbrauch "zur Verfügung" gestellt. Watkins und die jeweilige Mutter hätten sexuelle Handlungen an den Säuglingen vorgenommen und sich dabei in mindestens einem Fall auch gefilmt, so die Staatsanwaltschaft.  Beiden Frauen droht ebenfalls eine Haftstrafe. 
Im Grunde erübrigt sich jeder Kommentar. Doch in diesem Artikel wird Bezug genommen auf einen wohl noch viel krasseren Fall.

Das pädokriminelle Monster Jimmy Savile - geschützt durch Polizei und Staatsanwaltschaft Großbritanniens

Savile, 2006
Schon im Januar wurde in Großbritannien über noch einen krasseren Fall berichtet (Wiki):
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden seien nie zuvor in der britischen Kriminalgeschichte so viele Anschuldigungen sexuellen Missbrauchs gegenüber einer einzelnen Person erhoben worden
Es handelt sich um den Fall des landesweit bekannten "Entertainers" der BBC Jimmy Savile, der letztes Jahr unbehelligt im neunten Lebensjahrzehnt starb (s. Wiki). Also nach dem "Thomas Gottschalk Portugals" (Wiki) jetzt offenbar der "Thomas Gottschalk Großbritanniens" der 1960er und 1970er Jahre. Da ist es ja nur noch eine Frage der Zeit, wann die "Harald Schmidts" und "Thomas Gottschalks" anderer Länder ins Rampenlicht geraten bezüglich solcher Verbrechen. Im Grunde sollte man diese Gruppen allmählich unter Generalverdacht stellen. Ich hätte nichts dagegen. Denn daß in diesen "Szenen" jemand Jahrzehnte lang unentdeckt bleibt, muß doch auch an diesen "Szenen" überhaupt liegen. Und somit wären viele unter Verdacht zu stellen, zumindest unter den Verdacht der Mitwisserschaft. (Deshalb sind übrigens in letzter Zeit einige maßgebliche Persönlichkeiten beim BBC zurückgetreten ...)

Auffallend ist auch, daß Jimmy Savile mit einem päpstlichen Orden geschmückt wurde. Zumal es neuerdings Gerüchte gibt, daß der vorige Papst Ratzinger selbst Kinder gemordet haben soll, worüber wir auch noch einen Artikel veröffentlichen wollen. Wegen seiner "sozialen Ader" (!!!) wurde Savile der britische Adelstitel verliehen. Und die Polizei und Staatsanwaltschaft haben - wieder einmal - geradezu mit Gewalt "weggesehen", nein, richtiger vertuscht (Welt, 14.1.13):
"Savile brachte jede Minute des Tages damit zu, über nächste Schritte nachzudenken, und wenn sich die Gelegenheit bot, griff er zu. Er war einfach so programmiert und suchte sich immer nur die Verletzbarsten der Altersgruppe aus, auf die er abzielte. Ich glaube, er war clever genug, um zu wissen, daß dort die geringste Gefahr bestand, daß man gegen ihn aussagen würde."
Von Seiten der Polizei wurde aktiv vertuscht:
Die Polizei der Grafschaft Surrey untersuchte noch zwischen 2007 und 2009 gezielte Beschwerden dreier Frauen, von denen jede bewußt in Unkenntnis gehalten wurde über die Existenz der zwei anderen Anzeigen, so daß die einzelne Klägerin ihren Mut, allein gegen Savile aussagen zu müssen, verlor und die Nachforschungen fallengelassen wurden.
Polizeibehörden in Sussex warnten 2008 eine Klägerin, daß ein Mann wie Jimmy Saville sich die teuersten Anwälte leisten könnte, die sie, die Klägerin, im Gerichtssaal "zu Hackfleisch" machen würden, woraufhin die Frau ihre Aussage zurückzog.
Viele, die sich seit den 80er-Jahren in der Causa Savile meldeten, wurden gezielt von den Ermittlern getäuscht, indem man ihnen suggerierte, sie könnten nicht anonym bleiben; Anonymität der Opfer aber mache jeden Sexualprozess unmöglich. Das war eine Irreführung – eine Gerichtsverhandlung hätte auch unter Geheimhaltung der Identität stattfinden können.
Lieber Leser: Sie glauben doch nicht, daß aus solchen "Nebensächlichkeiten", auf die man in allen Ländern der westlichen Welt trifft, nachhaltige Konsequenzen gezogen würden? Wie auch? Wenn man dieser Krake an einer Stelle die Krallen stutzen würde, würden sie doch an anderer Stelle sofort wieder nachwachsen. Also lassen wir es doch gleich bleiben. Wir werden uns einfach damit abzufinden haben, daß wir es mit Monstern zu tun haben. Im Fernsehen, in der Unterhaltungsindustrie, auch in jener genannt "Politik". Nicht wahr?

Jimmy Savile war übrigens auch ein guter Freund und - - - "Eheberater" des Prinzen Charles. Wenn es die Prinzessin Diana mit solchen "Eheberatern" zu tun hatte, versteht man vielleicht noch ein bischen besser, warum sie in diese Gesellschaft nicht paßte. Ob es eine inzestuöse Beziehung zu seiner Mutter gegeben hat und ob er selbst vom Opfer zum Täter wurde? Auf Wiki heißt es über ihn:
Er blieb sein Leben lang unverheiratet und gab an, zwar sehr viele flüchtige Liebesabenteuer gehabt zu haben, jedoch weder eine einzige Partnerbeziehung aufgebaut noch eine einzige komplette Liebesnacht mit einer seiner Liebschaften verbracht zu haben.
Übrigens gibt es auf Wikipedia eine sicherlich sinnvolle neue Kategorie: "Person (Sexueller Mißbrauch)". Da wäre wohl noch viel einzutragen. Und zu studieren.

1 Kommentar:

filmdenken hat gesagt…

Am Fall Savile zeigt sich das krasse Missverhältnis von Aufmerksamkeit der Massenmedien. Hier ist dann nicht nur davon zu sprechen, dass sich Journalisten infantil verhalten - sie üben sogar Kumpanei. Man vergleiche das Aufhebens um eine Affäre Christian Wulff mit dieser. Noch im europäischen Nachbarland müsste über Savile noch wesentlich mehr zu hören gewesen sein.
In seinem eigenen Auftreten war er schon zu Lebzeiten auch vor der Kamera sehr dreist, wenn man die Hintergründe nun kennt. Das zeigt eine BBC-Dokumentation von Paul Theroux. Darin hantiert Jimmy Savile zudem recht offensichtlich mit Okkult- und sonstigen Symbolen.
http://filmdenken.de/jimmy-savile-louis-theroux-bbc-kindesmissbrauch/
Dass Männer wie er sich entsprechend zuordnen, verdeutlicht also die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit dem Thema ...

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