Sonntag, 17. Juni 2018

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 9)




Wie lernten Erich und Mathilde Ludendorff sich 1923 bis 1926 kennen? Welche Vorgänge und Ereignisse führten zu ihrer Ehe?

Einleitend wird zunächst noch einmal allgemeiner zu der Frage Stellung genommen: Warum überhaupt Mathilde Ludendorff? Was unterscheidet Mathilde Ludendorff von anderen weltanschaulichen (oder politischen) Richtungen? Also: Was macht sie - womöglich - "einzigartig"? Vorläufige Antwort:
  1. Bei ihr ist sehr viel von Seele die Rede, vermutlich mehr als bei allen anderen weltanschaulichen Richtungen. Schon an vielen Buchtiteln ist das abzulesen.
  2. Der große geschlossene Bau einer philosophischen Erkenntnis, die hier gegeben ist.
  3. Womöglich eine starke seelisch erweckende, mitreißende Kraft, die von diesen Werken ausgeht. (In Sloterdijk's Worten: diese Werke erleichtern besonders das Entstehen einer "Vertikalspannung", die für einen heutigen gesellschaftlichen Aufbruch doch so deutlich sichtbar notwendig zu sein scheint.)
  4. Die durchgehende Nähe zur Naturwissenschaft.
Grundgedanke dieses Videos ist: Erich Ludendorff war zunächst, früher und stärker von der PERSÖNLICHKEIT von Mathilde von Kemnitz und ihren Lebenshaltungen beeindruckt und nahm Anteil an ihnen als vorwiegend und allein von dem philosophischen Werk, das sie bis dahin veröffentlicht hatte. Dieser Grundgedanke, diese Einsicht wird erläutert anhand von Auszügen aus beider Lebenserinnerungen (1, 2).

00:20:16 - Damit werden auch einige wesentliche und wachere Fragen beantwortet, die die Theologin Angelika Dörfler-Dierken vor mehr als 15 Jahren zu dem Leben von Mathilde Ludendorff gestellt hatte, und um deren Beantwortung man sich bislang nur wenig bemüht hat (3).

Abschließend wird aus den Lebenserinnerungen von Erich Ludendorff folgendes zitiert (2, S. 49): "Ich habe viel gearbeitet, viel geschaffen, viel nachgedacht in meinem Leben, aber wie meine Frau schafft und gestaltet, mit welch unerbittlicher Geistesschärfe sie zu Werke geht, war stets für mich ein Gegenstand des Staunens und Bewunderns; und gleichzeitig steht meine Frau mitten im Leben, im häuslichen sowohl wie im politischen. Es ist für mich immer in meinem Leben eine Freude gewesen, kluge Mitarbeiter zu haben; aber schließlich war ich doch immer zuguterletzt der fast ausschließlich Gebende. In meiner Frau fand ich einen Weggenossen, von dem ich viel, sehr viel nahm. Meine Frau hätte ihr Werk ohne mich schaffen können, ich konnte das ihrige nur verbreiten helfen. Die letzte Ausgestaltung meines Werkes konnte nur auf den Grundlagen erfolgen, die meine Frau geschaffen hat. (...) Meine Frau ist der klügste Mensch, der mir begegnet ist. (...) Ich wünsche, daß das gesamte Deutsche Volk meine Frau als Gattin, als Mutter und als Philosoph, der dem Deutschen Volke die Grundlage neuer Lebensgestaltung gegeben hat, in alle Zukunft richtig sieht und achtet."

Welch eine Hochachtung vor der Frau. Muß sie nicht auf Jahrhunderte hinaus in die Zukunft segensreich wirken für alle die Völker, die auf einen Erich Ludendorff hören wollen?
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  1. Ludendorff, Mathilde: Freiheitskampf wider eine Welt von Feinden an der Seite des Feldherrn Ludendorff. V. Teil von: Statt Heiligenschein und Hexenzeichen - Mein Leben. Verlegt bei Franz von Bebenburg, Pähl 1967
  2. Ludendorff, Erich: Vom Feldherrn zum Weltrevolutionär und Wegbereiter Deutscher Volksschöpfung. Meine Lebenserinnerungen von 1926 bis 1933. Verlag Hohe Warte, Stuttgart 1951
  3. Bading, Ingo: Studiengruppe "Naturalismus, völkische Subkulturen, Ethik und Politik seit 1900 / Ludendorff-Bewegung". Das Studium einer völkischen Subkultur. Auf: Studiengruppe Naturalismus, 8. Juni 2010, http://studiengruppe.blogspot.com/2009/10/studiengruppe-volkische-subkulturen_14.html

Sonntag, 10. Juni 2018

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 8)



Worin bestand Ludendorffs "Feldherrnkunst"? Was ist für ihn "Feldherrnkunst"? 

00:00:15 - Kommentare zu den bisherigen Videos dieser Video-Serie. - Thema "Wunder an der Marne" 1914.

00:01:45 - Über die Geisteswelt und das Ringen des Ehepaares Ludendorffs wurde Jahrzehnte lang sowohl in der "etablierten" wie in allen Formen von "alternativen" "Öffentlichkeiten" fast vollständig geschwiegen. Das sollte doch vielen zu denken geben.

00:05:50 - Bewegende Inhalte können nur bewegt übermittelt werden. Es geht darum, Gotterleben zu wecken.

00:07:35 - Der französische Militärhistoriker Jean Mabire (1927-2006) hatte begonnen eine Buchreihe über "Volkserwecker" (1). Mit Jean Mabire kann man sich womöglich gar nicht genug beschäftigen (1).

00:12:15 - Der europäische Gedanke in der Waffen-SS der letzten Kriegsjahre. Die französische Waffen-SS-Division "Charlemagne". Ihr Schicksal in Pommern 1944. Die Frage des Weiterkampfes im Frühjahr 1945. Endkämpfe in Berlin 1945.

00:22:28 - Was heißt es denn, ein "Volkserwecker" zu sein? Man muß die Volksseele ansprechen. Das geht - in der heutigen Lage - nur über Erschütterung.

00:25:15 - Weitere Kommentare der letzten Tage zu den Videos, auch zum Interview mit Bernhard Schaub.

00:31:25 - Eine empfehlenswerte Biographie zu Erich Ludendorff? Ja, sie wurde 1965 von einem alten Ludendorff-Anhänger veröffentlicht (2, 3).

00:33:50 - Idealerweise wäre mein Videokanal keine "Einmann-Vorstellung", sondern eine Arbeitsgruppe mit viel Austausch. Bitte Email schreiben, wer "Newsletter" erhalten möchte.

00:36:50 - Frage im Kommentar-Bereich nach dem strategischen Denken und Handeln Erich Ludendorffs in Schlachten.

Worin also bestand Ludendorffs "Feldherrnkunst"? Was ist für ihn "Feldherrnkunst"?

00:40:35 - Wie ist hier der "größte Feldherr aller Zeiten" einzuordnen, Adolf Hitler? Urteil Halders. Gute deutsche Generäle waren: Manstein, Guderian, Rommel, auch Dietl.

00:43:00 - War der General Beck genial? Gneisenau, Moltke der Ältere und Friedrich der Große galten als geniale militärische Führer.

00:44:30 - Bei jeder genialen Leistung kommt es auf vor-, bzw. nichtrationale Intuition an, auf welchem Gebiet auch immer.

00:46:00 - Beethoven über die Generäle, die versuchten, Napoleon zu besiegen: "Wenn ich den Befehl gehabt hätte, ich hätte ihn besiegt." Es kommt nicht in erster Linie auf Vernunfterkenntnisse an, sondern auf Willenskräfte.

00:48:50 - Mathilde Ludendorff schildert, wie Erich Ludendorff auch seinen geistigen Kampf gegen die Freimaurerei und den Jesuitenorden wie eine "Schlacht" geplant und geführt habe.

00:50:15 - Auszüge aus dem Aufsatz Mathilde Ludendorffs "Der Feldherr des Weltkrieges" (1938) (4).

00:53:20 - Die Einsamkeit Ludendorffs als Feldherr. Die einsame Feier seines 50. Dienstjubiläums 1932 (4). Die gleiche Forderung richtete sich an den militärischen Widerstand gegen Hitler, insbesondere an Beck: Triff einsame Entscheidungen.

00:57:20 - Was machte die "Feldherrnkunst" aus in der Schlacht von Tannenberg?

01:01:50 - Manche Völker haben die Feldherrn nicht verdient, die sich in den Dienst der Volkserhaltung stellen.

01:04:35 - Auszüge aus dem Kapitel "Der Feldherr" in Ludendorffs Buch "Der totale Krieg".

01:09:15 - Zivilverwaltungs-Tätigkeit Ludendorffs als Machthaber in "Ober-Ost".

01:11:30 - Auszüge aus "Der Feldherr" in "Der totale Krieg"

01:14:15 - Eigene Erfahrungen über die Verantwortlichkeit von Befehlshabenden im Krieg.

01:16:45 - Auszüge aus "Der Feldherr" in "Der totale Krieg"

01:20:45 - "Charakter ist oft wichtiger als ein Wissen."

01:21:35 - "Männer"?

01:27:00 - "Geniales und schöpferisches Können", Kraft, Wille und Charakter, unwägbar Mitreißendes.

01:37:00: Ludendorff (4, S. 150): "Wirklichkeitssinn ist - neben Siegeswillen - die erste natürliche Eigenschaft, über die ein Feldherr verfügen muß, sonst wird er ein Phantast."
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  1. Bading, Ingo: Berlin-Neukölln - Im April 1945 verteidigt von französischer Waffen-SS Ein Buch des französischen Schriftstellers und Militärhistorikers Jean Mabire (1927 - 2006). Auf: Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt!, 20. September 2012, http://studgenpol.blogspot.com/2012/09/berlin-neukolln-im-april-1945.html
  2. Mahlberg, Helmuth (d.i. Johannes Marquardt [Jg.1885]): Erich Ludendorff. Zum Gedenken an seinem 100. Geburtstag. Leben und Wirken des bedeutenden Feldherrn und Politikers. Mit zahlr. Abb. a. Taf. u. Ktn.-Skizz. (Überarbeitung in militärischer Hinsicht durch Franz Biese.) Hans Pfeiffer Verlag, Hannover 1965 (334 S.)
  3. Bading, Ingo: Johannes Marquardt, ein Ludendorff-Anhänger seit 1925. Auf: Studiengruppe Naturalismus, 10. Juni 2018, http://studiengruppe.blogspot.com/2018/06/johannes-marquardt-ein-ludendorff.html
  4. Ludendorff, Mathilde: Der Feldherr des Weltkrieges. In: diess. (Hg.): Erich Ludendorff - Sein Wesen und Schaffen. Ludendorffs Verlag, München 1938, S. 135-175

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 7)




Ludendorffs Kampf gegen den Nationalsozialismus (1930 bis 1937)

00:04:50 - Der Volkslehrer (Nikolai Nerling) in Swinemünde. Der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Stadt Stettin ist nicht in den 2+4-Verhandlungen von Deutschland zurück gefordert worden.

00:08:30 - Das berühmte Telegramm Erich Ludendorffs an Hindenburg vom 1. Februar 1933 (1). Der Historiker und Verfassungssschutz-Mitarbeiter Fritz Tobias.

00:25:40 - Ludendorffs Schrift "Weltkrieg droht auf Deutschem Boden" aus dem Jahr 1930 (2). Kriegsvorbereitungen für das Jahwehjahr 1932. "Kampfplatz Deutschland" (Bogdan Musial). "10 plus 5 = Gott" (3). Das nächste Jahrwehjahr war 1941. Ludendorffs Voraussage: Der Krieg "auf deutschem Boden" zwischen West und Ost wird grob auf einer Linie von der Ostsee entlang der Elbe bis hinunter zur Adria zum Erliegen kommen.

00:36:30 - Auszüge aus der Schrift "Weltkrieg droht auf Deutschem Boden".

00:59:50 - Weitere Telegramme Ludendorffs an Hindenburg im Frühjahr 1933 (1). 

01:13:40 - Hitlers Drohung an Ludendorff (1).

01:15:20 - Erich Ludendorff in Tagebuchnotizen 1934 bis 1937 (4): "Eine schlimmere Knechtschaft gab es nie." Gespräch Ludendorffs mit General Ludwig Beck über die Generalstabsarbeit. Wir müssen "einen geistigen Aufklärungskampf in erster Linie führen gegen einen neuen Krieg. Er würde den Untergang des Abendlandes bedeuten."

01:30:45 - Ludendorffs Duell-Forderung an Joseph Goebbels (4). Ludendorff über Goebbels: "Wer so vertraut mit der Lüge umgeht, der ist in seinem Innenleben sehr eng damit verbunden. Dieser Mann kann selbst die überzeugendste Wahrheit und Tatsache nicht mehr ohne lügenhafte Umrahmung seiner Propaganda bringen." Ebenso sah es der Reichsjusitzminister Gürtler.

01:35:00 - Die Nachwelt hat es schwer, die Stellung Erich Ludendorffs innerhalb des Dritten Reiches vollständig zu übersehen und zu verstehen.

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  1. Bading, Ingo: Ludendorffs empörte Telegramme an Hindenburg im Jahr 1933 - Zur Frage der Echtheit von Ludendorffs Telegramm an Hindenburg vom 1. Februar. Stud.gr. Nat., 22. August 2013,  1933http://studiengruppe.blogspot.com/2013/08/ludendorffs-emporte-telegramme.html
  2. Ludendorff, Erich: Weltkrieg droht auf Deutschem Boden. Ludendorffs Volkswarte Verlag, München 1931
  3. https://www.jmberlin.de/katalog-10-plus-5-gleich-gott-die-macht-der-zeichen (2004)
  4. Niederstebruch, Walter: Erich Ludendorff in Tagebuchnotizen 1934-1937. Verlag Hohe Warte, Pähl 1978

Freitag, 8. Juni 2018

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 6)



00:00:00 - Wer sollte Nachfolger von Mathilde Ludendorff nach ihrem Tod werden? In Erwägung standen: Dr. Bernhard Kummer (Professor für Nordische Religionswissenschaft), später Dr. Werner Preisinger (Lehrer).

00:11:00 - Hauptthema dieses Videos: Die weltanschauliche Entwicklung Erich Ludendorffs zwischen 1919 und 1927 (1).

/Äußere Lebensereignisse: Kapp-Putsch (1920), Hitler-Putsch (1923), völkischer Reichtagsabgeordneter (1924-1926), Gründung des Tannenberg-Bundes (1925). Ab 1930 scharfer Kampf gegen Hitler und gegen die NSDAP./

00:16:00 - Das Augusterlebnis von 1914.

00:21:15 - Der Freimaurer-Mord von Sarajewo. (siehe Vladimir Dedijer - "The Road to Sarajewo" [1966], Deutsch: "Die Zeitbombe  - Sarajewo 1914" [1967])

00:51:15 - Ein SD-Bericht aus dem Jahr 1942 (2, zit. n. 3). 

Dieser Bericht greift dieselben Fragen auf, die Erich Ludendorff zwanzig Jahre zuvor umgetrieben haben. Deshalb wird er ausführlicher vorgetragen und erörtert. Er wird auch deshalb vorgetragen, weil er so ungefähr den letzten Stand repräsentiert, den es im weiter führenden "weltanschaulichen Ringen" des deutschen Volkes im größeren Rahmen, das heißt in einer größeren Öffentlichkeit bis heute gegeben hat. Siebzig Jahre lang ist auf dem Gebiet des "weltanschaulichen Ringens" nichts mehr geschehen. Und das hat ja - sicherlich - Gründe. Das ist ja dann offensichtlich gewollt.

01:06:30 - Mathilde Ludendorff hatte zu all den gestellten Fragen schon damals klare und gute Antworten gegeben. 

01:08:00 - Sie sagt inhaltlich dasselbe wie das, was Friedrich Schleiermacher 100 Jahre früher sagte: "Mitte in der Endlichkeit eins zu sein mit dem Unendlichen und darin ewig zu sein in jedem Augenblick - das ist Unsterblichkeit."

01:20:20 - Hoimar von Ditfurth - "Wir sind nicht nur von dieser Welt". 
Konrad Lorenz. Die moderne Naturwissenschaft beinhaltet, daß man sich dem Göttlichen zuwendet.

01:22:00 - Der führende Philosoph des Dritten Reiches war Alfred Bäumler (unter Alfred Rosenberg). Seine Zusammenarbeit mit Eduard Baumgarten und Konrad Lorenz. Dieser war damals der letzte Inhaber des Lehrstuhls von Immanuel Kant in Königsberg. Ihre Arbeit an einer philosophischen Grundlegung des Nationalsozialismus.

01:24:20 - Das Wort "Weltanschauung". Als Deutscher leben, ohne danach zu fragen, was der Sinn dieser Welt und dieses Lebens ist? Geht das?

01:25:45 - Wandlung des Tannenbergbundes von einem politischen Kampfbund zu einem Bund, der im weltanschaulichen Ringen seiner Zeit Stellung Bezog.

01:26:40 - Ludendorff-Bewegung wird Frauenbewegung.

Ausblick: Im nächsten Video wird geschildert der Kampf des Tannenberg-Bundes gegen die NSDAP.
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  1. Ludendorff, Erich: Vom Feldherrn zum Weltrevolutionär und Wegbereiter Deutscher Volksschöpfung. Meine Lebenserinnerungen von 1919 bis 1925. Ludendorffs Verlag, München 1940, 1941
  2. Bevölkerung und Konfessionen zur Frage der religiösen Zielsetzung der nationalsozialistischen Weltanschauung (Berlin, 16.11.1942). In: Boberach, Heinz (Hg.): Berichte des SD und der Gestapo über Kirchen und Kirchenvolk in Deutschland 1934-1944. Mathias-Grünewald-Verlag, Mainz 1971, S. 753-757
  3. Ludendorff, Erich und Mathilde: Die machtvolle Religiosität des deutschen Volkes vor 1945. Dokumente zur deutschen Religions- und Geistesgeschichte 1933-1945. Zusammengestellt von E. Meinecke. Freiland-Verlag, Süderbrarup 2004

Donnerstag, 7. Juni 2018

"Alexander Dugin und die rechtsextremen Netzwerke" (2007)

Vorbemerkung: Am 1. Mai 2014 habe ich den folgenden Aufsatz-Entwurf abgespeichert, den ich seither niemals abschließend bearbeitet hatte. Gerade sehe ich aber, daß in diesem Aufsatz-Entwurf meine erste Begegnung mit Alexander Dugin festgehalten ist, und daß ich dabei - sofort - alle Zusammenhänge, die ich bis heute bezüglich Dugin glaube sehen zu können, schon mit einem mal sah. Ich möchte diesen Aufsatz-Entwurf darum unverändert veröffentlichen. Wesentlich und neu sind eigentlich nur seine beiden letzten Abschnitte ab "Die Dan Brown-Industrie".

Der Satanismusroman "Das Foucault'sche Pendel" von Dan Brown


Die "Holocaust-Industrie"

Bis mindestens in die 1980er Jahre hinein musste die "Holocaust-Industrie" (Noam Finkelstein) alle paar Jahre, mindestens alle drei bis fünf Jahre eine neue Sau durch's Dorf treiben. Wir erkennen heute, aus dem historischen Abstand und mit dem Wissen um die Involviertheit der Geheimdienste aller Länder in all dieses "Sautreiben" besser die Systematik, die dahinter stand. Dieses Sautreiben nannte sich dann ganz offiziell "Vergangenheitsbewältigung". Es war nichts als Propaganda. Der Holocaust als Public Relation-Aktion. Denn wenn es um die Warnung vor Menschheitsverbrechen an sich gegangen wäre, hätten ja im gleichen Zuge oder in ähnlich öffentlichkeitswirksamer Weise immer auch mindestens die zeitgleichen (vorhergehenden und nachherigen) kommunistischen Verbrechen behandelt werden müssen. Sind sie aber nicht. Also nichts weiter als Propaganda. - Hey, wacht doch mal auf! Denkt doch mal nach!

Ein paar Einzelheiten dazu: Weihnachten 1959 die von östlichen Geheimdiensten inszenierten Hakenkreuzschmierereien an der Kölner Synagoge und von da ab dann in der ganzen westlichen Hemisphäre bis nach Australien hinunter. Und da es zuvor von den Diensten aller Länder - vermutlich in Camp David zwischen Eisenhower und Chruschtschow - abgesprochen war (so vermutet es Armin Mohler in "Vergangenheitsbewältigung"), drückten die westlichen Medien nicht nur beide Augen, sondern auch noch alle Hühneraugen zusätzlich zu und gerieten in Empörung über den "Neonazismus" in Deutschland, der da wieder sein greuliches Haupt erheben würde, anstatt die Drahtzieher dieser Hakenkreuzschmierereien zu benennen, zu denen es gleich von Anfang an viele Verdachtsmomente gab.

Gerne ließ man die Truppe von Armin Mohler rund um Franz Josef Strauß da auf die wahren Drahtzieher schon gleich zu Anfang in aller Öffentlichkeit hinweisen. Wenn diese Hinweise aus dieser Ecke kamen, musste das damals als ein Hinweis darauf gelten, dass die breite Öffentlichkeit sie nicht beachten brauchte! 10 Punkte für die Drahtzieher!

Nun, 1960 dann die Entführung Adolf Eichmanns aus Argentinien - was schon viel früher hätte geschehen können, aber offenbar nicht in den Zeitplan der PR-Aktion gepasst hätte - und der Prozess gegen ihn in Jerusalem. Legendäre Bücher entstanden. "Eichmann in Jerusalem" etc. pp.. 1965 dann der große Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main. Es gab dort einen regelrechten Zeugentourismus. Reihenweise wurden Zeugen aus Polen nach Frankfurt eingeladen. Niemand kam auf den Gedanken, dass man zeitgleich auch einen Prozess hätte machen können gegen die Täter etwa in den polnischen Konzentrationslagern nach 1945. Es wäre ein Sakrileg gewesen, damals darauf hinzuweisen. Womöglich ist es das heute noch. Dabei ist es absurd hoch Zehn. Das ein Sakrileg zu nennen. Verbrechen sind Verbrechen. Aber wo Propaganda wirksam ist, gerät das normale menschliche Denken und Urteilen aus den Fugen.

Es sollen nicht alle Stationen aufgeführt werden dieses "Sautreibens". Erinnert sei hier nur noch: Anfang der 1980er Jahre der sechsteilige Fernsehfilm "Holocaust". Einer der Filme, die meine Generation prägte, imprägnierte sozusagen. Dann 1985 der durch Jürgen Habermas zur Einschüchterung der deutschen Historikerschaft und Publizisten ausgelöste und in seiner Einschüchterung bis heute außerordentlich wirksame "Historikerstreit".

Dann noch Mitte der 1990er Jahre die breite öffentliche Diskussion um das Holocaust-Mahnmal. Spätestens aber ab dem Jahr 2005 wurde es um solches Sautreiben ruhiger. Es war das Jahr, in dem der Aufsatz "Natural History of Ashkenazy Intelligence" erschien und in der "New York Times" und im "Economist" an prominenter Stelle behandelt wurden und der vom Leiter der ADL Teddy Foxman grünes Licht erhielt, womit antizipiert war, dass künftig ein Denken auf der Linie von Kevin MacDonald - Judentum und Antisemitismus als gruppenevolutionäre Strategien - möglich wäre, und dass man das nicht noch zusätzlich beschleunigen dürfe durch weiteres unbedachtes Sautreiben. Seitdem tritt die Israellobby auffallend zurückhaltender auf. (Nun, so ganz kann sie sich an diese Zurückhaltung noch nicht immer und überall gewöhnen - Henrik Broder und Co. seligen Angedenkens.)

Die "Dan Brown-Industrie"

Indem man aber nun gerade "Das Foucaultsche Pendel" von Umberto Eco liest und sich Gedanken macht, mit welcher Zielrichtung dieser Roman wohl veröffentlicht worden ist, geht einem durch den Kopf, dass man parallel zu dem "Sautreiben" der Holocaust-Industrie wohl auch ein "Sautreiben" der, nennen wir sie einmal die "Dan Brown-Industrie" nachzeichnen könnte. Oder besser gesagt der "östlichen Esoterik-" oder "Tibet-Industrie". Man könnte auch sagen "Erik von Däniken"- oder Kopp-Verlag-Industrie. Denn um nichts anderes geht es dabei. Eine Fülle von prominent veröffentlichten "Verschwörungs-Romanen" und von "Verschwörungs-Literatur" treibt seit Jahrzehnten in schöner Regelmäßigkeit immer wieder neu die gleiche Sau durch's Dorf. Wobei es - selbstredend - wie auch bei der Holocaust-Industrie eine wunderschöne Gemengelage von "Fact and Fiction" gibt, von bewußt eingeblendeten und bewusst ausgeblendeten Tatsachen. Sprich: Propaganda. Es seien auch hier wieder nur einige wenige "Glanz- und Höhepunkte" dieser Jahrzehnte langen PR-Aktion genannt:
1968 - "Erinnerungen an die Zukunft" von Erich von Däniken
1972 - "Der Speer des Schicksals" von Trevor Ravenscroft
1988 - "Das Foucaultsche Pendel" von Umberto Eco
1994 - "Das schwarze Reich" von E. R. Carmin (eigentlich keine Sau, sondern ein echtes Sachbuch)
2000 - "Illuminati" von Dan Brown (OA.: "Angels & Demons")
2003 - "Sakrileg" von Dan Brown (OA.: "The da Vinci Code")
Diese Liste ist sicherlich leicht zu verdoppeln oder zu verdreifachen. Auf Amazon gibt es derzeit 176 deutschsprachige Kundenrezensionen zu dem Roman "Das Foucaultsche Pendel" (1988) von Umberto Eco.

Man müßte sie einmal alle gründlich durchsehen, ob hier schon einmal irgendwo das geäußert wird, was andeutungsweise in "Alexander Dugin und die rechtsextremen Netzwerke" (2007) erörtert wird. Bis auf weiteres scheint es das erste und einzige Buch überhaupt zu sein, das wenigstens andeutungsweise unterstellt, dass Umberto Eco nicht eine ironische Parodie auf Verschwörungstheorien geschrieben hat, sondern schlicht eine reale Verschwörung schildert, die Umberto Eco selbst deshalb natürlich auch sehr gut bekannt ist, und die er unter einer der "tausend Masken des Meisters", hier unter der Maske der nur leicht angedeuteten überlegen-ironischen Infragestellung quasi wie ein Sachbuch zu lesend darstellt.

Umberto Eco Parodist von Verschwörungstheorien oder Logenpropagandist?

Dass also Umberto Eco selbst ein Teil der Verschwörung ist, die er schildert und dass er mit seinem Roman Werbung für diese Verschwörung macht. Die Nagelprobe darauf ist eigentlich leicht gemacht: Liest man zeitgleiche echte Sachbücher über dieselben Themen, die Eco behandelt, weisen sie niemals diese thematische Breite auf, die Eco aufweist. Sie haben jeweils immer nur Einblick in einen viel beschränkteren Sektor der Gesamtthematik. Etwa nur die Templer, etwa nur die Synarchie oder nur der Satanismus usw.. Aber Eco greift aus dem Vollen. Und das mit unglaublich instinktsicherem Griff. Alles "sitzt", kein Griff erfolgt in "dümmliche" Spekulationen, die gar nicht zum Thema gehören würden. Nein, immer bewegt sich Eco mit seinen Themen im Hauptstrom der Mythen und Legenden der Dan Brown-Industrie.

Wozu wäre das eigentlich nötig, wenn man nur einen Roman schreiben wollte? Da hätte man doch freie Wahl, könnte seiner Phantasie und Spekulation die Zügel schießen lassen. Das aber tut Eco keineswegs. Derjenige, der sich mit den Themen seines Buches nur annähernd auskennt, sieht sofort, dass dieser Roman von seinem sachlichen Gehalt her wie ein Sachbuch gelesen werden könnte. Dass er vom sachlichen Gehalt her die Grenzen eines solchen Sachbuches jedenfalls nie überschreitet.

In dem genannten Buch über die "rechtsextremen Netzwerke" heißt es (1, S. 84f):
Eco konnte die für seinen Roman dokumentierten Hintergrundkenntnisse auch deshalb erwerben, weil zur Entstehungszeit des Buchs ein enger Austausch zwischen französischen und italienischen Esoterikern stattfand, geleitet von den Wertvorstellungen des "faschistischen Guru" (Eco) Julius Evola.
Es ist bemerkenswert, daß Eco aus der Fülle des esoterischen Angebots, das Italien in jenen Jahren überflutete, jene Beispiele wählte, die auch für die Parvulesco-Dugin-Bewegung charakteristisch sind. (...) Die Templer, um die es in Ecos Buch vor allem geht, spielen auch in der Parvulesco-Dugin-Bewegung eine Rolle. (...)
Daß es wirklich geheime Verbindungen in der Nachfolge d'Alveydres gibt - das ist die Pointe von Ecos Buch. Dugin hat z.B. (...) ein Kapitel Saint-Yves d'Alveydre gewidmet. (...) Gibt es die Synarchen wirklich?
Das Buch bejaht diese Frage dann, die natürlich auch noch aus vielerlei anderer Hinsicht bejaht werden kann. Darüber gibt es ja eine umfangreiche, wenngleich zumeist nur in französischer Sprache erschienene Literatur. Auch beispielsweise Heinrich Mann beschäftigt sich in einem Spätwerk mit dieser Synarchie.
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  1. Ivanov, Vladimir: Alexander Dugin und die rechtsextremen Netzwerke. Fakten und Hypothesen zu den internationalen Verflechtungen der russischen Neuen Rechten. Mit einem Vorwort von Andreas Umland. ibidem, 2007

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 5)




00:00:00 - Die Schlacht bei Tannenberg 1914

00:24:20 - Zitat aus Ludendorffs "Kriegserinnerungen" 1919 (S. 44): "Wird der Deutsche es jetzt wie damals" (Ende des Mittelalters, als die erste Schlacht bei Tannenberg geschlagen worden war) "zulassen, daß Litauer und namentlich der Pole aus unserer Ohnmacht Nutzen ziehen und uns vergewaltigen? Soll Jahrhunderte alte deutsche Kultur verloren gehen?"

00:25:00 - Umgruppierung für die Schlacht an den Masurischen Seen 1914. Berechtigte deutsche Kriegsziele im Osten (britischer Historiker Alexander Watson)

00:29:10 - Das "Wunder an der Marne" September 1914. Rudolf Steiner und der deutsche Generalstabschef von Moltke.

00:31:30 - Zermürbungsstrategie Falkenhayn's gegen Vernichtungsstrategie Ludendorffs.

00:40:00 - Erich Ludendorff wird - erst - im Sommer 1916 als "Erster Generalquartiermeister" in die Oberste Heeresleitung geholt. Uneingeschränkter U-Bootkrieg gegen England 1917.

00:42:25 - Hilfsdienstpflicht-Gesetz, Hindenburg-Programm, "Der Kampf gegen die Heimatfront", der Kampf um die Seele des deutschen Volkes, insbesondere durch "Zersetzung der Volksstimmung". Die seelischen Kräfte eines Volkes wurzeln in ganz anderen Bereichen als die materiellen (und rein militärischen)  Kräfte eines Volkes. Diese Erkenntnis war - damals und ist bis heute - geistiges Neuland. Wie kann man auch große militärische Niederlagen mit starker seelischer Widerstandsfähigkeit überstehen? Walter Lippmann's Buch "Öffentliche Meinung". Das Hauptmachtmittel der Feindmächte Deutschlands war die Beeinflussung der öffentlichen Meinung: Lügenpresse und Hetzpropaganda gegen Deutschland.

00:49:00 - Die große Schlacht in Frankreich März bis 15. Juni 1918. Zusammenarbeit Ludendorffs mit dem leitenden Artillerie-General, genannt "Durchbruch-Müller". Deutsche Einzelkämpfer-Taktik an der Westfront mit MG-Nestern. Deutscher Frontsoldaten-Geist. Kriegsentscheidende Angriffs-Operationen.

00:55:50 - Der "schwarze Tag des deutschen Heeres" am 8. August 1918. Ist es noch möglich, einen anständigen Frieden bei den Feindmächten zu erreichen. Erörterung der Dolchstoß-Behauptung.

00:57:10 - Erich Ludendorff wird am 26. Oktober 1918 vom deutschen Kaiser auf Schloß Bellevue entlassen.

00:58:00 - Zitat: Die letzten Worte des Nachwortes aus Erich Ludendorffs "Kriegserinnerungen".

Mittwoch, 6. Juni 2018

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 4)




00:00:00 - Nikolai Nerling - sein gestriges Interview mit Bernhard Schaub.

00:04:28

Das ist nicht des Deutschen Größe 
Obzusiegen mit dem Schwert, 
In das Geisterreich zu dringen 
Männlich mit dem Wahn zu ringen 
Das ist seines Eifers wert.

Schwere Ketten drückten alle
Völker auf dem Erdenballe 
Als der Deutsche sie zerbrach, 
Fehde bot dem Vatikane, 
Krieg ankündigte dem Wahne, 
Der die ganze Welt bestach. 

Höhern Sieg hat der errungen, 
Der der Wahrheit Blitz geschwungen, 
Der die Geister selbst befreit. 
Freiheit der Vernunft erfechten 
Heißt für alle Völker rechten, 
Gilt für alle ewge Zeit.

(Friedrich Schiller)

00:06:14 - Das Buch "Erich Ludendorff - Sein Wesen und Schaffen" (1938), ein "wuchtiges" Werk. Heldenverehrung: 1. "Der Feldherr des Weltkrieges", 2. "Der Freiheitkämpfer und Kulturgestalter".

00:07: 20 - Darin der einleitende Abschnitt: "Der Pfad der Menschen zum Helden Ludendorff" (Mathilde Ludendorff). "Die zwingende Macht der Persönlichkeit" (Generalleutnant Wenninger). 

00:13:55 - Mathilde Ludendorff spricht, um Erich Ludendorff zu kennzeichnen, von seiner "königlichen Würde".

00:17:00 - Ludendorffs Geburtsort Kruszewnia, sein Elternhaus und seine Kindheit (Henny von Tempelhoff "Mein Glück im Hause im Ludendorff"). Erich Ludendorff erinnert sich an die "Tränen seiner Mutter" von 1870/71.

00:21:50 - Ludendorffs herzliches Verhältnis zu seiner Schwester Getrud: "Er hatte mich früher sehr lieb," schrieb seine Gertrud, verheiratete Jahn (München) einem Historiker im Jahr 1942. Ihre Enkeltochter ist die Dokumentarfilm-Produzentin Irmgard (Irmi) Tengg Kobligk (geb. 1936), verheiratete von zur Mühlen. 1927 Bruch der Schwester mit ihrem Bruder wegen dessen Kirchenaustritt und Freimaurerkampf.

00:24:15 - Sein Bruder Hans Ludendorff wurde später Astronom, konnte seine naturwissenschaftliche Interessen schon im Elternhaus verfolgen.

00:25:00 - Ludendorff kommt mit 12 Jahren in die Kadettenanstalt nach Plön.

00:30:00 - Ludendorffs beruflicher (soldatischer) Ehrgeiz in jungen Jahren (1). Briefe Erich Ludendorffs an seine Eltern.

00:34:00 - Versetzung in den Generalstab. Das Generalstabsgebäude in Berlin (2).

00:36:00 - Bearbeitung des deutschen Aufmarsches im Kriegsfall. Schlieffen-Plan.

00:38:00 - Ludendorffs Drängen auf umfangreichere Rüstungen in den Jahren 1912/13 (im Rahmen der damaligen Wehrvorlage) und seine Strafversetzung nach Düsseldorf.

00:40:30 - Regimentskommandeur in Düsseldorf. Seine erste Ehe und seine vier Stiefkinder Pernet (3). 

00:41:00 - Sein Stiefsohn Heinz Pernet und seine Rolle bis 1937 (3). Was mir dessen Tochter vor fünf Jahren erzählte (3).

00:43:45 - Regimentsadjutant Wilhelm Breucker, der langjährige "Freund" von Erich und Margarethe Ludendorff (4).

00:45:00 - Ludendorff und Düsseldorf, dortiges Gefallenen-Ehrenmal

00:46:30 - Brigadekommandeur in Straßburg. Möbel Erich Ludendorffs wurden verkauft (5)

00:49:45 - Ludendorffs Erstürmung der belgischen Grenzfestung Lüttich am 4. August 1914. Während des weiteren Vormarsches wird Ludendorff ins Hauptquartier nach Koblenz gerufen. In Ostpreußen hatten alle deutschen militärischen Führer den Kopf verloren.

________________________________________________
  1. Bading, Ingo: 1905 - Zwei unbekannte Lichtbilder Erich Ludendorffs Ludendorffs Abkommandierung zur Marine im Frühjahr 1905, Studiengruppe Naturalismus, 12. September 2013, http://studiengruppe.blogspot.com/2013/09/1905-zwei-unbekannte-lichtbilder-erich.html
  2. Bading, Ingo: Von der "roten Bude" zum Bundeskanzleramt (I) Zur Geschichte des Dienstgebäudes des Großen Generalstabes im Regierungsviertel im Spreebogen in Berlin (1871 bis heute) - Teil 1: 1871 bis 1918. Auf: Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt!, 18. März 2012, http://studgenpol.blogspot.com/2012/03/von-der-roten-bude-zum-bundeskanzleramt.html
  3. Bading, Ingo: "Parteigenossin Ihre Exzellenz Frau Margarethe Ludendorff" Eine Familiegeschichte zwischen Adolf Hitler und Erich Ludendorff. Studiengruppe Naturalismus, 19. Februar 2013, http://studiengruppe.blogspot.com/2013/02/parteigenossin-ihre-exzellenz-frau.html (sowie vorhergehende Artikel)
  4. Bading, Ingo: Ein Ludendorff-"Freund" und seine Mitgefühle für Freimaurer, Hindenburg und Hitler - Wilhelm Breucker und der Versuch der Gleichschaltung Erich Ludendorffs 1933/34. Studiengruppe Naturalismus, 31. August 2013, http://studiengruppe.blogspot.com/2013/08/ein-ludendorff-freund-und-seine.html
  5. Bading, Ingo: Möbel Erich Ludendorffs stehen zum Verkauf - Erörterungen zu ihrer Echtheit und Überlegungen zur Möglichkeit einer musealen Verwendung. Studiengruppe Naturalismus, 22. Dezember 2012,  http://studiengruppe.blogspot.com/2012/12/mobel-erich-ludendorffs-stehen-zum.html

Dienstag, 5. Juni 2018

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 3)



Das Bemühen des Generals Ludwig Beck um Erich Ludendorff in den Jahren 1935 und 1936 (1-5). Es ist auffallend, daß dieses Bemühen schon im Jahr 1980 sehr gründlich geschichtswissenschaftlich aufgearbeitet worden ist (1), daß aber Erich Ludendorff dennoch von sonstiger zeitgeschichtlicher Literatur seither niemals als ein Angehöriger des deutschen militärischen Widerstandes gegen Adolf Hitler behandelt worden ist.

Dieser Befund ist zu auffallend, als daß er nicht darauf hinweisen könnte, daß man hier manches "unbehandelt" lassen wollte, nicht behandeln wollte, denn sonst hätten sich womöglich "zu viele" Deutsche und Menschen mit dem Wirken Erich Ludendorffs während des Dritten Reiches und auch mit seinem Wirken sonst beschäftigt.

Ob das vielleicht lange Jahrzehnte unerwünscht gewesen ist, daß sich Deutsche mit diesem Wirken Erich Ludendorffs auseinandersetzten, daß Deutsche Erich Ludendorff als wichtigen Teil des militärischen Widerstandes gegen Adolf Hitler wahrnehmen würden? Nun, wer wird schon so naive Fragen stellen wollen?

00:46:45 - Die Lebenserinnerungen Erich Ludendorffs erschienen unter dem Titel "Vom Feldherrn zum Weltrevolutionär und Wegbereiter Deutscher Volksschöpfung". Erich Ludendorff sagte über die Philosophie seiner Frau: "Nirgends sonst findet sich dieser große, geschlossene Bau."

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1. Müller, Klaus-Jürgen: General Ludwig Beck. Studien und Dokumente zur politisch-militäri­schen Vorstellungswelt und Tätigkeit des Generalstabschefs des deutschen Heeres 1933- 1938, Boppard a. Rhein 1980 (= Schriften des Bundesarchivs Bd. 30)

2. Müller, Klaus-Jürgen: Generaloberst Ludwig Beck. Eine Biographie. Hrsg. mit Unterstützung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Potsdam. Ferdinand Schöningh, Paderborn u.a. 2008, 2. durchgesehene Auflage 2009

3. Pyta, Wolfram: Hindenburg. Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler. Siedler Verlag, München 2007

4. Bading, Ingo: April 1935 - Erich Ludendorff als Gesprächspartner des militärischen Widerstandes gegen Hitler (I). Auf: Studiengruppe Naturalismus, 31. August 2012, http://studiengruppe.blogspot.com/2012/08/april-1935-erich-ludendorff-gefeiert.html

5. Bading, Ingo: April 1935 - Erich Ludendorff als Gesprächspartner des militärischen Widerstandes gegen Hitler (II). Auf: Studiengruppe Naturalismus, 4. Oktober 2014, http://studiengruppe.blogspot.com/2014/10/april-1935-erich-ludendorff-als.html

6. Bading, Ingo: Erich Ludendorff - In zentralen Punkten rehabilitiert durch die etablierte Geschichtsschreibung? Ein Vortrag des britischen Historikers Alexander Watson an der britischen Offiziers-Akademie vor drei Jahren. Auf: Studiengruppe Naturalismus, 29. April 2018, http://studiengruppe.blogspot.com/2018/04/erich-ludendorff-in-zentralen-punkten.html

7. Bading, Ingo: Der deutsche Kronprinz - Begeistert von der Philosophie Mathilde Ludendorffs ... Und mit Vater und Sohn nicht nur ein Verehrer Erich Ludendorffs, sondern begeistert von dessen Freimaurer-Kampf. Auf: Studiengruppe Naturalismus, 4. April 2015, http://studiengruppe.blogspot.com/2015/04/der-deutsche-kronprinz-war-begeistert.html

Montag, 4. Juni 2018

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 2)



00:00:00 - Einige Einordnungen zum Verhalten deutscher Soldaten während des Zweiten Weltkrieges. 
Beispiel: Mein Opa, Jg. 1906, erst Nationalsozialist, dann (ab 1935) Ludendorff-Anhänger, dann (1941-1947) Kriegsteilnehmer (1).

Unter Ludendorff-Anhängern allgemein gab es unterschiedliche Einstellungen gegenüber dem Zweiten Weltkrieg (2, 3). Der 20. Juli 1944 war nach Meinung von Mathilde Ludendorff und anderer Ludendorff-Anhänger Landesverrat. Unterschied von Hochverrat und Landesverrat (4).

Hinweis auf den Ritterkreuzträger Frithjof-E. Porsch - Pseudonym "Ingo Petersen" - und auf seine Bücher über das "SS-Sturmbattailon 500" (5).

00:25:00 - Erich Ludendorff auf Youtube. Viele Hörbücher, insbesondere aber die durchaus wertvolle, dreiteilige Spiegel TV-Fernsehdokumentation "Der Gefreite und der General - Hitler und Ludendorff" von 2013 (6, 7).

00:49:45 - Das Ludendorff-Archiv in Tutzing - der Zugang wird Historikern verwehrt.

00:52:48 - Die Hollywood-Produktion "Wonder Woman" bitte vergessen und übergehen, hierbei handelt es sich um eine Vervielfachung von Wertlosigkeit, sprich Wertlosigkeit "hoch 28". Jeder Kommentar dazu überflüssig.

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1. Bading, Ingo: Mein Opa - ein gewöhnlicher Ludendorff-Anhänger als Beispiel - Wie mein Opa Ludendorff-Anhänger wurde - Oder: Beim Blättern in alten Familienalben. Studiengruppe Naturalismus, 1. September 2012, http://studiengruppe.blogspot.com/2012/09/mein-opa-ein-gewohnlicher-ludendorff.html
2. Reinhard, Edmund (Hrsg.): Ein Vermächtnis - Briefe und Gedichte gefallener Soldaten des zweiten Weltkriegs. Verlag Hohe Warte, Pähl
3. Blasius, Rainer A: Für Großdeutschland - gegen den großen Krieg.
4. Eilers, Gustav: Hochverrat - Landesverrat. Betrachtungen zur Klärung derartiger geschichtlicher Vorgänge. In: Die Deutsche Volkshochschule, Folge 95, Januar 1995, S. 17-21
5. Porsch, Frithjof-E.: Die letzten Tage meiner Kompanie. In: Möller-Witten, Hans (Hrsg.): Männer und Taten. Ritterkreuzträger erzählen. Lehmanns Verlag, München 1959
6. Kloft, Michael: Der Gefreite und sein General. Hitler, Ludendorff und der Erste Weltkrieg. 101 Minuten, DVD, Spiegel TV, Nr. 42, 2013, https://www.youtube.com/watch?v=vUgXlDuipWw, https://www.youtube.com/watch?v=XSURCPZTgCw (3. Teil: https://youtu.be/A5PtyCwJnMY
7. Bading, Ingo: Erich Ludendorff - "Ein großer Freund des Films" Erich Ludendorff, der Gründervater der Ufa - und seine Behandlung durch Filmschaffende und durch interviewte Historiker. Auf: Studiengruppe Naturalismus, 31. Dezember 2013, http://studiengruppe.blogspot.com/2013/12/erich-ludendorff-und-der-film.html

Wer war Erich Ludendorff? (Teil 1)




Dieses Wochenende
"Todesnot des Gottesbewußtsein auf unserer Erde"
Thema Haß
Haß kann man kultivieren so wie man Liebe kultivieren kann.
Ein einigermaßen natürlich gewachsenes Weltbild. Zusammenbruch eines bislang breit vorhanden gewesenen kulturellen Selbstverständnisses innerhalb der letzten 20 Jahre.
Modernes Märchenerzählen.

Wehrhaftigkeit.
Einstiges Kolossalgemälde Erich Ludendorffs im Zeughaus in Berlin.
Staatsbegräbnis Erich Ludendorffs 1937.
Das Vermächtnis Erich Ludendorffs.

Ludendorffs Ringen um die seelische Wehrhaftmachung des deutschen Volkes schon während des Ersten Weltkrieges.

"Der totale Krieg" (1935) - Dieses Buch Erich Ludendorffs enthält kein antiquarisches Gedankengut. Der britische Historiker Alexander Watson nimmt in den letzten Jahren über die Begrifflichkeit dieses Buches und die damit verbundene Gedankenwelt hinweg eine völlige Neubewertung des Lebens und Handelns von Erich Ludendorff vor.

In den letzten Jahrzehnten gab es viele weitere, recht entscheidende Neubewertung des Lebens von Erich Ludendorff. Zum Beispiel auch rund um das Thema Dolchstoß und Dolchstoßlegende. (Hinweise auf weitere Neubewertungen folgen in Teil 2.)

Das deutsche Bundesministerium für Verteidigung spricht neuerdings sehr auffallend von einer "Resilienz" der Bevölkerung, von einer seelischen Widerstandskraft des Volkes, in welchem Sinne auch immer. Es ist dies der Sache nach nichts anderes als Ludendorffs Forderung: "Machet des Volkes Seele stark!"

Jedes Volk hat angeborenermaßen seine eigene Religion.

Das Buch "Mein militärischer Werdegang" von Erich Ludendorff. Militärische Feierlichkeiten in Berlin vor 1914, kaiserliche Pracht und Würde.

Deutsche Heldensagen, das erschütternde Geschehen darin rund um Männer und Frauen.

Samstag, 2. Juni 2018

Der veredelnde Einfluß der Frauen - Ergänzungen



Dies ist der erste Teil eines Videos, in dem ich auf öffentliche und private Kommentare zu meinem letzten Video reagiere, Kommentare insbesondere von "Air Wolf".

00:11:48 - Die "Germania" des Tacitus übersetzt von Manfred Fuhrmann (1972).

00:13:55 - Alles Fälschung, oder was? ALLES? ALLES? "Das Jahrhundert der Lüge" (Hugo Wellems)

00:16:04 - Wie betreibt die Ludendorff-Bewegung Öffentlichkeits-Arbeit? Vor 1966, nach 1966.

00:18:55 - 1961 - Verbot des Bundes für Gotterkenntnis. Hakenkreuzschmiereien, Weihnachen 1959ff. Hijacking der Ludendorff-Bewegung 1966ff.

00:20:25 - "Little Princess-Weiber" und Probleme der Männer mit ihnen

00:23:05 - Männer, hört auf, bei weiblichem Widerstand gleich aus den Latschen zu kippen. Frauen, hört auf, so zimperlich zu sein und Angst zu haben, mit Widerstand Männer vor den Kopf stoßen zu können.

00:24:28 - Seelische Weiterentwicklung, wenn man in ein gelungenes Wechselspiel zwischen Mann und Frau kommt.

/Unterbrechung, Fortsetzung im nächsten Video (Teil 2):/



00:02:25 - Hermann Hesse - "Narziss und Goldmund"; Hermann Hesse war Satanist. 
00:06:40 - Die "Liebeskunst" des Ovid. Der seelische Austausch zwischen den Geschlechtern ist notwendig für unser Zeitalter, war wohl nicht SO notwendig für die griechische (und römische) Antike. In der Antik waren die Menschen seelisch viel höherwertiger als sie es heute sind.

00:10:25  - Der Titan, der in uns wütet, der in uns gefesselt liegt - wie kann der erweckt werden? 
Ein klares Gotterleben. Der Titan, genannt deutscher Geist.
Die Gestalt des Titans in der Dichtung von Friedrich Hölderlin. Auch Klopstock, Sturm und Drang.

00:17:00 - Buchtitel "Der Minne Genesung".

Nicht nur Frauen wählen Männer, sondern auch Männer wählen Frauen. Unglaublich viele Energien im Raum.

00:20:22 - Comics von Jamiri zum Thema - sowie ein Comic über Norbert Bolz.

00:29:44 - Wenn Männer in diesen seelischen Austausch kommen wollen, muß bei ihnen vorher viel passiert sein.

00:30:10 - Ein hoher Grad von Anstrengungsbereitschaft scheint für beide Geschlechter erforderlich zu sein. Sind wir leidfähig? Sind wir fähig, uns auf Entbehrungen einzulassen?

00:33:53 - Sich einlassen auf schwere Dinge, die die eigene Seele betreffen. Seelischer Bruch zwischen der Generation, die vor 1968 geboren worden ist und der Generation, die nach 1968 geboren worden ist?

00:36:39 - Fühlt man sich genug wahrgenommen?

00:39:54 - (ostasiatische) Scham-Kultur - europäische Schuld-Kultur.

00:44:23 - Kommentare zu dem Video "Orwellzeit hat recht". Mathilde Ludendorffs Schrift "Deutscher Gottglaube".

/ Übersicht noch nicht vollständig /

Dietrich Bronder - "Bevor Hitler kam"

Der Aufsatz "Verantwortung von Mathilde Ludendorff.


Teil 1


Teil 2



Teil 3




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