Dienstag, 18. Oktober 2011

"Generation Giordano" - inmitten einer Wolke aufgewirbelten Staubes

"In erster Linie bin ich Humanist und Menschenfreund. Für mich gibt es keine Völker, sondern nur Menschen." (David Farago)

Die "Giordano Bruno-Stiftung" hat ein Kind bekommen. Und viele diskutieren, ob es ein eigenes Kind ist oder ein ihr untergeschobenes, ihr ungewollt vor die Tür gesetztes, ob es ein ehelich oder unehlich oder außerehelich gezeugtes und/oder geborenes Kind ist. Auch wir selbst schweben völlig im Dunkeln über die Elternschaft und geben im folgenden nur unsere ganz persönliche Sicht auf die Vorgänge.

Man kann das Kind natürlich wahrnehmen als eine Art inoffizieller, nicht anerkannter, wie gewöhnlich mit einigem Mißtrauen beäugter *Online-Jugendorganisation* der "Giordano Bruno-Stiftung" auf Facebook. Nämlich die Facebook-Gruppe "Generation Giordano" mit ihren zwischenzeitlich über 800 Mitgliedern. Sie hat allerhand Staub aufgewirbelt. Und zwar nicht nur wegen der ungeklärten Frage der "Erziehungsberechtigten". ;-)

Und die in den Diskussionen der letzten Tage gemachten Erfahrungen haben sicherlich viele Menschen - zumal im Umfeld der Giordano Bruno-Stiftung, aber auch weit darüber hinaus - nachdenklich gemacht (siehe etwa den "Humanistischen Pressedienst" hpd: "Klargestellt"). Der Gruppengründer der "Generation Giordano", Frank Berghaus, Bloginhaber von "Wissen bloggt" und zahlreiche Mitglieder der 800-Mitglieder-starken Facebook-Gruppe "Generation Giordano" haben keine Berührungsängste gegenüber den durch Thilo Sarrazin angesprochenen Themen (und arbeiten unter anderem auch schon verdienstvollerweise an "Aussteigerprogrammen" für Kommentatoren des mit Recht sehr umstrittennen Blogs "Political Incorrect").

Der Gruppen-Usurpator David Farago, der sich plötzlich in den Vordergrund gedrängelt hat und alle andere Administratoren ohne jede Absprache oder Ankündigung abgesetzt hat, erklärte in seiner ersten "Thronrede" am Sonntag Abend - auf die er bezeichnenderweise lange hatte warten lassen -, daß er in erster Linie "Humanist, also Menschenfreund" sei und es für ihn "keine Völker, sondern nur Menschen" gäbe. Leider gäbe es, was  Frank Berghaus betrifft, in manchen Bereichen keine Schnittmenge mehr mit dem Humanismus, was er erst festgestellt habe, nachdem er anfangen habe mit Frank Berghaus zusammenzuarbeiten.

"Im Hintergrund passiert zur Zeit viel ..."

Das ist natürlich ganz schön päpstlich, anderen Humanisten, die auf ihrem Blog viele bekannte Humanisten als Gastautoren haben, freiweg den Humanismus abzusprechen. Und in seiner heutigen zweiten "Thronrede" erklärt er aus seiner Sicht in ähnlicher Weise, daß "im Hintergrund" zur Zeit "viel passieren" würde, und daß ab jetzt Netzverweise in der Facebook-Gruppe "Generation Giordano" zum Blog "Wissen bloggt" nicht mehr geduldet werden sollten. Der Humanismus der Gruppe wäre "mißbraucht" worden, um für einen einzelnen Blog Werbung zu machen.

Nach dem Rückzug des Pressesprechers der gbs, von Philipp Möller, aus der Gruppe "Generation Giordano" glaubte Frank Berghaus dann nicht mehr auf "weiteres Wohlwollen" der Giordano Bruno-Stiftung setzen zu können.

Man kann aus den dort geführten Diskussionen viel lernen. Allen, die dem Projekt "Generation Giordano" von Anfang an mit Wohlwollen gegenüberstanden, muß doch bekannt sein, daß es viele in ihren Reihen gibt - wie die Blogger Frank Berghaus oder Andreas Müller -, die den naturalistischen Anliegen von Thilo Sarrazin grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Wenn sie also Wohlwollen entziehen, dann nicht wegen dieser grundsätzlichen Haltung, die schon seit vielen Monaten bekannt ist, sondern weil sie es plötzlich mit einer schnell wachsenden Facebook-Gruppe zu tun hatten. Sprich, solange die Dinge im "kleinen Winkel" bleiben, kann man ihnen mit Wohlwollen gegenüberstehen, erlangen sie aber größere Öffentlichkeit, muß Usurpatoren-gleich und erwachsene Menschen bevormundend eingegriffen werden.

Das ist eine ziemlich inkonsequente Haltung und sie zeigt, auf welcher schiefen Ebene man sich derzeit in diesen Kreisen bewegt. Die Basis denkt vielfach anders als die einflußreichsten Leute. Ob das auf die Dauer gut geht? Wohl nicht in Facebook-Zeiten. In Vor-Facebook-Zeiten konnte so etwas noch gut gehen (siehe etwa die "Grünen"). Heute wohl nicht mehr.

Wölfe unter dem Schafspelz?

Jedenfalls wissen es jetzt viel mehr Leute als zuvor: Frank Berghaus und sein ideologiefreier Ansatz haben unter Humanisten sehr viel mehr Sympathisanten, als wahrscheinlich bis heute den meisten bewußt gewesen ist. Und es gibt noch viel mehr, die nicht verstehen, wie man seine Personalie so "ideologisieren" kann, wenn es doch insgesamt um viel weiter gefaßte Ziele geht (Laizismus und anderes). Da kann man an "Hintergründen" noch viel mutmaßen. Uns scheinen diese einigermaßen offensichtlich. Aber als gewöhnlicher, typischer Humanist, wie man derzeit auf Facebook diskutiert, glaubt man ja nicht an das Schlechte und Schlechteste unter seinen Mitmenschen, selbst unter seinen weltanschaulichen Gegnern. Man hat offenbar die "Kriminalgeschichte des Christentums" noch nicht gründlich genug studiert und wittert deshalb immer noch viel zu wenig "Wölfe unter dem Schafspelz".

Erst vor wenigen Jahren gab es bedeutendste evangelische Autoren und Theologen, die sich als Geheimkatholiken entpuppt haben, worüber sich Herausgeber der "Zeit" mit Recht hochgradig empört haben. Und da soll es unter Humanisten keine Geheimchristen und Geheimkatholiken geben? Keine Wölfe im Schafspelz geben? Das glaube wer will. Mit der Strategie von "Gutmenschen" hätten die christlichen Lobbymächte von heute gewiß nicht jene Macht, die sie haben. 

Ein weiteres Kapitel "Kriminalgeschichte des Christentums"?

Konsequent und folgerichtig jedenfalls hat der als Administrator abgesetzte Frank Berghaus heute eine neue Facebook-Gruppe gegründet "Generation Giordano - das Original" (siehe auch "Wissen bloggt"), wo man seine Mitgliedschaft beantragen kann ganz ebenso wie bei der alten. (Was ich auch weiterhin nur allen Bloglesern empfehlen kann! Einige sind meiner Empfehlung dankenswerter Weise schon gefolgt!) Dort habe ich selbst gerade folgenden wie ich hoffe weiterführenden Diskussionsbeitrag eingestellt. Allerdings weiterführend wohl eher in einer mittel- und längerfristiger Perspektive:

Die Gründung dieser Gruppe finde ich folgerichtig und konsequent. Aber wir sollten auch die alte Gruppe nicht aufgeben. Denn im Grunde setze ich mich lieber mit Leuten auseinander, die NICHT meiner Meinung sind, als mit Leuten, die meiner Meinung sind. Werden diese anderen auch hier herüberkommen? Die Gesamtheit der Erkenntnisse zum naturalistischen Menschenbild von heute war der Haken, an dem man in der alten Gruppe in der Diskussion hängen geblieben ist. Interessant genug, finde ich. Das kann also kein nebensächliches Thema sein. Für eine "Generation Giordano". Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht.
Bekanntermaßen hat die Inhumantität im 20. Jahrhundert GERADE am Thema der Ungleichheit von Kulturen und Völkern angesetzt und sie gegenseitig zu furchtbaren Verbrechen aufgehetzt. Wenn die Evolutionäre Anthropologie von heute wieder stärker als bislang bekannt eine etwaig gegebene UNGLEICHHEIT von Kulturen und Völkern im menschlichen Genom und in der menschlichen Psyche erkennt, dann sollten gerade Humanisten es als eines ihrer zentralsten Anliegen begreifen, daß endlich einmal darwinische Erkenntnisse NICHT in Sozialdarwinismus enden, sondern ein HUMANERES Zusammenleben von Menschen, Völkern und Kulturen bewirken. (Und damit dann auch eine weniger ideologisierte Gesprächshaltung, die ja vornehmlich aus der unbewältigten und deshalb durchaus berechtigten ANGST vor neuem Sozialdarwinismus genährt ist.)
Auf diesem Gebiet ist auch UNTER HUMANISTEN selbst, wie die letzten Tage gezeigt haben, viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Das heißt: Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig. Aber die inneren Auseinandersetzungen darüber, wie man die modernen anthropologischen Erkenntnisse mit einer humanistischen Moral verbindet, sind - längerfristig und auch ganz unabhängig davon, ob es Kirchen gibt oder nicht - wohl noch viel wesentlicher. Eine Schwerpunktlegung auf diese Themen würde es auch vermeiden, daß man sich als Humanist so stark von einem "Feindbild" her definiert, statt aus Eigenmotivation heraus Lösungsvorschläge für jene anstehenden gesellschaftlichen Probleme vorzubringen, die die derzeit Regierenden noch vornehmlich von einem "christlichen Menschenbild" ausgehend zu lösen bestrebt sind. 

Ja, in deren Angesicht sie einmal aufs Neue ihr "christliches Menschenbild" aus ihrer verquasteten Ideologiekiste hervorkramen, möchten wir hier noch ergänzen. Ganz zu recht wurde von einem zweiten abgesetzten Administrator dazu geschrieben, daß bei diesen Themen nicht alle Anthropologen und Biologen einer Meinung sind.

Nun, Frank Berghaus oder Andreas Müller haben sich über diese Themen auch begründete Urteile bilden können, ohne Experten zu sein. Das ist durchaus auch Laien möglich. Ja, die Sarrazin-Debatte fordert ja Laien geradezu dazu heraus, sich auch auf diesen Gebieten eine Urteil zu bilden. Wie auch sonst, ist hier eben das Grundanliegen des Humanismus angesagt: Aufklärung. Und Wissenschaftsnähe. Auch auf diesem Gebiet. Unsere Blogs arbeiten an dieser Aufklärung ja schon seit vielen Jahren.

Auch ein Forum hat sich gebildet: "Generation-Giordano.de", wo sich jeder registrieren und mitdiskutieren kann. Man darf auf den Fortgang der Erörterungen und Entwicklungen außerordentlich gespannt sein.


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PS (19.10.2011): Dieser Beitrag wurde nach dem Kommentar von "Bruder Spaghettus" auf Paperblog etwas umgschrieben.

Samstag, 15. Oktober 2011

"V1", ein "Weißmagier", hat "nichts mit dem Lamaismus/Buddhismus zu tun" ...

... weiß aber über gegenseitig sich vereinnahmende "Synthesen" zwischen Jesuitismus, Buddhismus, Freimaurerei und Anthroposophie

Der kenntnisreicher Blogkommentator/Gastblogautor "V1" - wie er selbst seinen Namen gelesen wissen will: "Vertretung 1" (- Vertretung von wem? - oder eher "Vatikanum 1"? - siehe unten) - hat bei Paperblog  unter anderem folgende Kommentare eingestellt und in ihnen auch auf unseren Blogbeitrag geantwortet.

Jutta Ditfurth - Buchtitel
(12.07.11:) Goethe verhöhnte Schiller mit diesem Gedicht "Bei Betrachtung von Schillers Schädel". Schillers Totenschädel war ein Souvenir auf Goethes Schreibtisch. Schiller weigerte sich zeitlebens bei den Illuminaten und Freimaurern mitzumachen.  Mehr dazu bei Jürgen Schings: Die Brüder des Marquis Posa. Schiller und der Geheimbund der Illuminaten.
Was "V1" von Jutta Ditfurth zitiert, erscheint uns - wieder einmal - sehr bemerkenswert, obwohl durch solche allgemeinen Bezüge allein seine sehr konkreten Thesen zu Lafontaine, soweit wir sehen, noch nicht besonders bekräftigt sind (Hervorhebung nicht im Original):
(13.10.11:) Naja, also Blogs werde ich keine schreiben. Aber wenn es nichts ausmacht, werde ich ein paar gedankliche Einwürfe machen.

Allein schon wie Lafontaine mit dem Begriff Jesuiten in diesem Interview mit der Welt-Online geschäkert hat, sagt für mich mehr als tausend Worte. An den vom Saulus zum Paulus geläuterten Bilderberg-Politiker Lafontaine glaub ich nicht. Für mich ist Lafontaine ganz klar kontrollierte Opposition. Wie es läuft, wenn jemand zu viel Einfluss in das politische Geschehen bekommt, zeigt ein Interview mit Jutta Ditfurth:

SPIEGEL ONLINE: Klingt nach Verschwörungstheorie.

Ditfurth: Ich habe die Einflussnahme der US-Regierung auf hiesige Politiker ja selbst erlebt: Als ich Bundesvorsitzende der Grünen war, wollte das US State Department Kontakt zu mir aufnehmen. Ich sagte: kein Interesse. Bei meiner Vortragsreise 1987 durch die USA haben sie es trotzdem versucht. In der Jesuiten Georgetown University in Washington stand ich plötzlich vor einem geladenen Publikum - darunter jede Menge Uniformträger und CIA-Mitarbeiter. Wir haben uns lautstark gestritten - ein ehemaliger Stadtkommandant von Berlin brüllte los: "Wenn wir gewollt hätten, hätte es die Grünen nie gegeben!" Mein Gastgeber von der Universität versuchte nach der Veranstaltung, mich dazu zu überreden, an einer Studie über die Grünen mitzuschreiben. Da hätten auch schon andere Grüne zugesagt - "gute Freunde" wie Otto Schily und Lukas Beckmann.

Die Gründungsmitglieder des CIA waren allesamt Malteserritter. Es ist schon irgendwie verwunderlich, wenn manche 0815 Herrmann Goedsche Verschwörungs-Anhänger glauben, dass die Weltpolitik einzig und allein von verrauchten Synagogen aus gesteuert werden soll. Die Urfassung der Weisen von Zion geht übrigens auf französische Jesuiten zurück. Und selbst 33rd degree AASR Fremason Henry Ford wurde, nachdem er die Protokolle in den Staaten publizierte, Ehrenmitglied in der Zion Lodge No 1.

Auch heute noch ist Schiller's Figur in Don Karlos, der Malteserritter Marquis von Posa, brandaktuell. Noch im zehnten Brief über Don Karlos konstatierte Schiller, dass er weder Freimaurer noch Illuminat sei. So etwas verdient Respekt. Schiller starb viel zu früh und sein angeblicher Freund Goethe schmähte ihn mit diesem widerlichen freimaurerischen Ritualgedicht "Bei Betrachtung von Schillers Schädel".
Leider werden - wie so oft bei "V1" - kaum Literaturnachweise gegeben. Woher hat er sein Wissen? Aber daß 

1. in der CIA starke katholische Einflüsse vorliegen, davon haben wir uns inzwischen - gerade auch auf die früheren Anregungen von "V1" hin - selbst überzeugt. Wenn der Neffe von Allen Dulles einer der bedeutendsten Jesuiten - und damit per se Mißbrauchsvertuscher - Nordamerikas war, sagt das eigentlich alles. Und daher wird uns auch verstehbar, warum der Allen Dulles 1945 beim Anrücken der Sowjets Richtung Adriaküste und Vatikan - plötzlich - Unterhandlungen mit der SS in Italien betrieb ("Operation Sunrise"). Und so vieles mehr (vatikanische Rattenlinien, das Büro des späteren BND-Chef Gehlens über dem Amtssitz des Oberkatholiken Adenauer, die Zentrale des BND ausgerechnet eingerichtet in jenem Ort, wo sich auch die Zentrale der deutschen Jesuiten befand, nämlich in Pullach, etc. pp.). Auch bei Cathy O'Brien findet man über Jesuiten in amerikanischen Geheimdienstkreisen sehr viel, was zu dieser Priesterkaste, die sich inzwischen selbst als eine "Gewalttäter-Organisation", in der Gewalt "systemtisch" betrieben wurde, kennzeichnet (siehe früherer Beitrag) paßgenau paßt. - Was hier nun von "V1"

2. über die Protokolle von Zion geschrieben wird, ist ein Thema, das wir hier auf dem Blog noch nie behandelt haben und auch nicht behandeln wollen. Wir nehmen es ebenfalls einfach so hin. Erscheint uns ziemlich unwahrscheinlich. (- Aber wieviel erscheint einem auf diesem Gebiet auf den ersten Blick "ziemlich unwahrscheinlich" und ist es dann doch nicht? - Klar, warum sollten die Jesuiten einer konkurrierenden Lobbygruppe in gefälschten "Protkollen von Zion" nicht die eigenen Methoden unterschieben? Klingt zunächst einmal plausibel ...)

Warum ist Schillers "Malteserritter Marquis Posa" "brandaktuell"?

3. Warum ein "Malteserritter Marquis Posa" heute "brandaktuell" sein soll, bleibt einem einstweilen verschlossen. Zumal es ja wohl kein antikatholischeres Bühnenwerk gibt, als den "Don Carlos". Weil der "Don Carlos" ein antikatholisches Bühnenwerk ist und weil die - katholischen (!!), vom Illuminatenorden mitinspirierten (??) - Malteserritter eine Art Konkurrenz zum Jesuitenorden darstellen? (-???) (Siehe dazu Kommentare und Anhang.)

Zu einem Paperblog-Beitrag über die Israel-Lobby, der nicht von uns ist, schreibt "V1":
Ich kenne entsprechende Stellungnahmen von jüdischen Historikeren wie Michael A. Hoffman, Henry Makow oder Noam Chomsky die sich sehr kritisch über den Zionismus äüßern. Aber sind die Aschkenasim die wirklichen Gatekkeeper hinter der Verschwörung, oder ist es vielmehr so, dass wir in einem römischen System leben, wo es Hofjuden schon immer gegeben hat? Rothschild war als Malteserritter Banker des Vatikans und der Rest des Rings der City of London wie Warburg, Schiff und Oppenheim sind auch als Knights of Maltas oder Knights of St. Gregory dem Papsttum verpflichtet. 

Der Name Castro ist zwar ein spanisch sephardisch Name, aber Raul und Fidel Castro sind definitiv keine Juden, sondern "brave" katholische Jesuitenzöglinge genau wie Robert Mugabe, Stalin und Co. Fra' Stalin ließ auch neben Trotzki auch andere Juden beseitigen, die an der Revolution beteiligt waren.

Die Historiker Shlomo Sand und Isreal Finkelstein und der Linguist Paul Wexler haben eigentlich schon bewiesen, dass sephardische Juden und Aschkenasim nichts mit dem Land Israel zu tun haben, sondern einfache Konvertiten sind. Da brauch ich nicht mal mit Arthur Köstlers "Der dreizehnte Stamm" zu argumentieren.
Der Inhalt des letzten Absatzes - insbesondere die These von Arthur Koestler - ist schon längst durch die moderne Humangenetik widerlegt, wie man - etwa - auf Wikipedia nachlesen kann. Ob Arthur Koestler selbst je daran geglaubt hat? Ob seine These nicht der Irreführung dienen sollte? Sollten die aschkenasischen Juden wirklich so sehr das Wissen um ihre eigenen ethnischen Ursprünge verloren haben? Und warum greift V1 diese überholte These auf? Warum ist sie ihm wichtig? Auch diese Kommentare lassen wir einfach einmal so im Raum stehen. Die Israel-Lobby ist hier auf dem Blog nicht ein Thema, das wir "in extenso" behandeln wollen. Dazu haben unserer Meinung nach Kevin MacDonald, John Hartung, James Watson, Noam Chomsky, Wolfgang Eggert und viele andere zunächst alles Wesentliche gesagt. Es würde uns langweilig, wenn wir das hier alles wiederholen wollten. 

"Vertretung Nr. 1" von ungenannten "Weißmagiern"?

Und zu unseren Vermutungen über "V1" schreibt er selbst (14.10.11):
V1 hat sicher nichts mit dem Lamaismus/Buddhismus zu tun, da mir insbesondere der Lamaismus mit seinem schwarz-magischen Einfluss und der autokratische Führungsstil des Gottkönig Dalei Lama zutiefst suspekt sind. Bei den Vertretern der jesuitisch apostolischen Sukzession finden sich allerdings einige Jesuiten die gleichzeitig Zenmeister sind. Bestes Beispiel ist der ehemalige Chef des Lassalle-Haus Niklaus Brantschen SJ, welcher wiederum engstens mit Hans Küngs Weltethos für interreligiöse Begegnungen verbunden ist. Küng ist bei der Deutschen Freimaurerei hochangesehenen ( http://www.freimaurerei.de/rede-von-hans-kueng.html). Küng, Walter Kasper, Karl Lehmann und Ratzinger waren Schüler des Überjesuiten Karl Rahner, der wiederum als Architekt für V2 (Vatikanum2) gilt. Selbst Ratzinger war damals als Konzilsmitglied bei Ausarbeitung von V2 dabei.
Annie Besant höchstselbst bezeichnete Rudolf Steiner als Jesuiten. Der ganze Rummel um die Theosophen Jiddu Krishnamurti, Alice Bailey, Nicholas Roerich, Helena Petrovna Blavatsky und Co interessiert mich nicht. Dessen ungeachtet ist die theosophische Bewegung sehr einflussreich. Aus der Umgebung der Sankt Petersburger Roerich-Gesellschaft werden nahezu alle wichtigen russischen Posten aus Geheimdienst, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik besetzt. Roehrich und die Jesuiten ist Kapitel für sich.
Daß es viele Überschneidungen, gegenseitige Unterwanderungen, Vereinnahmungen, vereinnahmende "Synthesen" und gleichzeitige Rivalitäten gibt zwischen Jesuitismus, Buddhismus und Freimaurerei, auch völkischer Freimaurerei (und auch Islam) (- da gliedert sich sicherlich auch die Verbindung zwischen dem Präsidenten eines "Schurkenstaates", Ahmadinejad, und deutschen Holocaust-Leugnern ein), natürlich spielt da auch die kabbalagläubige, also okkultgläubige Priesterkaste des orthodoxen Judentums mit hinein (siehe "Israels Geheimvatikan" von Wolfgang Eggert), wird uns selbst allmählich immer besser erkennbar. 

Jutta Ditfurth (Buchtitel)
Und auch von einer Petersburger Roerich-Gesellschaft haben wir einstweilen noch nie etwas gehört, betrachten diesen Hinweis zunächst als bedeutend und werden ihm nachgehen.

- Tja! "V1" agiert also, wenn wir ihn recht verstehen, als "Weißmagier" unabhängig von all solchen großen Lobbygruppen, bzw. Priesterkasten dieser Welt. Aber dafür "weiß" er unserer Ansicht nach zu viel. Als Vertreter Nr. 1 welches "Weißmagiers" sieht er sich denn dann selbst? 

"Antithese zu Alfred Rosenberg" ...?
Außerdem schreibt er noch (13.10.11):
Streicher und Rosenberg galten als Lutheraner. Rosenberg war neben seinem jesuitischen Rivalen Goebbels der Vorzeigeintellektuelle in der NSDAP. Aus Forschungszwecken habe ich auch Rosebergs "Der Mythus des 20. Jahrhunderts gelesen". Neben den rassistischen Äußerungen gibt Rosenberg in seinem Buch ein recht schwärmerisch-pathetische Sicht des Hellenismus und Herodots mystische Hyperborea wieder. Das Kapitel über die Jesuiten und rkK erzürnte Roms Titularbischof Alois Hudal so sehr, dass er das Buch auf den Index setzte. Just dieser Alois Hudal war für die Ausreise der Kriegsverbrecher Priebke, Barbie, Eichmann, Mengele und Co verantwortlich. Es würde mich nicht wundern, wenn der Illuminat Bormann und Hitler auch nach Südamerika entkommen sind.
Rosenberg erhoffte viel von einem "Fünften Evangelium", das auch in vielen Okkultkreisen damals eine Rolle spielte. (Ob heute noch, weiß ich nicht.) - Hm, wen das mit "Hitler in Südamerika" "nicht wundern" würde, der stellt sich natürlich auch hier in eine Reihe mit zahlreichen okkultgläubigen ("weißmagischen") Menschen, die das auch: "nicht wundern" würde. Weiter schreibt "V1":
Als Antithese zu Rosenberg lohnt es sich den Junghegelianer und Mentor von Marx Moses Hess "Rom und Jerusalem" zu lesen.
Sicherlich ein guter Ratschlag. Gerne mehr davon. - Aber Antithese zu welcher These? Nun, steht wohl in diesem genannten Buch drin. Keine Ahnung. - Nanu? Warum braucht man eigentlich eine "Antithese zu Rosenberg"? Jedenfalls: Um so mehr wir uns mit diesen Dingen beschäftigen, um so mehr stoßen wir auf Zusammenhänge, auf die wir "im Leben nicht gekommen wären". Zum Verständnis der derzeitigen Vorgänge in Europa und Asien werden sie aber mehr als wesentlich sein. Siehe deshalb auch die beiden Folgebeiträge "Priesterdiktatur Iran" und "Priesterdiktaturen zwischen Europa und Asien".

(leicht überarbeitet: 01.12.2011)

Anhang (Ergänzung vom 01.12.2011)

Das Buch "Die Brüder des Marquis Posa" von Hans-Jürgen Schings (1), auf das man oben von "V1" hingewiesen worden ist, macht einen eigentlich nicht wirklich schlauer. Oder müßte man es noch gründlicher lesen? Es wird von Schings zwar angesprochen, daß Schiller den Marquis Posa ausdrücklich "zum Ordens-, zum Malteserritter erhebt" (1, S. 6). (Aha, man wird "erhoben" dadurch!) Aber es wird nicht erörtert, warum gerade zum Malteserritter. Was brachte Schiller dazu, den Marquis Posa zu einem Malteserritter zu machen? Das ist ja auch offenbar nur im Verzeichnis der handelnden Personen am Anfang von "Don Carlos" erwähnt und spielt sonst keine Rolle (?). Es wird nur erwähnt, daß der Malteserorden damals - in Bayern - in Konkurrenz zum Jesuitenorden gestanden hätte, und daß seine Einführung in Bayern von den Illuminaten gefördert worden sei.

Und der Illuminatenorden ist dann das Hauptthema des Buches. Und wie er "Jagd" auf Schiller machte, um ihn zum Mitglied zu gewinnen, ihn aber nicht gewinnen konnte. Im vorletzten Satz des Buches von Schings heißt es noch einmal als eine Art Resümee: "... Noch einmal verabschiedet Schiller den 'Ordensgeist'."

All das scheint weitgehend in Übereinstimmung zu stehen mit dem, was Mathilde Ludendorff über Schillers Leben schreibt (nicht über seinen Tod, über den "V1" zwar Andeutungen macht, der aber von Schings nicht behandelt wird - ?). Allerdings scheint Schings M. Ludendorff nicht selbst gelesen zu haben, wenn er unter Berufung auf Eugen Lennhoff's "Freimaurerlexikon" fälschlicherweise unterstellt, M. Ludendorff hätte behauptet, Schiller wäre Illuminat gewesen (1, S. 14f). Das haben Hermann Ahlwart und andere vermutet, wie M. Ludendorff selbst schreibt, sie selbst aber weist diese Vermutung - mit Begründung - zurück (2, S. 87). Und darin stimmen ja offfenbar der Autor Schings und "V1" mit ihr überein.


Schiller war ja nie Nobelpreisträger. Und hatte denn auch den "Ordensgeist" - im Gegensatz zu Nobelpreisträger Hermann Hesse - schon in Bezug auf den "Don Carlos" "verabschiedet", wie M. Ludendorff anhand eines Zitates aufzeigt (2, S. 85). Schiller sagt nämlich, daß er anhand des "Don Carlos" hatte zeigen wollen,
"wie auf viel kürzerem und vollkommenerem Wege das durch eine einzelne Persönlichkeit zu erreichen wäre, was die Maurerlogen zu erstreben vorgeben".
- "... was die Maurerlogen zu erstreben vorgeben"! Ist damit nicht alles gesagt? Warum der Marquis Posa also gerade als Malterserritter heute "brandaktuell" sein soll, muß einstweilen auch nach der Querschnitt- Lektüre des von V1 erwähnten Buches "Die Brüder des Marquis Posa" unklar bleiben.

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  1. Schings, Hans-Jürgen: Die Brüder des Marquis Posa. Schiller und der Geheimbund der Illuminaten. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1996
  2. Ludendorff, Mathilde: Der ungesühnte Frevel an Luther, Lessing, Mozart und Schiller. Ein Beitrag zur Deutschen Kulturgeschichte. Ludendorffs Verlag, München 1936 (56. - 59. Tsd.)

Mit Facebook-Demokratie wider die Macht von Lobbygruppen!

Priester fürchten heute ausdrücklich fast nichts so sehr wie "Facebook-Demokratie" (so der oberste Benediktiner Österreichs wörtlich). Um so mehr Grund, sich dieses Machtmittels zu versichern. Es wird ja immer besser sichtbar: So wie die Reformation von Martin Luther mit der Druckerpresse von Johannes Gutenberg aus Mainz gesiegt hat, so siegen wohl heute viele Lobby-ferne Bestrebungen mit dem Internet. Und da gibt es wieder einmal einige neue Entwicklungen zu vermelden.


Die "Giordano Bruno-Stiftung" (GBS) haben wir hier auf dem Blog schon häufiger behandelt. Ihr Ketzer-, Philosophen- und Naturwissenschaftler-Name ist Programm. Die GBS verfolgt bewußt kein ("fundamentalistisch"-)atheistisches Programm, sondern spricht bewußt wie Karlheinz Deschner oder Richard Dawkins auch alle kirchenfreien Religiösen an, die nicht an übernatürlichen Okkultismus glauben. (Im Grunde ist der Gott der heutigen christlichen Theologen selbst Okkultismus wie vieles, was an Religiosität aus Asien kommt.) Nach meinem Eindruck hat der Geschäftsführer der GBS, Michael Schmidt-Salomon, auf der Antipapstdemonstration in Berlin die beste Rede gehalten (siehe früherer Beitrag). Nachdem er sich aber in der Vorbereitung des Papst-Besuches auffallend lange mit entschiedenen und konkreten Forderungen zurückgehalten hatte. Auch hier scheint man mehr zu "reagieren" als zu agieren.

Dies liegt wohl daran, daß die GBS vor Jahren sehr bewußt als eine eher "elitäre" Vereinigung gegündet worden ist. Nicht auf Massenwirkung hatte man den Schwerpunkt gelegt, sondern auf Spaß-Kirchenkritik und Spaß-evolutionäres Denken. - Der Deutschlandbesuch des Papstes und das aufgesetzte Reden von "Generation Benedikt" allerseits hat die Papstgegner mit großem Recht so aufgebracht, daß sich innerhalb von wenigen Tagen auf Facebook eine 800-Personen umfassende Gruppe "Generation Giordano" (GG) gebildet hat, die sozusagen der GBS eine organisierte "Massenorganisation" an die Seite stellen will, und in der - in Diskussionen auf Facebook - eine kräftige Aufbruchstimmung herrscht. Man will dort sehr bewusst und endlich offenbar ausreichend tatkräftig die derzeitige Macht der Kirchen in Deutschland erörtert sehen mit zielgerichteter Öffentlichkeitsarbeit.

Live-Internet-Diskussion - morgen, Sonntag, 10 Uhr bis 11.30 Uhr

Diese Macht ist ja auch wirklich gar zu fragwürdig geworden. Beispielsweise wird mit großem Recht gefordert, dass es neben Rundfunkübetragungen von "Worten zum Sonntag" von Seiten von Priestern auch humanistische Worte zum Sonntag geben solle. Und vieles andere mehr.

Wenn das naturalistische, durch moderne Humangenetik informierte Menschenbild dort diskutiert werden sollte, das unserer Meinung nach sich als das stärkste Gegengewicht gegen alle elitären Globalisierungsbestrebungen herausstellen wird, werden wir versuchen, uns dort in die Diskussion einzuklinken.*) Bisher sind wir nur zuschauendes Mitglied dieser Gruppe.

Für den morgigen Sonntag gibt es nun eine Einladung für eine Live-Internet-Diskussion, die - vom Einsatz der neuen technischen Möglichkeiten her - sehr interessant zu werden verspricht (mit Chat und Webcam, um 10 Uhr bis 11.30 Uhr).**) Vielleicht hat der eine oder andere Blogleser Lust, dort hineinzuschauen, um sich auch selbst mit dieser Technik vertrauter zu machen.

Dazu braucht man offenbar auch ein Google Plus-Profil (die neue Konkurrenz von Facebook). Ob man sich ohne Einladung bei der Gruppe GG und dann bei der Internet-Konferenz anmelden kann, ist mir vorläufig nicht bekannt, da ich ja selbst zu beidem dankenswerter Weise eingeladen worden bin. Einfach probieren!

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*) Ergänzung, 16.10.2011, 16 Uhr: Das geschah wesentlich schneller als gedacht! Der Gründer der Facebook-Gruppe "Generation Giordano" ist gestern Nacht seiner Administratoren-Rechte beraubt worden, weil er nach Meinung seines technischen Helfers David Farago zu stark die Thesen von Thilo Sarrazin befürwortet. Die Gegenseite tritt wieder einmal kräftig gegen die Schienenbeine anderer. 800 Mitglieder bei einer solchen Facebook-Gruppe - das ist zu viel, als untätig bleiben zu können. Die Diskussion auf Facebook ist im vollen Gang und wir haben dort auch unseren Senf dazu gegeben.
**) Übrigens war auch die hier angekündigte Live-Diskussion sehr anregend und regt zu zahlreichen Nachahmungen und Wiederholungen an! 

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