Sonntag, 13. Februar 2011

"In der SS gab es Satanisten, die nach 1945 weiter arbeiteten"

"Satanismus - Die unterschätzte Gefahr" - Ein Buch der Brüder Grandt aus dem Jahr 2000
 
Wenn das Buch der Brüder Grandt "Satanismus - Die unterschätzte Gefahr" aus dem Jahr 2000 (1; Abb. links) der letzterschienene grundlegend kritische und der - auch innerhalb der Behörden - verbreiteten Gutgläubigkeit zutiefst mißtrauisch gegenüberstehende allgemeinere Beitrag in Buchform im deutschsprachigen Raum zu diesem wohl nicht ganz unwesentlichen Thema darstellen sollte, dann wird es, so möchten wir meinen, Zeit für eine neue, aktualisierte Buchveröffentlichung zu diesem Thema. (Siehe auch unsere aktuelle Rezension auf Amazon.) (Wir werden uns noch weiter in der Literatur umsehen - aber vieles deutet schon jetzt darauf hin, daß es der letzterschienen Beitrag dieser Art ist.)

Gerade all die Internet-Diskussionen und -informationen vor allem aus öffentlichen "Magie-Foren", die wir in den Beiträgen auf unserem Blog in den letzten Wochen zusammen getragen haben, ergänzen dieses Buch aus dem Jahr 2000 und seine Überzeugungskraft ganz entschieden. Denn offenbar konnte im Jahr 2000 noch niemand in der Literatur auf öffentlich in den letzten Jahren im Netz geäußerte Insider-Berichte zurückgreifen, die so konkret sind wie allein schon jene wenigen, auf die wir bei ganz unsystematischer Google-Suche nach Suchworten wie "Ralph Tegtmeier" oder "Frater V.D." gestoßen sind. Wir möchten deshalb unseren letzterschienen Blogbeiträgen eine nicht gerade geringe Bedeutung für einen aktualisierten Kenntnisstand auf diesem Gebiet zusprechen.

Soweit übersehbar ist beispielsweise noch niemand ausführlicher dem implikationsreichen Umstand nachgegangen, der darin liegt, daß der Erstverleger - und mutmaßlich auch der Autor - des Bestsellers "Das schwarze Reich" ein Großmeister der satanistischen Freimaurerloge "Fraternitas Saturnis" ist und schon viele Menschen aufgrund seiner Techniken zur "Zombifizierung" in die Psychiatrie gebracht hat, wie auf Magie-Foren berichtet wird (siehe frühere Beiträge). Dies könnte auch viele Implikationen haben für die Geschichte des Dritten Reiches und des 20. Jahrhunderts insgesamt, denen der Autor von "Das schwarze Reich" in seinem Buch mit offenbar bis dato noch unbekannt vielen Insider-Kenntnissen nachgegangen ist.

Im folgenden aber noch einige wesentliche Daten, die man dem Buch von Guido und Michael Grandt (1) entnehmen kann.

Rituelle Mißhandlungen im Umfeld eines "germanofaschistischen Kultes"

Zwei Psychologinnen, die Überlebende ritueller Mißhandlungen therapieren (2 - 4), berichten unabhängig voneinander, daß diese Mißhandlungen im Umfeld eines "germanofaschistischen Kultes" geschehen würden, daß die Täter sich aber auch im christlichen Umfeld bewegen. Das erinnert an die "Odin-Loge", von der Jessie Marsson berichtet hat. Auf die Frage: "Wie sind Sie das erste Mal mit rituellem Mißbrauch in Kontakt gekommen?" antwortet die Diplom-Psychologin Michaela Huber im Jahr 2000 (1, S. 114):
Vor neun Jahren durch eine Klientin, die  zunächst Mißbrauchserfahrungen in der Familie schilderte, dann Erfahrungen aus dem Bereich Kinderprostitution/ -pornografie und rituellen Mißbrauch in einem intergenerationellen germanofaschistischen Kult.
Offenbar ist noch niemand in der Literatur und im Netz genaueren Details zu den Hintergründen dieses "germanofaschistischen Kultes" nachgegangen. Da aber in "Das schwarze Reich" so obenhin offenbar und aufgrund von Insider-Kenntnissen genau von solchen Dingen die Rede ist, sollte dies dringend geschehen. Das ist eines der Hauptanliegen unserer Beiträge. Auf die Frage nach dem Zusammenhang zwischen rituellem Mißbrauch, Satanismus und anderen Glaubensgemeinschaften, Organisationen oder Weltanschauungen antwortete Frau Huber zusätzlich noch (1, S. 117) (Hervorhebungen nicht im Original):
Alles, was sich nur denken läßt. Besonders bekannt ist mir die Verbindung zwischen Alt- und Neonazis und Satanisten. Beide verbindet ja der Glaube an den Herrenmenschen und Untermenschen, an Ausmerzen und antisoziale Gewalt in jeglicher Form. Und eine sadistisch geprägte Nekrophilie. Ich betrachte das Ganze als sich überlappende Kreise. Doch die Verbindung Satanismus/ Faschismus erscheint mir die deutlichste.
Dazu ist zu ergänzen, daß Satanisten, wie man an vielen Stellen sehen kann, ihre Opfer als "Sklaven" bezeichnen. Die Diplom-Psychologin Claudia Bommert, die Mißhandlungs-Opfer behandelt und therapiert (s.a. 4), antwortet auf dieselbe Frage (1, S. 117) (Hervorhebung nicht im Original):
Die Klientinnen kennen Satanisten, die auch Mitglieder christlicher Gruppen waren, die gleichzeitig an christlichen Initiationsritualen wie auch an satanistischen Ritualen teilnahmen. In mehreren Fällen sind in den Berichten meiner Klientinnen Verbindungen zwischen Satanisten und Nationalsozialisten erkennbar. Aus dem Krieg heimgekehrte Männer, hauptsächlich aus der SS, mißbrauchten Kinder auf rituelle Weise nach satanistischen Ritualen.
In der SS gab es also Satanisten, die nach 1945 weiter arbeiteten.

Freitag, 11. Februar 2011

Julius Evola - ein Satanist kann ihm viel abgewinnen

"Bedingungslose Unterwerfung und Akzeptanz" ... - Eine bezeichnende Rezension des "Zombifizierers" Ralph Tegtmeier  

Der Satanist, Okkultist, selbsternannte "Zombifizierer", Logen-Großmeister, Psychosekten-"Guru", mutmaßliche Hochgradfreimaurer und Bestseller-Autor Ralph Tegtmeier hat neben seinen Büchern, die wir schon in früheren Beiträgen behandelt haben (vor allem "Das schwarze Reich"), auch Rezensionen geschrieben. So unter anderem eine bezeichnende Rezension über den italienischen, faschistischen Denker Julius Evola (1), der trotz - oder wegen - seiner neuheidnisch-okkulten Christentumsfeindlichkeit auch unter heutigen deutschen Rechtskonservativen ein nicht geringes Ansehen genießt. (Schon die streng katholische Erziehung, die Evola in seiner Kindheit genossen hat,  und von der einstweilen noch infrage gestellt sein darf, inwiefern er sie mit seiner Art von Christentumsfeindlichkeit wirklich überwunden hat, wird ihm in diesen Kreisen gern so manchen sich geistesverwandt Fühlenden bescheren.)

Diese Rezension von Ralph Tegtmeier nun wird man sicherlich als eine Ergänzung seines Buches "Das schwarze Reich" erachten können. Denn schließlich muß laut Wikipedia auch Julius Evola zu den okkulten Wurzeln des Dritten Reiches hinzugezählt werden.*) Denn wir lesen auf Wikipedia zu Julius Evola:
... Widmetete sich umfangreichen Studien über Okkultismus, Mystik, Hermetik, Hinduismus und Buddhismus, über die er zeit seines Lebens publizierte. Im nun faschistischen Italien, mit dessen System er sympathisierte (...), interessierte er sich zunehmend für Politik (...). Obwohl Evola insgesamt eine relativ marginale Figur bis zum Ende des Mussolini-Regimes blieb, war er ein pro-faschistischer „spiritueller“ Rassist und Antisemit, der die italienischen und deutschen Regime beeinflussen wollte. Von 1931 an unterhielt Evola im Deutschen Reich Beziehungen zur Konservativen Revolution und zur SS, in Rumänien zur Eisernen Garde.

Ab den 1950er Jahren publizierte Evola weitergehend radikal zeitkritische Arbeiten, die das „Problem der Moderne“ (Materialismus statt Spiritualität, Demokratie statt „geistiger“ Aristokratie, Liberalismus statt Hierarchie) zum Mittelpunkt hatten. Im Gegensatz zum Italien Mussolinis nahmen nun junge und „idealistische“ Neofaschisten wie jene des Ordine Nuovo oder der Avanguardia Nazionale seine Ideen an und setzten sie mit gewalttätigen Aktionen in die Realität um. Evola wurde Ideengeber einerseits für den rechtsextremen italienischen Untergrund, andererseits beginnend in den 1980 Jahren für die metapolitische gesamteuropäische Neue Rechte.
In "Terrorjahre" von Regine Igel kann man nachlesen, wie der amerikanische CIA die italienischen Neofaschisten dazu benutzte, "Strategien der Spannung" zu fahren, ebenso wie in Deutschland dazu die RAF dazu benutzt worden ist, und wovon ja Ralph Tegtmeier, wie wir schon früher darlegten, schon 1979 so manches Wissen erkennen ließ.

Julius Evola
Wollte Tegtmeier bewußt einen solchen Denker wie Evola, mit dem er sich so deutlich identifiziert in dieser Rezension von 1982, nicht in "Das schwarze Reich" behandeln, um darin nicht  dem eigenen ideologischen Hintergrund allzu nahe zu kommen? Es ist ja überhaupt auffällig, wie so ganz und gar "allgemein" die Ausführungen in "Das schwarze Reich" bleiben, wo doch ein Ralph Tegtmeier mit seinem Wissen sicherlich viel konkreter in vielen Fragen hätte werden können.

Lassen wir uns jedenfalls mit dieser frühen Rezension ein wenig über das - mit jenem von Julius Evola sympathisierende - Weltbild von Ralph Tegtmeier belehren. Evola lehnt, wie Tegtmeier ausführt, das Christentum ab (- wie das ja auch jeder "ordentliche" Satanist tut):
Das Christentum ist ihm wohl eine Religion der Revolution, doch eine, die die Pöbelherrschaft und die Gleichmacherei etablierte und die heroische, hierarchische Alte Welt anfocht.
Dieser "heroischen, hierarchischen Alten Welt" scheint sich nach dem ganzen Tenor dieser Rezension auch der "Zombifizierer" Tegtmeier verflichtet zu fühlen. Welche Alte Welt meint er? Es ist nicht die demokratische, aufgeklärte Welt der antik-griechischen Philosophen, die sich vom Mythos ab- und dem Logos zuwandten, sondern so gibt Tegtmeier die Ansicht Evolas wieder:
Der Mythos ist wahrer als die Historie, die Legende aufschlußreicher als die verbriefte Urkunde.
Die Festlegung auf das Lager des Guten oder des Bösen meidend ...

Na, in solchen Ansichten kann natürlich ein echter "Magier", Zauberer, Esoteriker, Mystiker, ... okkult Benebelter, in ganz anderen, irrsinnigen (Horror-)Welten Lebender mit Genuß schwelgen.  (Während er sich selbstredend von nüchterner Wissenschaft ganz abgestoßen fühlen muß.) Von Julius Evola schreibt Tegtmeier als von der
kontroversen Gestalt des Autors, der - zeitweise dem italienischen Faschismus nahestehend wie so viele führende Köpfe seiner Zeit - sich nie so recht in die Lager des Guten oder des Bösen einreihen ließ.
Das kann man natürlich als verräterische Worte ansehen. Sieht sich auch Tegtmeier - als Satanist und Zombifizierer - als ein solcher an, der sich "nie so recht in die Lager des Guten oder des Bösen einreihen lassen will", und der deshalb mit den Alt-Nazis seiner (vormals völkischen) Okkultloge "Fraternitas Saturnis" so manchen Wissensbrocken über die okkulten Wurzlen des Dritten, des "Schwarzen" Reiches ausgetauscht haben wird, der mit ihnen möglicherweise wie alle unter der Kapuze verborgen "Schwarze Messen" auf der Wewelsburg und an den Externsteinen gefeiert hat, von denen soviele Opfer ritueller Gewalt berichten, und der selbst diesen Alt-Nazis so viel Verständnis entgegenzubringen weiß als einer, ... "der sich nicht so recht in das Lager des Guten oder des Bösen einreihen läßt"?

"Was mancher Emanze nicht eben schmecken dürfte ..."

Ja, er kann mit Julius Evola noch viel näher der Magie und dem Ritus, sprich, in seinem Sinne: der "Zombifizierung"  kommen:
Initiation, Ritus und Askese sind Evola echtere Realitäten als Schlachten, Investiturstreit und Staatsverträge.
Recht so. Ein echter "Eingeweihter", dieser Julius Evola, der hinter die Schalen der profanen, äußeren Welt und des äußeren Geschichtsablaufes blickt. Entscheidend sind nicht die äußeren Ereignisse, sondern: Wer wird wo und wann "initiiert"? "Zombifiziert" ... Tegtmeier weiß auch von so mancher Ansicht Evolas (und seiner eigenen?),  die
mancher Emanze nicht eben schmecken dürfte,
wie er schreibt. Womit sowohl nach Tonfall als auch nach Inhalt man nach dem Thema Wissenschaftsfeindlichkeit (siehe oben) nun beim Thema elitäre Frauenfeindlichkeit im Umfeld von Männergeheimbünden angekommen wäre. Evola
zeigt Morbidität auf, ohne uns die Salben zu nennen, die die schwärenden Wunden heilen könnten.
Ja, als wären begangene Ritualmorde und Schwarze Messen noch heilbar. Genau diese Morbidität zeigt E. R. Carmin, alias Ralph Tegtmeier, auch in "Das schwarze Reich" auf, "ohne uns die Salben zu nennen", die "heilen könnten". (Dabei ist der Name dieser Salbe so einfach. Er lautet schlicht: Heraus aus der Geheimniskrämerei.) Evola könne 
nur zweierlei herausfordern: bedingungslose Unterwerfung und Akzeptanz, oder geifernde Kritik und Ablehnung.
Und das gilt wohl für jede satanistische, okkulte reguläre oder irreguläre Freimaurerloge, in der gerne immer wieder auch einmal Leute wie Ralph Tegtmeier mitmischen, und deren Ordensoberen Leute wie Ralph Tegtmeier ihre Kontakte zu "richtigen" Satanisten, also solchen, die Menschenopfer bringen, vermitteln (siehe frühere Beiträge).

Offenbar gilt: Evola ist dabei. Und sei es auch nur im Geiste.

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*) Ergänzung 21.7.2012. Offenbar eine Buchneuerscheinung (2) macht auf folgende Umstände aufmerksam:
Im Verlauf einer Vortragsreihe im Rahmen der Deutsch-Italienischen Gesellschaft 1938 wurde Evola von der SS beobachtet und seine Thesen begutachtet. Durchgesetzt in der Bewertung des Italieners hatte sich dabei offiziell ein Gutachter, der eine "Stillegung der öffentlichen Wirksamkeit" und die Verhinderung eines weiteren "Vordringens zu Dienststellen der Partei" empfahl. Unbeachtet blieben demgegenüber andere Gutachten, u.a. von Himmler-Berater Weisthor, die dem Italiener durchaus hehre Absichten und eine tiefgehende Kenntnis der ario-germanischen Symbolik bescheinigten und Auswirkungen auf eine tatsächliche Zusammenarbeit zwischen Evola und der SS gezeitigt haben könnten. Diese auf beiderseitiger Sympathie beruhende Annäherung zwischen Evola und der SS, die schließlich 1943 in der offiziellen Rekrutierung des Barons gipfelte, wird heute weitgehend unterschlagen.
Es wäre sicherlich sinnvoll, diese Zusammenhänge weiterzuverfolgen.
__________________

  1. Frater V.D. (= Ralph Tegtmeier): Denken und Schauen wider den Strich. Rezension von: Julius Evola, Revolte gegen die moderne Welt, Ansata Verlag, Interlaken 1982. In: Unicorn, Nr. 5, 1983, S. 119f. (siehe Juliusevola.de) 
  2. Julius Evola - Im Schatten der SS. Vortragsreihe in Deutschland 1938. (84 S.) (a, b, c)

"Irreguläre" und "reguläre" Logen der Freimaurer - beide satanistisch?

Zwischen Satanisten und Freimaurern gibt es enge Verquickungen, sagt Journalist Guido Grandt

In einem Nexworld-Interview (1) machte einer der bedeutenste deutsche Satanismus- und Freimaurer-Kritiker, nämlich Guido Grandt, unter anderem auf die enge Verquickung von Freimaurerei und Satanismus aufmerksam. (Als langmonatiger zahlender Abonnent von Nexworld TV darf man es befürworten, daß dieses Video frei im Netz zugänglich bleibt. Jedoch darf man alle Leser bitten, ebenfalls wenigstens einige Monate Nexworld TV zu abonnieren, einen Sender, für den wir schon häufiger hier auf dem Blog Werbung gemacht haben, und der neben Humbug auch sehr wertvolle Arbeit leistet.)

Das Interview wurde gemacht, bevor das letzte Buch von Guido Grandt, "Logenmord an Jörg Haider", erschienen ist, also etwa vor einem Jahr. Auf den Autor Guido Grandt sind wir erst im Zusammenhang mit diesem letztgenannten Buch aufmerksam geworden. Dabei ist Guido Grandt wohl einer der bedeutendsten kritische Autoren zum Thema Satanismus in Deutschland, wie auch aus diesem Interview hervorgeht. Denn dies ist das Thema des ersten Viertels dieses Interviews und dabei werden sehr viele wichtige Dinge mitgeteilt, die unsere bisherigen Beiträge zu diesem Thema untermauern und ergänzen. Man wird sich die Bücher von Grandt wohl alle kaufen müssen.

Das vielleicht schon wichtigste Buch zur Thematik von Guido Grandt ("Satanismus, die unterschätzte Gefahr", 2000) ist frei im Netz zugänglich (Scribd.com). Dieses Buch werden wir sobald als möglich sehr genau studieren und auswerten.

Satanisten auf der Wewelsburg - nur nach 1945?

Denn sehr interessant ist auch, daß Guido Grandt dem Zusammenhang zwischen der Anthroposophie Rudolf Steiners und dem Satanismus der Loge "Ordo Templi Orientis" nachgegangen ist und daß er es sich dadurch mit allen Steiner-Anhängern verdorben hat. Auch diesen Dingen wollen wir hier auf dem Blog noch weiter nachgehen. (Schließlich bewegten sich so unterschiedliche Menschen wie der Chef der deutschen militärischen Leitung von 1914, General Moltke, Rudolf Heß oder auch der vom RAF-Anwalt zum Polizeiminister "gewandelte" [?] Otto Schily im Umfeld der Steiner-Anhänger ...)

Es ist insbesondere auch wichtig und interessant zu erfahren, was Guido Grandt bezüglich ritueller Folterungen auf der Wewelsburg recherchiert hat als Mitarbeiter beim Produzieren des wichtigen Filmes "Höllenleben", auf den wir schon hinwiesen. Diesbezüglich ist dieses Interview eine wertvolle Ergänzung des Filmes "Höllenleben".

Das Andreas-Kreuz der "regulären" Andreaslogen zeigt ein satanistisches Ritual
Abb. 1: Andreasorden - Vorderseite
Abb. 2: Rückseite - Inschrift: "Jahweh"
Wir wollen an dieser Stelle noch darauf hinweisen, daß die im Interview geäußerte These von Guido Grandt über die enge Verquickung von "irregulären" satanistischen Freimaurerlogen und "regulären" Freimaurerlogen unter vielem anderem auch untermauert wird durch die Benutzung des Andreaskreuzes in beiden Vereinigungen. Wie die Zeugen ritueller Folterungen und Morde berichten, ist bei diesen das Opfer oft auf ein Andreaskreuz gefesselt worden. (Das Opfer sollte dabei nach Berichten der Zeugen bei lebendigem Leib ausbluten, bzw. wurden ihm dabei bei lebendigem Leib Gedärme herausgerissen oder Gliedmaßen abgesägt. Alles natürlich nur noch reiner Irrsinn.)

(Übrigens wird das Andreaskreuz "gerne" auch in der von Bettina Tegtmeier favorisierten Sadomaso-Szene benutzt.)
Abb. 3: Andreas-Orden
Abb. 4: Andreas-Orden
In regulären Logen nun ist dieses Andreaskreuz schlicht das Zeichen der Andreasloge, also des 4. und 5. Grades der regulären Freimaurerei (s. Freimaurer-Wiki.de). Der Großmeister der Andreasloge trägt es "am grünen Bande" und es ist derzeit über einige Ebay-Angebote erhältlich (daher die Fotos: a, b, c).

Und auf dieses Andreas-Kreuz ist nun, wie deutlich sichtbar, ausdrücklich ein nackter Mann gefesselt, wie man den Abbildungen 1, 3 und 4 entnehmen kann. Der Rückseite diese Ordens (Abb. 2) kann man die okkult-magische Sinngebung dieser "Fesselung" entnehmen. Offenbar ist der gefesselte (bzw. wohl: geopferte) Mensch, ist also dieses Menschenopfer "Jahweh" geweiht.

Freimaurer-Kritiker Erich Ludendorff 1932

Abb. 5: Schrift aus dem Jahr 1932
Auf diese Symbolik hat wohl als einer der ersten der frühe Freimaurer-Kritiker Erich Ludendorff im Jahr 1932 hingewiesen, als er die in rechtskonservativen Kreisen vorherrschenden "völkisch-nationalen" Freimaurerlogen anklagte, mit den Nationalsozialisten zusammen Deutschland in einen neuen Krieg führen zu wollen ("Weltkrieg droht auf deutschem Boden"). Als er also ähnliche Thesen aufstellte wie heute der mutmaßliche Hochgradfreimaurer und Bestseller-Autor Ralph Tegtmeier in seinem Buch "Das schwarze Reich".

Um davor zu warnen gab er unter anderem die Schrift "Schändliche Geheimnisse der Hochgrade" heraus, in dem er die Symbolik dieses Andreaskreuzes ausführlich behandelt (s. Abb. 5).

Wie wir hier auf dem Blog noch aufzeigen werden, wurde die Gestapo nach 1933 von einem rechtskonservativen Intellektuellen aufgebaut, der bis in die 1980er Jahre hinein, ohne jemals in Deutschland verurteilt worden zu sein, in freundschaftlichem Kontakt zu so rechtskonservativen Intellektuellen wie Ernst Jünger oder Armin Mohler stand. Dieser rechtskonservative Intellektuelle bewegte sich vor 1933, wie er selbst in Aufzeichnungen niederlegte (2, S. 104), im Umfeld völkischer Freimaurerlogen, im Umfeld des Germanenordens, des Skaldenordens, des Jungdeutschen Ordens, der Thule-Gesellschaft und des Herrenclubs. Gemeint ist der dritte Mann nach Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich: Werner Best.

Der rechtselitäre "Bluthund von Boxheim" in einem Geflecht von elitären Helfershelfern nach 1945

Jener Werner Best, der nach 1945 auf Fürsprache des bekennenden Freimaureres und Bundesjustizministers Thomas Dehler vor Strafverfolgung geschützt wurde. Jener Werner Best, der Arbeit fand bei dem Schwager der "rechten Hand" von Allen Dulles, bei dem Industriellen Hugo Stinnes. Jener Werner Best, der in enger Zusammenarbeit stand mit dem Hitler-Parteispenden-Sammler und späteren engen Mitarbeiter des Bundespräsidenten und (mutmaßlichen) Hochgradfreimauerers Walter Scheel, Ernst Achenbach, der 1970 maßgeblich an der Unterzeichnung der Ostverträge mitwirkte.

- Gehörten einige oder viele dieser genannten Alt-Nazis zu jenen satanistischen Freimaurern, die sich vor und/oder nach 1945 - unter anderem auf der Wewelsburg - trafen, um Kinder rituell zu morden, Frauen rituell zu schänden? Wer zu solchen Morden und Vergewaltigungen fähig ist, für den sind Judenmorde und sonstige politische Morde nicht mehr ein so großes Problem wie für andere Leute. Hier bewegen wir uns offenbar mitten im satanistischen "Schwarzen Reich" ...

Als "Bluthund von Boxheim" war es gerade Werner Best, der die deutsche und internationale Öffentlichkeit schon im Jahr 1931 auf die Mordpläne der Nationalsozialisten in aller Deutlichkeit aufmerksam gemacht hatte. Woher hatte er diese Mordmoral? Wo war er auf sie "dressiert" worden, wie es das Ehepaar Ludendorff in damaligen Aufsätzen nannte, als es von freimaurerischer "Dressur" zu blutiger und gewalttätiger Mordmoral sprach?

Und warum wurde unter dem Freimaurer und Bundesjustizminister Dehler jeder kleine KZ-Wachsoldat verurteilt, nicht aber der Begründer der Konzentrationslager, der Planer der SS-Einsatzkommandos, der intellektuelle Kopf des Mordens? (Siehe: Warum hat es nie einen großen  Gestapo-Prozeß gegeben?)

_________________________

  1. Stein, Robert: Satanistische Rituale. Interview mit Guido Grandt. Nexworld TV, 19.02.2012
  2. Herbert, Ulrich: Best. Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft 1903-1989. Dietz-Verlag, Bonn 1996

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