Donnerstag, 8. September 2011

Den Papst in Untersuchungshaft nehmen!

Und die christ-katholische Eurodiktatur verhindern!
- Eine kleine Presseschau

Auf daß die Euro-Plutokraten Schäuble & Co. das "Ruder" weiterhin "fest" in die Hand nehmen in Berlin und anderswo und Deutschland und allen europäischen Ländern die christ-katholische Eurodiktatur aufzwingen, kommt Papst Ratzinger nach Deutschland, um ihnen den Rücken zu stärken und sie den Kniefall vor dem "Heiligen Stuhl" mitten in Berlin vornehmen zu lassen. Und gleichzeitig fordern führende Priester, daß Regierungen das Ruder "fest in die Hand nehmen" sollen - gegenüber der: "Facebook-Demokratie" ...

Irland: Der Volkszorn gegen den Papst schlägt hohe Wellen ...
 
Aber was ist zur gleichen Zeit in Irland los (1)! Hier hat die christ-katholische Regierung das Volk nicht mehr im Griff. Das einzige Land, das wirklich Widerstand leistet? In Irland, im tief katholischen Irland ist man viel weniger Papst-freundlich als derzeit im atheistischen und protestantischen Norden Deutschlands ...

In Irland können sich die Politiker angesichts des Volkeszornes derzeit keine so blasierte Haltung gegenüber dem Papst erlauben wie in Deutschland. Der FAZ-Artikel ist wie eine Brandfackel und beleuchtet auch das Nichthandeln so vieler anderer Regierungen, die genauso betroffen sind wie die irische. Etwa die deutsche. Die den Papst - ebenso wie schon die englische - wahrscheinlich anläßlich seines Besuches nicht, wie es geboten wäre, einfach in Untersuchungshaft nimmt. Sondern die diesem absoluten Monarchen ein Forum im Bundestag, im Olympiastadion und wo sonst überall noch gibt. Verbrechensvertuscher unter sich, rutscht es einem da heraus!

Aber auch in Irland wird die Papst-kritische Welle schon wieder abflauen, keine Sorge. Der Vatikan denkt in Jahrhunderten ...

Göttingen: Kindergottesdienst ausgeführt von einem Mißbrauchsmitwisser ...

Und was für ein Hohn zur gleichen Zeit in Göttingen, einer der protestantischsten Universitätsstädte Deutschlands. In Göttingen ist ein eingestandener "Mißbrauchsmitwisser" einer eingestandenen Gewalt-"Täterorganisation", in der sexuelle Gewalt an Kindern eingestandenermaßen "systematisch" ausgeübt worden ist, nämlich ein Jesuit des Jesuitenordens, und nun höre gut zu, lieber Leser: während eines Kindergottesdienstes (!!!!!) wiederum in ein neues Gemeinde-Priesteramt eingeführt worden (2). Während eines Kindergottesdienstes.  Das Kirchenvolk in Göttingen hat diesen Priester auch noch verteidigt, wo sogar jesuitischen Mitbrüder in Göttingen sich distanzierter geben und auf ihre Unterwürfigkeit gegenüber Ordensbefehlen verweisen (2). Hat der Wahnsinn noch Grenzen? Hat er noch Grenzen? Wie atmet man auf, daß sich dort Widerstand gebildet hat. Wird es auch nur eine "Welle" sein, die verläuft?

Österreich: Katholische Elitenschulen prosperieren ...

Und ansonsten: Was lassen Priester und Priesterhörige in unseren Zeiten wieder alles vom Stapel ... Sie fühlen Oberwasser, ohne Frage ... Denn auch in den österreichischen Ordensschulen, sprich Privat- und Eliteschulen ist der Zustrom ungebrochen ..., nachdem die katholische Lobby das Niveau der staatlichen Schulen vielfach durch ungeregelte Einwanderung drastisch verändert hat, so daß das Bildungsbürgertum seine Kinder lieber auf Privatschulen schickt. An "Gewaltprävention" wird, so verlautbart, gearbeitet ... (3) - Wer kann Eltern noch verstehen, die ihre Kinder in die Hand von katholischen Priestern geben? Wer? Sie machen sich selber mitschuldig. Die elterliche Gleichgültigkeit bei der Nutzunge von christ-katholischer oder reformpädagogischer Kollektiverziehung wird derzeit auch in der Diskussion rund um die Odenwaldschule erörtert (siehe "Spiegel"-Ausgabe von neulich mit Interview eines Autors und Überlebenden zum Thema).

Aber es kommt noch viel doller: Der Oberste Benediktiner Österreichs fordert Regierungen, die "das Ruder kräftig in die Hand nehmen" und warnt vor ... "Facebook-Demokratie" (4). Die Macht des Internets, da hört man es einmal erneut heraus, ist den Lobbymächten unheimlich. Und damit wissen wir ja jetzt auch, warum der Papst nach England und nach Deutschland reisen muß: Um diesen "kräftigen" christ-katholischen Regierungen den Rücken zu stärken bei der derzeitigen Überführung ihrer jeweiligen Länder in die christ-katholische Eurodiktatur.

England: "Die EU ein Mittel des Papstes ..."

"Die EU ist ein Mittel, um die Reformation rückgängig zu machen und den Herrschaftsbereich des Papstes auf Großbritannien auszudehnen", schrieb der Religionslehrer Adrian Hilton am 30. August 2003 in einem Beitrag für die erzkonservative britische Wochenzeitung "The Spectator" (5). Er erntete damals Hohn und Spott in den Medien. Und Thomas Grüter handelte den damaligen Skandal im "Spiegel" unter "Verschwörungstheorie" ab. Ob sich diese Medien und ob das Thomas Grüter in der Weise heute noch so sagen würden?

Deutschland: Seelenmord auf katholisch ...

Und was macht unser lieber ehemaliger RAF-Anwalt Ströbele? Er redet auffällig "tolerant" dem Papst gegenüber (6). Ebenso auffällig tolerant, wie er auffällig tolerant dem Treiben der Geheimdienste gegenüber steht. Man kann diesen Ströbele für einen der größten Schönfärber unserer gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse erachten.

Und zur gleichen Zeit erscheint ein neuer Film in den Kinos: "Wenn einer von uns stirbt, geh ich nach Paris" (7). Dieser Dokumentarfilm handelt von dem Selbstmord einer 57-jährigen Frau, die als Kind von einem Jesuitenpriester mißbraucht worden ist und dem Sohn, einem Journalisten, alle Dokumente hinterlassen hat, damit er ihren Selbstmord versteht: Seelenmord auf katholisch.

Wie schrieb ein Jesuitenschüler auf dem Blog "Spreeblick": "Die Jesuiten mögen mir auf Knien danken dafür, daß ich kein Terrorist geworden bin." Sie werden ebenso wie der Papst viel zu glimpflich behandelt in Deutschland. Schon mehrere Mißbrauchsopfer haben, bevor sie Selbstmord begangen haben, versucht, ihre Mißbraucher zu töten. Wären die Täter nach Aufhebungen der Verjährungsfrist in Untersuchungshaft, dann wären sie - ebenso wie ihre mit Recht rachsüchtigen Opfer - am ehesten vor Kurzschlußhandlungen beschützt.
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1. Katholische Kirche in Irland: Der Vorhang ist zerrissen - Papstbesuch - Politik - FAZ.NET, www.faz.net
In den Oppositionsfraktionen gibt es Kritik an der geplanten Rede, Keine Rede vom Papst im Bundestags Link
7. Das Schweigen brechen - Ein Dokumentarfilm zum Thema Missbrauch, www.3sat.de, ‎3sat.online - anders Internet

Dienstag, 6. September 2011

Papst-Besuch - passende Worte zu ihm (II)

Endlich: "Strafanzeige gegen Josef Ratzinger"

Endlich findet auch die Giordano-Bruno-Stiftung zu jener Sprache gegenüber dem Papstbesuch, auf die wir schon lange gewartet hatten. Der folgende offene Brief, zitiert im jüngsten gbs-"Sondernewsletter", ist durch und durch lesenwert und zustimmenswert. Es sagt schon viel, wenn Nichtchristen eine Protestantin zu solchen Dingen auffordern müssen wie den folgenden (Hervorhebungen nicht im Original):
OFFENER BRIEF AN BUNDESKANZLERIN MERKEL /"KRITISIEREN SIE DIE MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN DER KATHOLISCHEN KIRCHE!"

Der Vorstand der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Offenen Brief aufgefordert, die "Menschenrechtsverletzungen der katholischen Kirche" zu kritisieren, wenn sie am 22. September mit Papst Benedikt XVI. zusammentrifft. Außerdem drängt die Stiftung auf eine Änderung des Protokolls: Dass der Papst die Kanzlerin in Berlin empfange – und nicht umgekehrt, erinnere an "jene düsteren Zeiten, als weltliche Herrscher dem 'Stellvertreter Christi' ihre Aufwartung machen mussten, um politisch nicht unter die Räder zu geraten".

Merkel solle im Gespräch mit Benedikt XVI. die "gebührende Distanz" wahren und es vermeiden, ihn als "Heiligen Vater" anzusprechen. Die Stiftungsverantwortlichen erwarten von der Kanzlerin, dass sie den Papst zu einer "lückenlosen Aufklärung der von Priestern und Ordensleuten begangenen Verbrechen an Heim- und Internatskindern" auffordert und ihm klarmacht, "dass die europäischen Antidiskriminierungsvorschriften auch für kirchliche Betriebe in Deutschland gelten müssen". Es könne nicht toleriert werden, "dass Menschen ihre Arbeitsstelle verlieren, bloß weil sie einen geschiedenen Partner heiraten oder sich dazu bekennen, in einer homosexuellen Beziehung zu leben."

Ansprechen solle die Bundeskanzlerin auch die Privilegien, die sich die Kirche "in vor- und antidemokratischen Zeiten" gesichert habe. Dazu zählen nicht nur die historischen Staatsleistungen, die dafür verantwortlich sind, dass konfessionsfreie Menschen noch immer für Bischofsgehälter aufkommen, sondern auch der Eintrag der Konfessionszugehörigkeit auf der Lohnsteuerkarte. Diese in der Nazi-Zeit eingeführte Regelung widerspreche dem Grundgesetz, demzufolge niemand verpflichtet sei, seine religiöse Überzeugung zu offenbaren.

Deutliche Worte findet die Stiftung auch für die "unzeitgemäße, verantwortungslose Sexualpolitik" des Papstes sowie für die geplante Seligsprechung von Pius XII, der "alle Faschisten seiner Zeit" unterstützt habe. Dass dem Vatikan der Völkerrechtsstatus entzogen werden sollte, begründen die Autoren nicht nur historisch, sondern auch politisch: Ein solcher Schritt sei nicht nur aus Fairness gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen geboten, er könnte auch verhindern, dass sich die Kirche weiterhin der internationalen Strafverfolgung entzieht.

Zwar gehen die Verantwortlichen der Giordano-Bruno-Stiftung davon aus, dass Angela Merkel diese "heiklen Punkte" nicht ansprechen werde, jedoch sei es an der Zeit, "dass die Politiker die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse zur Kenntnis nehmen". Die Bürgerinnen und Bürger würden es "auf Dauer nicht dulden, dass ihr Staat Jahr für Jahr Milliarden von Steuergeldern in eine Institution investiert, die nicht nur eine verheerende Geschichte zu verantworten hat, sondern auch in der Gegenwart alles tut, um gesellschaftlichen Fortschritt zu verhindern."

Der Offene Brief der Giordano-Bruno-Stiftung im Originalwortlaut:
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/sites/default/files/download/brief_merkel2011.pdf

Linktipps:

Karlheinz Deschners Darlegungen zu Pius XII.:
http://deschner.info/de/aktuell/Deschner_PiusXII.pdf

Informationen zum Thema "Staatsleistungen" :
http://www.staatsleistungen.de/

Strafanzeige gegen den Papst vor dem Internationalen Strafgerichtshof:
http://www.der-fall-des-papstes.com/
Website des Bündnisses "Der Papst kommt":
http://www.derpapstkommt.de/

Die Tagung zum Thema:
"Was Sie schon immer über den Vatikan wissen sollten" (Berlin, 10.9.):
http://gbsbb.files.wordpress.com/2011/08/vatikan_tribunal.pdf

Sonntag, 4. September 2011

Unser Gastbeitrag zur "Deutungshoheit der Biowissenschaften" auf den Scilogs.de

Auf dem Blog "Mind at Work" von Elmar Diederichs  wurde das Angebot gemacht, im Rahmen des dortigen "Bloggewitters" "Deutungshoheit der Biowissenschaften" einen Gastbeitrag einzureichen. Dieses Angebot haben wir wahrgenommen. Unser bei Elmar eingereichter Beitrag "Die Soziobiologie war noch nie ein zahnloses Konzept" ist von Elmar auch recht zügig veröffentlicht worden (1).

Sarrazin und der Paradigmenwechsel in der Evolutionären Anthropologie

Erst danach wurde uns bewußt, daß Elmar Diederichs zwar Physiker aber offenbar weniger Empiriker als vor allem Mathematiker und Philosoph ist. Das wird vielleicht in den Diskussionen der nächsten Tage noch relevanter werden. Auf seinem Blog jedenfalls weht ein rauher Wind und er will in seinen Entgegnungen zeigen, wie brüchig das von diesem Blog und von Michael Blume vertretene Paradigma der Evolutionären Psychologie und Soziobiologie für sich sind.

Ein rauher Wind

Auch bei dem Wissenschaftsautor Thomas Grüter ist im Zusammenhang mit dem Thema "Deutungshoheit der Biowissenschaften" auf "The Bell Curve" hingewiesen worden. Und ebenso hat Michael Blume auf seinem Blog und in Kommentaren zur Thematik des Bloggewitters Stellung genommen. Michael wird zunehmend gereizter, seit wir ihn auf seine mangelnde Vatikan-Kritik und seine mangelhafte Behandlung der Thesen von Thilo Sarrazin hinweisen, was beides völlig in der Logik "christlicher Lobby" liegt, was ich aber von einem so aufgeklärten und umfassend gebildeten Geist wie Michael vor drei Jahren bestimmt nicht erwartet hätte.

Ergänzung (9.9.11): Auch Ulrich Frey, akademischer Schüler von Eckart Voland und Gerhard Vollmer, hat sich inzwischen im Rahmen der Debatte auf Scilogs für die Soziobiologie in die Bresche geschlagen.

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  1. Bading, Ingo: Die Soziobiologie war noch nie ein zahnloses Konzept, 2011/2016, https://studgenpol.blogspot.com/2011/09/unser-gastbeitrag-zur-deutungshoheit.html.

Beliebte Posts (*darunter finden sich leider selten neuere Beiträge*)

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