Mittwoch, 16. Februar 2011

Schönheit muß leiden

Am 17. Dezember 2009 hinterließ ein "cs" folgenden Kommentar auf einem Blog von Wladislaw Raab (Greyhunter):
habe gerade diese seite entdeckt
ich bin selber opfer jahrelanger sexualisierter gewalt und wie sich nun aus erinnerungsfetzen mehr und mehr erschließt opfer rituellen missbrauchs. gerade habe ich den link zu der karte von der wewelsburg gesehen. auch dort habe ich sexualisierte gewalt erfahren. noch kann und will ich mich nicht drauf festlegen, aber es spricht alles dafür dass die gruppe der jugendbund für entschiedenes christentum war...
Angela Lenz, eine weitere Überlebende ritueller Gewalt, war ebenfalls Mitglied in diesem internationalen evangelischen Jugendbund (1, S. 227, 374), der oft in einem Atemzug mit dem CVJM genannt wird und in dem sie, wie es heißt, den "Gott der Rache" des Alten Testamentes kennengelernt hat. (Dieser Jugendbund organisierte noch in den 1960er Jahren öffentlich die Verbrennung von "liberalen" Büchern.) Auch sonst scheinen sich Angehörige dieses Jugendbundes zum Okkultismus hingezogen zu fühlen (siehe Erwähnung in: 2).


Man kann auch wirklich nicht sagen, daß man sich über Ritualmorde in Deutschland nicht informieren könnte. Hier etwa der dritte und letzte Teil einer Dokumentation aus dem Jahr 1995 unter der Regie von Heiner Wehking ("Satanismus - Im Namen des Teufels", auch als DVD bei Amazon erhältich) (Yt.).

Die Wewelsburg, der "Speer Odins"(/Wotans) und ein etwaiger Odins-Orden

Über die Bedeutung der Wewelsburg nach dem Verständnis der SS lesen wir auf Wikipedia:
Für die Umgestaltung der Wewelsburg war der Staatskonservator Robert Hiecke ebenso verantwortlich wie auch für die von Himmler initiierten Umbauten an der Quedlinburger Stiftskirche und an der Widukind-Gedächtnisstätte in Enger.

Zu Heinrich I. gehört als wichtigste siegbringende Reliquie der ottonischen Dynastie die Heilige Lanze. Sie war für Albert Brackmann, mit dem sich Himmler seit 1938 über die Ottonen austauschte, die „Lanze des heiligen Kriegers und Märtyrers Mauritius“. In der Fortführung von Otto Höflers Germanentheorie, in der sie zum Speer Wotans geworden war, konnte sie jedoch auch weiter als Symbol germanischen Herrschertums gedeutet werden. Die Lanze wurde offensichtlicher Bezugspunkt für die Bauentwürfe Hermann Bartels’, in denen der dreieckige Burggrundriss als Spitze einer zunächst der Heiligen Lanze nachgebildeten Lanzenform, später einem Speer mit der geradlinigen Burgzufahrt als langem Schaft glich.
Einer der Täter von Angela Lenz war Priester (1, S. 13). Einer war Bankdirektor aus Berlin (1, S. 33). Ihr Vater selbst war Bankdirektor (1).

An der Humboldt-Universität Berlin veranstaltete das Graduiertenkolleg "Codierung von Gewalt im medialen Wandel" 2005 ein Symposium zum Thema "Schönheit muß leiden. Zur ästhetischen Konstituierung weiblicher Heiligkeit". Rituelle Gewalt gegen Frauen scheint kein Thema dieses Symposiums gewesen zu sein, hätte aber vielleicht den intellektuellen "Touch" dieser Thematik etwas mehr auf den Boden heruntergeholt. Fast muten einem die Symposium-Inhalte wie eine Werbung für rituelle Gewalt ein, wenn schon als Leitwort ein Zitat von Friedrich Schiller gebracht wird:
"Die schöne Seele hat kein anderes Verdienst, als dass sie ist."
So. Und da würde ja dann das Erleiden eines Martyriums zu einem Verdienst werden können. Oder wie?

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  1. Fröhling, Ulla: Vater unser in der Hölle. Durch Inzest und den Mißbrauch in einer satanischen Sekte zerbrach Angelas Seele. Bastei Lübbe Taschenbuch, 6. Aufl. 2009 (Google Bücher)
  2. Koch, Kurt E.: Okkultes ABC. Ebner-Verlag, Ulm, 4. Aufl. 1996 (1. 1991) (Google Bücher) (Von einem evangelischen Theologen, der vorgeblich vor Okkultismus warnt, aber im Glauben an Jesus einen Schutz vor ihm sieht, womit er natürlich nur vom Regen in die Traufe führt.)
  3. Dvorak, Josef: Satanismus. (Satanismus-Blog, 27.8.09)

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