Sonntag, 13. Februar 2011

"In der SS gab es Satanisten, die nach 1945 weiter arbeiteten"

"Satanismus - Die unterschätzte Gefahr" - Ein Buch der Brüder Grandt aus dem Jahr 2000

Wenn das Buch der Brüder Grandt "Satanismus - Die unterschätzte Gefahr" aus dem Jahr 2000 (1; Abb. links) der letzterschienene grundlegend kritische und der - auch innerhalb der Behörden - verbreiteten Gutgläubigkeit zutiefst mißtrauisch gegenüberstehende allgemeinere Beitrag in Buchform im deutschsprachigen Raum zu diesem wohl nicht ganz unwesentlichen Thema darstellen sollte, dann wird es, so möchten wir meinen, Zeit für eine neue, aktualisierte Buchveröffentlichung zu diesem Thema. (Siehe auch unsere aktuelle Rezension auf Amazon.) (Wir werden uns noch weiter in der Literatur umsehen - aber vieles deutet schon jetzt darauf hin, daß es der letzterschienen Beitrag dieser Art ist.)

Gerade all die Internet-Diskussionen und -informationen vor allem aus öffentlichen "Magie-Foren", die wir in den Beiträgen auf unserem Blog in den letzten Wochen zusammen getragen haben, ergänzen dieses Buch aus dem Jahr 2000 und seine Überzeugungskraft ganz entschieden. Denn offenbar konnte im Jahr 2000 noch niemand in der Literatur auf öffentlich in den letzten Jahren im Netz geäußerte Insider-Berichte zurückgreifen, die so konkret sind wie allein schon jene wenigen, auf die wir bei ganz unsystematischer Google-Suche nach Suchworten wie "Ralph Tegtmeier" oder "Frater V.D." gestoßen sind. Wir möchten deshalb unseren letzterschienen Blogbeiträgen eine nicht gerade geringe Bedeutung für einen aktualisierten Kenntnisstand auf diesem Gebiet zusprechen.

Soweit übersehbar ist beispielsweise noch niemand ausführlicher dem implikationsreichen Umstand nachgegangen, der darin liegt, daß der Erstverleger - und mutmaßlich auch der Autor - des Bestsellers "Das schwarze Reich" ein Großmeister der satanistischen Freimaurerloge "Fraternitas Saturnis" ist und schon viele Menschen aufgrund seiner Techniken zur "Zombifizierung" in die Psychiatrie gebracht hat, wie auf Magie-Foren berichtet wird (siehe frühere Beiträge). Dies könnte auch viele Implikationen haben für die Geschichte des Dritten Reiches und des 20. Jahrhunderts insgesamt, denen der Autor von "Das schwarze Reich" in seinem Buch mit offenbar bis dato noch unbekannt vielen Insider-Kenntnissen nachgegangen ist.

Im folgenden aber noch einige wesentliche Daten, die man dem Buch von Guido und Michael Grandt (1) entnehmen kann.

Rituelle Mißhandlungen im Umfeld eines "germanofaschistischen Kultes"

Zwei Psychologinnen, die Überlebende ritueller Mißhandlungen therapieren (2 - 4), berichten unabhängig voneinander, daß diese Mißhandlungen im Umfeld eines "germanofaschistischen Kultes" geschehen würden, daß die Täter sich aber auch im christlichen Umfeld bewegen. Das erinnert an die "Odin-Loge", von der Jessie Marsson berichtet hat. Auf die Frage: "Wie sind Sie das erste Mal mit rituellem Mißbrauch in Kontakt gekommen?" antwortet die Diplom-Psychologin Michaela Huber im Jahr 2000 (1, S. 114):
Vor neun Jahren durch eine Klientin, die  zunächst Mißbrauchserfahrungen in der Familie schilderte, dann Erfahrungen aus dem Bereich Kinderprostitution/ -pornografie und rituellen Mißbrauch in einem intergenerationellen germanofaschistischen Kult.
Offenbar ist noch niemand in der Literatur und im Netz genaueren Details zu den Hintergründen dieses "germanofaschistischen Kultes" nachgegangen. Da aber in "Das schwarze Reich" so obenhin offenbar und aufgrund von Insider-Kenntnissen genau von solchen Dingen die Rede ist, sollte dies dringend geschehen. Das ist eines der Hauptanliegen unserer Beiträge. Auf die Frage nach dem Zusammenhang zwischen rituellem Mißbrauch, Satanismus und anderen Glaubensgemeinschaften, Organisationen oder Weltanschauungen antwortete Frau Huber zusätzlich noch (1, S. 117) (Hervorhebungen nicht im Original):
Alles, was sich nur denken läßt. Besonders bekannt ist mir die Verbindung zwischen Alt- und Neonazis und Satanisten. Beide verbindet ja der Glaube an den Herrenmenschen und Untermenschen, an Ausmerzen und antisoziale Gewalt in jeglicher Form. Und eine sadistisch geprägte Nekrophilie. Ich betrachte das Ganze als sich überlappende Kreise. Doch die Verbindung Satanismus/ Faschismus erscheint mir die deutlichste.
Dazu ist zu ergänzen, daß Satanisten, wie man an vielen Stellen sehen kann, ihre Opfer als "Sklaven" bezeichnen. Die Diplom-Psychologin Claudia Bommert, die Mißhandlungs-Opfer behandelt und therapiert (s.a. 4), antwortet auf dieselbe Frage (1, S. 117) (Hervorhebung nicht im Original):
Die Klientinnen kennen Satanisten, die auch Mitglieder christlicher Gruppen waren, die gleichzeitig an christlichen Initiationsritualen wie auch an satanistischen Ritualen teilnahmen. In mehreren Fällen sind in den Berichten meiner Klientinnen Verbindungen zwischen Satanisten und Nationalsozialisten erkennbar. Aus dem Krieg heimgekehrte Männer, hauptsächlich aus der SS, mißbrauchten Kinder auf rituelle Weise nach satanistischen Ritualen.
In der SS gab es also Satanisten, die nach 1945 weiter arbeiteten.



Das ist eine ungeheuer wesentliche Aussage. Eine Aussage, die direkt in die Thematik des Buches "Das schwarze Reich" hineinführt und in den satanistischen Hintergrund seines Autors, bzw. seines Erstverlegers und seiner Informaten. Die allerdings wesentlich konkreter ist, als jeder Satz dieses vielhunderseitigen Buches.

Daß es sich hier aber um internationalen "Faschismus" handeln muß, um Eliten-Kontinuitäten in Geheimgeselleschaften und -diensten über Systemwechsel wie 1933, 1945 und 1989 hinweg, deuten dann die Antworten auf die nächste Frage an danach, ob ein Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität erkennbar wäre, von der etwa auch Andreas von Bülow ("Im Namen des Staates") aufzeigt, wie sehr dieselbe von den Geheimdiensten aller Länder genutzt wird. Psychologin Huber:
Ja, regelmäßig. Alle genannten Bereiche überlappen sich.
Psychologin Bommert:
Eine meiner Klientinnen mußte mit ihrem Vater sogenannte „Snuff“-Filme ansehen, sadistischer Mißbrauch an der Klientin wurde auf Fotos festgehalten. Die  Vermutung liegt nahe, daß der Vater Kontakt zu einflußreichen pornografischen Kreisen hatte, da er ansonsten nicht an Snuff-Filme hätte gelangen können.
Wußte Sigmund Freud von weiteren Ursachen neurotischer Störungen?

Bommert nennt noch ein weiteres sehr aufschlußreiches Detail (1, S. 121):
Zur Aufdeckungsarbeit und zu Berichten von Fachleuten zum Ausmaß und der Auswirkung sexuellen Mißbrauchs hat es bereits im vorigen Jahrhundert sofort eine Gegenarbeit von Medizinern und anderen einflußreichen Persönlichkeiten gegeben, die vermutlich unter anderem dazu geführt hat, daß Freud seine anfängliche These, daß die meisten neurotischen Störungen auf sexuelle Gewalt zurückzuführen seien, auf den Druck von Kollegen in die These verwandelt hat, derartige Berichte entstammten der Fantasie von Klientinnen.
Es wäre sicherlich von Wert, dieser Behauptung noch genauer und im Detail nachzugehen. Von den behandelten Überlebenden sexueller Gewalt sind ein Fünftel der Klientinnen von Frau Huber Überlebende ritueller Gewalt gewesen und sogar ein Drittel der bislang 77 Klientinnen von Frau Bommert (1, S. 122). Das sind keine vernachlässigbaren Zahlen. Leider haken die Interviewer Grandt nicht nach mit der Frage, inwieweit diese Zahlenverhältnisse verallgemeinert werden können auf alle therapierten Überlebenden sexueller und sonstiger Gewalt heute in Deutschland. Aber wenn totalitären Regimenen wie dem Dritten Reich und der Sowjetunion und dem CIA satanistische Wurzeln zugrunde liegen, wird man wohl noch viele andere traumatisierte Opfer (etwa von Kriegen und Bürgerkriegen) letztlich in diese Kategorie einordnen müssen.

12 bis 30 Prozent aller Traumatisierten Überlebende ritueller Gewalt?

An späterer Stelle referieren die Grandt-Brüder aus einem Artikel von "Psychologie heute" unter anderem (1, S. 212):
Die Autoren geben eine Untersuchung an, die ergab, daß über zwölf Prozent der befragten Mitglieder der „American Psychological Association“ eine oder mehrere Patientinnen behandelt haben, die rituellen Mißbrauch beschrieben haben.
Aus diesen Angaben wird schon deutlich, daß über die rituellen Mißhandlungen mindestens ebenso intensiv in der Öffentlichkeit geredet werden müßte wie über die sexuelle Gewalt in der katholischen Kirche im Jahr 2010. (Wobei, da die Gewalttaten in der katholischen Kirche oft im zeitlichen und örtlichen Zusammenhang von Riten begangen worden sind, die Übergänge übrigens fließend sind ...) Auf die Frage danach, in welchen gesellschaftlichen Schichten die Täter zu finden wären, antwortet Frau Huber:
In allen. Mir scheint es aber eine Zweiteilung  zu geben: Reiche, gesellschaftlich höher gestellte Familien sind auf Führungsebenen zu finden; arme, extrem dysfunktionale Familienangehörige dienen als Opfer„tiere“.
Der Odins-Kult in der SS und seine Kritiker

(Übrigens sehen Satanisten in ihren Menschenopfern in der Tat Tiere.) Um auf die SS zurückzukommen: In der SS gab es einen heftigen Streit mit einem Kritiker bestimmter religionswissenschaftlicher Anschauungen innerhalb des Nationalsozialismus, nämlich mit dem Religionswissenschaftler Professor Bernhard Kummer (s.u.a.: 9, 10). Bernhard Kummer kritisierte und bekämpfte jene Nationalsozialisten, die besonders den germanischen Gott "Odin" anbeteten und auf der Grundlage dieser Anbetung den heidnischen Germanen Männergeheimbünde ("Einherrier") unterstellten,  um eine Rechtfertigung dafür zu haben, daß sie diese innerhalb der SS "wiederbegründen" könnten. Dieses Germanenbild vertreten übrigens bis in unsere Zeit katholisch ausgerichtete Religionswissenschaftler wie Professor Hans-Peter Hasenfratz und werden positiv rezipiert in jenen rechtskonservativen, rechtskatholischen Kreisen, in denen auch Julius Evola oder Werner Best-Freund Ernst Jünger sehr positiv rezipiert werden. (Konkret: In der Zeitschrift "Sezession", herausgegeben von Götz Kubitschek und Karlheinz Weißmann. [Etwa in: Sezession, Okt. 2006, sowie in vielen weiteren Rezensionen in diesem und anderen Heften.) Wie sehr Bernhard Kummer damals eine sehr wesentliche Sache aufgriff, die ihm selbst in ihrer Bedeutung bis zu seinem Lebensende gar nicht im ganzen Umfang übersehbar und bewußt gewesen sein braucht, das könnte sich ebenfalls in den weiteren Forschungen auf diesem Gebiet der Geschichtsbeeinflussung durch satanistische Geheimlogen ergeben.

Denn es scheint doch sehr auffällig, wenn in den satanistischen, germanofaschistischen Kulten von heute der Gott Odin immer noch eine besondere Rolle spielt wie sowohl Jessie Marsson berichtet, wie es sich aus  den Berichten vieler Überlebender andeutet, die von den Externsteinen und der Wewelsburg als von Orten der satanistischen Folterungen und Morde berichten und wie es sich auch in folgendem Fall wiederspiegelt (1, S. 146):
Der polizeibekannte Neonazi Thomas Lemke, der wegen Waffenbesitz, Brandstiftung und Volksverhetzung vorbestraft war, ermordete nach seinem eigenen Geständnis mehrere Menschen im Auftrag des altgermanischen Gottes Odin, von dem er „persönlich“ die Mordaufträge erteilt bekommen hätte.
Auch einer der bekanntesten deutschen Satansmorde, nämlich der von Sondershausen aus dem Jahr 1993, ist von einem Schüler ausgeführt worden, der sich bis heute dieser Tat in neofaschistischen Zusammenhängen rühmt (siehe Film "Der Satansmord - Tod eines Schülers").
 
Bundesweite Meldestelle für Satanismusfälle gefordert

Aufgrund all dieser Zusammenhänge forderte der Bund Deutscher Kriminalbeamter schon im Jahr 2004 eine bundesweite Meldestelle für satanistische Vorfälle, Verbrechen und Straftaten (5):
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat erneut eine bundesweite Meldestelle für Satanismusfälle verlangt. In Deutschland gebe es kein polizeiliches Lagebild für solche Straftaten, beklagte der stellvertretende BDK-Vorsitzende Wolfgang Bauch am Donnerstag in Trier. Die Polizei habe erhebliche Informationsdefizite. Zudem fehle ermittelnden Beamten häufig Grundlagenwissen, um einen möglichen satanistischen Hintergrund von Straftaten zu erkennen.

Nach Bauchs Worten behandelt die Politik das Phänomen Satanismus nur stiefmütterlich. Dabei habe schon 1998 die Bundestagsenquete-Kommission “So genannte Sekten und Psychogruppen” das Fehlen eines bundeseinheitlichen Lagebildes kritisiert. Zwar stelle Satanismus an sich kein Straftatbestand dar, aber Delikte wie Störungen der Totenruhe, Sachbeschädigung, Einbruch in Kirchen, Körperverletzungen, Brandstiftung, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Verletzung des Tierschutzgesetzes, Nötigung, Kindesmissbrauch, Sexualstraftaten oder Tötungen stünden damit im Zusammenhang. Diesen würden Polizeibeamte aber oft nicht erkennen, weil Sekten und Psychogruppen in deren Ausbildung keine Rolle spielten. Zudem hätten nur wenige Bundesländer dafür Experten. Oft blieben nur die kirchlichen Sektenbeauftragten als Ansprechpartner.

Bauch bemängelte weiter, dass es keine übergreifenden seriösen Forschungsprojekte über Satanismus gebe. (...)

Der Journalist und Okkultismusexperte Rainer Fromm zeigte sich verwundert, dass Verletzungen des Jugendschutzes in Hunderten von satanistischen Büchern nicht geahndet würden. So werde in Publikationen Menschenopfer propagiert, Verletzungs- und Tötungspraktiken beschrieben oder Kinder als vollkommene Wesen für kultische Opfer dargestellt. Laut Fromm ist in den letzten drei Jahren eine Verquickung von Satanismus und Rechtsextremismus zu beobachten. In diesem von Frankreich ausgegangenen “Ideologie-Mix” komme es zu dem doppelten Tabubruch Christenhass und Rechtsextremismus. Dieses Phänomen verdiene viel mehr Aufmerksamkeit vom Verfassungsschutz.
Dürfen angesehene Verlage bekannten Satanisten ein Forum geben?

Ob sich diesbezüglich in den letzten sechs Jahren etwas getan hat, bleibt zweifelhaft. In kritischen Kreisen, insbesondere von Sektenexpterten, wird aber inzwischen mit Recht auch zu Autoren gefragt, die Satanismus verherrlichen (6):
Dürfen renommierte Buchverlage einen solchen Star der Satanistenszene salonfähig machen?
Es wird hier vor allem die Verlagsgruppe "Random House" mit ihren Einzelverlagen (wie Goldmann und andere) angesprochen, die auch den Satanisten und den - zumindest psychisch - vergewaltigenden "Zombifizierer" Ralph Tegtmeier als Bestseller-Autor salonfähig macht:
Nicht nur der Okkultismus-Kenner Pöhlmann warnt deshalb vor einem “unverkennbaren Trend der Esoterik-Literatur, die Grenze zu gefährlichem Gedankengut auszufransen”.

SPD-Sektenexpertin Teuchner schlägt eine freiwillige Selbstverpflichtung der Esoterikverlage vor. Dafür plädiert auch Hermann Kues, Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion für Religionsfragen.
Das war im Jahr 2004. Daß mit solchen Stellungnahmen eine Änderung der Verlagspolitik, etwa von Random House, erreicht worden wäre, ist im Jahr 2011 nicht zu erkennen. Manchmal sind Worte wirklich wie - "Schall und Rauch".

Übrigens gibt es auf dem englischen Wikipedia eine lange Liste von Verdachtsfällen auf rituelle Mißhandlungen, die aber offensichtlich noch längst nicht vollständig ist. Beispielsweise fehlen Spanien, Deutschland, die Schweiz.

Die von Okkultlogen beeinflußten elitären Jungkonservativen und Nationalsozialisten

Es gibt Internet-Seiten, die der "Fraternitas Saturnis" nahestehen (7), auf denen ein Peter-R. König diese Okkultloge in vielerlei Hinsicht verharmlosend unter "folkoristischen" und "ethnologischen" Aspekten zu erforschen vorgibt, und auf denen auch ganz "freundlich gefragt" wird, ob diese Okkultloge eine "totalitäre" wäre. Hier wird auch darauf hingewiesen, wie von Autoren wie Mathilde Ludendorff ("Induziertes Irresein durch Okkultlehren", 1933), S. Ipares (d.i. Jean Paar; "Geheime Weltmächte", 1936) oder Hermann Rehwaldt ("Die unsichtbaren Väter", 1935) schon spätestens seit 1933 Aufklärung über diese Okkultloge, bzw. -sekte getrieben worden ist. Also im Verlag jenes Erich Ludendorff, auf den im vorletzten Beitrag hingewiesen worden ist:
Hermann Rehwaldt versuchte 1935, sein Publikum auch mit einem Okkultroman zu beeinflussen, der unschwer die Fraternitas Saturni zu erkennen lässt.
Und:
Mathilde Ludendorff, Verfechterin der völkischen Weltanschauung, sah 1933 im O.T.O. eindeutig ein Brutnest für "Irresein durch Occultlehren".
Und:
Jean Paar wurde bald Ludendorffianer und publizierte auch unter dem Pseudonym S. Ipares.
Auch über solche frühen Okkultismus-kritischen Schriften, die im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Kriegshetze der von Okkultlogen beeinflußten Jungkonservativen (Rechtskonservative) und der Nationalsozialisten soll in künftigen Beiträgen noch genauer referiert werden. Viele Anhänger der Konservativen Revolution geben heute vor, ihre Vordenker hätten den Nationalsozialismus vor und nach 1933 bekämpft. Dabei ist das Gegenteil wahr. Werner Best, ein Jungkonservativer, hat die Gestapo aufgebaut und war intellektueller Vordenker ihrer ganz offensichtlich okkult beeinflußten Mordmoral. Rudolf Diels, ein weiterer früher Gestapo-Organisator, stand ebenfalls ursprünglich den Rechtskonservativen näher als den Nationalsozialisten. Der Jungkonservative Franz von Papen forderte schon 1927 einen Krieg Deutschlands gegen Rußland (siehe Wikipedia).

___________________________________________
  1. Grandt, Guido und Michael: Satanismus. Die unterschätzte Gefahr. Patmos-Verlag, Düsseldorf 2000 (frei zugänglich auf: Scribd.com)
  2. Huber, Michaela: Multiple Persönlichkeiten: Überlebende extremer Gewalt. Ein Handbuch: Seelische Zersplitterung nach Gewalt. Junfermann-Verlag 2010
  3. Huber, Michaela: Multiple Persönlichkeit heute. Komplextrauma und dissoziative Identität - verstehen, verändern, behandeln. Junfermann-Verlag 2011
  4. Bommert, Claudia: Eine anständige Familie. Geschichte eines Mißbrauchs. Fischer-TB.-Verlag, Frankfurt am Main 1999 (Amazon)
  5. Satanismus: Kriminalbeamte verlangen bundesweite Meldestelle. Auf: Anti-Kinderporno Presseblog, nach: Presseinformation der Katholischen Nachrichten-Agentur vom 25.03.2004
  6. Stoldt, Till R.: So macht man einen Satanisten sympathisch. Auf: Anti-Kinderporno Presseblog, 6.6.2004
  7. Koenig, Peter-R.: The Ordo Templi Orientis Phenomenon. A Research Project. Auf: http://www.parareligion.ch/2006/pro/peng.htm/. Deutschsprachige Ergänzungen und erweiterte Texte: http://user.cyberlink.ch/~koenig/deutsch.htm
  8. Stolzenberger, Jörg: Der Fall Marc Dutroux. Der Mittäter Bernhard Weinstein, gewisse Zeugenaussagen und die angeblich satanischen Hintergründe. Aufklärungsgruppe Krokodil  26.02.2004 (pdf. 1 oder hier)
  9. Wüst, Walther: Nur für den Reichsführer SS bestimmt: Das Bedenkliche und Gefährliche in der Germanenauffassung von Dr. Bernhard Kummer, besonders im Hinblick auf die SS. Als pdf. auf der Homepage von Dr. Gerd Simon, Tübingen.
  10. Wüst, Walther: Verdächtigende, unerhört beleidigende und heimtückische Angriffe des Dr. Kummer. Als pdf. auf der Homepage von Dr. Gerd Simon, Tübingen.

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