Samstag, 19. Februar 2011

Dieses Gedicht wollten wir schon lange einmal bringen ...

Deutscher Rat

Vor allem eins, mein Kind: Sei treu und wahr,
laß nie die Lüge deinen Mund entweih'n!
Von alters her im deutschen Volke war
der höchste Ruhm, getreu und wahr zu sein.

Du bist ein deutsches Kind, so denke dran!
Noch bist du jung, noch ist es nicht so schwer;
aus einem Knaben aber wird ein Mann;
das Bäumchen biegt sich, doch der Baum nicht mehr.

Sprich ja und nein und dreh und deutle nicht;
was du berichtest, sage kurz und schlicht;
was du gelobtest, sei dir höchste Pflicht;
dein Wort sei heilig, drum verschwend es nicht!

Leicht schleicht die Lüge sich ans Herz heran,
zuerst ein Zwerg, ein Riese hintenach;
doch dein Gewissen zeigt den Feind dir an,
und eine Stimme ruft in dir: "Sei wach!"

Dann wach und kämpf, es ist ein Feind bereit:
die Lüg' in dir, sie drohet dir Gefahr!
Kind, Deutsche kämpften tapfer allezeit!
Du deutsches Kind, sei tapfer, treu und wahr!

Überhebe sich ja nur keiner! Mit diesem Gedicht wollen wir auch keineswegs den Moralapostel spielen. Und die Lügen der Politiker sind eh kein Maßstab. Aber in dem Gedicht ist - wie erkennbar - auch sonst viel enthalten.

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