Donnerstag, 12. November 2009

Vom Heidentum zum Christentum in Nordeuropa

Der Film "Götterdämmerung" des Kieler Regisseur's Wilfried Hauke (geb. 1957) (Arte) aus dem Jahr 2007 versetzt einen sehr gut in die Zeit der letzten heidnischen und ersten christlichen Wikinger, der frühmittelalterlichen Dänen, Angeln, Sachsen und Slawen, die zwischen England, Haithabu, Dänemark und Norwegen bis nach Island Handel getrieben und Krieg geführt haben.

Natürlich färben sich in die Darstellung auch moderne, von tausend Jahren Christentum mitbeeinflußte Mentalitäten, Bewußtseins- und Lebenshaltungen ein. Man wird sich die heidnischen Nordeuropäer in vielem noch "herber", "wortkarger" in der Mitteilung vorstellen dürfen, als in diesem Film an manchen Stellen dargestellt. ("Liebe" in modernem Sinn taucht doch in den isländischen Sagas beispielsweise gar nicht auf. Über vieles, was an Innenleben vorhanden ist, wird darin schlichtweg nicht gesprochen. Modernes "Sündenbewußtsein" ist darin noch nicht einmal in Ahnungen spürbar.)

Dennoch regt der Film sehr die Phantasie - und dadurch das Nachdenken - an, insbesondere deshalb, weil eben viel fiktional erzählt wird, statt daß - wie so oft - einfach nur nüchtern-rational-wissenschaftlich ... "kommentiert" wird.

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