Montag, 29. September 2008

"Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen"

Das wäre eine Geschichte für Peter Rosegger. Eine 35-jährige, heilkundige Frau, verscharrt mitten im Wald in der Nähe von Innsbruck, in der Zeit nach 1600, achtlos und verdreht in die Grube geworfen, dazu unzählige Utensilien, Kleinkram aus ihrem Leben. Gewalteinwirkungen konnten an ihrem Körper nicht festgestellt werden:

Die "Heilerin vom Strader Wald", bzw. die Heilerin aus der Ortschaft Tarrenz.

Aber wer so lieblos begraben wird, dem hat man kein "christliches Begräbnis" zugedacht, über dessen Tod war man froh. Oder man hatte ein schlechtes Gewissen, die Dienste dieser Person zu ihren Lebzeiten in Anspruch genommen zu haben. Der Pfarrer rief zornig und zischend von der Kanzel: Wehe, wehe, wehe, wer mit solchen Frauen umgeht. Und die Leute duckten die Köpfe. Denn damals war man sehr bibelgläubig. Und in der Bibel stand: "Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen." (3 Mose 20,6)

Quellen: Epoc.de, ORF, Urfrüh Innsbruck 1, 2

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