Montag, 23. Februar 2009

"Nature" zum Thema "Rasse und IQ"

In der Zeitschrift "Nature", der führenden internationalen Wissenschaftszeitschrift, wir am 12. Februar 09 gefragt:

Should scientists study race and IQ?

Und zwei Wissenschaftler, Stephen Ceci und Wendy M. Williams, antworten:

YES: The scientific truth must be pursued. (Nature)

Sie schreiben unter anderem:

Most researchers, including ourselves, agree that genes do not explain between-group differences (in IQ). But some issues remain unresolved, such as identification of mechanisms that bring genetic potential to fruition. Censuring debaters favouring genetic explanations of intelligence differences is not the answer to solving such mysteries. (...)

The outcries against those who speak of racial and gender gaps in IQ have become deafening, at times resembling Lysenkoism in language if not in deed.

Der IQ der Völker Südafrikas ist um 30 Punkte niedriger

Es werden dann die beiden "Skandal"-Fälle von Lawrence Summers und James Watson in den letzten Jahren behandelt. Und im weiteren werden sie etwas konkreter was ihren eigenen Standpunkt betrifft:

Watson's first assertion could be read as scientifically supported: black Africans' IQ scores are lower than those of white Europeans. But Watson's use of 'intelligence' was interpreted as meaning 'intrinsic cognitive ability', ignoring how unfamiliarity with testing format, low quality of schooling, or poor health might depress IQ scores. There have been analyses showing average national IQs for sub-Saharan Africa to be approximately 30 points lower than average IQs for predominantly white European nations, and drawing a racial conclusion from those results. A refutation of these analyses would provide an opportunity to advance understanding. Sadly, although these analyses can be refuted, as we and others have done, most of those who scorned Watson never knew they existed.

Wenn Wissenschaft zu Religion wird ...

Diese beiden Forscher nehmen also eine ganz eigene Position in dieser Debatte ein. Sie glauben sich selbst auf der Mehrheits-Meinung der Wissenschaft zu befinden, wenn sie annehmen, daß es keine (?) genetischen IQ-Unterschiede zwischen Völkern und Rassen gibt. Wirklich: Keine? Und sie scheinen außerdem die Möglichkeit schweigender Mehrheiten in informierten Wissenschaftskreisen nicht in Betracht zu ziehen. Was aber sicherlich wertvoll an ihrer Stellungnahme ist: Sie fordern wenigstens, daß die Wissenschaft die Fakten frei und offen erforschen und diskutieren möge. Und abschließend sagen sie:

When scientists are silenced by colleagues, administrators, editors and funders who think that simply asking certain questions is inappropriate, the process begins to resemble religion rather than science.

Die Zeitschrift "Nature" hat ein offenes Netzforum eingerichtet, auf dem die Thematik weiter diskutiert wird. Bislang sind hier etwa 60 Diskussionsbeiträge eingegangen. Auf den Wissenschaftsblog "Gene Expression" von Razib Khan beziehen sich gleich mehrere Beiträge. Auch der deutsche IQ-Forscher Volkmar Weiss beteiligt sich und setzt dort gleich vernünftigerweise einen Verweis zu seiner neuesten Arbeit (hier). Ebenso melden sich dort IQ-Forscher wie Gerhard Meisenberg, Heiner Rindermann, J. Philippe Rushton und James Flynn zu Wort.

Eine solche vergleichsweise offene Diskussion zu diesem Thema dürfte für eine Zeitschrift wie "Nature" sicherlich ein Novum sein, zumindest soweit die letzten etwa vierzig Jahre in Betracht gezogen werden.

1 Kommentar:

Ingo B. hat gesagt…

Im Nature-Heft vom 12.3. hat es zu diesem Thema neun Leserbriefe gegeben:

http://www.nature.com/nature/journal/v458/n7235/

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