Dienstag, 8. Dezember 2009

Jörg Haider und seine "Brüder"

Einer der derzeit prominentesten Vertreter einer fast schon vergessen geglaubten politischen Richtung in der Welt, nämlich eines streng konservativen, politischen Katholizismus, ist in Österreich der "parteifreie BZÖ-Kandidat" Ewald Stadler. Er steht wohl in vielen Dingen dem Bischof Richard Williamson nahe, der Zweifel an der offiziellen Version des Holocaust geäußert hatte. (Diese wiederum hatten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu servilen Äußerungen veranlaßt, die man nur mit den Worten "päpstlicher als der Papst" kennzeichnen kann - siehe frühere Beiträge dazu --> 1, 2.)

Ein politischer Bundesgenosse von Bischof Williamson über die Situation in Österreich

Am 24. September 2008, vier Tage vor der letztjährigen österreichischen Nationalratswahl und zwei Wochen vor dem Tod Jörg Haiders, hat Ewald Stadler dem katholischen Internet-Fernsehsender "Gloria TV" ein Interview gegeben, in dem er viele Dinge noch etwas genauer erläuterte, die man schon seinem Vortrag aus dem März 2007 (Yt. 1, 2) hatte entnehmen können (siehe auch St. gen. 1, 2). Die wichtigsten Aussagen:
0.52': Frage: Sie haben in der Vergangenheit auch Jörg Haider scharf angegriffen. Unter anderem haben Sie gesagt, er sei ein Handlanger der Freimaurer.

Stadler: Ich habe gesagt, er hat ein "Agreement" mit der Freimaurerei geschlossen, als er wieder Landeshauptmann wurde. Ich muß fairerweise dazu sagen: Das hat er mir auch angekündigt, daß er das machen wird, wenn er wieder Landeshauptmann wird. Er hat es auch gemacht. Ich habe einen alten Konflikt mit der Freimaurerei. Aber er hat damals gesagt: Er tut sich diesen Konflikt nicht mehr an. Ich bleibe dabei.
Der Freimaurer Jörg Haider und seine Brüder

Daraus geht doch hervor, daß auch Jörg Haider nicht gerade glücklich war über das "Agreement" mit der Freimaurerei, sondern daß er sich nur eine Gegnerschaft von dieser Seite, wie er sagt, "nicht mehr antun" wollte. Man darf also annehmen, daß Jörg Haider sowieso nur Landeshauptmann geworden war, weil dem die Freimaurerei zugestimmt hatte.

Das zeigt mehreres gleichzeitig: Zum einen zeigt es die Macht der Freimaurerei. Zum anderen zeigt es, daß Jörg Haider über lange Zeit hinweg bereit gewesen ist, sich dieser Macht zu beugen. Und zum dritten wird sehr deutlich, daß Jörg Haider für die Freimaurerei schon zuvor oft sozusagen ein "unsicherer Kandidat" gewesen sein muß, was man aber offenbar lange Zeit billigend scheint in Kauf genommen zu haben. Vielleicht um im "kleinen Österreich" mit politischen Möglichkeiten zu "experimentieren", sie auszuloten und zu ventilieren, die die Freimaurerei und der CIA hier und anderswo weder zum ersten mal ausgelotet haben, noch auch dies zum letzten mal werden getan haben.

Bekanntlich werden von diesen mitunter auch Diktaturen und Militärdiktaturen für "opportun" gehalten. Aber offenbar ist diesen Hintergrundmächten dieses regional begrenzte "Experiment" mit Jörg Haider ab einem bestimmten Punkt, nämlich nach der Nationalratswahl von 2008, aus der - von ihnen vorgesehenen - Kontrolle geraten.

Welcher Art war die warme Freundschaft zu Stefan Petzner?

Die Frage schließt sich an, welche Rolle in diesem Zusammenhang der nahe politische Weggefährte Stefan Petzner spielte. Ist er auch Freimaurer geworden? Oder trat er mehr und mehr an die Stelle der früheren "Brüder" Jörg Haiders, wurde er - sozusagen - ihr "Konkurrent" bei Jörg Haider? Emanzipierte sich Jörg Haider etwa gar von den anderen "Brüdern" aufgrund seines Verhältnisses zu Stefan Petzner?

- Weiter sagte Ewald Stadler vor einem Jahr vieles, was natürlich auch heute noch gültig sein wird:
7.14': (...) Was ich für die noch größere Gefahr halte, ist eine Koalition unter dem Hochgradfreimaurer und Bundeskanzler Faymann, eine Koalition mit dem Freimaurer und Vizekanzler van der Bellen und eine Koalition mit einer Justizministerin Heide Schmidt, die vom Hochgradfreimaurer Haselsteiner finanziert, gefördert und geschubst wird.
Über die nur allzu deutliche Verfreimaurerung der österreichischen Politik ist ja von Autor Guido Grandt ein neues Buch für Anfang 2010 angekündigt. (St. gen.) Und was für Österreich gilt, kann angesichts der Umstände rund um den Tod von Uwe Barschel für Deutschland nicht ausgeschlossen werden. Wohl für kaum ein Land auf der Erde kann es ausgeschlossen werden.

Ein Persilschein für Haider-Nachfolger Heinz-Christian Strache?

Besonders interessant ist weiterhin, was Ewald Stadler über Heinz-Christian Strache, den typischen, opportunistischen, politischen Erben eines ermordeten Politikers, sagt:
11.38': (...) Strache hat mit den Roten eine Arrangement. Und das lautet wie folgt - das ist die alte Kreisky-Doktrin: So lang Blau mit Schwarz nicht koaliert und nichts gemeinsam mit Schwarz macht, ist Rot immer im Spiel. Und Kreisky hat immer gesagt, wir müßten drauf achten - also: die Roten müßten drauf achten, daß Blau nie mit Schwarz zusammen arbeitet, weil es dann keine Regierungsbildung ohne Sozialdemokraten gibt. Das sei die große Lehre der Sozialdemokraten aus den 30er Jahren. Und das gilt dort als Dogma. Und genau hier spielt Strache mit. (...) Die fatale Situation wird ermöglicht durch den antifaschistischen Persilschein, den ihm die höchsten Kreise von den Roten ausgestellt haben bis hinauf zum Bundespräsidenten. (...) Der hat den antifaschistischen Persilschein. Und dafür ist er bereit, den Roten Handlangerdienste zu leisten zum Machterhalt.
Also möglicherweise auch Strache ein Freimaurer, der von ihnen ähnlich gefördert und ventilliert wird, wie über lange Jahre hinweg Jörg Haider selbst? - Man muß Ewald Stadler in keinem einzigen Punkt seiner inhaltichen politischen Positionen zustimmen, wenn man ihn für einen Beobachter der politischen Landschaft hält, der sich nicht - wie so viele andere - die Augen verwischen läßt. Der nicht wie ein "tumber Thor" durch die Gegend läuft, sondern sich die politische Urteilsfähigkeit auch bezüglich von unverfroren agierenden Hintergrundmächten erhält.

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