Montag, 29. August 2011

Die katholische Lobby wäre einflußlos heute? - Ha, ha, ha!

Die Spaß-Kirchenkritik der derzeitigen Giordano-Bruno-Stiftung

Die derzeitige Berichterstattung in Vorbereitung auf den Papst-Besuch kann vieles sehr gut aufzeigen, was einem ohne diese Berichterstattung niemand glauben würde. Daß es überhaupt noch Katholiken gibt in Deutschland angesichts dieser Berichterstattung ist hochgradig erstaunlich.

Liest man nun den Newsletter der Giordano-Bruno-Stiftung, bzw. des oft interviewten Vordenkers der Atheisten in Deutschland, Michael Schmidt-Salomon (bzw. genauer: der humanistischen Naturalisten), gewinnt man den Eindruck, daß hier auffällig unernst "Spaß"-Kirchenkritik betrieben wird, ebenso wie schon vor einiger Zeit auffällig unernst "Spaß"-evolutionäres Denken gefördert worden ist. Das ist alles sehr auffällig und dazu angetan, die derzeitigen Verhältnisse eher zu stabilisieren als zu destablisieren und wirklich ernsthaft zu verändern angesichts des Ernstes der Vorwürfe, die gegenüber der katholischen Kirche heute zu erheben sind und erhoben werden und angesichtes der Bedeutung des heutigen evolutionären Denkens für unser Weltbild und für das Überleben der Völker insgesamt.

Katholische Lobby auf 90 Grad zerkochen

Diese ganze katholische Lobby sollte man in einen Topf stecken und auf 90 Grad zerkochen, daß nichts mehr von ihr übrig bleibt. Unsere 5 Cent zu dieser Debatte. Wer jedenfalls behauptet, daß die katholische Lobby keinen Einfluß auf die derzeitigen Politiker und die derzeitige Politik hätte, daß sie nicht über Milliarden Gelder verfügen würde, die sie einsetzen könnte und einsetzt, und daß sie nicht ebenso einflußreich sein könnte, wie einflußreichste Geheimdienste, der wird durch fast jeden Nachrichtenbeitrag in der derzeitigen Debatte zum Papst-Besuch eines anderen belehrt.

Wie atmet man doch schon auf, von einem Wowereit zu hören, daß er die Kritiker des Papst-Besuches "verstehen" könne! Nur allein ein solcher Satz muß ihm schon größte Mühe bereitet haben. Was für ein Wahnsinn!!!

- Gestern war im Inforadio Berlin ein längeres Interview mit David Berger zu hören, jenem homosexuellen Priester, der über Kirche und Homosexualität Bücher schreibt, und der mit anderen sagt, daß etwa die Hälfte aller katholischen Priester homosexuell sind, also nach den aktuellsten Anweisungen des Papstes gar nicht Priester sein dürften. Dann sagt er aber: das wird von der Kirchenführung bewußt toleriert, damit alle diese Priester  erpreßbar sind und gefügig gemacht werden können für den Fall, daß sie an irgendeiner Stelle ausscheren wollen. Das paßt zu allem, was man über jesuitisches Handeln unter Liberalen in Deutschland immer schon sagte, und was wir hier auf dem Blog niemals anders formuliert haben.

Ins Gesicht schreiende Unverschämtheit

Die katholische Kirche ist heute ein System unglaublicher, ins Gesicht schreiender Unverschämtheit und einer Umkehrung aller Werte in einem Umfang, der selbst ein Friedrich Nietzsche sprachlos gegenüber geworden wäre. Allein die Existenz der katholischen Kirche heute beweist, wie mächtig sie ist. Denn ein solches, aller Anständigkeit und Ehrlichkeit und Redlichkeit Hohn sprechendes Gebilde kann in einer modernen Gesellschaft wie der unseren nur überleben, wenn sie über ausgefeilteste Geheimdienst-Arbeit, Lobby-Arbeit ihre Existenz stabilisiert und absichert.

Und daß sich diese Lobby-Arbeit nicht auch tief in die Kreise der populärsten Kirchenkritiker in Deutschland hinein erstrecken würde, das wird erst noch zu beweisen sein.

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