Donnerstag, 22. Oktober 2009

"Schon das WORT Geheimhaltung ist abstoßend ..."

John F. Kennedy wollte geheime Gesellschaften und Geheimdienste zerschlagen

Wer kennt die Rede, die John F. Kennedy drei Monate nach Beginn seiner Präsidentschaft am 27. April 1961 vor dem Amerikanischen Zeitungsverleger-Verband im New Yorker Waldorf-Astoria-Hotel gehalten hat (Wikiquote, dt. Übersetzung 1, 2)?


Wer sich im Netz umschaut, wird auch sonst noch mancherlei Hinweise finden auf die schweren Spannungen, die es zwischen John F. Kennedy und dem amerikanischen CIA, bzw. den amerikanischen Geheimdiensten allgemein gegeben hat (man siehe etwa --> hier). - - - So kann man nicht zusammenarbeiten, müssen da die Leute beim CIA ganz zwangsläufig reagiert haben und ihre entsprechenden Konsequenzen gezogen haben, falls sie tatsächlich gemerkt haben sollten, daß sie auf andere Weise mit Kennedy nicht mehr "zusammenarbeiten" konnten. Dementsprechend wird diese Rede - die "Secret Society Speech" - im Netz auch als die Rede bezeichnet, "die John F. Kennedy tötete".

Was für Worte, was für eine Rede!

Und in der Tat: Was für Worte. Was für eine Rede. Diese Rede Kennedy's war und blieb bis heute ein historisch einmaliger Fall. Und es ist schon ein historisches Faktum für sich, daß diese Rede bis heute viel weniger bekannt ist, als etwa seine berühmten Berliner Worte und Reden.

Wann hätte jemals ein führender Politiker des 20. Jahrhunderts solche klaren Worte geäußert? Oskar Lafontaine und jeder deutsche, europäische und weltweite Politiker, der noch in irgend einer Weise ernsthaft Politik treiben will, sollte sich an diesen Worten orientieren. - Natürlich auch an den Folgen, die solche Worte für Politiker haben können. Einzelne Politiker für sich können solche Folgen nicht vermeiden, wenn Gesellschaften eben insgesamt nicht mehr so frei und offen sind, wie das Kennedy noch voraussetzte. Seine Ermordung war der beste Hinweis darauf, daß der Staatsstreich durch den CIA, den er befürchtete (siehe Verweis oben), schon lange zuvor geschehen war. Und daß man von seiten des CIA das Vorgehen Kennedy's und jedes ähnliche Vorgehen als eine Art "Staatsstreich" gegen jene Art von "gelenkter" und "manipulierter Demokratie" empfinden mußte, die schon seit viel zu langer Zeit in den USA installiert ist, wie dies auch die Gegner des Kriegseintritts der USA in den Zweiten Weltkrieg erfahren mußten. Kennedy sagte (hier auch im Ton ins Deutsche übersetzt):

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits das Wort "Geheimhaltung" ist in einer freien und offenen Gesellschaft geradezu abstoßend. Und wir als ein Volk stehen - eingeboren und aufgrund unserer Geschichte - in Opposition zu geheimen Gesellschaften, zu geheimen Eiden und zu geheimen Vorgehensweisen.

Man höre diese Worte! Was für Worte! Damit stellte sich John F. Kennedy in aller Deutlichkeit - z.B. - gegen die Freimaurerei in seinem eigenen Land, von deren Bedeutung für die geschichtlicher Entwicklung seines Landes er doch wissen mußte. War er wirklich so ahnungslos, wie er sich hier stellte? Aber natürlich spricht das "ahnungslose Kind" manchmal unverstellter Wahrheiten aus, als andere. Mit diesem Beginn ist der Tenor dieser Rede schon festgelegt. Kennedy fuhr fort:

Denn uns steht rund um die Erde eine monolithische und gewissenlose Verschwörung gegenüber, die sich vornehmlich auf verdeckte Mittel verläßt, um ihren Einfluß auszuweiten, auf Infiltration statt Invasion, auf Subversion statt Wahlen, auf Einschüchterung statt freier Entscheidung.

Damit drückte Kennedy indirekt aus, daß die oft angewandten Methoden des amerikanischen Geheimdienstes (siehe etwa "Terrorjahre" von Regina Igel) die Methoden der Kommunisten und des kommunistischen Geheimdienstes sind. (Und umgekehrt natürlich.) Und er drückt seinen Abscheu darüber nur allzu deutlich aus. Kennedy weiter:
Es ist ein System, das breite menschliche und materielle Ressourcen an sich gezogen hat, um ein dichtes Netz zu knüpfen, um eine hocheffiziente Maschine aufzubauen, das militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen vereint, ihre Vorbereitungen werden verheimlicht, nicht veröffentlicht, ihre Fehler werden versteckt, nicht angeprangert, ihre Abtrünnigen werden zum Schweigen gebracht, nicht gelobt. Kein Aufwand wird infrage gestellt, kein Geheimnis enthüllt. Darum hat der Gesetzgeber Solon es zu einem Verbrechen für jeden Staatsbürger gemacht, vor einer Kontroverse zurückzuschrecken.

Ich bitte Sie um ihre Hilfe bei der enormen Aufgabe, das amerikanische Volk zu informieren und zu alarmieren.
Über diese Rede wäre sicherlich noch viel zu sagen. (Offenbar hat das Publikum, die amerikanischen Zeitungsverleger, auffällig deutlich nicht richtig zugehört, sonst wüßte doch heute jeder Mensch weltweit von dieser Rede.) In den Wikipedia-Artikeln über John F. Kennedy und seine Ermordung wird schon gar nicht besonders ausführlich auf das Verhältnis zwischen Kennedy und den amerikanischen Geheimdiensten, insbesondere mit dem CIA überhaupt eingegangen. Wie dann erst auf diese Rede? (Weder im deutschen noch im englischen.) Nur allein deshalb kann es bei einem uninformierteren Publikum überhaupt noch Zweifel darüber geben, wer hinter dem Mord an John F. Kennedy nur allein gestanden haben kann. Wer diese Rede kennt, muß es doch wissen. Es war - wie banal! - natürlich der CIA. Es können nur die Vereinigten Dienste aller Länder der Erde gewesen sein. Wer sonst?

Und wann endlich wird sich die Politik an den Worten und dem Vermächtnis eines John F. Kennedy orientieren anstatt an Worten und dem Vermächtnis von Politikern, die sich von Geheimdiensten haben einschüchtern lassen, die mit "lupenreinen Demokraten" gut Freund sind, und deshalb niemals zu einer - auch nur halbwegs - innovativen Politik überhaupt nur fähig sein können.

John F. Kennedy wird viel zu oft "nur" als ein Idol hingestellt. Das ist sinnlos, wenn man nicht seinen Worten und seinem Schicksal umfassende Beachtung schenkt. Die 9/11-Wahrheitsbewegung ist bedeutend stärker als die Bewegung zur Aufklärung der eigentlichen Hintergründe am Mord von John F. Kennedy (Wikip.). Das ist einerseits ermutigend. Aber die 9/11-Wahrheitsbewegung sollte sich andererseits noch viel grundsätzlicher an den Worten von John F. Kennedy orientieren, sollte also die Beseitigung der Geheimdienste, der Geheimorganisationen und aller geheimen Machenschaften - so wie es der große Demokrat John F. Kennedy tat - ganz grundsätzlich fordern. Da sie alle abstoßend sind, abscheulich sind.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich danke euch, der person, die diese rede ins netz gestellt hat/öffentlich gemacht hat. diese worte haben mich sehr bewegt/diese rede Von J.F.K- er war ein sehr starker und ich denke auch ein guter mensch. Es ist traurig wie die welt sich verändert hat-weiterhin sich verändert, das heisst also für mich, das die meisten bzw. alle staatsoberhäupter marionetten sind, bzw. selbst böses im kopf haben. Was ist dan mit den eigentlichen bösewichten/bekannt auch als terrorosten, wer stellt die größere gefahr da??? danke für eine mögliche stellung nahme- antwort. Ich bitte um entschuldigung für vorkommende fehler oder unüberlegte gedankengänge.

I. Ba/ing hat gesagt…

Sehr geehrter "Anonymus",

es freut mich, daß Sie dem Beitrag etwas abgewinnen können. Lieber ist es mir aber, wenn man mit Namen kommentiert und sei es auch nur mit einem Spitznamen. Irgendwie kommt mir das doch ein wenig "kultivierter", will heißen bemühter und damit ernsthafer vor.

Außerdem sollte man sich ein wenig differenzierter ausdrücken und nicht nur pauschal von "Marionetten" sprechen. Oder davon, daß eine ganze Gruppe von Menschen (Staatsoberhäupter) "Böses im Kopf" hätte.

Schuld kann immer nur individuell sein. Und das ist auch hier von Fall zu Fall zu entscheiden. Zwischen allen Beteiligten in der Politik und in den Medien gibt es ein großes Wissensgefälle. Damit arbeiten Geheimdienste besonders gern.

Und am liebsten ist es ihnen, wenn Politiker das, was Geheimdienste wollen, auch schon machen, ohne daß sie dazu irgendwie angehalten werden müssen.

Natürlich ist ein solcher "vorauseilender Gehorsam" auch für Politiker selbst am wenigsten kompromittierend.

Und man kann eine schlechte Politik auch schon deshalb kritisieren, weil sie schlechte Politik ist, nicht, weil man vielleicht vermutet, daß Geheimdienste mit ihr auch recht einverstanden sein werden.

- Sie möchten von mir eine Stellungnahme zu der Frage, ob Staatsoberhäupter oder Terroristen eine größere Gefahr darstellen. Warum? Ist das nicht ein wenig zu pauschal gefragt?

Was erhoffen Sie sich von einer Beantwortung dieser Frage?

Wenn Sie es mit Ihrer Frage ernst meinen, werden Sie sicherlich noch einmal antworten und Ihre Frage dann präzisieren, eingrenzen, konkretisieren.

Und nicht von jemanden wie mir verlangen, daß man "in den blauen Dunst hinein" redet.

Entschuldigungen für "unüberlegte Gedankengänge" nutzen übrigens überhaupt nichts. Wer nicht ausreichend nachdenkt, sollte sich gar nicht erst äußern.

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