Freitag, 12. März 2010

2008 in Moskau brutal ermordet: Der oberste Jesuit Rußlands

"Unter der Fahne des Kreuzes Gott Kriegsdienste leisten ..."

Jahrhunderte lang lautete das Motto des Jesuitenordens so außerordentlich militant: "Unter der Fahne des Kreuzes Gott Kriegsdienste leisten." Ist das für den Jesuitenorden heute, wo er oft so aufgeklärt und "modern" daher kommt, ein veraltetes Motto? Ereignisse in Rußland und Reaktionen von Jesuiten in Deutschland und weltweit auf diese lassen das mehr als zweifelhaft erscheinen.

Ermordet im Kampf für den "rechten Glauben"

Im August 2008 ist der oberste Jesuit in Rußland, der sogenannte "Provinzial" des dortigen Jesuitenordens, ein Herr Otto Messmer SJ (1961 - 2008) (Kathpedia)(siehe Foto links), in Moskau brutal ermordet worden. Dies geschah noch am selben Tag, an dem dieser gerade erst von seinem Besuch in Deutschland nach Moskau zurückgekehrt war. Denn es bestehen engste Kontakte zwischen den Jesuiten in Rußland und den Jesuiten in Deutschland. Otto Messmer selbst stammt aus einer rußlanddeutschen Familie, die zu größten Teilen nach Deutschland zurückgekehrt ist. Dieser Mord im Jahr 2008 war also etwa so, als ob in Deutschland der Ordensobere Stefan Dartmann, bzw. sein Nachfolger Kiechle brutal ermordet werden würden. Und dennoch hat man darüber so wenig in den großen Medien gelesen?

Ein zweiter Jesuit mit Namen Betancourt war schon zwei Tage zuvor in derselben Moskauer Jesuiten-Wohnung, gelegen in der Nähe des Kreml, brutal ermordet worden. Er stammte aus Ecuador und stolz auf seine Abstammung aus einer ecuadorianischen - - - Konquistadoren-Familie. Also auf seine Abstammung von Gewaltbekehrern im Dienste des römischen Papstes (nur als Beispiele: Good Jesuit; Good Jesuit, 25.8.09, a, Good Jesuit, 29.8.09, Katholisches.info, 11.11.09, a).

"Der Vorfall wird von russischer Seite auf höchster Ebene behandelt."

Selbstverständlich stellte sich danach die Frage, wer denn für diese brutalen Morde verantwortlich ist. Und in welchem Zusammenhang sie gesehen werden müssen. "Radio Freies Europa" und auch die Jesuiten in Deutschland, Rom und weltweit fragten sich, ob diese Morde - und auch andere Morde an katholischen Priestern in Rußland - in Zusammenhang stehen könnten mit offenbaren Machtkämpfen zwischen der katholischen Kirche und der russisch-orthodoxen Kirche in Rußland (Katholisches.info, 30.10.08):
(...) Der Vorfall wird von russischer Seite auf höchster Ebene behandelt. Die Administration des russischen Präsidenten habe sich eingeschaltet, sagte Pater Kowalewski.
Das religiöse Leben in Russland wird von der russisch-orthodoxen Kirche dominiert. Das Moskauer Patriarchat hatte sich mehrfach gegen eine missionarische Tätigkeit der katholischen Kirche ausgesprochen. Jedoch habe gerade Messmer durch seine bescheidene Art und intellektuelle Redlichkeit ein besonders gutes Verhältnis zum orthodoxen Patriarchen gehabt, so (Jörg) Basten (Sprecher von Renovabis).
Auf "Renovabis" werden wir noch zu sprechen kommen. In Rußland jedenfalls zeigt sich jedenfalls vieles wesentlich offener, unverfrorener, "ehrlicher" als in anderen Staaten der Erde. (Rechts der Patriarch Alexei II. von Moskau, gestorben 2009.) Die zahlreichen Morde an Regimegegnern in Rußland, von denen die herrschende Klasse profitiert, sind ja ansonsten auch im Westen einigermaßen bekannt. Aber könnte sich hier nicht auch der unglaubliche Machtwille der Priesterkaste der katholischen Kirche und der Priesterkaste russisch-orthodoxen Kirche andeuten, deren Konkurrenz in der Tat Jahrhunderte alt ist? Warum läßt es die katholische Kirche nicht einfach bleiben, wenn es so lebensgefährlich ist, in Rußland missionarisch tätig zu sein? "Muß" man denn missionieren? - ?

"Pogromstimmung gegen christliche Gruppierungen" ...

Und da ist es dann schon außerordentlich auffällig, wenn auch aus der vormaligen "letzten Bastion vor Moskau", wie sie in früheren Jahrzehnten genannt wurde, also wenn aus dem Berliner jesuitischen Canisius-Gymnasium, 2008 von dem im Jahr 2010 so deutschlandweit bekannt gewordenen Rektor Mertes, der so gerne "aus Loyalität widerspricht", außerordentlich glaubenskämpferische Töne hörte. Töne, die nicht gerade in einem Geist loyalen Widerspruchs zum Vatikan formuliert zu sein scheinen - sondern ganz im Gegenteil (FAZ, 8.11.08):
In der Einladung zur Berliner Mahnwache schrieb Klaus Mertes, der Rektor des vom Jesuitenorden geführten Berliner Gymnasiums Canisius-Kolleg, in Russland richte sich zunehmend eine Pogromstimmung gegen christliche Gruppierungen, die nicht zur Orthodoxie gehörten. Sie seien auch von staatlicher Seite Behinderungen und Verleumdungen ausgesetzt. Mertes forderte die russische Regierung auf, sich diesem antiökumenischen und fremdenfeindlichen Denken erkennbar entgegenzustellen.
(...) Mertes hält es nicht für ausgeschlossen, dass der Hintergrund für die Morde die wachsende Unduldsamkeit in Russland gegen alle Nicht-Orthodoxen sei.
Das einfachste wäre doch in dieser Situation gewesen, seine glaubenskämpferischen Patres schlichtweg aus Moskau und Rußland abzuziehen und den aggressiven russisch-orthodoxen Priestern dort das Feld zu überlassen - anstatt sich weiter ermorden zu lassen. Wie aber reagieren die Jesuiten in Rußland, in Deutschland und weltweit? Stattdessen spricht der sonst so "liebevolle" und "verständnisvolle" Mertes sehr aggressiv von: "antiökumenischem Denken". Nein, wie wir gleich sehen werden, werden die beiden Mordopfer vom Jesuitenorden sogar als "Märtyrer des Glaubens" gefeiert, denen man nacheifern soll. Wer solche Kämpfer erzieht, wie kann der zugleich ehrliches Verständnis aufbringen für die "Zimperlichkeiten" und "Sensibilitäten" der deutschen Öffentlichkeit bei der Begehung von Seelenmord an Schülern des Canisium-Gymnasiums, die sich nicht wehren konnten und können?

... oder "aggressive (Re-)-Katholisierung"?

"Radio Freies Europa" macht insbesondere auf die Tatsache aufmerksam, daß die beiden ermordeten Jesuiten in Rußland um Nachwuchs warben, der selbst gar nicht katholisch war. Der Sender spricht von "aggressivem Proselytismus", also von "aggressiver (Re-)Katholisierung", die ja auch einem ecuadorianischen "Nachkömmling von Konquistadoren" wie auf den Leib geschnitten zu sein scheint (Radio Free Europe, 31.10.08):
Might the murdered priests have been involved in "aggressive" proselytism?

Maria Cioccoloni, a Jesuit spokeswoman in Rome, says that for seven years Betancourt handled pastoral relations with Russians who were possibly interested in joining the Society of Jesus. It's unclear what that entailed. "He was doing pastoral work with students and people in the parish, with young people," Cioccoloni says. Asked if those young people were already Catholics, she says, "[They] don't have to be [Catholics] -- they can also be from other religions."

Catholic-Orthodox relations have been rocky since the east-west division of Christianity in 1054. John Paul II, the late Polish pope, had sought to improve ties with the church of his country's giant neighbor, but Russian Orthodox officials never granted his lifelong wish to visit Russia.

In 2004, 300 religious leaders gathered in Russia to pray for strengthening religious tolerance. But tellingly, Catholics were not included among the invited "traditional" religions of Orthodoxy, Judaism, Islam, and Buddhism.

Catholics and other non-Orthodox Christian denominations in Russia have also been victims of past violence. A Slovak priest was killed in 2005 in Bryansk, apparently by robbers, while an American Episcopal priest was killed last August in Moscow. The motives were unclear. Non-Orthodox Christian leaders in Russia complain frequently that the authorities and police often act belatedly to their pleas for protection.
Der Patriarch von Moskau ist gegen einen Rußland-Besuch des Papstes

Man hat das Gefühl: Da wird untergründig doch mit knallharteren Bandagen gearbeitet, als daß so im allgemeinen an die größere Öffentlichkeit dringt (links der derzeitige Patriarch von Moskau, Kyrill). Und zwar von beiden Seiten.

Die beiden ermordeten Jesuiten waren vor allem auch im Rahmen der aus deutschen Kirchensteuer-Mitteln (!) mitfinanzierten Osteuropa-Hilfe "Renovabis" tätig, die nach 1989 von der deutschen Bischofskonferenz zum katholischen Wiederaufbau in Osteuropa (sprich zur "Mission" und Re-Katholisierung) begründet worden war (Abendztg., 29.10.08):
Beide Patres arbeiteten mit Renovabis zusammen. Das Hilfswerk förderte im Jahr 2007 mit 2,6 Millionen Euro verschiedene Projekte in Russland, darunter das von Messmer gegründete Priestervorseminar.
Man achte auf die Wortwahl: "Priestervorseminar". Derartiger Dinge bedarf es also heute, da es immer weniger Menschen gibt, die es sich vorstellen können, katholischer Priester zu werden. Man muß ihnen viele Brücken bauen.

Der Vorsitzende der Russischen Bischofskonferenz nun, also der katholischen, versteht sich, wiederum ein Jesuit, der Bischof Josef Werth aus Nowosibirsk, fand nun anläßlich des Todes des obersten Jesuiten Rußlands und seines ihn beleitenden Konquistadoren-Abkömmlings, sehr, sehr deutliche, sehr glaubenskämpferische Worte. Diese Worte sollte sich jeder Leser auf der Zunge zergehen lassen und im Hinterkopf behalten, wenn er künftig an die Lobbymacht der katholischen Kirche und den Jesuitenorden denkt. Der Jesuiten-Bischof Werth verglich die Ermordeten mit "Märtyrern der Kirche" im Kampf um den Glauben.

Moskauer Patriarch Alexeji ist gegen die Missionstätigkeiten der Jesuiten in Rußland

Man stelle sich die folgende Predigt in ähnlichem Wortlaut im Angesicht der Bestrebungen zur Wiederbekehrung von Protestanten, Heiden und Atheisten in Deutschland vor. - Ist das so undenkbar? - ?? - Josef Werth SJ jedenfalls sagt - und wir bringen den Text zunächst ohne Unterbrechung (Kreuz.net, 30.10.08):
Nach dem Zweiten Weltkrieg ereignete sich in Deutschland eine entsetzliche Tragödie:

Während eines Busausfluges von Novizen der Jesuiten passierte ein Unfall. Das gesamte Noviziat der Jesuiten kam dabei ums Leben.

Diese Tragödie hat die gesamte Kirche in Deutschland erschüttert. Im nächsten Jahr kamen zu den Jesuiten so viele Kandidaten, daß kaum Platz mehr für sie war.
Der Tod der zwei Jesuiten hat den Orden in Rußland und in der ganzen Welt erschüttert.
In letzter Zeit während ihrer Zusammenkünfte, sprachen die Jesuiten immer öfter davon, daß in ihrem Dienst doch mehr das ignatianische Feuer entbrennen muß, daß der apostolische Eifer sich stärker entzünden muß.
Doch wie schwer ist es, dieses Feuer am brennen zu halten.

Heute habe ich bereits mehrmals gehört: Die Jesuiten in Rußland sind ab heute andere Jesuiten.

Aber wir?
Kirche im Tiefschlaf
Vor vielen Jahren kam in Krasnojarsk Pater Jan Fratzkevitz ums Leben – und wir blieben dieselben.

Danach wurde ein Priester in Astrachan umgebracht – und wir blieben dieselben.

Vor zwei Jahren wurde ein alter Priester in der Moskauer Diözese von Heranwachsenden umgebracht – und wir blieben dieselben.

Heute – nach dem Tod von Pater Otto und von Pater Viktor – bleiben wir immer noch dieselben?

Wie viele Opfer braucht es noch, damit die Kirche in Rußland, in Sibirien vom Schlaf erwacht?

Sie lebten und starben
Wir sagen, wir bauen heute auf dem Fundament der Märtyrer des 20. Jahrhunderts.

Aber diese Märtyrer lebten und starben schon vor vielen Jahren. Wer von uns hat sie noch gekannt?

Der Tod der beiden Priester, die wir persönlich kannten, die wir gesehen haben – manche von uns haben vor drei Tagen noch mit ihnen telefoniert – wird dieser Tod uns endlich doch verändern?
Jesuitischer Fanatismus

Das sind schon flammende Worte. Das ist also die Idealvorstellung der Jesuiten: Daß dort, wo ein Jesuit oder ein Novize stirbt, die "gesamte Kirche" so erschüttert ist, daß zehn neue Novizen an ihrer Stelle ihnen zuströmen. Offenbar ist es damit in Rußland noch nicht gar so weit ...

Und man lese den Text genau: Die Jesuiten selbst müssen nach ihm gar nicht wachgerüttelt werden. Sie sagen sofort: "Die Jesuiten in Rußland sind ab heute andere Jesuiten." Nein, sie aufzurütteln, ist nicht nötig. Aber die restliche katholische Kirche, darum geht es in dieser Predigt. Aus all dem kann man ablesen: Die Jesuiten stehen nicht nur in Rußland, sondern auch sonst hellwach auf ihrem Posten, sind je nach Erfordernis sofort "andere", wenn es darum geht, zu "anderen" werden zu müssen.

Ist die Kirche im Tiefschlaf?, fragen die Jesuiten in Rußland und klagen sich selbst des Schlafes nicht an ...

In Deutschland hat man sich noch vor wenigen Wochen darüber lustig gemacht, daß die russisch-orthodoxen Bischöfe mit einer Bischöfin Käßmann nicht auf Augenhöhe sprechen wollten (Pelzig 5'45). - Daß aber die Kabalen zwischen den verschiedenen Priester-Kirchen nicht nur so harmloser Natur sein brauchen, daß man sich im Kabarett darüber lustig machen könnte - wer hätte das gedacht? Da würde dem guten Herrn Pelzig wohl jeder Scherz im Halse stecken bleiben!
Natürlich: In der ehemaligen Sowjetunion werden Regimegegner, regimekritische Journalisten, (falschgläubige) Tschetschenen jeden Alters, jeden Geschlechtes und jeden beruflichen Hintergrundes am laufenden Band "fröhlich" ermordet im Auftrag unbekannter Hintermächte. Oder allzuoft im Auftrag viel gut bekannter Hintermächte. - Darüber eben können die hier behandelten Morde "etwas anderen Charakters" leicht übersehen werden - und zumal die Reaktionen innerhalb des Jesuitenorden und innerhalb der katholischen Kirche auf diese. Morde, die geradezu so anmuten, als wären sie im Zusammenhang Mafia-Kabalen in Süditalien geschehen. Aber es handelt sich um eine Konkurrenz von ganz anderen totalitären Priesterkasten, auf ganz anderer Ebene.


Im äußerlich "zivilisierteren" Mitteleuropa gehen diese Konkurrenzkämpfe möglicherweise - äußerlich - etwas "zivilisierter" vor sich. Rekatholisiert wurde zwar 1945 im Zusammenhang mit der größten Bevölkerungsumsiedlung der Weltgeschichte auch was das Zeug hielt. Das fiel aber außer dem Journalistenehepaar Runge ("Nicht nur die Steine sprechen deutsch") den wenigsten besonders auf.

Doch zeigte auch in Deutschland jüngst der Fall des prominentesten protestantischen Theologen unserer Zeit, von jenem --> Klaus Berger, der Zeit seines Lebens im Geheimen papsttreuer Katholik geblieben ist und als solcher "Kryptokatholik" von Protestanten ganz offen in der FAZ die "Unterwerfung unter den Papst" gefordert hat - und all das mit stillschweigendem Wissen des heutigen Papstes -, daß auch hier in Deutschland mit weitaus härteren Bandagen "gekämpft" wird, als dies nach außen hin oft sichtbar wird.

Manchmal werden Dinge nur sichtbar, wenn sie der betreffende von sich aus sichtbar macht, so wie Klaus Berger dies kurz vor seiner Emeritierung gemacht hat, sicherlich ebenfalls mit so manchem Kalkül.

"Der apostolische Eifer muß sich stärker entzünden" - unter Katholiken, nicht unter Jesuiten

Fragen stellen sich da sogar, in welche Kategorie eigentlich die Umstände des Rücktritts von Frau Käßmann  - nämlich kurz vor der Bischofskonferenz in Freiburg - fallen.

Angesichts all solcher Dinge ist es vielleicht nicht mehr ganz so weit von den Verhältnissen in Deutschland zu den Verhältnissen in Rußland, mit denen der deutsche Katholizismus und der deutsche Jesuitenorden personell und materiell in sehr, sehr engem Zusammenhang steht. Mit vom deutschen Staat erhobenen Kirchensteuern wird von Deutschland aus (etwa durch "Renovabis", s.u.) die Rekatholisierung Rußlands betrieben (!). Eigentlich unglaublich für sich!

- Hat sich eigentlich in den letzten 400 Jahren in der katholischen Kirche und im Jesuitenorden etwas grundlegender geändert? Warum geradezu diese "Getriebenheit", in Rußland missionieren zu wollen? Und ähnliches wird sicherlich auch von den ostasiatischen Staaten zu sagen sein, die ähnlich ein Schwerpunkt der gegenwärtigen Arbeit des Jesuitenordens und des Vatikans darstellen, wie schon in früheren Beiträgen dargestellt.

Im Jahr 2011 endlich gibt Jesuitenpater Mertes sogar im "Spiegel" zu, daß sexuelle Gewalt im Jesuitenorden "systematisch" geschehen ist, und daß der Jesuitenorden eine Gewalt-"Täterorganisation" (gewesen?) ist. Und niemand zieht daraus die konsequente Schlußfolgerung und verbietet diese verbrecherische Organisation und zieht ihr Vermögen vollständig ein, um damit die Geschädigten, die Überlebenden seiner sexuellen Gewalt zu therapieren und zu "entschädigen"?

Die Gefahr des religiösen Fanatismus des Jesuitenordens kann man wohl gar nicht unterschätzen

Mit diesem Beitrag sollte jedenfalls darauf hingewiesen werden, daß der Jesuitenorden keineswegs politisch, religiös, wirtschafts-, kultur- oder bildungspolitisch so harmlos ist, wie er sich gerne unter gutgläubigen, ja, naiven Europäern und Deutschen darzustellen beliebt. Wer sieht, wie glaubenseifrig die Jesuiten im atheistisch gewordenen Rußland für die katholische Religion kämpfen, ja, kämpfen, und dabei den Märtyrermord gerne in Kauf nehmen, der wird noch manches andere für möglich halten auch in ganz anderen "Arbeitsbereichen" und Ländern.

Etwa wird dadurch der Vorwurf von protestantischen Freikirchen in den USA schon etwas glaubwürdiger, Jesuiten würden sich in ihre Reihen einschleichen, würden sogar Frauen heiraten, Pfarrer der Gemeinden werden, um diese zu zerstören und von ihrer Ablehnung der ökumenischen Bewegung abzubringen. (Siehe etwas das Video von 1990 "Jesuit Infiltration of America", in dem viele derartige Stimmen und Erfahrungen gesammelt sind.) Jedenfalls: Die Gefahr des religiösen Fanatismus des Jesuitenordens wird man wohl nicht leicht unterschätzen können, wenn man zusätzlich noch in Anschlag bringt, wie viele einflußreiche Persönlichkeiten in Medien, Wirtschaft und Politik Jesuitenschüler gewesen sind: Thomas de Maziere, Josef Ackermann und so allerhand sonstige Verblödungsfuzzi's im Sacro-Pop-Fernsehen.

(Text neu gegliedert und überarbeitet: 13.9.2011)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Leider sind die Menschen Grausam, die sowas tuen........
ich denke oft an den Pater Otto, es war ein wunderbarer Mensch und Vater. Gott gib Ihm die Ewige Ruhe.
Wir werden Ihn nie vergessen.

Ingo Bading hat gesagt…

Die Rangeleien zwischen Moskau und Rom gehen natürlich weiter, derzeit vor allem um die ukrainisch-orthodoxe Kirche:

http://www.katholisches.info/2011/09/17/unerwartete-beschleunigung-bei-annaherung-zwischen-rom-und-moskau-%E2%80%93-protestanten-im-abseits/

Ingo Bading hat gesagt…

Die Jesuiten arbeiten trotz solcher Morderfahrungen fröhlich weiter im Bereich der ehemaligen Sowjetunion, auch dann, wenn ihnen ausdrücklich keine Visa genehmigt werden:

http://www.jesuiten.at/index.php?id=81&tx_ttnews[pointer]=4&tx_ttnews[backPid]=71&tx_ttnews[tt_news]=804&cHash=e828481b0224aa2b742b436d156a2abb

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