Mittwoch, 9. September 2015

"Wir tragen die Fackel der Freiheit ins deutsche Land"

Am Montag vor zwei Wochen fand in Dresden wieder eine Montags-Demonstration statt und es wird von 10.000 Teilnehmern gesprochen. Es wurden viele schöne Plakate mitgeführt. 

Abb.: Dresden, Pegida-Demonstration, 24. August 2015
(Herkunft: Frank Trenkler, Facebook)
Das schönste Plakat war, wie man finden kann, dieses:
"Wir sind der Mut,
wir tragen die Fackel
der Freiheit
ins deutsche Land.
Sei auch Du
der Mut."
Solche Plakate jedenfalls werden nicht von Geheimdienstleuten verfasst, die unterwandern, provozieren und durch Gewalttaten kriminalisieren wollen. Viele trugen auch ein T-Shirt mit der Aufschrift "Je suis Pack ; ) ". Da Sigmar Gabriel in Heidenau ja alle "Pack" genannt hatte, die sich gegen die Flüchtlingspolitik der derzeitigen Regierung aussprechen.

Samstag, 15. August 2015

Verblödung auf der Internetseite Sezession

Katholische Rechtskonservative seit über 40 Jahren: "Gehe zurück auf Los"

Abb.: Giordano Bruno-Denkmal, Berlin
(Fotograf OTFW)
Hier auf dem Blog ist die Internetseite "Sezession" schon ausreichend gekennzeichnet worden. Auf "Sezession" hat es jüngst wieder einmal einen - nun, reichlich dümmlichen - Blogartikel gegeben ("Out of Africa"). Dieser führte dann zu vielen ähnlich, reichlich dümmlichen Kommentaren (nach 134 wurde diesmal die Diskussion geschlossen, sonst wird doch dort die Diskussion immer schon viel früher geschlossen ... meeeerkwürdig ...!). Doch das Schöne ist, daß sich fast der einzige Lichtblick auf "Sezession", nämlich der Autor Andreas Vonderach, in der Diskussion zu Wort gemeldet hat. Man atmet fast immer auf, wenn man ihn irgendwo liest. Hier sagte er:

Also, daß es in (Schwarz-)Afrika Hochkulturen gegeben hat, ist reichlich übertrieben. Schon im Jungpaläolthikum hinkte Afrika hinter Europa und Asien zivilisatorisch hinterher (z.B. Parzinger, die Kinder des Prometheus). Die Schwarzafrikaner hatten von den antiken Kulturen zwar das Eisen übernommen, befanden sich bis zur Kolonialzeit aber im wesentlichen noch auf neolithischem Niveau, hatten z.B. nur Hackbau und keinen Pflugbau. Auch von nicht-rechten Paläoanthropologen wird in der Anpassung an das kalte Eiszeitklima der entscheidende Entwicklungsimpuls der Menschheit gesehen (z.B. Henke und Rothe), nur wird dabei unterschlagen, daß davon Afrikaner und andere Südvölker eben nicht betroffen waren. Das entscheidende Entwicklungshemmnis Schwarzafrikas ist der niedrige IQ seiner Bewohner, im Durchschnitt 67, mit wenig geographischen Unterschieden.

Andreas weiß selbst, daß der amerikanische Anthropologe Jared Diamond diesen Befund in "Arm und Reich" rein kulturell und ökologisch interpretieren wollte. Dem Diamond wird heute wohl kaum noch jemand folgen, der es ernst meint. Aber selbst diese simplen Sachaussagen werden dann von den weiteren Diskutanten wieder infrage gestellt, zerredet und so weiter. Ach, ihr Jesuiten ... Was soll man denn noch sagen? ... Verblöden tut ihr. Weiter nichts. - Nun, wenigstens einer scheint es dort kapiert zu haben, er nennt sich "Bernhard":

@ Vonderach: Gerne würde ich mehr von Ihnen lesen. Schön, daß Sie sich wenigstens hier immer wieder kenntnisreich einbringen. Volle Zustimmung. Schade, daß Ihre hervorragenden Bücher „Soziobiologie“, „Anthropologie Europas“ und „Völkerpsychologie“ den meisten hier nicht bekannt sind. Das würde die Diskussion befördern, anstatt immer wieder bei Null anzufangen. J. Philippe Rustons „Rasse, Evolution und Vererbung“ (Ares) wäre auch eine gute Grundlage.

Diesem Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Er sagt dasselbe was wir sagen: Denn wer immer wieder bei Null anfängt, ist verblödet. Man möchte das Götz Kubitschek und seinen Leuten direkt ins Stammbuch geschrieben haben. Und auch im nächsten seiner Kommentare fängt Andreas Vonderach - man möchte ihn bewundern für seine Engelsgeduld (oder ist es die Geduld des Schlachtviehs, das zum Schlachter geführt wird?) - wieder bei Null an:

Ich glaube, ich muß mal was zur Ehrenrettung der IQ-Tests sagen: die heutigen Intelligenztests sind kulturneutral und fragen kein Wissen oder erlernte Fertigkeiten ab, sondern nur die voraussetzungslose Fähigkeit zum logischen Denken, z.B. Objekte nach ihrer Form sortieren, Zahlenreihen fortsetzen usw. Natürlich gehört zur Urteilsfähigkeit noch mehr als Intelligenz, etwa Erfahrung und Bildung. Den höchsten IQ haben bei uns wahrscheinlich irgendwelche 18jährigen Computerfreaks, denen man sicher nicht viel Urteilsfähigkeit zubilligen kann. Ganz ohne Intelligenz geht es aber auch nicht. Die Schwarzafrikaner bewegen sich mit ihrem IQ noch unter unseren Hauptschülern. Versuche in Amerika mit jahrelanger intensiver Förderung von Schwarzen haben nur einen sehr geringen Anstieg des IQ um wenige Punkte bewirkt, der nach wenigen Jahren wieder verloren ging.

Und dann wird weiter diskutiert und diskutiert und diskutiert. Wie schon seit zehn Jahren. Oder seit vierzig Jahren. Will Kubitschek sein schlechtes Gewissen damit beschwichtigen, daß er so lange darüber diskutieren läßt? Und auch das mußte - typischerweise! und einmal erneut bei Null beginnend - in diesen rechtskatholischen Kreisen wiederholt werden, was nämlich "Bernhard" am 8. August zu sagen hatte:

Die Wortwahl „biologistisch“ ist aus dem Vokabular des politischen Gegners, der damit die Ergebnisse der modernen Humanwissenschaften relativieren und entwerten will. Das ist wie mit der Unterscheidung von „islamisch/islamistisch“ oder „rassistisch“, usw. Hier werden Wörter zu Begriffen, die politisch genutzt werden. „Biologistische THESEN“ ist eine noch grobere Zumutung. Es gibt nur eine Biologie, keine Biologistik. Mit „biologistisch“ wird unterstellt, die Biologie überzubewerten. Im Gegensatz zu was? Im Gegensatz zur kulturmarxistischen Utopie. Die Grundlage unserer Existenz ist nun einmal die Biologie mit ihren mehr oder weniger verwandten Gebieten von der Psychologie über die Soziobiologie bis zur Evolutionsbiologie. und Genetik. Ein realistisches Menschbild muss von der Biologie ausgehen und nicht von kulturmarxistischen Träumereien. Wer „biologistische Thesen“ sagt, diffamiert jene, die im Gegensatz zu linken und liberalen Träumern sehr solide empirisch verifizierbare Grundlagen haben.

Was hatten wir gesagt: Gehe zurück auf Los und beginne bei Null. Wir wiederholen uns: Wir bewundern die Engelsgeduld, die Geduld des Schlachtviehs eines Andreas Vonderach. Das Gebaren der Rechtskatholiken ist schlichtweg nichts anderes als empörend. Daß über solche Dinge überhaupt noch "diskutiert" wird und werden muß. Leider äußert sich Andreas Vonderach in seinem letzten Diskussionsbeitrag unseres Erachtens nach auch zur Sache nicht ausreichend klar genug. Wir sind klarer: Alles deutet darauf hin, daß der Mensch in Gruppen und Völkern evoluiert ist. Das ist auch auf der genetischen Ebene klar aufzeigbar. Zuletzt an den aschkenasischen Juden, die tatsächlich Neuzuwanderer in Europa waren. Aber das gilt für jedes Volk auf der Erde. Es gibt Ethnogenese und es gibt Völkertod. Und dazwischen gibt es das herrliche, stolze, vielfältige Leben der Völker und Kulturen. Weltweit und auf allen Entwicklungsstufen. Und das gibt es, wohin Menschen jemals gekommen sind.

Daraus läßt sich keine Multikulti-Ideologie basteln oder ableiten.

Es kann durch die gegenwärtigen Selektionsprozesse auf der Nordhalbkugel zur Entstehung neuer Völker kommen. Aber völkerlos wird der Mensch nie leben. Woran sollte man das festmachen? Es gibt keinen Hinweis darauf. - Exkurs (21.08.15): Die Kinderseele, so möchte man hier zwischenschiebend einfügen, drängt - sozusagen - nach ihrer eigenen Einbettung in Muttersprache, nach etwas "einheimelndem". Und daraus entsteht dann eben eine neue Muttersprache. Wie wir aus der Sprachforschung (Derek Bickerton) wissen (das hat er an der Entstehung neuer Pigdin-, bzw. Kreolen-Sprachen erforscht), entstehen neue Muttersprachen - und damit Völker - dadurch, daß sich Kinder verschiedener Muttersprache auf dem Spielplatz miteinander verständigen wollen und hierzu eine neue Sprache formen aus den Resten der überkommenen. Diese wissenschaftliche Erkenntnis läßt so tief in die menschlichen Individual- und Gruppen-Psychologie blicken wie selten eine. Alle unsere Muttersprachen könnten Sprachen sein, die Kinder geschaffen haben. Indem wir Sprache benutzen, könnten wir in Verbindung mit der Kinderseele stehen. All das hat viele Implikationen. (Die man - sicherlich - aus der Richtung eines Philosophie und Psychologie der Kinderseele nach Mathilde Ludendorff sehr gut verstehen kann. Wir wüßten jedenfalls keine andere "Theorie", keinen anderen Deutungsrahmen, der das oft beklagte Theoriedefizit auf diesen Gebieten besser ausfüllen könnte.) Exkurs-Ende. - Auch nach dem Untergang des Römischen Reiches, einer multikulturellen Gesellschaft, wie sie sicher weithin als das kulturelle und politische Ideal von heute empfunden wird, haben sich überall wieder Völker gebildet. Das, was wir am Römischen Reich und seiner griechischen Kultur bewundern, ist von Völkern geschaffen worden. Nämlich vom antik-griechischen Volk und vom römischen Volk. Dazu gehören auch so - kein Ironiemodus - herrliche Errungenschaften wie die Demokratie, die Herrschaft eines Volkes durch sich selbst, wie die Republik, wie die Lebensform des Republikaners. Und so vieles andere mehr. (Die Lebensform eines antik-römischen Senators.)

Über derartige Dinge sollte geredet werden. All das sollte geklärt werden. Aber nicht, indem ständig bei Null angefangen wird und man sich - in rechtskatholischen Kreisen - mit dem Biologismus-Vorwurf auseinandersetzen muß. Ekelhaft. Wer tut sich denn so etwas an? Verdummung pur. So wie das in katholischen Kreisen seit zweitausend Jahren betrieben wird und wie es durch den Jesuitenorden systematisiert und "verwissenschaftlicht" worden ist.

Aber übrigens hat offenbar nicht Götz Kubitschek diese Diskussion moderiert, sondern der Autor des Blogartikels Lutz Meyer. Da er keine Ahnung hat von Naturwissenschaft und nur wild im geistigen Raum herumspekuliert, wollen wir ihm die Art seiner Moderation zunächst nicht weiter nachtragen. Und möchten ihn nur bitten, beim nächsten Artikel über das Thema "Out of Africa" zuvor etwas tiefer in der naturwissenschaftlichen Literatur zu recherchieren. Sonst bringt das doch alles nichts. Wirklich! Oder will auch er - bewußt - verblöden? Entschuldigung. Aber das weiß man bei Leuten, wie sie sich dort herumtreiben, nie so wirklich.

(... Und ein Martin Sellner beantwortet Sinnfragen dort weiterhin ohne jeden Bezug zum naturwissenschaftlichen Kenntnisstand unserer Zeit. Er stochert im rechtskonservativen Ideologiegebräu herum wie seit eh und je. Hauptsache beschäftigt, scheint das Motto zu sein. Hauptsache, "sich selber fühlen". Dass es um ganz andere Dinge geht, hat er nicht kapiert. Scheinbar nicht ansatzweise. Dabei ist das Buch von Thilo Sarrazin nun auch schon wieder fünf Jahre alt .... Und es fällt einem zunehmend schwer, an die Echtheit einer solchen Haltung, vorliegend bei einem gebildeten Menschen überhaupt noch zu glauben. Aber es gibt ja genug Naive, denen das egal zu sein scheint ....)

Die SS - Das Hofgesinde des Teufels

Ritualmorde innerhalb der SS um Otto Rahn und Karl Maria Wiligut?

Gerade erhalte ich unter dem Betreff "Literatur der Gegenwart" folgende Zuschrift:
Der Thrillerautor Philip Kerr stellt in "Im Sog der dunklen Mächte", dem zweiten Teil seiner Berlin-Trilogie, einen Ritualmord an jungen "arischen" Mädchen dar. Die Täter sind eine Gruppe von meist homosexuellen SS-Männern, unter anderem Otto Rahn und Karl Maria Wiligut.
Meine Antwort: Ja, darüber hatte ich auch schon gelesen. Macht sicherlich Sinn, diesen Roman mal genauer zu lesen und zu gucken, ob er auf authentischen Auskünften - oder zumindest "Hörensagen" - beruhen könnte. Dann läge das auf der Linie von "Das Foucault'sche Pendel" von Umberto Eco oder "Gravity's Rainbow" von Thomas Pynchon. - Meine Auseinandersetzung mit den Romanautoren David Perkins und Udo Röbel lässt mir aber auch manche Vorsicht und Skepsis angeraten erscheinen. Es muss bestimmt nicht jeder "Roman", der wenig bekannte historische Bezüge aufweist, auf authentischen Auskünften beruhen oder auf zumindest häufigen oder mehrheitlich authentischen Auskünften. Jedenfalls habe ich bei den beiden genannten Autoren Perkins und Röbel bislang kein Kriterium finden können, anhand dessen ich bei ihnen Dichtung und Wahrheit auseinander halten könnte (ähnlich wie bei dem "Sachbuch"-Autor Felix Groß ...). Darauf erhielt ich die Antwort:
Nach meinem ersten Eindruck ist das - abgesehen von der Homosexualität Rahns, nicht aber Wiliguts - eine bloße Fantasie.
Darauf ich: Wir waren uns doch schon einig, dass Bisexualität in Logenkreisen ein weiter verbreitetes Phänomen ist. Warum also nicht auch bei Wiligut? Der Fall Rahn weist ja manche Ähnlichkeiten mit dem Fall Sigmund Rascher auf (s. früherer Blogartikel).

Die Hausangestellte und Geliebte von Rascher verschwand 1944 bei einem Bergausflug, das Ehepaar Rascher geriet unter Mordverdacht. Insofern finde ich, dass man die von dir genannte Handlung des Romans von Kerr für sehr plausibel halten kann, zumal ja in England ebenfalls offenbar ein "arischer" "Baldur" in einem Ritual in Flammen gesetzt wurde, wahrscheinlich vom Herrn Aleister Crowley persönlich, der ja gute Verbindungen hatte zu den ariosophischen Logenkreisen der SS (s. früherer Blogartikel, z.B. diesen).

Die Handlungen beiderseits des Kanals in satanistischen Okkultlogen werden vor wie nach 1939 sehr häufig aufeinander abgestimmt gewesen sein.

Und aus dem Tatsachenbericht "Isis Fürstin der Nacht" von Karin Jäckel wissen wir, dass im Thüringer Wald nach 1945 in "Wandervereinen" und auf nächtlichen "Bergausflügen" auch so allerhand bisexuelle und gruppensexuelle, satanistische Rituale stattfanden, wobei ich mich jetzt nicht erinnere, ob es dort auch zu rituellen Morden gekommen ist.

Ritualmorde an "arischen" Mädchen in homosexuellen Kreisen von SS-Männern hat es in Deutschland zwischen 1933 und 1945 meines Erachtens ziemlich sicher gegeben, wohl mit allerhand Plausibilität auch im engsten Kreis um Rahn und Wiligut, Friedrich Hielscher, Wolfram von Sievers, Sigismund Rascher und wie sie alle heißen. Was Ernst Jünger in dieser Zeit gemacht hat, will ich offen lassen. Sein eigener Sohn ist ja unter merkwürdigen Umständen ums Leben gekommen während des Zweiten Weltkrieges (manches daran mutet wie eine Opferung an). Der Kriegshetzer Canaris sowieso. Ich würde mir zutrauen, über all das entlang der bisherigen Berichte "anthroposophischer Geschichtsschreibung" a la Trevor Ravenscroft noch ganz schön "schaurige" Bücher und Romane schreiben zu können, die sehr dicht an den realen Ereignissen dran wären, da man sie leicht hochgradig plausibel abfassen kann.

Das alles aber geschrieben, ohne jemals den genannten Roman von Kerr in der Hand gehabt zu haben. - - - Diese Zuschriften geben aber Anregung, im folgenden einen seit November 2013 unveröffentlichten Blogartikel zu veröffentlichen.

Otto Rahn, die Katharer, Tibet und die SS

Über den Schriftsteller und Himmler-Vertrauten Otto Rahn fällt sehr deutliches Licht auf die okkulten Hintergründe der SS (Wikip.) (Hervorhebungen nicht im Original). 1928
lernte Rahn seine spätere Sponsorin die Spiritistin Gräfin Miryanne Pujol-Murat kennen, die sich für eine Nachfahrin der Gräfin Esclarmonde de Foix (um 1151–um 1215) hielt, einer prominenten Angehörigen der mittelalterlichen Sekte der Katharer im Frankreich des 13. Jahrhunderts. Gräfin Pujol-Murat war Mitglied der Gnostischen Kirche und unterhielt enge Kontakte zur Okkultgruppe der "Les Polaires" (gegründet 1930), die sich mit den Hyperboreern und den Mythen um Ultima Thule beschäftigten und den Ideen der Welteislehre des von der SS protegierten österreichischen Ingenieurs Hanns Hörbiger (1860–1931) vertraten.
Im Auftrag dieser Okkultgruppe leitete Rahn Ausgrabungen in Südfrankreich:
Am 3. März 1932 berichtete die Zeitung La Dépêche du Midi von Ausgrabungsarbeiten einer theosophischen Gruppe der „Fraternité des Polaires“, kurz „Les Polaires“, mit Sitz in Paris (Avenue Rapp), in der Nähe von Massat, die von einem Deutschen [gemeint war Otto Rahn, der dies dementierte] geleitet werden.
Otto Rahn
1935 wurde Rahn dann über Karl Maria Wiligut dem persönlichen Mitarbeiterkreis von Heinrich Himmler angegliedert. Seine Arbeit stieß auf Interesse nicht nur bei Himmler, sondern auch bei den anderen höchsten SS-Führern, unter anderem dem Skaldensordenmitglied Werner Best, dem Anfeuerer von Mordmoral innerhalb der NSDAP und SS schon vor 1933 (in den Boxheimer Dokumenten):
1937 lernte Rahn bei Alfred Schmid den Schweizer Franz Riedweg kennen, den er auf Einladung Himmlers im selben Jahr bei einem Mittagessen im Nobelrestaurant Horcher wiedertraf. An diesem Essen nahmen der Leiter des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) Reinhard Heydrich, der Gruppenführer im „Persönlichen Stab des Reichsführer-SS“ Karl Wolff, der Schweizer Politiker Jean-Marie Musy und Werner Best teil. Himmler bahnte dabei Dr. Riedwegs Eintritt in die SS an, indem er ihm anbot, als Hauptsturmfüher und Truppenarzt bei der SS-Standarte Deutschland zu dienen, wodurch Otto Rahn ein Jahr später erhebliche Probleme entstanden, die letztlich zu seinem Freitod beitrugen.

Da Rahn fließend französisch sprach und als Katharer-Experte und Kenner der zu besprechenden okkulten Themen galt, wurde er von Willigut als Vermittler zu einem Gespräch zwischen Himmler und dem französischen Okkultisten Gaston de Mengel hinzugezogen. Der Brite Gaston de Mengel, war wie Rahns Freund Maurice Magre, Mitglied des Geheimbundes „Les Polaires", der vorgab, über eine spiritistische Orakelmethode mit einem spirituellen Zentrum in Tibet in Verbindung zu stehen
Otto Rahn
Für diesen Geheimbund hatte ja Rahn selbst schon gearbeitet, wie wir oben erfuhren.
De Mengels Reiserouten entsprachen den Interessen des Ahnenerbes. Im Rahmen seiner Spionagetätigkeiten, die von Heinrich Himmler finanziert wurden, hatte er über französische Geheimorganisationen zu berichten. Aus einem Schreiben Karl Wolffs vom 19. Februar 1937 an Karl Maria Wiligut geht hervor, dass es bei diesen Gesprächen auf Basis der Studien De Mengels über vorchristliches, indisches, persisches und teilweise chinesisches Schrifttum um die Edda, die Veden, die Kabbala und um seine metaphysischen Berechnungen über den Pyramidenbau ging. Oberscharführer Otto Rahn, soll die Richtigkeit derjenigen Forschungen De Mengels betätigt haben, die er auf seinen Reisen selbst beobachten konnte. Willigut schlug Otto Rahn für die Übersetzung der Werke Gaston de Mengels vor, in denen die Steuerung politischer Vorgänge geheimen spirituellen Zentren, namentlich Agartha und Shambhala zugerechnet wurde und die von tibetanischen Weltverschwörungstheorien und einem erwarteten neuen messianischen Weltlehrer namens Maitreya, handelten
Otto Rahn
Und weiter erfahren wir auf Wikipedia, wobei auch weiter viele Bezüge zu dem Inhalt des Buches "Das schwarze Reich" deutlich werden:
Rahn war überzeugt, dass die Katharer durch manichäische Missionare christianisierte Druiden gewesen seien, wozu ihm der Shambala-Mythos als Beweis diente: Im Shambala-Mythos wird der Mani-Stein des Chakravartin in Zusammenhang mit einem wunscherfüllenden Juwel in einem ähnlichen Kontext erwähnt, wie in Rahns Gralsmythos, in dem er behauptet, eine weiße Taube hätte den Gral „nach Asiens Bergen“ gebracht, womit er das Himalaya-Gebirge meint. 

Rahns Erkenntnisse, dass das höchste Mysterium der Katharer, die Manisola, das Rahn als identisch mit dem Gralsmahl sah, und seine Thesen, dass der von den Katharern verehrte Stein (Mani), den Rahn mit tibetisch-buddhistischen Analogien assoziierte, und die ihn zu dem von ihm konstruierten Rezeptionsstrang Katharer - Gral - Tibet veranlassten, wie er ihn in seinem Buch Kreuzzug gegen den Gral darstellte, stammen von seinem Freund, dem Dichter Maurice Magre, einem Mitglied des Geheimbundes „Les Polaires“. Maurice Magre, der Mentor Rahns, war Mitglied der okzidentalisch-esoterischen Gruppe der Polaires, die ihre Erkenntnisse mittels einer spiritistischen Orakelmethode gewannen, die sie mit einem spirituellen Zentrum in Tibet in Verbindung brachte. Gemäß der Durchsagen diesen Sternenkraftorakels, wünsche sich das tibetische Zentrum die Errichtung eines europäischen Einweihungszentrums unter der Leitung der Polaires, dass anknüpfend an katarische Traditionen, eine Neuauflage der sapientes, der Weisen der Katharer werden solle. Heinrich Himmler hatte durch den von Rahn gedolmetschten Abgesandten der Polaires, den Briten Gaston de Mengel, Kenntnis von der von dieser okkulten Orakel-Kommunikation mit dem geheimen Einweihungszentrum im Himalaya erhalten, und war seit seiner Lektüre des Buches „Tiere, Menschen und Götter“ von Ferdinand Ossendowski (1921/1924), mit mongolischen Erzählungen vertraut, die über ein geheimnisvolles unterirdisches Reich namens Agarthi und einem Einweihungszentrum, dass der Legende zufolge unterhalb des Himalayas liegt und von einem „König der Welt“ regiert wird, vertraut.

Die Thesen des Buddhisten Magre, die Katharer und überhaupt alle europäischen Ketzer seien getarnte Anhängern der Buddhalehre, haben in Rahns Büchern deutliche Spuren hinterlassen. Diese Auffassung wird jedoch von Historikern nicht geteilt, da sie auch sehr toleranter Kritik nicht standhalte. Ossendowskis Adepten, beispielsweise René Guénon, brachten den Agharta-Mythos mit der Gralslegende in Verbindung und konstruierten eine chiliastische Vorstellung, in der der „König der Welt“ die guten gegen die bösen Menschen in den Kampf führen wird.
(Über Ossendowski Erlebnisse in Sibirien informiert Wikipedia ebenfalls.) Weiter erfahren wir auf Wikipedia unter "Varia":
Der Thrillerautor Philip Kerr stellt in Im Sog der dunklen Mächte, dem zweiten Teil seiner Berlin-Trilogie, einen Mordfall in Form eines Ritualmords an jungen arischen Mädchen dar. Die Täter sind eine Gruppe von meist homosexuellen SS-Männern, unter anderem Rahn und Wiligut.
Todesanzeige für Otto Rahn
Otto Rahn schrieb "Der Kreuzzug gegen den Gral" und 1937 "Luzifers Hofgesind" (Wegener, S. 63):
Otto Rahn identifizierte die Katharer als Jünger Luzifers. Der Völkische Beobachter schrieb im April 1937 in einer Besprechung von Rahns neuem Buch (...): "'Unter Luzifers Hofgesind', schreib wörtlich Otto Rahn, 'verstehe ich diejenigen, die nicht eines Mittlers bedurften, um zu ihrem Gott zu kommen oder mit ihm Zwiesparche halten zu können, die vielmehr ihren Gott aus eigener Kraft suchten und nur deshalb, das ist mein Glauben, von ihm erhört wurden. ... Unter Luzifers Hofgesind verstehe ich diejenigen, die sich nicht in den Himmel erwinseln, sondern herzhaft in ihn Einlass heischen, weil sie ihr Menschenmöglichstes getan, um einer Vergottung würdig zu sein!' Viele mögen erschrecken vor dem Titel 'Luzifers Hofgesind', da auch der schönste und tiefste Wortsinn, nämlich Lichtträger, durch tausendfältige Umkehrung zu einem Höllenspuk gemacht werden kann. Aber Otto Rahn scheut sich nicht, dem Worte seinen Sinn zu lassen ..." Das Buch war ursprünglich als Arbeit über Konrad von Marburg, den berühmten Ketzerjäger, gedacht.
Himmler bestellte 100 Bände, zehn davon in Schweinsleder, zehn weitere Luxusbände waren in Pergament gebunden. Er schenkte Hitler zum Geburtstag ein Exemplar. (...)

Im Januar 1938 versandte Otto Rahn im Auftrag Himmlers einen Artikel aus der Zeitschrift "Volk im Werden" vom November des Vorjahres. In dem Artikel mit dem Titel "Verbannte Götter" heißt es: "In der Kirchenbibliothek St. Nikolai zu Greifswald befindet sich eine Handschrift aus der Zeit um 1400, die das 'Handbuch eines Inquisitors' darstellt und in ungeregelter Folge allerhand Sachen aus dem Bereich der päpstlichen Inquisition bringt. In dieser Handschrift findet sich folgendes Glaubensbekenntnis der 'Luciferiner': 'Herr, mein Schöpfer, mein Herr, mein Gott. Ich glaube an dich. Ich glaube, dass der neugeborene Gott von seiner Mutter ward geboren, wie ein andrer Sohn von seiner Mutter geboren wird. Ich glaube, dass er dich verstieß durch seinen Frevel, wie noch mancher Gerechte von seinem Gut und Erbe freventlich wird verstoßen. Ich glaube, dass du noch sollst kommen an dieselbe Stätte, da der neugeborene Gott kommen soll an diese Stätte, da du nun, Herr Lucifer, bist. Ich glaube, daß alle die, die in dem Himmel nun sind, sollen verstoßen werden mit dem neugeborenen Gott. Ich glaube, daß ich und alle, die dir, Herr Lucifer, gefällig sind, mit dir kommen sollen auf den obersten Thron, und wennich das glaube, Herr Lucifer, so hilf mir zu dir.'"
Einem Freund soll Rahn gesagt haben (Wegener, S. 64):
Ich bin bei Rosenberg und soll an der deutschen Religion mitarbeiten.
Das klingt also ganz nach jener Art von Tätigkeit, mit der auch Friedrich Hielscher in jener Zeit in SS-nahen Kreisen befasst gewesen ist. Es sollte also doch womöglich einmal überprüft werden, ob Philip Kerr "anthroposophische Geschichtsschreibung" auf der Linie von Trevor Ravenscroft getrieben hat oder ob er einfach nur wilde Phantasien veröffentlicht hat, die zu unplausibel und wild klingen, um konkreteren Wirklichkeitsbezug aufweisen zu können.

(Erster Entwurf: 14.11.2013)

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