Donnerstag, 31. Oktober 2013

Beethoven - 5. Sinfonie


Ludwig van Beethoven - 5. Sinfonie (1808) - dirigiert von Herbert von Karajan - 1. - 4. Satz (1962).

Einige Einzelaufnahmen (z.T. mit Film, z.T. unvollständig): 1. Satz (Allegro con brio), 2. Satz (b) (Andante con moto), 3. Satz (Allegro), 4. Satz (b, c, d) (Allegro).

"... Ich würde ihn besiegen!"

Musik spricht für sich. Hier nur noch einige historische Randbemerkungen. Nach Meinung des Musikwissenschaftlers Harry Goldschmidt (siehe Wikipedia) war Beethovens  5. Sinfonie ein "eminent antinapoleonisches Werk". Soll doch Ludwig van Beethoven ausgerufen haben, als er von der Niederlage der Preußen in der Schlacht von Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 gegen Napoleon hörte. „Schade, daß ich die Kriegskunst nicht so verstehe wie die Tonkunst, ich würde ihn doch besiegen!“

Es war dies eben zu der Zeit als Beethoven an seiner fünften Sinfonie arbeitete. Er arbeitete an mehreren Sinfonien gleichzeitig zu jener Zeit. Vollendet wurde die fünfte Sinfonie in Wien im Jahr 1807 und im Frühjahr 1808. Und natürlich ist sie weitaus mehr als nur ein "antinapoleonisches Werk". Schließlich ist sie weitaus zeitloser, als ein Napoleon je sein könnte. Aber auch sie, auch die fünfte Sinfonie kann natürlichals ein solches Werk gehört werden. Wobei dann Beethoven der Feldherr wäre, der Napoleon - dennoch - besiegt. Aber in ihr wird wohl mehr besiegt, als nur ein Herrscher, der die Freiheitsideale der Völker verraten hatten.

Doch wird es passend sein, sich diese Sinfonie einmal wieder anzuhören, jetzt, anläßlich der diesjährigen Feierlichkeiten zur 200-Jahrfeier der Völkerschlacht von Leipzig. In dieser wurde ja Napoleon schließlich "doch besiegt". Der preußische General Gneisenau war der erste, der als Sieger in die Stadt Leipzig einzog. Aber hat man von ihm etwas gehört in diesem Jahr? Herrschte nicht einmal erneut allgemeine Beweihräucherung Napoleons vor, sowie allgemeine Beweihräucherung aller Freimaurer-Fürsten überhaupt, damals wie heute, sowie des 1913 eingeweihten, kriegsverherrlichenden Leipziger Freimaurerdenkmals? Das sogar unbedingt auf einer aktuellen Briefmarke der Deutschen Bundespost abgebildet werden mußte? "Ich würde ihn doch besiegen." Die Kultur ist viel mächtiger, als alle Feldherren dieser Erde. Und auch als aller freimaurerischer Okkultwahn.

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