Donnerstag, 21. März 2013

Ein Schulfilm von Guido Grandt über Konzentrationslager

Der investigative Journalist Guido Grandt hat gestern abend in Berlin einen neu von ihm produzierten Film vorgestellt: "Hinter dem Dorf die Hölle - Die vergessenen Konzentrationslager auf der schwäbischen Alb" (siehe auch seinen diesbezüglichen Blogbeitrag).

Abb. 1: Filmvorführun gestern Abend in Berlin am Südrand des Tiergartens
3.500 Menschen aus allen Teilen Europas starben 1944 und 1945 in Dörfern an der Bahnlinie südlich von Tübingen an Unterernährung, Überanstrengung, Quälereien, durch Erschießungen in von der SS unterhaltenen Konzentrationslagern. Diese Menschen arbeiteten im Ölschiefer-Abbau zur Gewinnung von Treibstoff, der zur Deckung des immensen Treibstoff-Bedarfes für die Kriegsführung - auch oder gerade in der Endphase des Zweiten Weltkrieges - hatte beitragen sollen.

Abb. 2: Anschließende Diskussion mit Guido Grandt (ganz links) und Gedenkstätten-Betreibern
Guido Grandt, dessen Zugang zum Thema zunächst einfaches heimatkundliches Interesse war, hat dazu aus eigenem Antrieb heraus einen sogenannten "Low-Budget-Film" produziert, der insbesondere als Schulfilm gedacht ist und als solcher auch von der Landesregierung Baden-Württemberg genehmigt worden ist.

Grandt sagt, daß er längst nicht alles vorhandene Material und alle Fragestellungen in den 42 Filmminuten hatte aufarbeiten können und daß er gerne noch einen zweiten Teil produzieren würde. Offene Fragen sind zum Beispiel, ob die Unterernährung in den Konzentrationslagern vor allem eine Folge der damaligen Ernährungslage in Deutschland war, die sich infolge der Mißachtung des Lebens von KZ-Häftlingen auf diese nur in besonders scharfer Weise ausgewirkt hat. Und so wurden in der Diskussion noch viele weitere offene Fragen angesprochen.

Guido Grandt wies abschließend auch darauf hin, daß man viele nationalsozialistische Täter auf unteren Hierarchieebenen nach 1945 verurteilt hätte. So auch die Lagerleiter und Teile der Wachmannschaften dieser Konzentrationslager durch die französische Besatzungsmacht in den Rastatter Prozessen. Daß aber gerade viele Persönlichkeiten in führenden Positionen ihre Mitverantwortung verschwiegen und nach 1945 in der Politik weiter Karriere gemacht haben. Ein weiteres, noch zu wenig ins Bewußtsein der Öffentlichkeit gedrungenes Thema, das wir ja hier auf dem Blog schon ausführlich behandelt haben.

Dienstag, 12. März 2013

Gelebter Satanismus - ein Blick in die Sonntagszeitung

Man schlägt eine beliebige Wochenzeitung auf - sagen wir die "Welt am Sonntag" von vorgestern - und wird sofort geflutet mit einer ganzen Fülle von "neuen" - - - "Einsichten" über das "Funktionieren" unserer Welt und Deutschlands, von "Einsichten", an denen einem eigentlich nichts gelegen war, und an die man sich nach und nach mehr und mehr - - - gewöhnt. Wirklich, gewöhnt?

Erinnerungen an ein Kinderbordell in Leipzig 1992

Eine 16-Jährige wurde 1992 in Leipzig in einem Kinderbordell zur Prostitution gezwungen. Als es zu einem Prozeß kommt, sitzt ihr einer ihrer Freier als - - - Richter gegenüber. So etwas hat sich noch nicht einmal Franz Kaffka ausgedacht. Jetzt hat sie ein Buch darüber geschrieben: "Die Zeit des Schweigens ist vorbei". Ihre persönlichen Probleme sind noch lange nicht vorbei. Und die Probleme Deutschlands mit dem Sachsensumpf und mit sexueller Gewalt an Minder- und Volljährigen ebensowenig. Auch in diesem Fall ist eines der Hauptprobleme die lächerliche Verjährung der Straftaten.

--> Vowinkel, Heike: "Wer hätte mir denn geglaubt?" - Kinderbordell im Sachsensumpf. Welt am Sonntag, 10.3.2013, S. 12.

Das Leben von deutschen Vertriebenen - dem polnischen Geheimdienst war es nichts wert (1985)

Abb.: Danzig (Marienkirche) - Aus Staatsräson gemordet 1985?
Schon seit den frühen 1920 Jahren benutzen kommunistischen Geheimdienste die Lebensdaten von Waisenkinder dazu, um "Legenden" für Geheimagenten stricken zu können. Dabei gingen sie rücksichtslos und sprichwörtlich über Leichen. Dies tat auch der polnische Geheimdienst, insbesondere mit deutschen Waisenkindern, die während der Vertreibung 1945 ihre Eltern verloren haben und über Jahre und Jahrzehnte nicht wiederfinden konnten.

Ein polnischer Geheimagent gab sich gegenüber der Mutter eines östlich der Oder verbliebenen Waisenkindes zwei Jahrzehnte später in Bremen als ihr Sohn aus konnte sich auf diese Weise unter führende SPD-Parteikreise der Hansestadt mischen und an der, ähem! ... "Verbesserung" der "deutsch-polnischen Beziehungen" arbeiten. Die vermeintliche Mutter dieses Geheimagenten starb am Tag des ersten Wiederbegegnens mit diesem vermeintlichen Sohn an Herzinfarkt. Als Jahre später der in Danzig lebende echte Sohn über in Pommern reisende Vertriebene Kontakt zu seinen Verwandten in Westdeutschland herstellt und der polnische Geheimdienst plötzlich damit rechnen muß, daß der ganze Fall auffliegt, stirbt er ganz plötzlich und überraschend in jungen Jahren an - Herzinfarkt. 1985. Seine Tochter kämpft noch heute um die Anerkennung dieses kommunistischen Verbrechens. Wie der eben behandelte Sachsensumpf wird auch dieses Verbrechen nicht nur von polnischen, sondern auch von deutschen Stellen bis heute ... vertuscht.

--> Romaniec, Rosalia: Der Mann, den es zweimal gab. Titelthema. Welt am Sonntag, 10.3.2013, S. 15 - 19 (mit Bildern).

Zwei Artikel in der "Welt am Sonntag" am gleichen Tag. Doch es geht weiter.

Hitchcock, der Frauenhasser (1963)

Das "Genie" Alfred Hitchcock hatte - wie das "Genie" Roman Polański ("Rosemarie's Baby") - ein schwer geschädigtes Verhältnis zu Frauen. Sexismus? Ähm, ähm, ähm. Nunja. Es wird insbesondere hingewiesen auf die
Erinnerungen von Tippi Hedren, der Hauptdarstellerin in dem Film, den Hitchcock nach "Psycho" drehte. Glaubt man Hedren, dann wollte Hitchcock 1963 während der Dreharbeiten zu "Die Vögel" mit ihr schlafen. Die Mittel, deren er sich bedient haben soll, waren Nötigung, Erpressung, Psychoterror und Stalking.
Hedren willigte trotzdem nicht ein. Der "New York Times" sagte sie kürzlich: "Er war ein Frauenhasser. (...)"  Als Hedren sich auch bei "Marnie" weigerte, ihm zu Willen zu sein, droht er, ihre gerade beginnende Karriere zu ruinieren. Hedren erinnert sich: "Und genau das tat er. Er wollte mich nicht aus meinem Vertrag herauslassen. Ich wäre ein wirklich großer Star geworden, wenn er meine Laufbahn nicht beendet hätte. Es gab so viele Leute, die mich für ihre Filme wollten. Alles, was er sagte, war: 'Sie steht nicht zur Verfügung.' Er war ein böser, böser Mann."
Weiter:
Auch die Ehe mit Alma sieht Tippi Hedren keineswegs in dem milden Licht, das der Film "Hitchcock" auf sie wirft. Für sie war Alma im besten Falle ein höriges Opfer ihres Gatten, schlimmstenfalls seine Komplizin. Einmal sei Alma während der Dreharbeiten zu "Marnie" gekommen und habe sie trösten wollen: "Es tut mir leid, dass Sie das alles durchmachen müssen." Daraufhin habe Hedren sie befremdet angesehen: "Alma, Sie könnten das stoppen." Frau Hitchcock bekam glasige Augen, drehte sich um und ging.
--> Heine, Matthias: Wer ist hier der Psycho? Geheimnisse eines Serienmordverstehers: Der Film "Hitchcock" erkundet die begierden des Meisterregisseurs. Welt am Sonntag, 10.3.2013, S. 47f

Warum vermutet man gerade angesichts des zuletzt geschilderten Vorgangs mehr dahinter, als hier geschildert wird? Sind nicht auch in Familien, in denen ritueller Satanismus praktiziert wird, die Eheleute allzu oft "Komplizen"? Cathy O'Brien schildert ähnliches etwa über das Ehepaar Clinton. Und über andere Ehepaare in amerikanischen Präsidentenkreisen. Ähnlich in "Vater unser in der Hölle". Warum ähneln sich all diese Fälle und Verbrechen in den politischen und kulturellen Eliten der westlichen Welt immer wieder so sehr? 

Und: Was für tolle "Genies"!

Drei Artikel an einem Tag. In einer ansonsten doch ständig nur die Interessen dieser Eliten vertretenden, anpreisenden und verharmlosenden Zeitung.

Samstag, 23. Februar 2013

Neuerscheinung vom Blogautor


Eineinhalb Jahre ist es her, daß wir hier auf dem Blog angekündigt hatten:
In Vorbereitung ... Ein Dokumentationsband wenig bekannter zeitgenössischer Stellungnahmen zu Satanismus und Geheimpolitik der 1930er Jahre.
Und zwar in dem Blogartikel: "Zwei bedeutende Satanismus- und Okkultismus-Kritiker der 1930er Jahre". Damit waren angesprochen die völkischen Hintergrundpolitik-Kritiker Erich und Mathilde Ludendorff, sowie ihre Mitarbeiter.

Abb.1: Erscheinungsdatum: 23. Februar 2013
Damals, im Juli 2011, bestand noch die Erwartung, daß bei dieser Arbeit nur ein Band herauskommen würde. Doch es sind viel mehr geworden. Fast 900 Seiten. Drei Bände. Amen! Und bei genügender Ausdauer könnten noch zwei oder drei Bände hinzugefügt werden. Denn für diese ist ebenfalls schon viel Material zusammengestellt worden. (Etwa zu der Thematik: "Wie wurde Erich Ludendorff Geheimpolitik-Kritiker?" - Wobei zum Beispiel - neben anderem - seine Erfahrungen als Reichstagsabgeordneter zu behandeln sind.)

Außerdem haben ja auch diverse mehrteilige Blogartikel und Themenreihen hier auf dem Blog einen solchen Umfang erreicht, daß daraus leicht neue Bücher zusammengestellt werden könnten (wenn Zeit dafür vorhanden wäre). 

Vor allem der Blogartikel "Die Schicksalsgläubigkeit des Adolf Hitler" würde eine solche Buchform verdienen. Aber auch vieles andere. Und dabei wird wieder einmal deutlich, daß die traditionelle Arbeitsteilung zwischen Autoren und Verlegern eine sinnvolle gewesen ist. Auch noch trotz der vielen Erleichterungen durch die Books on Demand- und die womöglich noch tolleren Blog-to-Print-Techniken. Korrekturlesen ist ja dennoch notwendig. Und was für eine Heidenarbeit ist allein das. Ich kann diese Dinge deshalb nicht alle selbst verlegen und bin froh, sie zunächst einmal nur schon öffentlich zugänglich gemacht zu haben auf meinen Blogs.

Studienreihe begründet

Jedenfalls sind das einige der Gründe, weshalb schon einmal vorsorglich gleich eine ganze Studienreihe begründet worden ist. Mit dem bewußt und gewollt hochtrabenden Titel:

"Quellen und Forschungen
zur Geschichte des naturalistischen Denkens 
und der Hintergrundpolitik-Kritik 
im 20. Jahrhundert"

Was für ein saftiges Thema! Wohin man tritt, betritt man Neuland. Wohin man kommt, wird es brisant, aktuell und zukunftsweisend. 

Von dieser Studienreihe jedenfalls ist - am heutigen 23. Februar des Jahres 2013 - das Erscheinen der ersten drei Bände bekannt zu geben. Hosianna sei gesungen - - - Amen, Amen, Amen! Letztlich liegt es daran, daß man einfach irgendwann genug hat, noch weiter herumzukorrigieren. Also es sind erschienen die Bände 1.1 bis 1.3 der genannten Studienreihe. Auch der Titel ist zwischenzeitlich noch einmal geändert worden. Er lautet nun:

Erich Ludendorff, Mathilde Ludendorff und Mitarbeiter

Satanistische Okkultlogen in der Weltpolitik

Völkische Hintergrundpolitik-Kritik der Jahre 1927 bis 1972

Zusammengestellt und erläutert von Ingo Bading

Fast 900 Seiten können derzeit für sagenhaft günstige 27 Euro bestellt werden (zuzüglich Portokosten). Ist das kein Angebot? Das ist fast der Selbstkostenpreis bei wohl einem der günstigsten Books-on-Deman-Hersteller, nämlich bei Lulu in Großbritannien. (Ich wechsle sofort zu einem deutschen Anbieter, wenn sein Angebot ähnlich günstig sein sollte.)

Bei größerer Nachfrage - ähm - wird der Preis natürlich erhöht. :-)

- Nun, alles weitere ist jedenfalls hier zu erfahren:


Wie immer gilt, daß ernsthafte Rückmeldungen jeder Art - korrigierend, ergänzend, kritisierend, hell begeistert oder zu Tode betrübt - jederzeit willkommen sind. Zum Beispiel in den Kommentaren zu diesem Blogartikel oder in privaten Zuschriften.

Beliebte Posts (*darunter finden sich leider selten neuere Beiträge*)

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