Donnerstag, 8. März 2018

Ein wenig Kunst

Heute: Bilder des norwegischen Malers Edvard Much

Die Bilder des norwegischen Malers Edvard Munch (1863-1944) (Wiki) und das Lebensgefühl, das sie zum Ausdruck bringen, gehören schon lange zum Grundkanon - sozusagen - des abendländischen Kulturbewußtseins. Aber auch für sie gilt, was für alle Kunst und Kultur gilt, und was Goethe in die Worte gefaßt hatte:
"Was du ererbt von deinen Vätern (und Müttern) - erwirb es, um es zu besitzen."
Damit soll gesagt sein: Kultur, die nicht von jeder Generation neu mit- und nacherlebt wird und über dieses Nacherleben zum eigenen Besitz gemacht wird, ist tot.

Edvard Munch - Am Sterbebett

Edvard Munchs eigene Mutter starb, als er selbst gerade einmal sechs Jahre alt war. 


Edvard Munch - Trost

Edvard Munch hatte noch fünf Geschwister, von denen die meisten - wie Edvard - von Kindheit an immer wieder unter schwerer Depression litten.


Edvard Munch - Tod des Bohemiens (1915/17)

Kulturell war sein keineswegs wohlhabendes Elternhaus anregend, vor allem aber sind es Eindrücke von Krankheit, Tod und Trauer, zu denen Munch in seiner Kunst immer und immer wieder zurück kehrt. Auch zur gefühlsmäßigen Zerrissenheit in den Beziehungen zwischen den Geschlechtern.


Edvard Munch - Die tote Mutter und das Kind (1901)

Natürlich hat es vor allem etwas mit dem Zeitbewußtsein zu tun, wenn Edvard Munch einerseits gerade diese Erfahrungen zum künstlerischen Ausdruck drängen und wenn es andererseits ein Publikum gibt, das dem Ausdruck dieser Erfahrungen große Aufgeschlossenheit entgegen bringt - und auch bringen kann, weil es dafür noch genügend seelische Widerstandskraft und Stärke gibt.


Edvard Munch - Vorfrühling in Åsgårdstrand (1905) 

Es ist ja klar, daß eine Gesellschaft, in der "Dressur durch Verwöhnung" vorherrschend ist, solche Kunst heute nur noch auf wenig volle Aufgeschlossenheit und innere Anteilnahme stoßen kann.



Edvard Munch - Kniender weiblicher Akt

Schon sein erstes bedeutendes Gemälde war 1885/86 das berühmte Gemälde "Das kranke Kind".


Edvard Munch - Tot des Marat (1907)

In dem Gemälde "Tod des Marat" ist es vor allem die Figur der Frau, der das Interesse des Künstlers gilt, ihre Erfahrung, ihr Erleben.


Edvard Munch - Am Sterbebett (1915)

Wieder und wieder kam Edvard Munch in neuen Varianten und Versionen auf ähnliche Themen zurück.


Edvard Munch - Melancholie 


Es ist die tiefe Wahrhaftigkeit, die einen aus den Gemälden von Edvard Munch anspricht. Und sie ist den Menschen heute notwendiger den je.

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