Samstag, 11. Juni 2016

Muhammad Ali über rassegemischte Ehen

Wer kennt die Tierart Liger?

Der Boxer Muhammad Ali äußert sich hier im Fernsehen über rassegemischte Ehen. Mir gefällt, was er sagt (Yt).

Das, was er sagt, nämlich daß Menschen dazu neigen, mit genetisch näher Verwandten unterbewußt und bewußt besser zu kooperieren als mit genetisch entfernter Verwandten, ist durch verhaltensbiologische Experimente vielfältig bestätigt. Richard Dawkins spricht darüber auch sehr schön in dem Kapitel "A Grasshoppers Tale" seines wunderschönen Buches "The Ancestors Tale" aus dem Jahr 2004.

In seinem Leben hatte Muhammad Ali mehrere Frauen. Soweit übersehbar, scheint er sich bei der Wahl derselben an das gehalten zu haben, was er hier sagt. Wenn man ihm grundsätzlich zustimmt bei dem, was er sagt, heißt das aber noch nicht, daß man der Meinung ist, daß rassegemischte Menschen mehr oder weniger wert sind als andere Menschen. Eine solche Meinung wird - wenigstens heute - bestenfalls von Extremisten geäußert.

Aber selbst eine so völkische deutsche Evolutionäre Psychologin wie Mathilde Ludendorff (1877-1966) beschreibt in ihren Lebenserinnerungen ihre Freundschaft mit dem jungen, begabten Schriftsteller Otto Braun (1897-1918) (Wiki) als erfüllt von tiefem Respekt ihm gegenüber. Dieser war ein im Ersten Weltkrieg als junger Mensch gefallener Sohn der deutschen Frauenrechtlerin Lily Braun (Wiki) und ihres jüdischen Ehemannes Heinrich Braun (Wiki). Mathilde Ludendorff geht auch von der Tatsache aus, daß alle modernen Völker rassegemischte Völker sind und leitet von diesem Umstand die angeborenen und kulturell ausgeprägten und weitergegebenen Begabungsprofile dieser Völker ab. Hinsichtlich des modernen japanischen Volkes nahm sie beispielsweise an, daß es entstanden sei durch (bronzezeitliche) Beimischung von Menschen europäischer Abstammung, eine Vermischung, die sie sogar als positiv bewertete.

Kennt jemand die Tierart "Liger" (Wiki)? Ich kenne ein achtjähriges Mädchen deutscher und südkoreanischer Abstammung, das als Referatsthema in der Schule sich diese Tierart ausgesucht hat, um sie der Klasse vorzustellen. Man versteht, daß das ihre Art ist, sich mit einer solchen gemischten Abstammung auseinander zu setzen. Ich wünsche allen rassegemischten Menschen - wie allen Menschen überhaupt - die Stärke von Löwen und Tigern. Und die Stärke und den Freimut eines Muhammad Ali. Denn diese Stärke und dieser Freimut ist notwendig. Wir müssen uns gegen so viel schreiendes Mißverständnis zwischen Menschen durchsetzen und gegen so viel gegenseitige Herabsetzung ....

Sonntag, 22. Mai 2016

Beseelungswissen (II) - Gerhard Roth - Wie das Gehirn die Seele macht

Hat nur der Mensch Seele - nach Gerhard Roth?

Das schon in einem früheren Beitrag (3/2016) beandelte Buch von Gerhard Roth "Wie das Gehirn die Seele macht" findet erfreulicherweise auch anderenorts manche Aufmerksamkeit. Dabei ist mitunter noch das Mißverständnis festzustellen, daß die von Roth behandelten Inhalte nur dem Menschen Seele zusprechen. Das ist natürlich nicht so, auch wenn Roth in seinem Buch keine ausgesprochene Tier- oder gar Pflanzenpsychologie betreibt. Ich schrieb diesbezüglich an einen Leser dieses Buches:

Ich habe das Gefühl, daß Du Gerhard Roth ein bisschen Unrecht tust, wenn Du sagst, Roth würde sagen, Seele würde NUR durch Gehirn, Nervenzellen hervorgebracht werden. Das ist zunächst nahe liegend, da er ja Hirnforscher ist und von der menschlichen Seele spricht. (...) Vor allem ist auch auf den mündlichen (Video-)Vortrag von Roth zum gleichen Thema zu verweisen, wo er manches vielleicht ein bisschen deutlicher und prägnanter sagt als im Buch. 

Es ist ja so erfreulich und hervorzuheben, daß Roth - gerade auch im Video-Vortrag - so oft von Seele im Sinne der von Dir zitierten Brockhaus-Definition spricht. So daß ich das Gefühl habe, daß man ihm schon von daher unterstellen darf, daß er die Frage nach der Seele von Lebewesen ohne Nervenzellen durchaus mit bedacht hat und mit bedenkt (wenn das auch nicht der Schwerpunkt dieses Buches und Vortrages ist - vielleicht ist das auch anderswo behandelt).

Ich bringe aber auch ein Zitat von Seite 370 des Buches, wo mir scheint, daß doch recht deutlich wird, daß Roth diese Sichtweise in seinem Buch insgesamt mit behandelt. Dort schreibt er:

"In diesem Buch haben wir mit 'Seele' die Gesamtheit der Vorgänge bezeichnet, die sich in unserem bewußten, vorbewußt-intuitiven und unbewußten Fühlen, Denken und Wollen ausdrücken. Hierfür gibt es im Deutschen kein besseres Wort, auch wenn 'Geist' und 'Psyche' wesentliche Teile davon abdecken."

Hier klingt doch auch eine Antwort auf diese Frage mit, insofern er ja von "vorbewußt-intuitivem und unbewußtem Fühlen, Denken und Wollen" spricht. Ein unbewußtes Wollen hat ja auch eine Pflanze oder ein Mehrzeller ohne Nervenzellen. Aber wenn man auch sonst das Buch genauer durchgeht, wird ja klar, welche immense Rolle nicht nur Nervenzellen für das (menschliche) Seelenleben haben, sondern eben auch Hormone, Streßhormone, Glückshormone, Bindungshormone und so weiter. Und zwar sowohl Produktionsorte wie auch Rezeptionsorte (Zahl der Rezeptoren im so wesentlichen "Belohnungszentrum" des Gehirns zum Beispiel). Und HORMONE haben ja auch Pflanzen (Phytohormone). Und es gibt gewiß mancherlei auch aktuellere Literatur, die aus dieser Sicht der Pflanzenwelt ebenfalls Seele zuspricht.

Das sollte sicher noch einmal überprüft werden. In diesem Bereich ist in der Naturwissenschaft allerdings weiterhin der Seelenbegriff sicher noch eine Minderheitenmeinung. Ich glaube aber, daß das Buch von Gerhard Roth mittelfristig auch in DIESE Richtung Schritt für Schritt Wirkung zeigen wird. Und zwar um so mehr, um so mehr auch das religiöse Erleben und das Erleben des Wahren, Guten und Schönen (siehe Manfred Spitzer) Thema der Hirnforschung wird.

Abb. 1: Zeichnung des hessischen Grafikers Otto Ubbelohde

Diesen Worten möchte ich hier noch hinzufügen: Wenn man das Buch von Gerhard Roth verstehen will, sollte man sich zunächst schon im Vorfeld klar machen, über welche Schritte die Evolution eigentlich das Seelische evoluiert haben kann. Wie kommt ein beliebiges, sich von seiner Umwelt abschließendes und gegenüber einer Umwelt seine eigene Identität behauptendes Einzelwesen überhaupt dazu, ein Einheitsgefühl mit seiner Umwelt, mit der Welt überhaupt zu entwickeln? Sollte ein solches Einzelwesen nicht in großer Gefahr stehen, für immer und dauerhaft ein Leben isoliert für sich zu leben? Genau das ist ja in der Evolution nicht geschehen.

Die Umwelt-Beziehungen der Einzelwesen wurden ja mit jedem Evolutionsschritt komplexer und komplexer. Und zwar nicht nur über Nahrungsaufnahme, Verdauung und Ausscheidung, nicht nur über Einatmen und Ausatmen, sondern auch durch Sinnesrezeptoren, die dem Einzelwesen Auskunft über die Außenwelt geben, über Nervenzentren, die diese Auskünfte verarbeiten und möglichst sinnvolle Handlungsantworten erarbeiten, wobei sie kontrolliert und gesteuert werden von Verhaltenshormonen, die die Verrechnungsprozesse mit Gefühlen begleiten, verstärken oder abschwächen, mit Gefühlen der Lust, der Unlust, mit dem Aufbau von Erwartungen, mit dem Gefühl von Befriedigung und Bestätigung, wenn die Erwartungen erfüllt werden, mit dem Gefühl von Enttäuschung und Unlust, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden. Was dann wieder in von Roth beschriebenen Rückkopplungen Lernprozesse in den Nervenzentren auslösen kann. 

Diese Verhaltenshormone bewirken aber noch mehr. Sie lassen das Einzelwesen insbesondere gegenüber Artgenossen, Paarungspartnern und Nachkommen Empathie und Einfühlsamkeit erleben, Mitleid und Mitfreude. Die US-amerikanische Primatologin Barbara King vertritt die These, dass diese Empathie und das damit einhergehende Gefühl der Zugehörigkeit zu den Eltern, zur Verwandtschaft oder zur sozialen Gruppe eine der stärksten Wurzeln war und ist für jenes seelische Erleben der Einheit des Einzelwesens mit seiner Umwelt, das der Mensch, der zur Sprache gefunden hat und bewusst über solche Dinge nachdenken kann, seit Jahrtausenden religiöses Erleben genannt hat.

Wenn wir aber nun von Gerhard Roth erfahren, daß und wie Oxytocin, Vasopressin, Serotonin, Dopamin, Cortisol und andere Verhaltens-, Vertrauens-, Misstrauens-, Glücks-, Bindungs-, Streß- und so weiter -hormone und ihre jeweiligen Rezeptoren in den Nervenzellen des Gehirns zusammenwirken, um das zustande zu bringen, was Gerhard Roth und mit ihm die moderne Hirnforschung das Seelische nennt, dann wissen wir damit auch, daß das so definierte Seelische nicht etwas ist, was sich auf den Menschen beschränkt.

Das geht ja schon daraus hervor, daß wesentlichste Erkenntnisse über alle hier vorliegenden Zusammenhänge an Tieren erforscht werden und auch werden können. Denn Tiere, insbesondere Säugetiere, zeigen alle grundlegenden, von Roth beschriebenen Zusammenhänge insbesondere des limibischen Systems -nach Roth der Sitz des Seelischen - beim Menschen auch schon. 

Ihnen fehlt nur das Bewußtsein und die Sprache, um sich mit uns über solches Erleben austauschen zu können. Also auch das Gehirn von Tieren macht natürlich Seele. 

Sonntag, 15. Mai 2016

Die Soziobiologie war noch nie ein "zahnloses" Konzept

Im September 2011 hatten wir im Rahmen des sogenannten "Bloggewitters" "Deutungshoheit der Biowissenschaften" (Übersicht siehe --> hier) einen Gastbeitrag auf dem damaligen Blog "Mind at Work" von Elmar Diederichs veröffentlicht ( ursprünglicher Link auf den Scilogs ). Dieser Gastbeitrag ist ebenso wenig wie der ganze Blog von Elmar Diederichs noch im Internet zugänglich (siehe auch GA-j! 2011) (festgestellt am 15. Mai 2016). Deshalb wird unser Beitrag hier auf dem Blog so veröffentlicht, wie er auch schon 2011 zur Sicherheit hier abgespeichert worden war. - Damals wie heute Dank an Elmar Diederichs, dessen öffentlich ausgesprochene Einladung, Gastbeiträge auf seinem Blog "Mind at Work" zu veröffentlichen, wir damals angenommen hatten.

Was für ein Thema - die "Deutungshoheit der Biowissenschaften". Im Umfeld der Soziobiologie (heute: Evolutionäre Anthropologie und Evolutionäre Psychologie) schon seit Jahrzehnten diskutiert. Inzwischen können ja harmlose Lippenbekenntnisse zum Grundkonzept der Soziobiologie und zur evolutionären Bedingtheit des Menschen geäußert werden, ohne daß besonders viele Leute einmal genauer nachfragen würden, ob diese Lippenbekenntnisse eigentlich noch etwas zu tun haben mit dem revolutionären Wandel im Menschenbild, mit dem die Soziobiologie einst, in den frühen 1970er Jahren einmal angetreten war. 

Die wissenschaftliche Akzeptanz dieser einstigen Außenseiter-Disziplin stieg in dem Umfang, in dem sich die Regenbogenpresse eines Teils ihrer Themen annahm. Zum Beispiel unter Stichworten wie "Das egoistische Gen" oder anhand aller Fragen rund um das Thema "sexuelle Selektion". Egoismus und Sex gehen ja immer in der Regenbogenpresse. Dieser Umstand wirkt sich heute auch auf manche innerwissenschaftlichen Diskussionsbeiträge und Lippenbekenntnisse  aus.

Die Soziobiologie - einst angetreten als ein revolutionäres Konzept

Im Gegensatz dazu forschen und publizieren im vollen Bewußtsein der Tragweite der "Deutungshoheit der Biowissenschaften" Koryphäen wie Edward O. Wilson, Richard Dawkins und all ihre mit ihnen sympathisierenden Kollegen schon seit Jahrzehnten. Ebenso auch die innerwissenschaftlichen Gegner dieser als "Hardliner" empfundenen Biologen, etwa Richard Lewontin, Stephen Jay Gould und viele andere auf ihrer Linie. In den Reihen dieser Gegner ist es in den letzten Jahren merklich stiller geworden. "Lewontin's Fehlschluß", ein Fehlschluß dahingehend, daß das Konzept "Rasse" für die menschliche Biologie und Psychologie keine Bedeutung habe, weil die genetischen Unterschiede zwischen Rassen dafür zu gering wären, ist in der Wissenschaft unwidersprochen als ein eben solcher Fehlschluß benannt worden. Und dabei ist der Sache nach auch festgestellt worden, daß es sich um einen - auf den Kopf gestellten naturalistischen Fehlschluß - handelte. Wenige aber nur wagen, sich selbst und anderen die revolutionären Implikationen zu verdeutlichen, die mit der Widerlegung von "Lewontin's Fehlschluß" einhergehen für unser Weltbild und für die "Deutungshoheit der Biowissenschaften".

Das zentrale Paradigma, das die "Deutungshoheit der Biowissenschaften" seit einigen Jahrzehnten mit sich bringt, ist, daß der Mensch von den Biowissenschaften immer deutlicher als Gruppenwesen, als "zoon politikon" erkannt wird. Der Paradigmenwechsel vom "Mensch als Werkzeugmacher" zum "Menschen als soziales Wesen" vollzog sich schon vor Jahrzehnten. Derzeit vollzieht sich der Paradigmenwechsel zum "Mensch als Gruppenwesen". Die Schlußfolgerungen dieses Paradigmenwechsels hinsichtlich einer Deutungshoheit der Biowissenschaften sind aber bislang nur spärlich und zögerlich gezogen worden.

Steven Pinker: Genetisch mitbeeinflußte Begabungen können unterschiedlich auf Rassen und Völker verteilt sein

Der britische Evolutionäre Anthropologe Robin Dunbar wies nach, daß Gehirngröße und Gruppengröße über den gesamten Primatenstammbaum hinweg miteinander korrelieren, was nahelegt, daß die Gehirngröße des Menschen und der Umfang der sozialen Beziehungen, die er bewältigen kann, miteinander in Zusammenhang stehen bei allen Primaten ("Dunbars Number") (siehe sein wunderschönes Buch "Klatsch und Tratsch"). Jane Goodall zeigte am Beispiel der wildlebenden Schimpansen, wie sich das Gruppenleben unserer engsten Verwandten im Tierreich in "Krieg und Frieden" gestaltet. Andere zeigten anhand der Bonobos wiederum ein ganz anders gestaltetes Gruppenleben auf. Im Anschluß an solche Forschungen formulierten David Sloan Wilson und Kevin MacDonald ihr Konzept von den "gruppenevolutionären Strategien", die implizit oder explizit in menschlicher Kultur, in menschlichen Religionssystemen beschlossen liegen.

In den letzten Jahren bildete sich eine "Evolutionäre Religionswissenschaft" und wies nach, daß diese "gruppenevolutionären Strategien" entweder zu evolutions-stabilen oder zu evolutions-instabilen Demographien der betroffenen Gruppen, Religionsgemeinschaften und Völker führen können - je nach ihrer Ausgestaltung. Der Grundgedanke von Charles Darwin wurde damit auf deutlich erweitertem Wissensstand einmal aufs Neue bestätigt wie er schon im Untertitel seines Hauptwerkes enthalten ist: "On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life".

Was für ein Anspruch hinsichtlich "Deutungshoheit der Biowissenschaften".

Und dann - dann kam die Mondlandung in der modernen Humangenetik. Die vollständige Sequenzierung des menschlichen Genoms und damit die Erkenntnis, daß Gensequenzen für Körpermerkmale, psychische Merkmale und Intelligenzmerkmale weltweit in ihrer Häufigkeit auf die Völker unterschiedlich verteilt sind. Steven Pinker zog schon 2005 die Schlußfolgerung und erklärte, daß genetisch angeborene Begabungen - als Ergebnis der Evolution - unterschiedlich auf Völker und Rassen verteilt sein können. Unzählige Humanwissenschaftler auf der ganzen Welt stimmen ihm zu.

Frank Schirrmacher: Die gespenstische Abgebrühtheit der gesellschaftlichen Eliten macht nur noch sprachlos

Die Debatte ist in vollem Fluß. Der naturwissenschaftlich informierte Historiker und Politiker Thilo Sarrazin nahm sie 2010 auf. Der soziobiologisch informierte Frank Schirrmacher erkannte sofort die eigentlichen Implikationen der Sarrazin-Debatte in Bezug auf die "Deutungshoheit der Biowissenschaften". Und auch Norbert Bolz sprach von "Geschichtszeichen". Deutsche Intelligenzforscher wie Heiner Rindermann und der - von Hirnforscher Gerhard Roth geförderte - Detlef Rost haben in der Öffentlichkeit noch wenig Unterstützung von Seiten der biowissenschaftlich orientierten Fachkollegen erhalten. Auf die Dauer wird sich diese Situation aber nicht halten lassen.

Und dann erst wird in vollem Umfang erkennbar werden, wie implikationsreich die "Deutungshoheit der Biowissenschaften" geworden ist. Sie stellt grundlegende gesellschaftliche Konzepte infrage, wie sie heute von allen großen Parteien des deutschen Bundestages vertreten werden. Weshalb Thilo Sarrazin auch in der Debatte im letzten Jahr von ihnen allen so scharf geschnitten worden ist. Norbert Bolz hatte recht: Die Politiker - aber auch viele Biowissenschaftler - leben heute noch in einer "Parallelgesellschaft" und sind sich der schiefen Ebene gar nicht bewußt, auf der sie sich bewegen. Man darf gespannt sein, wie sich hier die geistigen Auseinandersetzungen künftig weiter gestalten werden.

Was ist dran an den technischen Möglichkeiten, die Bastian Greshake aufzeigt? Wird es künftig parallel zu einem "Guttenplag" noch ganz andere Internetseiten geben, die die Kommunikationsunwilligkeit zahlreicher Biowissenschaftler zu den eigentlich gesellschaftlich brisanten Fragen bezüglich der "Deutungshoheit der Biowissenschaften" aufbrechen werden? Wird es Frank Schirrmacher sein, der mit einem neuen Bestseller seine jüngst geäußerte "Sprachlosigkeit" überwindet, als er über die CDU und ihren Verrat grundlegendster bürgerlicher Werte sagte:

"Der geradezu verantwortungslose Umgang mit dem demographischen Wandel macht in seiner gespenstischen Abgebrühtheit einfach nur noch sprachlos."

Wir leben in aufwühlenden Zeiten.

[Vor allem 
sprachlich 
überarbeitet: 
26.3.2021]

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