Donnerstag, 16. Mai 2013

Britische Satanistenloge und NSU - bestehen Zusammenhänge?

Zu den Angeklagten im aktuellen NSU-Prozeß in München gehört auch der mutmaßliche Bekennervideo-Produzent André Eminger. Auf einem Pressefoto von seiner Festnahme im November 2011 hatte man auf seinem Rücken ein okkultes Symbol erkennen können. - Wir hatten darüber schon berichtet (GA-j):
  • äußerlich ein ("germanischer"?) Sonnen-Strahlenkranz
  • darin ein (jüdischer) Davidstern, allerdings zusammengesetzt aus zwei unterschiedlichen Dreiecken
  • und darin ein satanistischer, auf den Kopf gestellter Fünfstern
Abb.: Festnahme des mutmaßlichen NSU-Unterstützers André Eminger auf einem Dorf in Brandenburg, November 2011
Wer sich einmal einen Eindruck von dem Bekenner-Video verschafft hat, wird keine große Schwierigkeiten haben, dem Produzenten den übelsten satanistischen Zynismus zu unterstellen.

Indem wir heute noch einmal nach Neuerkenntnissen über dieses Symbol recherchieren, werden wir fündig auf einer Seite Politikforen.net. Deren Hintergrund wäre allerdings noch genauer zu recherchieren. Dort jedenfalls stand schon am 17. Dezember 2011 (ohne daß wir dies bis heute mitbekommen hatten), verfaßt von jemandem, der sich "Nereus (Freigeist)" nennt und aus Berlin kommt, als Erläuterung zu diesem Pressefoto (Hervorhebung nicht im Original):
Festgenommener Skinhead („Neonazi“) der „Brigade Ost“, Andre Emminger. Angeblicher Produzent des NSU-Bekennervideos, mit okkulten Symbolen einer britischen Satanistenloge auf dem Rücken.

Englands Erfahrung mit dem Einsatz okkulter Mittel, um politischen Einfuß auszuüben, geht auf das Jahr 1717 zurück mit der Gründung der Großloge von London und ihren geheimen Tochterlogen auf dem Kontinent.
Dann erschien in London der Schwarzmagier Aleister Crowley, der esoterische und okkulte Kreise auf dem Kontinent beeinflußte.
1925 bereiste er Thüringen, wo ein okkultes Zentrum entstand.
Die Konzertveranstaltungen und Kulte der Oi- und „Naziskins“ entsprechen „schwarzer Massenmessen“ nach Crowleys satanistischem Vorbild, einschließlich der blutmagischen Rituale: tätowierte Körperritzungen und schamanenhafte Gewaltverherrlichungen, wie bei wilden britische Kolonialvölkern.
An dieser Stelle sei daran erinnert: Auch die Geschichte der Überlebenden satanistischer Gewalt, die in "Isis - Fürstin der Nacht" geschildert wird, spielt in Thüringen in der DDR-Zeit. Es ist von einer Sekte die Rede, die schon in den 1920er Jahren dort gegründet worden war. (Da diese Sekte einige Charakterzüge aufzeigt, die sie in die Nähe der damaligen Jugendbewegung stellt, möchte man es übrigens nicht für ausgeschlossen halten, daß sich diese Sekte auch im Umfeld des damals bekannten Freimaurers und Verlegers Eugen Diederichs in Jena bewegt hat. Da auch ein Hermann Hesse diesen Kreisen zuzuordnen ist, wird man eine solche Vermutung nicht gleich von vornherein zurückweisen wollen. Zum Satanisten Hermann Hesse siehe andere Beiträge hier auf dem Blog.)

Thüringen - tatsächlich schon seit langem ein satanistisches Zentrum

Jedenfalls weiter im Zitat:
Das Mitglied der „Brigade Ost“, Andre E., trug bei seiner Festnahme eine Kapuzenjacke mit magischen crowleyschen Satanssymbolen auf dem Rücken: Kreis mit dem crowleyschen Strahlenkranz um einen Kreis, mit dem „Bösen Fünfstern“ aus Eliphas Levi „Der Schlüssel zu den grossen Mysterien“, umgeben von einem zweifarbigen Hexagramm.
Thüringen, Satanistenstern, Rückenmarkierung mit einem Hexagramm und der Strahlenkranz werden im nachfolgenden Crowley–Video z.T. unauffällig gezeigt.
Dieses Video kann nun dort nur mit Registrierung angesehen werden. Der letzte Absatz dieser Stellungnahme des "Nereus" weist wohl schon auf den Hintergrund seiner selbst und dieses Forums überhaupt hin:
Merke: tätowierte anarchistische Satanisten mit linksextremen Vorstellungen (RAF, BAF), die sich zur magischen Stärkung auch verbotener NS-Symbolik bedienen (Crowley:„Tu was Du willst“), haben nichts mit Rechtskonservativen, Nationaldemokraten, nationalen Patrioten oder völkischen Deutschen zu tun. Vermutlich wurden sie als Gruselbuhmann für die Bürgerlichen und als Feindbild für die SOZIS und die LINKE von interessierter Seite aufgebaut.
Nun, da scheint "Nereus" nicht sehr genau informiert zu sein über die breiten okkulten Hintergründe des Dritten Reiches und vergangener und gegenwärtiger rechtskonservativer Szenen. Dennoch enthalten seine Ausführungen sicherlich manchen Anstoß.

Mittwoch, 15. Mai 2013

"Die Geheimbünde von heute" - ja, wie gefährlich sind sie?

"Wie gefährlich sind die Geheimbünde von heute?" So fragt das aktuelle P.M.-Magazin schon auf der Titelseite. Und im Untertitel wird gar nicht einmal mehr nur als Frage formuliert: "Die 'Kartelle des Schweigens' ziehen die Strippen der Weltpolitik".



Ja, genau! Das ist nichts weniger als die Hauptthese unseres Blogs "Gesellschaftlicher Aufbruch - jetzt!" Der aber erst zufrieden ist, wenn es eine solche Coverstory auf der Titelseite des "Spiegels" zu sehen gibt. (Also eine Coverstory über sich selbst ...) 

Dennoch freut sich dieser Blog, diese seine These auch einmal auf der Titelseite einer etwas bekannteren Illustrierten lesen zu können. Hoffentlich ist das nicht nur der modern gewordene Ersatz für das ansonsten verkaufsfördernde "Covergirl" ... 

Jedenfalls. Liebe Leute von "P.M.", falls Euch die Themen ausgehen - wir vom Team Infokrieger können weiterhelfen! ;-)

Dienstag, 2. April 2013

"Klagt, Mädchen, klagt nicht Ach und Weh ..."

Vor zwanzig Jahren kam eine neue Shakespeare-Verfilmung heraus

In diesem Beitrag soll auf die Shakespeare-Verfilmung "Much ado about nothing", zu Deutsch "Viel Lärm um Nichts" von - und mit - Kenneth Branagh (1993) hingewiesen werden. Hier eine der Kernszenen des Films (am Brunnen):


In den Hauptrollen spielen Emma Thompson und Kenneth Branagh. Letzterer war nicht nur der Drehbuch-Autor und Regisseur, sondern auch der erste Ehemann von Emma Thompson.

Wenn man so will, dreht sich ja die ganze Komödie um jenes kleine Shakespeare-Liedchen, wie es hier im Beitrag als Video in den drei verschiedenen Versionen des Filmes eingestellt werden soll, das in deutscher Übersetzung lautet:

Klagt, Mädchen, ... klagt nicht Ach und Weh

Klagt, Mädchen, klagt nicht Ach und Weh,
Kein Mann bewahrt die Treue,
Am Ufer halb, halb schon zur See
Reizt, lockt sie nur das Neue.

Weint keine Trän' und laßt sie gehn,
Seid froh und guter Dinge,
Daß statt der Klag' und dem Gestöhn'
Juchheisasa erklinge!

Singt nicht Balladen trüb und bleich,
In Trauermelodieen:
Der Männer Trug war immer gleich,
Seitdem die Schwalben ziehen.
Weint keine Trän' u.s.w.

Dabei ist das eigentliche Thema der Komödie in ihrem emotionalen Kern keineswegs ausgerechnet die Untreue. Dafür wären ja wohl andere Shakespeare-Komödien eher zuständig. Warum ist dennoch dieses kleine Liedchen so dicht an diesem emotionalen Kern dran? Vielleicht weil es die Leichtigkeit ausdrückt, mit der diese Komödie geschrieben ist. Wie so vieles, wenn nicht alles von Shakespeare. Jene Leichtigkeit, die eben dann auch über allem schwebt. Und die zugleich auch mit "Melancholie", Trauer, Wehmut, Sorge vermischt ist, vermischt sein kann. Im englischen Original:

Sigh no more, Ladies

Sigh no more ladies, sigh no more,
Men were deceivers ever,
One foot in sea and one on shore,
To one thing constant never.

Then sigh not so, but let them go,
And be you blithe and bonny,
Converting all your sounds of woe
Into hey nonny, nonny, nonny.

Sing no more ditties, sing no more
Of dumps so dull and heavy,
The fraud of men was ever so,
Since summer first was leafy.

Then sigh not so, but let them go,
And be you blithe and bonny,
Converting all your sounds of woe
Into hey nonny, nonny.

Das Lied enthält keine "Moral", dafür ist es nicht da. Schon in der Einleitung der Verfilmung wird das Lied in einer Szene von Emma Thompson rezitiert:

Und auch in der Schlußszene taucht es wieder auf:

"Klagt, Mädchen, klagt nicht Ach und Weh ..."

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