Samstag, 14. September 2013

"Operation Zucker" - Jessie Marsson hat recht

Zumindest in einigen seiner sehr konkreten und ungewöhnlichen Behauptungen

Der folgende Blogartikel ist im Entwurf schon am 20. Februar 2011 geschrieben worden, kurz nach unserer ersten Begegnung mit dem Thema Elitärer Satanismus überhaupt. Zwischen den anderen Artikeln blieb er wie mancher andere liegen, da wir von dem auffindbaren Material förmlich erschlagen waren und gar nicht alles auf einmal verarbeiten konnten. Heute weist uns unser "Google Alert" zum Suchwort "Jessie Marsson" auf das folgende Youtube-Video hin ...


Wir hatten uns schon vor zwei Jahren mit Jessie Marsson gründlicher beschäftigt (6 - 8) und dabei natürlich auch dieses Video gesehen. Wir hatten das Video für sich schon damals für größtenteils glaubwürdig gehalten. Wir waren uns nur nicht sicher genug, ob es wirklich glaubwürdig genug ist. Jessie Marsson macht "auch sonst" viele merkwürdige Dinge und er wird auch - wie hier auf dem Blog schon behandelt - zum Teil ganz ungerechtfertigt angegriffen. (Im April 2011 hatten wir geschrieben: "derzeit noch schwer zu beurteilen, wie die Gesamtheit des von Jessie Marsson Berichteten einzuordnen ist".) Jetzt ist also dasselbe Video erneut eingestellt worden. Und zwar mit dem folgenden Begleittext von Jo Conrad (Hervorhebung nicht im Original):
(...) Mittlerweile ist es bewiesen, daß die hier veröffentlichten Aussagen der Wahrheit entsprechen. Wir empfehlen die ARD-Dokumentation "Operation Zucker". (...)
Wattwil (SG) den 11.09.2013
Von dieser ARD-Dokumentation "Operation Zucker" erfahren wir damit zum ersten mal. Wikipedia und ARD versorgen einen mit den Einzelheiten. Insbesondere dann in der dazugehörigen Sendung von "report München" wird nun (siehe Sendeminute 1'25) ausdrücklich von demselben berichtet, wovon auch Jessie Marsson in dem obigen Video berichtet. Nämlich daß "Handzeichen und bestimmte Farbmerkmale an der Kleidung" als Zeichen dienen zur Vermittlung von Kindern und Jugendlichen - in aller Öffentlichkeit!

Damit kann man meines Erachtens nun diese Aussagen von Jessie Marsson nicht mehr so wegwischen, wie das bisher viele offenbar noch geglaubt haben, tun zu können. Und damit ordnen sich auch andere Ergebnisse, die wir schon vor zwei Jahren recherchiert haben, "passender" ein. Es folgt der vor zwei Jahren verfaßte Blogartikel.

Ist Portugal überall? - Politiker und Showmaster als Vergewaltiger von Kindern 

Die Erlebnisberichte von Überlebenden jahrzehntelanger pädophiler, sexueller Gewalt (1 - 3) sind so aufwühlend, nehmen einen so mit, daß man sie nicht "in einem Zug" durchlesen kann. Man muß Pausen machen. Und in diesen Pausen kommt einem die Frage danach, ob das alles wirklich wahr sein kann. Und wie man sich die Täter eigentlich bildlich vorstellen kann. Und wenn man dann Zeitungsmeldungen nur der letzten Monate zu solchen Themen durchsieht, bekommt man plötzlich einen ganz anderen Blick auf dieselben. Man versteht plötzlich, wie viel an kindlichem, menschlichen Leid dahintersteht. Aber auch, was für ein Irrsinn und Wahnsinn auf Seiten der Täter.

Hier auf dem Blog hatten wir bislang immer wie selbstverständlich geglaubt, Berichte über Kinderschänder und Kinderschänderringe, über Kinderprostitution, Kinderpornographie, Kinderentführungen, über Pädophilen-Netzwerke Zeitungen und Blogs mit Bild-Zeitungs-Niveau überlassen zu können. Oder Parteien wie der Außenstelle des bundesdeutschen Verfassungsschutzes, genannt NPD, die damit ja viel "Populismus" betreibt. (Total dumme Nebenfrage: Warum gerade sie ...? Har, har, har ...) Solche Abartigkeiten herauszustellen, beruht doch nur auf Sensationshascherei. So dachten wir. Und bedient die Sensationsgier des Publikums. Und hatten deshalb nicht das geringste Interesse dafür. (Deshalb müssen wir derzeit hier auf dem Blog auch so viel nachholen.)

Bis wir vor einigen Wochen anfingen, uns hier auf dem Blog mit dem Thema Satanismus und ritueller Gewalt zu beschäftigen, hier auf dem Blog gesammelt unter anderem unter dem Stichwort "Zombifizierung". Und zwar nur deshalb, weil wir wissen wollten, wer der Autor des implikationsreichen Bestsellers "Das schwarze Reich" eigentlich ist. Und hier wurde dann schnell klar, daß nicht nur hinter den Fällen sexueller Gewalt in der katholischen Kirche und insbesondere im Jesuitenorden (aufgrund seines verinnerlichten Prinzips der regelmäßigen Gewissensrechenschaft jedes einzelnen Ordensangehörigen) "System" dahinter steckt (nämlich unter anderem das Denken in Kategorien von "Schwarzer Pädagogik"), sondern auch bezüglich einer großen Zahl von Fällen von Kindesentführung, Gewalt gegen Kinder, Morden, Prositution und so weiter.

Aber beschäftigt man sich nur ein wenig mit diesem Thema, wird schnell klar, daß das ein hochpolitisches Thema ist. Und kein randständiges. 
  • Letztes Jahr wurde der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss wegen des Besitzes von kinderpornographischem Material - und zwar keines, das auch nur ansatzweise harmlos genannt werden könnte - räusper: zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Räusper. Immerhin. Und der Revisionsantrag wurde sogar abgewiesen. (Bericht siehe unten.)
  • Im letzten Jahr wurden in Portugal ein bekannter Showmaster (deutscher Herkunft!), ein ehemaliger Botschafter, ein Arzt und ein ehemaliger Ministerpräsident verurteilt wegen der Vergewaltigung von Minderjährigen eines Waisenheimes im Zentrum von Lissabon. (Bericht siehe unten.)
  • In Kinderentführungsfällen wie dem von Maddie McCann, einer Engländerin, entführt ebenfalls in Portugal im Jahr 2007 und bis heute nicht wieder aufgetaucht, geht man in Geheimdienstkreisen ganz selbstverständlich davon aus, daß sie entführt wurde von Kinderschänder-Ringen mit Verbindungen zur Polizei und Justiz.
So liest man Pressemeldungen wie die folgende plötzlich mit ganz anderer Aufmerksamkeit (RTL, 9.9.2010; Hervorhebung nicht im Original):
Kinderschänder-Ring: Es waren Akademiker und angesehene Männer
Auch Babys vergewaltigt

Der Mammutprozess um einen aufgeflogenen Kinderporno-Ring schockiert Deutschland. Neun Männer sind seit Donnerstag in Darmstadt angeklagt, Kinder sexuell mißbraucht zu haben und über 100.000 Dateien über eine eigens aufgebaute Internet-Börse ausgetauscht zu haben. Die mutmaßlichen Kinderschänder stammen aber nicht aus den sozialen Schichten, die man erwarten würde – sie sind Ingenieure, Geophysiker mit Doktortitel ...
- "mit Doktortitel" hat heute, zwei Jahre später schon wieder einen ganz anderen Nebenklang. Und man sollte ihm hinterherhören ... -
... oder Oberfeldwebel. Der mutmaßliche Drahtzieher ist Versicherungsfachwirt – für ihn will die Staatsanwaltschaft neben einer Haftstrafe eine Sicherungsverwahrung beantragen.

Die beschlagnahmten Bilder und Videos zeigen laut Anklage ein abscheuliches Geschehen. Kinder wurden gefesselt und vergewaltigt, auch Säuglinge sollen dabei gewesen sein. Die Bande habe sich im Netz vollkommen abgeschottet, sagte die Staatsanwaltschaft zum Prozessauftakt vor dem Landgericht.

Tauschbörse: 500 Nutzer beteiligt

"Die Treffpunkte konnten selbst mit Suchmaschinen wie Google nicht gefunden werden", sagte Oberstaatsanwalt Rainer Franosch beim Verlesen der Anklage. Für die Treffs seien Bezeichnungen wie "Zauberwald" und "Sonneninsel" gewählt worden. Teilnehmer hätten sich Spitznamen wie "Waldmeister" und "Lumpi" zugelegt. Wer dazugehören wollte, habe erst einmal eine Art Aufnahmeprüfung bestehen müssen.

Rund 500 Nutzer sollen beteiligt gewesen sein, etwa 140 von ihnen wurden ermittelt. Gegen sie liefen gesonderte Verfahren, hieß es.

Die Pädophilen waren nach umfangreichen Ermittlungen des Bundeskriminalamtes (BKA) entdeckt worden. Allein bei einem der Angeklagten entdeckten die Fahnder während einer großangelegten Razzia fast 16.000 Dateien. Die Ermittlungen des BKA hatten im Januar 2009 eingesetzt. Als die Beamten dann vor einem Jahr zuschlugen, durchsuchten sie zeitgleich über 160 Objekte in ganz Deutschland. Rund 800 Polizisten waren im Einsatz.
Unübersehbar satanistische Züge im Freimaurertum

Man fragt sich, ob und wie sehr dieser "merkwürdige" Geist, diese "merkwürdig" weit verbreitete, abartige Moral in den gesellschaftlichen Eliten der westlichen Welt auf den Geist der Freimaurerei zurückzuführen ist, sowie auf gezieltes Arbeiten von Geheimdiensten.
 
Um so mehr man sich nämlich auch mit dem engeren Thema Satanismus beschäftigt, um so mehr kommt man dazu, die Freimaurerei selbst als eine satanistische Einrichtung zu betrachten. Auch bei den Ritualen der Freimaurer wird versucht, die Aufzunehmenden mit Psychotechniken zu bearbeiten, sie zu verängstigen, sie zu hypnotisieren, ihnen Suggestionen einzuflößen. Es werdem immer wieder Andeutungen von Todesdrohungen gemacht ganz ebenso wie in den satanistischen Okkultlogen. Und diese Todesdrohungen bleiben nicht reine Fiktion, wie die Vorgänge rund um die P2 in Italien haben deutlich werden lassen, wenn man schon andere Zeugnisse diesbezüglich zunächst einmal übergehen will.

In den Ritualen werden die Brüder beispielsweise in einen Sarg gelegt. Der Galgen spielt eine Rolle. Auf das Andreaskreuz als Zeichen der Andreaslogen wiesen wir schon hin. Totenköpfe spielen eine Rolle. Blut wird vermischt und getrunken. Wie kann man da eigentlich sagen, die Freimaurerei wäre nicht satanistisch? Zumal es weiterhin viele Zeugnisse dafür gibt, daß viele Freimaurer okkultgläubig sind bis zur totalen Verblödung und daß sie ihren Okkultismus in den Logen und Logenzeitschriften lehren und praktizieren.

Die satanistischen Züge der Freimaurerei wurden sicherlich früher vielen Menschen deshalb nicht bewußt, weil für sie Satanismus selbst kein Thema war. Weil das selten an der Öffentlichkeit thematisiert worden ist. Das ändert sich heute, weil es immer mehr Überlebende satanistischer Gewalt gibt, die ihren Therapeuten und Journalisten von ihren Erlebnissen berichten.

Satanismus am Königshof Ludwigs XIV.

Und dann stößt man auf noch etwas Erstaunliches: So lange wie es die Freimaurerei gibt, so lange gibt es auch historische Zeugnisse für Satanismus. Und zwar eigentlich immer auch in den Zentren freimaurerischer Aktivität, also zum Beispiel in Paris oder London des 17. und 18. Jahrhunderts (1, 2). Ja, lange bevor die offizielle Freimaurerei gegründet wurde, also zu Zeiten, als es Vorgänger-Organisationen der Freimaurerei gab wie die Rosenkreuzer oder den Templerorden (der schon in seinem Namen wie die Freimaurerei an der Wiedererichtung des Tempels Salomos in Jerusalem arbeitete), gibt es historische Zeugnisse für Satanismus.

Im Jahr 2006 erschien ein Buch über Menschenopfer am Hof des französischen Königs Ludwigs XIV. (1).  Eine Pariser Zauberin des 17. Jahrhunderts hat nach Angaben vor Gericht während ihres Lebens für ihre Kunden 2.500 Kinder "verbraucht" für Satansmessen und/oder Zaubertränke (2, S. 80). Der französische Königshof war direkt betroffen, der König unterschlug Ermittlungen, weil zu viele Angehörige des Hofes involviert waren. Marquis de Sade war Satanist. ... Natürlich.

"Das Luziferische im Dichtertum Franz Werfels"

Und während man auf einen Titel eines Erzählbandes von Franz Werfel stößt - "Die Schwarze Messe" -, wird einem mit einem mal klar: Dieser unter anderem von Martin Buber inspierierte Schriftsteller hat sich also auch, auch - und vielleicht nicht nur theoretisch - mit Satanismus beschäftigt. Es gibt zu viele satanistische Züge in seinem Leben und seinem Werk, wie einem nun bewußt wird. Ja, auch die ganze Stimmung und Atmosphäre eines Buches wie "Gog und Magok" von Martin Buber würde einem aus dieser Sicht her noch am ehesten verständlich und einordbar werden. Auch diesen beiden Autoren wird man bezüglich dieses Themas noch einmal genauer nachgehen müssen. Schon verschiedene Szenen aus dem Zusammenleben von Franz Werfel mit Alma Mahler, die man in Erinnerung hat, deuten in diese Richtung, ebenso Werfel's Theaterstück "Bocksgesang" aus dem Jahr 1921, das man einmal gesehen hat, und das in den aufgewühlten Jahren nach der Revolution von 1918 entstanden ist, und das man bislang nie richtig hatte einordnen können. Auch gibt es von Werfel eine "Magische Trilogie". Und wie heißt es in einer jüngst erschienenen Dissertation über Franz Werfel im Kapitel "Die Welt als Magie" (3, S. 35; Hervorhebung nicht im Original):
Wie umfassend sich Werfel dem magischen Banne der Dinge ausgesetzt fühlte, wie fest er selbst an die Macht der magischen Wirkung glaubte, zeigt sich vor allem in seinem Gedichtband "Beschwörungen", wo sich der Dichter von der zauberischen Überwältigung des Geheimnisvollen in der Welt zu befreien versucht, indem er ihm selbst wieder magisch begegnet: durch Formel, Nennung und Beschwörung. Auch Werfels ausgeprägter Hang zum Okkulten und Parapsychologischen, der sich bis zum "Stern der Ungeborenen" verfolgen läßt ...
Dieses Thema des "Magischen" zieht sich durch diese ganze Dissertation. Ein Unterkapitel heißt sogar "Das Messianische und das Luziferische im frühen Dichtertum Werfels". In der Überschrift des dazugehörigen Hauptkapitels ist die Rede von der Tragödie des "schönen" Erlösers. So klingt immer auch alles, wenn man sich mit der Gedankenwelt von okkulten Geheimlogen beschäftigt. Oder ein Kapitel wie "Entzauberung und Entmythisierung der Frau" ...

Zu Multiplen "programmierte" Überlebende satanistischer Gewalt

Eine Multiple kann mit 30 Jahren in sich noch die Sehnsüchte und Hoffnungen auf das Leben erleben, die sie einmal mit 8 oder mit 13 Jahren hatte. Sie kann sogar Briefe schreiben, als wäre sie eine 8-Jährige. Und sie kann, wenn sie nach und nach durch die Therapie geheilt wird, auch richtiggehend traurig darüber werden, daß all die Träume und Hoffnungen, die sie als 8- oder 13-Jährige hatte, nie Erfüllung gefunden haben und nie Erfüllung finden werden.

Wie Kinderschänderringe arbeiten, kann man aus ganz normalen Presseberichten erfahren. Im folgenden einfach ein paar Ergebnisse über das Google-Suchwort "Kinderschänderring" (natürlich nicht wiedergegeben nach Guttenberg-Art, sondern immer mit Nachweis ...). Zum Kinderentführungsfall Maddie McCann (Portugal, Mai 2007) heißt es aktuell in der Presse (Bild, 18.2.11):
Wurde das Mädchen von einem einflussreichen Kinderschänder-Ring verschleppt und in die USA gebracht? Ein Privatdetektiv behauptet: „Ich weiß, wer sie entführt hat!“  (...) Die Bande operiere von der portugiesischen Agarve aus, jage dort Kinder und schmuggle sie ins Ausland.  Italiano zufolge ist der Kinderschänder-Ring in den Orten Faro und Albufeira beheimatet, hat Kontakte zur portugiesischen und britischen Justiz.  Der Detektiv ist überzeugt: „Die Bande hat mehr als ein Dutzend Kinder entführt. Sie schnappen sich die Schwachen und Verletzlichen und kommen damit durch!“
Nach einem Hinweis eines Informanten von Scotland Yard wird berichtet (Fr. Rdsch., 7.8.2008):
Drei Tage vor dem Verschwinden des Mädchens soll demnach ein Mittelsmann eines Kinderschänderrings ein Foto von Madeleine an ihrem portugiesischen Urlaubsort gemacht und es an einen "Kunden" in Belgien geschickt haben, wie britische Medien mit Blick auf die Ermittlungsakten berichten."Der Kunde fand das Mädchen passend, dann wurde Maddie mitgenommen", heißt es in dem Tipp.
In der Presse wurde über den Prozeß des SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss (Wikip.) berichtet, in dem er auch nach Revision für schuldig befunden wurde (Stuttg. Nachr., 18.5.2010):
Es ist eine Litanei der Perversionen. Anderthalb Stunden betet Staatsanwältin Stephanie Egerer-Uhrig die Liste der Kinderpornobilder herunter, die auf dem Handy von Jörg Tauss gespeichert waren. "9.42 Uhr, Speicherkarte: Bilddatei, die ein sechs bis acht Jahre altes männliches Kind bei der Vornahme von Masturbationshandlungen zeigt", liest die blonde Frau aus ihrer Anklageschrift vor und verzieht dabei keine Miene. So, als zitiere sie aus einer Gebrauchsanweisung.

Es ist ein bizarrer Kontrast. Denn die Auflistung, die im Schwurgerichtssaal des Karlsruher Landgerichts scheinbar seelenlos heruntergespult wird, ist ja zu Bildern geronnenes menschliches Leid. Ein Protokoll der Verführung und der Penetration Hunderter von Kindern, Jungen zumeist, zwischen sechs und 14 Jahren. Ein Protokoll auch, das Einblick gibt in eine düstere Welt sexueller Verirrungen.  "31. Dezember 2008, 18.58 Uhr, Speicherkarte: Video, das Anal- und Oralverkehr von zwei acht- bis zehnjährigen Jungen zeigt", fährt Egerer-Uhrig fort. Datei für Datei, anderthalb Stunden lang. Nur selten macht sie eine Pause, nimmt einen Schluck Wasser. (...)

Tauss bestreitet nicht, daß er besessen hat, was die Staatsanwältin aufzählt. Daß er von Mai 2007 bis Januar 2009 unter dem Decknamen "Werner" Hunderte von Bild- und Videodateien bezogen hat. Mal von einem Sascha Hesse, mal von einem Thomas Raab. Mal aus Bremerhaven, mal aus Essen, mal aus Nürnberg. Mal auf der Karte, mal im Gerätespeicher seines Handys abgelegt. Mal mit Oral-, mal mit Anal-, mal mit Masturbationsszenen. Mal mit allen drei "Handlungen" gleichzeitig, wie die Staatsanwältin nüchtern sagt.
Naja, soll man ein solches Zitat überhaupt bringen? Undn un im folgenden ein in mehrerlei Hinsicht "interessantes" Interview mit - Jörg Tauss! Man glaubt es kaum.


Es ist interessant, wie China das Internet kontrolliert. Wir wollen nicht politische oder sonstige Bevormundung in irgeneiner Hinsicht. Aber das Verhindern von Straftaten über das Internet kann von dieser "Freiheit" nicht berührt sein. Dann den schon angesprochenen Fall "Casa Pia" in Portugal (Wikip.) (Dradio.de, 2.9.10):
Das Kinderheim Casa Pia liegt in Belém, einem der feinsten Viertel Lissabons, in unmittelbarer Nähe des Jeronimos-Klosters. Für mindestens 32 Kinder und Jugendliche war das staatliche Heim die Hölle, sie wurden jahrelang missbraucht. Das hält die Staatsanwaltschaft für erwiesen. Die Täter: Der ehemalige Heimangestellte und Hauptangeklagte Carlos Silvino sowie weitere sechs Angeklagte. Unter ihnen Portugals damals beliebtester Fernseh-Showmaster Carlos Cruz, ein prominenter Arzt und ein ehemaliger Botschafter. Alle eigentlich ehrenwerte Angehörige der portugiesischen High Society. (...)

Diese Kinder, die Opfer, hatten ausgesagt, auch ein Ex-Minister und ein weiterer Fernsehstar hätten sie vergewaltigt. Die höchsten Kreise der portugiesischen Gesellschaft schienen in den Skandal verwickelt zu sein.
Siehe auch ein kurzer Fernsehbericht vom gleichen Tag. Soweit, wie dieser Blogartikel entworfen war vor zwei Jahren.

"Operation Zucker" und die Folgen

Und nun also, nach "Operation Zucker", stellt sich natürlich verschärft die Frage, was dran ist an Kinderprostitution in der unmittelbaren Nähe des Rathauses und des Bischofssitzes von Augsburg. Wo ja zwischen 2005 und 2010 niemand geringerer residierte, als der wegen vielfacher Vorwürfe 2010 zurückgetretene Bischof Walter Mixa (geb. 1941). Der auch öfter von Kardinal Ratzinger besucht worden war. Welcher letzterer ebenfalls zurücktrat und nach Meinung vieler Menschen schon seit langem vor Gericht gestellt gehört. Marsson geht aber nun noch weiter und sagt in dem Video zum Beispiel auch (3'00):
Also hier in Augsburg habe ich mindestens fünfzehn Kinder sterben sehen.
Sterben? - - - Die Seite Psiram behandelt die Angaben und Aktivitäten von Jessie Marsson insgesamt mit großer Skepsis. Wir möchten es nicht für ausgeschlossen halten, daß einiges oder viel von dem, was Marsson sagt, nicht stimmt und ebenso viel stimmt. - "Operation Zucker" ist jedenfalls nicht dazu angetan, die Zweifel über das, was Marsson zu vielem sagt, zu erhöhen.
______________________________________
  1. Sommerset, Anne: Die Giftaffäre. Mord, Menschenopfer und Schwarze Messen am Hof Ludwig XIV. Magnus. Essen 2006
  2. Werner, Helmut: Die Schwarze Messe. Teufelskult und Hexensabbat. Tosa im Verlag Carl Ueberreuter, Wien 2008 
  3. Arnold, Martin: Franz Werfel. Des Dichters Welt und Weg zwischen Lyrik und Drama. Sein frühes Verhältnis zur Zeit. Diss. Freiburg (Schweiz) 2008 (Google Bücher
  4. Fröhling, Ulla: Vater unser in der Hölle. Durch Inzest und den Mißbrauch in einer satanischen Sekte zerbrach Angelas Seele. Zuerst erschienen 1996. Bastei Lübbe Taschenbuch, 7. Auflage Köln 2010 (6. Aufl. 2009: Google Bücher). (s.a. die Internetseite zu diesem Buch.)
  5. Marsson, Jessie: Baphomet auf dem deutschen Personalausweis. (Yt. 10.4.2009; hier Kritik; Yt., März 2009)
  6. Bading, Ingo: Ritualmorde an Kindern - heute - In Deutschland. GA-j!, 2. Februar 2011
  7. Bading, Ingo: Jessie Marsson vor Gericht in Augsburg Wann gibt es endlich Eckige Tische für Opfer ritueller Gewalt?, GA-j!, 14. März 2011 
  8. Bading, Ingo: "Womit nichts gegen Jo Conrad gesagt sei ..." Denn bei bei ihm ist man - so, so: "voll im Lot". GA-j!, 9. Juni 2011  

Kommentare:

Ingo Bading hat gesagt…

Ein Blogleser schreibt mir zu diesem Artikel:

zu Operation Zucker. Dieser niederländische Journalist hatte folgende recht umfangreiche Seite

https://wikispooks.com/ISGP/dutroux_and_nebula/Beyond_Dutroux_part_two_Nebula.htm

hab mit ihm gesprochen, leider mußte er untertauchen, da seine Informanten alle starben, hab also keinen Kontakt mehr mit ihm. Nur noch diese Spiegelung ist erhalten geblieben.

Ingo Bading hat gesagt…

Ich dazu:

Vielen Dank für den Hinweis. Dazu kann ich zunächst nur sagen, daß einer der sympathischsten und unerschrockensten Journalisten, die ich kenne, mir im persönlichen Gespräch gesagt hat, daß er selbst in Belgien in Sachen Dutroux hatte forschen wollen, daß ihm das aber dringend abgeraten worden ist und daß er deshalb unverrichteter Dinge wieder abgereist ist.

Ungeheuerlich das alles, ungeheuerlich.

Was bleibt einem anderes übrig als zu sagen, daß Europa - zumindest in diesem Fall - ein ganz klarer "rechtsfreier Raum" ist?

Zehntausende gingen doch in Belgien deshalb schon auf die Straße. Warum geschieht das nicht weiterhin. Das allein wäre ausreichend Schutz für weitere Recherchen. Und hier an erster Stelle auch könnte sich mal wirklich "europäische Solidarität" beweisen.

Es ist unglaublich auffallend, daß es zu elitären und Geheimdienst-Verbrechen vor ORT so wenige Massendemonstrationen gibt. Aber die Zeit dafür kann doch eigentlich nicht mehr fern sein. - ?

Anonym hat gesagt…

Ist Jessie wieder aus dem Gefängnis raus ?

Alles Gute !

Thorsten

Ingo Bading hat gesagt…

Hier ist der vollständige Spielfilm "Operation Zucker" zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=Cwrxtgj4uJc

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