Mittwoch, 8. Oktober 2008

Wissenschaft und Frauen

Wissenschaft - was ist das? Und wie steht es um das Verhältnis zwischen Frauen und Wissenschaft? Soweit man Frau Prof. Nüsslein-Vollhard in dem folgenden Video richtig versteht (Scienceblogs-Video), meint sie sehr wohl, daß Männer und Frauen unterschiedliche Zugänge zur Wissenschaft, auch und sogar besonders zu Wissenschaft als Beruf, Berufung und als Karriere haben.

Aber man sehe sich das Video bitte selbst an, da scheint wirklich eine Vollblut-Wissenschaftlerin zu sprechen.

1.200 v. Ztr. - Die Schlacht von Altentreptow

Was? Sie kennen die Mecklenburgische Seenplatte noch nicht? Ist das möglich? Ja? - Nun gut, dem Verfasser dieser Zeilen geht es genauso. Doch lassen Sie sich ein wenig entführen in diese abgelegene, wenig bekannte Gegend Deutschlands. Am Ende werden wir etwas Spannendes dort entdecken. Wir wollen auch gar nicht in das Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte. Das ist uns zu überlaufen, sondern wir fahren an ihre nordöstliche Ecke, an den Tollensee bei Neubrandenburg:

Und hier setzen wir uns ins Kanu, bzw. Paddelboot und paddeln ...

... auf dem ruhig nach Norden dahinfließenden kleinen, nicht motorisierten Flüßchen Tollense ...

... vorbei an Kuhweiden und Ufergebüsch ebenfalls mit der Strömung langsam Richtung Norden.

Nach etwa 15 Kilometer kommen wir in die Nähe des malerischen, mittelalterlichen Städtchens Altentreptow (siehe Foto links).

In der Nähe dieses Städtchens sollte man sich in der Flußniederung ein wenig genauer umschauen. Denn nach neuesten archäologischen Entdeckungen soll hier um sage und schreibe 1300 v. Ztr. eine Schlacht stattgefunden haben. Es würde sich dabei um die Entdeckung eines ersten europäischen spätbronzezeitlichen Schlachtfeldes handeln (Uni Greifswald, Welt):
In den letzten Jahren kamen in einem Flusstal in der Nähe von Altentreptow wiederholt menschliche Skelettreste zutage. Seit 1996 wurden auch menschliche Überreste mit Verletzungsspuren sowie Waffenreste entdeckt. Naturwissenschaftliche Datierungsverfahren bestätigen jetzt, dass die menschlichen Überreste ca. 3300 Jahre alt sind und in die Bronzezeit datieren. Die Gesamtsituation legt den Schluss nahe, dass hier erstmals ein Schlachtfeld aus dieser Epoche entdeckt wurde.
Übermorgen wird auf einer Pressekonferenz
eine von Jürgen Piek und Thomas Terberger herausgegebene Veröffentlichung präsentiert, in der auch erstmals über erste Ergebnisse zu diesem Fundplatz berichtet wird. Körperreste aus der Bronzezeit seien äußerst selten, da die Toten in der Erde bestattet wurden, sagte Archäologe Detlef Jantzen. Die besonderen Lagerungsbedingungen in dem Flusstal seien ein „Glücksfall“ für die Archäologie. Die Knochen hätten unter Luftabschluss die Jahrtausende überdauern können.
Wo liegt das noch mal genau? Schauen wir nach bei Google Earth:

Daß es in der Spätbronzezeit Handels- und Kulturkontakte zwischen dem Nord- und Ostseeraum und dem Mittelmeer-Raum gegeben hat, ist auf "Studium generale" schon häufiger erwähnt und behandelt worden (siehe etwa Schlagwort "Bronzezeit"). Doch das ist nun eine Nachricht von einer völlig neuen Kategorie

Fortsetzung folgt ---> hier.

Freitag, 3. Oktober 2008

Eva Herman hat die NS-Zeit nicht verherrlicht

Es sei hier kurz festgehalten (über Eva Herman wird derzeit schwerpunktmäßig offenbar nur noch in kirchlichen Publikationsorganen berichtet):

Ein Richter beim Hamburger Arbeitsgericht hat nach Verhandlungen seine Ansicht geäußert, daß Eva Herman die NS-Zeit nicht verherrlicht habe und daß darum ihre Entlassung bei der "Tagesschau" nicht gerechtfertigt gewesen sei. (Idea, Focus, Google News)

Kath.net hat auch ein Video-Interview mit Eva Herman aus dem Dezember, in dem sie über ihren christlichen Glauben spricht. (Kath.net) Sie spricht von der "schöpfungsgewollte(n) Aufteilung (der Aufgaben) von Mann und Frau". (Kath.net)

Irgendwie merkwürdig, daß das ein so brisantes Thema sein soll. Für die Soziobiologie ist das ein ganz selbstverständliches Thema (obwohl sie statt "schöpfungsgewollt" sicherlich andere Worte benutzt). Kann man denn irgendwann einmal von dem hohen Roß der oberlehrerhaften politischen Rechthaberei herunterkommen bei diesem Thema?