Donnerstag, 31. Mai 2018

Der veredelnde Einfluß der Frauen auf die Männer

- Wie kann er zustande kommen?


Das Verhältnis zwischen Mann und Frau ist in vielen Einzelheiten und Details noch einmal ganz neu "durchzudeklinieren". Denn auf diesem Gebiet ist so unglaublich viel "durcheinander" geraten.

In diesem Video ist von Problemen die Rede, die Menschen meiner (schon älteren) Generation miteinander haben können. Es kann aber gar nicht dumm sein, wenn sich auch heute noch sehr junge Menschen beiderlei Geschlechts mit solchen "Problemen" auseinander setzen, um zu sehen, was SIE künftig besser machen könnten, damit es in künftigen Generationen insgesamt wieder "besser" werden kann. Und das könnte eine ganze Menge sein.

Der grundlegende (und natürliche) Zusammenhang zwischen Mann und Frau ist derjenige, daß sich der Mann von einer Frau angezogen fühlt, sie attraktiv findet, sie anziehend findet, sich von ihr angezogen fühlt. Es kann durchaus von Fällen gesprochen werden, in denen Männer sich von sehr vielen, unterschiedlichen Frauen angezogen fühlen, sehr viele, unterschiedliche Frauen attraktiv finden - natürlicherweise. Es kann von Fällen gesprochen werden, in denen Männer sehr "sensibel" auf weibliche Gegenwart reagieren. Es ist das sicherlich zum Teil auch wie beim Hunger: Mit dem Appetit wächst - sozusagen - die "Wahllosigkeit" für das, was ein Mann als attraktiv empfindet.

Da idealistisch gesonnene Männer oft diejenigen sind, die sich sehr viel in Bezug auf die Frauenwelt versagen, die über weite Strecken ihres Lebens hinweg sehr asketisch leben und die daraus gewonnene Kraft in kulturell wertvolles Schaffen stecken, die also an der Vergeistigung ihrer sehr starken geschlechtlichen Antriebe arbeiten ("innerweltliche Askese"), gehören sie oftmals zu denjenigen, die am leichtesten durch die Frauenwelt ansprechbar sind, die am meisten Anlaß haben, sich Gedanken darüber zu machen, welchen Anregungen auf diesem Gebiet sie sich hingeben (wollen) und welchen nicht, welche diesbezüglichen "Anregungen" ihrer Seele gut tun und welche "Anregungen" weniger.

Es kann durchaus Männer geben, die fast ALLE Frauen attraktiv finden, die sich - in bestimmten Zuständen - von fast allen Frauen angeregt fühlen, auf fast alle Frauen reagieren. Es kann durchaus Männer geben, die es nicht nötig haben, sich eine beliebige Frau "schön zu trinken" (wie oft so boshaft gesagt wird), um sie begehrenswert zu empfinden.

So kann es auf der einen, der männlichen Seite aussehen, von der zumindest hier zugleich vorausgesetzt wird, daß es sich um eine auch kulturell wertvollere Personengruppe handelt. Wie nun kann es demgegenüber auf der weiblichen Seite aussehen?

Man möchte meinen, daß es dort nicht selten folgendermaßen aussieht: Da Frauen - natürlicherweise - einer Fülle von Männern begegnen, die sie, die Frauen, attraktiv finden, die sich von ihnen, den Frauen angezogen fühlen, werden sie oft in die Gelegenheit kommen, daß Männer ihrem inneren Angesprochensein durch sie Ausdruck verleihen. 

Aber an dieser Stelle kann es schon kompliziert werden.

Wenn Frauen es von ihrer frühen Jugendzeit an "gewohnt" sind, von sich aus die Initiative Männern gegenüber zu ergreifen, womöglich sogar Männern gegenüber, die weniger reif sind als sie selbst (und das gilt - zumal im Jugendalter - für fast alle Jungen ihres eigenen oder noch jüngeren Alters), werden sie womöglich nur selten oder niemals die Erfahrung gemacht haben, wie es ist, wenn Männer von SICH aus ihnen gegenüber ihr Angezogensein, ihr Begehren, ihre Freude über ihre Anwesenheit zum Ausdruck bringen.

Da gerade die wertvolleren Männer oft zugleich auch die introvertierteren Männer sind (oft, nicht immer), bekommen es Frauen mit solchen "Gewohnheiten" seit Jugendzeit womöglich über weite Strecken ihres Lebens gar nicht mit oder können es kaum - sozusagen sexuell - "genießen", in der Aufmerksamkeit von Männern zu stehen, mit der Aufmerksamkeit von Männern zu "spielen", sich in der Aufmerksamkeit von Männern zu "sonnen" und so weiter, also sich insgesamt überhaupt einzulassen auf das so vielfältige Spiel des Begehrens und Begehrtseins, aus dem DANN erst, nach und nach das eine oder andere Ernsthaftere sich ergeben und entwickeln kann.

Erst wo die Aktivität vom Mann ausgeht, hat die Frau die Möglichkeit zu antworten, zu reagieren, durch Verlockung und Zurückziehen das Spiel der Leidenschaften am Laufen zu halten, den Mann neugierig zu halten, seine Neugier, seine Abenteuerlust ständig neu zu nähren und ihr Anregung zu verleihen. Eine Frau, die mit sich im Reinen ist und die gelernt hat, NEIN sagen zu können, kann sich auf diesem Gebiet VIEL erlauben, ohne jemals irgendwo in irgendeine ernsthaftere Gefahr zu geraten, dem losen Spiel der Leidenschaften nun gar zu leicht zu erliegen. Vielmehr: Um so selbstbewußter und ernsthafter sie ist, um so wertvoller wird sie diese ihre Fähigkeit steigern, auf Männer in veredelndem, kultivierenden Sinne wirken zu können. ("Das ewig Weibliche zieht uns hinan.")

So wie die verlockensten Wahrheiten der Philosophie oder der Wissenschaft erst im aufwühlenderen Hin und Wider, im Wechselspiel von Ja und Nein gewonnen werden, so kann auch im Spiel der Geschlechter das Wertvollste, das Gehaltvollste im Hin und Wider, im Widerspiel von "Ja" und "Nein" genährt werden.

Es gibt Frauen, die haben eine unglaublich idealische Seite in sich, sie können lieben - unendlich. Aber viele solcher Frauen haben Schwierigkeiten, sich lieben zu LASSEN, überhaupt Begehren von Seiten des Mannes zuzulassen, auf sich, auf ihre Seele, auf ihre Sinne wirken zu lassen. Weil sie womöglich niemals in ihrem Leben in ein solches Wechselspiel hinein gekommen sind, sondern irgendwann in ihrer Jugend einfach ihr "Ersterlebnis" gehabt haben oder haben wollten, ganz ohne daß dieses - zumal aufgrund der großen Introvertiertheit beider Geschlechter in jungen Jahren - einen größeren Vorlauf im vielfältigen Flirt, im vielfältigen Für und Wider, im Gewähren und Verweigern gehabt hätte.

Auf dieses vielfältige Für und Wider kommt aber womöglich alles an, ALLES. Erst durch dieses wird sich der Mann irgendwann vollkommen gebunden fühlen an die Frau, wird ihr geradezu "verfallen" sein, wird ihr geradezu hörig werden können, was, wenn die Frau ein wertvoller Mensch ist und diese "Hörigkeit" nicht mißbraucht, von großem Wert für alle Beteiligten sein kann, von großem Wert für die aus dieser Verbindung hervorgehenden Kinder und für die größere Gemeinschaft, der diese beiden Menschen angehören.

Es kommen aber noch andere Zusammenhänge hinzu: Wenn JUNGEN in die Pubertät kommen, sind sie sehr plötzlich zeugungsfähig und der starke Drang, zeugen zu wollen, ist eigentlich fast sofort und unmittelbar da. Da er so stark und heftig wirkt, ist es gerade den etwas Wertvolleren unter ihnen, fast völlig unmöglich, mit diesem starken Drang auch nur IRGENDWIE sinnvoll umzugehen. Darüber in Kommunikation mit IRGENDWEM zu treten, ist für sie fast unmöglich, es sei denn, es würde das in der niedrigst stehenden Weise, sprich in pornographischer Weise geschehen. Schon in jungen Jahren kann so der Junge in der Regel an primären Geschlechtsorganen interessiert sein und an allem, was damit zusammen hängt. Da er zugleich WEISS, daß das, was er da fühlt und erlebt, viel zu banal ist, als daß das auch nur irgendwie sinnvoll "auslebbar" ist, ziehen sich solche Jungen - und mit großem Recht - fast völlig auf sich zurück. Sie sind über Jahre für fast nichts "zu gebrauchen". Vielleicht noch für Fußballspielen oder für wildes "Überleben im Wald" und ähnliche Dinge. (Ich rede hier nicht von Computerspielen, weil die eh immer nur bescheuert sind.)

In diesem Alter sind MÄDCHEN ganz anders. Bei ihnen erwacht die Geschlechtlichkeit ganz anders und viel allmählicher. Es mag sein, daß dieses Erwachen auch bei den Mädchen heute - durch die vielen pornographischen "Anregungen" - deutlich beschleunigt wird. DENNOCH erleben sie das Geschlechtliche in der Regel einfach als etwas Wertvolles, Heiliges, Anziehendes, Wunderbares - ganz anders als gleichaltrige Jungen. Und da die Umwelt sie so neugierig macht auf all das, was es da an Wunderbarem, Faszinierendem, seelisch Berührendem, Bezauberndem gibt, wollen sie es eben oft auch schon möglichst bald erleben. - So ein Unfug! Vergeben sie sich damit womöglich nicht das Beste, was sie haben?

Ohne jemals von einem Mann wirklich und ernsthaft umworben worden zu sein, drängt es junge Mädchen oft aus ihrer Introvertiertheit heraus und sie suchen, auch nur "irgendwie" das Ersterlebnis zu haben, "so oder so". Wenn ein solches statt hat, ohne daß Mädchen zuvor jemals ernsthafter umworben worden sind, ohne daß es ein ernsthafteres Spiel gegeben hat des Gewährens und Versagens zwischen Mann und Frau, werden sie auch künftig in allem, was einer Beziehung nahe kommt, sich ähnlich verhalten. Sie verspüren die Neigung, mit einem Jungen oder Mann zu schlafen - und schon im nächsten Augenblick ist es geschehen. Nun, Männer können sich dabei fühlen wie Könige. Und was sie so leicht gewonnen haben, davon wollen sie noch MEHR. Natürlich nicht nur von diesem Mädchen. Es war ja schon gesagt worden: Es gibt so viele andere attraktive Mädchen. Ob nicht das nächste noch viel "toller" ist? Und weg sind sie.

Selbst wenn sie ein bisschen ernster und verantwortungsbewußter sind, sind sie bei den ersten größeren Schwierigkeiten in einer Beziehung "weg".

Und so wird sich niemals ein wertvolles Wechselspiel der Geschlechter miteinander und füreinander entfalten.

Ehrlich gesagt, glaube ich keinerlei Erfahrung übermitteln zu können, wie Frauen mit einer solchen, hier beschriebenen "Prägung" umgehen sollen, wenn sie von dieser "weg" wollen, wenn sie - in Geschlechterbeziehungen - sich anders verhalten wollen, wertvoller. Mein Gefühl sagt mir, daß sie irgendwie versuchen sollten auszuprobieren, wie es sich anfühlt zu "flirten", daß sie genauer darauf achten sollten, was eigentlich MÄNNER wollen, wie eigentlich Männer reagieren, auf sie, ob sie, die Frauen, Männer unglücklich machen können. Und wenn ja: wie? Und ob sie durch ein leichtes Umstellen ihres eigenen inneren Gefüges die Fröhlichkeit im Getriebe der Geschlechter aufrecht erhalten können. Ob nicht auch sie selbst glücklich darüber werden können, von Männern umworben zu sein, ganz unabhängig davon, ob daraus etwas Ernsthafteres wird oder nicht.

Es gibt so und so viele super attraktive Frauen, die sich entweder gar nicht attraktiv fühlen oder aber die die Tatsache, daß sie als begehrenswert von Männern empfunden werden, gar nicht auf sich wirken lassen (können!). Das ist die natürliche und typische Reaktion von Mädchen, die noch unreifer sind. Sie sind unglaublich herb, trotzig, lassen sich gar nicht auf irgendeinen Flirt ein. Wenn man ein solches Verhalten aber bei reifen Frauen vorfindet - und es ist vorzufinden - wird es unheimlich. Es waren das einmal jene jungen Mädchen, die trotz ihrer Unreife und Verschlossenheit DENNOCH mit einem Jungen schlafen wollten - was konnte daraus dann auch werden außer Banalitäten? Aber diese Banalitäten des Ersterlebnisses sind nun tief in solchen Frauen drin, da es sich - womöglich - um irreversible Prägungen handelt oder um Prägungen, die nur schwer neu auszurichten sind.

Womöglich ist es nicht leicht, Frauen kennen zu lernen, die sich solchen etwaigen Zusammenhängen offen und ehrlich stellen, die darüber auch nur ansatzweise mit sich reden lassen. Es ist für sie - womöglich - zu viel Leid damit verbunden, weshalb es für sie sehr schwer sein könnte, darüber mit jemanden in einen Heilungsprozeß zu kommen. Sie verschließen dann lieber alles und versuchen einfach, so weiterzuleben wie "bisher".

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