Freitag, 15. April 2011

Die Schwarze Sonne - buddhistisch, kabbalistisch und runenmagisch zugleich

Das Symbol der "Schwarzen Sonne" spielt unter politisch rechtsstehenden Esoterikern und Okkultisten eine nicht geringe Rolle. Wir wollen hier kurz seiner Herkunft nachgehen und die Frage stellen, ob es - so wie zum Symbol des Hakenkreuzes - auch zum Symbol der Schwarzen Sonne Entsprechungen im buddhistischen oder sogar kabbalistisch-jüdischen Bereich gibt, von denen sie abgeleitet sein könnte.


Man findet nun im Netz - oder in den drei Romanen des okkulten vormaligen SS-Offiziers Wilhelm Landig oder an anderen Stellen - viel über den Begriff "schwarze Sonne" ("sol nigra"), den es offenbar in vielen Kulturen in der einen oder anderen Weise gegeben hat. Zu der Herkunft der spezifischen Form des Symbols der schwarzen Sonne, so wie sie von der SS in den Fußboden des Gruppenleiter-Saales in der Wewelsburg eingelassen worden ist (a) ...

... findet man noch keine zusammenhängenden Erklärungen. Lückenlos geklärt scheint das noch nicht zu sein. Eingelassen jedenfalls in jenem Saal, von dem Überlebende ritueller Folterungen und Morde berichten, hier seien lange nach 1945 satanistische Rituale gefeiert worden, bei denen Kinder nicht nur schwer gefoltert, sondern sogar getötet worden wären. - Aber wie kamen die völkischen Okkulten überhaupt speziell auf dieses Symbol?

Einen der frühesten Hinweise erhält man offenbar aus der Hand von Adolf Hitler persönlich (10). Das folgende Blatt soll - laut Anthroposph Rüdiger Sünner (10) - 1920 von Adolf Hitler selbst gezeichnet worden sein:

Mit dem handschriftlichen Zusatz: "Die heiligen Zeichen der Germanen. Eines dieser Zeichen sollte von uns wieder erhoben werden." Es ähnelt auffallend einer weiter unten gebrachten Fotographie. Das hieße, daß Adolf Hitler - oder ein Nahestehender - schon 1920 mit sehr viel von der Runenmagie vertraut gewesen ist, die wir in diesem Beitrag behandeln.

Umfangreiche Runenmagie schon vor 1914

Ebenso wie andere Bestandteile des völkisch-okkulten Ideologiesystems (etwa: "Speer" und "Kelch" "des Schicksals", Mithraskult, Katharer, "Tisch des Königs Arthur" ...) wird man sich wohl auch über diese schwarze Sonne schon in der zahlreichen bekannten oder Geheim-Literatur über Runenmagie vor dem Ersten Weltkrieg "Gedanken" gemacht haben. Kaum einer der bekannteren völkisch-okkulten Autoren, darunter viele Freimaurer und Anthroposophen, hat nicht irgend etwas über Runenmagie geschrieben. Es sei nur an den Saturn-Großmeister und SS-Offizier "Amenophis" erinnert, an S. Ipares-Harry Dörfel oder an jenen Paul Köthner, auf den wir in künftigen Beiträgen noch ausführlicher zu sprechen kommen wollen. Im folgenden werden wir diesbezüglich auch Rudolf John Gorsleben und Hermann Wirth zu nennen haben.

Auf Wikipedia findet man zu runenmagischen Deutungen derzeit nur folgende sehr zurückhaltende Bemerkung (unter Bezug auf 1):
Der SS-Führer Walther Blachetta nannte 1941, unabhängig vom Wewelsburg-Ornament, ein einfaches zwölfspeichiges Rad ein „Himmelsrad“ und ein „Zeichen der Vollendung und des Zieles“.
Der völkische Okkult-Autor Gorsleben über das zwölfspeichige Rad als Rune

Das ist noch nicht sehr tiefschürfend geforscht. Denn ein Blick in ein anderes Buch eines völkisch-okkulten Autors und Mitglied des Thule-Ordens, nämlich von Rudolf John Gorsleben (6), zeigt schon im Jahr 1930 allerhand krause Gedanken über dieses zwölfspeichige Rad, die "verdoppelte Hagalrune". Und dabei ist zu berücksichtigen ist, daß eine Zeitschrift, die Gorsleben gründete, ebenfalls "Hagal" hieß. Gorsleben hatte die skandinavische "Edda" übersetzt und ein Leserkreis seiner Übersetzung war in der nicht ganz einflußlosen "Edda-Gesellschaft" zusammengefaßt, über deren SS-nahes Schicksal nach dem Tod Gorslebens im Jahr 1930 es auf Wikipedia heißt:
Bülow versuchte über Weisthor/Wiligut den Absatz der Zeitschrift Hagal und die Mitgliederlisten zu vergrößern, indem Weisthor beim Reichsführer-SS und Walter Darre Werbung für Hagal machte. In der Folge traten mehrere SS-Abschnitte in die Edda Gesellschaft ein. Um 1937/38, als es der Zeitschrift abermals schlecht ging, gab es Verhandlungen Hagal durch das SS-Ahnenerbe übernehmen zu lassen.
Und auf Wikipedia heißt es ebenso:
Sein Werk Hoch-Zeit der Menschheit (...) wird noch heute in neopaganistischen und religiös-völkischen Kreisen empfohlen und gilt als Standardwerk der arischen Runen-, Rassen- und Religionskunde. (...) Gorslebens Runenmagie und -symbolik wird heute auch von zahlreichen Esoterikern, weit über den engen Kreis neopaganistisch-völkischer Gruppen hinaus, wenn auch unter Ablehnung der rassistischen Elemente, rezipiert.
Nun also das heute noch viel gelesene Thule-Mitglied Gorsleben über das Sinnbild der von ihm gegründeten Zeitschrift (6, S. 565f):
Die verdoppelte Hagalrune ist das Sinnbild der Ewigkeit, der Wiedergeburt, der Auferstehung. Sie ist aber auch die "Wirbelsäule" mit den 12 Brustwirbeln des Adam Kadmon.
Adam Kadmon ist ein Zentralbegriff der jüdischen Kabbala (Wikip.). Und es ist schon auffällig, daß ein völkischer Autor auf die jüdische Kabbala positiv Bezug nimmt, ohne von der SS Kilometer weit gefeuert zu werden. Aber sicherlich hat er irgendwo auch die Kabbala für die SS als "arisches Weistum" schmackhaft gemacht. Aber bloß mit kabbalistischen Bezügen gibt es sich natürlich nicht zufrieden:
Wir sagten schon, daß aus der Verdoppelung der Hagalrune, durch Verkoppelung des männlichen und weiblichen Grundteiles im All (...) der zwölfgliedrige Tierkreis entsteht.
Und über eine unglaublich krause kabbalistisch-okkult-runenmagische "Argumentation", die wir uns und dem Leser hier ersparen wollen, gelangt Gorsleben zu der Schlußfolgerung, daß die 6 Speichen der Hagalrune "runisch gesprochen" 18 sind, die verdoppelt 36 ergeben. Dann schreibt der okkult völlig verblödete, in SS-Kreisen rezipierte Gorsleben weiter:
36 ist die Zahl des heiligen Gral. Auch der Gral ist nichts anderes in seiner höchsten Bedeutung als das heilige Gefäß des Himmels (...)
blablabla.

Sinnbild eines Ritterordens, der "der reinen Zucht, der reinen Gralsliebe oblag"?

Und das geht so arg okkult-verblödet weiter, daß man es gar nicht glaubt und das hier auch gar nicht zitieren will. Später heißt es dann weiter:
Der Gral gehört zur Tafelrunde des Königs Artus, dessen Name wohl auf Arktus den Polar-Kreis, Ark-Tys = Bogen des Tys, zu ergänzen ist.
Aber hallo! Man entschuldige, daß ist Quark hoch irgend etwas, nur haben wir ja schon erwähnt, daß in höheren SS-Kreisen das für ganz vernünftige Argumentation scheint gehalten worden zu sein:
Den Diskus = Ties-Kreis, der den himmlischen Rundlauf der Sonne nachahmt, brachten die Griechen aus dem Norden mit, wo das Ur-alte Feuer-Rad-Laufen von den Höhen der Berge noch zur Zeit der Sommer-Sonnen-Wende in Übung steht.
Wenn freilich das Symbol der schwarzen Sonne auch an solche Feuerräder erinnern soll, wäre das wohl leicht zu vermitteln. Gorsleben weiter:
Ark ist Bogen, Kreis, die zwölf Ritter der Tafelrunde sind die 12 Tierkreiszeichen. (...)

Das Bild des Königs Artus mit seiner Tafelrunde erweist seinen kosmischen Ursprung und seine Verwandtschaft mit dem Aristos, dem Christos der Welt.
Man Entschuldige, aber der Gorsleben hat für diesen Quatsch nicht nur einen Verleger und Leser gefunden, sondern mit dem Weisthor/Wiligut auch geistige einflußreiche Nachfolger während des Dritten Reiches und seither. - Und dann geht es ganz willkürlich weiter:
Es ist das Geheimnis der reinen Zeugung, 
- also ritueller Zeugung?
das nun die Ritterschaften solcher Tafelrunden verband zu göttlichem Tun auf der irdischen Ebene. Diese Zwölferschaften bildeten sich auf der ganzen Erde, soweit Arier kamen, (...) ob als Apostel, als Asen, (...) als Druiden-Orden (...) oder der Ritterorden mit ihren Zwölferschaften, von denen Kaiser Ludwig, der Bayer, auch einen gründete, der satzungsgemäß in Ettal bei Oberammergau mit seinen Frauen der reinen Zucht, der reinen Gralsliebe oblag.
Auf Gorsleben folgt Hermann Wirth

"Reine Gralsliebe" mit Frauen von Männerorden? Hier ist ja nun wohl schon recht unverhüllt von rituellen Zeugungen die Rede ..., die wir natürlich nicht "schwarze Messe" nennen können. An anderer Stelle seines Buches (6, S. 667) schreibt Gorsleben, wozu Heinrich Himmler wohl sehr genickt hätte oder hat, ebenso möglicherweise Satanist Eugen Grosche:
Die Form der Ehe ist fast nebensächlich, eine jede ist gut, Einehe oder Vielehe, wenn sie der Zucht dient, eine jede von beiden ist schlecht, wenn sie der Un-Zucht dient!
Das soll von Gorsleben an dieser Stelle genügen. - Auf dem hier eingestellten Foto (7) wird ebenfalls sehr deutlich, wie in Partei- oder SS-Kreisen über Runen Schulungen gemacht wurden. An der Tafel ist das sechsachsige Rad, die "Hagal"-Rune, neben dem Hakenkreuz und der Siegrune der SS aufgezeichnet. Hier liegt, so möchte man sagen, die "Schwarze Sonne" schon in der Luft der angestrengt und erschöpft lauschenden Zuhörer.

Auch der Autor Hermann Wirth hat sich mit der Hagalrune, mit dem "6-speichigen Rad" als "Sinnbild Gottes", als "Sinnbild von Christus", als "Sinnbild der Weltenesche" ..., uff, ... und von manchem anderen mehr ... *erschöpfend* ... beschäftigt  (8, S. 143 - 188, 200ff; 9). Überall in der europäischen Kulturgeschichte erkennt er "geheimnisvolle", aus dem Germanischen stammende, das "Wissen unserer Ahnen" wiederspiegelnde "Zeichen" und schlußfolgert dann (8, S. 312, 314):
Die nationalsozialistische Bewegung, wie sie von Adolf Hitler als Wegbereitung des Dritten Deutschen Reiches erweckt wurde, ist der große mächtige Aufbruch unserer Erbmasse; es ist ihre erstmalige Bewußtwerdung und Bewußtmachung als Volksbewegung. (...) Das ist Hitlers Werk! Laut spricht die Stimme des Blutes in dem Führer usw. usf..
Germanische archäologische Funde als Vorbild?

Auf Wikipedia heißt es zur "Schwarzen Sonne" außerdem:
Als historische Vorlagen dienten vermutlich ähnlich gestaltete, allerdings ohne Symbolhaftigkeit ausgestattete alamannische Zierscheiben, die als Darstellungen der sichtbaren Sonne oder ihres Laufes durch die Jahreszeiten gedeutet werden können. Auch bekannt ist eine mit zwölf Speichen umschlossene Swastika.
Der Wikipedia-Eintrag bezieht sich hier auf das Kreismuseum auf der Wewelsburg (b), das auf alemannische Zierscheiben des 7. Jahrhunderts hinweist, die dem Symbol der Schwarzen Sonne ähneln, aber nicht 12, sondern 13 und 11 "Speichen" aufweisen:

Und er bezieht sich (ebenso wie man dies auf einem "Asatruforum" tut [c]) auf einen weiteren solchen Beleg (zu dem es auf einer Seite [d] wohl ganz mißdeutend heißt: "Schwarze Sonne Buddhistisch"), bei dem es sich offenbar (e) um Bronze-Zierscheiben aus bajuwarischen Reihengräbern handelt. Dabei wird im unteren Bild nun ein Rad mit zwölf Speichen gezeigt, das in der Mitte dann sogar ein Hakenkreuz aufweist:


Wann aber wurden diese Funde gemacht? Und wer kam dann auf die Idee, dieses Symbol im völkischen Okkultismus für die "Schwarze Sonne" zu verwenden?  Einen Hinweis erhält man auf einer englischsprachigen Forums-Diskussion zur "Schwarzen Sonne". Danach brachte der Mitarbeiter des SS-Ahnenerbes, Hermann Wirth, in einer Veröffentlichung des Jahres 1936 (9) die linke der folgenden beiden Abbildungen:

links: Brosche aus Inzing, Innsbruck-Land, zirka 400 n. Ztr., aus H. Wirth, Die heilige Urschrift der Menschheit, Leipzig 1936, Bd. II, Bilderatlas, Tafel 42 (damals im Staatl. Museen Berlin.)
Und auf dem Forum "Hexenbrett" (g) findet man noch den Hinweis auf folgende archäologische Funde  (h) aus dem römisch-germanischen Museum in Köln:


Das buddhistische "Rat des Gesetzes"

Anlaß für diesen Beitrag jedoch war, daß wir selbst in einer antisemitischen Schrift des Jahres 1937 (2, S. 34f) die Wiedergabe des folgenden Symbols aus einer Schrift aus dem gleichen Jahr (3) finden:


Nämlich die Darstellung eines 16-speichigen Rades, in dessen Mitte sich ein Hakenkreuz befindet. Und dazu wird erläutert (2, S. 35):
Der Verfasser der bereits erwähnten Schrift: "Asekha" (...) sagt zu dem umseitigen Symbol:
"Das nachfolgende Bild zeigt das altbuddhistische Symbol des Rades, genannt 'Dharma-Chakra' mit seinen 16 Speichen und ebenso vielen Kugeln, sowie einem Kranz von Lotosblumen umgeheben, die die gleiche Zahl 16 = 1 + 6 = 7, aufweisen. Daß man für die Buddhistische Arbeitsgemeinschaft in Deutschland zur Jetztzeit gerade dies Symbol aus der Mottenkiste von der Samchi Stupa hervorgeholt hat, ist bezeichnend genug."
Das "Dharmatschakra" (Wikp.), das "Rad des Gesetzes", ist im Buddhismus das okkulte Symbol für die Lehre Buddhas. Es hat normalerweise acht Speichen (- warum es in der eben angeführten Abbildung 16 hat, kann vorerst nicht geklärt werden) und findet sich im Netz mit folgenden okkulten Deutungen (SchuledesRades.org):

Ganz selten findet man im Netz auch "Dharmatschakra's" mit 16 Speichen (f):


Mit der "schwarzen Sonne hat man sich vor allem im Umkreis von Karl Maria Wiligut beschäftigt, insbesondere hat ein Emil Rüdiger ab dem Jahr 1929 die heillosesten, wirren okkulten Gedankengänge darüber veröffentlicht, die man sich sicherlich auch noch einmal ansehen müßte (4, 5).

Eine Schwarze Sonne im Innern des Hamburger Bismarck-Denkmales

Im Jahr 1941 wurde das Innere des Hamburger Bismarck-Denkmals zu einem Luftschutzkeller ausgebaut mit neun Räumen und wahrscheinlich wurden aus diesem Anlaß die Wände jedes Raumes dekorativ bemalt und mit einem Bismarck-Zitat geschmückt. In einem Raum findet sich das Zeichen der "Schwarzen Sonne" (11).

1941 - Luftschutzbunker im Inneren des Hamburger Bismarck-Denkmals (aus: 11)
Unter diesem Zeichen steht das Bismarck-Zitat (12, 13, S. 361):
"Die germanische Rasse ist jung, kräftig,
voller Tugenden und Unternehmungsgeist.
Den nordischen Völkern gehört
die Zukunft."
Die kunstgeschichtliche Analyse kommt derzeit zu verschiedenen Ergebnissen, die letztlich alle zutreffend sein könnten (11):
1. Es ist zu vermuten, daß hier eine kleine Gruppe – vermutlich aus dem in Hamburg äußerst starken national-konservativen, völkischen Bürgertum (DNVP, Alldeutscher Verband, Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund) – versuchte, ihre politische Traditionen im „Dritten Reich“ neben der NSDAP zu konservieren. 
2. Probsthayn vermutet dagegen als Ursprung eine Gruppe von SS-Dienstgraden, die das Bauwerk selbst ausgestaltet hätten.
3. Schilling geht davon aus, daß sie nicht originär zur Unterhaltung der Schutzsuchenden angebracht wurden, sondern daß das Bismarckdenkmal nach dem „Endsieg“ im Rahmen des nationalsozialistischen Totenkultes als eine nationale „Weihestätte“ Verwendung finden sollte. Vergleichbar mit der „Hindenburg-Ehrenhalle“, dem „Tannenberg-Ehrenmal“ oder der Wewelsburg, sollte auch das Hamburger Bismarckdenkmal in den nationalsozialistischen Gründungsmythos des „Dritten Reiches“ integriert werden. „Die Deckenmalereien der acht Räume könnten den Versuch darstellen, eine Übereinstimmung traditioneller, nationalistisch-völkischer Vorstellungen und nationalsozialistischer Ideologie zu konstruieren.“
Es kommt einem dabei in den Sinn, daß nach Augenzeugenberichten von Überlebenden satanistischer Gewalt in Hamburger Lagerhallen Snuff- und Kinderporno-Videos erstellt worden sein sollen und es auch sonst manche Hinweise darauf gibt, daß es in Hamburg schon vor 1945 eine stärkere Gruppe von völkischen, SS-nahen Okkultisten gegeben hat, die sich im Umfeld von rituellem Satanismus bewegt haben.

Schon vom Stil her erinnert das 1903 geplante Hamburger Bismarckdenkmal an das freimaurerische Völkerschlachtdenkmal von Leipzig, in dessen Figuren in ähnlicher Weise wie hier bei Bismarck selbst dumpf-brutale Züge von stiernackigen Folterknechten dargestellt werden. Auffallenderweise wurde auch die häufigste Form der vielen Bismarcktürme, die nach Bismarcks Tod (1898) errichtet wurden, nach dem Musterentwurf "Götterdämmerung" von Wilhelm Kreis erbaut, jenem Architekten, der ursprünglich auch den ersten Preis für das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig gewonnen hatte (Wiki). Und zwar bis 1911 in ganz Deutschland 47 mal. Sie wurden errichtet wie ein Opferaltar, auf dem eine Opferflamme brennen konnte oder sollte - wie auch noch heute auf dem freimaurerischen Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.

(Ergänzt: um den Gorsleben-Abschnitt, 24.4.11., um das Hamburger Bismarck-Denkmal, 27.1.2012)
_______________

1. Blachetta, Walther: Das Buch der deutschen Sinnzeichen. Widukind-Verlag, Berlin-Lichterfelde 1941
2. Strunk, J.: Zu Juda und Rom - Tibet. Ihr Ringen um Weltherrschaft. Ludendorffs Verlag, München 1938, Erstauflage 1937
3. Wilhelmy, Fritz: Asekha, der Meister aus Fernost. Der "Kreuzzug" der Bettelmönche! Verlag "Deutsche Revolution", Düsseldorf 1937
4. Trimondi: Hitler, Buddha, Krischna. Wien 2002
5. Prior Satorius: Die schwarze Sonne Satans
6. Gorsleben, Rudolf John: Hoch-Zeit der Menschheit. Koehler & Amelang, Leipzig 1930
7. Wenger, Matthias: Patriarchalische Ideologie oder matriarchalisches Wertsystem -  Die Auseinandersetzung um  Herman Wirth und die Ura-Linda-Chronik. Auf: Der Hain.de, 18.12.2005
8. Wirth, Hermann: Die Ura Linda Chronik. Übersetzt und mit einer einführenden geschichtlichen Untersuchung herausgegeben von Hermann Wirth. Koehler & Amelang Verlag, Leipzig 1933
9. Wirth, Hermann: Die heilige Urschrift der Menschheit, Leipzig 1936, BD. II, Bilderatlas, Tafel 42 (Quelle)
10. laut Wikipedia: Rüdiger Sünner: Schwarze Sonne. Entfesselung und Mißbrauch der Mythen in Nationalsozialismus und rechter Esoterik. Freiburg i. Br. 1999 (Das Original befindet sich im Archiv des Bayrischen Staatsministerium der Finanzen, München)
11. Lindner, Jörn: Das Bismarck-Denkmal – Koloss auf hohlen Füßen. Unter-Hamburg.de [27. 1. 2012]
12. Ferner, Uta: Rätsel um den Bunker am Bismarck-Denkmal. Welt, 12.10.1999
13. Schilling, Jörg: "Distanz halten". Das Hamburger Bismarckdenkmal und die Monumentalität der Moderne. Wallstein-Verlag 2006 (Google Bücher)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Also ich interessiere mich für die Germanen.

Es ist eine Schande, daß sie verunglimpft wurden durch die Nazis, obwohl GERMANEN NICHTS MIT DENNAZIS ZU TUN HATTEN, UND HITLER SO VIEL AHNUNG VON DEN GERMANEN HATTE, WIE EIN HUHN VOM HÄUSERBAUEN.


Und eben deßhalb hasse ich D******land...

Þvi miður, þo er sva...

Ingo Bading hat gesagt…

Hier hast du ein Taschentuch, Kleiner. Heul weiter.

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…
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Ingo Bading hat gesagt…

Der Tristan Trichterbecher ist wohl der Doppelgänger von Bauto Bechermann.

Und was soll diese allgemeine Phrasendrescherei des Bauto Bechermann?

Meine Geduld ist bald am Ende.

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…

@ Anonymer, 22. Juni 2013, 10:45

Richtig ist, daß die National-Sozialisten (Sozialisten!) die antiken Germanen für ihre Zwecke mißbrauchten, die antiken Germanen nichts mit den National-Sozialisten (Sozialisten!) zu tun hatten, weil es zu der Zeit noch keine National-Sozialisten (Sozialisten!) gab. Richtig ist aber auch, daß die National-Sozialisten (Sozialisten!) genauso wie die International-Sozialisten (Sozialisten!) Deutschland mißbrauchten, denn Deutschland ist primär ein geographischer und nur sekundär auch ein politischer Begriff, weshalb also auch Deutschland nichts mit den National-Sozialisten (Sozialisten!) und den International-Sozialisten (Sozialisten!) zu tun hatte und hat, weil es als Bezeichnung für ein Land keine politischen Entscheidungen treffen kann, denn das können nur Menschen und menschliche Instituitonen bzw. Superorganismen (Staaten, Unternehmen, Sekten u.ä.). Falsch ist also, wenn einem Land Schuld gegeben, es sogar gehaßt wird für ein Vergehen, das keine Länder, sondern eindeutig und ausschließlich Menschen begangen haben können.

Test

Ingo Bading hat gesagt…

Ich bitte Sie, nochmals mit solcher Schwafelei und Phrasendrescherei hier aufzuhören und werde weiter löschen, wenn Sie NICHT damit aufhören.

Ich brauche solche Diskussionsbeiträge hier nicht. Sie stehlen mir nur die Zeit. Und mir kommt vor, was anderes wollen Sie auch gar nicht, als mir die Zeit zu stehlen.

Anonym hat gesagt…
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Ingo Bading hat gesagt…

Ich glaube, ich habe auf meinen Blogs noch nie so viel gelöscht wie jetzt gerade. Und ich frage mich grade: Habe ich mich geändert oder schlägt neuerdings eine neue Art von Kommentator hier auf?

Aber ich finde, jeder kann seinen eigenen Blog aufmachen, der SEINE Ansichten unter die Leute bringen will.

Anonym hat gesagt…
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W. Test hat gesagt…
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